{"id":32092,"date":"2023-06-29T06:00:00","date_gmt":"2023-06-29T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=32092"},"modified":"2025-11-17T14:27:53","modified_gmt":"2025-11-17T12:27:53","slug":"papstliche-einheit-und-synodalitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/recursos\/papado-unidad-y-sinodalidad\/","title":{"rendered":"Papsttum, Einheit und Synodalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Das allj\u00e4hrliche Fest der Heiligen Petrus und Paulus bietet die Gelegenheit, einige grunds\u00e4tzliche Fragen zur Gestalt des Papstes und zu seinem Dienst an der Einheit im Dienste der Weltkirche unter Ber\u00fccksichtigung des aktuellen Kontextes, insbesondere des laufenden Synodenprozesses, zu stellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die ersten Fragen betrifft, so k\u00f6nnen diese und andere in theologischen W\u00f6rterb\u00fcchern und anderen Texten in synthetischer Form gefunden werden. Bei dieser Gelegenheit haben wir den Begriff \"R\u00f6mischer Primat\", geschrieben von D. Valentini, in der&nbsp;<em>W\u00f6rterbuch der Ekklesiologie<\/em>unter der Regie von G. Calabrese und anderen, und in der spanischen Ausgabe koordiniert von J. R. Villar, Madrid 2016.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Primat des Petrus und seine \u00dcbertragung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausgangspunkt kann nur das Neue Testament sein. Zwei Themen stechen hervor:&nbsp;<em>der Vorrang des Petrus<\/em>&nbsp;in der Gruppe der Apostel - wie sowohl die synoptischen Evangelien als auch die Apostelgeschichte betonen - und&nbsp;<em>seine \u00dcbertragung<\/em>&nbsp;im Bischof von Rom.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Petrus (fr\u00fcher Simon) ist derjenige, der die G\u00f6ttlichkeit Jesu bekennt. Petrus wird versprochen, der Grundstein f\u00fcr die Einheit und Festigkeit der Kirche zu sein. Und Petrus erh\u00e4lt die Vollmacht, die Lehren des Meisters auszulegen und weiterzugeben, mit einer h\u00f6heren apostolischen Autorit\u00e4t, aber immer in Gemeinschaft mit den anderen Aposteln. Er ist der erste \"Menschenfischer\" und Sprecher der anderen J\u00fcnger, dessen Aufgabe es auch ist, sie im Glauben zu best\u00e4tigen, auf der lebendigen Grundlage und Garantie des Gebets Jesu. Im Johannesevangelium ist er besonders pr\u00e4sent. Er erh\u00e4lt seine Vorrangstellung von Jesus (vgl. Joh 21,15-17), unter der Kategorie des Hirten, in Bezug auf seine Vereinigung mit dem Herrn, die von ihm die Bereitschaft zum Martyrium verlangt. Und all dies setzt die \"Nachfolge\" des Primatsamtes des Petrus in der Kirche voraus.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere B\u00fccher des Neuen Testaments zeugen von der \"Aus\u00fcbung\" dieses Amtes. Kurzum, wie der Bibelwissenschaftler R. Fabris schreibt: Petrus \"nimmt eine herausragende Stellung ein, die von der gesamten neutestamentlichen Tradition anerkannt und bezeugt wird. Petrus ist der historische J\u00fcnger Jesu, der autorisierte Zeuge seiner Auferstehung und der Garant f\u00fcr die Authentizit\u00e4t der christlichen Tradition\".&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die&nbsp;<em>\u00dcbertragung<\/em>&nbsp;Was den Vorrang des Petrus vor seinen Nachfolgern anbelangt, so kommen mehrere Faktoren zusammen, um ihn zu best\u00e4tigen: eine bestimmte \"Sinnrichtung\" in den Texten der Evangelien, die sich auf Petrus im Rahmen der Haltung Jesu beziehen; eine Glaubens\u00fcberzeugung in der kirchlichen Tradition \u00fcber die Nachfolge des Petrus und nicht nur der Apostel; die Nachfolge selbst als Tr\u00e4ger dieser Tradition; die Interpretation der Funktion des Petrus als Vertreter sowohl Jesu als auch der Apostel; die Nachfolge, die wesentlich mit der Weitergabe der Worte Christi und damit des Glaubens sowie der Handauflegung verbunden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Petrusamt: Gemeinschaft und Jurisdiktion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist der r\u00f6mische Primat im Laufe der Kirchengeschichte interpretiert worden?<strong>&nbsp;<\/strong>Johannes Paul II. schrieb: \"Die katholische Kirche ist sich bewusst, dass sie in Treue zur apostolischen Tradition und zum Glauben der V\u00e4ter das Amt des Nachfolgers Petri bewahrt hat, den Gott zum 'immerw\u00e4hrenden und sichtbaren Prinzip und Fundament der Einheit' gemacht hat (<em>Lumen gentium<\/em>, 23)\" (<em>Brief an Kardinal Ratzinger<\/em>in \"L'Osservatore Romano\", insbesondere, 13-XII-1996).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der&nbsp;<em>erstes Jahrtausend<\/em>&nbsp;Die Hinweise der Kirchenv\u00e4ter (Clemens von Rom, Ignatius von Antiochien und Iren\u00e4us) auf das Petrusbekenntnis (vgl. Mt 16,16) sind hervorzuheben, auch wenn erst ab dem vierten Jahrhundert eine theologische Lehre \u00fcber das Amt des Nachfolgers des Petrus ausgearbeitet wird. Hinzu kommen das Prestige der Autorit\u00e4t des \"Ersten Stuhls\" und einige entscheidende Interventionen der P\u00e4pste in verschiedenen Formen anl\u00e4sslich der Konzilien jener Zeit oder anl\u00e4sslich von Fragen, die von den Bisch\u00f6fen oder kirchlichen Gemeinschaften aufgeworfen wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der&nbsp;<em>zweites Jahrtausend<\/em>&nbsp;\u00e4nderte sich die Art und Weise des Eingreifens des Primats. Zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert wurde der r\u00f6mische Primat stark betont. Auf dem Konzil von Konstanz (15. Jahrhundert) wurde der Schwerpunkt auf die Figur des Konzils gelegt, mit der Gefahr des Konziliarismus. Von da an bis zum Ersten Vatikanischen Konzil (19. Jahrhundert) wurde eine harmonische Synthese zwischen der Rolle des Papstes und der der Bisch\u00f6fe angestrebt. Im Ersten Vatikanum f\u00fchrten die Umst\u00e4nde dazu, dass die Macht des Papstes in juristischen Kategorien definiert wurde. Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese angestrebte Synthese vorangebracht, indem es die Beziehung zwischen dem Papst und den Bisch\u00f6fen im Rahmen der kirchlichen Gemeinschaft vertieft hat. Das Petrusamt wird im Rahmen und im Dienst des Episkopats und damit im Dienst der gesamten kirchlichen Gemeinschaft verstanden, wobei das \u00f6kumenische Engagement gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seitdem hat sich die Vertiefung dieses substanziellen Verst\u00e4ndnisses des r\u00f6mischen Primats, eines unver\u00e4nderlichen und dauerhaften Verst\u00e4ndnisses, das seit den ersten Jahrhunderten besteht, fortgesetzt. Was sich ver\u00e4ndert hat, ist&nbsp;<em>die Art der Aus\u00fcbung<\/em>&nbsp;des Primats des Nachfolgers von Petrus, abh\u00e4ngig von zahlreichen Faktoren und Umst\u00e4nden. In jedem Fall bleibt das Wesentliche gleich, so dass es zwischen dem zweiten und dem ersten Jahrtausend keinen Bruch gibt, sondern&nbsp;<em>Neuheit in der Kontinuit\u00e4t.<\/em>Im ersten Jahrtausend lag der Schwerpunkt nat\u00fcrlich auf der&nbsp;<em>Kommunion<\/em>&nbsp;kirchlich, w\u00e4hrend die zweite den Schwerpunkt auf die&nbsp;<em>Gerichtsbarkeit<\/em>Aber beide Dimensionen sind immer vorhanden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Unfehlbarkeit des Papstes im Dienst der Einheit&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verfassung&nbsp;<em>Dogmatik Pastor aeternus<\/em>&nbsp;des Ersten Vatikanischen Konzils (1869-1870) konzentrierte sich auf das Amt des \"r\u00f6mischen Primats\" oder \"apostolischen Primats\". Er wollte damit vor allem der Gefahr des Gallikanismus begegnen. Er weist darauf hin, dass der Zweck des Primatsamtes des Petrus die Einheit unter den Bisch\u00f6fen, die Einheit des Glaubens und die Einheit aller Gl\u00e4ubigen ist. Er bekr\u00e4ftigt, dass Petrus von Christus ein wahres und angemessenes Amt erhalten hat.&nbsp;<em>Vorrang der Zust\u00e4ndigkeit&nbsp;<\/em>(des Gehorsams und nicht nur der Ehre)<em>&nbsp;<\/em>\u00fcber die ganze Kirche, und dass dieser Primat bei den Nachfolgern Petri verbleibt. Die Jurisdiktionsgewalt des Primas wird als h\u00f6chste qualifiziert (nicht nur als&nbsp;<em>primum inter pares;&nbsp;<\/em>und unanfechtbar), voll (in allen Angelegenheiten), universal (in der ganzen Welt), ordentlich (nicht delegiert), unmittelbar (ohne Vermittlung von Bisch\u00f6fen oder Regierungen) und \"wahrhaft bisch\u00f6flich\" (ohne den Ortsbischof zu verdr\u00e4ngen). Es wird nicht zwischen der Jurisdiktionsgewalt (Lehre und Leitung) und der Ordnungsgewalt (Heiligung) unterschieden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Unfehlbarkeit des Papstes betrifft, so hat das Erste Vatikanische Konzil feierlich festgelegt, dass der Papst in seinen Erkl\u00e4rungen unfehlbar ist&nbsp;<em>ex cathedra<\/em>d.h. in seinen dogmatischen Erkl\u00e4rungen. Die Unfehlbarkeit des Papstes wird hier im Dienst seines Petrusamtes verstanden, nicht isoliert, sondern als Oberhaupt des Bischofskollegiums und der kirchlichen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00fcberst\u00fcrzte Ende des Ersten Vatikanischen Konzils lie\u00df eine harmonische Gestaltung der Lehre vom Episkopat in seiner Beziehung zum Primat nicht zu, wie sie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Rahmen einer Ekklesiologie der Gemeinschaft erfolgen sollte, indem die Lehre von der Sakramentalit\u00e4t des Episkopats und der bisch\u00f6flichen Kollegialit\u00e4t erkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/artikel\/la-teologia-del-concilio-vaticano-ii\/\">Zweites Vatikanisches Konzil<\/a> Die Lehre \u00fcber den r\u00f6mischen Primat steht in der Kontinuit\u00e4t des Ersten Vatikanischen Konzils oder vielmehr in der Perspektive einer&nbsp;<em>Neuheit in der Kontinuit\u00e4t.<\/em>&nbsp;Diese Neuheit ist haupts\u00e4chlich auf den ekklesiologischen Kontext zur\u00fcckzuf\u00fchren und weniger auf die konkreten Lehrbeitr\u00e4ge. Im Zusammenhang mit dem Primat des Papstes sind drei wesentliche Beitr\u00e4ge hervorzuheben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rat erkl\u00e4rt, dass die&nbsp;<em>die Sakramentalit\u00e4t des Episkopats.<\/em>&nbsp;Das hei\u00dft, dass dem Bischof durch das Weihesakrament die dreifache Aufgabe \u00fcbertragen wird&nbsp;<em>munus<\/em>&nbsp;zu lehren, zu heiligen und zu leiten, in hierarchischer Gemeinschaft mit dem Vorsteher und den Mitgliedern des bisch\u00f6flichen Kollegiums.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie lehrt auch die Bedeutung von&nbsp;<em>bisch\u00f6fliche Kollegialit\u00e4t<\/em>Das Bischofskollegium folgt dem Apostelkollegium unter dem Oberhaupt, das heute der Papst, der Nachfolger Petri, ist. Die Einheit zwischen dem Papst und dem Bischofskollegium wird auf dem \u00d6kumenischen Konzil feierlich bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich zu den&nbsp;<em>Unfehlbarkeit<\/em>&nbsp;der dogmatischen Erkl\u00e4rungen des Papstes, der<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/ressourcen\/theologie-vatikan-konzil-vatikan-ii-2\/\"> Zweites Vatikanisches Konzil<\/a> erkl\u00e4rt drei weitere Arten der Beteiligung der Kirche an der&nbsp;<em>Unfehlbarkeit<\/em>&nbsp;g\u00f6ttlich (die einzige, die absolut ist). 1) Das \u00d6kumenische Konzil, bei dem das Lehramt des Papstes und der Bisch\u00f6fe feierlich ausge\u00fcbt wird. 2) Das&nbsp;<em>ordentliches und allgemeines Lehramt<\/em>Die Unfehlbarkeit, die der Papst und die mit ihm in Gemeinschaft stehenden Bisch\u00f6fe aus\u00fcben, wenn sie eine endg\u00fcltige Lehre in Glaubens- und Sittenfragen vorschlagen, auch wenn sie nicht auf dem Konzil versammelt, sondern \u00fcber die ganze Welt verstreut sind. 3) Die Gesamtheit der Gl\u00e4ubigen, die mit dem Papst und den Bisch\u00f6fen in Glaubens- und Sittenfragen in Gemeinschaft stehen, genie\u00dft Unfehlbarkeit (Unfehlbarkeit&nbsp;<em>bei Glaubw\u00fcrdigkeit<\/em>) als eine Manifestation des \"Glaubenssinns\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem die <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/jahrestag-des-vatikanischen-konzils-ii\/\">Zweites Vatikanisches Konzil<\/a>Das Lehramt hat erkl\u00e4rt, dass der Primat des Papstes und das Bischofskollegium zum Wesen jeder Teilkirche \"von innen heraus\" geh\u00f6ren (Brief&nbsp;<em>Communionis notio<\/em>1992, 14; vgl.&nbsp;<em>Lumen gentium<\/em>, 8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus den obigen Ausf\u00fchrungen ergibt sich, dass eine Unterscheidung getroffen werden muss zwischen dem&nbsp;<em>oberste pastorale Autorit\u00e4t,<\/em>&nbsp;die der Papst hat, sowie die Aspekte und die Art und Weise, wie er sie aus\u00fcbt. Diese Autorit\u00e4t kann nur einmalig sein. Zwei extreme Positionen sind ausgeschlossen: die konziliaristisch-episkopalistische, die die Autorit\u00e4t der im Konzil versammelten Bisch\u00f6fe \u00fcber den Papst stellt; die als \"papalistisch\" bezeichnete, nach der nur der Papst (oder der Papst allein) die h\u00f6chste Autorit\u00e4t in der Kirche h\u00e4tte und die Bisch\u00f6fe sie von ihm erhielten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beziehung zwischen dem Papst und den Bisch\u00f6fen wird heute in der Regel unter dem Gesichtspunkt betrachtet&nbsp;<em>eines einzigen \"Subjekts\" mit oberster Autorit\u00e4t<\/em>&nbsp;in der Kirche: das Bischofskollegium mit seinem Oberhaupt; und zwei Arten, es auszu\u00fcben: durch den Papst als Oberhaupt des Kollegiums; durch das Bischofskollegium in Gemeinschaft mit seinem Oberhaupt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die bisch\u00f6fliche Kollegialit\u00e4t anbelangt, so sprechen wir heute von einer \"effektiven\" bisch\u00f6flichen Kollegialit\u00e4t und einer \"affektiven\" bisch\u00f6flichen Kollegialit\u00e4t. Beide sind notwendig und m\u00fcssen in Gemeinschaft mit dem Petrusamt ausge\u00fcbt werden und umgekehrt. Die \"effektive\" Kollegialit\u00e4t manifestiert sich im \u00f6kumenischen Konzil (in feierlicher und rechtstechnischer Weise) und im ordentlichen universalen Lehramt der Bisch\u00f6fe in Gemeinschaft mit dem Papst. Die \"effektive\" Kollegialit\u00e4t bezieht sich auf partielle Verwirklichungen der Kollegialit\u00e4t, wie die Bischofssynode, das <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/de-sixto-v-a-francisco-la-curia-romana-in-its-key-passages\/\">Kurie<\/a> R\u00f6mische, lokale R\u00e4te und Bischofskonferenzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Primat, Einheit und Synodalit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was das Amt des Papstes in der Gegenwart und insbesondere in Kontinuit\u00e4t mit den Pontifikaten nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil betrifft, so ist festzustellen, dass sich das Papsttum auf einer doppelten Ebene manifestiert, die auch eine doppelte Herausforderung darstellt: Einerseits die&nbsp;<em>Dienst an der Einheit des Glaubens und der Gemeinschaft<\/em>&nbsp;f\u00fcr Christen (mit einer dem \u00f6kumenischen Kontext angemessenen Art und Weise der Aus\u00fcbung und Erl\u00e4uterung); und gleichzeitig ist ihre unbestreitbare&nbsp;<em>universelle moralische Autorit\u00e4t<\/em>&nbsp;(zu zentralen Themen wie der W\u00fcrde der Person und dem Dienst am Gemeinwohl und am Frieden, der wirksamen Sorge um die Schw\u00e4chsten und Bed\u00fcrftigsten, dem Schutz des Lebens und der Familie, der Sorge um die Erde als unser gemeinsames Haus).&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gegenwart<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/kirchensynode\/\">&nbsp;<em>Instrumentum laboris<\/em>&nbsp;<\/a>verweist mehrfach auf den Primat des Papstes, gerade in Bezug auf die Synodalit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstens zitiert er das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Vision von der Katholizit\u00e4t der Kirche, um zum Ausdruck zu bringen, dass die Synodalit\u00e4t \"unter Beibehaltung des Primats des Stuhls Petri, der der universalen Versammlung der Liebe vorsteht, die legitimen Unterschiede sch\u00fctzt und gleichzeitig sicherstellt, dass die Unterschiede der Einheit dienen und ihr nicht schaden\" (<em>Lumen gentium,<\/em>&nbsp;13).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens taucht der Primat in drei der Fragen auf, die als Hilfe f\u00fcr Gebet, Reflexion und synodale Unterscheidung formuliert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste ist wie folgt formuliert: \"Wie kann der laufende synodale Prozess dazu beitragen, 'eine Art und Weise der Aus\u00fcbung des Primats zu finden, die, ohne in irgendeiner Weise auf das Wesentliche seiner Sendung zu verzichten, f\u00fcr eine neue Situation offen ist'\" (das Zitat stammt aus Johannes Paul II, Enc.&nbsp;<em>Ut unum sint,<\/em>&nbsp;1995, Nr. 95, Text zitiert von Papst Franziskus in der Ermahnung ap.&nbsp;<em>Evangelii gaudium,<\/em>32 und in Const.&nbsp;<em>Episkopalische Gemeinschaft<\/em>, 10).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4ter fragt er erneut: \"Wie sollten sich die Rolle des Bischofs von Rom und die Aus\u00fcbung des Primats in einer synodalen Kirche entwickeln?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich also um eine Behauptung, die begr\u00fcndet und erkl\u00e4rt werden muss und die mit den entsprechenden Mitteln (auf geistlicher, p\u00e4dagogischer, theologischer und kirchenrechtlicher Ebene) von den Bedingungen begleitet werden muss, unter denen sie einen wirksamen Beitrag zum Wohl aller leisten kann:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Die Synode 2021-2024 zeigt deutlich, dass der synodale Prozess der geeignetste Kontext f\u00fcr die integrierte Aus\u00fcbung von Primat, Kollegialit\u00e4t und Synodalit\u00e4t als unver\u00e4u\u00dferliche Elemente einer Kirche ist, in der jedes Subjekt seine besondere Rolle auf bestm\u00f6gliche Weise und in Synergie mit den anderen aus\u00fcbt.\"<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich taucht der Primat in einer \u00dcberlegung und einer Frage zum allgemeinen Rahmen der Synodalit\u00e4t auf: \"Wie kann die Institution der Synode angesichts der dynamischen und zirkul\u00e4ren Beziehung zwischen der Synodalit\u00e4t der Kirche, der bisch\u00f6flichen Kollegialit\u00e4t und dem petrinischen Primat vervollkommnet werden, damit sie zu einem sicheren und garantierten Raum f\u00fcr die Aus\u00fcbung der Synodalit\u00e4t wird, der die volle Beteiligung aller - des Gottesvolkes, des bisch\u00f6flichen Kollegiums und des Bischofs von Rom - unter Wahrung ihrer spezifischen Rollen gew\u00e4hrleistet? Wie ist das Experiment der partizipativen \u00d6ffnung f\u00fcr eine Gruppe von 'Nicht-Bisch\u00f6fen' auf der ersten Sitzung der XVI. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (Oktober 2023) zu bewerten?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>La fiesta anual de San Pedro y San Pablo brinda la ocasi\u00f3n de se\u00f1alar algunas cuestiones fundamentales referidas a la figura del Papa y su ministerio de unidad al servicio de la Iglesia universal, teniendo en cuenta el contexto actual, particularmente al proceso sinodal en marcha.&nbsp; En lo relativo a las primeras cuestiones, \u00e9stas y 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