Evangelii gaudium, <\/em>Der Brief f\u00fchrt uns den Wert der Sch\u00f6nheit der Wahrheit der christlichen Feier vor Augen. \"Die Liturgie ist das Priestertum Christi, das uns in seinem Pascha geoffenbart und geschenkt wurde, das heute durch die sinnlichen Zeichen (Wasser, \u00d6l, Brot, Wein, Gesten, Worte) gegenw\u00e4rtig und wirksam ist, damit der Geist, der uns in das Ostergeheimnis eintaucht, unser ganzes Leben umwandelt und uns Christus immer \u00e4hnlicher macht\" (Brief, Nr. 21).<\/p>\n\n\n\nIn diesem Abschnitt steckt die ganze Sch\u00f6nheit und Tiefe der Liturgie: das Geheimnis, an dem wir teilhaben, das durch sinnliche Zeichen vergegenw\u00e4rtigt wird, das uns mit dem toten und auferstandenen Christus verbindet und uns in ihn verwandelt. Eine Sch\u00f6nheit, die, wie der Papst betont, nicht nur aus rituellem \u00c4sthetizismus besteht oder aus der Sorge um die \u00e4u\u00dfere Formalit\u00e4t des Ritus oder der Rubriken.<\/p>\n\n\n\n
Die Pflege der Liturgie<\/h2>\n\n\n\n Dies ist logischerweise notwendig, um \"das Einfache nicht mit banaler Schlampigkeit, das Wesentliche nicht mit ignoranter Oberfl\u00e4chlichkeit, das Konkrete im rituellen Handeln nicht mit einem \u00fcbertriebenen praktischen Funktionalismus zu verwechseln\" (Brief, Nr. 22). Es ist daher notwendig, sich um alle Aspekte der Feier zu k\u00fcmmern, alle Rubriken zu beachten, ohne jedoch zu vergessen, da\u00df es notwendig ist, \"das Staunen vor dem Ostergeheimnis zu f\u00f6rdern, das ein wesentlicher Bestandteil der liturgischen Handlung ist\" (Brief, Nr. 24). Eine Ehrfurcht, die \u00fcber den Ausdruck der Bedeutung des Geheimnisses hinausgeht. \"Die Sch\u00f6nheit, wie die Wahrheit, ruft immer Staunen hervor und f\u00fchrt, wenn sie sich auf das Geheimnis Gottes bezieht, zur Anbetung\" (Brief, Nr. 25). Das Staunen ist ein wesentlicher Bestandteil der liturgischen Handlung, denn es ist die Haltung desjenigen, der wei\u00df, dass er mit der Besonderheit der symbolischen Gesten konfrontiert ist.<\/p>\n\n\n\n
Nach diesem ersten einleitenden Teil fragt der Papst: Wie k\u00f6nnen wir die F\u00e4higkeit zur\u00fcckgewinnen, die liturgische Handlung in vollem Umfang zu leben? Und die Antwort ist klar: \"Die Reform des Rates hat dieses Ziel\" (Brief, Nr. 27). Aber der Papst m\u00f6chte nicht, dass die Nichtakzeptanz der Reform und ein oberfl\u00e4chliches Verst\u00e4ndnis von ihr davon ablenken, eine Antwort auf die Frage zu finden, die wir vorhin gestellt haben: Wie k\u00f6nnen wir in der F\u00e4higkeit wachsen, die liturgische Handlung voll zu leben, wie k\u00f6nnen wir weiterhin \u00fcber das staunen, was in der Feier vor unseren Augen geschieht? Und die klare Antwort von Franziskus: \"Wir brauchen eine ernsthafte und lebendige liturgische Ausbildung\" (Brief, Nr. 31).<\/p>\n\n\n\n
Liturgische Bildung<\/h2>\n\n\n\n Bildung f\u00fcr die Liturgie und Bildung aus der Liturgie sind die beiden Aspekte, die im folgenden Abschnitt behandelt werden. Bei dieser Ausbildung f\u00fcr die Liturgie ist das Studium nur der erste Schritt, um in das gefeierte Geheimnis einzutreten, denn um den Weg weisen zu k\u00f6nnen, muss man ihn erst gehen. Es darf auch nicht vergessen werden, da\u00df die Ausbildung f\u00fcr die Liturgie \"nicht etwas ist, das ein f\u00fcr allemal \u00fcberwunden werden kann: da das Geschenk des gefeierten Geheimnisses unser Erkenntnisverm\u00f6gen \u00fcbersteigt, mu\u00df diese Verpflichtung gewi\u00df die st\u00e4ndige Ausbildung eines jeden begleiten, mit der Demut der Kleinen, einer Haltung, die zum Staunen einl\u00e4dt\" (Brief, Nr. 38).<\/p>\n\n\n\n
Was die Bildung durch die Liturgie betrifft, so bedeutet die Bildung durch die Liturgie eine echte existentielle Auseinandersetzung mit der Person Christi. \"In diesem Sinne geht es in der Liturgie nicht um Wissen, und ihr Zweck ist nicht in erster Linie p\u00e4dagogisch (obwohl sie ihren p\u00e4dagogischen Wert hat), sondern sie ist Lobpreis, Dank f\u00fcr das Pascha des Sohnes, dessen rettende Kraft in unser Leben kommt\" (Brief, Nr. 41). Deshalb geht es bei der Feier darum, \"dem Wirken des Geistes gef\u00fcgig zu sein, der in uns wirkt, bis Christus in uns Gestalt annimmt. Die F\u00fclle unserer liturgischen Bildung ist die Gleichgestaltung mit Christus. Ich wiederhole: Es handelt sich nicht um einen geistigen und abstrakten Vorgang, sondern darum, er zu werden\" (Brief, Nr. 41).<\/p>\n\n\n\n
Vereinigung von Himmel und Erde<\/h2>\n\n\n\n Dieses existenzielle Engagement findet auf sakramentale Weise statt. Durch die geschaffenen Zeichen, die angenommen und in den Dienst der Begegnung mit dem fleischgewordenen, gekreuzigten, toten, auferstandenen und zum Vater aufgefahrenen Wort gestellt wurden. Die Formulierung des Papstes ist sehr sch\u00f6n, wenn er daran erinnert, dass \"die Liturgie Gott die Ehre gibt, weil sie uns hier auf Erden erlaubt, Gott in der Feier der Geheimnisse zu sehen\" (Brief, Nr. 43). Und wie k\u00f6nnen wir wieder zu Symbolen f\u00e4hig werden, wie k\u00f6nnen wir lernen, sie zu lesen, um sie zu leben? Zun\u00e4chst einmal, so wird Franziskus sagen, indem er das Vertrauen in die Sch\u00f6pfung zur\u00fcckgewinnt. Eine weitere Frage ist die Ausbildung, die notwendig ist, um eine innere Haltung zu erlangen, die es uns erm\u00f6glicht, die liturgischen Symbole zu erkennen und zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n
Ein Aspekt, den die Charta hervorhebt, um das lebendige Verst\u00e4ndnis der Symbole der Liturgie zu bewahren und zu vertiefen, ist die ars celebrandi: <\/em>die Kunst des Feierns. Zu dieser Kunst geh\u00f6rt es, die Dynamik der Liturgie zu verstehen, sich auf das Wirken des Geistes einzustellen und die Dynamik der symbolischen Sprache, ihre Eigenart und ihre Wirksamkeit zu kennen (vgl. Brief, Nr. 48-50).<\/p>\n\n\n\nLiturgische Stille<\/h2>\n\n\n\n Papst Franziskus erinnert uns daran, dass dieses Thema alle Getauften betrifft und eine gemeinsame Handlung beinhaltet (in Prozession gehen, sitzen, stehen, knien, singen, schweigen, schauen, h\u00f6ren...), die jeden der Gl\u00e4ubigen dazu erzieht, die authentische Einzigartigkeit seiner Pers\u00f6nlichkeit zu entdecken, nicht mit individualistischen Haltungen, sondern im Bewusstsein, ein Leib der Kirche zu sein.<\/p>\n\n\n\n
Eine besonders wichtige Geste ist das Schweigen. Sie ist in den Rubriken ausdr\u00fccklich vorgesehen (in den Er\u00f6ffnungsriten, im Wortgottesdienst, im eucharistischen Gebet, nach der Kommunion). Die Stille ist kein Zufluchtsort, um sich in intimer Abgeschiedenheit zu verstecken und Rituale zu ertragen, als w\u00e4ren sie eine Ablenkung, sondern sie ist das Symbol der Gegenwart und des Wirkens des Heiligen Geistes.<\/p>\n\n\n\n
Ars celebrandi<\/h2>\n\n\n\n W\u00e4hrend die ars celebrandi<\/em> Was alle Getauften betrifft, so weist der Papst darauf hin, dass die geweihten Amtstr\u00e4ger besondere Sorgfalt walten lassen m\u00fcssen. Es gibt verschiedene Modelle des Vorsitzes, aber das Wesentliche ist, dass ein \u00fcbertriebener Personalismus im feierlichen Stil vermieden wird. Damit dieser Dienst des Vorsitzes gut und kunstvoll ausgef\u00fchrt werden kann, ist es von grundlegender Bedeutung, dass der Presbyter sich bewusst ist, dass er in sich selbst eine der Formen der Gegenwart des Herrn ist. <\/p>\n\n\n\nDies wird ihn dazu bringen, nicht zu vergessen, dass der Auferstandene der Protagonist bleiben muss, wie beim letzten Abendmahl, beim Kreuz und bei der Auferstehung. Es geht darum, in der Feier zu zeigen, dass der Herr und nicht der Zelebrant der Protagonist ist. \"Der Priester wird darin geschult, durch die Worte und Gesten, die die Liturgie ihm auf die Lippen und in die H\u00e4nde legt, den Vorsitz zu f\u00fchren\" (Brief, Nr. 59). Es sollte immer bedacht werden, dass die Worte und Gesten der Liturgie ein \u00fcber Jahrhunderte gereifter Ausdruck der Empfindungen Christi sind und dazu beitragen, auf ihn ausgerichtet zu sein (vgl. Instr. Redemptionis sacramentum<\/em>, n. 5).<\/p>\n\n\n\nZweck des Dokuments<\/h2>\n\n\n\n Wie Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ermutigt uns auch Papst Franziskus abschlie\u00dfend, den Reichtum der Konzilskonstitution \u00fcber die heilige Liturgie wiederzuentdecken, Sacrosanctum Concilium.<\/em> Gleichzeitig bekr\u00e4ftigt er, wie bereits zu Beginn und an verschiedenen Stellen des Schreibens, das seine Leitmotiv,<\/em> seine Filo Rosso<\/em>Die Hoffnung, da\u00df dieses Schreiben dazu beitr\u00e4gt, \"das Staunen \u00fcber die Sch\u00f6nheit der Wahrheit der christlichen Feier neu zu entfachen, an die Notwendigkeit einer authentischen liturgischen Bildung zu erinnern und die Bedeutung einer Feierkunst zu erkennen, die im Dienst der Wahrheit des Ostergeheimnisses und der Teilnahme aller Getauften steht, jeder entsprechend der Besonderheit seiner Berufung\" (Brief, Nr. 62). Dies und nichts anderes sind die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr diesen sch\u00f6nen Brief. Eine goldene Brosche, die uns an die Bedeutung des Kirchenjahres und des Sonntags erinnert.<\/p>\n\n\n\n\"Verlassen wir die Polemik, um gemeinsam auf das zu h\u00f6ren, was der Geist der Kirche sagt, halten wir die Gemeinschaft aufrecht, staunen wir weiterhin \u00fcber die Sch\u00f6nheit der Liturgie\" (Brief, Nr. 65).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"
Un primer punto que desarrolla el documento es la Liturgia en el hoy de la historia de la salvaci\u00f3n. En este primer ep\u00edgrafe el Papa nos sit\u00faa en el Misterio pascual, verdadero centro de la teolog\u00eda lit\u00fargica de la Constituci\u00f3n conciliar sobre la liturgia, la Sacrosanctum Concilium. La \u00daltima Cena, la Cruz de Cristo y […]<\/p>\n","protected":false},"author":63,"featured_media":21838,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[36,51],"tags":[779,776,603,396,455],"class_list":["post-21837","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-vaticano","tag-bautismo","tag-desiderio-desideravi","tag-liturgia","tag-papa-francisco","tag-sacerdotes"],"yoast_head":"\n
Las ideas del documento del Papa sobre formaci\u00f3n lit\u00fargica - Omnes<\/title>\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n \n \n \n\t \n\t \n\t \n