{"id":17124,"date":"2021-12-04T07:40:38","date_gmt":"2021-12-04T06:40:38","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=17124"},"modified":"2021-12-04T08:21:17","modified_gmt":"2021-12-04T07:21:17","slug":"el-icono-de-mariapocs-del-que-lloraron-el-original-y-la-copia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/cultura\/el-icono-de-mariapocs-del-que-lloraron-el-original-y-la-copia\/","title":{"rendered":"Die Ikone von M\u00e1riap\u00f3cs, von der das Original und die Kopie beklagt wurden"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Wiener Stephansdom beten jeden Tag viele Menschen vor einer einfach gemalten Ikone der Jungfrau Maria mit dem Christuskind. Es ist das wundert\u00e4tige Bild aus der kleinen Stadt M\u00e1riap\u00f3cs in Ungarn, das 1696 Tr\u00e4nen vergoss. Die Ikone wurde daraufhin sofort in die Hauptstadt des Habsburgerreiches gebracht, aber das war noch nicht das Ende der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignisse in dem kleinen ungarischen Dorf, in dem die Gnade stattgefunden hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungarn, Ende des 17. Jahrhunderts. Ein Gro\u00dfteil des Landes wurde gerade erst von der t\u00fcrkischen Herrschaft befreit, und gro\u00dfe Teile des Landes waren nach 150 Jahren st\u00e4ndiger Kriege immer noch unbewohnt. Das Land ist heute im Besitz der \u00f6sterreichischen Habsburger, aber viele Adlige und ein Gro\u00dfteil des Volkes sind ungl\u00fccklich dar\u00fcber, dass der K\u00f6nig von Ungarn nicht mehr in der k\u00f6niglichen Burg in Buda (Teil des heutigen Budapest), sondern im fernen Wien residiert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image008.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17192\" width=\"336\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image008.jpeg 456w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image008-214x300.jpeg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><figcaption>Original-Ikone wird in Wien verehrt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der kleinen Holzkirche des griechisch-katholischen Ritus im Dorf P\u00f3cs - heute im Nordosten des Landes gelegen - befand sich damals eine einfache, vom Bruder eines Priesters gemalte Ikone der Heiligen Maria. Es geh\u00f6rt zum Typus der \"Hodegetria\" (\"Wegweiserin\") und zeigt Maria, die mit ihrem Finger auf das Jesuskind auf ihrem Arm zeigt. Eines Tages, am 4. November 1696, bemerkte ein Bauer, der bei der Heiligen Liturgie anwesend war, dass Tr\u00e4nen aus den Augen der Ikone flossen. Das Ph\u00e4nomen, das mit Unterbrechungen bis zum 8. Dezember andauerte, wurde sofort von den kirchlichen und zivilen Beh\u00f6rden untersucht. Ungarn ist konfessionell sehr zersplittert, aber dieser Umstand ist im Hinblick auf die Untersuchung des Wunders von Vorteil: Nicht nur Katholiken, sondern auch zahlreiche lutherische und calvinistische Christen bezeugen die Echtheit des Ereignisses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Kaiser Leopold I. und vor allem seine Frau Eleonore Magdalena erfuhren von dem Ereignis. Der Entschluss war schnell gefasst: Das Gnadenbild sollte ins Zentrum des Reiches, in die Residenzstadt Wien, gebracht werden! Am 1. M\u00e4rz 1697 wurde die Ikone in Pocs gegen den Willen der Bev\u00f6lkerung abmontiert und nach Wien gebracht, wo sie monatelang mit zahlreichen feierlichen Messen und Prozessionen verehrt wurde. Sie erhielt schlie\u00dflich einen festen Platz im Stephansdom. Die Verehrung des Gnadenbildes im Reich nahm noch zu, als nur wenige Monate sp\u00e4ter, am 11. September 1697, Prinz Eugen von Savoyen in der Schlacht von Zenta (damals in Ungarn, heute in Serbien) einen Sieg \u00fcber die Osmanen errang. Die kaiserliche Familie und die Prediger der damaligen Zeit f\u00fchrten den Triumph auf die F\u00fcrsprache der Muttergottes von P\u00f6tsch zur\u00fcck, wie die ungarische Stadt auf Deutsch hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dorfbewohner sind zun\u00e4chst entt\u00e4uscht, dass man ihnen \"ihre\" wundert\u00e4tige Ikone weggenommen hat. Nach nicht weniger als zehn Jahren erhielt P\u00f3cs eine Kopie des wundert\u00e4tigen Bildes. Doch w\u00e4hrend das Original aus Wien seither keine einzige Tr\u00e4ne vergossen hatte, ereignete sich in Pocs bereits am 1. August 1715 das n\u00e4chste Tr\u00e4nenwunder, diesmal in den Augen der Kopie. Der betreffende Bischof lie\u00df den Vorfall erneut pr\u00fcfen und genehmigte nach kurzer Zeit die Verehrung der zweiten wundert\u00e4tigen Ikone in Pocs, die diesmal im Dorf bleiben durfte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Dorf erhielt bald den Namen Unserer Lieben Frau und hei\u00dft seither M\u00e1riap\u00f3cs. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde eine barocke Wallfahrtskirche gebaut, um die gro\u00dfen Pilgerstr\u00f6me zu beherbergen, und ein Kloster des griechisch-katholischen Basilianerordens wurde zur Seelsorge errichtet. Das wundersame Verhalten der Ikone reicht bis in die Neuzeit: Am 3. Dezember 1905 begann das Bild zum zweiten Mal zu weinen; das Wunder hielt bis zum Ende des Monats an und wurde nach einer Untersuchung erneut als echt best\u00e4tigt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1991 besuchte Papst Johannes Paul II. M\u00e1riap\u00f3cs und feierte dort die Liturgie nach der Tradition der Ostkirche. Heute str\u00f6men jedes Jahr mehrere hunderttausend Gl\u00e4ubige zu diesem Gnadenort im Nordosten Ungarns, der damit zu den wichtigsten Kultst\u00e4tten der Region geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn die urspr\u00fcngliche Ikone des Stephansdoms seit 1696 nicht mehr geweint hat, so ist ihre weitere Geschichte nicht weniger bedeutend. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, als der 400 Jahre alte Dachstuhl des Stephansdoms Feuer fing und das Gew\u00f6lbe der Kirche einst\u00fcrzte, blieb die Ikone unversehrt. Im Jahr 1948 wurde sie auf einem eigenen Altar auf der rechten Seite des Kirchenschiffs unter dem pr\u00e4chtigen \"\u00d6chselbaldachin\" aus dem fr\u00fchen 16.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17193\" width=\"396\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image001.jpg 600w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/image001-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/><figcaption>Gedenktafel f\u00fcr das Gebet des heiligen Josefmaria vor der Marienikone<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das wundert\u00e4tige Bildnis erlangte sp\u00e4ter internationale Ber\u00fchmtheit durch den Besuch eines Heiligen: Am 4. Dezember 1955 betete der heilige Josefmaria Escriv\u00e1, Gr\u00fcnder des Opus Dei, vor der \"Madonna von P\u00f6tsch\". Dieses Bild der Mutter Gottes, das aus einem Dorf stammte, das damals hinter dem \"Eisernen Vorhang\" lag, bewegte ihn in besonderer Weise. Sie war f\u00fcr ihn das Tor zur Verbreitung des Glaubens in den Gebieten unter kommunistischer Herrschaft. \"Sancta Maria, Stella Orientis, filios tuos adiuva\" (Heilige Maria, Stern des Ostens, hilf deinen Kindern!), flehte er sie an. In den folgenden Jahrzehnten verbreitete sich dieses Gebet in der ganzen Welt. Die Bitte des heiligen Josefmaria wurde in den Jahren 1989-1980 erh\u00f6rt, als der Kommunismus in Osteuropa fiel. Am 9. Januar 2002, dem hundertsten Jahrestag von Escriv\u00e1s Geburt, weihte der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn eine Gedenktafel neben dem Altar ein. Heute vereint die Muttergottes von M\u00e1riap\u00f3cs Christen aus Ost und West, aus Mitteleuropa und aus der ganzen Welt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>En la catedral de San Esteban, de Viena, todos los d\u00edas muchas personas rezan ante un icono pintado con trazos sencillos que representa a la Virgen Mar\u00eda con el Ni\u00f1o Jes\u00fas. Se trata de la imagen milagrosa de la peque\u00f1a localidad de M\u00e1riap\u00f3cs, en Hungr\u00eda, que derram\u00f3 l\u00e1grimas en 1.696. 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