{"id":23652,"date":"2022-09-12T06:00:00","date_gmt":"2022-09-12T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=23652"},"modified":"2026-01-13T10:52:31","modified_gmt":"2026-01-13T09:52:31","slug":"interview-rodrigo-guerra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/","title":{"rendered":"<b>Rodrigo Guerra<\/b>Nur was angenommen wird, wird eingel\u00f6st\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Rodrigo Guerra promovierte in Philosophie an der Internationalen Akademie f\u00fcr Philosophie im F\u00fcrstentum Liechtenstein, ist Gr\u00fcnder des Centro de Investigaci\u00f3n Social Avanzada (CISAV, Mexiko) und Sekret\u00e4r der P\u00e4pstlichen Kommission f\u00fcr Lateinamerika.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor einigen Wochen war Guerra einer der Redner auf dem von UNIR und UFV organisierten I Congreso Internacional Hispanoamericano. Bei diesem Treffen erinnerte Guerra daran, dass \"die lateinamerikanische Kultur ein nicht-rationalistisches Substrat besitzt, das auf dem katholischen Glauben beruht und die W\u00fcrde der Person verteidigt\". In diesem Interview mit Omnes spricht er \u00fcber dieses Grundsubstrat der lateinamerikanischen Kultur. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Seit einiger Zeit erleben wir eine Rechtfertigung der pr\u00e4kolumbianischen Kulturen, die die Missionare beschuldigen, eine fr\u00fchere Kultur oder ein fr\u00fcheres Sozialsystem auszul\u00f6schen, um \"die christliche und europ\u00e4isch gepr\u00e4gte Vision\" durchzusetzen. Ist diese Behauptung wahr?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- Der zeitgen\u00f6ssischen Geschichtsschreibung gelingt es, die ideologischen Vereinfachungen der Vergangenheit zu \u00fcberwinden. Zum Beispiel die, die sich 1992 anl\u00e4sslich des 500. Jahrestages der Entdeckung Amerikas verbreiteten. Sowohl die \"schwarze Legende\" als auch die \"rosa Legende\" sind das Ergebnis einer eindeutigen Rationalit\u00e4t, die das analoge \"Ethos\" der lateinamerikanischen Barockkultur leugnet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne Analogie gibt es keine feinen Nuancen, kein analytisches und differenziertes Verst\u00e4ndnis eines komplexen Prozesses wie der Ankunft der europ\u00e4ischen V\u00f6lker in Amerika. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits ist etwas, das jenseits der akademischen Kontroversen immer hilft, die Dinge mit einer gr\u00f6\u00dferen Perspektive zu betrachten, die <em>Guadalupano-Veranstaltung<\/em>. Die von der heiligen Maria von Guadalupe eingef\u00fchrte Rationalit\u00e4t ist diejenige, die die Rassenmischung, die Inkulturation des Evangeliums und die entscheidende Option f\u00fcr die \u00c4rmsten erlaubt. Diese Logik kompensiert zweifellos die milit\u00e4rische Perspektive der Konquistadoren und er\u00f6ffnet den Missionaren ab 1531 einen originellen Weg der Evangelisierung. Die vorspanischen Kulturen wurden zweifelsohne gesch\u00e4digt. Die spanische Krone beispielsweise hatte keine andere M\u00f6glichkeit, das Kreuz zu verk\u00fcnden als das Schwert. Dar\u00fcber hinaus dezimierten europ\u00e4ische Krankheiten die Bev\u00f6lkerung. Aber die Erfahrung der Begegnung mit einer himmlischen Mutterschaft, die den Menschen das Kreuz ank\u00fcndigt, war eine ganz besondere.<em> \"sehr wahrer Gott, f\u00fcr den man lebt\",<\/em> eine soziologisch identifizierbare Originalit\u00e4t erzeugt. Es entstand ein neues Volk: Lateinamerika, die<em> \"Patria grande\",<\/em> die einzigartige Br\u00fcderlichkeit, die es einem Argentinier und einem Mexikaner erm\u00f6glicht, sich trotz der Entfernung als \"Br\u00fcder\" zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Kirche hat um Vergebung f\u00fcr historische Fehler gebeten, die nicht nur in Lateinamerika, sondern auch anderswo begangen wurden. W\u00e4re diese Bitte um Vergebung notwendig, wenn die Fakten in den jeweiligen Zeitr\u00e4umen in einen Kontext gestellt w\u00fcrden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- Der Glaube an Jesus Christus macht uns alle zu Br\u00fcdern und Schwestern. Nicht nur synchron, sondern auch diachron. Deshalb sind wir auf geheimnisvolle Weise solidarisch mit den S\u00fcnden, die in der Vergangenheit von einigen Katholiken begangen wurden, und deshalb m\u00fcssen wir heute alle wieder lernen, um Vergebung zu bitten. Das muss nicht nur der Papst tun. Ich, in der ersten Person, bin es, der sich mit seiner Geschichte vers\u00f6hnen muss. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einheit der V\u00f6lker ist nicht die Einheit der Ideologien, der politischen Macht oder des Marktes. Die Einheit der V\u00f6lker ist vers\u00f6hnte Pluralit\u00e4t, sie ist die empirische Erfahrung der Wiederbegegnung und der Umarmung, dank derer es m\u00f6glich ist, weiter voranzuschreiten. Wenn eine Nation ihre Fehler nicht betrauert, wird sie keinen Weg finden, sich \u00fcber ihre Siege zu freuen. Deshalb ist die Botschaft des Evangeliums so wichtig. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur von Christus her k\u00f6nnen Menschen und Kulturen einfache Feindseligkeit, fanatischen Radikalismus und soziale Spaltung \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wird die Geschichte verraten, wenn sie durch die Paradigmen der Gegenwart betrachtet wird?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- Die Wissenschaft und Kunst der Geschichtsinterpretation ist eine komplexe Aufgabe. Jeder hermeneutische Akt erfordert nicht nur ein ausgefeiltes theoretisches Instrumentarium - wie die Analogie -, sondern auch die Aus\u00fcbung von Tugenden, insbesondere der Klugheit. Die Klugheit erm\u00f6glicht es uns, auf der Ebene des Praktischen das Endliche als endlich und das Transzendente als transzendent zu erkennen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit anderen Worten: Geschichte wird verraten, wenn sie als rein empirisches Ph\u00e4nomen ohne metaphysischen Horizont betrachtet wird. Es ist der metaphysische Horizont, der eine doppelte Bewegung erm\u00f6glicht: einerseits die Tatsache in ihrem Kontext zu erkennen, um sie nicht mit Kategorien zu beurteilen, die ihr m\u00f6glicherweise nicht angemessen sind, wie zum Beispiel mit denen, die aus einer anderen Epoche stammen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits erlaubt uns das metaphysische Geschichtsverst\u00e4ndnis aber auch, die Tatsache in ihrer metageschichtlichen Perspektive zu beurteilen. Diese Perspektive ist nicht etwas \"Exogenes\", sondern die letzte Bedeutung des Realen-Konkreten, die als Voraussetzung erscheint, wenn die Gesamtheit der Faktoren des Realen ber\u00fccksichtigt wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Denkschule, der ich entstamme, deckt sich das metahistorische Verst\u00e4ndnis einer Tatsache praktisch mit den immerw\u00e4hrenden Forderungen einer integralen Anthropologie, die, indem sie die Person als \"das Vollkommenste in der Natur\" betrachtet, die Person auch als das Singul\u00e4rste und damit als das \"Historischste\" begreift. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich verstehe, dass es in Mode ist, von \"Paradigmen\" zu sprechen. Die Paradigmen der jeweiligen Zeit sind jedoch nicht der ultimative Horizont der Intelligenz. W\u00e4re dies der Fall, bef\u00e4nden wir uns in einem un\u00fcberwindbaren Gef\u00e4ngnis, das unter anderem den historischen Fortschritt behindern w\u00fcrde. Der wahre Horizont der menschlichen Intelligenz wird erreicht, wenn der Mensch in der Nicht-Zensur, im maximalen Realismus, in der Offenheit f\u00fcr die M\u00f6glichkeit eines Geschenks erzogen wird, das unsere eigenen Vorurteile \u00fcbersteigt und uns \u00fcberrascht. Nichts ist aktueller als Gregor von Nyssa, wenn er sagt: \"Nur das Erstaunen wei\u00df\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leiden wir einerseits an einer Art Angst oder an einer \u00dcberempfindlichkeit gegen\u00fcber jeder Bemerkung, die als \"kolonialistisch\" bezeichnet werden k\u00f6nnte? Sind wir in der Kirche auch in eine reduktionistische Haltung gegen\u00fcber unserer Geschichte der Glaubensverbreitung verfallen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- Die zeitgen\u00f6ssische Anprangerung eines \"kolonialen\" Denkens in bestimmten Schulen, das sich aus der Logik des Herrn und des Sklaven aufdr\u00e4ngt, zeigt, wie sehr wir Hegel heute zu Dank verpflichtet sind. Die \"dekoloniale\" Perspektive hingegen beruft sich auf ein situiertes Wissen und den Wunsch, den dichten Eurozentrismus, der in manchen Umgebungen herrscht, zu \u00fcberwinden. Wenn diese Themen angesprochen werden, ohne ihr hegelianisches Erbe und damit ihre immanentistische Beschr\u00e4nkung klar zu benennen, werden sie leicht zu diskursiven Fallen. Zu Beginn werden viele Pr\u00e4missen angenommen, die kritisch hinterfragt werden m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist nicht der richtige Ort f\u00fcr eine solche \u00dcbung. Ich wage zu behaupten, dass die Sozialwissenschaften in vielen F\u00e4llen Opfer ihrer selbst werden, wenn sie ein Fragment verabsolutieren und es zum obersten hermeneutischen Kriterium machen. Wir brauchen heute eine ganzheitlichere Perspektive, um die Realit\u00e4t nicht zu verraten.  Ich teile das Bed\u00fcrfnis, in Zusammenh\u00e4ngen zu denken. Ich teile das Bed\u00fcrfnis, die perverse instrumentelle Rationalit\u00e4t anzuprangern. Ich stimme zu, dass es immer noch subtile und nicht so subtile Mechanismen der Kolonisierung gibt, zum Beispiel in Lateinamerika. Aber ich bin auch davon \u00fcberzeugt, dass wir zu etwas mehr berufen sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Macht des Kontextes und der Bedeutung des \"Situierten\" kann man nur von einem h\u00f6heren Parameter aus sprechen, der \u00fcber sie hinausgeht. Wenn wir dies nicht tun, muss sogar unsere eigene Best\u00e4tigung der Bedeutung des Kontextuellen kontextualisiert werden, und so weiter, in einem nicht enden wollenden Prozess. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Kirche verfallen wir leicht in sozioanalytische \"Moden\", entweder explizit oder verdeckt. Aber gerade in der Erfahrung, die wir \"Kirche\" nennen, nicht in ihrem Konzept, nicht in ihrer Theorie, sondern in der \"Erfahrung\" der empirischen Freundschaft, die die \"Ekklesia\" ist, habe ich gelernt, mein Volk, meine Geschichte mit all ihren Wunden \"kolonialen\" Ursprungs zu lieben und zu entdecken, dass die Herr-Sklaven-Dialektik nicht das letzte Wort hat. Die Realit\u00e4t weist Spannungen auf, von denen einige sehr schmerzhaft sind, aber die wahre \u00dcberwindung dieser Spannungen, die wahre \"Aufhebung\", wird durch die Suche nach einer h\u00f6heren Synthese unter der Logik der extremen Gabe erreicht, d.h. unter der Wiederbegegnung mit dem wesentlich Christlichen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Romano Guardini und Gaston Fessard zu lesen. Deshalb m\u00fcssen wir uns unter anderem von Papst Franziskus belehren lassen.<\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Die Erfahrung zeigt, dass die frohe Botschaft des Evangeliums, die in der Gemeinschaft gelebt wird, eine Quelle der Erneuerung des Menschen, d.h. der wahren Entwicklung ist.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Rodrigo Guerra. <span> Sekret\u00e4r der P\u00e4pstlichen Kommission f\u00fcr Lateinamerika<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hat der Glaube wirklich zur Entwicklung der V\u00f6lker Amerikas beigetragen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- Nordamerika besteht aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko. Mittelamerika erstreckt sich von Guatemala bis Panama. S\u00fcdamerika erstreckt sich von Kolumbien bis Patagonien. In S\u00fcdamerika, wie in der gesamten lateinamerikanischen Region im Allgemeinen, ist der Glaube seit 1531 der wichtigste Faktor der Befreiung und des Kampfes f\u00fcr die W\u00fcrde aller, insbesondere der Letzten und Ausgegrenzten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diejenigen, die zu argumentieren versuchen, dass der Glaube nicht zur Entwicklung und Emanzipation Lateinamerikas beigetragen hat, sind Erben der alten Aufkl\u00e4rung und der alten S\u00e4kularisierungstheorien. Letzteres hat sich in Lateinamerika \u00fcbrigens nicht bewahrheitet, wie selbst der geistesabwesendste Beobachter an einem beliebigen 12. Dezember in Tepeyac feststellen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diejenigen, die heute der Meinung sind, dass der Glaube nicht zur Entwicklung Lateinamerikas beigetragen hat, t\u00e4ten gut daran, sich mit dem \"Nican Mopohua\", dem Werk von Vasco de Quiroga, den Argumenten von Bartolom\u00e9 de las Casas und Francisco de Vitoria f\u00fcr die gleiche Menschenw\u00fcrde der Ureinwohner, der reichen Kultur des Vizek\u00f6nigreichs und vor allem dem lateinamerikanischen Barock, beispielsweise in Puebla, Peru oder Ecuador, zu befassen.  Es gibt nichts Besseres, um den Illuminismus zu durchbrechen, als mit unseren Armen wochenlang zu Fu\u00df zu einem Marienheiligtum zu pilgern, die Jesuitenreduktionen in Uruguay zu besuchen, ein Volksfest in Nicaragua zu erleben, Schwester Juana In\u00e9s de la Cruz vorzulesen, am Grab des heiligen Oscar Arnulfo Romero in El Salvador zu knien oder die S\u00e4rge zweier \u00e4lterer Jesuiten, die k\u00fcrzlich vom organisierten Verbrechen ermordet wurden, in der Sierra Tarahumara zu tragen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jenseits von Theorien und Reden ist es die Erfahrung, dass die frohe Botschaft des Evangeliums, die in der Gemeinschaft gelebt wird, eine Quelle der Erneuerung des Menschseins ist, d.h. der wahren Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wenn wir uns viele der iberoamerikanischen Kulturtraditionen ansehen, stellen wir fest, dass der christliche Glaube zu den fr\u00fcheren Traditionen hinzukam und zu ihrer G\u00fcltigkeit beitrug. Ist der S\u00fcden Amerikas ein Beispiel f\u00fcr die Inkulturation des Glaubens?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- S\u00fcdamerika, Mittelamerika und Mexiko sind gute Beispiele f\u00fcr inkulturierte Evangelisierung und Inkulturation des Evangeliums. In jedem Land gibt es eine andere Modulation. In allen F\u00e4llen ist jedoch ein gewisser Grad an Inkulturation erkennbar. Das treffendste Wort zur Beschreibung dieses Ph\u00e4nomens ist jedoch nicht \"Vereinigung\" des christlichen Glaubens mit \"fr\u00fcheren Traditionen\", sondern \"Inkarnation\". <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Geheimnis der Menschwerdung wird alles Menschliche angenommen, denn nur was angenommen wird, wird erl\u00f6st. Die \"Analogie der Menschwerdung\" - wie Johannes Paul II. sagte - ist das Leitprinzip f\u00fcr eine angemessene Beziehung zwischen christlichem Glauben und Kulturen. Nur auf diese Weise gibt es keine Zerst\u00f6rung, sondern eine geduldige und z\u00e4rtliche Umarmung. Eine Umarmung, die alle vorspanischen Zeichen und Sprachen annimmt, um sie durch Gnade zu reinigen und zu erheben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Logik der Zerst\u00f6rung ist nicht Teil der christlichen Verk\u00fcndigung. Jemand sagte einmal zu mir: \"Aber die S\u00fcnde muss zerst\u00f6rt werden\". In der Tat m\u00fcssen die einheimische und die europ\u00e4ische S\u00fcnde mit der Barmherzigkeit und der Z\u00e4rtlichkeit, die aus dem Herzen Jesu kommen, \"zerst\u00f6rt\" werden. Es ist die Barmherzigkeit, die die S\u00fcnde \"ausrottet\". Niemals die Ausl\u00f6schung des anderen. Es ist Gottes Barmherzigkeit, die rettet. Alles andere ist gewaltt\u00e4tiger Pelagianismus. Die Botschaft der Jungfrau von Guadalupe an den heiligen Juan Diego besteht darin, auf radikal inkulturierte Weise zu evangelisieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00bf<strong>Wie erleben Sie, aus amerikanischer und katholischer Sicht, den Prozess der Entchristlichung, der vielerorts stattfindet?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- In kleinen neokonservativen Kreisen wird die Entchristlichung mit einem zivilisatorischen Zusammenbruch gleichgesetzt. Zu verschiedenen Zeitpunkten in der Geschichte der lateinamerikanischen Kirche hat die konservative Reduzierung des Christentums auf moralische Normen zu sehr falschen Diagnosen der kulturellen Krise gef\u00fchrt. Symmetrisch, wie in einem Spiegel, wird die Entchristlichung, die von progressiven Gruppen gesehen wird, mit Freude gefeiert. Die Reduzierung des Christentums auf die \"Ideologie der gemeinsamen Werte\" f\u00fchrt auch zu Fehldiagnosen \u00fcber die Herausforderung der Gegenwart. Die Identifizierung des Fortschritts des Reiches Gottes mit dem scheinbaren \"Fortschritt\" der heutigen relativistischen Gesellschaft f\u00fchrt dazu, dass das wahre Christentum das der s\u00e4kularisierten, rein \"humanistischen\" Gemeinschaften ist. <\/p>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n\t<p><p>Die Entchristlichung ist eher auf die Schw\u00e4che derjenigen von uns zur\u00fcckzuf\u00fchren, die ein b\u00fcrgerliches Christentum bevorzugen und daran gew\u00f6hnt sind, in einer Komfortzone zu leben, als auf die \"Perversit\u00e4t\" und \"Strategie\" der antichristlichen Tendenzen.<\/p>\n<\/p>\n\t<cite>Rodrigo Guerra. <span> Sekret\u00e4r der P\u00e4pstlichen Kommission f\u00fcr Lateinamerika<\/span><\/cite>\n<\/blockquote>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Positionen sind ein schwerer Fehler. Neokonservative und Progressive, scheinbare Gegens\u00e4tze, sind im Grunde Kinder derselben aufkl\u00e4rerischen Matrix. Die theologische Lesart der Geschichte, die von den lateinamerikanischen Bisch\u00f6fen seit der II. Generalkonferenz des Episkopats (Medell\u00edn, 1968) bis zur V. Generalkonferenz in Aparecida (2007) vorgenommen wurde, ist vielf\u00e4ltig. Die Prozesse der Entchristlichung koexistieren mit neuen Suchbewegungen, die dazu f\u00fchren, dass das menschliche Herz sich weiterhin nach einer F\u00fclle von Wahrheit, G\u00fcte, Sch\u00f6nheit und Gerechtigkeit sehnt, die nur Christus erf\u00fcllen und \u00fcbertreffen kann. Lassen Sie es mich anders ausdr\u00fccken: Die lateinamerikanische Kirche ist ein Kind des Zweiten Vatikanischen Konzils. Der Rat ist sich der Dramatik unserer Zeit voll bewusst. Aber dieses Drama ist weder mit Angst vor der Welt noch mit naiver Zustimmung zu ihrer \"weltlichen\" Tr\u00e4gheit verbunden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \"Entchristlichung\" des Einzelnen, der Familie und der Gesellschaft ist nicht so sehr ein \"Feind\" als vielmehr eine \"Chance\", ein empirisches, erfahrungsorientiertes, sakramentales, nicht reaktion\u00e4res, sondern gemeinschaftliches und missionarisches Christentum mit Leben zu erf\u00fcllen. Dazu ist es merkw\u00fcrdigerweise notwendig, die Welt leidenschaftlich zu lieben. Nicht, um \u00fcber ihre Fehlleitung hinwegzusehen. Aber sie zu umarmen und zu erkennen, dass in ihr immer Bewegungen des Heiligen Geistes wohnen und wohnen werden, die uns in der missionarischen Dynamik vorausgehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit anderen Worten: Die Entchristlichung ist eher auf die Schw\u00e4che derjenigen von uns zur\u00fcckzuf\u00fchren, die ein b\u00fcrgerliches Christentum bevorzugen und daran gew\u00f6hnt sind, in einer Komfortzone zu leben, als auf die \"Perversit\u00e4t\" und \"Strategie\" der antichristlichen Tendenzen. Deshalb ist es so zeitgem\u00e4\u00df, Papst Franziskus zuzuh\u00f6ren, wenn er von der \"Kirche im Herausgehen\" spricht, die sich der Mission und nicht der Reaktion zuwendet. Sie geht an die Peripherie, d.h. in die Randgebiete, die voller Risiken sind, aber Christus brauchen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rodrigo Guerra es doctor en filosof\u00eda por la Academia Internacional de Filosof\u00eda en el Principado de Liechtenstein, fundador del Centro de Investigaci\u00f3n Social Avanzada (CISAV, M\u00e9xico) y Secretario de la Pontificia Comisi\u00f3n para Am\u00e9rica Latina. Hace unas semanas, Guerra fue uno de los ponentes del I Congreso Internacional Hispanoamericano organizado por UNIR y la UFV. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":23667,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[36,37,46],"tags":[538,680,396],"class_list":["post-23652","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-america-latina","category-mundo","tag-america","tag-evangelizacion","tag-papa-francisco"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rodrigo Guerra: &quot;S\u00f3lo lo asumido es redimido&quot;- Omnes<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Entrevista a Rodrigo Guerra, secretario de la Pontificia Comisi\u00f3n para Am\u00e9rica Latina sobre evangelizaci\u00f3n, colonialismo e historia.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/interview-rodrigo-guerra\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rodrigo Guerra: &quot;S\u00f3lo lo asumido es redimido&quot;- Omnes\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Entrevista a Rodrigo Guerra, secretario de la Pontificia Comisi\u00f3n para Am\u00e9rica Latina sobre evangelizaci\u00f3n, colonialismo e historia.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/interview-rodrigo-guerra\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Omnes\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-09-12T05:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-01-13T09:52:31+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"920\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"526\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Maria Jos\u00e9 Atienza\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Maria Jos\u00e9 Atienza\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"NewsArticle\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Maria Jos\u00e9 Atienza\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/3e228ff043a513ce73d42dd73ea229ef\"},\"headline\":\"Rodrigo Guerra: \u00abS\u00f3lo lo asumido es redimido\u00bb\",\"datePublished\":\"2022-09-12T05:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-13T09:52:31+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/\"},\"wordCount\":2501,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/09\\\/rodrigo-guerra.jpeg\",\"keywords\":[\"Am\u00e9rica\",\"Evangelizaci\u00f3n\",\"Papa Francisco\"],\"articleSection\":[\"Actualidad\",\"Am\u00e9rica Latina\",\"Mundo\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"WebPage\",\"ItemPage\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/\",\"name\":\"Rodrigo Guerra: \\\"S\u00f3lo lo asumido es redimido\\\"- Omnes\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/09\\\/rodrigo-guerra.jpeg\",\"datePublished\":\"2022-09-12T05:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-01-13T09:52:31+00:00\",\"description\":\"Entrevista a Rodrigo Guerra, secretario de la Pontificia Comisi\u00f3n para Am\u00e9rica Latina sobre evangelizaci\u00f3n, colonialismo e historia.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/09\\\/rodrigo-guerra.jpeg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/09\\\/rodrigo-guerra.jpeg\",\"width\":920,\"height\":526,\"caption\":\"rodrigo guerra\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/entrevista-rodrigo-guerra\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Portada\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Rodrigo Guerra: \u00abS\u00f3lo lo asumido es redimido\u00bb\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/\",\"name\":\"Omnes\",\"description\":\"Informaci\u00f3n de la Iglesia y la sociedad\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#organization\"},\"alternateName\":\"Omnes\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#organization\",\"name\":\"Omnes\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2020\\\/12\\\/logo_omnes_negro.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2020\\\/12\\\/logo_omnes_negro.png\",\"width\":15524,\"height\":3000,\"caption\":\"Omnes\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/3e228ff043a513ce73d42dd73ea229ef\",\"name\":\"Maria Jos\u00e9 Atienza\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/01\\\/mjduo-100x100.jpg\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/01\\\/mjduo-100x100.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/01\\\/mjduo-100x100.jpg\",\"caption\":\"Maria Jos\u00e9 Atienza\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/de\\\/author\\\/mjose\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Rodrigo Guerra: \"Nur was angenommen wird, wird erl\u00f6st\" - Omnes","description":"Interview mit Rodrigo Guerra, Sekret\u00e4r der P\u00e4pstlichen Kommission f\u00fcr Lateinamerika \u00fcber Evangelisierung, Kolonialismus und Geschichte.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/interview-rodrigo-guerra\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Rodrigo Guerra: \"S\u00f3lo lo asumido es redimido\"- Omnes","og_description":"Entrevista a Rodrigo Guerra, secretario de la Pontificia Comisi\u00f3n para Am\u00e9rica Latina sobre evangelizaci\u00f3n, colonialismo e historia.","og_url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/interview-rodrigo-guerra\/","og_site_name":"Omnes","article_published_time":"2022-09-12T05:00:00+00:00","article_modified_time":"2026-01-13T09:52:31+00:00","og_image":[{"width":920,"height":526,"url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Maria Jos\u00e9 Atienza","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Maria Jos\u00e9 Atienza","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"11\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/"},"author":{"name":"Maria Jos\u00e9 Atienza","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#\/schema\/person\/3e228ff043a513ce73d42dd73ea229ef"},"headline":"Rodrigo Guerra: \u00abS\u00f3lo lo asumido es redimido\u00bb","datePublished":"2022-09-12T05:00:00+00:00","dateModified":"2026-01-13T09:52:31+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/"},"wordCount":2501,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg","keywords":["Am\u00e9rica","Evangelizaci\u00f3n","Papa Francisco"],"articleSection":["Actualidad","Am\u00e9rica Latina","Mundo"],"inLanguage":"de"},{"@type":["WebPage","ItemPage"],"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/","name":"Rodrigo Guerra: \"Nur was angenommen wird, wird erl\u00f6st\" - Omnes","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg","datePublished":"2022-09-12T05:00:00+00:00","dateModified":"2026-01-13T09:52:31+00:00","description":"Interview mit Rodrigo Guerra, Sekret\u00e4r der P\u00e4pstlichen Kommission f\u00fcr Lateinamerika \u00fcber Evangelisierung, Kolonialismus und Geschichte.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg","contentUrl":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/rodrigo-guerra.jpeg","width":920,"height":526,"caption":"rodrigo guerra"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/actualidad\/entrevista-rodrigo-guerra\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Portada","item":"https:\/\/www.omnesmag.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Rodrigo Guerra: \u00abS\u00f3lo lo asumido es redimido\u00bb"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#website","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/","name":"Omnes","description":"Informationen \u00fcber Kirche und Gesellschaft","publisher":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#organization"},"alternateName":"Omnes","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.omnesmag.com\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#organization","name":"Omnes","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/logo_omnes_negro.png","contentUrl":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/logo_omnes_negro.png","width":15524,"height":3000,"caption":"Omnes"},"image":{"@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/#\/schema\/person\/3e228ff043a513ce73d42dd73ea229ef","name":"Maria Jos\u00e9 Atienza","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/mjduo-100x100.jpg","url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/mjduo-100x100.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/mjduo-100x100.jpg","caption":"Maria Jos\u00e9 Atienza"},"url":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/author\/mjose\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23652"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57224,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23652\/revisions\/57224"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}