{"id":3134,"date":"2018-02-02T13:09:52","date_gmt":"2018-02-02T12:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omnesmag.com\/?p=3134"},"modified":"2018-02-02T13:09:52","modified_gmt":"2018-02-02T12:09:52","slug":"schlussel-zur-bekampfung-von-gewalt-gegen-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/claves-la-erradicacion-la-violencia-la-mujer\/","title":{"rendered":"Der Schl\u00fcssel zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Angesichts der j\u00fcngsten F\u00e4lle von Gewalt gegen Frauen in Spanien und in der ganzen Welt befasst sich Palabra heute aus psychologischer und psychiatrischer Sicht mit der Frage, worin diese dramatische Gewalt besteht, mit ihren Wurzeln und den Anzeichen, die sie verraten. Eine Aggression ist bereits zu viel, sagen die Autoren, die sich mit Beziehungen und dem Verhalten bei Gewalttaten befassen.<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">TEXT -\u00a0<\/span><span class=\"s2\"><i><\/i><b><i>In\u00e9s B\u00e1rcenas, <\/i><\/b><i>Psychologe,<\/i><b><i> Mar\u00eda Mart\u00edn-Vivar, <\/i><\/b><i>Psychologe, Doktor der Psychologie, und <\/i><b><i>Carlos Chiclana, <\/i><\/b><i>Psychiater, Doktor der Medizin.<\/i><\/span><\/p>\n<p>Mehr als 800 Millionen Frauen weltweit leiden unter Gewalt, nur weil sie Frauen sind. Die meisten \u00dcbergriffe beruhen auf dem Irrglauben an die \u00dcberlegenheit des Mannes gegen\u00fcber der Frau, den die Gesellschaft so oft f\u00f6rdert oder vertuscht.<\/p>\n<p>Geschlechtsspezifische Gewalt, die auf unterschiedlichen sozialen Zuschreibungen je nach Kultur beruht, ist in all ihren physischen und psychischen Aspekten ein sehr ernstes Problem, das ein entschlossenes und kontinuierliches Eingreifen bei der Erziehung zu Gleichheit, Vielfalt und Respekt erfordert. Eine einzige Aggression, nur weil sie eine Frau ist, w\u00e4re unvorstellbar. Die Realit\u00e4t ist, dass Millionen von Frauen in Angst leben.<\/p>\n<p><strong>Arten von geschlechtsspezifischer Gewalt und Missbrauch<\/strong><\/p>\n<p>Nach Angaben der WHO gibt es verschiedene Arten von Gewalt, die unterschiedliche Ma\u00dfnahmen erfordern. Es scheint, dass das Wort Gewalt impliziert, dass es sich um einen k\u00f6rperlichen Schaden handelt, der einen in die Notaufnahme bringt, aber das ist nicht der Fall. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, Menschen schlecht zu behandeln, und wenn dies geschieht, weil sie Frauen sind, und mit der damit verbundenen Verachtung, dann k\u00f6nnte dies als geschlechtsspezifische Gewalt angesehen werden. Das Gleiche gilt f\u00fcr den umgekehrten Fall, wenn eine Frau einen Mann schlecht behandelt, nur weil er ein Mann ist.<\/p>\n<p>Die Neuropsychologin Sonia Mestre beschreibt verschiedene Arten von Missbrauch in Beziehungen, die sowohl bei Frauen als auch bei M\u00e4nnern auftreten k\u00f6nnen. Sie reichen von der Entw\u00fcrdigung - der Herabsetzung des Wertes der Person - und der Objektivierung - der Verwandlung einer anderen Person in ein Objekt ohne W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse oder Wahlm\u00f6glichkeiten - \u00fcber die Einsch\u00fcchterung, die \u00dcberb\u00fcrdung von Verantwortung, die Einschr\u00e4nkung und Verringerung der M\u00f6glichkeit, die sozialen, pers\u00f6nlichen und beruflichen Bed\u00fcrfnisse der missbrauchten Person zu befriedigen, bis hin zur Verzerrung der subjektiven Realit\u00e4t, die die Wahrnehmung der anderen Person ver\u00e4ndert. Die letzte Stufe ist die k\u00f6rperliche Gewalt, bei der es sich um eine Aggression handelt, die nicht zwangsl\u00e4ufig zu schweren Verletzungen f\u00fchren muss: Es kann sich um Ohrfeigen, Schubsen, Kratzen, Schlagen, Werfen von Gegenst\u00e4nden oder um das schwere Extrem der sexuellen Gewalt handeln.<\/p>\n<p><strong>Passiert das jetzt \u00f6fter als fr\u00fcher?<\/strong><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise leben wir in einer Zeit, in der das Bewusstsein f\u00fcr sexuelle Gewalt gegen Frauen gesch\u00e4rft wird und diese in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen wird. Dieses Ph\u00e4nomen stellt ein ernstes Problem f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit dar und hat tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit von Frauen und vielen anderen.<\/p>\n<p>Die WHO sch\u00e4tzt, dass jede dritte Frau (35 %) weltweit irgendwann in ihrem Leben k\u00f6rperliche und\/oder sexuelle Gewalt durch einen Partner oder eine dritte Person erfahren hat. Fast ein Drittel (30 %) der Frauen, die in einer Beziehung leben, haben eine Form von k\u00f6rperlicher und\/oder sexueller Gewalt durch einen Intimpartner erlebt. 38 % der weltweiten Morde an Frauen werden von ihren m\u00e4nnlichen Partnern begangen.<\/p>\n<p>In unserem Land gibt es zahlreiche Forderungen und \u00f6ffentliche Debatten, die ein Justizsystem fordern, das besser auf solche Situationen vorbereitet ist. Die Relevanz dieser Forderungen liegt in der Absicht, einer Realit\u00e4t eine Stimme zu geben, die seit Jahrtausenden Millionen von Frauen auf der ganzen Welt betrifft. Ein Ph\u00e4nomen, das in vielen F\u00e4llen dadurch zum Schweigen gebracht wird, dass die Opfer selbst z\u00f6gern, Anzeige zu erstatten, sei es aus Angst, Scham, Schuldgef\u00fchlen oder in der Erwartung, dass sie nicht die notwendige Unterst\u00fctzung oder Glaubw\u00fcrdigkeit erhalten werden. Wir erleben einen Moment des Bewusstseins f\u00fcr das Leid, das sexuelle Gewalt ausl\u00f6st, und er\u00f6ffnen wichtige Debatten \u00fcber die Grenzen der Zustimmung und die Macht, die manche M\u00e4nner \u00fcber manche Frauen aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Soziologen und Psychologen weisen darauf hin, dass es kein charakteristisches Profil f\u00fcr sexuell gewaltt\u00e4tige Menschen gibt und dass nur eine Minderheit eine psychische St\u00f6rung aufweist. Die T\u00e4ter k\u00f6nnen aus unterschiedlichen sozio\u00f6konomischen Verh\u00e4ltnissen stammen und dem Opfer bekannt sein, z. B. ein Freund, ein Familienmitglied, ein Intimpartner oder ein v\u00f6llig Fremder. Um die Ursachen zu verstehen, Missbrauch vorzubeugen und explizit einzugreifen, wenn er bereits stattgefunden hat, k\u00f6nnen wir auf vier Ebenen handeln: zwei \"Mikro-Ebenen\", die individuelle Ebene und die Paarbeziehung, und zwei \"Makro-Ebenen\", die Gruppe oder Gemeinschaft und das weitere sozio\u00f6konomische Umfeld.<\/p>\n<p><strong>Es geht nicht nur um Sex<\/strong><\/p>\n<p>Das Motiv f\u00fcr diese \u00dcbergriffe ist nicht nur sexuelles Verlangen, sondern auch ein \"Machtvakuum\", Unsicherheit und das Bed\u00fcrfnis des Mannes nach Kontrolle. Sexuelle Gewalt ist eine Handlung, die darauf abzielt, die Frau zu erniedrigen, zu dominieren, zu dem\u00fctigen, zu terrorisieren und zu kontrollieren. Diese Machtaus\u00fcbung dient dem T\u00e4ter dazu, seine eigene Unsicherheit in Bezug auf seine sexuelle Eignung zu lindern, indem er Gef\u00fchle der Ohnmacht und Frustration durch die Anwendung von Gewalt oder psychischem Zwang kompensiert.<\/p>\n<p>Sexuelle Gewalt gegen Frauen gibt es in jeder Gesellschaft der Welt, unabh\u00e4ngig von Wohlstand, Rasse, Religion oder Kultur. Sie ist tief in der Geschichte verwurzelt und beruht auf Werten und Einstellungen, die die k\u00f6rperliche, politische, wirtschaftliche und soziale Beherrschung von Frauen f\u00f6rdern und aufrechterhalten. In diesem gesellschaftlichen Rahmen hat die feministische Bewegung einen wichtigen Beitrag zu den Ursachen der sexuellen Gewalt gegen Frauen geleistet. Der Feminismus basiert auf einer Gerechtigkeitstheorie, die sich f\u00fcr Freiheit und gleiche Rechte f\u00fcr alle Menschen einsetzt, unabh\u00e4ngig davon, mit welchem Geschlecht sie geboren wurden, ob weiblich oder m\u00e4nnlich.<\/p>\n<p><strong>Aufkl\u00e4ren, aufkl\u00e4ren und aufkl\u00e4ren. Dann umerziehen<\/strong><\/p>\n<p>Der derzeitige Weg f\u00fchrt uns zur Revision der \"sozialen Bilder\" \u00fcber den weiblichen K\u00f6rper und die Sexualit\u00e4t sowie die Grenzen der Zustimmung. Die Entpers\u00f6nlichung und die Verwendung des weiblichen K\u00f6rpers als Konsumobjekt f\u00fcr M\u00e4nner ist nach wie vor weit verbreitet, wird in den Medien und sozialen Netzwerken fortgesetzt und ist implizit in Beziehungen pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Der Motor des Wandels liegt in der Bildung und dem Bewusstsein f\u00fcr die aktive Rolle der Frauen in ihrer Selbstbestimmung, ihrer Entscheidungsf\u00e4higkeit, in der Entdeckung ihrer individuellen Macht, ihres eigenen Wertes und ihrer eigenen Existenz.<\/p>\n<p><strong>Der Feind ist nicht der Mensch<\/strong><\/p>\n<p>Eine Frau zu sein hat nichts damit zu tun, M\u00e4nner zu imitieren oder gegen sie zu k\u00e4mpfen. Au\u00dferdem ist es notwendig, M\u00e4nnlichkeit von Verhaltensweisen wie Dominanz, Aggression oder dem Einsatz von Gewalt als Waffe abzugrenzen. Als ob diese Verhaltensweisen die Grundlage f\u00fcr ihre Sicherheit oder Identit\u00e4t w\u00e4ren. Wir brauchen ein ausgereiftes juristisches und politisches System, das sich des Problems wirklich bewusst wird, das die Aussagen der Opfer sichtbar und glaubw\u00fcrdig macht und das die Belagerung durch k\u00fcnftige Angriffe beendet.<\/p>\n<p>In einem tieferen Sinne m\u00fcssen wir wieder ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Verantwortung des Einzelnen entwickeln, damit M\u00e4nner und Frauen angesichts dieser Verbrechen mit vereinten Kr\u00e4ften Nein sagen, nicht in meinem Namen, Nein zu sexueller Gewalt, Nein im Namen unserer Gesellschaft. Eine reife Gesellschaft wird daf\u00fcr sorgen, dass alle, die Gewaltverbrechen begehen, umerzogen werden k\u00f6nnen. Je nach Intensit\u00e4t und Schwere der Straftat m\u00fcssen sie umerzogen werden, um ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft, die Familie oder das Paar zu erleichtern.<\/p>\n<p>Pornografie ist ein Feind im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen. Statistiken einiger akademischer Studien zufolge enthalten mehr als 85 % der pornografischen Szenen k\u00f6rperliche Gewalt, fast 95 % sind gegen Frauen gerichtet und 80 % werden von M\u00e4nnern dargestellt.<\/p>\n<p><strong>Was machen wir mit unseren T\u00f6chtern?<\/strong>s<strong> und Kinder?<\/strong><\/p>\n<p>Das Geschlecht ist genetisch festgelegt: Sie sind entweder m\u00e4nnlich oder weiblich. Gender bezeichnet Aspekte, die mit psychosozialen, relationalen und kulturellen Zuschreibungen des Geschlechts zusammenh\u00e4ngen; dabei handelt es sich um dynamische Zuschreibungen, die sich je nach Zeit, Ort, Kultur usw. ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Welche Vorschl\u00e4ge erhalten die M\u00e4dchen \u00fcber die \"Rollen\", die sie in der Realit\u00e4t spielen sollen? Welche Informationen erhalten sie? Lieder, Videoclips, Werbung, <em>youtubers<\/em>Serien, Reihen, Radiosendungen, soziale Netzwerke. In vielen dieser Inhalte haben die M\u00e4nner eine Haltung der St\u00e4rke und Dominanz gegen\u00fcber den Frauen. Sie, minderwertig oder misshandelt, lehnt nicht ab und normalisiert sogar missbr\u00e4uchliches und gewaltt\u00e4tiges Verhalten durch eing\u00e4ngige Texte.<\/p>\n<p>Das Verhalten der Familie als Gruppe, die die Frauen nicht verteidigt, normalisiert viele dieser Einstellungen sowohl in ihnen (\u00dcberlegenheit, Gef\u00fchl der Befehlsgewalt, Auferlegung von Gehorsam, Verpflichtung zu Rollen, die nur f\u00fcr Frauen gelten, weil sie Frauen sind usw.) als auch in ihnen (Unterwerfung, Nicht-Reaktion auf ungerechte Auferlegungen, Entwicklung falscher \u00dcberzeugungen \u00fcber sich selbst usw.).<\/p>\n<p>Ein heranwachsendes M\u00e4dchen von heute muss Zugang zu einer soliden menschlichen Bildung haben, um mit Urteilsverm\u00f6gen w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen und klare Vorstellungen von der Achtung der Person und der Frauen, von sich selbst zu haben.  Eine von Erwachsenen geschaffene Vision in Filmen, Serien, Dokumentarfilmen und Fernseh-\/Radioprogrammen hat vielleicht keinen negativen Einfluss auf Erwachsene, aber in fr\u00fcheren Phasen, in der Kindheit und Jugend, ist sie sch\u00e4dlich. Ein gebildeter Erwachsener wird dies als eine machohafte, altmodische und geschlechtsspezifische Gewaltsituation interpretieren; ein 12-j\u00e4hriger Jugendlicher interpretiert in der Regel, dass Frauen den M\u00e4nnern unterlegen sind und es normal ist, gewaltt\u00e4tiges Verhalten oder Unterwerfung von ihnen zu beobachten.<\/p>\n<p><strong>Die Familie als Referenz<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt Grundpfeiler wie die Familie und die Schule, die in den Entwicklungsstadien einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss haben als die Umwelt. Wenn wir beobachten, zuh\u00f6ren, aufpassen, den Zugang \u00fcberwachen, sie bei ihrer Navigation begleiten usw., werden wir ihnen beibringen, kritisch zu sein, Grenzen zu setzen, nein zu sagen, Gewalt abzulehnen, ein Detail der Zuneigung von Manipulation und einen Versuch der liebevollen Eroberung von wiederholter Bel\u00e4stigung zu unterscheiden, geschlechtsspezifische Vorurteile abzubauen, die Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen zu verstehen, ohne die Gleichheit von M\u00e4nnern und Frauen als Personen und in ihren Rechten zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Die Familie ist das Fundament der Sicherheit f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Die Einstellungen und Werte, die Kinder und Jugendliche von ihren Eltern kennen, pr\u00e4gen ihr Denken, F\u00fchlen und Handeln. Wenn du willst, dass sie sich \u00e4ndern, musst du zuerst dich selbst \u00e4ndern. Jungen und M\u00e4dchen m\u00fcssen die gleiche Verantwortung f\u00fcr die t\u00e4glichen Aufgaben im Haushalt \u00fcbernehmen. Sie m\u00fcssen in der Lage sein, nein zu sagen und respektiert zu werden, sie m\u00fcssen von klein auf in die Lage versetzt werden, beruflich das zu sein, was sie wollen, ohne dass ihnen eine obligatorische Rolle zugewiesen wird.<\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen wissen, dass sie von klein auf w\u00e4hlen k\u00f6nnen, dass sie die gleichen Rechte wie Kinder haben, dass sie erzogen werden und dass von ihnen verlangt wird, das zu erreichen, was sie sich vorgenommen haben. Dazu geh\u00f6rt eine gleichberechtigte Aufgabenteilung im Haushalt, die von den Eltern selbst praktiziert wird, sowie gegenseitiger Respekt zwischen den Paaren und gegen\u00fcber den Kindern, unabh\u00e4ngig vom Geschlecht.<\/p>\n<p><strong>Umwerbung von Teenagern<\/strong><\/p>\n<p>In einer 2015 in Spanien durchgef\u00fchrten Umfrage waren mehr als 60 % der Jugendlichen beiderlei Geschlechts der Meinung, dass der Junge das M\u00e4dchen besch\u00fctzen sollte; und 32 % hielten es f\u00fcr normal, eifers\u00fcchtig zu sein.  Die Erziehung zur Gleichberechtigung in emotionalen Beziehungen ist von entscheidender Bedeutung. Liebe hei\u00dft, gut zu lieben. Eifersucht ist kein Zeichen von Liebe. Es ist notwendig, mit den Mythen der romantischen Liebe zu brechen und sie zu bek\u00e4mpfen. Aschenputtel wartet nicht mehr auf den Prinzen. Twilight und Grey und seine Schatten sind nur einige Beispiele f\u00fcr romantische Anziehungskraft, die sich in eine giftige Beziehung verwandelt.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft der kommenden Jahre wird schon heute gebildet. M\u00e4dchen und Jugendliche verdienen es, dass man sich anstrengt und dass man sie mit sozialen Modellen voranbringt. Sie verdienen es nicht, aufgrund ihrer Biologie ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben. Die Vorbeugung von psychischer, physischer und verbaler Gewalt wird durch Erziehung gef\u00f6rdert. W\u00fcrde, Rechte, Macht und Verantwortung m\u00fcssen gleich sein. Von M\u00e4dchen zu Heranwachsenden. Von Jugendlichen zu Frauen. Es gibt Verhaltensweisen in Partnerschaften, die manche als normal und andere als ungesund ansehen.<\/p>\n<p><strong>Wenn jemand zu uns kommt<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man in der Pflege arbeitet, ist es relativ leicht, dass jemand zu uns kommt - oder dass wir den Verdacht haben -, dass er oder sie angegriffen wird. Meistens wird die Gewalt von einer ihnen nahestehenden Person ausge\u00fcbt: Partner, Eltern, Geschwister, andere Familienmitglieder, Betreuer, Trainer, Lehrer, Freunde, Katechisten. Und sie ist oft innerfamili\u00e4r. Es kann n\u00fctzlich sein, gedruckte Informationen zur Verf\u00fcgung zu haben, damit die Person lesen kann, was sie tun kann, wohin sie gehen kann, was mit ihr geschieht usw., und sich dadurch besser identifiziert f\u00fchlt und in der Lage ist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um den Schaden zu verhindern.<\/p>\n<p>Der Gang zur Pfarrei, die sakramentale Beichte, ein Gespr\u00e4ch mit einem Katecheten, einem Gesundheitshelfer oder einem anderen Mitglied der Pfarrgemeinde kann ein erster Schritt sein, bei dem eine solche Frau um Hilfe bitten kann.<\/p>\n<p>Einige Anzeichen daf\u00fcr, dass jemand sexuelle Gewalt erlebt, sind: schroffe oder \u00e4ngstliche Art, mit einem Partner umzugehen; Vermeiden oder verbale Aggression; psychische Probleme; Probleme im Zusammenhang mit dem Sexualverhalten; wiederkehrende Gesundheitsprobleme, f\u00fcr die es nur vage Erkl\u00e4rungen gibt; Kinder, die erz\u00e4hlen, was zu Hause passiert, ungewollte Schwangerschaften, sexuell \u00fcbertragbare Infektionen.<\/p>\n<p>In offensichtlichen F\u00e4llen kann es angebracht sein, Ihnen zu empfehlen, einen Arzt aufzusuchen, um einen Verletzungsbericht zu erstellen, forensische Beweise zu sammeln und der Beschwerde mehr Gewicht verleihen zu k\u00f6nnen. Es muss gepr\u00fcft werden, ob die Beschwerde f\u00fcr den Beschwerdef\u00fchrer von Nutzen sein wird.<\/p>\n<p><strong>Wenn ein Angreifer um Hilfe bittet<\/strong><\/p>\n<p>Wenn er\/sie uns um Hilfe bittet, k\u00f6nnen wir, wenn wir uns dieser Tatsachen bewusst sind, handeln, um den Schutz derjenigen zu erleichtern, die gef\u00e4hrdet sind; wir k\u00f6nnen Hilfe in diesem Sinne anbieten oder durch sofortige Meldung und Eingreifen der Sicherheitskr\u00e4fte handeln, wenn dies der Weg ist, um Aggressionen zu vermeiden. Wir sollten bedenken, dass der Straft\u00e4ter nicht nur die Gesetze\/Strafgesetze des jeweiligen Landes einh\u00e4lt, sondern auch eine Person ist, die das Recht hat, sich selbst zu korrigieren, den zugef\u00fcgten Schaden zu heilen, um Vergebung zu bitten, sich umzuerziehen und zu rehabilitieren; ohne zu vergessen, dass seine R\u00fcckf\u00e4lligkeit sehr schweren Schaden anrichten wird und dass er vor dieser Situation gesch\u00fctzt und bewahrt werden muss.<\/p>\n<p>Wenn der Sachverhalt, f\u00fcr den Sie verantwortlich sind, dies erfordert, m\u00fcssen wir Ihnen sagen, dass Sie sich selbst belasten m\u00fcssen. Je nachdem, was sie getan hat, sollte sie dies sofort tun oder ein geplantes Treffen mit einem Anwalt organisieren. Im Umgang mit Paaren k\u00f6nnen wir einige Warnzeichen erkennen und die Frauen, die wir behandeln, darauf aufmerksam machen, indem wir sie auf falsche \u00dcberzeugungen aufmerksam machen, die sie dazu bringen, Aggressionen zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Es kann von gro\u00dfem Nutzen und Interesse sein, in allen Einrichtungen, in denen Menschen betreut werden - Di\u00f6zesen, Pfarreien, Schulen usw. - Schulungsprogramme zur Pr\u00e4vention und zum Vorgehen bei Gewalt gegen Frauen anzubieten. Sie sollten in den Bereichen Identifizierung, Bewertung und Sicherheitsplanung, Kommunikation, Pflege, Dokumentation und \u00dcberweisung an spezialisierte Fachkr\u00e4fte geschult werden.<\/p>\n<p>Es kann auch sehr hilfreich sein, spezielle Seelsorgegruppen f\u00fcr Frauen, die Gewalt erlitten haben, zu organisieren. Es ist von Vorteil, wenn es sich um \"Sprungbrettgruppen\" handelt, damit die Menschen in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sich pers\u00f6nlich weiterzuentwickeln und selbst\u00e4ndig, aufgeschlossen und unabh\u00e4ngig zu werden.<\/p>\n<p><strong>Umlernen und \u00c4ndern von Mustern<\/strong><\/p>\n<p>Der WHO zufolge wurde untersucht, dass M\u00e4nner, die ein niedriges Bildungsniveau haben, als Kinder missbraucht wurden, h\u00e4uslicher Gewalt gegen ihre M\u00fctter und sch\u00e4dlichem Alkoholkonsum ausgesetzt waren, in einem Umfeld lebten, in dem Gewalt akzeptiert wurde und in dem es unterschiedliche Normen f\u00fcr jedes Geschlecht gab, glauben, dass sie Rechte gegen\u00fcber Frauen haben und eher zu Gewalttaten neigen. Gleichzeitig sind Frauen, die ein niedriges Bildungsniveau haben, die Gewalt gegen ihre M\u00fctter miterlebt haben, die als Kinder missbraucht wurden, die in einem Umfeld gelebt haben, in dem Gewalt, m\u00e4nnliche Privilegien und die untergeordnete Stellung der Frau akzeptiert wurden, mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit Opfer von Gewalt in der Partnerschaft.<\/p>\n<p>Sexuelle Umerziehung ist notwendig, um sexuelle Aggressionen in allen Bereichen und Situationen, die durch sexistische Gewalt verursacht werden und auf dem irrigen Glauben an die \u00dcberlegenheit des Mannes gegen\u00fcber der Frau beruhen, den die Gesellschaft so oft f\u00f6rdert oder zum Schweigen bringt und somit zul\u00e4sst, sichtbar zu machen, zu verringern und aufzuheben. Es ist auch notwendig, auf Gewalt nicht mit Gewalt zu reagieren, sondern die notwendigen und ausreichenden rechtlichen Mittel einzusetzen, um die angegriffenen Frauen zu sch\u00fctzen und zu heilen und die Angreifer zu verfolgen und umzuerziehen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der j\u00fcngsten F\u00e4lle von Gewalt gegen Frauen in Spanien und in der ganzen Welt geht Palabra heute aus psychologischer und psychiatrischer Sicht der Frage nach, worin diese dramatische Gewalt besteht.<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":6759,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[36],"tags":[],"class_list":["post-3134","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - 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