{"id":36537,"date":"2024-01-11T06:00:00","date_gmt":"2024-01-11T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=36537"},"modified":"2024-01-10T09:51:47","modified_gmt":"2024-01-10T07:51:47","slug":"moderne-philosophen-existenz-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/firmas\/filosofos-modernos-existencia-dios\/","title":{"rendered":"Drei moderne Philosophen und die Existenz Gottes"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Nikolaus von Kues wurde in der deutschen Stadt Kues geboren, wurde 1401 geboren und starb 1464. Sein Hauptwerk und Meisterwerk ist \"De docta ignorantia\".<em>.<\/em> Ihm zufolge gibt es mehrere Arten der Erkenntnis: erstens durch die Sinne, die uns keine ausreichende Wahrheit geben, sondern nur durch Bilder oder Empfindungen. Zweitens durch die Vernunft oder den Verstand, der diese Bilder oder Empfindungen in ihrer Vielfalt abstrakt und bruchst\u00fcckhaft begreift. Drittens durch die Intelligenz, die uns mit Hilfe der \u00fcbernat\u00fcrlichen Gnade zur Wahrheit \u00fcber Gott f\u00fchrt. Diese Wahrheit l\u00e4sst uns erkennen, dass das unendliche Wesen undurchdringlich ist; wir verstehen dann unsere Unwissenheit gegen\u00fcber dem unendlichen Wesen; dazu f\u00fchrt uns die wahre Philosophie, zum \"<a href=\"https:\/\/encyclopaedia.herdereditorial.com\/wiki\/Docta_ignorantia\">erlernte Unwissenheit<\/a>\"Das h\u00f6chste Wissen besteht in diesem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Freund von Papst Eugen IV., dem Papst der christlichen Vereinigung, war er Mitglied der p\u00e4pstlichen Delegation, die Kaiser Johannes VIII. und Patriarch Joseph auf ihrer Reise von Konstantinopel nach Italien begleitete, die zur R\u00fcckkehr und Vereinigung der griechisch-orthodoxen Kirche mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der R\u00fcckreise von seiner Mission in Konstantinopel hatte er auf hoher See ein f\u00fcr seine philosophische Konzeption entscheidendes Erlebnis: wie der Horizont des Meeres wie eine gerade Linie erscheint, und doch ist das, was man sieht, Teil eines Kreises mit einem sehr gro\u00dfen Radius aufgrund der Kugelgestalt der Erde. Diese Erfahrung beeinflusste den Inhalt seines Werkes \"De docta ignorantia\": Wir wissen, dass unsere Endlichkeit niemals die Wahrheit in ihrer ganzen F\u00fclle und Pr\u00e4zision erreichen kann; und je mehr wir uns unserer Unwissenheit bewusst sind, desto mehr wird sie zu einer gelehrten Unwissenheit, einer philosophischen Weisheit; diese Weisheit geht vom Zweifel aus, setzt aber die Existenz der Wahrheit voraus, die nur auf einer unendlichen, ewigen und sch\u00f6pferischen Intelligenz beruhen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Union der Kirchen wurde am 6.7.1439 in der Kirche Santa Maria dei Fiori in Florenz verk\u00fcndet. Doch die Union scheiterte schon nach kurzer Zeit. Metropolit Isidor von Kiew verk\u00fcndete die Union bei seiner Ankunft in Moskau, wurde aber bald darauf von F\u00fcrst Wassili verhaftet, der der russischen Kirche verbot, eine Union mit den Lateinern zu akzeptieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im byzantinischen Reich sto\u00dfen die griechischen Bisch\u00f6fe bei ihrer R\u00fcckkehr aus Florenz auf ein widriges Volksklima; obwohl die Union am 12.12.1452 in der Sophienkathedrale in Anwesenheit von Kaiser Konstantin XI., des p\u00e4pstlichen Legaten und des byzantinischen Patriarchen verk\u00fcndet wird, kommt es zu einem heftigen Aufruhr seitens des Klerus und der M\u00f6nche, die den Ruf erheben, der von den Massen unterst\u00fctzt wird: \"Lasst lieber den Turban der T\u00fcrken \u00fcber Konstantinopel herrschen als die Mitra der Lateiner!\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein halbes Jahr sp\u00e4ter sollte dieser Schrei seine traurige Erf\u00fcllung finden: Am 29.5.1453 fiel die Hauptstadt an die T\u00fcrken, der letzte Kaiser des Ostreiches starb in der Schlacht und das byzantinische Reich ging zu Ende. In Rom waren Isidor von Kiew, der aus Russland geflohen war, und Bessarion von Niz\u00e4a, der zu zwei Kardin\u00e4len der Weltkirche wurde, jahrelang wie eine lebendige Erinnerung an etwas, das h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, aber nicht war, weil die Menschen es nicht wollten. Nach dem Fall von Konstantinopel entwarf Nikolaus von Kues in seinem Werk \"De pace fidei\" seine grandiose Vision einer zuk\u00fcnftigen universalen Vers\u00f6hnung.<em> <\/em>(\u00dcber den Frieden des Glaubens), abgeschlossen vor dem 14-1-1454.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem er Papst Pius II. an die Adriak\u00fcste gefolgt war, wo er sich der christlichen Kreuzzugsflotte gegen die t\u00fcrkische Invasion anschlie\u00dfen sollte, erlitt Nikolaus den letzten Anfall einer chronischen Krankheit und starb am 11.8.1464 in Todi (Umbrien). Drei Tage sp\u00e4ter starb sein Freund Aeneas Silvius, Papst Pius II, in Ancona. Die sterblichen \u00dcberreste von Nikolaus von Kues wurden nach Rom \u00fcberf\u00fchrt und in der Kirche des Titularkardinals, St. Peter in Vinculis, beigesetzt. Sein Herz ruht in Kues (Cusa), etwa 50 km nord\u00f6stlich von Trier, in einer seiner Stiftungen, dem Hospital St. Nikolaus, das seit mehr als f\u00fcnf Jahrhunderten Arme und Kranke beherbergt und in dem wertvolle klassische, patristische und mittelalterliche Handschriften aufbewahrt werden, die Nikolaus auf seinen Reisen im Osten und Westen gesammelt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ren\u00e9 Descartes, geb\u00fcrtig aus Den Haag (in der Touraine, Frankreich), wurde 1596 geboren und starb 1650. Er wurde an der Jesuitenschule in La Fleche erzogen. Im Jahr 1640 ging er nach Paris, wo er v\u00f6llig skeptisch war. Um die Welt zu sehen, ging er zum Milit\u00e4r nach Holland, wo er ab 1629 lebte. Ab 1649 lebte er auf Einladung von K\u00f6nigin Christina in Stockholm, deren Konvertierung zum Katholizismus durch seine Gespr\u00e4che mit Descartes, der zuvor konvertiert war, beeinflusst wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ist der Meinung, dass das Denken kein Vertrauen verdient, weil es oft in Irrt\u00fcmer verf\u00e4llt. Andererseits sind Mathematik und Logik keine Wissenschaften, die dazu dienen, die Wirklichkeit zu erkennen. Und er wird in seiner Philosophie keine einzige Wahrheit zulassen, die bezweifelt werden kann. Es gibt nichts Gewisses au\u00dfer mir, und ich bin nichts als ein Ding, das denkt. Dies ist die erste unzweifelhafte, selbstverst\u00e4ndliche Wahrheit: das \"cogito, ergo sum\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber weiter sagt Descartes: Ich finde in meinem Geist die Idee von Gott, von einem h\u00f6chst vollkommenen, unendlichen, allm\u00e4chtigen Wesen, das alles wei\u00df. Diese Idee kann nicht aus dem Nichts kommen, noch kann sie aus mir selbst kommen, der ich unvollkommen, endlich, schwach und voller Unwissenheit bin, denn dann w\u00e4re die Wirkung der Ursache \u00fcberlegen, und das ist unm\u00f6glich. Deshalb muss die <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/unterschriften\/drei-mittelalterliche-weise-und-die-existenz-gottes\/\">Idee <\/a>Die Idee von Gott muss von einer h\u00f6heren Instanz in mich hineingelegt worden sein, die die Vollkommenheit dieser Idee erreicht, also von Gott selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blaise Pascal wurde 1623 in Clermont-Ferrand (Frankreich) in einer Familie von Juristen und Finanziers geboren und erhielt eine humanistische und wissenschaftliche Ausbildung. Im Jahr 1647 lernte er in Paris die Philosophie von Descartes und Descartes selbst kennen, von dem er sich distanzierte und den er scharf kritisierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 23. November 1654 erlebte er einen tiefen Schock, der sein Leben radikal ver\u00e4nderte und den er in seiner Schrift \"Memorial\" festhielt.<em>. <\/em>In dieser Schrift beschreibt er seine Begegnung mit dem lebendigen Gott, \"dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, nicht dem Gott der Weisen und Philosophen: dem Gott Jesu Christi\".<em> <\/em>Er fasste den Plan, eine umfassende Apologetik des Christentums zu verfassen, und begann, Notizen und Aufzeichnungen zu machen, die nach seinem fr\u00fchen Tod am 19. August 1662 unter dem Titel \"Gedanken\" ver\u00f6ffentlicht wurden.<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Unglauben der \"gelehrten W\u00fcstlinge\" und der kalten und selbstbewussten Vernunft, die Pascal als die<em> <\/em>\"Geist der Geometrie\",<em> <\/em>steht ein \"Geist der Finesse\" gegen\u00fcber, der offen ist f\u00fcr das Ganze, Erhabene und Dramatische der menschlichen Erfahrung. Dieser Geist schlie\u00dft das Herz ein, denn \"das Herz hat Gr\u00fcnde, die die Vernunft nicht versteht\".<em>.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sich selbst als elend und regenerationsbed\u00fcrftig zu erkennen, ist der erste Schritt auf dem Weg, der zur Wiedererlangung der eigenen urspr\u00fcnglichen Gr\u00f6\u00dfe f\u00fchrt. Die Pascalsche Weisheit ist also auf Umkehr ausgerichtet. Einer der Feinde dieser Umkehr ist das Divertimento, die existentielle Oberfl\u00e4chlichkeit, die Flucht vor dem Wirklichen, indem man sich Ablenkungen hingibt, die jede Konfrontation mit dem Wesentlichen zu vermeiden suchen; ein anderer Feind ist die Selbstgen\u00fcgsamkeit des Ichs, das sich in einer kalten und geometrischen Argumentation einschlie\u00dft, die das Herz ertr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Pascal ist Gott ein teils verborgenes, teils offenkundiges Wesen: Er ist offenkundig genug, damit wir seine Wirklichkeit wahrnehmen k\u00f6nnen; aber er ist auch verborgen, so dass die Ann\u00e4herung an ihn Glauben, Hingabe und Verdienst erfordert. Gott offenbart sich uns in Jesus Christus als der lebendige Gott, ein Gott, dem man sich durch einen Glauben und eine Liebe n\u00e4hert, die, ausgehend von der Anerkennung der S\u00fcnde, sich dem Vertrauen in seine Barmherzigkeit \u00f6ffnet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicol\u00e1s de Cusa naci\u00f3 en la ciudad alemana de Cusa (Kues), naci\u00f3 en 1401 y muri\u00f3 en 1464. Su libro principal y obra maestra es \u00abDe docta ignorantia\u00bb. Seg\u00fan \u00e9l, hay varios modos de conocer: en primer lugar, por los sentidos, que no nos dan una verdad suficiente, sino solo por medio de im\u00e1genes o [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":975,"featured_media":36538,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[47],"tags":[890,948],"class_list":["post-36537","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-firmas","tag-fe","tag-filosofia"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Tres fil\u00f3sofos modernos y la existencia de Dios - Omnes<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"En este art\u00edculo, se recorre el pensamiento en torno a la existencia de Dios de tres fil\u00f3sofos: Nicol\u00e1s de Cusa, Descartes y Pascal.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/unterschriften\/moderne-philosophen-existenz-gott\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Tres fil\u00f3sofos modernos y la existencia de Dios - 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