{"id":4104,"date":"2019-02-07T12:56:44","date_gmt":"2019-02-07T11:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omnesmag.com\/?p=4104"},"modified":"2025-06-06T13:00:31","modified_gmt":"2025-06-06T11:00:31","slug":"die-verantwortungsvolle-und-soziale-nutzung-von-kircheneigentum-omnes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/experiencias\/el-uso-responsable-y-social-de-los-bienes-de-la-iglesia-omnes\/","title":{"rendered":"Der verantwortungsvolle und soziale Umgang mit dem Verm\u00f6gen der Kirche. Ein Aufruf zur Transparenz"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Um dem mir zugewiesenen Titel gerecht zu werden, werde ich in dieser kurzen Pr\u00e4sentation versuchen, mich den Bed\u00fcrfnissen der Kirche mit ihren Problemen, L\u00f6sungen und Herausforderungen zu n\u00e4hern, die uns helfen k\u00f6nnen, das Handeln der Kirche selbst in ihren verschiedenen Einrichtungen (Bist\u00fcmer, Orden, Pfarreien, Caritas, Freiwilligengruppen) zu verstehen, deren Organisation, Management und Ziele dem nahe stehen oder nahe stehen k\u00f6nnen, was wir heute soziale Verantwortung der Unternehmen nennen. Wir werden uns insbesondere auf die Strategien zur Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen der Zukunft konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist schwierig, eine detaillierte Studie \u00fcber die Institutionen der Kirche mit allgemeinen Schlussfolgerungen in wirtschaftlichen Angelegenheiten oder im Bereich der Verwaltung von G\u00fctern durchzuf\u00fchren. Jede Di\u00f6zese und jedes Ordensinstitut hat je nach Ort, Land und soziokulturellem Kontext, zu dem sie geh\u00f6ren, ihre eigenen Methoden und Wege der Verwaltung. Aus diesem Grund werden wir uns speziell auf den spanischen Kontext beziehen und Daten zur Verf\u00fcgung stellen, die zum Teil auf \u00dcberlegungen beruhen, die durch den direkten Kontakt mit der Verwaltung einer bestimmten Di\u00f6zese und dem Bereich der sozialen Moraltheologie, in dem ich als Spezialist t\u00e4tig bin, gewonnen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin \u00fcberzeugt, dass viele kirchliche Aktionen in diesem Sinne organisiert sind, auch wenn sie nicht die organisatorischen Angebote der heutigen offiziellen Institutionen aufgegriffen haben, so dass diese kirchlichen Aktionen als Teil der sozialen Verantwortung der Unternehmen angesehen werden k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vielen F\u00e4llen, wie bei der europ\u00e4ischen Gesetzgebung, die von ihrem Hauptsitz in Br\u00fcssel aus gesteuert wird, gibt es zahlreiche Hindernisse f\u00fcr die Anerkennung von Einrichtungen der sozialen Verantwortung von Unternehmen, die das Adjektiv \"kirchlich\" oder \"kirchlich\" tragen.<a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/religionsbuch-liber-2023\/\">religi\u00f6s<\/a>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der europ\u00e4ische S\u00e4kularismus ist ein fast un\u00fcberwindbares Hindernis f\u00fcr die Forderungen der katholischen Kirchenorganisationen. Auch wenn die Begriffe \"unternehmerisch\" oder \"korporativ\" nicht so recht zur sozio-religi\u00f6sen Funktion der Kirche zu passen scheinen, funktionieren sie in der Praxis und in der Geschichte dennoch als unternehmerisch organisierte soziale Aktionen und entsprechen Motivationen, die aus der sozialen Verantwortung der Gruppe oder der Gemeinschaft erwachsen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits hat es in der Geschichte der Kirche immer wieder Aktionen gegeben, die diese soziale Dimension, die durch die Verantwortung der Gemeinschaft als Gruppe gekennzeichnet ist, aufzeigen: in vielen F\u00e4llen wurde sie von der Kirche selbst ins Leben gerufen, in anderen F\u00e4llen kann sie als Vorreiterin betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Strategien f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche hat jedoch wie andere Institutionen auch Schwierigkeiten, Solidarit\u00e4tsma\u00dfnahmen in einem von Korruption und Wettbewerb gepr\u00e4gten wirtschaftlichen Umfeld durchzuf\u00fchren. Aus diesem Grund werden wir nun einen kurzen Blick auf einige der Probleme werfen, mit denen sie konfrontiert ist, und einige Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Zukunft machen, die auf die Herausforderungen reagieren, die sich der Kirche stellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. problematisch: Fehler und Schw\u00e4chen <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir beginnen unsere \u00dcberlegungen mit einigen soziologischen Daten. Eines der gro\u00dfen Probleme, vor denen die Kirche steht, ist das Bild, das man sich in Spanien von ihr gemacht hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bild der Kirche mag zum Teil die Haltung der Spanier gegen\u00fcber dem angeblichen Reichtum der Kirche und dem guten Leben des Klerus erkl\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die umfassendste Studie, die jemals in Spanien \u00fcber die Beziehungen der spanischen Kirche zur Gesellschaft durchgef\u00fchrt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Spanier, 63 %, die Kirche f\u00fcr reich (sehr oder ziemlich reich) h\u00e4lt, w\u00e4hrend etwas mehr als ein Viertel das Gegenteil glaubt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese verallgemeinerte Wahrnehmung mag falsch und unbegr\u00fcndet sein, sie mag das Erbe von Stereotypen sein, die heute leer sind und das Produkt eines verf\u00e4lschten historischen Ged\u00e4chtnisses, aber ihr Einfluss auf die Einstellungen und das Verhalten der Spanier kann kaum bestritten werden. Es gilt wieder einmal der sozio-logische Aphorismus: \"Wenn die Menschen Institutionen als real definieren, werden sie in ihren Folgen real\" (vgl. Gonz\u00e1lez-Blasco und Gonz\u00e1lez-Anleo, Bericht f\u00fcr die Sozialstudie zur Organisation des Beitrags der spanischen katholischen Gl\u00e4ubigen zur wirtschaftlichen Unterst\u00fctzung der Kirche, fotokopierte Seiten S. 139-144, 1992). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn es schwierig ist, dies festzustellen, so muss doch gesagt werden, dass die Kritiker h\u00e4ufiger unter den \"Insidern\", den katholischen Gl\u00e4ubigen selbst, zu finden sind, von denen sich fast die H\u00e4lfte, 47 %, als ver\u00e4rgert erkl\u00e4rt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das liegt an mangelnder Ausbildung und Information oder an beidem, vielleicht aber auch daran, dass die kirchliche Botschaft von der armen Kirche und den Armen bei ihnen verst\u00e4ndlicherweise mehr Anklang gefunden hat als bei den wenigen oder<br>nichts Religi\u00f6ses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Wirtschaft der Kirche nun transparent ist oder nicht, wir m\u00fcssen hier die Vielseitigkeit der Spanier in Bezug auf die wirtschaftliche Finanzierung der Kirche anprangern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1990 erkl\u00e4rten nur 25 %, dass Konfessionslosigkeit mit der finanziellen Unterst\u00fctzung der katholischen Kirche durch den Staat unvereinbar sei. Dies war auch die Meinung von 19 % der Gl\u00e4ubigen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1996 war etwas mehr als die H\u00e4lfte der Spanier der Meinung, dass die Kirche auf staatliche Beihilfen verzichten sollte, ein Anteil, der erheblich h\u00f6her ausfiel, wenn die Antworten von der Vereinigten Linken kamen oder re-religi\u00f6s waren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im selben Jahr, 1996, berichtete die SIGMA-2-Studie f\u00fcr die spanische Bischofskonferenz, dass mehr als die H\u00e4lfte der Befragten der Meinung war, die Kirche verf\u00fcge \u00fcber ausreichende Mittel, um ihre Arbeit zu verrichten, und 171 PT3T hielten diese Mittel f\u00fcr \u00fcberm\u00e4\u00dfig. Es war daher nicht \u00fcberraschend, dass 57 % daf\u00fcr pl\u00e4dierten, dass die Kirche durch Beitr\u00e4ge der Katholiken finanziert werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie dem auch sei, sicher ist, dass die katholische Kirche in Spanien dem Staat und der Gesellschaft bei der Pflege des k\u00fcnstlerischen Erbes mehr erspart, als dass die Gesellschaft der Kirche hilft, es zu erhalten. Dabei sind die immensen Einsparungen, die die Kirche f\u00fcr die Gesellschaft in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Freiwilligenarbeit usw. leistet, noch gar nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Vorschl\u00e4ge und L\u00f6sungen f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stellen nun einige Vorschl\u00e4ge und Anregungen f\u00fcr die Zukunft vor, die auf einigen grundlegenden Prinzipien und Methoden f\u00fcr die gute Nutzung des kirchlichen Verm\u00f6gens, der Subventionen und ihrer Verwaltung beruhen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>2.1. grundlegende Prinzipien<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Um sich f\u00fcr die soziale Verantwortung der Unternehmen zu \u00f6ffnen, m\u00fcssen allgemeine Formen des pers\u00f6nlichen, famili\u00e4ren und institutionellen Beitrags geschaffen werden. Einzelpersonen und Institutionen, ob kirchlich oder sozial, m\u00fcssen sich ihres Beitrags zur Kirche und zur Gesellschaft bewusst sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Alle di\u00f6zesanen Einrichtungen m\u00fcssen sich dessen bewusst sein, da sie alle direkt oder indirekt mit der wirtschaftlichen Frage zu tun haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3\u00ba. Es ist wichtig, dass die Wirtschaftsr\u00e4te der Kirchengemeinden aus Laien bestehen, aber nicht aus irgendwelchen Laien, sondern aus solchen, die sich mit wirtschaftlichen Fragen auskennen und auf verschiedenen Ebenen mitwirken: Verwaltung, Investitionen usw.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4\u00ba. Heute ist es sowohl aus moralischen als auch aus strategischen Gr\u00fcnden von grundlegender Bedeutung, Informationen \u00fcber die wirtschaftliche Situation aller Arten von kirchlichen Einrichtungen (Pfarrei, Bruderschaft usw.) bereitzustellen. Wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass die Informationsmodelle denen im zivilen Bereich \u00e4hneln, damit die Informationen transparent und klar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5\u00ba. Die Verwaltung und der wirtschaftliche Unterhalt der Di\u00f6zesen m\u00fcssen in der Verantwortung der juristischen Personen der Di\u00f6zese liegen: Bruderschaften, Vereine, Bruderschaften, Heiligt\u00fcmer. Zu diesem Zweck ist es notwendig, ein \"Wirtschaftssystem\" zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6\u00ba. Aus Gr\u00fcnden der \u00dcbersichtlichkeit, Effizienz und Unbestechlichkeit ist es ratsam, Beitragsbescheinigungen f\u00fcr Steuererleichterungen und \u00e4hnliche Zwecke im Zivilrecht zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7\u00ba. Es darf nicht vergessen werden, dass der Austausch von G\u00fctern in der Kirche von grundlegender Bedeutung ist, und zwar nicht nur zwischen den Ortskirchen untereinander, sondern insbesondere mit den \u00e4rmeren Kirchen.<br>Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>2.2 Einige konkrete Vorschl\u00e4ge <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erw\u00e4hnen kurz einige konkrete Vorschl\u00e4ge, die je nach Land, Kultur und sozialem Kontext, in dem die christliche Gemeinschaft t\u00e4tig ist, variieren k\u00f6nnen. In jedem Fall sollten sie in ihrem historischen und dynamischen Sinn betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>1\u00aa. Der pers\u00f6nliche und famili\u00e4re Beitrag.<\/em> Die Pflicht zur Finanzierung der Kirche h\u00e4ngt in hohem Ma\u00dfe von den katholischen Mitgliedern ab. Dieser Beitrag kann mit den \u00fcblichen Mitteln geleistet werden: Bank, pers\u00f6nliche Sammlung usw. Diese Art von Beitrag kann durch eine monatliche Kollekte erg\u00e4nzt werden. Es sollte auch eine besondere Unterst\u00fctzung f\u00fcr diejenigen geben, die nicht an der Kollekte teilnehmen konnten, oder f\u00fcr Nichtgl\u00e4ubige, die helfen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>2\u00aa. Abschaffung bestimmter Formen der Finanzierung. <\/em>Der Grund f\u00fcr diese Unterdr\u00fcckung liegt je nach Kultur und Region darin, dass sie wenig mit dem Stil der sozialen Verantwortung zu tun haben. Es handelt sich um Formen, die eher eine pers\u00f6nliche als eine gemeinschaftliche Verantwortung markieren, die historisch akzeptabel sind, weil es sich um eine pers\u00f6nliche Distanz handelt: Kollekten bei Messen an Werktagen; Kollekten anl\u00e4sslich der Feier der Sakramente; Kollekten bei Beerdigungen; B\u00fcrsten; Lampenk\u00e4sten zum Selbstkostenpreis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>3\u00aa. Neue Formen der Finanzierung.<\/em> Diese neuen Formen sind Ausdruck einer echten sozialen und gemeinschaftlichen Verantwortung: Anonyme Spenden und Opfergaben bei der Eucharistiefeier; regelm\u00e4\u00dfige Abonnements; Einf\u00fchrung von Familienquoten, die das Bankensystem erleichtern; Verwendung von Bankterminals; Affinit\u00e4tskarten, um an dem Prozentsatz zu partizipieren, den die Banken f\u00fcr ihre Nutzung zur Verf\u00fcgung stellen; M\u00e4zenatentum von Unternehmen und Stiftungen; F\u00f6rderung von Spenden an die Kirche aus Verm\u00e4chtnissen und Erbschaften von Priestern und Laien; Vereinheitlichung der Systeme der Zusammenarbeit von Bewegungen, Vereinigungen, Bruderschaften usw.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>4\u00aa. Wege der Reflexion. <\/em>Auf jeden Fall ist es notwendig, \u00fcber mehrere Aspekte nachzudenken: \u00fcber den Bedarf der Kirche an finanziellen Mitteln zur Erf\u00fcllung ihrer Ziele. Analyse der Bed\u00fcrfnisse, die die Kirche heute haben kann. Suche nach den Vor- und Nachteilen der neuen Formen der Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Hinsicht braucht die Kirche gute Anlageberater. Es ist jedoch schwierig, den richtigen Ort f\u00fcr Investitionen zu finden. Es ist schwierig, Investmentfonds zu finden, die absolut sauber sind. Daher wird es oft notwendig sein, nach dem Motto zu verfahren: \"Das Beste ist der Feind des Guten\". Die Kirche muss gemischte Investitionen f\u00f6rdern: Sie muss sich mit anderen Institutionen zusammenschlie\u00dfen, um ihr Verm\u00f6gen zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>2.3 Finanzielle Zusch\u00fcsse an die katholische Kirche<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwierigkeiten gibt es im Falle Spaniens auch im Hinblick auf die Subventionen, die es vom Staat erh\u00e4lt. Es muss einger\u00e4umt werden, dass die katholische Kirche nicht die einzige ist, die direkte Finanzmittel vom Staat erh\u00e4lt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die indirekte Finanzierung, die andere Konfessionen erhalten, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringer oder weniger gut geregelt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Falle der katholischen Kirche hat der daf\u00fcr vorgesehene Mechanismus formale \u00c4hnlichkeiten mit einem System der \"Religionsbesteuerung\", das in Wirklichkeit kein solches ist, da die direkte Finanzierung unabh\u00e4ngig vom Ergebnis einer solchen Besteuerung immer gew\u00e4hrleistet ist, da festgelegt ist, dass der Staat der katholischen Kirche einen Prozentsatz der Ertr\u00e4ge aus der Einkommens- oder Verm\u00f6gensbesteuerung oder anderer pers\u00f6nlicher Steuern zuweisen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesem Zweck muss jeder Steuerpflichtige in der jeweiligen Erkl\u00e4rung ausdr\u00fccklich erkl\u00e4ren, dass er die Absicht hat, den betreffenden Teil zu ver\u00e4u\u00dfern. Liegt eine solche Erkl\u00e4rung nicht vor, wird der entsprechende Betrag f\u00fcr andere Zwecke verwendet (Artikel 2 Absatz 2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser letzte Teil wurde in der letzten Verwaltung umgestaltet, indem die beiden Zielorte unterschieden und voneinander getrennt wurden. Es ist klar, dass es sich nicht um einen Betrag handelt, der zu dem f\u00fcr die Einkommensteuer zu zahlenden Betrag hinzugerechnet wird, sondern dass er von dieser Steuer abgezogen wird, so dass klar ist, dass es sich nicht um eine eigenst\u00e4ndige Steuer handelt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mechanismus ist \u00e4u\u00dferst konstruiert und hat keinerlei praktische Bedeutung, da die Kirche am Ende das gleiche Geld erh\u00e4lt, das sie vor der Einf\u00fchrung dieses Systems erhalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das ist nicht die einzige Hilfe, die die Kirche vom Staat erh\u00e4lt. Hinzu kommt unter anderem die Zahlung der Geh\u00e4lter von katholischen Religionslehrern, Milit\u00e4r-, Gef\u00e4ngnis- und Krankenhausseelsorgern, von denen andere Konfessionen offiziell nichts erhalten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jedem Fall wird davon ausgegangen, dass diese Beihilfe in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zu den Leistungen steht, die diese Mitarbeiter f\u00fcr die Gesellschaft erbringen. Sie sollten daher nicht als Beihilfen im eigentlichen Sinne, sondern als Zahlungen f\u00fcr erbrachte Dienstleistungen betrachtet werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine andere Sache ist es, den wirtschaftlichen Wert zu betrachten, den die Kirche f\u00fcr diese Dienste f\u00fcr die Gesellschaft erbringt, ein Ausdruck der sozialen Verantwortung, die die Kirche selbst seit Jahrhunderten praktiziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso finden wir im Rechtssystem und in der sozialen Praxis Steuerbefreiungen von verschiedenen Steuern, die sich sowohl in der Steuergesetzgebung als auch in Vereinbarungen mit anderen religi\u00f6sen Bekenntnissen finden lassen. Dieser Brauch ist eine gesellschaftliche Anerkennung des sozialen und solidarischen Handelns der kirchlichen Institution.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich sei noch ein Hinweis auf Spenden erw\u00e4hnt. Unabh\u00e4ngig davon, ob die Spende an die katholische Kirche oder an Konf\u00f6derationen, die Vereinbarungen unterzeichnet haben, geleistet wird, kann ein bestimmter Prozentsatz (10 %, 15 %) der Spende von der eigenen Einkommensteuererkl\u00e4rung abgezogen werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sei darauf hingewiesen, dass kirchliche Einrichtungen ohne Erwerbszweck nicht unter das Kirchenrecht, sondern unter das allgemeine Recht fallen, das f\u00fcr andere zivile Einrichtungen gilt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Herausforderungen und Schlussfolgerungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss dieses Beitrags m\u00f6chte ich nur auf eine Herausforderung in Form einer Schlussfolgerung hinweisen, und zwar auf diejenige, die sich aus der sozialen Verantwortung, die sich aus der kanonischen Gesetzgebung ergibt, ableiten l\u00e4sst: die kirchliche Gesetzgebung \u00fcber die Verantwortung der Gl\u00e4ubigen f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung der Kirche. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dieser Gesetzgebung hat die Kirche enorme M\u00f6glichkeiten, die soziale Verantwortung der Unternehmen in ihren Einrichtungen und bei ihren Gl\u00e4ubigen zu aktivieren und zu st\u00e4rken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte ist Zeuge der gro\u00dfen Werke der Solidarit\u00e4t und der Verantwortung, die getan wurden und noch getan werden. Allerdings mangelt es noch immer an der Vorstellungskraft und der Gro\u00dfz\u00fcgigkeit vieler ihrer pastoralen Mitarbeiter und Priester.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Codex des kanonischen Rechts unterstreicht vor allem das Recht der Kirche, von ihren Gl\u00e4ubigen die materiellen G\u00fcter zu verlangen, die f\u00fcr die Erreichung ihrer eigenen Ziele notwendig sind: \"Die Kirche hat das angeborene Recht, von den Gl\u00e4ubigen die G\u00fcter zu verlangen, die sie f\u00fcr ihre eigenen Ziele braucht\" (can. 1260). Dies wird der rechtliche Rahmen sein, in dem die institutionelle Kirche die soziale Verantwortung der Unternehmen f\u00f6rdern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Ziele, die der Kirche eigen sind, stimmen mit der Sendung \u00fcberein, die ihr von Jesus Christus, ihrem Gr\u00fcnder, anvertraut wurde, und entfalten sich in vier Bereichen (vgl. can. 1254,2):<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Gott zu verehren, vor allem durch das \u00f6ffentliche Gebet der Kirche und die Sakramente: Orte f\u00fcr die Aus\u00fcbung des Gottesdienstes und verschiedene materielle Mittel und bewegliche G\u00fcter sind f\u00fcr seine Aus\u00fcbung notwendig<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) den Lebensunterhalt derjenigen, die sich ganz einem Dienst in der Kirche widmen, vor allem der Geistlichen;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Werke des Apostolats, die auf die Verk\u00fcndigung des Evangeliums und die Glaubenserziehung ausgerichtet sind; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Werke der N\u00e4chstenliebe, vor allem gegen\u00fcber den Bed\u00fcrftigsten, und damit Zeugnis ablegen f\u00fcr die Lebensweise der J\u00fcnger Jesu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesem Recht entspricht logischerweise auch die Pflicht aller Gl\u00e4ubigen, finanziell zum Unterhalt der Kirche beizutragen. So hei\u00dft es in can. 222, \u00a7 1, der in den Grundrechten der Gl\u00e4ubigen steht:<em> \"Es ist die Pflicht der Gl\u00e4ubigen, der Kirche in ihrer Not zu helfen. Damit sie \u00fcber das verf\u00fcgt, was f\u00fcr den Gottesdienst, die apostolischen und karitativen Werke und den angemessenen Unterhalt der Amtstr\u00e4ger erforderlich ist\".<\/em>. Dieser Kanon ist Ausdruck des f\u00fcnften Gebots der Heiligen Mutter Kirche: \"Helft der Kirche in ihrer Not\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Di\u00f6zesanbischof muss die Gl\u00e4ubigen auffordern, diese Pflicht zu erf\u00fcllen (vgl. can. 1261, \u00a7 2). Was die konkrete Form des Beitrags anbelangt, so wird, abgesehen vom Grundsatz der Freiheit (can. 1261, \u00a7 1), damit sie die Beitr\u00e4ge leisten k\u00f6nnen, die sie f\u00fcr angemessen halten, festgelegt, dass die Bischofskonferenz diesbez\u00fcglich Normen vorgeben kann: <em>\"Die Gl\u00e4ubigen sollen die Kirche mit den von ihnen geforderten Zusch\u00fcssen und gem\u00e4\u00df den von der Bischofskonferenz festgelegten Normen unterst\u00fctzen\".<\/em> (c. 1262).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bischofskonferenz hat keine diesbez\u00fcgliche Norm erlassen. Nach dem zitierten Kanon kann sie dies tun, ohne ein besonderes Mandat des Heiligen Stuhls zu beantragen, aber das Dekret muss vom Heiligen Stuhl \u00fcberpr\u00fcft werden (vgl. can. 455).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits kann der Di\u00f6zesanbischof in schwerwiegenden F\u00e4llen und nach R\u00fccksprache mit dem Konsultorenkollegium und dem Rat f\u00fcr Finanzangelegenheiten den seiner Jurisdiktion unterstehenden Personen einen au\u00dferordentlichen und ma\u00dfvollen Beitrag auferlegen (can. 1263). In jedem Fall ist bei der Entgegennahme von Gaben der Gl\u00e4ubigen daran zu denken, dass der Wille des Spenders gewissenhaft zu respektieren ist, so dass es nicht erlaubt ist, sie f\u00fcr einen anderen Zweck zu verwenden:<em> \"Die von den Gl\u00e4ubigen f\u00fcr einen bestimmten Zweck eingegangenen Verpflichtungen k\u00f6nnen nur f\u00fcr diesen Zweck verwendet werden.<\/em> (c. 1267, \u00a7 3).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Kirche und ihre Institutionen heute viele verantwortungsvolle T\u00e4tigkeiten aus\u00fcben. Es gibt noch mehr, was im Rahmen der sozialen Verantwortung der Unternehmen getan werden k\u00f6nnte, wenn man die F\u00e4higkeit zur Solidarit\u00e4t ber\u00fccksichtigt, die sie im Laufe der Jahrhunderte bewiesen hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die Kirche muss selbstbewusst sein, ihr Tun wertsch\u00e4tzen, Komplexe in ihren Beziehungen zur Gesellschaft beseitigen und die Verantwortlichen dazu bringen, das soziale Handeln der Kirche als wirksamen Beitrag zum Aufbau einer partizipativen Gesellschaft zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Sinne muss sie die Instrumente der Zivilgesellschaft zu nutzen wissen, auch wenn sie sich der Risiken bewusst ist, die mit einer wilden und komplexen Wirtschaftsgesellschaft verbunden sind. Auf diesem Weg kann sie als Mensch, der sie ist, Fehler machen, aber sie wird es richtig machen, wenn sie sich dem Prozess anschlie\u00dft, der von den Institutionen gef\u00f6rdert wird, die die soziale Verantwortung der Unternehmen sch\u00e4tzen und f\u00f6rdern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Con esta breve exposici\u00f3n intento acercarme, para ser fiel al t\u00edtulo asignado, a aquellas necesidades de la Iglesia, con sus problemas, soluciones y retos que puedan ayudar a conocer las acciones de la misma Iglesia en sus diversas instituciones (obispados, \u00f3rdenes religiosas, parroquias, C\u00e1ritas, grupos de voluntarios) cuya organizaci\u00f3n, gesti\u00f3n y objetivos se acercan o [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6610,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[42],"tags":[],"class_list":["post-4104","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-experiencias"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>El uso responsable y social de los bienes de la Iglesia - Omnes<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"El autor analiza aspectos de la gesti\u00f3n econ\u00f3mica y social de instituciones eclesiales y aporta sugerencias de futuro.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/erfahrungen\/die-verantwortungsvolle-und-soziale-nutzung-von-kircheneigentum-omnes\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"El uso responsable y social de los bienes de la Iglesia - Omnes\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"El autor analiza aspectos de la gesti\u00f3n econ\u00f3mica y social de instituciones eclesiales y aporta sugerencias de futuro.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/erfahrungen\/die-verantwortungsvolle-und-soziale-nutzung-von-kircheneigentum-omnes\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Omnes\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2019-02-07T11:56:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-06-06T11:00:31+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/cats.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2248\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1513\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Omnes\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Omnes\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"NewsArticle\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/experiencias\\\/el-uso-responsable-y-social-de-los-bienes-de-la-iglesia-omnes\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/actualidad\\\/experiencias\\\/el-uso-responsable-y-social-de-los-bienes-de-la-iglesia-omnes\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Omnes\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.omnesmag.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/13db9f35f418e3a5dfa31c851f5aaaf5\"},\"headline\":\"El uso responsable y social de los bienes de la Iglesia. 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