{"id":16599,"date":"2021-11-26T06:00:00","date_gmt":"2021-11-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=16599"},"modified":"2022-09-15T11:21:12","modified_gmt":"2022-09-15T10:21:12","slug":"mons-luis-marin-die-synodale-kirche-ist-keine-erfindung-des-papstes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/mons-luis-marin-la-iglesia-sinodal-no-es-un-invento-del-papa\/","title":{"rendered":"Mons. Luis Mar\u00edn: \"Die synodale Kirche ist keine Erfindung des Papstes\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/?p=23915(abre en una nueva pesta\u00f1a)\">\u00dcbersetzung des Artikels ins Englische<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam zu gehen, vereint, um das Wesen der Kirche, ihre eigene synodale Seinsweise wiederzuentdecken. Dies ist das Ziel einer <a href=\"https:\/\/www.synod.va\/es.html\">Synode <\/a>die parallel in Rom und in allen Di\u00f6zesen der Welt begonnen hat und \u00fcber die wir mit Mons. <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/ressourcen\/papst-lehren\/licht-fur-die-synode-auf-synodalitat\/\">Schl\u00fcssel und Risiken<\/a> und vor allem auf die Notwendigkeit der Beteiligung aller, um das Wesen der Kirche aus dem Leben jedes einzelnen Katholiken wiederzugewinnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Wie erlebt man eine Synode von innen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Erfahrung ist, dass man mit gemischten Gef\u00fchlen lebt, wenn man wei\u00df, dass man vor etwas Gro\u00dfem steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem wird sie mit einem Gef\u00fchl des Staunens und der Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott gelebt, denn sie ist wirklich ein Wendepunkt in der Geschichte, eine Zeit des Geistes, die uns zu Beteiligten macht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens wird es auch mit einer gewissen Angst gelebt, vor allem am Anfang, wenn sich die Frage stellt, wie man alles bew\u00e4ltigen soll. Aber diese Frage ist schnell und mit gro\u00dfer Zuversicht gekl\u00e4rt. Ich habe gro\u00dfes Vertrauen, und so legen Sie sich in Gottes H\u00e4nde und lassen sich mit aller Begeisterung, die Sie aufbringen k\u00f6nnen, mitrei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drittens wird sie mit gro\u00dfer Dankbarkeit gelebt. Dankbarkeit, weil der Herr, auch wenn wir klein sind, sein Werk tut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man lebt also mit all diesen Gef\u00fchlen... und einer Menge Arbeit. Die Synode ist eine Aufgabe, die mit viel Arbeit verbunden ist. Diejenigen von uns, die im Sekretariat der Synode arbeiten, haben sehr hart gearbeitet und tun es auch weiterhin, aber wir tun es in der \u00dcberzeugung, dass es sich lohnt. Und je mehr man sich darauf einl\u00e4sst und es kennenlernt, desto begeisterter wird man.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist die Aufgabe der Untersekret\u00e4re der Synode?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum ersten Mal sind wir zwei Untersekret\u00e4re, und ebenfalls zum ersten Mal sind wir beide Ordensleute mit zwei sich erg\u00e4nzenden Spiritualit\u00e4ten: meiner augustinischen und der von Schwester Nathalie Becquart, der ignatianischen. Unsere Aufgabe ist es, mit dem Generalsekret\u00e4r, Kardinal Mario Grech, zusammenzuarbeiten und ihn bei seinen Aufgaben zu begleiten. Es geht nicht nur um die Vorbereitung der Bischofssynode, sondern vor allem darum, die Synodalit\u00e4t in der Kirche zu f\u00f6rdern: die Kirche synodal zu machen. Wir bilden ein Team, in dem wir als erste diesen synodalen Stil leben m\u00fcssen: der Zusammenarbeit, der Gemeinschaft und des Dialogs mit Kardinal Grech und unter uns.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Synodale Kirche\": Sie spielen auf einen Begriff an, der in den letzten Monaten in unser Vokabular eingegangen ist, aber was ist die synodale Kirche?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bisher wurden traditionell Vorbereitungen f\u00fcr die Versammlung der Bischofssynode getroffen, die von Zeit zu Zeit in Rom zusammenkam, um bestimmte Themen zu diskutieren. Jetzt hat der Papst die Sache noch viel weiter ge\u00f6ffnet. Es geht darum, zu dem zu gehen, was die Kirche selbst ist. Dies ist keine Erfindung des Papstes. Die Kirche ist synodal, ebenso wie sie gemeinschaftlich oder missionarisch ist. Sie geh\u00f6rt zum Wesen der Kirche.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bedeutet die synodale Kirche, was ist dieser \"gemeinsame Weg\"? Christ zu sein bedeutet, an dem teilzuhaben, was Christus ist. Durch die Taufe werden wir in Christus eingegliedert, und das bedeutet, dass wir uns diese Heilsrealit\u00e4t zu eigen machen und an ihr teilhaben, die die Realit\u00e4t Christi, des Erl\u00f6sers, ist. Wir sind Missionare durch die Taufe, wir bringen das Heil Christi zu den anderen, denn Christen leben ihren Glauben nicht in Einsamkeit, sondern in Gemeinschaft: Die Kirche ist Familie, das hei\u00dft \"gemeinsam\", gemeinsam unterwegs. Das ist es, was die Kirche ausmacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Christen, die mit Christus und untereinander vereint sind, gehen wir voran und legen mitten in der Welt das rettende Zeugnis ab, bis die Endzeit erf\u00fcllt ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kirche leben hei\u00dft: Kirche leben hei\u00dft Synodalit\u00e4t leben. Diese Synodalit\u00e4t zu f\u00f6rdern ist die Aufgabe aller Christen. Diese Synodalit\u00e4t kommt auf verschiedene Weise zum Ausdruck: Die Bischofssynode ist die Art und Weise, in der sich die Synodalit\u00e4t f\u00fcr die Bisch\u00f6fe manifestiert, aber sie ist nicht die einzige. Es gibt Pastoralr\u00e4te, Pfarrgemeinder\u00e4te, bisch\u00f6fliche R\u00e4te... und es kann weitere Erscheinungsformen und Konkretisierungen der Synodalit\u00e4t geben. Wir m\u00fcssen unterscheiden und erkennen, was der Herr von uns verlangt, um Gemeinschaft, Teilhabe und Mission als Kirche zu leben. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-<\/strong><strong>Sowohl der Heilige Vater als auch die zur Unterst\u00fctzung dieser Synode ver\u00f6ffentlichten Dokumente weisen darauf hin, dass der \u00dcbergang von einem \"Ereignis\" zu einem Prozess erfolgt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir d\u00fcrfen \"Synode\" nicht mit der Bischofssynode gleichsetzen. Das Wichtigste ist die Reise. Im Oktober wurde eine Synode er\u00f6ffnet, nicht eine Vorbereitung. Die ganze Kirche hat sich auf den Weg gemacht, und wir gehen weiter auf diesem Weg des Zuh\u00f6rens, der Unterscheidung, um zu sehen, wie wir uns beteiligen k\u00f6nnen, was der Heilige Geist in diesem Moment der Geschichte von uns verlangt, was unsere Mission ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Reise geht von unten aus: alle Christen, die Pfarreien, die Di\u00f6zesen, die Bischofskonferenzen, die kontinentalen Bischofskonferenzen, die Versammlung der Bischofssynode, und dann werden wir zu allen Gl\u00e4ubigen zur\u00fcckkehren, denn die Entscheidungen, Ideen usw. werden in die Di\u00f6zesen zur\u00fcckkehren.&nbsp;<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Die Synode ist keine Verwaltungsangelegenheit, sie ist kein Projekt zur Einigung oder zur \"Machtteilung\", sie ist keine Angelegenheit des \"Machens\".\u00a0<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Mons. Luis Mar\u00edn. <span>Unterstaatssekret\u00e4r der Bischofssynode<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-K\u00f6nnte man von einem Mentalit\u00e4tswandel sprechen, und glauben Sie, dass er m\u00f6glich sein wird? &nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke, es ist der Beginn einer Reise, aber wir m\u00fcssen einen Mentalit\u00e4tswandel vollziehen. Die wesentliche grundlegende Ver\u00e4nderung besteht darin, zu erkennen, dass es sich um ein Ereignis des Heiligen Geistes handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Synode ist keine Verwaltungsangelegenheit, sie ist kein Projekt zur Einigung oder zur \"Machtteilung\", sie ist keine Sache des Handelns.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Synode ist eine Zeit des Heiligen Geistes mit allem, was dies bedeutet, d.h. was Pfingsten f\u00fcr die Urkirche bedeutete. Was bedeutete Pfingsten? Wir m\u00fcssen die Mentalit\u00e4t \u00e4ndern, die Mauern und \u00c4ngste niederrei\u00dfen und uns aufmachen, bis ans Ende der Welt zu predigen. Deshalb ist die grundlegende Ver\u00e4nderung, dass wir uns in die H\u00e4nde des Geistes begeben. Von dort aus werden wir den Weg entdecken, die Dinge, die ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird Ver\u00e4nderungen geben, ja. Manchmal sind es grunds\u00e4tzliche und grundlegende Dinge, die uns nicht zu ausgefallenen Dingen f\u00fchren, sondern dazu, das Wesentliche unseres Glaubens, dessen, was die Kirche ist, zu leben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Zeit haben wir uns in der Kirche daran gew\u00f6hnt, wir haben unseren Enthusiasmus verloren, wir haben unseren Enthusiasmus verloren ... wir erreichen nicht alles, kurz gesagt, wir sind stagniert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir befinden uns in einem Moment des Erwachens mit einem gro\u00dfen Impuls des Heiligen Geistes, der uns dazu bringen wird, wirklich zu sein, was wir sind. Der Bischof und der Priester m\u00fcssen wirklich Bischof oder Priester sein, und der Laie muss wirklich Laie sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sch\u00f6nheit der Kirche liegt darin, dass jeder sein Charisma, seine Berufung einbringt, in Einheit mit allen, unter dem Impuls des Heiligen Geistes. Den Laien werden nicht bestimmte Aufgaben \"\u00fcbertragen\", \"damit sie gl\u00fccklich sind und uns Klerikern helfen\". Es geht nicht darum, dass sie \"helfen\", sondern darum, dass die Laien an der Kirche teilhaben m\u00fcssen, und zwar als Laien, ohne klerikalisiert zu werden. Wir d\u00fcrfen weder die Laien klerikalisieren noch den Klerus laizistisch machen: jeder entsprechend seiner Funktion in der Kirche.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche ist kein System der Macht, sondern des Dienstes. Wir haben alle den gleichen Rang, weder oben noch unten, aber wir haben unterschiedliche Aufgaben. Deshalb sind wir im Logo dieser Synode alle gleicherma\u00dfen unterwegs.&nbsp;<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Der Laie \"hilft\" bei bestimmten Aufgaben der Kirche. Der Laie muss sich an der Kirche beteiligen und dies als Laie tun.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Mons. Luis Mar\u00edn. <span>Unterstaatssekret\u00e4r der Bischofssynode<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Alle Ver\u00e4nderungen sind be\u00e4ngstigend, auch in der Kirche?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst verweist oft auf die Gefahr des \"das hat man schon immer so gemacht\", um Ver\u00e4nderungen zu vermeiden, weil wir Angst vor dem Neuen, vor dem Verlust unserer Sicherheiten haben... Dies ist eine Zeit des Wandels, des Neuen und des Verlustes unserer Sicherheiten, um uns in die H\u00e4nde Gottes zu begeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen auf den Geist vertrauen, der \"alles neu macht\" und der uns gl\u00fccklicher machen wird, weil er uns koh\u00e4renter macht... Wir m\u00fcssen unsere \u00c4ngste absch\u00fctteln, es ist eine Zeit der Erneuerung von innen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angst ist in der Tat eines der Probleme, mit denen wir in diesem Prozess konfrontiert sind. Die Angst ist sehr menschlich, und wir m\u00fcssen uns f\u00fcr das G\u00f6ttliche \u00f6ffnen, f\u00fcr den Geist, der uns verwandelt. Ich denke, dass diese Synodenzeit eine Zeit Gottes ist, weil sie eine Zeit der Authentizit\u00e4t ist. Es ist nicht die Zeit, in der wir denken: \"So wurde es schon immer gemacht\", sondern: \"Was verlangt Gott von uns\". Das ist es, wor\u00fcber wir sprechen, wenn wir von Unterscheidungsverm\u00f6gen sprechen. Wir werden auf einander und auf den Heiligen Geist h\u00f6ren. Auf diesem synodalen Weg ist die Dimension des Gebets unverzichtbar. Ohne eine Dimension des Gebets werden wir nicht in der Lage sein, voranzukommen und unsere \u00c4ngste und Unsicherheiten zu \u00fcberwinden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Wie k\u00f6nnen wir in der Welt der vollen Terminkalender und der Hektik die notwendige Gebetsdimension wiederfinden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies erfordert nat\u00fcrlich eine Umstellung und vor allem einen Anfang. K\u00fcrzlich wurde ich auf ein gro\u00dfes Problem angesprochen: Warum kommt die christliche Botschaft nicht an? Wir produzieren wunderbare Dokumente, die im Regal liegen bleiben, wunderbare Gesten, die die Menschen nicht erreichen. Auch wenn es paradox erscheinen mag, ist dies ein Zeitpunkt, um innezuhalten und vorw\u00e4rts zu gehen. Schweigen, den L\u00e4rm stoppen und den Wert des Gebets wiederentdecken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal stellen wir fest, dass wir nicht nur die F\u00e4higkeit zu beten, sondern auch die Lust am Gebet verloren haben, und geben uns deshalb dem Aktivismus hin, dem \"Tun\" oder dem \"Wissen\". Benedikt XVI. sagte jedoch, dass man aufgrund einer pers\u00f6nlichen Begegnung mit Christus Christ ist und nicht, weil man viele Dinge sagt oder tut. Darum geht es: um die pers\u00f6nliche Begegnung und Freundschaft mit Christus. Ohne diese Begegnung und diese Freundschaft hat nichts, was wir tun oder sagen, einen Sinn.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen zur pers\u00f6nlichen Begegnung mit Christus zur\u00fcckkehren, denn dort beginnt unsere Reise. Manchmal wollen wir dem Herrn sagen, was er tun soll, wir wollen kontrollieren, einem Programm folgen... Das Sch\u00f6ne an diesem Prozess ist, dass wir nicht wissen, wohin er uns f\u00fchren wird. Manchmal werde ich gefragt: \"Was wird das Ende dieser Synode sein? Und ich antworte: \"Frag den Heiligen Geist, denn ich wei\u00df es nicht\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was m\u00fcssen wir in das Licht des Heiligen Geistes stellen? Unsere Welt des L\u00e4rms, des Tuns, der Macht... diese Konstruktionen, die wir f\u00fcr uns selbst geschaffen haben und aus denen wir erkennen m\u00fcssen, was wir \u00e4ndern m\u00fcssen, um zum Wesentlichen zur\u00fcckzukehren, um die Grundlagen unseres Glaubens wiederzuentdecken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir Christen sollen ein Same der Hoffnung sein. Das Heil, das Christus ist, mitten in die Welt zu bringen. Es ist sehr sch\u00f6n zu sehen, dass dieser synodale Prozess in einer Zeit der Pandemie entsteht, in einer Zeit, in der die Kirche von Skandalen gezeichnet ist, in einer Zeit leerer Tempel, einer Krise des S\u00e4kularismus... Wir alle haben Gott gebeten, uns in dieser Zeit zu helfen, und hier haben wir eine Antwort: synodale Kirche, die sich auf das Wesentliche besinnt, die auf den Heiligen Geist h\u00f6rt, die untereinander geeint ist... Und wir gehen voran.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine Antwort Gottes und eine gro\u00dfe Verantwortung f\u00fcr uns alle, denn diese Antwort Gottes in der Geschichte geht durch uns hindurch. Wenn wir nicht mitmachen, wenn wir denken, dass dies \"unser Leben verkompliziert\", k\u00f6nnen wir das Wirken des Heiligen Geistes vereiteln. Es ist ein sehr wichtiger Moment, f\u00fcr den wir viel Demut, viel Vertrauen und viel Liebe brauchen, und wir empfangen dies im Gebet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Es gibt Katholiken, die sagen, dass sie sich nicht zur Kirche zugeh\u00f6rig f\u00fchlen oder dass die Kirche ihnen nicht zuh\u00f6rt?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Katholik ist Teil der Kirche, weil er Teil von Christus ist. Es gibt keinen Christus ohne die Kirche. Der auferstandene Christus ist Christus, das Haupt der Kirche, mit ihr verbunden, untrennbar. Der Beitritt zu Christus verbindet Sie mit der Kirche. Es ist wahr, dass wir in einer Zeit leben, in der es viele Christen gibt, die nicht am Leben der Kirche teilnehmen, die aufgrund verschiedener Umst\u00e4nde am Rande stehen. Aus diesem Grund ermutigt uns der Papst, auf die Menschen am Rande der Gesellschaft zuzugehen, ihnen entgegenzugehen. Wir m\u00fcssen allen zuh\u00f6ren, nicht nur denen, die zur Messe kommen oder bei uns sind, sondern allen: Wir m\u00fcssen diesen Menschen die M\u00f6glichkeit geben, sich zu beteiligen, zu sprechen und ihnen zuzuh\u00f6ren und sie mit uns zu vereinen. Dieser Moment des Zuh\u00f6rens ist auch ein sehr sch\u00f6ner Moment der Evangelisierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie kann man damit beginnen? Mit dem Start. Wir lernen schwimmen, indem wir schwimmen. Wir lernen, gemeinsam zu gehen, indem wir gemeinsam im Heiligen Geist wandeln. Und wir erleben, dass sie kommen, dass sie fragen: Wie kann ich teilnehmen? Indem sie sich an ihre Gemeinde wenden, indem sie den Pfarrer fragen. Zum Einfachen zu gehen, das hei\u00dft, unseren christlichen Glauben zu leben, der Gemeinschaft, H\u00f6ren auf den Geist und Verbundenheit mit Christus bedeutet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir geduldig sein. Unsere Zeiten sind nicht Gottes Zeiten. Das Christentum verbreitet sich durch Ansteckung, durch die Begeisterung der ersten Christen. Ich glaube, dass jeder Christ ein Apostel in dem Sinne sein muss, dass er ein Enthusiast seines Glaubens ist, denn er kennt Christus aus eigener Erfahrung und tr\u00e4gt Christus in die Welt hinein. Indem wir die Authentizit\u00e4t unseres Glaubens leben, werden wir mehr Menschen \"anstecken\" und integrieren, sogar diejenigen, die uns beleidigen, wie der Papst uns gesagt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allen zuzuh\u00f6ren und von dort aus zu unterscheiden und die Entscheidungen zu treffen, die notwendig sind und die der Heilige Geist vorgibt, nicht der Wille des Einzelnen. Vieles wird sich \u00e4ndern und erneuern m\u00fcssen, ja, und es wird ein Weg der Hoffnung f\u00fcr alle sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Wir m\u00fcssen allen zuh\u00f6ren, nicht nur denen, die zur Messe kommen oder bei uns sind.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Mons. Luis Mar\u00edn. <span>Unterstaatssekret\u00e4r der Bischofssynode<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Wie k\u00f6nnen wir diese Unterscheidung treffen, indem wir wissen, was Gott von uns verlangt, und nicht in Moden oder Ideologien verfallen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Unterscheidung erfordert die Offenheit f\u00fcr den Heiligen Geist, die vertikale Achse, die uns in Verbindung mit Gott bringt, und die Beteiligung unserer Br\u00fcder und Schwestern, aller, die horizontale Achse. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir gemeinsam den Weg finden, der uns erkennen l\u00e4sst, was Gott heute von der Kirche verlangt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Thema der Synode bringt uns mit drei Themen in Ber\u00fchrung, die Gott von der Kirche verlangt: Gemeinschaft, Beteiligung und Mission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste ist die Kommunion. Wir m\u00fcssen uns fragen, wie ich es pers\u00f6nlich erlebe, wenn es in der Kirche selbst gegnerische Gruppen gibt, wenn Ideologien aufgezwungen werden und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommunion bedeutet, dass wir gemeinsam bereichert werden. Es ist sehr gut, dass wir nicht dieselbe Pers\u00f6nlichkeit, dieselbe Sensibilit\u00e4t, dieselbe Kultur haben ... sonst w\u00e4re das Leben verarmt. Manchmal vergessen wir, dass wir Br\u00fcder sind und verhalten uns wie Feinde, wie Mitglieder einer politischen Partei, und das Christentum ist keine Ideologie. Es gibt so viele Wege der Nachfolge Christi, wie es Menschen auf der Welt gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann ist da noch die Beteiligung. Jeder muss sich entsprechend seiner Verfassung und seinem Charisma beteiligen, wie wir bereits erw\u00e4hnt haben. Wir d\u00fcrfen keine passive oder klerikalistische Haltung einnehmen, d.h. dass der Klerus alles macht und alles wei\u00df, w\u00e4hrend viele Laien passiv sind oder \"kleine Kleriker\" werden wollen. Die Strukturen der Beteiligung in der Kirche m\u00fcssen viel st\u00e4rker entwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und schlie\u00dflich die Mission. Bringen wir in dieser schwierigen Welt die gute Nachricht zu den anderen oder schaffen wir eine Art Ghetto, in dem wir eine Sprache sprechen, die niemand versteht? Gehen wir an die Peripherie, d.h. in alle Bereiche des Lebens? Das sind die Fragen der Synode, die Herausforderung. Wir k\u00f6nnen die Synode nicht auf die Suche nach Rezepten oder vier Pr\u00fcfungspunkten reduzieren, sondern sie ist eine Bewegung des Geistes, sie ist etwas Tieferes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Wie ist diese neue Synode in der Kirche aufgenommen worden?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich muss sagen, und ich bin sehr froh dar\u00fcber, dass es im Allgemeinen sehr gut aufgenommen wurde, mit viel Begeisterung. Vom Sekretariat der Synode aus stehen wir in Kontakt mit Bischofskonferenzen in der ganzen Welt, mit Versammlungen von Ordensleuten und Laienverb\u00e4nden. Es gibt eine Menge Erwartungen, Eifer und, ich w\u00fcrde sagen, Begeisterung. Wir sind uns auch bewusst, dass es in vielen Bereichen Zweifel gibt, wie wir es machen sollen, wohin wir gehen sollen, wie wir anfangen sollen... es gab einen sehr starken Anfangsimpuls. In der \u00fcberwiegenden Mehrheit der Di\u00f6zesen wird sie als das wahrgenommen, was sie ist: eine Zeit Gottes und eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gelegenheit f\u00fcr das christliche Leben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst sagte uns, dass wir uns auf \u00dcberraschungen vorbereiten m\u00fcssen. Der Heilige Geist wird uns \u00fcberraschen. In unserer Gesellschaft haben wir gerne alles \"fest im Griff\", aber in diesem Moment sind wir aufgefordert, f\u00fcr die \u00dcberraschung des Geistes offen zu sein. Das Synodensekretariat hat zum Beispiel ein vorbereitendes Dokument verschickt, das eine Hilfe ist, aber wenn es nicht funktioniert... das ist in Ordnung. Wir haben zehn Themen festgelegt. Zu Beginn gab es zehn klare, weit gefasste Fragen... und jemand wies uns darauf hin, dass es wie eine Pr\u00fcfung auss\u00e4he, dass die Gefahr best\u00fcnde, auf die Beantwortung einer Reihe von Fragen reduziert zu werden; und was wir wollen, ist eine Erfahrung des Zuh\u00f6rens, keine geschlossenen Antworten. Deshalb haben wir sie in zehn thematische Kerne umgewandelt, die eine bessere M\u00f6glichkeit zum Nachdenken bieten. Wenn sie funktionieren, gut. Wenn nicht, werden wir uns nach anderen umsehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom Sekretariat der Synode aus versuchen wir sicherzustellen, dass es eine Verbindung von Materialien und Hilfen gibt, damit wir uns alle gegenseitig auf diesem Weg helfen k\u00f6nnen. Entscheidend ist, dass die gesamte Kirche an diesem Zuh\u00f6ren und Unterscheiden beteiligt ist und dass es dient.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus pflegt das Synodensekretariat sehr intensive Kontakte zu den Bischofskonferenzen in aller Welt. Zum ersten Mal haben wir gro\u00dfe Online-Sitzungen abgehalten, die nach Sprachen getrennt waren. Es hat zwei davon gegeben, und an der n\u00e4chsten sollen auch die Synodenkoordinatoren aller Bischofskonferenzen teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir treffen uns mit den Pr\u00e4sidenten und Sekret\u00e4ren der Dikasterien der r\u00f6mischen Kurie. Daneben gibt es telematische Begegnungen mit den Patriarchen der Ostkirchen und mit der Vereinigung der Oberen der Ordensinstitute sowie Kontakte zu Gemeinschaften des kontemplativen Lebens und Laienvereinigungen. Es ist eine intensive Arbeit, aber sie hat eine gro\u00dfartige Verbindung mit Kirchen in der ganzen Welt geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>-Hat auch die r\u00f6mische Kurie diesen synodalen Prozess eingeleitet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir sagen, dass die Kirche synodal ist, ist alles, was Kirche ist, synodal, es ist eine Synode, also auch der Heilige Stuhl. Sogar in der vatikanischen Kurie befinden wir uns in diesem Prozess des Nachdenkens, des Erkennens dessen, was der Heilige Geist uns in diesem Moment sagt, und der F\u00e4higkeit, darauf zu antworten. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traducci\u00f3n del art\u00edculo al ingl\u00e9s Caminar juntos, unidos, para redescubrir la esencia de la Iglesia, su propio modo de ser sinodal. Este es el objetivo de un s\u00ednodo que ha comenzado de manera paralela en Roma y en todas las di\u00f3cesis del mundo y del que conversamos con Mons. 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