{"id":16062,"date":"2021-10-26T06:00:00","date_gmt":"2021-10-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=16062"},"modified":"2021-10-27T10:20:46","modified_gmt":"2021-10-27T09:20:46","slug":"das-ziel-des-gewissens-ein-recht-gegen-euthanasie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/foco\/la-objecion-de-conciencia-un-derecho-frente-a-la-eutanasia\/","title":{"rendered":"Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden. Ein Recht im Angesicht der Euthanasie"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Das vor einigen Monaten von der derzeitigen Parlamentsmehrheit verabschiedete Gesetz zur Regelung der Euthanasie, mit dem das Organgesetz 10\/1995 vom 23. November des Strafgesetzbuches ge\u00e4ndert wird, um alle euthanasie\u00e4hnlichen Handlungen in den durch das neue Gesetz festgelegten F\u00e4llen und Bedingungen zu entkriminalisieren, trat am 25. Juni in Kraft. Ebenso haben das Gesundheitsministerium und die autonomen Gemeinschaften auf dem Interterritorialen Rat des Nationalen Gesundheitssystems das Handbuch der guten Praktiken zur Sterbehilfe angenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das k\u00fcrzlich verabschiedete Gesetz legalisiert zum ersten Mal in Spanien die aktive Sterbehilfe, die die unmittelbare Folge der Handlung einer dritten Person ist. Es ist damit das siebte Land der Welt, das dies tut, nach den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Kanada, Kolumbien (durch das Verfassungsgericht), Neuseeland und einigen australischen Bundesstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem neuen Gesetz wird die \"<em>Sterbehilfeleistung<\/em>\"Dies kann auf zwei verschiedene Arten geschehen: entweder durch die direkte Verabreichung einer Substanz an den Patienten durch einen Angeh\u00f6rigen der Gesundheitsberufe oder durch die Verschreibung oder Abgabe einer Substanz, damit der Patient sie sich selbst verabreichen kann, um seinen eigenen Tod herbeizuf\u00fchren, was eine Art von Beihilfe zum Selbstmord darstellt, auch wenn die Verordnung dies nicht in diesem Sinne erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Omnes sprach mit Federico de Montalvo Jaaskelainen, Juraprofessor an der Comillas Icade und Vorsitzender des spanischen Bioethikausschusses, einem Beratungsgremium f\u00fcr die Ministerien f\u00fcr Gesundheit und Wissenschaft der Regierung. A <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/fokus\/okologie-integral\/verweigerung-der-verfassungsmasigen-objektivierung-des-gewissens-verstost-gegen-die-verfassung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Interview von Rafael Miner<\/a> und die Sie auf unserer Website in voller L\u00e4nge lesen k\u00f6nnen <em>www.omnesmag.com.<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Gespr\u00e4ch weist de Montalvo darauf hin, dass es kein Recht auf ein Sterben in W\u00fcrde gibt, wohl aber ein Recht darauf, nicht zu leiden. Was kongruent gewesen w\u00e4re, w\u00e4re ein Gesetz \u00fcber das Lebensende, das dieses Recht, nicht zu leiden, garantiert, das sich aus Artikel 15 der spanischen Verfassung ableitet, wo es hei\u00dft, dass \"... das Recht zu sterben nicht auf W\u00fcrde beruht\".<em>jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf k\u00f6rperliche und seelische Unversehrtheit und darf auf keinen Fall der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden\".<\/em>sondern dass die extremste Alternative, n\u00e4mlich das Ende des Lebens, gew\u00e4hlt wurde. Die Medizin entspricht nicht den Kriterien, die die Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt w\u00fcnscht, wie es in den nationalsozialistischen und kommunistischen Regimen der Fall war, sondern sie muss die Interessen der Gesellschaft und die Werte, die sie anthropologisch und historisch verteidigt, miteinander verbinden.<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>\"Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf k\u00f6rperliche und moralische Unversehrtheit und darf auf keinen Fall der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Artikel 15 der spanischen Verfassung<span><\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso ist der Professor der Ansicht, dass die L\u00f6sung f\u00fcr das Lebensende in Alternativen zur Euthanasie besteht: Palliativmedizin oder jede Form der Sedierung. Er verteidigt auch die institutionelle Kriegsdienstverweigerung und pl\u00e4diert f\u00fcr sie.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Es gibt kein Recht zu sterben<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Problem, auf das der Pr\u00e4sident des spanischen Bioethikkomitees hinwies und das uns veranlasste, das Thema anzusprechen, ist die Tatsache, dass in Spanien das Gesetz \u00fcber Euthanasie auf dem Wege eines Gesetzesentwurfs behandelt werden sollte, was bedeutet, dass es ohne die Beteiligung eines beratenden Gremiums, wie z. B. des Allgemeinen Rates der Justiz, des Rates der Staatsanwaltschaft, des Staatsrates, verabschiedet werden k\u00f6nnte .... Und nicht einmal die Bioethik-Kommission, w\u00e4hrend in ganz Europa, wenn ein Gesetz erwogen wurde oder zumindest die Debatte \u00fcber Euthanasie gef\u00fchrt wurde, ein Bericht der nationalen Bioethik-Kommission vorliegt. Es gibt sie in Portugal, in Italien, im Vereinigten K\u00f6nigreich, in Frankreich, in Schweden, in \u00d6sterreich, in Deutschland?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem aus diesem Grund hat der Ausschuss einen Bericht \u00fcber das parlamentarische Verfahren zur Regelung der Sterbehilfe ausgearbeitet. Ein Bericht, der sich in drei Gedanken zusammenfassen l\u00e4sst: Erstens stellt der Ausschuss in dem Bericht fest, dass es kein Recht auf Sterben gibt. Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Und in der Tat, \"<em>die dem Gesetz zugrunde liegende Argumentation ist widerspr\u00fcchlich<\/em>\", sagt de Montalvo. Widerspr\u00fcchlich, weil sie auf der W\u00fcrde basiert und dann auf bestimmte Menschen beschr\u00e4nkt ist - als ob nur chronisch Kranke und Patienten im Endstadium w\u00fcrdevoll w\u00e4ren. \"<em>Wenn sich die Gesetzgebung auf ein Recht auf ein Sterben in W\u00fcrde st\u00fctzt, muss dieses Recht f\u00fcr alle Menschen anerkannt werden, denn wir sind alle w\u00fcrdig. Es war also ein Widerspruch in sich selbst. Deshalb haben wir gesagt, dass es kein Recht auf ein Sterben in W\u00fcrde gibt. Denn das w\u00fcrde bedeuten, dass jeder B\u00fcrger den Staat bitten k\u00f6nnte, sein Leben zu beenden. Auf diese Weise verliert der Staat seine wesentliche Funktion, das Leben zu garantieren, und wird zum Vollstrecker des Rechts zu sterben.<\/em>\"Er f\u00fcgt hinzu.<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>\"Es gibt kein Recht auf ein Sterben in W\u00fcrde. Denn das w\u00fcrde bedeuten, dass jeder B\u00fcrger den Staat bitten kann, sein Leben zu beenden.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Federico de Montalvo Jaaskelainen<span>Pr\u00e4sident des spanischen Bioethikausschusses<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens hat der Ausschuss in seinem Bericht auf einen Mangel in der Handhabung des Gesetzes hingewiesen. Denn sie basierte auf einer vermeintlichen Freiheit, w\u00e4hrend die Person, die um Euthanasie bittet, in Wirklichkeit gar nicht sterben will. Der Patient geht davon aus, dass der Tod die einzige M\u00f6glichkeit ist, sein Leiden zu beenden. Was die Person wirklich will, ist, nicht zu leiden, das Leiden, das sie durchmacht, zu beenden. Und um das Recht, nicht leiden zu m\u00fcssen, in Spanien zu verwirklichen, fehlt es noch an der vollst\u00e4ndigen Entwicklung von Alternativen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich wird in diesem Bericht vorgeschlagen, anstelle einer juristischen L\u00f6sung, wie sie das Gesetz vorschl\u00e4gt, medizinische L\u00f6sungen zu suchen. Medizinische L\u00f6sungen sollten auch f\u00fcr chronisch Kranke erforscht werden, d. h. auch f\u00fcr chronische, nicht terminale Patienten, bei denen die M\u00f6glichkeit einer palliativen Sedierung besteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pablo Requena, Professor f\u00fcr Moraltheologie und Bioethik und Delegierter des Vatikans beim Welt\u00e4rztebund, ist der Meinung, dass Euthanasie nicht Teil der Medizin sein sollte, gerade weil sie ihrem Zweck, ihren Methoden und ihrer Praxis widerspricht. \"<em>Damit w\u00fcrde die Figur des Arztes in die \u00c4ra der vorwissenschaftlichen Medizin zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, als der Arzt Krankheiten heilen oder den Tod herbeif\u00fchren konnte.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Grundrecht<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die derzeitige Rechtslage stellt in dieser Hinsicht eine besondere und nicht sehr optimistische Situation dar. \"<em>Es stimmt, dass Euthanasie<\/em>\"de Montalvo versicherte Omnes,\".<em>ist die extreme oder sehr au\u00dfergew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahme. Selbst f\u00fcr diejenigen, die daf\u00fcr sind. Die Verabschiedung eines Gesetzes \u00fcber eine solche Ma\u00dfnahme erscheint jedoch nicht sehr kongruent. Das Euthanasiegesetz ist kein Gesetz zur Beendigung des Lebens, sondern ein reines Euthanasiegesetz. Es geht nicht um das Ende des Lebens, sondern um die extremste Alternative am Ende des Lebens.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Zusammenhang kommt also ein Grundrecht ins Spiel: die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden. Es ist ein Recht, das nicht in den H\u00e4nden des Gesetzgebers liegt. Es liegt in ihren H\u00e4nden zu entscheiden, wie sie ausge\u00fcbt wird. Das neue Gesetz erkennt sie in Artikel 16 an, in dem es hei\u00dft, dass \"... die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden ein Recht ist, das nicht in den H\u00e4nden des Gesetzgebers liegt.<em>Angeh\u00f6rige der Gesundheitsberufe, die unmittelbar an der Sterbehilfe beteiligt sind, k\u00f6nnen von ihrem Recht auf Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden Gebrauch machen.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden versteht man im Allgemeinen die Haltung einer Person, die sich weigert, einem beh\u00f6rdlichen Befehl oder einem gesetzlichen Auftrag Folge zu leisten, indem sie sich darauf beruft, dass in ihrem Inneren ein Widerspruch zwischen moralischer Pflicht und gesetzlicher Verpflichtung besteht, der sie daran hindert, das vorgeschriebene Verhalten an den Tag zu legen. In diesem Sinne weist Rafael Navarro-Valls, Juraprofessor und Vizepr\u00e4sident der K\u00f6niglichen Akademie f\u00fcr Jurisprudenz und Gesetzgebung Spaniens, darauf hin, dass \"<em>Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden ist eine \u00dcbung in Gesundheit und demokratischer M\u00fcndigkeit<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden zielt also darauf ab, den Verweigerer von einer bestimmten gesetzlichen Pflicht zu befreien, weil die Erf\u00fcllung dieser Pflicht im Widerspruch zu seinem eigenen Gewissen steht. Man kann nicht sagen, dass sie sich gegen das normative Gef\u00fcge oder gegen bestimmte Rechtsinstitute richtet, was zu anderen Arten der Kriminalisierung f\u00fchren w\u00fcrde, wie z. B. Widerstand oder ziviler Ungehorsam. Es handelt sich also um eine Frage des aktiven oder unterlassenen Verhaltens angesichts des verpflichtenden Charakters der Norm f\u00fcr den Verweigerer selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden ist besonders bemerkenswert und aktuell, wenn sie sich auf den medizinischen Bereich bezieht, da sie als die Weigerung des Angeh\u00f6rigen der Gesundheitsberufe verstanden wird, aus ethischen und religi\u00f6sen Gr\u00fcnden bestimmte Handlungen auszuf\u00fchren, die von der Beh\u00f6rde angeordnet oder geduldet werden; und eine solche Position dr\u00fcckt eine Haltung von gro\u00dfer ethischer W\u00fcrde aus, wenn die vom Arzt angegebenen Gr\u00fcnde ernsthaft, aufrichtig und best\u00e4ndig sind und sich auf ernste und grundlegende Fragen beziehen, wie in Artikel 18 des Europ\u00e4ischen Leitfadens f\u00fcr medizinische Ethik und in Artikel 32 des Spanischen Kodex f\u00fcr medizinische Ethik und Deontologie angegeben: \"...\".<em>Die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung von \u00c4rzten aus Gewissensgr\u00fcnden ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit ihrer Berufsaus\u00fcbung.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">De Montalvo ist ein starker Verfechter der Kriegsdienstverweigerung und verteidigt auch die Kriegsdienstverweigerung von Institutionen oder Organisationen als Ganzes. In demselben Gespr\u00e4ch mit Omnes erkl\u00e4rt er, dass \"... die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist.<em>Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden ist eine Garantie, ein Ausdruck der Religionsfreiheit, und die Verfassung selbst erkennt die Religionsfreiheit in Gemeinschaften an (sie sagt dies ausdr\u00fccklich). Wenn also Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden Religionsfreiheit ist und Religionsfreiheit nicht nur f\u00fcr Einzelpersonen, sondern auch f\u00fcr Organisationen und Gemeinschaften gilt, warum ist dann die institutionelle Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden nicht erlaubt?<\/em>\".&nbsp;<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>\"Die Anerkennung der Verweigerung von \u00c4rzten aus Gewissensgr\u00fcnden ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit ihrer Berufsaus\u00fcbung zu gew\u00e4hrleisten\".<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Artikel 32 Spanischer Kodex f\u00fcr Medizinethik und Deontologie<span><\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im neuen Gesetz ist die Ablehnung der institutionellen Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden stillschweigend impliziert, da das Gesetz feststellt, dass die Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden individuell sein wird, wenn es in dem Absatz erkl\u00e4rt <em>f)<\/em> von Artikel 3 \u00fcber <em>Definitionen<\/em>dass die \"<em>Die Verweigerung der Gesundheitsf\u00fcrsorge aus Gewissensgr\u00fcnden ist das individuelle Recht der Angeh\u00f6rigen der Gesundheitsberufe, die in diesem Gesetz geregelte Gesundheitsf\u00fcrsorge nicht in Anspruch zu nehmen, die mit ihren eigenen \u00dcberzeugungen unvereinbar ist.<\/em>\". Das Gesetz schlie\u00dft sie also nicht ausdr\u00fccklich aus, aber es wird davon ausgegangen, dass es sie implizit ausschlie\u00dft, indem es sich auf die individuelle Sph\u00e4re bezieht. <em>\"Es geht nicht darum, ob es richtig oder falsch ist.\"<\/em>sagt der Pr\u00e4sident der Bioethik-Kommission, \".<em>Warum haben j\u00fcdische Menschen das Recht auf Ehre und kommerzielle Unternehmen das Recht auf Ehre, aber zum Beispiel eine religi\u00f6se Organisation hat nicht das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden? Es geht um Religionsfreiheit, und die Verfassung spricht von Gemeinschaften. Das scheint mir ein Widerspruch zu sein<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus werden juristischen Personen alle Rechte (Ehre, Privatsph\u00e4re) und sogar die strafrechtliche Verantwortlichkeit zugestanden, da gem\u00e4\u00df Artikel 16 der Verfassung \".<em>die weltanschauliche, religi\u00f6se und konfessionelle Freiheit des Einzelnen und der Gemeinschaften ohne andere als die zur Aufrechterhaltung der gesetzlich gesch\u00fctzten \u00f6ffentlichen Ordnung erforderlichen Beschr\u00e4nkungen ihrer \u00c4u\u00dferungen gew\u00e4hrleistet ist.<\/em>\" und Absatz 2 besagt, dass \".<em>Niemand darf gezwungen werden, \u00fcber seine Ideologie, seine Religion oder seine \u00dcberzeugungen auszusagen.<\/em>\". Deshalb, sagt de Montalvo, <em>\"Verweigern wir ihnen jetzt die Kriegsdienstverweigerung, die ein in Artikel 16 der Verfassung ausdr\u00fccklich anerkanntes Recht garantiert? Ich denke, wir brauchen keine weiteren Argumente.<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Situation lohnt es sich, weiter \u00fcber diese Fragen nachzudenken, auch wenn man eine klare Vorstellung von ihrer Moral hat. Au\u00dferdem befinden sich die Angeh\u00f6rigen der Gesundheitsberufe an einem Scheideweg, der zu Konflikten in ihrem pers\u00f6nlichen, beruflichen und moralischen Bereich f\u00fchrt. Professor Requena erkl\u00e4rt, dass die Debatte \u00fcber diese Themen, Euthanasie und Verweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden, eine Priorit\u00e4t darstellt. \"<em>Ich habe auf den Tagungen des Welt\u00e4rztebundes ernsthafte, ruhige und bereichernde Debatten erlebt. Dialoge, die manchmal hitzig sind, bei denen aber Argumente und Argumente wichtiger sind als ironische und absch\u00e4tzige Kommentare.<\/em>\". <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La ley de regulaci\u00f3n de la eutanasia, aprobada por la actual mayor\u00eda parlamentaria hace algunos meses, que modifica la Ley Org\u00e1nica 10\/1995, de 23 de noviembre, del C\u00f3digo Penal, con el objeto de despenalizar todas aquellas conductas eutan\u00e1sicas en los supuestos y condiciones establecidos por la nueva ley, entr\u00f3 en vigor el 25 de junio. 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