{"id":14687,"date":"2021-08-22T06:11:00","date_gmt":"2021-08-22T05:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=14687"},"modified":"2025-10-24T10:38:45","modified_gmt":"2025-10-24T08:38:45","slug":"kardinal-wyszynski-und-mutter-rose-czacka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/el-cardenal-wyszynski-y-la-madre-rosa-czacka\/","title":{"rendered":"Kardinal Wyszy\u0144ski und Mutter Rosa Czacka"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">(Den ersten Teil des Artikels k\u00f6nnen Sie lesen, indem Sie hier klicken. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/festival-zeiten-in-polen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des Warschauer Aufstandes beschloss Mutter Elisabeth, auf ihrem Gel\u00e4nde ein Feldlazarett einzurichten. Dort fand auch der Priester Wyszy\u0144ski Zuflucht, der st\u00e4ndig von der Gestapo verfolgt wurde. Stefan Wyszy\u0144ski blieb zwei Jahre lang in Laski und diente als Kaplan der Schwestern und Priester der AK. Damals lernte er Mutter Elizabeth Rose kennen und behandelte sie. Sp\u00e4ter erinnerte er sich: \"Ich schaute Mutter an und fragte mich: Woher nimmt diese Frau die Kraft und die K\u00fchnheit, diese Arbeit angesichts der st\u00e4ndigen Gefahr durch ihre Zusammenarbeit mit dem Aufstand zu tun? Es war nicht nur das Krankenhaus, sondern es gab auch ein Versorgungs- und Verbindungszentrum, ein st\u00e4ndiges Kommen und Gehen von Menschen. Mutter hielt es f\u00fcr notwendig, mit Kraft erf\u00fcllt zu sein, denn das war es, was die Welt damals brauchte. Durch sie entdeckte ich eine v\u00f6llig neue Frau, die sich zuvor dem Gebet und der Blindenf\u00fcrsorge gewidmet hatte und nun, in st\u00e4ndiger Lebensgefahr, immer noch alle Taten der Barmherzigkeit vollbrachte, aber allen aktiv half. Sie war f\u00fcr uns in Laski eine Mutter, eine Quelle des Friedens, der Gelassenheit und der Schnelligkeit im Dienst\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mutter Elisabeth Rose hat uns immer, aber besonders in solchen Momenten, ermutigt, uns mit dem Kreuz Christi zu vereinen: \"Zu den F\u00fc\u00dfen des Gekreuzigten k\u00f6nnen wir nicht unt\u00e4tig sein. Jesus Christus will nicht nur, dass wir \u00fcber sein Leiden meditieren, dass wir sein Bild erbarmen, sondern er will, dass wir ihm helfen, Seelen zu retten. Jesus m\u00f6chte, dass wir sein erl\u00f6sendes Blut benutzen, um unsere S\u00fcnden und die S\u00fcnden der Menschen um uns herum, die S\u00fcnden unserer Feinde und die S\u00fcnden der ganzen Welt abzuwaschen. Wir m\u00fcssen zulassen, dass wir von dieser G\u00f6ttlichkeit durchdrungen werden. Wir m\u00fcssen uns mit diesem Blut tr\u00e4nken lassen und es Gott f\u00fcr unser Heil und das der ganzen Welt darbringen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Friede und Freude am Kreuz<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Motto von Mutter Elisabeth ist auf dem Wappen der Kongregation zu finden: Pax et gaudium in cruce. F\u00fcr die neue Selige wurzelten diese Worte im Vertrauen auf Gott und in der immer intensiveren Vereinigung mit dem Leiden Christi. \"Leid ist unvermeidlich. Heiligkeit kann nicht ohne Leiden erreicht werden. Der Mensch, der mit Gott leben will, muss sein Kreuz tragen, das Kreuz, das Gott ihm schickt. Deshalb ist es unser Weg und unsere Berufung, am Kreuz Jesu zu stehen. Und ich spreche von dem Kreuz, das aus der Hand Gottes kommt: der Verlust von Gesundheit, von Freiheit. Es ist ein schweres Kreuz, aber es ist gut, es ist ein erl\u00f6sendes Kreuz, das wir annehmen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben in diesen beiden neuen Blesseds, die so eng mit der Stadt Warschau verbunden sind, \u00e4hnliche Charaktere. Stefan Wyszy\u0144ski begann seine Predigten stets mit dem Gru\u00df \"Liebe Kinder Gottes\", und seine Figur voller Kraft und W\u00fcrde, vor allem angesichts des kommunistischen Systems, das Polen nach dem Zweiten Weltkrieg in Jalta aufgezwungen wurde, zeichnet sich durch einen Zug aus: die V\u00e4terlichkeit. Er war ein Vater. Mutter Elisabeth Rose, ebenfalls voller Kraft im Angesicht der Nazis und Verteidigerin der W\u00fcrde der Behinderten, steht f\u00fcr viele in einem st\u00e4ndigen Bezug: Sie war f\u00fcr alle eine Mutter voller Kraft, die Mutter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kardinal Stefan Wyszynski zelebrierte die Trauermesse zum Tod von Mutter Elisabeth im Jahr 1961. In seiner Predigt sagte er u.a.: \"Mirabilis Deus in sanctis suis! - Gott ist bewundernswert in seinen Heiligen. Das Leben von Mutter Elisabeth, die f\u00fcr viele von uns nur diesen Titel trug: Mutter, spricht zu uns von den Wundern, die Gott in seinen Heiligen tut. Im Leben eines jeden Menschen ist immer das Geheimnis Gottes verborgen. Er selbst ist der Deus absconditus. Er wirkt im Stillen in den Tiefen der Seele. Er ist nie unt\u00e4tig, er ist st\u00e4ndig am Werk. Er formt, w\u00e4hlt aus und hilft den Menschen. Er sendet sie aus und sorgt daf\u00fcr, dass sie von anderen umgeben sind, um zu dienen. Gott w\u00e4hlt die Instrumente f\u00fcr die Zusammenarbeit aus. Kein Mensch Gottes ist allein, denn Gott selbst veranlasst, dass sich viele um ihn scharen, wie die Bienen um die K\u00f6nigin einer Tafel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wyszy\u0144ski, ein Mann des polnischen Volkes, Czacka, eine Frau der Aristokratie. Beide waren Intellektuelle, Christen mit tiefem Glauben und st\u00e4ndigem Gebet, voll bewundernswerter Tapferkeit f\u00fcr die Verteidigung der Rechte Gottes und der Person. Ich schlie\u00dfe mit einigen Worten des neuen Seligen \u00fcber den christlichen Laien, der in der Welt wirkt: \"Es geht nicht darum, ein Mensch zu sein, der von fieberhafter Aktivit\u00e4t beherrscht wird, der m\u00fcde ist und die anderen unbarmherzig erm\u00fcdet, der von st\u00e4ndiger Besch\u00e4ftigung absorbiert wird. Der moderne, christlich handelnde Mensch muss in sich mehr haben als die Ruhe und das Ma\u00df eines Diplomaten, er muss die Gewissensgewissheit haben, dass er Gott hilft, die Welt in dem Ma\u00dfe zu retten, wie er Gott in seinem eigenen Leben handeln l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stefan Wyszy\u0144ski wurde allein geweiht, weil er am Tag seiner Weihe nicht geweiht werden konnte, ob wegen eines R\u00fcckfalls seiner Tuberkulose oder weil er wenige Tage vor seinem 23. Geburtstag stand, ist nicht sicher. Das kanonische Mindestalter betrug 24 Jahre, aber der Bischof konnte einen Dispens von einem Jahr gew\u00e4hren, aber nicht mehr. Stefan wurde daher an seinem 23. Geburtstag, dem 3. August 1924, geweiht. Zusammen mit all seinen Gef\u00e4hrten, von denen viele sp\u00e4tere M\u00e4rtyrer des Weltkriegs waren und von denen einige seliggesprochen wurden, machte er jedoch die obligatorischen Exerzitien vor der Priesterweihe. In seinen Notizen hat er zehn Vors\u00e4tze aus diesen \u00dcbungen festgehalten. Er bewahrte dieses Blatt immer in seinem Brevier auf und pr\u00fcfte sich jeden Tag an diesen zehn Maximen oder Vors\u00e4tzen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. wenig sprechen - leise leben - schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2. Viel tun, aber ohne Eile, mit Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3. systematisch arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Vermeiden Sie Tr\u00e4ume - denken Sie nicht an die Zukunft, sie liegt in Gottes Hand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Verschwende keine Zeit, denn sie geh\u00f6rt dir nicht; das Leben hat einen Sinn und jeder Augenblick auch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. In allen Dingen entdeckt er eine gute Absicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7. Beten Sie h\u00e4ufig, wenn Sie arbeiten - sine me nihil potestis facere (ohne mich k\u00f6nnen Sie nichts tun).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">8. Respektiere jeden Menschen, denn du bist schlimmer als jeder Mensch: Gott widersteht den Stolzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">9. Omni custodia custodi custodi cor tuum quia ex ipso vita procedit (Bewahre dein Herz mit aller Sorgfalt, denn aus ihm kommt das Leben).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">10. Misericordias Dei in aeternum cantabo (Ich will singen die Barmherzigkeit des Herrn immerdar).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Seine Verehrung f\u00fcr die Muttergottes<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine interessante Anekdote \u00fcber Kardinal Wyszy\u0144ski ist die folgende: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ein Foto, auf dem Kardinal Wyszy\u0144ski l\u00e4chelt und neben ihm die beiden k\u00fcnftigen Bischofspr\u00e4laten des Opus Dei, die Seligen \u00c1lvaro del Portillo und Javier Echevarr\u00eda. Das war im September 1979. Sie reisten mit dem Auto an, begleitet von dem Priester Joaqu\u00edn Alonso und Javier Cotelo als Fahrer. Letzterer erz\u00e4hlt seine Erinnerungen in einem Interview mit einer Familienaufnahme. Wir geben die Abschrift weiter:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Das ist das Foto von Kardinal Wyszy\u0144ski mit Don Alvaro und Don Javier. -Erinnern Sie sich an irgendetwas von diesem Treffen? - Ja, viele Dinge. Dieses Treffen fand am Tag vor unserer Abreise am 7. September statt. Sie wollten den Kardinal nur sehen, um ihm zu sagen, dass wir vorbeigekommen waren und dass der Generalpr\u00e4sident des Opus Dei ihn gr\u00fc\u00dfen wollte. Wir kamen im Bischofspalast an und wurden von der Sekret\u00e4rin empfangen, die Spanisch sprach. Er sagte uns: Der Kardinal ist im Begriff, mit dem Auto wegzufahren, er ist im Begriff, wegzufahren, weil er ein Treffen mit Bisch\u00f6fen in einer anderen Di\u00f6zese hat, und nat\u00fcrlich kann er sie nicht empfangen, und wenn er sie doch empf\u00e4ngt, dauert es nur eine Minute.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4bd4000d-596f-42e0-beae-a22f529b0665.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15313\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4bd4000d-596f-42e0-beae-a22f529b0665.jpg 600w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/4bd4000d-596f-42e0-beae-a22f529b0665-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>Der selige \u00c1lvaro del Portillo und Don Javier Echevarr\u00eda mit Kardinal Wyszy\u0144ski<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und tats\u00e4chlich kam er heraus und f\u00fchrte uns in den Raum, in dem das Foto gemacht wurde. Hinter uns war, wenn ich mich richtig erinnere, ein weiteres Bild von Cz\u0119stochowa zu sehen, auf dem ein Sitz zu sehen ist, ein leerer Stuhl in der Mitte und eine Menge Menschen, eine Menge Menschen vor diesem Thron. Es war sein Thron, der Sitz des Kardinals, aber er war leer, weil er im Gef\u00e4ngnis sa\u00df. W\u00e4hrend wir uns diese und andere Fotos ansahen, traf der Kardinal bald ein. Er begr\u00fc\u00dfte uns ein wenig trocken und sagte: \"Was machen diese italienischen Priester, die nach Warschau kommen, hier? Ich bin sehr dankbar, dass sie in Soutanen kommen, denn normalerweise kommen die Priester, die aus Italien kommen, in irgendeiner anderen Kleidung. Es gefiel ihm, dass sie Soutanen trugen, aber noch mehr gefiel ihm die Antwort von Don Alvaro: \"Ich m\u00f6chte Ihnen keine Minute wegnehmen. Wir sind gekommen, um zu Unserer Lieben Frau von Tschenstochau zu beten, um f\u00fcr Polen und besonders f\u00fcr Papst Johannes Paul II. zu beten und um das Opus Dei zu den F\u00fc\u00dfen Unserer Lieben Frau zu bringen, indem wir die Weihe des Werkes an Ihr S\u00fc\u00dfestes Herz erneuern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der Kardinal von dem Gebet und der Gottesmutter h\u00f6rte, war er sehr bewegt und legte Don \u00c1lvaro und Don Javier gleichzeitig die H\u00e4nde auf die Schultern. Und er war wie verwandelt, er hatte sein Aussehen v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Zuvor war er ein wenig trocken, als w\u00e4re er es leid, Touristenpriester zu empfangen. Und als er vom Gebet, von der Muttergottes h\u00f6rte, war er sehr bewegt und sagte ihnen, dass es ihm gefallen habe, von der Muttergottes zu h\u00f6ren und dass sie gekommen seien, um zu beten, dass er sich gefreut habe, Leute vom Opus Dei und seinen Generalpr\u00e4sidenten und seine Begleiter zu treffen, und dass er sich daf\u00fcr entschuldige, nicht l\u00e4nger bei ihnen sein zu k\u00f6nnen, weil er im Begriff sei, das Auto zu nehmen und in eine andere Provinz zu fahren, in eine andere Stadt, wo er ein Treffen habe.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er gab jedem von uns einen Rosenkranz und verabschiedete sich dann mit einer Umarmung und einem Kuss von den Priestern. Er hat mich nur umarmt. Dann sagte Don Joaqu\u00edn zu ihm: \"Und k\u00f6nnten wir ein Foto von ihm machen? -Ja. Steigen Sie sofort ein. Und wie Sie sehen k\u00f6nnen, stand er zwischen Don \u00c1lvaro und Don Javier. Ich habe zwei Fotos von ihm gemacht, weil Don \u00c1lvaro zu mir sagte: \"Mach noch ein Foto, falls das erste nicht gut geworden ist. Wir gingen mit Freude und Spa\u00df weg, als ob wir wirklich bei einem Heiligen gewesen w\u00e4ren, weil er uns mit seinem L\u00e4cheln und seinem Blick an unseren Vater erinnerte. Als wir bei Kardinal Wyszy\u0144ski waren, hatten wir den Eindruck, dass es wie bei unserem Vater war: man konnte wirklich sp\u00fcren, dass wir bei einem Heiligen waren\".&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(La primera parte del art\u00edculo se puede leer haciendo click aqu\u00ed). Durante el levantamiento de Varsovia la Madre Isabel decidi\u00f3 organizar un hospital de campa\u00f1a dentro de su complejo. All\u00ed tambi\u00e9n se refugi\u00f3 el sacerdote Wyszy\u0144ski continuamente perseguido por la Gestapo. 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