{"id":25215,"date":"2022-10-07T06:36:00","date_gmt":"2022-10-07T05:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=25215"},"modified":"2026-01-13T09:42:58","modified_gmt":"2026-01-13T08:42:58","slug":"interview-pilar-arias-abonnements-gemeinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/foco\/entrevista-pilar-arias-suscripciones-parroquias\/","title":{"rendered":"<b>Pilar Arias<\/b>Fortsetzung lesen : \"Eine Kampagne zur Anwerbung von Abonnenten muss mit einer geringeren 'Aggressivit\u00e4t' bei der Abgabe des Korbes einhergehen\"."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Geboren vor 37 Jahren in Madrid, verheiratet und Mutter von drei Kindern im Alter von 9, 6 und 4 Jahren. Abschluss in Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft und Management an der Universidad Aut\u00f3noma de Madrid. Von 2009 bis 2011 arbeitete sie in der Abteilung f\u00fcr Finanzplanung und -analyse von Kraft Foods, heute Mondelez International Inc, dem Unternehmen, das Ahoy Chips, Oreo und Trident Kaugummi produziert. Von da an bis 2016 arbeitete sie in der Abteilung f\u00fcr wirtschaftliche und finanzielle Analysen und Haushaltskontrolle des CLH (jetzt Exolum). In diesem Jahr wurde sie zur stellvertretenden Direktorin der Di\u00f6zesanverwaltung des Erzbistums Madrid ernannt, die sie derzeit innehat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie viele Familien bevorzugen regelm\u00e4\u00dfige Beitr\u00e4ge zur Unterst\u00fctzung der Kirche in Madrid?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele. Mehr als 23.000 Familien haben ein Abonnement zugunsten ihrer Gemeinde in Madrid. Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung ist sich jedoch nicht der Vorteile bewusst, die diese Form der Zusammenarbeit sowohl f\u00fcr sie selbst als auch f\u00fcr die Gemeinde, mit der sie zusammenarbeiten, hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stellen fest, dass viele Menschen, wenn sie \u00fcber Konten auf Gemeindeebene sprechen, \u00fcber ben\u00f6tigte oder verwendete Ressourcen, \u00fcber Abz\u00fcge sprechen, <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/die-kirche-einladt-mark-x-auf-den-eintritt-als-soziales-hilfsprogramm\/\">von Steuererkl\u00e4rungen<\/a>usw., sind nicht miteinander verbunden, weil die Themen schwer zu verstehen sind. Wir m\u00fcssen eine sehr einfache Sprache f\u00fcr diese Gruppe entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt auch einen Prozentsatz von Menschen, die \"schon immer Bargeld in den Kollektenkorb der Messe gelegt haben\" und nicht bereit sind, diesen Brauch zu \u00e4ndern. Au\u00dferdem wissen sie nicht, wie sie mit dem Moment umgehen sollen, in dem der Korb \u00fcbergeben wird, wenn sie sich anmelden. Sie f\u00fchlen sich gewaltt\u00e4tig, wenn sie nicht etwas einwerfen, und werden von ihren Nachbarn beobachtet, die nicht wissen, dass sie bereits mit einem Abonnement beitragen. Deshalb sind wir der Meinung, dass eine Kampagne zur Anwerbung von Abonnements mit weniger \"Aggression\" bei der \u00dcbergabe des Korbes einhergehen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Muss der Ansatz f\u00fcr alle Zielgruppen derselbe sein?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Bev\u00f6lkerungsgruppe muss mit einer anderen Botschaft erreicht werden, je nach Alter, wirtschaftlicher Lage, Wohnort usw. Und genau das ist die Herausforderung. Indem wir die Botschaft \u00e4ndern, um alle zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Kommunikation mit den Gemeindemitgliedern sto\u00dfen wir auf eine weitere Schwierigkeit: Wir haben derzeit eine stark digitalisierte Bev\u00f6lkerung und eine, die \u00fcberhaupt nicht digitalisiert ist. Wenn wir ihr Alter kennen, gehen wir davon aus, dass sie bis zum Alter von 60 Jahren digitalisiert sind. Wir k\u00f6nnen nicht wissen, wie weit die \u00fcber 60-J\u00e4hrigen digitalisiert sind. Viele sind \u00fcberhaupt nicht digitalisiert, aber andere, sogar \u00fcber 90-J\u00e4hrige, sind digitalisiert. Die Pandemie hat uns in dieser Hinsicht geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jedem Fall muss in den Gemeinden festgestellt werden, welche Art der Kommunikation am besten zu den Gemeindemitgliedern passt, und jeder muss auf die von ihm bevorzugte Weise erreicht werden. Die Herausforderung besteht darin, sie mit der richtigen Botschaft und \u00fcber den richtigen Kanal zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was sind die Vorteile dieser Art von Zusammenarbeit?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Spanien erh\u00e4lt die Kirche seit 2007 keine Mittel aus dem allgemeinen Staatshaushalt. Sie wird haupts\u00e4chlich durch die freiwilligen Beitr\u00e4ge aller Gl\u00e4ubigen getragen, jeder nach seinen M\u00f6glichkeiten. Die 0,7% der Einkommenssteuer, die die Steuerzahler freiwillig an die Kirche in Madrid abf\u00fchren, decken nur 18,14% der Gesamtausgaben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein regelm\u00e4\u00dfiges Abonnement anstelle eines Spendenkorbes ist sowohl f\u00fcr die Gemeinde als auch f\u00fcr den Spender von Vorteil. Die Pfarrei kann die Einnahmen so planen, dass sie den Ausgaben entsprechen, und spart Kosten f\u00fcr die Kassenf\u00fchrung. Dar\u00fcber hinaus profitiert der Spender von erheblichen Steuerabz\u00fcgen, falls er eine Steuererkl\u00e4rung abgeben muss. Aus diesem Grund sind Abonnements so wichtig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie viel Steuerverg\u00fcnstigung kann der Spender beanspruchen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den ersten 150 Euro, die einer Kirchengemeinde gespendet werden, kann der Spender 80% abziehen, wenn es seine einzige Spende ist, und 35% (in bestimmten F\u00e4llen 40%) von dem, was diesen Betrag \u00fcbersteigt. Hat der Spender mehrere Spenden, gilt f\u00fcr eine davon der Prozentsatz 80% und f\u00fcr die \u00fcbrigen der Prozentsatz 35% oder 40%, je nachdem, ob es sich um eine wiederkehrende Spende handelt oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir also ausrechnen, was wir jedes Jahr in den Korb legen w\u00fcrden, und in Erw\u00e4gung ziehen, dies in Form eines Abonnements zu tun, k\u00f6nnen wir eine gr\u00f6\u00dfere Spende leisten, da wir einen erheblichen Betrag abziehen und die Gemeinde mehr Geld erh\u00e4lt. Es ist eine Win-Win-Situation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiel ist die folgende Tabelle interessant:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>(Ihr finanzieller Aufwand)<\/strong> WENN SIE PRO JAHR SPENDEN M\u00d6CHTEN:&nbsp;<\/td><td><strong>(was die Gemeinde erhalten wird) <\/strong>K\u00d6NNEN SIE EINEN BEITRAG VON LEISTEN:<strong>&nbsp;<\/strong><\/td><td>DENN SIE WERDEN ABGEZOGEN:<\/td><\/tr><tr><td>30 \u20ac<\/td><td>150 \u20ac<\/td><td>120 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>95 \u20ac<\/td><td>250 \u20ac<\/td><td>155 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>160 \u20ac<\/td><td>350 \u20ac<\/td><td>190 \u20ac<\/td><\/tr><tr><td>225 \u20ac<\/td><td>450 \u20ac<\/td><td>225 \u20ac<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ist die Verwaltung, F\u00f6rderung und Pflege des Abonnementsystems f\u00fcr die Di\u00f6zese mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Erzbistum Madrid gibt es eine Abteilung mit drei Mitarbeiterinnen, die den meisten der 479 Pfarreien in der Erzdi\u00f6zese Madrid bei der Verwaltung der Mitgliedsbeitr\u00e4ge helfen und Werbekampagnen entwickeln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir betreuen mehr als 18.000 Spender. Dies entlastet die Pfarreien von einem Gro\u00dfteil der Verwaltungsarbeit, so dass sie sich mehr auf die pastorale, soziale und karitative Arbeit konzentrieren k\u00f6nnen. Da wir mit Banken mit h\u00f6heren Zahlen verhandeln k\u00f6nnen, erhalten wir au\u00dferdem niedrigere Geb\u00fchren f\u00fcr Lastschriften und Rechnungserstattungen. Die Kirchengemeinden haben geringere Kosten und erhalten daher mehr Geld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcberweisungen werden an die Bank weitergeleitet, die monatlichen Einnahmen jeder Gemeinde und jedes Spenders werden erfasst, das Steuererkl\u00e4rungsformular 182 wird erstellt, und die Gemeinden werden \u00fcber ihren Bedarf beraten. In diesem Zusammenhang k\u00f6nnen sich sowohl die Pfarrer als auch die Mitglieder der Finanzr\u00e4te der Gemeinden an uns wenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lohnt es sich also wirklich?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es erfordert Arbeit, aber insgesamt weniger Stunden als in jeder Gemeinde, und mit der Sicherheit, die sich daraus ergibt, dass wir uns dieser Aufgabe professionell widmen und alle Vorschriften kennen und anwenden, die uns betreffen, wie z. B. das Organgesetz und die Verordnungen \u00fcber den Datenschutz, das Gesetz 49\/2002 \u00fcber die Steuerregelung f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Organisationen und die steuerlichen Anreize f\u00fcr M\u00e4zenatentum und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spender kann sich durch Ausf\u00fcllen eines Formulars anmelden, was \"nicht digitalisierte\" Spender normalerweise tun. Wenn dieses Formular bei der Dienststelle eingeht, werden die Daten in das System eingegeben, verarbeitet und verwaltet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gibt es noch andere Formen der Zusammenarbeit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt noch eine weitere M\u00f6glichkeit, einen Beitrag zu leisten, n\u00e4mlich das Spendenportal der Bischofskonferenz \"Donate to my Church\" (<a href=\"http:\/\/www.donoamiigleisa.es\">www.donoamiigleisa.es<\/a>), von dem aus Spenden an jede Gemeinde in Spanien get\u00e4tigt werden k\u00f6nnen. Diese Datenbank wird ebenfalls von dieser Dienststelle verwaltet, und die Kirchengemeinden werden \u00fcber die \u00fcber diesen Kanal eingehenden Abonnements umfassend informiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir halten die Kirchengemeinden per E-Mail \u00fcber alle Entwicklungen auf dem Laufenden und treffen Vorkehrungen f\u00fcr die R\u00fcckgabe von Spendengeldern. Die Kirchengemeinde distanziert sich niemals von dem Spender. Wenn wir zum Beispiel feststellen, dass ein Abonnement gek\u00fcndigt werden muss, weil eine Familie in finanziellen Schwierigkeiten steckt, informieren wir den Pfarrer, damit er sich um sie k\u00fcmmern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Teilnehmer rufen st\u00e4ndig an, um neue Girokonten, \u00c4nderungen des Betrags usw. zu melden. Alle Anrufe werden entgegengenommen. F\u00fcr den Fall, dass alle Telefone besetzt sind oder Anrufe au\u00dferhalb unserer Gesch\u00e4ftszeiten get\u00e4tigt werden, kann der Spender eine Nachricht hinterlassen, und selbst wenn er keine Nachricht hinterl\u00e4sst, sind seine Telefonnummern bei uns registriert, und wir beantworten alle verpassten Anrufe.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ich gehe davon aus, dass es auch einen R\u00fcckgang der Spender geben wird.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, wir werden oft von Angeh\u00f6rigen angerufen, um Abonnements von verstorbenen Spendern zu k\u00fcndigen. In einer der Messen, die an unserem Hauptsitz stattfinden, wird dem Spender kondoliert und ihm gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeden dritten Mittwoch im Monat<strong> <\/strong>die im Erzbistum Madrid gefeierte Messe wird f\u00fcr alle unsere Wohlt\u00e4ter gehalten. Ohne sie k\u00f6nnte der Evangelisierungsauftrag der Kirche nicht erf\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und wie sieht die Kommunikation mit den Spendern aus?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden f\u00fchren wir auch Kampagnen durch, um die Daten der Spender zu erfassen, Adress\u00e4nderungen, E-Mail, wenn sie diese jetzt nutzen, Alter... Wir wollen mit allen Spendern, die diese Methode gewohnt sind, digital kommunizieren, da dies billiger ist und jeder Euro z\u00e4hlt, aber daf\u00fcr m\u00fcssen wir ihre E-Mail-Adresse bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sorgen auch f\u00fcr eine st\u00e4ndige Kommunikation mit den Spendern, denn sie sind ein wesentlicher Teil der Kirche, und wir m\u00f6chten, dass sie sich auch so f\u00fchlen und dass sie \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Kirche, die sie unterst\u00fctzen, informiert sind. Wir kontaktieren sie anl\u00e4sslich der Einkommenssteuerkampagne, wenn die <a href=\"https:\/\/www.conferenciaepiscopal.es\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Memoria-anual-de-actividades-de-la-Iglesia-2020.pdf\">Bischofskonferenz erstellt Jahresbericht \u00fcber Aktivit\u00e4ten<\/a>Der Di\u00f6zesankirchentag und Weihnachten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es die Zeit erlaubt und die Ressourcen begrenzt sind, stellen wir Materialien her, um die Gemeinden bei der Anwerbung von Mitgliedern zu unterst\u00fctzen: Brosch\u00fcren, Poster usw.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche positiven Erfahrungen haben Sie im Laufe der Jahre mit dem System gemacht?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wichtigste an einer aggregierten Datenbank mit Spendern aus allen Kirchengemeinden ist, dass sie uns einen \u00dcberblick \u00fcber das Geschehen in der Gesellschaft verschafft. Wir k\u00f6nnen mehrere Statistiken erstellen. Gro\u00dfe Zahlen l\u00fcgen nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der administrativen Verwaltung und der Betreuung der Spender sind wir der Meinung, dass es von gro\u00dfem Wert ist, dass die Abteilung \"Best Practices\" von Gemeinden sammelt, die uns von interessanten Initiativen berichten, die Fr\u00fcchte getragen haben, da wir diese in Gemeinden mit \u00e4hnlichen Merkmalen exportieren k\u00f6nnen. Manchmal setzen sie sich nicht mit uns in Verbindung, um uns das mitzuteilen, aber wir k\u00f6nnen es erkennen, weil wir sehen k\u00f6nnen, wie sich die Abonnements jedes einzelnen von ihnen entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bilden weiterhin aus in <em>Fundraising<\/em> und im digitalen Marketing, um den Kirchengemeinden, Pfarrern und Wirtschaftsr\u00e4ten, ohne die all dies nicht m\u00f6glich w\u00e4re, Beratung und Schulung anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind uns auch bewusst, was im dritten Sektor geschieht. In gewisser Weise sind die NRO unsere Konkurrenten, denn jede Familie hat nur eine begrenzte Menge an Ressourcen, um zu helfen. Wenn sie mit drei NRO zusammenarbeiten, die uns bei der Mittelbeschaffung voraus sind, haben sie m\u00f6glicherweise kein Geld mehr, um mit uns zusammenzuarbeiten. Wir m\u00fcssen also sehr aufmerksam verfolgen, was in diesem Sektor geschieht, damit wir dieses Wissen auf praktische Weise an die Gemeinden weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Administrativ k\u00fcmmern wir uns sehr um unsere Datenbanken und versuchen, sie so aktuell wie m\u00f6glich zu halten. In allen Mitteilungen, die die Spenderinnen und Spender erhalten, werden unsere Telefonnummer und unsere E-Mail-Adresse angegeben, damit sie sich mit uns in Verbindung setzen und uns mitteilen k\u00f6nnen, wenn sich ihre Angaben ge\u00e4ndert haben oder sie ihr Abonnement \u00e4ndern m\u00f6chten. Und die Spender sch\u00e4tzen es, dass wir in ihrer N\u00e4he sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir mit Spendern, die ihre Quittungen zur\u00fcckgeschickt haben, in Abstimmung mit den Kirchengemeinden Vereinbarungen treffen, gehen uns Spenden aufgrund von R\u00fcckgaben oft nicht verloren, sondern werden zur\u00fcckerhalten. Oft handelt es sich dabei um \u00c4nderungen von Bankkonten, die die Spender uns nicht mitgeteilt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr alle Kirchengemeinden gelten dieselben Kriterien, und durch die Zusammenarbeit mit einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Spendern sparen wir Kosten f\u00fcr den Versand von Papier- und digitalen Unterlagen sowie Bankgeb\u00fchren. Die Gemeindepfarrer wissen dies zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hat diese Art, die Kirche zu unterst\u00fctzen, einen \"Schatten\"?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute sehen wir keinen Schatten davon, und wir haben keinen Zweifel daran, dass es in einigen Jahren die Mehrheit der Gemeindemitglieder sein wird, die sich f\u00fcr eine finanzielle Zusammenarbeit entscheiden, unter anderem, weil in der Gesellschaft immer weniger Bargeld im Umlauf ist. Wenn keine M\u00fcnzen vorhanden sind, k\u00f6nnen wir keinen Beitrag f\u00fcr den Korb leisten. Es bleiben also Abonnements oder Lesepulte mit Dataphone f\u00fcr Bankkartenzahlungen, die in den Kirchengemeinden, die noch nicht \u00fcber solche Ger\u00e4te verf\u00fcgen, installiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K\u00f6nnte ein solches System f\u00fcr den Einsatz von Zeit, Qualit\u00e4ten und Gebet, zus\u00e4tzlich zur finanziellen Unterst\u00fctzung der Kirche, genutzt werden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fundraising, dem wir uns widmen, ist zwar f\u00fcr den Unterhalt der Kirchengemeinden notwendig, aber es ist nicht alles und auch nicht das Wichtigste f\u00fcr das Ziel, zu dem Gott seine Kirche berufen hat. Jeder Gl\u00e4ubige muss seinen Beitrag leisten, und dazu geh\u00f6rt nicht immer Geld. Die Zeit, das Gebet und die Qualit\u00e4ten eines jeden sind von grundlegender Bedeutung, und sie sind Taten der Liebe, die Gott sch\u00e4tzt und die Fr\u00fcchte tragen lassen wie das Senfkorn, dessen sind wir uns sicher. Das Erzbistum Madrid unterst\u00fctzt die Pfarreien in diesen Aspekten durch die verschiedenen Vikariate und Delegationen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sind Sie bei der Einf\u00fchrung auf besondere Schwierigkeiten gesto\u00dfen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anf\u00e4nglich z\u00f6gerten die Spender, sich vom Erzbistum Madrid Spendenquittungen ausstellen zu lassen, da sie misstrauisch waren, dass der gespendete Betrag vollst\u00e4ndig an die Pfarreien gehen w\u00fcrde, oder sie kannten uns nicht und misstrauten uns deshalb. Aber im Laufe der Zeit haben sich die Pfarrer und die Wirtschaftsr\u00e4te darauf verlassen, dass wir die Beitr\u00e4ge verwalten, und haben den Gemeindemitgliedern die Gr\u00fcnde daf\u00fcr erkl\u00e4rt, einschlie\u00dflich des kostenlosen Charakters unserer Dienste und der Transparenz des gesamten Prozesses, und diese Bedenken wurden \u00fcberwunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind nah dran, reaktionsschnell und bieten den Service, der ben\u00f6tigt wird, und wir glauben, dass dies der Abteilung in nur wenigen Jahren zu einem enormen Wachstum verholfen hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vor welchen Herausforderungen stehen Sie, wenn das System einmal in Betrieb ist?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen einen Mehrwert schaffen, indem wir Erfahrungen von einer Pfarrei in eine andere exportieren, runde Tische mit Pfarrern und Treffen mit Wirtschaftsr\u00e4ten f\u00f6rdern und unter anderem Schulungen in den Bereichen Kommunikation und Fundraising anbieten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben viele Ideen, aber wir haben nicht genug Zeit, um sie zu verwirklichen. Eine Sache, an der wir arbeiten, ist die Gewinnung neuer Abonnenten. Das erste Ziel ist die Kommunikation mit den Gemeindemitgliedern, die noch keine Abonnenten sind. Wir m\u00fcssen Wege finden, um an ihre Daten zu gelangen, wir m\u00fcssen Nachrichten finden, die n\u00fctzlich sind, um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, und wir m\u00fcssen ihnen nach und nach die Vorteile vor Augen f\u00fchren, die ein Abonnement f\u00fcr sie und f\u00fcr die Gemeinde hat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es ein Spenderprofil, das Abonnements gegen\u00fcber anderen Formen der Zusammenarbeit bevorzugt?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stellen fest, dass viele Gemeindemitglieder in ihren 30er und 40er Jahren ein Abonnement abschlie\u00dfen. Wir glauben, dass dies der Fall ist, wenn sie bereits finanziell stabil sind. Es hilft der digitalisierten Bev\u00f6lkerung, dass alle ihre finanziellen Bewegungen in irgendeiner Form aufgezeichnet werden, und das ist es, was sie erreichen. Dar\u00fcber hinaus bevorzugen diejenigen Spender, die verpflichtet sind, eine Einkommensteuererkl\u00e4rung abzugeben, und die sich der oben erl\u00e4uterten Steuervorteile bewusst sind, anonyme Spenden, da sie davon profitieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es einen Mindestbetrag, um auf diese Weise beizutragen, oder gibt es auch Gl\u00e4ubige, die aus finanzieller Sicht mit \"winzigen\" Beitr\u00e4gen beitragen?\u00a0<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keinen Mindestbetrag f\u00fcr ein Abonnement. Ja, es gibt viele Gemeindemitglieder, die einen regelrechten Jonglierakt vollf\u00fchren, um mitzuarbeiten, auch wenn sie aus rein wirtschaftlicher Sicht mit sehr wenig Geld auskommen m\u00fcssen, weil sie nicht mehr haben. Wie der Herr erkl\u00e4rte, als er sah, wie die Witwe ihre M\u00fcnze in die Schatzkammer legte, sind diese Betr\u00e4ge wertvoller als die gro\u00dfen Spenden derer, die von Reichtum umgeben sind. Deshalb ist es wichtig, bei der Verwendung von Geld vorsichtig zu sein. Sparsamkeit muss der Schl\u00fcssel sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacida en Madrid hace 37 a\u00f1os, casada y madre de tres ni\u00f1os de 9, 6 y 4 a\u00f1os. Licenciada en Derecho y en Administraci\u00f3n y Direcci\u00f3n de Empresas por la Universidad Aut\u00f3noma de Madrid. De 2009 a 2011 trabaj\u00f3 en el Departamento de planificaci\u00f3n financiera y an\u00e1lisis de Kraft Foods, hoy Mondelez International Inc, empresa [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":178,"featured_media":25216,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[553,548],"tags":[233],"class_list":["post-25215","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ecologia-integral","category-foco","tag-entrevistas"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Pilar Arias: &quot;Una campa\u00f1a de captaci\u00f3n de suscripciones debe ir acompa\u00f1ada de menor \u00b4agresividad` al pasar el cestillo&quot; - Omnes<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Entrevistamos a Pilar Arias, responsable de gestionar las suscripciones domiciliadas para hacer donativos a las parroquias madrile\u00f1as.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/fokus\/interview-pilar-arias-abonnements-gemeinden\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Pilar Arias: &quot;Una campa\u00f1a de captaci\u00f3n de suscripciones debe ir acompa\u00f1ada de menor \u00b4agresividad` al pasar el cestillo&quot; - 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