{"id":26824,"date":"2022-12-10T06:00:00","date_gmt":"2022-12-10T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=26824"},"modified":"2022-12-02T12:18:32","modified_gmt":"2022-12-02T11:18:32","slug":"mystery-man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/cultura\/mystery-man\/","title":{"rendered":"Von Angesicht zu Angesicht mit dem Leib des gekreuzigten Christus"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Angesicht zu Angesicht mit dem Leichnam des gekreuzigten und ins Grab gelegten Christus. So k\u00f6nnte man die Erfahrung definieren, die die <em><a href=\"https:\/\/themysteryman.com\/\">Der geheimnisvolle Mann<\/a><\/em>eine einzigartige Ausstellung \u00fcber \"den Mann des Heiligen Grabtuchs\". Eine Ausstellung, die seit mehr als f\u00fcnf Monaten in der spanischen Kathedrale von Salamanca ihre erste Station hat und in den n\u00e4chsten Jahren durch die f\u00fcnf Kontinente touren soll, wie Francisco Moya, Generaldirektor von Artisplendore, dem auf sakrale Kunst spezialisierten Kulturmanagement-Unternehmen, das diese einzigartige und beeindruckende Ausstellung konzipiert hat, gegen\u00fcber Omnes erkl\u00e4rt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausstellung behandelt in sechs Ausstellungsbereichen die wichtigsten Aspekte eines der gro\u00dfen R\u00e4tsel der Geschichte: die Figur des Jesus von Nazareth, die Verurteilung und der Tod Christi, das Grabtuch, forensische Untersuchungen des Grabtuchs, ein spektakul\u00e4rer Tauchraum und schlie\u00dflich der H\u00f6hepunkt dieser Ausstellung, der Raum, in dem der aus dem Grabtuch nachgebildete K\u00f6rper ausgestellt ist. <em>\"Diese Reproduktion des Mannes auf dem Turiner Grabtuch ist in der Tat der entscheidende Unterschied zwischen dieser Ausstellung und anderen, die wir gesehen haben.<\/em>unterstreicht Francisco Moya.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine einzigartige Reproduktion, die, wie der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Artisplendore erkl\u00e4rt, zeigt <em>\"alle Zeichen der Passion und des Kreuzes, die auf dem Grabtuch zu sehen sind\".<\/em>. Die \u00c4hnlichkeit ist so gro\u00df, dass \"<em>Wir haben es wirklich mit einem Menschen und nicht mit einer Skulptur zu tun\".<\/em>sagt er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Geschichte des Grabtuchs von Turin<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der geheimnisvolle Mann<\/em> kann nicht verstanden werden, ohne alles zu wissen, was das Grabtuch von Turin, das Leinentuch, das Jesus von Nazareth nach seinem Tod am Kreuz bedeckte, umgibt. Der K\u00f6rper des Mannes, dessen Leichnam in dieses Tuch eingewickelt war, war darauf abgebildet, was uns zu der Annahme f\u00fchrt, dass es sich um das Bild Christi handelt. Diese Reliquie ist eines der am meisten untersuchten Objekte der Geschichte und weckt wegen ihrer Besonderheiten gro\u00dfes Interesse bei den Wissenschaftlern. Genau dieses Tuch ist die Quelle der Ausstellung, denn es wurde verwendet, um das hyperrealistische Bild von Jesus zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/der-geheimnisvolle-mann\/\">Die Ausstellung<\/a> zeichnet die Geschichte dieses einzigartigen Relikts nach, die nicht frei von Wechself\u00e4llen ist. Wir gehen also bis ins 14. Jahrhundert zur\u00fcck, als ein franz\u00f6sischer Ritter behauptete, das Grabtuch zu besitzen, das den Leichnam Christi nach seinem Tod umh\u00fcllte. Er kann jedoch nicht sagen, wie er sie erhalten hat. Vor seinem Tod in der Schlacht von Poitiers schenkt er das Tuch einigen M\u00f6nchen, die daraufhin Besuch von Pilgern erhalten, die die angebliche Reliquie sehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des Hundertj\u00e4hrigen Krieges gaben die Ordensleute das Grabtuch an die Familie des Ritters zur\u00fcck, um es zu sch\u00fctzen. Nach Kriegsende weigerte sich die Erbin der Familie, das Grabtuch zur\u00fcckzugeben, und benutzte es als Pass nach Italien, wo sie Zuflucht suchte und im Gegenzug die Reliquie an die sp\u00e4teren italienischen K\u00f6nige, die Herz\u00f6ge von Savoyen, \u00fcbergab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Herz\u00f6ge bewahrten das Blatt in der Kirche ihres Schlosses auf, die 1523 bei einem Brand abbrannte. Der silberne Reliquienschrein, in dem sie das Tuch aufbewahrt hatten, schmolz, ein Tropfen davon durchdrang das Tuch, ohne jedoch das Bild zu zerst\u00f6ren. F\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter gelangte die Reliquie nach Turin, wo sie bis heute in der Kathedrale aufbewahrt wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Untersuchung der Leiche durch den Gerichtsmediziner<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschungen zum Grabtuch von Turin, auf denen die Ausstellung basiert, zeigen, dass dieses Tuch den K\u00f6rper eines Toten, eines k\u00fcrzlich Verstorbenen, bedeckte. Die kriminaltechnische Untersuchung des Bildes zeigt die K\u00f6rperhaltung: der Kopf ist gebeugt, die Brustmuskeln sind angespannt, die Arme gekreuzt und die Beine angewinkelt. Aus den sichergestellten Geweben geht hervor, dass es sich bei der Leiche um einen kaukasischen Mann mit der Blutgruppe AB und einer Gr\u00f6\u00dfe von 178 Zentimetern handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den verschiedenen Verletzungen, die bei der gerichtsmedizinischen Analyse zu sehen sind, lassen sich mehr als f\u00fcnfzig durch einen scharfen Gegenstand verursachte Verletzungen im Bereich des Sch\u00e4dels feststellen. Auch im Gesicht gibt es Verletzungen, insbesondere die gebrochene Nase und die Nasenscheidewandverkr\u00fcmmung. Auf dem R\u00fccken, dem Rumpf und den Beinen finden sich Spuren einer r\u00f6mischen Gei\u00dfelung. Au\u00dferdem ist eine postmortale Wunde zu sehen, die die Seite durchbohrt und den K\u00f6rper durchdringt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Grabtuch von Turin wurde 1898 zum ersten Mal f\u00fcr zwei Tage ausgestellt. Der Fotograf Secondo Pia erhielt die Erlaubnis, die Reliquie zu fotografieren. Beim Entwickeln des Bildes stellte Pia fest, dass auf der Platte ein Positiv entwickelt worden war. Es gab nur eine M\u00f6glichkeit: dass das Blatt das Negativ war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft war \u00fcber diese Entdeckung schockiert, aber erst 33 Jahre sp\u00e4ter wurde der gleiche Test wiederholt. Wie erwartet war das Ergebnis identisch: Die Leinwand war das Negativ eines Bildes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitte der 1930er Jahre begann der Gerichtsmediziner Pierre Barbet mit der Untersuchung der Reliquie. Nach zahlreichen Tests an Leichen kam Barbet zu dem Schluss, dass es sich bei dem Bild um ein erstaunlich genaues anatomisches Modell handelte, da es physiologische und pathologische Merkmale zeigte, die 150 Jahre zuvor in der Medizin unbekannt waren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Analyse des Grabtuches wurde 1988 fortgesetzt, als einer Gruppe von Wissenschaftlern die Erlaubnis erteilt wurde, eine Kohlenstoff-14-Untersuchung an dem Tuch durchzuf\u00fchren. Drei verschiedene Laboratorien f\u00fchrten die Analysen durch, um das Grabtuch zu datieren. Die Ergebnisse zeigten, dass das Grabtuch zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert hergestellt worden war, was darauf hindeutet, dass die vermeintliche Reliquie in Wirklichkeit eine F\u00e4lschung war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ein Jahr sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte die wissenschaftliche Zeitschrift <em>Natur<\/em> zeigte die Unzuverl\u00e4ssigkeit des Kohlenstoff-14-Tests: Jedes Labor ermittelte ein sehr unterschiedliches Datum. Aufgrund der Verunreinigung der W\u00e4sche waren die Ergebnisse nicht zuverl\u00e4ssig. Daher konnte das Grabtuch nicht sofort als F\u00e4lschung angesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der Misserfolge, die sie bei diesem Test feststellten, beschlossen die Wissenschaftler, einen anderen Weg einzuschlagen. Es wurden Pollenproben entnommen, um das Datum des Grabtuches genauer bestimmen zu k\u00f6nnen, da die Eigenschaften dieses Elements eine Vielzahl von Daten erm\u00f6glichen. Diese Studien belegen, dass das Grabtuch in Jerusalem gefunden wurde, aber auch, dass es durch Italien und Frankreich transportiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Grabtuch wurde bereits mehrfach untersucht, aber die Wissenschaft konnte bisher nicht nachweisen, wie ein Bild mit den Merkmalen des Grabtuchs entstanden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die einzigartigen Merkmale des Grabtuches<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Grabtuch von Turin, von dem eine exakte Reproduktion in der Ausstellung zu sehen ist, ist ein ganz besonderes Bild, da es neun Aspekte aufweist, die in keinem anderen Bild zu finden sind: Oberfl\u00e4chlichkeit, fehlende Pigmentierung, Ungerichtetheit, thermische Stabilit\u00e4t, hydrologische Stabilit\u00e4t, chemische Stabilit\u00e4t, Detailtreue, Negativit\u00e4t und Dreidimensionalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oberfl\u00e4chlichkeit bedeutet, dass das Bild kaum in die F\u00e4den eindringt. Das Fehlen der Pigmentierung bedeutet, dass es keine bekannten Chemikalien gibt. Die Richtungslosigkeit bezieht sich auf die Tatsache, dass keine Spuren zu entdecken sind, die beim Malen h\u00e4tten bleiben m\u00fcssen. Die Stabilit\u00e4t bezieht sich auf die Tatsache, dass das Bild nicht durch Temperatur, Wasser oder Chemikalien beeintr\u00e4chtigt wird. Was die Details betrifft, so ist die Spur des K\u00f6rpers sehr detailliert. Die Negativit\u00e4t ist das Merkmal, das Pia entdeckt hat, und die Dreidimensionalit\u00e4t impliziert, dass das Bild ein Relief hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Ausstellung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Herzst\u00fcck und Highlight der Ausstellung von <em>Geheimnisvoller Mann<\/em> ist zweifellos die hyperrealistische Darstellung des Mannes auf dem Grabtuch von Turin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Menschen zu ihr kommen, sagt Francisco Moya, <em>\"Emotion, Gef\u00fchl, Glaube treten in den Vordergrund\".<\/em>. Es ist das erste Mal, dass so etwas ausgestellt wird, und alle, die an dem Bild vorbeigehen, sagen, dass sie schockiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der lebensgro\u00dfe K\u00f6rper zeigt die auf dem Grabtuch dargestellten Wunden, die mit den Berichten der Evangelien \u00fcber die Passion Christi \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man den Raum betritt, in dem sich die Darstellung des K\u00f6rpers Christi befindet, sieht man dar\u00fcber eine lebensgro\u00dfe Reproduktion des Grabtuchs. Auf diese Weise kann der Betrachter in drei Dimensionen die Ergebnisse einer mehr als f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Forschung wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eintrittskarten f\u00fcr die Ausstellung finden Sie auf der Website von <em>Geheimnisvoller Mann<\/em>Allerdings wird sie im Prinzip nur bis zum Monat M\u00e4rz in Spanien bleiben, danach wird sie ihre Pilgerreise um die Welt antreten. Das Projekt soll etwa zwanzig Jahre lang bestehen und sich an die jeweiligen Ausstellungssprachen anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurzum, wie die Verantwortlichen sagen, ist diese Ausstellung eine \"<em>eine historische, k\u00fcnstlerische und wissenschaftliche Reise zu den Studien \u00fcber das Grabtuch, seinen Einfluss auf die christliche Welt und die Darstellung des Bildes von Jesus\".<\/em>. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cara a cara con el cuerpo de Cristo crucificado y puesto en el sepulcro. As\u00ed podr\u00eda definirse la experiencia que ofrece The Mystery man, una muestra \u00fanica sobre \u201cel hombre de la S\u00e1bana Santa\u201d. 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