{"id":13714,"date":"2021-07-09T05:35:00","date_gmt":"2021-07-09T04:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=13714"},"modified":"2021-07-12T06:54:19","modified_gmt":"2021-07-12T05:54:19","slug":"kirche-und-gesellschaft-sprechen-nicht-die-gleiche-sprache-mussen-sich-aber-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/foco\/evangelizacion\/iglesia-y-sociedad-no-hablan-el-mismo-idioma-pero-han-de-entenderse\/","title":{"rendered":"\"Kirche und Gesellschaft sprechen nicht dieselbe Sprache, aber sie m\u00fcssen einander verstehen\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Journalist und Priester der Di\u00f6zese Pamplona-Tudela,<strong> Jos\u00e9 Gabriel Vera<\/strong>ist seit mehr als einem Jahrzehnt Medienbeauftragter dieser Di\u00f6zese und Sekret\u00e4r der <a href=\"https:\/\/www.conferenciaepiscopal.es\/comisiones\/comunicaciones-sociales\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bisch\u00f6fliche Kommission f\u00fcr soziale Kommunikation<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Reise hat er die verschiedenen Facetten des Informationsumfelds kennengelernt und die wichtigsten Punkte der <a href=\"https:\/\/es.ppc-editorial.com\/libro\/la-senda-de-la-reputacion\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\"Der Weg zum Ansehen. Wie Kommunikation die Kirche verbessern kann\".<\/a>Das Buch vertritt die Idee, wie Jos\u00e9 Gabriel Vera im Gespr\u00e4ch mit Omnes betont, dass \"die Aufgabe derjenigen, die in der kirchlichen Kommunikation t\u00e4tig sind, darin besteht, beide Seiten zu gr\u00f6\u00dferen Anstrengungen aufzufordern: mehr zu kommunizieren und besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oft, und auch heute noch, wird der Kirche vorgeworfen, dass sie der Kommunikation gegen\u00fcber misstrauisch sei. Gibt es dieses Misstrauen und umgekehrt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/josegvera.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13717\" width=\"306\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/josegvera.jpg 400w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/josegvera-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><figcaption>Jos\u00e9 G. Vera \u00a9CEE<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-Es handelt sich nicht um ein Misstrauen gegen\u00fcber der Welt der Kommunikation, auch wenn es so erscheinen mag. Es gibt zwei Dinge, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass man so denkt. Einerseits arbeiten Menschen in der Kirche nicht, um in den Medien zu erscheinen, sondern um einen Auftrag zu erf\u00fcllen. Sie tun es weder f\u00fcr die Zuschauer noch um gut auszusehen. Wenn sich die Medien an diese Menschen wenden, die so viel Gutes tun, stellen sie fest, dass sie im Allgemeinen nicht in den Medien erscheinen wollen, sie finden es nicht interessant. Andererseits ist es auch so, dass jemand aus der Kirche, der seine Kirche in den Medien widergespiegelt sieht, sie nicht wiedererkennt, den Eindruck hat, dass nichts verstanden wurde und er nicht gut behandelt wird. Und sie entscheiden sich schlie\u00dflich daf\u00fcr, so wenig wie m\u00f6glich in den Medien aufzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umgekehrt glaube ich nicht, dass es einen Verdacht gibt, sondern eher Unwissenheit, Vorurteile (im engeren Sinne des Wortes: Vorverurteilungen). F\u00fcr einige Medien ist die Ann\u00e4herung an die Kirche wie die Ann\u00e4herung an Nuklearpaste: Ich werde nichts verstehen, ich werde nicht in der Lage sein, mich damit zu befassen, ich werde ein paar Schlagzeilen aufschnappen, die passen, und ich werde den Bildschirm passieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufgabe derer, die in der kirchlichen Kommunikation t\u00e4tig sind, besteht darin, beide Seiten zu gr\u00f6\u00dferen Anstrengungen einzuladen: mehr zu kommunizieren und besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>F\u00fcr einige Medien ist die Ann\u00e4herung an die Kirche wie die Ann\u00e4herung an Nuklearpaste: Ich werde nichts verstehen, ich schnappe mir ein paar Schlagzeilen, die passen, und gehe am Bildschirm vorbei.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Jos\u00e9 G. Vera<span><\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie sind Ihre Erfahrungen als Journalistin, Medienbeauftragte und Sekret\u00e4rin der CECS (Episcopal Commission for Social Communications, wie sie jetzt hei\u00dft) in dieses Buch eingeflossen? K\u00f6nnte man sagen, dass es ein kleines \"Handbuch\" f\u00fcr kirchliche Kommunikatoren ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-Das Buch richtet sich an diejenigen, die sich in der Kirche f\u00fcr die Kommunikation einsetzen, und an diejenigen, die sich in der Kommunikation f\u00fcr die Kirche einsetzen. Auf der einen Seite trifft man auf Journalisten, die sich der Kirche n\u00e4hern, ohne viel \u00fcber unsere Geschichte, unsere Struktur, unsere Botschaft und unseren Auftrag zu wissen. Und ich hatte den Eindruck, dass es ihnen helfen k\u00f6nnte, sich ein kleines Bild davon zu machen, was die Kirche ist, was ihr Kern ist und wie sie ihn zum Ausdruck bringt, wenn man es in der Sprache der Kommunikation erz\u00e4hlt. Andererseits wollte ich f\u00fcr die Kommunikatoren, die in der Kirche arbeiten, einen Weg aufzeigen, den die Kirche aus Sicht der Kommunikation gehen muss, um ihr Ansehen zu verbessern. Ein Weg, der einige vorangegangene Etappen umfasst und bei jeder Etappe eine vollst\u00e4ndige \u00dcberarbeitung erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Kirche in der Gesellschaft, der sie dient, einen schlechten Ruf oder ein schlechtes Image hat, liegt das Problem nicht bei der Gesellschaft - wie die Regierenden oft meinen -, sondern bei der Kirche selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Glauben Sie, dass es innerhalb der Kirche immer noch Menschen gibt, die der Meinung sind, dass die Aufgabe der Unternehmenskommunikation lediglich darin besteht, die \"Schande\" der Institution zu vertuschen? Lernen wir aus Krisen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-Ich glaube nicht, dass das heute noch der Fall ist. Zumindest im Bereich der Kommunikation innerhalb der Institution ist das klar. Diese \u00dcberzeugung, die sich aus der Kommunikationstheorie und auch aus dem Evangelium ergibt, muss mit Feingef\u00fchl und auch mit Entschlossenheit auf jedes Mitglied der Institution \u00fcbertragen werden. Es ist notwendig, immer wieder zu erkl\u00e4ren, dass wir sagen sollten, wie es ist, dass wir immer wieder sagen sollten, was wir sind und was wir tun, denn je mehr wir sprechen, desto bekannter werden wir sein und desto besser werden wir unseren Auftrag erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Zeit der Transparenz und erst recht in der Welt der sozialen Netzwerke gilt der Satz aus dem Evangelium: \"Was du im Verborgenen sagst, wird auf den Stra\u00dfen gepredigt\". Wir d\u00fcrfen die Wunden nicht zudecken, sondern m\u00fcssen sie l\u00fcften und desinfizieren, auch wenn es Menschen gibt, die in der Wunde stochern wollen, um sie noch schmerzhafter und sch\u00e4dlicher zu machen.<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Wenn die Kirche in der Gesellschaft, der sie dient, einen schlechten Ruf oder ein schlechtes Image hat, liegt das Problem nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der Kirche selbst.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Jos\u00e9 G. Vera<span><\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sprechen die heutige Gesellschaft und die Kirche die gleiche Sprache? Kann es im Fall der Kirche passieren, dass wir Dinge f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten oder verstehen, die gar nicht verstanden werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-Nein, wir sprechen nicht dieselbe Sprache, aber wir m\u00fcssen unsere Sprache anpassen, um besser verstanden zu werden. Dies ist ein st\u00e4ndiges Bem\u00fchen jeder Institution, von denen verstanden zu werden, die nicht dieselbe Sprache sprechen, die eine andere geistige oder formale Struktur haben oder die uns einfach nicht kennen. Im Grunde ist es auch das Bem\u00fchen eines Familienvaters, seinen Kindern seine Sorgen, seine Entscheidungen und seine Vorhaben verst\u00e4ndlich zu machen. Sich verst\u00e4ndlich zu machen, ist eine wesentliche Aufgabe der Kommunikation in der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus erfordert dieser Kontext eines tiefgreifenden Wandels von Sprachen, Werten und Ideologien eine st\u00e4ndige \u00dcberpr\u00fcfung unserer Kommunikation, um festzustellen, ob das, was verstanden wird, mit dem \u00fcbereinstimmt, was wir vermitteln wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Er glaubt, dass wir Katholiken vielleicht zu \"bescheiden\" sind, um zu sein <em>Influencer<\/em> des Glaubens, zum Beispiel in einem Leben, das der Mode, dem Ingenieurwesen, dem Recht gewidmet ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-Ich denke, dass es einerseits ein geschw\u00e4chtes christliches Leben gibt, das auf einen Moment der Woche (oder des Monats oder des Jahres) reduziert ist, was es schwierig macht, ein geistliches Leben \u00f6ffentlich auszudr\u00fccken, das wenig Bedeutung f\u00fcr die Person selbst hat. Andererseits fehlt bei den Menschen, die ein gr\u00f6\u00dferes Bewusstsein f\u00fcr das christliche Leben haben, das Bewusstsein f\u00fcr die Mission, f\u00fcr das Gesandt-Sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/senda-reputacion.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13716\" width=\"364\" height=\"290\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist verst\u00e4ndlich, denn viele derjenigen, die den Glauben leben, sind nicht durch eine Anstrengung, die ihr Leben ver\u00e4ndert hat, zum Glauben gekommen, sondern durch ein famili\u00e4res, schulisches und kirchliches Umfeld, das alles umfasst, ein Umfeld, in das sie hineingeboren wurden und in dem sie geformt wurden. Aber dieses Umfeld gibt es nicht mehr. Es ist wichtig zu erkennen, dass die n\u00e4chste Generation christlich sein wird, wenn sich jeder Christ pers\u00f6nlich daf\u00fcr einsetzt, dass die Zukunft christlich ist, und der wesentliche Weg ist das Zeugnis. Ein Zeugnis, das in der heutigen Zeit immer teurer wird, mehr Konsequenzen im Leben hat und sogar riskant sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztlich geht es darum, das Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl der Christen und das Sendungsbewusstsein zu st\u00e4rken: Ich geh\u00f6re zu diesem Volk, und ich bin auf eine Mission geschickt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Periodista y sacerdote de la di\u00f3cesis de Pamplona- Tudela, Jos\u00e9 Gabriel Vera, lleva m\u00e1s de una d\u00e9cada como delegado de Medios de esta di\u00f3cesis y secretario de la Comisi\u00f3n Episcopal para las Comunicaciones sociales. 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