{"id":31827,"date":"2023-06-18T06:00:00","date_gmt":"2023-06-18T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=31827"},"modified":"2025-11-17T14:34:07","modified_gmt":"2025-11-17T12:34:07","slug":"christozentrisch-eucharistisch-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/recursos\/cristocentrismo-eucaristico-ii\/","title":{"rendered":"Eucharistischer Christozentrismus II"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel ist eine Fortsetzung eines Artikels, der unter dem Titel<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/ressourcen\/eucharistie-die-personliche-begegnung-mit-christus\/\"> \"Eucharistie: die pers\u00f6nliche Begegnung mit Christus\". <\/a>Die Wahrheit ist, dass der Titel zwar ganz richtig ist, aber nicht der urspr\u00fcnglich vorgeschlagene, n\u00e4mlich \"Eucharistischer Christozentrismus\", wie der vorliegende Artikel betitelt ist. Deshalb habe ich beschlossen, einen zweiten Artikel zu schreiben, der den Begriff aus dem Titel aufgreift, um diese Ideen ein wenig mehr zu betonen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im ersten Text wurde bereits gesagt, dass sowohl der Christozentrismus als auch die Eucharistie keine neuen Themen in der Kirche sind und dass beide von Theologen und Seelsorgern viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Allerdings werden sie in der Regel nicht zusammen behandelt, was meines Erachtens f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis beider Themen hilfreich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte auch daran erinnern, dass ein Ausgangspunkt dieser Artikel die sp\u00e4rliche Anwesenheit von Christen in den Tempeln au\u00dferhalb von liturgischen Feiern oder anderen pastoralen Gemeinschaftspraktiken war. Damit soll nicht gesagt werden, dass die Teilnahme an diesen Veranstaltungen falsch ist oder dass sie nicht einberufen werden sollten, sondern dass dar\u00fcber hinaus auch eine regelm\u00e4\u00dfigere Begleitung Gottes in der Eucharistie notwendig ist, der dort geblieben ist, um bei uns zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Sinne werden diese beiden Begriffe erneut hervorgehoben, um uns zu einer Ann\u00e4herung an die Eucharistie einzuladen. Die \u00dcberlegungen werden kurz sein, denn es geht nicht darum, sie mit gro\u00dfen Argumenten zu untermauern, sondern nur mit Appellen, was im Grunde genommen das ist, was Christus tut, wenn er uns aufsucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. der Christozentrismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Christuszentrismus zielt, wie wir im vorigen Artikel gesehen haben, darauf ab, die Person Christi in den Mittelpunkt der christlichen Religion zu stellen. Aber kann es auch anders sein? Nat\u00fcrlich kann er das. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine relativ einfache M\u00f6glichkeit, das Christentum zu verstehen, sind die Handlungen seiner Anh\u00e4nger. Zum Beispiel ist das Christentum die Religion, in der man zur Messe gehen muss, weil dort der Tod des Gottmenschen gefeiert wird und er die Erl\u00f6sung der gesamten Menschheit erlangt hat. Dem k\u00f6nnten wir noch viele andere Handlungen hinzuf\u00fcgen, die mehr oder weniger wichtig sein k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine andere Art, das Christentum zu verstehen, k\u00f6nnte der Dekalog sein, der die Christen bindet. Christen w\u00fcrden sich dann dadurch ausweisen, dass sie die von Gott gegebenen Gebote befolgen. All dies ist verst\u00e4ndlich, denn wenn jemand guten Willens mit dem Christentum in Ber\u00fchrung kommt, fragt er oder sie oft, was es braucht, um Christ zu sein. Es wird dann eine normative Antwort erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man jedoch fragt, was das Herzst\u00fcck des Christentums ist, wenn man das Neue Testament betrachtet, lautet die kurze Antwort, dass man an das Evangelium glauben soll. Und was gibt es da zu glauben? Dass Christus, der Mann, der sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat, Gott ist. Der Christozentrismus versucht, diese Realit\u00e4t in den Mittelpunkt unserer Religion zu stellen, indem er andere Themen, die zwar ihre Bedeutung haben, aber immer hinter dieser zentralen Wahrheit zur\u00fcckstehen m\u00fcssen, in den Vordergrund stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die christliche Religion ist die Hoffnung auf das Kommen eines Erl\u00f6ser-Messias, der Vergebung und Freude bringt. Der Glaube sagt uns, dass dieser Messias gestorben und von den Toten auferstanden ist, um nie wieder zu sterben. Deshalb lebt Christus, und wenn er einmal sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat, k\u00f6nnen wir jetzt nicht denken, dass ihm unser Leben gleichg\u00fcltig ist. Christus lebt und will bei uns sein, an unserer Seite. Nun gibt es nichts mehr, was ihn daran hindern k\u00f6nnte, au\u00dfer unserem Willen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider denken wir vielleicht, dass Christus etwas von uns erwartet, aber wir wissen nicht, dass das, was er erwartet, wir selbst sind. Christus hat einen Willen und einen Verstand, eine Zunge, um zu sprechen, und ein Herz, das sich viele Dinge w\u00fcnscht, einschlie\u00dflich unserer eigenen. Es ist ein Mangel an Glauben, zu denken, dass Christus nicht mit uns kommunizieren kann, und noch mehr zu denken, dass er es nicht tut. Das ist falsch, denn Christus verl\u00e4sst keines seiner Gesch\u00f6pfe, f\u00fcr die er sein Blut gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es mag wahr sein, dass es in unserer Zeit schwieriger ist, zu entdecken, wo Jesus ist. Das ist eine Barriere, die wahrscheinlich sehr weit verbreitet ist und uns imposant erscheinen mag, aber wir sollten sie nicht im Geringsten f\u00fcrchten, denn wir \u00fcberwinden sie, sobald wir in der Gegenwart Gottes stehen und ihn direkt ansprechen. Aber sp\u00fcre ich denn nichts? Vielleicht gibt es nichts zu f\u00fchlen. Wenn wir unsere Beziehung zu Gott nach unseren Gef\u00fchlen beurteilen, ist es gut m\u00f6glich, dass sie ein wenig beeintr\u00e4chtigt ist, weil sie viele Dinge vom falschen Ort aus versteht. Christus will nicht unsere Gef\u00fchle erf\u00fcllen, sondern unser Herz erreichen, oder anders gesagt, wir sollen sein Herz erreichen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir uns in diese Richtung bewegen, k\u00f6nnen wir unsere Beziehung zu Gott wiederherstellen. Um auf Gott zuzugehen, brauchen wir ihre Gnade, was an sich schon bedeutet, in den Augen Gottes angenehm zu sein. Die Jungfrau Maria ist voll von Gnade. Und diese Gnade kann uns nur von Gott gegeben werden. Christus verlangt von uns nicht, dass wir in der Lage sind, zu ihm zu gehen, noch verlangt er von uns, dass wir die Kraft oder gar den Wunsch haben, zu ihm zu gehen. Er bittet uns einfach, aufrichtig und von Herzen zu ihm zu kommen, denn er tut den Rest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht bem\u00fchen wir uns an einem Tag oder an mehreren Tagen und denken dann, dass es sp\u00e4ter leichter sein muss, weil wir schon l\u00e4nger oder k\u00fcrzer gro\u00dfz\u00fcgig gewesen sind. Diese Art des Denkens verblasst schlie\u00dflich, denn Christus m\u00f6chte, dass wir immer wieder zu ihm kommen und alles andere in seinem Herzen lassen. Ich sage nicht, dass es leicht ist, zum Herzen Christi zu kommen, aber es ist ein offener und einladender Ort, solange wir uns auf ihn zubewegen. Das Herz Christi verschlie\u00dft sich nur, wenn wir aufgeben, und nur so lange, wie wir ihn im Stich lassen. Dass diese Ann\u00e4herung an Christus nicht leicht ist, sagt uns auch, dass wir uns nach und nach auf ihn zubewegen m\u00fcssen, je nach unseren Kr\u00e4ften. Christus hat es nicht eilig, denn er hat unser ganzes Leben vor uns. Er bittet uns nur, zu ihm zu kommen mit der Absicht, ihm pers\u00f6nlich zu begegnen, sein Antlitz zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Eucharistie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Begriff ist eucharistisch. Wenn wir entdecken, dass Christus ein Herz hat, das uns liebt, fragen wir uns, wo wir ihn finden k\u00f6nnen, und die Antwort ist in der Eucharistie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass Gott \u00fcberall angesprochen werden kann, und Jesus auch. Nat\u00fcrlich brauchen wir keine besonderen Umst\u00e4nde oder einen bestimmten Ort, um Gott anzusprechen, aber Jesus wollte bis zum Ende der Zeit bei den Menschen bleiben, und er tat dies in einer materiellen Gegenwart in der Eucharistie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus ist in den Tabernakeln und wartet darauf, dass wir kommen, und nicht darauf, dass die Zeit vergeht. Jesus in der Eucharistie m\u00f6chte, dass wir ihm begegnen. Wenn jemand eine Kirche betritt, sehnt er sich danach, dass wir ihn ansehen, dass wir ihm etwas sagen. Es mag sein, dass wir oft gleichg\u00fcltig vorbeigehen, als ob der Tabernakel nur ein weiterer Stein im Tempel w\u00e4re, aber das l\u00e4sst sein Herz nicht gleichg\u00fcltig. Jesus, der gro\u00dfe Liebende, ist materiell auf der Erde geblieben, damit wir seine Liebe sp\u00fcren. Wahrlich, niemand kann sagen, dass Gott heute die Menschheit vergessen hat, denn das bedeutet nur, dass er nicht verstanden hat, was die Eucharistie ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite ist die Eucharistie das gro\u00dfe Heilmittel f\u00fcr all unsere Bed\u00fcrfnisse. Wenn wir das Gef\u00fchl haben, dass wir traurig sind, oder dass das Leben nicht gut f\u00fcr uns l\u00e4uft, oder so viele Dinge, die uns leiden lassen k\u00f6nnen, ist unsere L\u00f6sung, zum Tabernakel zu gehen. Die Stiftsh\u00fctte kommt, um den gro\u00dfen Wunsch Jesu zu erf\u00fcllen, bei uns zu sein, und sie kommt auch, um all unsere Bed\u00fcrfnisse zu erf\u00fcllen, k\u00f6rperliche, moralische, pers\u00f6nliche, famili\u00e4re, berufliche usw. Die Stiftsh\u00fctte ist der beste Ort, um dort zu sein, denn dort schenkt sich Gott uns in vollem Umfang und nach seinem Willen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht stellen wir fest, dass der Besuch der Stiftsh\u00fctte kostspielig ist, was uns nicht \u00fcberraschen sollte, denn wir haben es zugelassen, dass sich immer mehr Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dieser g\u00f6ttlichen Realit\u00e4t eingeschlichen hat. So kann es vorkommen, dass wir uns der Stiftsh\u00fctte n\u00e4hern und das Gef\u00fchl haben, Seine Gegenwart zu verlassen, oder dass wir an Dinge denken, die nichts mit Ihm zu tun haben und unseren Geist ablenken. Wie wir bereits gesagt haben, m\u00fcssen wir wissen, dass Er uns nur bittet, in Seine Gegenwart zu kommen und uns Ihm zuzuwenden. Den Rest \u00fcberlassen wir seinen H\u00e4nden. Wir m\u00fcssen nur in dieser Absicht verharren und sie korrigieren, wenn wir sehen, dass sie schief l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tabernakel sollte nicht auf den Ort reduziert werden, an den wir gehen, um zu beten. Das mag sch\u00f6n sein, aber es ist unzureichend. Der Tabernakel ist der Ort, an den wir gehen, um uns an Gott zu wenden, um ihn anzurufen, um Zugang zu seiner Gegenwart zu erhalten. Aus der Sicht des Christuszentrismus ist die Eucharistie der Ort, an dem wir das Antlitz des Menschen-Gottes entdecken k\u00f6nnen. In der Eucharistie will Jesus eine echte Beziehung der Intimit\u00e4t mit uns, nicht nur, dass wir uns die Zeit mit ein paar Gebeten vertreiben. Wir m\u00fcssen wissen, dass wir, um das Antlitz Jesu zu entdecken oder mit ihm vertraut zu sein, immer wieder im Geist der Begegnung mit ihm hingehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir mit dem aufrichtigen Wunsch, Ihm nahe zu sein, in die Stiftsh\u00fctte gehen, ver\u00e4ndert Jesus unsere Herzen, aber nach und nach, nach Seiner Zeit, nicht nach dem, was wir glauben, getan zu haben, weil wir uns angestrengt haben. Es ist keine gute Praxis, etwas von Gott zu verlangen, denn er ist derjenige, der wirklich wei\u00df, was wir brauchen. Wir lassen uns leicht von so vielen Kleinigkeiten t\u00e4uschen, weil wir so unwissend \u00fcber die Dinge Gottes sind. Wir m\u00fcssen mit der Absicht zum Tabernakel gehen, etwas zu geben, ohne etwas daf\u00fcr erhalten zu wollen, sonst finden wir sofort zu viele Gr\u00fcnde, um zu gehen, nicht zuletzt das Unbehagen, das uns \u00fcberkommt. Aber, und das ist f\u00fcr jeden erreichbar, wenn wir in die Stiftsh\u00fctte gehen mit der einzigen Absicht, Ihm zu gefallen, ver\u00e4ndert sich unser Leben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Schlussfolgerungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schlussfolgerung aus diesem Artikel ist einfach. Er soll uns nur dazu ermutigen, Jesus nicht in den Kirchen in die Enge zu treiben. Es reicht, wenn wir so viel wie m\u00f6glich hingehen, am besten jeden Tag und so lange, wie es unsere Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und unsere Kr\u00e4fte zulassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht nicht darum, viele Stunden am Tag zu verbringen, sondern so viel Zeit wie m\u00f6glich mit demjenigen zu verbringen, von dem wir wissen, dass er uns liebt, und der uns liebt, damit wir an seiner Seite sind.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Este art\u00edculo viene a continuar otro que fue publicado con el t\u00edtulo de \u201cEucarist\u00eda: el encuentro personal con Cristo\u201d. Lo cierto es que aunque el t\u00edtulo es muy correcto, sin embargo no fue el inicialmente propuesto, el cual era \u201cEl Cristocentrismo eucar\u00edstico\u201d tal como est\u00e1 titulado el presente. 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