{"id":31323,"date":"2023-05-29T05:00:00","date_gmt":"2023-05-29T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=31323"},"modified":"2023-05-28T14:52:37","modified_gmt":"2023-05-28T13:52:37","slug":"mission-zuppi-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/mision-zuppi-ucrania\/","title":{"rendered":"Die Mission von Kardinal Zuppi zum Krieg in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kardinal <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/matteo-zuppi-president-cei\/\">Matteo Zuppi<\/a> wird nicht nur der Gesandte des Papstes in Kiew, sondern auch in Moskau sein, und zwar in einer Mission, die \"nicht das unmittelbare Ziel der Vermittlung\" hat, sondern eher das der \"Entspannung\", wie der vatikanische Staatssekret\u00e4r Kardinal Pietro Parolin sagte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber warum hat Papst Franziskus Kardinal Zuppi f\u00fcr eine so heikle Aufgabe ausgew\u00e4hlt? Was hofft der Papst zu erreichen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Suche nach einem Dialog mit dem Aggressor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Beginn der gro\u00df angelegten russischen Aggression in <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/ein-jahr-weinen-fur-frieden-in-ukraine\/\">Ukraine<\/a>Papst Franziskus hat den direkten Draht zu Russland gesucht. Am 25. Februar 2022 begab er sich auf v\u00f6llig unkonventionelle Weise sogar in die Botschaft der Russischen F\u00f6deration beim Heiligen Stuhl und suchte in mehreren Interviews das, was er sp\u00e4ter als \"Fenster\" zum Dialog mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin bezeichnen sollte. Vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kam die Videokonferenz mit dem Patriarchen von Moskau, <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/francisco-and-kiril-in-havanna-eine-historische-begegnung-und-eine-historische-erklarung\/\">Kirill<\/a>am 16. M\u00e4rz 2022. Es h\u00e4tte zu einem historischen zweiten Treffen zwischen dem Papst und dem Patriarchen f\u00fchren sollen, das, um fair zu sein, bereits im Gange war. In Wirklichkeit hat diese Videokonferenz die Beziehungen weiter belastet, nicht so sehr wegen der Ereignisse w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs, sondern wegen der Art und Weise, wie Papst Franziskus es hinterher beschrieb, indem er betonte, dass er Kyrill gesagt habe, \"wir sind keine Staatskleriker\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Papst Franziskus hat verschiedene Verbindungen zur Ukraine. Der wichtigste Erzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/schewtschuk-religiose-einheit-ukraine\/\">Swjatoslaw Schewtschuk<\/a>Er kennt den Papst seit seiner Zeit als Eparch von Buenos Aires, und der Papst hat sich ihm gegen\u00fcber wiederholt wohlwollend gezeigt. Und die Gesten der N\u00e4he des Papstes zur Ukraine waren nicht selten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So zum Beispiel, als er 2016 die au\u00dferordentliche Kollekte f\u00fcr die Ukraine einleitete. Oder als er 2019 ein interdikasterielles Treffen mit Synoden und Bisch\u00f6fen der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche einberief, um \u00fcber die Krise in der Ukraine zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Papst Franziskus hat jedoch nie seine Beziehungen zu Russland vernachl\u00e4ssigt, dem er immer besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat. Putin ist das derzeitige Staatsoberhaupt, das am h\u00e4ufigsten vom Papst empfangen wurde (drei Mal), w\u00e4hrend er in absoluten Zahlen nur von der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel \u00fcbertroffen wird, die Franziskus f\u00fcnf Mal getroffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kontakte mit Moskau werden seit jeher als wichtig angesehen. Das Treffen mit Patriarch Kirill in Havanna im Jahr 2016 f\u00fchrte zu einem Abschlussdokument, das russischen Positionen gegen\u00fcber voreingenommen zu sein schien, auch wenn es als Bem\u00fchung zu w\u00fcrdigen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moskau wurde sicherlich als ein, wenn auch nicht privilegierter, so doch auf jeden Fall als ein Gespr\u00e4chspartner angesehen, dem gro\u00dfe Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Und es gab Ergebnisse. 2017 war Kardinal Pietro Parolin der zweite Staatssekret\u00e4r des Vatikans, der Moskau besuchte. Im Jahr 2021 war es der Erzbischof <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/paul-gallagher-interview\/\">Paul Richard Gallagher<\/a>Der \"Au\u00dfenminister\" des Vatikans wird das Land besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahlen best\u00e4tigen, dass der Papst die ukrainische Situation immer aufmerksam verfolgt hat, wenn auch auf eine andere Art und Weise als die \u00fcblichen Kanzleien und Diplomatien. Aber der Papst hatte schon immer eine Vorliebe f\u00fcr Russland, und zwar in dem Ma\u00dfe, dass er stets zu erkennen gab, dass er bereit ist, nach Moskau zu reisen, wann immer er eingeladen wird. Obwohl er mehrmals eingeladen wurde, in die Ukraine zu reisen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, hat der Papst eine m\u00f6gliche Reise nach Kiew immer mit einer Reise nach Moskau verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die pers\u00f6nliche Diplomatie des Papstes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Papst Franziskus scheint also zu glauben, dass die Zukunft der Region eher im Dialog mit Moskau als mit der Ukraine liegt. Die p\u00e4pstliche Diplomatie hat jedoch nicht aufgeh\u00f6rt, ihre Unterst\u00fctzung zu bekunden, und selbst Erzbischof Gallagher besuchte <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/publikums-ukramie-verliehen\/\">Ukraine<\/a> im Mai 2022. Die Diplomatie des Papstes wies von Anfang an auf die Gefahr einer milit\u00e4rischen Eskalation hin, leugnete aber nie das Recht der Ukraine auf Verteidigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst hat wiederholt Kardinal Konrad Krajewski, den Pr\u00e4fekten des Dikasteriums f\u00fcr die N\u00e4chstenliebe, entsandt, um der Ukraine Hilfe zu bringen, und er hat auch Kardinal <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/czerny-betont-die-arbeit-der-kirche-im-konflikt-in-der-ukraine\/\">Michael Czerny<\/a>An dem Treffen nahm auch der Pr\u00e4fekt des Dikasteriums f\u00fcr den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung teil, um die Situation der Fl\u00fcchtlinge zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun scheint der Papst entschieden zu haben, dass ein weiterer pers\u00f6nlicher Gesandter ben\u00f6tigt wird, und die Wahl ist auf Kardinal Matteo Zuppi gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum? Weil Kardinal Zuppi als Mitglied der Gemeinschaft Sant'Egidio zu den Unterh\u00e4ndlern des erfolgreichen Friedensabkommens in Mosambik geh\u00f6rte. Und weil Sant'Egidio in Bezug auf den Krieg eine Position vertritt, die der des Papstes sehr nahe kommt, bis hin zur Leitung einer pazifistischen Demonstration im November 2022 und der unabl\u00e4ssigen Forderung nach einem \"Waffenstillstand\", wobei sogar die M\u00f6glichkeit in Betracht gezogen wurde, Kiew zu einer \"offenen Stadt\" zu erkl\u00e4ren und damit eine eventuelle Besetzung zu akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuppi vertritt die Friedensdiplomatie, aber er ist auch ein Vertreter von Positionen, die der Papst zu teilen scheint. Daher beschlie\u00dft Papst Franziskus einmal mehr, pers\u00f6nlich zu handeln, in der Hoffnung, dass Kardinal Zuppi, auch dank der Kontakte der karitativen Organisationen von Sant'Egidio vor Ort, zumindest einige konkrete Ergebnisse erzielen kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztendlich geht es darum, Leid zu lindern, und das ist die Arbeit, die christliche Organisationen von Anfang an in der Ukraine geleistet haben. Das war schon immer so, wenn man bedenkt, dass der Allukrainische Kirchenrat mehr als 25 Jahre alt ist und zu den Organisationen geh\u00f6rt, die den Opfern des seit Jahren andauernden Konflikts in den Grenzgebieten, in den selbsternannten Republiken Dombas und Luhansk, am n\u00e4chsten stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich wollen weder Russland noch die Ukraine Friedensvermittlungsmissionen, und sie haben dies auf verschiedene Weise deutlich gemacht. Aber eine Mission, die zumindest zu einem Waffenstillstand f\u00fchren k\u00f6nnte, wurde letzte Woche von einem Sprecher des russischen Au\u00dfenministeriums gelobt, was auf eine russische Offenheit in dieser Hinsicht hindeutet. Ist dies eine Formalie, ein Zeichen daf\u00fcr, dass Russland eine Pause braucht, um aufzur\u00fcsten und sich neu zu formieren, oder ein aufrichtiger Wunsch nach Frieden?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein m\u00f6glicher Frieden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schwer zu definieren, denn was in diesem Krieg auff\u00e4llt, ist, dass es sich um einen hybriden Krieg handelt, der nicht nur auf dem Boden ausgetragen wird, sondern auch durch die Verbreitung von Informationen, in einem gro\u00dfen Spiel zwischen den Parteien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Heilige Stuhl wei\u00df das, und Parolin sprach auch von einer hybriden Kriegsf\u00fchrung im Interdikasterium mit der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche im Jahr 2019. Im Moment sind jedoch in erster Linie \"kreative L\u00f6sungen\" gefragt, wie Kardinal Parolin es nannte. Und eine dieser L\u00f6sungen w\u00e4re eine gro\u00dfe Friedenskonferenz in Europa, um das wiederzuentdecken, was man den \"Geist von Helsinki\" nennt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Worin besteht sie? Der Geist, der 1975 zur Erkl\u00e4rung von Helsinki f\u00fchrte, aus der die Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervorging. In der Erkl\u00e4rung wurde auf Vorschlag des Heiligen Stuhls auch der Grundsatz der Verteidigung der Religionsfreiheit in allen Staaten, die sich der Initiative angeschlossen haben, festgeschrieben, darunter auch die Sowjetunion, die die Konferenz angeregt hatte und die Anwesenheit des Heiligen Stuhls w\u00fcnschte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Passage markierte den ersten Knackpunkt f\u00fcr die atheistischen Regime, die nun gezwungen waren, sich nicht mit der Religion zu befassen, da sie sonst einen m\u00fchsam gef\u00fchrten Dialog gef\u00e4hrdet h\u00e4tten. Es ist kein Zufall, dass in den zehn Jahren nach Helsinki die sowjetische Welt ins Wanken geriet, w\u00e4hrend Michail Gorbatschows Politik der Perestroika die Voraussetzungen f\u00fcr den Fall der Berliner Mauer schuf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeiten sind jedoch ganz anders, und der \"Geist von Helsinki\" kann kaum in der Form von vor f\u00fcnfzig Jahren zur\u00fcckkehren, denn die Geschichte und die Situation sind anders. Aber der Heilige Stuhl m\u00f6chte eine neue multilaterale Welt vorschlagen, im Gegensatz zu der polarisierten Welt, die sogar die Reaktionen auf den Krieg in der Ukraine in Bl\u00f6cke aufteilt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Friedensmediation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Idealerweise sollte daher der Heilige Stuhl zur Vermittlung aufgerufen werden. Aber selbst das scheint schwierig zu sein. Als der Papst die Mission von Kardinal Zuppi bekannt gab, ohne auf Einzelheiten einzugehen, war es der 30. April, und der Papst befand sich auf dem R\u00fcckflug von seiner Reise nach Ungarn. Doch die Worte des Papstes wurden als Hinweis auf eine m\u00f6gliche Vermittlung gedeutet, und er beeilte sich sofort, dies zu dementieren. Ein Zeichen daf\u00fcr, dass der Frieden besonders schwer zu erreichen ist und dass er in der Ukraine wahrscheinlich nur erreicht werden kann, wenn beide Seiten einen Kompromiss finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Papst versucht, mit einem Sondergesandten einen Kompromiss zu erreichen. Es ist nicht sicher, ob dies ausreichen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzte Woche ernannte Papst Franziskus den Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, zum Sondergesandten f\u00fcr die Ukraine und Russland. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachricht kam einen Tag nach den \u00c4u\u00dferungen von Erzbischof Claudio Gugerotti, Pr\u00e4fekt des Dikasteriums f\u00fcr die orientalischen Kirchen und ehemaliger Nuntius in der Ukraine, der betonte, er wisse nichts \u00fcber seine m\u00f6gliche Rolle als Gesandter in Moskau. Aber diese Rolle werde Zuppi \u00fcbernehmen, sagte Kardinal Parolin bei einem Runden Tisch f\u00fcr den Frieden in Bologna. Zuppi\", so der vatikanische Staatssekret\u00e4r, \"wird ein Delegierter des Papstes nicht nur in Kiew, sondern auch in Moskau sein. Wir m\u00fcssen also die Person, die mit einer so heiklen Aufgabe betraut wurde, unterst\u00fctzen\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Rande der Pr\u00e4sentation des von Monsignore Dario Edoardo Vigan\u00f2 herausgegebenen Buches \"Die P\u00e4pste und die Medien\" erl\u00e4uterte Kardinal Parolin den Auftrag des IEC-Pr\u00e4sidenten. Redaktion und Rezeption der Dokumente von Pius XI. und Pius XII. in Kino, Radio und Fernsehen\". - dass die Mission nicht die \"Vermittlung als unmittelbares Ziel\" hat, sondern vielmehr die \"Entspannung des Ukraine-Konflikts\" und den Versuch, \"eine Atmosph\u00e4re zu f\u00f6rdern, die zu Wegen des Friedens f\u00fchren kann\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachrichten \u00fcber die Entsendung eines Vertreters des Papstes gab es, seit Papst Franziskus eine vertrauliche Mission f\u00fcr den Frieden in der Ukraine angek\u00fcndigt hatte, eine Mission, die sowohl von der russischen als auch von der ukrainischen Seite dementiert, aber von Kardinal Parolin, dem Staatssekret\u00e4r des Vatikans, mehrfach bekr\u00e4ftigt wurde.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zu definierender Auftrag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Modalit\u00e4ten der Mission sind noch nicht festgelegt worden. Der Vatikanist Sandro Magister weist darauf hin, dass Kardinal Zuppi Mitglied der Gemeinschaft Sant'Egidio ist und dass Andrea Riccardi, der Gr\u00fcnder von Sant'Egidio, in Bezug auf den Krieg eine nicht gerade ukrainfreundliche Haltung eingenommen hat. So hat er sich zun\u00e4chst daf\u00fcr eingesetzt, dass Kiew zur \"offenen Stadt\" erkl\u00e4rt wird (dieselbe Forderung hat er auch f\u00fcr Aleppo erhoben), und dann am 5. November eine pazifistische Prozession organisiert, bei der er zu einem Waffenstillstand aufrief.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Magister weist auch darauf hin, dass die Position eines sofortigen Waffenstillstands weit von der des Erzbischofs Paul Richard Gallagher, des vatikanischen Sekret\u00e4rs f\u00fcr die Beziehungen zu den Staaten, entfernt ist, der in der Ukraine war und sich wiederholt f\u00fcr eine bewaffnete (aber verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige) Verteidigung ausgesprochen hat, selbst bei aller diplomatischen Umsicht des Heiligen Stuhls, der wiederholt zu kreativen L\u00f6sungen aufgerufen und sofort vor einer Eskalation gewarnt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund h\u00e4tte der Papst die parallele Diplomatie von Sant'Egidio vorgezogen, die unter anderem zu dem von Zuppi vermittelten Friedensabkommen in Mosambik gef\u00fchrt hat, das sich aber in anderen Regionen der Welt als problematisch erwiesen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mission von Kardinal Zuppi wurde jedoch vom Kreml in gewisser Weise bef\u00fcrwortet. So sagte ein Sprecher des russischen Au\u00dfenministers Sergej Lawrow gegen\u00fcber der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Novosti, dass Moskau \"die Friedensinitiative des Vatikans sch\u00e4tzt\", obwohl der Heilige Stuhl bisher \"keine Initiative ergriffen hat, einen Gesandten nach Russland zu schicken\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Au\u00dfenministerium betonte, dass es den \"aufrichtigen Wunsch des Heiligen Stuhls, den Friedensprozess zu f\u00f6rdern\", zur Kenntnis genommen habe und f\u00fcgte hinzu, dass \"jegliche Bem\u00fchungen in dieser Richtung nur dann Sinn machen, wenn sie die bekannte prinzipielle Position Russlands zu m\u00f6glichen Friedensverhandlungen ber\u00fccksichtigen\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Au\u00dfenministerium wies auch darauf hin, dass Kiew bisher \"weiterhin die M\u00f6glichkeit von Verhandlungen mit Moskau kategorisch ablehnt und sich f\u00fcr den Krieg entscheidet\".<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>El cardenal Matteo Zuppi no s\u00f3lo ser\u00e1 el enviado del Papa a Kiev, sino tambi\u00e9n a Mosc\u00fa, para una misi\u00f3n que \u00abno tiene como objetivo inmediato la mediaci\u00f3n\u00bb, sino m\u00e1s bien el de \u00abaliviar las tensiones\u00bb, en palabras del cardenal Pietro Parolin, secretario de Estado vaticano. 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