{"id":30119,"date":"2023-04-20T06:00:00","date_gmt":"2023-04-20T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=30119"},"modified":"2023-04-05T11:34:57","modified_gmt":"2023-04-05T10:34:57","slug":"el-personalismo-en-teologia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/recursos\/argumentos\/teologia-siglo-xx\/el-personalismo-en-teologia\/","title":{"rendered":"Personalismus in der Theologie"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kann man sagen, dass die vorherrschende Philosophie in katholischen Kreisen der Thomismus war, mit einigen Nuancen und Ausnahmen. Und die St\u00e4rke dieser Philosophie war die Metaphysik, d. h. die Lehre vom Sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Metaphysik des Seins<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine wichtige Lehre innerhalb des Christentums, die einen Sch\u00f6pfergott bekennt, ein h\u00f6chstes Wesen, das aus dem Nichts andere Wesen schafft, die nicht zu ihm geh\u00f6ren. Sie haben eine eigene reale Konsistenz, sind aber nicht selbsterkl\u00e4rend und kontingent. Dies ist die Grundlage sowohl f\u00fcr den Beweis der Existenz Gottes als auch f\u00fcr die Analogie, die es erm\u00f6glicht, die Vollkommenheiten der Gesch\u00f6pfe und insbesondere des Menschen, des \"Ebenbildes Gottes\", auf Gott als letzte Ursache zur\u00fcckzuf\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese \"Metaphysik des Seins\" hat im 20. Jahrhundert durch die Arbeiten von <a href=\"https:\/\/es.wikipedia.org\/wiki\/%C3%89tienne_Gilson\">Gilson<\/a> (1884-1978) und das, was er als die \"<em>Metaphysik des Exodus\".<\/em>inspiriert durch die Erkl\u00e4rung Gottes selbst\".<em>Ich bin, wer ich bin<\/em>\"und in seinem Namen Jahwe\" (Ex 3,14-16); mit dieser hebr\u00e4ischen Form, die dem Wort \"ist\" so nahe kommt. Wahrhaftig, Gott ist \"der, der ist\". Eine starke Aussage, die schwer zu beantworten ist, auch wenn sie den Exegeten nicht immer gef\u00e4llt, die eher weniger philosophische \u00dcbersetzungen bevorzugen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu wurde diese Metaphysik des Seins im 20. Jahrhundert durch verschiedene philosophische Inspirationen erg\u00e4nzt, die man als Metaphysik der Person bezeichnen k\u00f6nnte. In Wirklichkeit handelt es sich um ein kleines B\u00fcndel von Ideen, aber da sie einen wichtigen Aspekt (die Relationalit\u00e4t der Personen) hervorheben, haben sie sich auf fast alle Aspekte der Theologie ausgewirkt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gemeinsame Inspirationen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich nicht um eine einzige Linie, sondern um einen Zusammenfluss von Gedanken, der durch die gemeinsame ideologische Situation hervorgerufen wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es neben einer starken Neigung zum wissenschaftlichen Materialismus zu einer heftigen Konfrontation zwischen kommunistischen Bewegungen und Gesellschaften und liberalen Gedanken und Regimen. Den klassischen Liberalen und Kapitalisten wurde vorgeworfen, ein klassengepr\u00e4gtes und ausbeuterisches Gesellschaftsmodell geschaffen zu haben, das mit der industriellen Revolution viele in die Entwurzelung und Armut (Proletariat) gef\u00fchrt habe. Die Kommunisten ihrerseits schufen, sobald sie konnten, vermeintlich egalit\u00e4re Polizeistaaten, in denen aufgekl\u00e4rte Minderheiten die grundlegendsten Freiheiten der Menschen schamlos mit F\u00fc\u00dfen traten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr unterschiedliche, christlich oder j\u00fcdisch inspirierte Autoren waren der Ansicht, dass es in der Tat zwei gegens\u00e4tzliche Anthropologien gab, die korrigiert, ausgeglichen und \u00fcberwunden werden mussten. Dazu war es notwendig, den Begriff des Menschen, wie er von der christlichen theologischen und philosophischen Tradition definiert wird, genau zu verstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Str\u00f6mungen trafen fast gleichzeitig aufeinander. Erstens das, was wir als \"franz\u00f6sische Personalisten\" bezeichnen k\u00f6nnten, beginnend mit Maritain. Zweitens die \"Philosophen des Dialogs\" mit Ebner als Vorbild und Martin Buber als bekanntestem Vertreter. Drittens, mehrere Autoren der ersten Gruppe von Ph\u00e4nomenologen, die Husserl umgaben, insbesondere Edith Stein, Max Scheler und von Hildebrand; sie werden oft als \"G\u00f6ttinger Kreis\" bezeichnet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Personalismus von Jacques Maritain<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jacques Maritain (1882-1973) ist wohl der bedeutendste katholische Philosoph des 20. Jahrhunderts, sowohl was seinen pers\u00f6nlichen Weg als auch den Umfang seines Werks und seinen weitreichenden Einfluss betrifft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts des beschriebenen Dilemmas zwischen einem nicht f\u00f6rderlichen Individualismus und einem erdr\u00fcckenden Sozialismus erinnerte Maritain an die Definition des Heiligen Thomas von den trinitarischen Personen als \"subsistente Beziehung\". Jede g\u00f6ttliche Person existiert f\u00fcr und in Beziehung zu den anderen. Und, wenn auch nicht auf dieselbe Weise, geh\u00f6rt die Beziehung auch zum Wesen oder zur Definition des menschlichen Wesens. Der Mensch ist sowohl ein eigenst\u00e4ndiges Individuum mit materiellen Bed\u00fcrfnissen als auch eine geistige Person, die in der Beziehung zu Gott und zu den anderen w\u00e4chst. Auf diese Weise findet er seine Erf\u00fcllung. Dieser Gedanke hatte direkten Einfluss auf die politischen Bestrebungen von Emmanuel Mounier und auf das personalistische Denken von Maurice N\u00e9doncelle, <em>Die Gegenseitigkeit der Gewissen<\/em>. Und es w\u00fcrde an allen Bereichen der Theologie abprallen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Ich und du<\/em>von Martin Buber<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Inspirator dieser Str\u00f6mung, die oft als \"Philosophie des Dialogs\" bezeichnet wird, ist ein bescheidener \u00f6sterreichischer Lehrer, Ferdinand Ebner (1882-1931), der in das Johannesevangelium (das fleischgewordene Wort) verliebt war und der dieses Vokabular verwendete und es in seinem Buch <em>Das Wort und die geistigen Realit\u00e4ten <\/em>(1921). Aber der gro\u00dfe Verbreiter war der \u00f6sterreichisch-j\u00fcdische Philosoph <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/ressourcen\/yo-y-tu-de-martin-buber-1923\/\">Martin Buber<\/a>mit seinem Buch <em>Ich und Du<\/em> (1923). Wir feiern den hundertsten Jahrestag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie Ebner hat auch Buber eine Reihe loser \u00dcberlegungen mit einer gewissen poetischen und beschw\u00f6renden Ausstrahlung zusammengestellt, die das Verdienst haben, die Bedeutung der Beziehung f\u00fcr den Menschen hervorzuheben. Eine andere Beziehung zu den Dingen (es) als zu den Menschen (du). Mit ihrem Streben nach der F\u00fclle der Erkenntnis und der Liebe, die nur in der Beziehung zu Gott (dem ewigen Du) zu finden ist, die aber in jeder authentischen menschlichen Beziehung ersehnt wird. Buber hatte einen gro\u00dfen Einfluss auf Guardini und sp\u00e4ter auf die protestantischen Theologen Emil Brunner und von Balthasar und damit auf die gesamte Theologie des 20.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Ph\u00e4nomenologen des G\u00f6ttinger Kreises<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ein weniger lokalisierter Einfluss. Die fr\u00fchen Philosophen, die Husserl folgten, konzentrierten sich auf die grundlegenden Erfahrungen des Menschen. Und unter ihnen die pers\u00f6nlichsten, das Wissen und die Liebe. Edith Stein (1891-1942) verfasste ihre Dissertation \u00fcber <em>Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen <\/em>(1917), d. h. die F\u00e4higkeit des Menschen, den anderen als anderen zu erkennen und gleichzeitig mit ihm im Einklang zu sein. Max Scheler (1874-1928) entwickelte die <em>Wesen und Formen der Sympathie <\/em>(1923). Dietrich von Hildebrand (1889-1977), ein Sch\u00fcler und Freund Schelers, sollte seinerseits zur Kenntnis nehmen <em>Die Metaphysik der Gemeinschaft<\/em> (1930) und sp\u00e4ter in <em>Die Essenz der Liebe<\/em> (1971); er w\u00fcrde auch die Ver\u00e4nderung der Einstellungen untersuchen, die bei einer Person eintritt, wenn eine Wahrheit angenommen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer langen Kette fanden viele dieser Ideen ihren Weg zu Karol Wojty\u0142a (1920-2005) und erhielten den Einfluss seiner Pers\u00f6nlichkeit, insbesondere nachdem er zum Papst gew\u00e4hlt wurde (1978-2005) und seine Theologie des Leibes und der Liebe entwickelte. Auch seine Idee der \"personalistischen Norm\": Die W\u00fcrde der Person, wie sie Kant hervorhob, bedeutet, dass sie nicht nur als Mittel, sondern gleichzeitig und immer als Zweck behandelt werden kann; au\u00dferdem verdient sie aus christlicher Sicht immer Liebe. F\u00fcr Johannes Paul II. ist die pers\u00f6nliche Liebe, zu der Christus aufruft, die richtige Art und Weise, den Menschen zu behandeln, denn so behandelt Gott den Menschen. Jeder kann sich weigern, diese Liebe zu erwidern (es wird die H\u00f6lle sein), aber es ist das, wonach er aus der Tiefe seines Wesens strebt und wof\u00fcr er geschaffen ist, und was seine Pers\u00f6nlichkeit am meisten ausmacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Theologische Einfl\u00fcsse auf die Moral<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist klar, dass diese Ideen in erster Linie die theologische Anthropologie erneuerten. Und sofort die Moral. Die wichtigsten deutschen Impulsgeber f\u00fcr die Erneuerung der Moral in der Nachfolge Christi, wie Fritz Tillmann (1874-1953) und Theodor Steinb\u00fcchel (1888-1949), waren mit den Gedanken von Scheler und Ebner vertraut und lie\u00dfen sich von ihnen inspirieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Johannes Paul II. seinerseits, der seine Doktorarbeit \u00fcber Scheler geschrieben hatte, beeinflusste neben der Anthropologie auch wichtige Fragen der grundlegenden Moral (Gewissen und Gott) und der menschlichen Entfaltung in der Liebe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verst\u00e4ndnis des Menschen als eines Wesens, das zur Beziehung mit anderen und mit Gott berufen ist, verbindet sich nat\u00fcrlich mit den beiden christlichen Hauptgeboten, die wie ein Kreuz geformt sind, mit ihrer Vertikalen zu Gott, mit ihrer Horizontalen zu anderen. Und die im Herzen Christi voll verwirklicht sind. Dieses Doppelgebot der pers\u00f6nlichen Liebe ist der wichtigste Aspekt des pers\u00f6nlichen Wachstums, die wichtigste Tugend. Und damit die Achse des christlichen Verhaltens, positiv formuliert und nicht als blo\u00dfe S\u00fcndenvermeidung. So bewegen wir uns von einer Moral der S\u00fcnde zu einer Moral der Ganzheit und ordnen auch die Moral der Tugenden an, die wir nur teilweise mit den Stoikern teilen, da der christliche Bezug die Selbsthingabe in Liebe ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eschatologie und die christliche Vorstellung von der Seele<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gedanke, dass der Mensch nicht nur ein von Gott geliebtes Wesen ist, sondern eine Person, die zu einer ewigen Beziehung mit ihm berufen ist, verleiht auch der christlichen Vorstellung von der Seele eine neue Farbe. Die menschliche Seele ist nicht nur eine geistige Monade, die ewig w\u00e4hrt, weil sie keine Materie hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese platonische Sichtweise kann man akzeptieren, wenn man den Menschen \"von unten\" betrachtet. Aber die vollst\u00e4ndige Perspektive ist die theologische, von Gott, dem Sch\u00f6pfer, aus, und deshalb muss das Argument umgedreht werden. Der Mensch ist geistig, f\u00e4hig zu wissen und zu lieben, gerade weil er von seinem Ursprung an f\u00fcr eine ewige Beziehung zu Gott bestimmt ist. Die Grundlage seiner ewigen Existenz liegt in dieser Berufung zur Begegnung mit Gott. Das betrifft alles, was mit der pers\u00f6nlichen Eschatologie zu tun hat. Und Joseph Ratzinger hat dies sehr ber\u00fccksichtigt, als er sein sch\u00f6nes kleines Handbuch zur Eschatologie schrieb.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>In der Ekklesiologie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Ekklesiologie war dieser personalistische Ansatz unmittelbar mit grundlegenden Aspekten verbunden. Die Kirche ist vor allem ein mystisches Ph\u00e4nomen einer \"Gemeinschaft von Personen\": Sie ist eine \"Gemeinschaft der Heiligen\", eine Gemeinschaft von Christen in heiligen Dingen; oder wie der Name der Kirche selbst anzeigt (<em>ekklesia<\/em>), ist die Versammlung, die einberufen wurde, um Gott zu ehren. Diese mystische Vereinigung zwischen den Menschen wird durch die Trinit\u00e4t hervorgerufen und ist zugleich ein privilegiertes Abbild der Trinit\u00e4t. Und sie f\u00fchrt zu einer gewissen Erweiterung und Teilhabe an der trinitarischen Gemeinschaft durch das pers\u00f6nliche Wirken des Heiligen Geistes, der die g\u00f6ttlichen Personen des Vaters und des Sohnes vereint und auch sonst die menschlichen Personen in diese Gemeinschaft einbezieht. Andererseits ist der Gedanke der \"Gemeinschaft\" auch mit dem des Bundes verbunden: Jeder Mensch ist von seinem Ursprung her konstitutiv zu einem pers\u00f6nlichen Bund mit Gott berufen, der sich in der Kirche verwirklicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>In der Christologie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr einen Christen ist Christus das Modell des Menschen, das Bild, das in jedem Menschen verwirklicht werden soll. Aus diesem Grund beeinflussten die neuen Ideen schlie\u00dflich die Christologie und flossen dann in die Anthropologie ein. Heinz Sch\u00fcrmann (1913-1999), langj\u00e4hriger Professor f\u00fcr katholische Exegese in Erfurt (damals Ostdeutschland, unter kommunistischer Herrschaft), wurde zun\u00e4chst von Buber und dann von Balthasar beeinflusst und stellte das Leben Jesu Christi als eine Pro-Existenz dar: ein Leben f\u00fcr die anderen oder im Namen der anderen. Da er auch \u00fcber einen ausgepr\u00e4gten spirituellen Sinn verf\u00fcgte, zeigte er, dass diese \"Pro-Existenz\" das Ziel des christlichen Lebens als Nachahmung Christi ist. Der gut begr\u00fcndete Vorschlag wurde gut aufgenommen. Unter anderem von Joseph Ratzinger, der dazu beitrug, ihn zu erweitern (auch in <em>Jesus von Nazareth<\/em>).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>In der trinitarischen Doktrin<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade weil der Mensch \"Ebenbild Gottes\" ist, f\u00fchrt ein besseres Verst\u00e4ndnis der g\u00f6ttlichen Person dazu, dass wir die Bedeutung der Beziehung (zun\u00e4chst zu Gott) f\u00fcr die Verwirklichung der menschlichen Person erkennen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es kommt auch vor, dass ein gr\u00f6\u00dferes Bewusstsein daf\u00fcr, was mit Beziehung, Liebe und Gemeinschaft von Personen gemeint ist, dann dazu f\u00fchrt, die Dreifaltigkeit auf eine viel \"pers\u00f6nlichere\" Weise zu sehen und die metaphysischen Aspekte zu vervollst\u00e4ndigen. Es ist wahr, dass Gott Einer ist und Sein, aber er ist auch eine Gemeinschaft von Personen in Wissen und Liebe. Und es ist sehr anregend, dass der Gipfel der Wirklichkeit, das absolute Sein, nicht eine transzendente Monade oder ein unbeweglicher Motor ist, sondern die lebendige Gemeinschaft der g\u00f6ttlichen Personen. Ein Mysterium, an dem wir, wie wir gesagt haben, aufgerufen sind, teilzuhaben. Diese Perspektive verleiht der Abhandlung \u00fcber die Dreifaltigkeit eine viel lebendigere und attraktivere Note.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fruchtbarkeit und Unbehagen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser kurze \u00dcberblick reicht aus, um die theologische Fruchtbarkeit dieser wenigen, aber wichtigen Ideen zu zeigen. Sie erlaubten es dem christlichen Denken, gegen die gro\u00dfen Modelle der politischen Philosophie Stellung zu beziehen, und auch gegen den zunehmenden Reduktionismus, zu dem viele durch eine bessere wissenschaftliche Kenntnis der Materie und die Erkenntnis, dass alles aus dem Gleichen gemacht ist und aus dem Gleichen kommt, getrieben wurden. Es war und ist sehr notwendig, dieser Art von metaphysischem Materialismus ein personalistisches Gegengewicht zu geben, das den Menschen von oben, vom Geistigen her betrachtet, als einzige M\u00f6glichkeit, seine Intelligenz und Freiheit und sein Streben nach Wissen, Gerechtigkeit, Sch\u00f6nheit und Liebe zu erkl\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie andere legitime Str\u00f6mungen in der Theologie des zwanzigsten Jahrhunderts wurde auch der Personalismus in einigen strengeren thomistischen Kreisen mit Abneigung aufgenommen. Vielleicht wegen einer verst\u00e4ndlichen \"Verteidigung der Territorien\". Als ob eine Theologie mit einer anderen konkurrieren w\u00fcrde, wo sie doch die \"Summe\" all dessen sein sollte, was gut ist, und so war es auch beim Heiligen Thomas. Aber die Antipathie verwandelte sich in Misstrauen, obwohl diese neuen Ideen so viele klare Verbindungen zu solchen Themen des heiligen Thomas aufwiesen wie die Person in der Trinit\u00e4t, die Sch\u00f6pfung durch den liebenden Willen Gottes, die pers\u00f6nliche Existenz als Frucht der Liebe Gottes und die ewige Bestimmung der Kontemplation, zu der der Mensch berufen ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige, die diesen Verdacht geerbt haben, behaupten immer noch, dass dieser \"Personalismus\" eine der intellektuellen Ursachen f\u00fcr die Krise der Kirche im 20. Die Krise ist nat\u00fcrlich nicht zu leugnen, aber wenn die Diagnose falsch ist, kann die L\u00f6sung nicht richtig sein. Dies ist ein historisch unhaltbares Urteil und eine Ungerechtigkeit in der Bewertung anderer ehrlicher Intellektueller. Die Vergangenheit kann nicht neu gemacht werden, aber die Zukunft kann mit den Mitteln, die wir haben, gestaltet werden. Zum einen mit Gottes Gnade und Hilfe, zum anderen mit den geistigen, intellektuellen und moralischen Sch\u00e4tzen, die er in seiner Kirche hervorgebracht hat. <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A principios del siglo XX, con bastantes matices y excepciones, se puede decir que la filosof\u00eda dominante en los ambientes cat\u00f3licos era el tomismo. 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