{"id":15220,"date":"2021-09-17T05:22:00","date_gmt":"2021-09-17T04:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=15220"},"modified":"2022-09-22T09:02:07","modified_gmt":"2022-09-22T08:02:07","slug":"das-heiligtum-der-mariazell-die-magna-mater-austriae","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/cultura\/el-santuario-de-mariazell-la-magna-mater-austriae\/","title":{"rendered":"Das marianische Herz \u00d6sterreichs: Mariazell, die \"Magna Mater Austriae\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00dcberlieferung nach schickte der Abt Otker des Benediktinerklosters St. Lambertus um 1157 einen seiner M\u00f6nche in das sp\u00e4tere Mariazell, das damals zum Herrschaftsgebiet des Klosters geh\u00f6rte, um sich um die Seelen der Bewohner der Gegend zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Einverst\u00e4ndnis des Abtes machte sich Bruder Magnus auf die Reise und trug eine kleine, aus Lindenholz geschnitzte Figur der Jungfrau mit Kind bei sich. In der Nacht zum 21. Dezember, als er auf dem Weg zu seinem Ziel war, tauchte ein gro\u00dfer Felsbrocken auf der Stra\u00dfe auf und hinderte ihn an der Weiterfahrt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als er die Jungfrau um Hilfe bat, spaltete sich der Felsen in zwei Teile und machte den Weg frei. Als er endlich sein Ziel erreicht hatte, machte sich Bruder Magnus daran, eine kleine Zelle zu bauen (<em>Zell<\/em>Der Name scheint von diesem kleinen Raum abgeleitet zu sein, der sowohl als Gebetsraum als auch als Unterkunft diente. Von diesem kleinen Raum scheint er seinen Namen abzuleiten; <em>Maria<\/em> durch die Schnitzerei, die der M\u00f6nch mitbrachte, und <em>Zell<\/em> durch die Zelle, in der sie sich anfangs befand: Mariazell.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Romanische Kirche, gotische Erweiterung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Inschrift \u00fcber dem Hauptportal zufolge wurde die erste romanische Kirche jedoch offenbar erst um 1200, also fast ein halbes Jahrhundert nach ihrer Ankunft, errichtet. In den folgenden Jahren verbreitete sich der Ruhm des Ortes dank der zahlreichen Gl\u00e4ubigen, denen die Jungfrau ihre Gnaden schenkte, und er wurde zum Wallfahrtsort schlechthin f\u00fcr die Bewohner der \u00f6sterreichischen Territorien. Die Gew\u00e4hrung eines vollkommenen Ablasses durch Papst Bonifatius IX. im Jahr 1399 trug zur Entwicklung von Festen und Prozessionen bei, die trotz der von Kaiser Joseph II. (1765-1790) auferlegten religi\u00f6sen Beschr\u00e4nkungen fortgesetzt wurden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4227.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15229\" width=\"-46\" height=\"-61\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4227.jpg 400w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4227-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geografische Lage des Wallfahrtsortes f\u00fchrte zweifellos dazu, dass Mariazell im 15. Jahrhundert nicht nur von Menschen aus dem \u00f6sterreichischen Raum, sondern auch von Franzosen, Schweizern, Deutschen, B\u00f6hmen, Polen, Ungarn, Kroaten und Serben aufgesucht wurde. Dies ist der Hauptgrund daf\u00fcr, dass an die urspr\u00fcngliche romanische Kirche ein Anbau im gotischen Stil errichtet wurde. Dies scheint mit dem Anbau eines Chors begonnen und mit dem Bau eines neuen Mittelschiffs und zweier Seitenschiffe fortgesetzt worden zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber nicht nur das \"gemeine Volk\" ging nach Mariazell, um die F\u00fcrsprache der Jungfrau zu erflehen oder f\u00fcr gew\u00e4hrte Gnaden zu danken. Auch die kaiserliche Familie wurde, vor allem nach der Gegenreformation, zu Besch\u00fctzern und Verehrern der Mutter von Mariazell. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Erweiterung der gotischen Kirche notwendig, die gr\u00f6\u00dftenteils von den Habsburgern finanziert wurde. Der Umbau und die Vergr\u00f6\u00dferung begannen 1644 unter der Leitung des Baumeisters Domenico Sciassia. Erst vierzig Jahre sp\u00e4ter wurde das kolossale Projekt, das Sciassia nie vollenden sollte, fertig gestellt. Die immense Arbeit und die Herausforderung, die gotischen Elemente mit den neuen Barockelementen zu verbinden, haben Mariazell zu einem architektonischen Juwel und zur gr\u00f6\u00dften Kirche \u00d6sterreichs gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der schwierigsten Teile der Kirche ist die Fassade, die das gro\u00dfe spitzbogige Portal und den urspr\u00fcnglichen gotischen Turm, der der \u00dcberlieferung nach vom ungarischen K\u00f6nig Ludwig I. errichtet wurde, mit den beiden von Sciassia entworfenen Barockt\u00fcrmen verbindet. Eine Tatsache, die nicht weiter beachtet wird, die aber auch eine Form der Ehrung der Ungarn war, die regelm\u00e4\u00dfig nach Mariazell pilgerten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gefahren und Schwierigkeiten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesen Jahren des Umbruchs und der Bewegung besuchte Kaiser Leopold I. den Wallfahrtsort und taufte die Mariazeller Jungfrau <em>generalissima<\/em> seiner kaiserlichen Armee. Man schrieb das Jahr 1676, und zu dieser Zeit brauchten die \u00f6sterreichischen Territorien wegen der st\u00e4ndigen Bedrohung und des fortschreitenden Vormarsches der osmanischen Truppen auf die habsburgischen Gebiete jede Hilfe, die sie bekommen konnten. Dieser Feind war im Laufe der Jahre zu einer st\u00e4ndigen Gefahr geworden, und erst 1683 gelang es dem milit\u00e4rischen Genie des Prinzen Eugen von Savoyen, die Belagerung Wiens zu beenden, sie aus dem \u00f6sterreichischen Staatsgebiet zu vertreiben und ihrer Vorherrschaft in S\u00fcdosteuropa ein Ende zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie eingangs erw\u00e4hnt, \u00fcberlebte der Ruhm von Mariazell auch die restriktiven Gesetze des aufgekl\u00e4rten Kaisers Joseph II. und die Volksfr\u00f6mmigkeit, obwohl von der Monarchie nicht mehr gef\u00f6rdert, sah die Mariazeller Jungfrau weiterhin als ihre Besch\u00fctzerin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Heiligtum nicht weiter ausgebaut, musste aber aufgrund der Sch\u00e4den, die der gro\u00dfe Brand in der Nacht zu Allerheiligen 1827 verursacht hatte, umfassend restauriert werden. In Anbetracht seiner Bedeutung wurden zahlreiche finanzielle Beitr\u00e4ge geleistet, die zu seiner raschen Restaurierung zwischen 1828 und 1830 beitrugen. Die fr\u00fcheren Pl\u00e4ne wurden jedoch nicht befolgt, und die Tendenz ging zu einer st\u00e4rkeren Vereinfachung der Konstruktion. Aus den gemachten Erfahrungen wurden zum ersten Mal Blitzableiter auf dem Dach der Kirche installiert. Obwohl der Schaden gro\u00df war, konnte die romanische Marienstatue gerettet werden und befindet sich heute an ihrem urspr\u00fcnglichen Platz in der Gnadenkapelle, dem Herzst\u00fcck des Heiligtums. Die Kapelle ist der \u00e4lteste Teil des Tempels (1690) und beherbergt die 48 Zentimeter gro\u00dfe Schnitzerei der Jungfrau mit dem Kind, die heute als das <em>Magna Mater Austriae <\/em>und mit dem Bruder Magnus 1157 seine evangelische Arbeit begann. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche 1907 vom Papst in den Rang einer Basilika minor erhoben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besucht von den P\u00e4psten<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4230.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15230\" width=\"-95\" height=\"-126\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4230.jpg 400w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_4230-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Jahre nach seiner Wahl zum Papst besuchte der heilige Johannes Paul II. <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/john-paul-ii\/it\/homilies\/1983\/documents\/hf_jp-ii_hom_19830913_santuario-mariazell.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">13. September 1983. <\/a>Jahre sp\u00e4ter, am 8. September 2007, kehrte sein Nachfolger Benedikt XVI. zur\u00fcck, um das 850-j\u00e4hrige Bestehen des Heiligtums zu feiern und die St\u00e4tte mit der p\u00e4pstlichen Verleihung der \"Goldenen Rose\" zu ehren, einer Blume, die aus Gold geschmiedet und mit aromatischen Essenzen wie Balsam, Weihrauch und Weihwasser gef\u00fcllt ist. Andere Heiligt\u00fcmer, die damals unter Johannes Paul II. die gleiche Ehrung erhielten, waren Loreto, Lourdes und Tschenstochau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/es\/homilies\/2007\/documents\/hf_ben-xvi_hom_20070908_mariazell.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Predigt, die Benedikt XV. zu dieser Zeit hielt<\/a>Ich sprach \u00fcber die Bedeutung der Pilgerfahrt und ihre Beziehung zu Christus und seiner Kirche. Aber auch von diesem Gotteskind in den Armen seiner Mutter, das gleichzeitig auf dem Hauptaltar gekreuzigt ist: \"Wir sollten Jesus so betrachten, wie wir ihn hier im Mariazeller Heiligtum sehen. Wir sehen ihn auf zwei Bildern: als Kind in den Armen seiner Mutter und gekreuzigt auf dem Hauptaltar der Basilika. Diese beiden Bilder in der Basilika sagen uns: Die Wahrheit setzt sich nicht durch \u00e4u\u00dfere Macht durch, sondern ist dem\u00fctig und gibt sich dem Menschen nur durch ihre innere Kraft: durch die Tatsache, dass sie wahr ist. Die Wahrheit erweist sich in der Liebe\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber manchmal kann es hoffnungslos sein, diese Botschaft weiterzugeben und sie in einer Welt zu verk\u00fcnden, die der Liebe Gottes feindlich gegen\u00fcbersteht. Lassen wir uns nicht entmutigen, wie es Benedikt XVI. in der gleichen Predigt so treffend ausgedr\u00fcckt hat: \"Pilgern hei\u00dft, sich in eine bestimmte Richtung zu orientieren, auf ein Ziel zuzugehen. Das verleiht der Reise und der damit verbundenen Erm\u00fcdung eine eigene Sch\u00f6nheit\".<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seg\u00fan cuenta la tradici\u00f3n, en torno al a\u00f1o 1157 el abad Otker, del monasterio benedictino de San Lamberto, envi\u00f3 a uno de sus monjes a lo que m\u00e1s tarde se conocer\u00eda como Mariazell, que entonces pertenec\u00eda a los dominios del monasterio, con el prop\u00f3sito de que se hiciera cargo de las almas de los habitantes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":15226,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[39],"tags":[935,6,524],"class_list":["post-15220","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cultura","tag-austria","tag-europa","tag-virgen-maria"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with 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