{"id":13090,"date":"2021-06-07T05:00:00","date_gmt":"2021-06-07T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=13090"},"modified":"2026-05-07T13:24:06","modified_gmt":"2026-05-07T11:24:06","slug":"heiliger-joseph-paul-ii-und-die-probleme-der-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/foco\/san-juan-pablo-ii-y-los-problemas-de-la-economia\/","title":{"rendered":"Der heilige Johannes Paul II. und die Probleme der Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Himmelfahrt Jesu war die Kirche nat\u00fcrlich st\u00e4ndig \u00fcber alle Probleme der Menschheit besorgt, insbesondere \u00fcber die wirtschaftlichen. In Spanien gen\u00fcgt es, sich daran zu erinnern, was im Zusammenhang mit Krediten und der Rechtfertigung von Zinss\u00e4tzen zu einer umfassenden Debatte gef\u00fchrt hat, die sich gr\u00f6\u00dftenteils an der Universit\u00e4t von Salamanca entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber all dies hat sich in Bezug auf die Wirtschaft im \u00dcbergang vom 18. zum 19. Jahrhundert au\u00dferordentlich ver\u00e4ndert, und zwar als Folge dessen, was gerade in dieser Zeit und unter einer Vielzahl von Gesichtspunkten entstanden ist. Auf wissenschaftlichem Gebiet war der gro\u00dfe Revolution\u00e4r eindeutig Adam Smith, der sich stets aus theologischen Fragen heraushielt und sich in seiner Biografie nicht darum zu k\u00fcmmern scheint, vielleicht als Folge des Chaos, das in Schottland nach der puritanischen Revolution entstand und das es ihm schwer machte, seine eigene religi\u00f6se Einstellung zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollten nicht vergessen, dass all dies mit der Entstehung von Geheimgesellschaften und einer intellektuellen Verbreitung verbunden war, die sich weigerte, dem Rat des Papsttums zu folgen. Und diese Wirtschaft, die mit all diesen gleichzeitigen Erg\u00e4nzungen entstanden ist, hat die allgemeine Entwicklung in zwei Bereichen gelenkt: in Gro\u00dfbritannien mit der industriellen Revolution - einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Neuerung - und in Frankreich mit dem Erfolg der Revolution auf politischer und sozialer Ebene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und durch die st\u00e4ndige Verkn\u00fcpfung dieser Neuheiten entsteht eine neue Realit\u00e4t, die zu einem au\u00dferordentlichen wissenschaftlichen Fortschritt beitr\u00e4gt; von der Mathematik \u00fcber die Physik bis hin zur Biologie, eine Neuheit, die sich auch auf das Geschehen im Bereich des Faktors Arbeit auswirkt. Bei letzteren kam es bald zu einem - auch gewaltsamen - Widerstand gegen Botschaften, die, bevor sie gro\u00dfe Aufmerksamkeit erregten, ein Erschaudern hervorriefen. Au\u00dferdem hatte die soziale Emp\u00f6rung mit Karl Marx eine wichtige wissenschaftliche St\u00fctze erhalten, und der historische Materialismus lag nicht gerade auf der Linie des Katholizismus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rerum Novarum<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus schlugen in Europa eine Reihe von Nationalismen Wurzeln, die eine lehrm\u00e4\u00dfige Unterst\u00fctzung suchten, die weit von dem entfernt war, was die Theologie behauptet hatte.  Hinzu kommt eine neue politische Tatsache: Italien war als gemeinsamer und unabh\u00e4ngiger Staat entstanden, der aufgrund der Existenz des so genannten Kirchenstaates, der im Krieg unterging, und des Papstes, der in Rom Gefangener des dort entstandenen neuen politischen Regimes wurde, eine radikal kirchenfeindliche Grundhaltung hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts dieses Panoramas wandte sich Leo XIII. an das Papsttum und suchte nach einer anderen Regelung als der, die beispielsweise in Spanien w\u00e4hrend des Krieges von den Karlisten auf der Grundlage ihres Katholizismus angestrebt worden war. Es war notwendig, auf diese Vielfalt feindlicher Situationen zu reagieren, und das war die logische Rechtfertigung f\u00fcr Leo XIII., um die Botschaft der Kirche inmitten dieser Neuerungen zu verankern, eine Enzyklika mit einem sehr bedeutsamen Namen herauszugeben, denn es war notwendig, auf diese Reihe von Situationen zu reagieren, sogar auf sehr feindliche. Zu diesem Zweck wurden aus philosophischer Sicht Anhaltspunkte gesucht, auf die sich die Enzyklika st\u00fctzt. <em><u><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/leo-xiii\/es\/encyclicals\/documents\/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rerum Novarum<\/a><\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach und nach stellte Rerum Novarum fest, dass sich die Wirtschaftswissenschaft vor allem im Bereich der Mikro\u00f6konomie stark weiterentwickelt hat, mit so bemerkenswerten Beitr\u00e4gen wie denen von Walras und Pareto. Wir erlebten damals die Konsolidierung einer gro\u00dfen britischen Wirtschaftswissenschaft - man denke nur daran, dass zum Beispiel kein Geringerer als der Sohn eines Spaniers, Francis Ysidro Edgeworth, bemerkenswerte Innovationen beisteuerte -, ganz zu schweigen von einer Reihe gro\u00dfer \u00d6konomen, die in einem bestimmten gro\u00dfen Fahrzeug, das sp\u00e4ter von Schsumpeter beschrieben wurde, zum Ruhm fuhren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite entwickelte diese wachsende Gruppe gro\u00dfer Wirtschaftswissenschaftler ihre Wissenschaft in einer wahrhaft kolossalen Weise. Und auch heterodoxe Linien haben sich herausgebildet. Insbesondere die Suche nach einem neuen Weg zur L\u00f6sung der sozialen Frage hat die <em>Korporatismus<\/em>Die katholische Kirche, die in einer Vielzahl konservativer politischer Ans\u00e4tze wurzelte, betrachtete den Katholizismus gleichzeitig mit Sympathie.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quadragesimo Anno<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letztgenannte allgemeine Stimmung traf auf eine wichtige politische Tatsache: Der Papst war durch den Lateranvertrag politisch befreit worden, der von Mussolini ausgearbeitet worden war, der seinerseits, um die vom Marxismus abgeleiteten Fortschritte einzud\u00e4mmen, es als befriedigend empfand, dass es zu diesem Zweck den Weg des Korporatismus gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne all dies ist es schwer zu verstehen, dass dieser neue Papst, Pius XI, mit einer Enzyklika, die bereits weit von der <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/leo-xiii\/es\/encyclicals\/documents\/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rerum Novarum<\/a>ver\u00f6ffentlichte mit beachtlichem Erfolg die <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/pius-xi\/es\/encyclicals\/documents\/hf_p-xi_enc_19310515_quadragesimo-anno.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quadragesimo Anno<\/a>die als Projektion auf eine neue Situation gedacht war, die viel j\u00fcnger ist als die von Leo XIII.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Wirtschaftswissenschaft wurden bemerkenswerte Fortschritte verschiedener Art erzielt. Seit Cournot hatte die Mikro\u00f6konomie Fortschritte bei der Analyse von Monopolsituationen gemacht, was zu weiteren Fortschritten im Bereich der <em>Theorie des unvollkommenen Wettbewerbs<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fortschritte in der Wirtschaftstheorie waren kolossal, und die Verkn\u00fcpfung von Korporatismus mit wirtschaftlichem Nationalismus und Protektionismus veranlasste eine ganze Gruppe von Forschern, darauf hinzuweisen, dass dieser Weg unweigerlich in einen Abgrund f\u00fchren w\u00fcrde, der jeden, der ihn verfolgte, in den Ruin treiben w\u00fcrde, ganz gleich, wie popul\u00e4r sein Anf\u00fchrer war, wie seinerzeit der Rum\u00e4ne Manoilescu. Aber die Wurzeln der katholischen Kirche, in einer Vielzahl von intellektuellen Aspekten, schienen durch diese Linie gefestigt zu werden. Es gen\u00fcgt, auf all das hinzuweisen, was der Jesuitenpater Azpiazu in Spanien in zahlreichen Werken, Kursen und Polemiken entwickelt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Johannes Paul II.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die politischen Verbindungen, die sich aus dem Korporatismus w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ergaben, gingen mit einem bemerkenswerten Fortschritt in der Makro\u00f6konomie einher, und zwar durch Modelle, die es den politischen Entscheidungstr\u00e4gern erm\u00f6glichten, sich jederzeit zu orientieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wandel wurde von der Wirtschaftswissenschaft aus radikal, und dasselbe gilt f\u00fcr den politischen Kontext, der in irgendeiner Weise - manchmal sogar sehr stark - mit der Enzyklika verbunden zu sein scheint <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/pius-xi\/es\/encyclicals\/documents\/hf_p-xi_enc_19310515_quadragesimo-anno.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Quadragesimo Anno<\/a>. Daher der au\u00dfergew\u00f6hnliche Mut des heiligen Johannes Paul II., anl\u00e4sslich des 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Europ\u00e4ischen Union einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sprung zu wagen. <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/leo-xiii\/es\/encyclicals\/documents\/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rerum Novarum.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Zusammenhang ist ein Ereignis erw\u00e4hnenswert. Der heilige Johannes Paul II. erkannte die bemerkenswerten Fortschritte der Wirtschaftswissenschaft und deren dreifache Wirkung. Erstens, die F\u00f6rderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die in der gesamten europ\u00e4ischen Welt, die nicht mit dem Kommunismus verbunden war, und auch in den bestehenden Teilen der westlichen Welt, von den Vereinigten Staaten oder Neuseeland bis Japan, deutlich sichtbar war. Aber auch innerhalb der Kirche in der iberoamerikanischen Welt ist eine Variante entstanden, die den Namen <em>Befreiungstheologie<\/em>. Die wissenschaftliche Grundlage fand sich in der so genannten <em>Lateinamerikanischer Wirtschaftsstrukturalismus<\/em>Die Europ\u00e4ische Union, die sich als radikaler Gegner der in der oben genannten Welt Europas, Nordamerikas und Japans triumphierenden wirtschaftlichen Ans\u00e4tze verstand, wurde auch als notwendig erachtet, um eine echte politische und soziale Revolution mit heterodoxen Untert\u00f6nen durchzuf\u00fchren. Gleichzeitig hielten sie es f\u00fcr notwendig, dass er eine echte politische und soziale Revolution mit heterodoxen Untert\u00f6nen durchf\u00fchrte, was Rom nat\u00fcrlich alarmierte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein Treffen im Vatikan<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts dieser Situation hat sich ein radikaler Wandel vollzogen, auf den ich durch ein langes Gespr\u00e4ch in Madrid mit Amartya Sen aufmerksam wurde, einem gro\u00dfen Wirtschaftswissenschaftler, der den Nobelpreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften erhalten hat und dem nun 2021 der Prinzessin-von-Asturien-Preis f\u00fcr Sozialwissenschaften verliehen wurde. Amartya Sen sagte mir, dass er im Bereich der Wirtschaftswissenschaften \u00fcber den Aufruf des Papstes zu einem gemeinsamen Treffen im Vatikan erstaunt war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Praktisch alle Eingeladenen waren der Meinung, dass sie, unabh\u00e4ngig von ihren eigenen religi\u00f6sen Vorstellungen, an dem Treffen teilnehmen sollten. Die Liste der hochkar\u00e4tigen G\u00e4ste reichte von Kenneth Arrow, der 1972 den Nobelpreis f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften erhalten hatte, \u00fcber Anthony Atkinson, einen angesehenen Professor an der ber\u00fchmten London School of Economics and Political Science, bis hin zu Parta Dasgupta von der Stanford University; auch Jacques Dr\u00e8ze von der Katholischen Universit\u00e4t L\u00f6wen, der gro\u00dfen Einfluss auf die Ausbildung prominenter spanischer Wirtschaftswissenschaftler hatte, war darunter, nicht zu vergessen Peter Hammond, ebenfalls von der Stanford University.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch die Universit\u00e4t Harvard durfte mit Henrik Houthakker nicht fehlen, ebenso wenig die Universit\u00e4t Chicago mit keinem Geringeren als Robert Lucas, und aus Europa das Mitglied des College of France, der gro\u00dfe Professor f\u00fcr Wirtschaftsanalyse Malinvaud, Horst Sievert vom ber\u00fchmten Institut f\u00fcr Weltwirtschaftsstudien in Kiel, der Japaner Hirofumi Uzawa von der Universit\u00e4t Tokio, und auch der damalige Professor Amartya Sen von der Universit\u00e4t Harvard stand auf der Liste. An dem Treffen nahmen auch Wirtschaftswissenschaftler aus wichtigen Lehrzentren in Italien und Polen teil; Spanier waren nicht eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Centesimus Annus<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amartya Sen wies mich darauf hin, dass sie sich alle zu Gespr\u00e4chen \u00fcber wichtige Punkte trafen, die vom Papst und verschiedenen hochrangigen Geistlichen zur Kenntnis genommen werden sollten, um sie in die k\u00fcnftige Enzyklika aufzunehmen, die dann die <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/john-paul-ii\/es\/encyclicals\/documents\/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Centesimus Annus<\/em>.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesem Zweck diskutierten sie ausgiebig \u00fcber Leitlinien, konkrete Formulierungen und geeignete Punkte, wobei sie vom Papst immer wieder zu Fragen von gro\u00dfer Bedeutung angeleitet wurden, was sie manchmal fast zu einer heftigen Polemik zwang; aber es war der Heilige Vater selbst, der mit Ironie und viel Sympathie und Witz an den Kolloquien teilnahm und wertvolle L\u00f6sungen anf\u00fchrte. Amartya Sen hat mich immer wieder f\u00fcr seine Reaktionen und seine Intelligenz gelobt. Er betonte auch die Geburt der \u00d6ffnung der freien Marktwirtschaft, die sich aus dieser Debatte in einen sehr wertvollen Text verwandeln sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Hinweis auf den allgemeinen Tenor des Lobes von Amartya Sen findet sich in einem Brief von Robert Lucas, in dem er feststellte, dass der heilige Johannes Paul II. stets behauptete, dass \"die Unterentwicklung ebenso sehr von der Unsicherheit der B\u00fcrgerrechte wie von wirtschaftlichen Fehlern abh\u00e4ngt\", und dass er au\u00dferdem vor der gesamten Versammlung darauf hinwies, dass er \"kein Kenner der technischen Werke \u00fcber Wirtschaft sei und es auch nicht f\u00fcr die Aufgabe der Kirche halte, technische L\u00f6sungen f\u00fcr wirtschaftliche Fragen vorzuschreiben\"; Aber in der Enzyklika, die in Vorbereitung war, war es notwendig, \u00fcber die Verbindungen nachzudenken, die zwischen der Soziallehre der Kirche, der besonderen Disposition eines jeden Papstes und der Welt des 21. Jahrhunderts mit all ihren Kontroversen bestehen sollten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies erkl\u00e4rt, warum im Gegensatz zu der vorgenannten Lehre, die als <em>Befreiungstheologie<\/em>In der Enzyklika wird das Eingest\u00e4ndnis des Kapitalismus als Folge der freien Marktwirtschaft deutlich gemacht. Der genaue Wortlaut der Enzyklika lautete: \"Wenn mit 'Kapitalismus' ein Wirtschaftssystem gemeint ist, das die grundlegende und positive Rolle des Handels, des Marktes, des Privateigentums und der sich daraus ergebenden Verantwortung f\u00fcr die Produktionsmittel sowie die freie menschliche Kreativit\u00e4t im Wirtschaftsbereich anerkennt, lautet die Antwort sicherlich ja... Wenn jedoch mit <em>Marktkapitalismus<\/em> Wenn man ein System versteht, in dem die Freiheit des Wirtschaftssektors nicht durch einen festen rechtlichen Rahmen eingegrenzt ist, der sie in den Dienst der menschlichen Freiheit insgesamt stellt, und es mit einem besonderen Aspekt dieser Freiheit begreift, dessen Kern ethisch und religi\u00f6s ist, dann ist die Antwort eindeutig negativ\". Die Verbindung zu der These, die von einer Gruppe deutscher Wirtschaftswissenschaftler aufgestellt wurde und die den Namen <em>soziale Marktwirtschaft<\/em>war sehr klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Weise schimmert die Verbindung zur orthodoxen Wirtschaftswissenschaft durch, und wenn wir bei Johannes Paul II. nach dem richtigen moralischen Verhalten f\u00fcr eine seri\u00f6se Wirtschaftspolitik suchen, dann haben wir es, wie Amartya Sen mir gegen\u00fcber in seinem sehr lobenden Gespr\u00e4ch betonte. Aus diesem Grund verdient er den besonderen Beifall der Katholiken, nicht weil er Katholik ist, sondern weil er es verdient, 2021 in Oviedo den Prinzessin-von-Asturien-Preis f\u00fcr Sozialwissenschaften zu erhalten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturalmente, tras la Ascensi\u00f3n al Cielo de Jes\u00fas, surgi\u00f3 una continua preocupaci\u00f3n, por parte de la Iglesia, sobre todos los problemas que vive el hombre y, concretamente, los econ\u00f3micos. 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