{"id":38447,"date":"2024-04-04T06:00:00","date_gmt":"2024-04-04T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=38447"},"modified":"2024-04-02T17:16:12","modified_gmt":"2024-04-02T15:16:12","slug":"kirche-und-kommunikation-eine-herausforderung-des-21-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/foco\/iglesia-y-comunicacion-un-reto-de-21-siglos\/","title":{"rendered":"Kirche und Kommunikation: eine Herausforderung des 21."},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Anfang an wurde die Kirche von Jesus Christus mit der Aufgabe der Kommunikation betraut: Ihr Evangelisierungsauftrag besteht darin, zu verk\u00fcnden <em>die gute Nachricht<\/em> des Heils. Bei ihrer Verwirklichung st\u00fctzt er sich vor allem auf die Hilfe des Heiligen Geistes, der seine Kirche erleuchtet, antreibt und belebt. Aber wie die Theologie lehrt, ist die Gnade kein Ersatz f\u00fcr die Natur, und es ist daher angebracht, die uns zur Verf\u00fcgung stehenden menschlichen Mittel einzusetzen, um ihr Wirken in den Seelen zu erleichtern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesen Medien geh\u00f6ren die so genannten Informationswissenschaften, mit all dem technischen Hintergrund und den Spezifikationen einer zunehmend professionalisierten T\u00e4tigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommunikationsaufgaben haben sich mit den Medien und der Fachausbildung weiterentwickelt, so dass es wichtig ist, zu \u00fcberlegen, wie die institutionelle Kommunikation in der Kirche am besten durchgef\u00fchrt werden kann, wobei die Arbeit der Fachleute respektiert und erleichtert werden muss. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich um eine notwendige Zusammenarbeit, von der sowohl die Kommunikatoren bei der Pr\u00e4sentation und Verbreitung von Ereignissen mit Nachrichtenwert profitieren als auch die Kirche selbst, die besser bekannt ist und der Welt die Sch\u00f6nheit des Evangeliums in den als Nachrichten pr\u00e4sentierten Ereignissen zeigen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine ethische Aufgabe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in anderen Berufen auch, hat die Aufgabe des Kommunikators eine starke Vertrauenskomponente. Die Informationsquelle, die wir w\u00e4hlen, wird durch die Garantien der Wahrhaftigkeit und Integrit\u00e4t bei der Interpretation der Realit\u00e4t, die sie uns \u00fcbermittelt, bestimmt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund kann die Kirche die moralischen Implikationen der Mediennutzung nicht ignorieren, und es liegt in ihrem Interesse, zu deren Entwicklung unter Achtung der W\u00fcrde der Person beizutragen. Dies wird im Dekret bekr\u00e4ftigt <em>I<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_decree_19631204_inter-mirifica_sp.html\">nter Mirifica<\/a><\/em>Der Rat erkennt das Menschenrecht auf Information und seine Verbindung zu Wahrheit, N\u00e4chstenliebe und Gerechtigkeit an erster Stelle an. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie l\u00e4dt uns auch dazu ein, \u00fcber die Folgen nachzudenken, die das Gesendete auf das Verhalten der Menschen hat, und erinnert uns daher an die Verantwortung der Fachleute, der Empf\u00e4nger und der Beh\u00f6rden bei der Auswahl und Verbreitung von Inhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Grunde geht es darum, sich daran zu erinnern, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Nachrichtenresonanz, die ein Ereignis haben kann, und seiner Relevanz. Wir m\u00fcssen erkennen, dass es in unserem Interesse liegt, auf dem Laufenden zu sein, aber wir m\u00fcssen lernen, die Ereignisse in einem anderen Sinne zu lesen als in dem der Sensationslust, um zu wissen, wie wir sie interpretieren k\u00f6nnen: Ein umgest\u00fcrzter Baum macht immer mehr L\u00e4rm als ein wachsender Wald. Und das gilt sowohl f\u00fcr die Ereignisse in der Welt als auch f\u00fcr die, die das Leben der Kirche betreffen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der britische Priester Ronald Knox (1888-1957) erkl\u00e4rte, dass in Jerusalem jeder sofort wusste, dass Judas sich erh\u00e4ngt hatte, aber nur wenige die einfache und fruchtbare Treue Marias bemerkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit mehr als 50 Jahren tr\u00e4gt die Kirche dazu bei, diese Aufgabe aus einer ethischen Perspektive zu reflektieren, mit dem <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/francesco\/es\/messages\/communications.index.html\">Botschaften f\u00fcr den Tag der sozialen Kommunikation.<\/a> Sie werden vom Papst jedes Jahr anl\u00e4sslich des Festes des Heiligen Franz von Sales ver\u00f6ffentlicht und lenken unsere Aufmerksamkeit auf einen relevanten und aktuellen Aspekt, der unser Gewissen wachr\u00fcttelt. In seiner Botschaft f\u00fcr das Jahr 2024 erw\u00e4hnt Papst Franziskus zum Beispiel einige der Folgen des Einsatzes von k\u00fcnstlicher Intelligenz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit eigener Dynamik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bereits erw\u00e4hnte Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils erinnert uns auch daran, dass \"es in erster Linie Aufgabe der Laien ist, diese Mittel mit einem menschlichen und christlichen Geist zu beleben\". Dies ist eine der Formulierungen der Soziallehre der Kirche, auf die es sich allgemein bezog <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/es\/encyclicals\/documents\/hf_ben-xvi_enc_20090629_caritas-in-veritate.html\">Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika.<\/a> Dort erl\u00e4uterte er, dass es nicht Aufgabe der Kirche ist, das politische Unterfangen, eine m\u00f6glichst gerechte Gesellschaft zu verwirklichen, allein zu \u00fcbernehmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie kann und darf zwar nicht am Rande dieses Kampfes um die Gerechtigkeit stehen bleiben, aber sie ist durch die rationale Argumentation in diesen Kampf eingebunden und muss die geistigen Kr\u00e4fte wecken, indem sie danach strebt, die Intelligenz und den Willen f\u00fcr die Forderungen des Guten zu \u00f6ffnen (vgl. <em>Deus caritas est<\/em>, n.28).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die Kommunikationsaufgaben anbelangt, so wird davon ausgegangen, dass die Rolle der kirchlichen Autorit\u00e4t nicht darin besteht, \u00fcber bestimmte Mittel zu verf\u00fcgen, um zur \u00f6ffentlichen Meinung beizutragen, sondern vielmehr darin, die verschiedenen Initiativen der B\u00fcrger im christlichen Geist zu beleben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es stimmt, dass die Kirche keine institutionelle Pr\u00e4senz in der Welt der Kommunikation, der Bildung, der Krankenhausversorgung oder der Bereitstellung sozialer Dienste als ihre eigene Mission hat. Gleichzeitig genie\u00dft sie jedoch die gleichen Rechte wie jede andere \u00f6ffentliche oder private Einrichtung, um Initiativen in diesen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu lenken oder zu f\u00f6rdern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund wird auch davon ausgegangen, dass die F\u00f6rderung katholischer Medien m\u00f6glich ist (und das Dekret widmet diesem Vorschlag das Dekret). <em>Inter Mirifica<\/em> Kapitel II), die in der Welt der Kommunikation professionell agieren und ihr informatives Angebot wie jeder andere g\u00fcltige Gespr\u00e4chspartner in der Gesellschaft pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die institutionelle Kommunikation in der Kirche wird immer professioneller, und die Bem\u00fchungen der kirchlichen Hochschulen, der Ausbildung von professionellen Kommunikatoren, die in den Di\u00f6zesen Mediendelegationen leiten oder in der Welt der Nachrichtenagenturen Initiativen \u00fcber die Kirche starten k\u00f6nnen, sind zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine k\u00fcrzliche Begegnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem k\u00fcrzlich von einer spanischen Di\u00f6zese organisierten Kolloquium wurde eine Gruppe von Journalisten eingeladen, in einer Atmosph\u00e4re der Offenheit und des gegenseitigen Respekts \u00fcber die kirchliche Kommunikation zu diskutieren. Die Diskussion \u00fcber den Umgang mit Missbrauchsnachrichten diente zum Beispiel dazu, eine gr\u00f6\u00dfere Professionalit\u00e4t der Reporter und bessere Kommunikationskan\u00e4le mit den kirchlichen Beh\u00f6rden zu fordern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schlussfolgerung des Treffens war, dass die Medien bereit sind, mehr \u00fcber die Kirche zu berichten, und dass die Arbeit der Mediendelegationen von den Fachleuten der allgemeinen Medien gesch\u00e4tzt und gew\u00fcrdigt wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Tat sind die meisten Nachrichten \u00fcber die Kirche positive Referenzen, \u00fcber die Caritas, Zeugnisse von Menschen, die sich mit Bildungsaufgaben oder der Pflege des religi\u00f6sen Kunsterbes besch\u00e4ftigen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Allgemeinen sind die von der Kirche gef\u00f6rderten sozialen Ma\u00dfnahmen von informativem Interesse, ebenso wie einige religi\u00f6se Veranstaltungen, die die Mobilisierung von Ressourcen an den Orten, an denen sie stattfinden, mit sich bringen, wie z. B. Pilgerfahrten oder Patronatsfeiern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein notwendiger Beitrag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jeden Fall ist die Sicht auf die T\u00e4tigkeit der Kirche in einigen Medien immer noch eingeschr\u00e4nkt, sei es aus Unwissenheit oder aus ideologischen Interessen. Einige Fachleute sind noch immer in einer gewissen verschlossenen Mentalit\u00e4t gegen\u00fcber dem geistlichen Leben verhaftet, die dazu neigt, die Meinungen und Handlungen von Gl\u00e4ubigen an den Rand zu dr\u00e4ngen, nur weil sie zu Menschen geh\u00f6ren, die ihren Glauben als etwas Wichtiges und Entscheidendes in ihrem Leben verstehen. Es wird nicht darauf geachtet, ob die Vorschl\u00e4ge vern\u00fcnftig oder interessant sind, und sie werden direkt aufgrund ihrer Herkunft gebrandmarkt, ohne sie \u00fcberhaupt anzuh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies kommt in einer Passage des Romans gut zum Ausdruck <em>Das Erwachen von Miss Prim <\/em>(Natalia Sanmart\u00edn, 2014). Die Protagonistin dieser Geschichte f\u00fchrt einen Dialog mit dem Besitzer des Hauses, in dem sie als Bibliothekarin arbeitet. An einem Punkt des Gespr\u00e4chs weist sie ein Argument zur\u00fcck, weil sie der Meinung ist, dass es auf die religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen ihres Gespr\u00e4chspartners zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Er fordert sie jedoch auf, zu argumentieren und ihm mitzuteilen, ob sie glaubt, dass er mit dem, was er gesagt hat, Recht hat oder nicht: Wenn sie ihm nur mit der Begr\u00fcndung widersprechen kann, dass er gl\u00e4ubig ist, ist es kein g\u00fcltiges Argument.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige w\u00fcnschen sich, dass die Katholiken in die Katakomben zur\u00fcckkehren oder zumindest die Sakristeien nicht verlassen. In einigen Kreisen scheint es, dass das Edikt von Kaiser Julian (361-363), das von den Lehrern in den Schulen f\u00fcr Rhetorik und Grammatik verlangte, treu an die G\u00f6tter zu glauben, wieder angewendet wird: Diejenigen, die Christen waren, sollten \"auf die Kirchen beschr\u00e4nkt bleiben, um Matth\u00e4us und Lukas zu kommentieren\". <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Bestrebungen, den Beitrag des Glaubens zum gesellschaftlichen Leben als irrelevant darzustellen oder seine Wirkung auf einen begrenzten Bereich zu reduzieren, ohne seinen Einfluss auf so viele kulturelle Erscheinungsformen, die das Zusammenleben pr\u00e4gen, anzuerkennen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaube wird allenfalls als folkloristischer Ausdruck geduldet, der seinen Platz und seine Zeit hat, als Zugest\u00e4ndnis an einen unvermeidlichen Regionalismus, aber er wird nicht als vern\u00fcnftige und sinnvolle Position zugelassen, die der Entwicklung der Welt dienen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Diener der Wahrheit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche ist berufen, am Schicksal der Menschheit teilzuhaben, und hat daher das Recht und die Pflicht, sich in ihren Worten, in ihren Taten, in ihren Beitr\u00e4gen zum Gemeinwohl kundzutun. Diejenigen, die in der Ausarbeitung und Verbreitung von Informationsbotschaften t\u00e4tig sind, m\u00fcssen sich ihrerseits immer mehr ihrer Verantwortung als Diener der Wahrheit bewu\u00dft sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daran erinnerte k\u00fcrzlich Papst Franziskus in einer Ansprache am 23. M\u00e4rz dieses Jahres an die F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter der RAI und ihre Familien, in der er ihre Arbeit als einen echten \u00f6ffentlichen Dienst bezeichnete, der ein Geschenk an die Gemeinschaft ist, und sie ermutigte, eine Haltung des Zuh\u00f6rens zu pflegen, die ihnen hilft, die Wahrheit als Realit\u00e4t zu begreifen. <em>Sinfonie<\/em>die aus einer Vielzahl von Stimmen besteht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wahre Dienst eines professionellen Kommunikators tr\u00e4gt nach den Worten des Papstes zur Wahrheit und zum Gemeinwohl bei, f\u00f6rdert das Sch\u00f6ne, setzt eine Dynamik der Solidarit\u00e4t in Gang und hilft, den Sinn des Lebens in einer Perspektive des Guten zu finden. Ihre Arbeit bezieht alle mit ein und bringt neue Perspektiven in die Realit\u00e4t, ohne dass sie auf Kosten des Inhalts nach Publikumsquoten streben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es mag eine idealisierte oder etwas naive Vision sein, aber die Alternative w\u00e4re Def\u00e4tismus, und es scheint, dass Franziskus nicht bereit ist, das Handtuch zu werfen: ein gr\u00f6\u00dferes Angebot an Qualit\u00e4tsinhalten kann aufgebaut werden, es h\u00e4ngt alles von der F\u00e4higkeit ab, die <em>gro\u00dfe Tr\u00e4ume<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und sie schlie\u00dft mit einer Aufforderung an die Medienschaffenden, ihre Arbeit zu einem <em>\u00dcberraschung<\/em>Die Kirche ist ein Ort, der Gemeinschaft, Einheit, Vers\u00f6hnung, Zuh\u00f6ren, Dialog, Respekt und Demut vermittelt. Dies ist eine Herausforderung f\u00fcr Journalisten und f\u00fcr diejenigen, die mit ihnen bei ihrer Arbeit in der Kirche zusammenarbeiten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Desde su origen, la Iglesia tiene encomendada por Jesucristo una tarea de comunicaci\u00f3n: su misi\u00f3n evangelizadora consiste en anunciar la buena noticia de la salvaci\u00f3n. Para llevarla a cabo cuenta principalmente con la ayuda del Esp\u00edritu Santo, que ilumina, impulsa y vivifica su Iglesia. 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