{"id":41185,"date":"2024-08-21T06:00:00","date_gmt":"2024-08-21T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/omnesmag.com\/?p=41185"},"modified":"2024-08-20T11:15:45","modified_gmt":"2024-08-20T09:15:45","slug":"jordanische-schatztruhe-in-der-wuste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/jordania-cofre-del-tesoro-en-el-desierto\/","title":{"rendered":"Jordanien, eine Schatztruhe in der W\u00fcste"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich eine W\u00fcste vor, das Wadi Rum, mit seinen ocker-, bernstein-, safran- und orangefarbenen T\u00f6nen, die je nach Jahreszeit, Wetter und Sonneneinstrahlung variieren und bei Sonnenuntergang besonders leuchtend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich auch einen kurzen K\u00fcstenabschnitt am Roten Meer vor, wo das wassergr\u00fcne Meer unter dem t\u00fcrkisblauen Himmel mit seinen Wellen ein zerkl\u00fcftetes und \u00f6des Land k\u00fcsst, zerkl\u00fcftet und voller kahler felsiger Berge, von denen aus man die Str\u00e4nde Israels, \u00c4gyptens und Saudi-Arabiens sehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich noch mehr vor: die Marmors\u00e4ulen des alten Jerash, die salzwei\u00dfen Ufer des Toten Meeres, die monumentale Sch\u00f6nheit von Petra, die wie eine Perle in der W\u00fcste liegt. Und das langsame Flie\u00dfen des Jordans, der L\u00e4nder, Welten, Kulturen und Gemeinschaften trennt, die um Harmonie ringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berge, Grenzen, Sprachen, Kulturen, W\u00fcsten und H\u00fcgel: das ist Jordanien, eine Schatztruhe in der W\u00fcste.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Ursprung des Namens<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jordanien, offiziell das Haschemitische K\u00f6nigreich Jordanien, ist ein Land im Nahen Osten. Es grenzt im Norden an Syrien, im Nordosten an den Irak, im Osten und S\u00fcden an Saudi-Arabien, im S\u00fcdwesten an das Rote Meer und im Westen an Israel und das Westjordanland. Die Hauptstadt Amman ist mit \u00fcber 4 Millionen Einwohnern auch die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes und sein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Name \"Jordan\" leitet sich von dem Fluss Jordan ab, genauer gesagt von der hebr\u00e4ischen Bezeichnung des Flusses: <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/die-heilige-erde-des-jesus\/\">Yarden<\/a>(von \u05d9\u05e8\u05d3, yarad, was \"hinabsteigen\" bedeutet und das Gef\u00e4lle des Flusses von seiner Quelle am Berg Hermon bis zum Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde, auf -430 Metern \u00fcber dem Meeresspiegel, widerspiegelt). Das Gebiet, das dem heutigen Jordan entspricht, war jedoch historisch (auch in der Bibel) als Transjordanien bekannt, d. h. \"jenseits des Jordans\", \"die andere Seite des Jordans\", um das Land \u00f6stlich des Flusses zu bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Politisches System und Bev\u00f6lkerung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Land hat eine Fl\u00e4che von 89.342 km\u00b2 (etwa so gro\u00df wie Portugal) und eine Bev\u00f6lkerung von rund 11,5 Millionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der K\u00f6nig mit weitreichenden exekutiven und legislativen Befugnissen ausgestattet ist. Der derzeitige Monarch ist K\u00f6nig Abdullah II., Sohn des ber\u00fchmten Hussein und einer seiner Ehefrauen, der seit 1999 an der Macht ist. Das K\u00f6nigreich hei\u00dft Haschemitisch nach der Dynastie der K\u00f6nigsfamilie, die behauptet, direkt von Mohammed abzustammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mehrheit der jordanischen Bev\u00f6lkerung ist arabisch, wobei 60 %-70 % pal\u00e4stinensischer Herkunft sind (K\u00f6nigin Rania geh\u00f6rt zu dieser Gruppe). Demgegen\u00fcber sind zwischen 30 % und 40 % beduinischer Herkunft. Au\u00dferdem gibt es kleine Gemeinschaften von Tscherkessen, Tschetschenen und Armeniern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der sunnitische Islam ist die Religion von etwa 97 % der Bev\u00f6lkerung, w\u00e4hrend die Christen zwischen 2 % und 3 % ausmachen (meist griechisch-orthodoxe Christen, die dem Patriarchat von Jerusalem angeh\u00f6ren, aber auch Katholiken und Protestanten). Drusen und Baha'i stellen kleine Minderheiten dar. Das Land ist jedoch f\u00fcr seine religi\u00f6se Toleranz und die friedliche Koexistenz zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften bekannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jordaniens Wirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jordanien verf\u00fcgt \u00fcber eine der am st\u00e4rksten diversifizierten Volkswirtschaften des Nahen Ostens mit Schl\u00fcsselsektoren wie Tourismus, Phosphatindustrie, Textilien, Pharmazeutika und Finanzdienstleistungen, obwohl das Land in hohem Ma\u00dfe von ausl\u00e4ndischer Hilfe, insbesondere aus den USA und den Golfstaaten, abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist auch von strategischer Bedeutung, sowohl wegen seiner politischen Stabilit\u00e4t als auch wegen der gem\u00e4\u00dfigten Haltung seines Regimes, das ein wichtiger Akteur bei der Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit in der Region ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"526\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41189\" style=\"width:714px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1.jpg 920w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1-700x400.jpg 700w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1-768x439.jpg 768w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1-18x10.jpg 18w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20180908_110452-1-600x343.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die W\u00fcste in Jordanien<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alte Geschichte: von den Ammonitern zu den Nabat\u00e4ern<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jordanien hat eine reiche Geschichte, die auf die vielen Zivilisationen und Kulturen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, die im Laufe der Jahrtausende aufeinander folgten. Die Region ist ein Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fr\u00fchesten Hinweise auf menschliche Besiedlung in der Region stammen aus dem Pal\u00e4olithikum (vor ca. 200 000 Jahren), doch erst in der Jungsteinzeit (ca. 8500-4500 v. Chr.) entwickelten sich hier einige der ersten landwirtschaftlichen Gemeinschaften der Welt. In der Bronzezeit (ca. 3300-1200 v. Chr.) florierten die Handelswege, die den \u00f6stlichen Mittelmeerraum mit Mesopotamien verbanden, und mehrere Stadtstaaten und kleine K\u00f6nigreiche bl\u00fchten hier auf, darunter eines, das mit dem biblischen Sodom (auf der israelischen Seite des Jordan) in Verbindung gebracht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber erst in der Eisenzeit (ca. 1200-539 v. Chr.) entstanden die ber\u00fchmten K\u00f6nigreiche und V\u00f6lker, die auch in der Bibel erw\u00e4hnt werden, insbesondere die Ammoniter (die in der Gegend von Amman lebten, benannt nach ihrer Hauptstadt Rabbath Ammon).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie waren ein semitisches Volk, das nicht nur aus wirtschaftlichen und territorialen, sondern auch aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden h\u00e4ufig mit den Israeliten (und anderen benachbarten M\u00e4chten) in Konflikt geriet. Tats\u00e4chlich waren die Ammoniter wie andere semitische V\u00f6lker der Region polytheistisch, \"heidnisch\" und brachten ihrer Hauptgottheit Milkom, auch Moloch genannt, Menschenopfer dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderes Volk, das vor allem durch die Berichte in den hebr\u00e4ischen und christlichen Schriften bekannt wurde, sind die Moabiter. Das sch\u00f6ne \"<a href=\"https:\/\/www.conferenciaepiscopal.es\/biblia\/rut\/\">Buch Ruth<\/a>\"Die Geschichte einer Moabiterin, Rut, der Witwe eines Israeliten, die durch eine Hungersnot gezwungen wird, mit ihrer Schwiegermutter Noemi in den Geburtsort der Familie ihres verstorbenen Mannes, Bethlehem in Jud\u00e4a, zur\u00fcckzukehren, wo sie die Frau von Boas, dem n\u00e4chsten Verwandten ihres Mannes, wird und ihm einen Sohn, Obed, gebiert, der der Vater von Jesse, dem Vater des K\u00f6nigs, wird. Dort wird sie nach vielen Entbehrungen die Frau von Boas, dem n\u00e4chsten Verwandten ihres Mannes, und bringt ihm einen Sohn, Obed, zur Welt, der der Vater von Isai, dem Vater des K\u00f6nigs David, werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie die Ammoniter und andere V\u00f6lker der Region waren auch die Moabiter bei den Israeliten wegen ihrer religi\u00f6sen Praktiken unbeliebt. Sie lebten in dem Gebiet unmittelbar \u00f6stlich des Toten Meeres, und ihre wichtigste Stadt war Qir-Moab (heute al-Karak).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Edomiter (aus (Edom)) hingegen waren im s\u00fcdlichen Teil des heutigen Jordaniens ans\u00e4ssig. Sie hatten Bosra als Hauptstadt (gr\u00fcndeten aber auch Petra) und kontrollierten die wichtigsten Handelsrouten vom Mittelmeer nach <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/jemen-i\/\">Arabien<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle diese V\u00f6lker sprachen nordwestsemitische Sprachen (wie Hebr\u00e4isch, Ph\u00f6nizisch und Aram\u00e4isch). Tats\u00e4chlich bildeten ihre Sprachen ein dialektales Kontinuum (ph\u00f6nizisch-punisch und kanaanitisch-hebr\u00e4isch), so dass sich Hebr\u00e4er, Moabiter, Ph\u00f6nizier, Edomiter und Ammoniter - abgesehen von nicht allzu gro\u00dfen Unterschieden - gegenseitig verstehen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen 539 (Eroberung durch Kyros den Gro\u00dfen) und 332 v. Chr. wurde die Region Teil des persischen Reiches, geriet dann unter hellenistischen Einfluss und war zwischen 332 und 63 v. Chr. zwischen den Ptolem\u00e4ern in \u00c4gypten und den Seleukiden in Syrien umk\u00e4mpft, Dynastien, die sich die von Alexander dem Gro\u00dfen unterworfenen Gebiete aufteilten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dieser Zeit stammt die Entwicklung einer Gruppe von zehn St\u00e4dten, die als Dekapolis bekannt sind. Diese waren politisch v\u00f6llig unabh\u00e4ngig voneinander, wurden aber aufgrund ihrer starken sprachlichen und kulturellen Verwandtschaft unter einem Namen zusammengefasst, da sie griechisch-r\u00f6mische (oder gemischte) und heidnische Zentren in einem haupts\u00e4chlich semitischen Gebiet waren. Dazu geh\u00f6rten St\u00e4dte wie Damaskus, Amman (damals nicht mehr als Rabbath Ammon, sondern als Philistia bekannt), Jerash (Jerash), Scythopolis (heute Beth-Shean in Israel, die einzige Stadt westlich des Jordans), Hippos (Hippus oder Sussita), Gadara (Umm Qays). Alle diese St\u00e4dte, mit Ausnahme von Skythopolis (in Israel) und Damaskus (in Syrien), lagen auf dem Gebiet des heutigen Jordaniens und genossen in r\u00f6mischer Zeit (63 v. Chr. - 324 n. Chr.) trotz ihrer Eingliederung in das Reich weiterhin gro\u00dfe Autonomie und Wohlstand.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"920\" height=\"526\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41190\" style=\"width:666px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1.jpg 920w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1-700x400.jpg 700w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1-768x439.jpg 768w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1-18x10.jpg 18w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_20200220_164031-1-600x343.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 920px) 100vw, 920px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jordanien in den Evangelien<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den Evangelien wird viel \u00fcber das Gebiet der Gadarener oder Gerasener (in der Dekapolis) berichtet, und besonders ber\u00fchmt ist die Episode des Wunders, das Jesus auf der anderen Seite des Sees Genezareth an einem Besessenen vollbrachte, dessen Befreiung die Geister, die ihn besessen hatten, zu einer Herde von Schweinen f\u00fchrte, die dann von einer Klippe ins Wasser sprangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant an dieser Episode ist aus historischer Sicht vor allem die Anwesenheit von Schweinen, die in Israel als unrein galten (und gelten), aber in dieser heidnischen Gegend gez\u00fcchtet werden konnten. Au\u00dferdem konnte das Ereignis aufgrund topografischer Hinweise am Ostufer des Tiberiassees in einer Siedlung lokalisiert werden, die in der Antike unter dem Namen Kursi (eine Stadt im Gebiet der Dekapolis) bekannt war, und zwar in der N\u00e4he von Hippos-Sussita, da sich die Klippe eines Vorgebirges \u00fcber das Wasser erhob.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die \u00dcberreste eines byzantinischen Klosters, das im 6. Jahrhundert an der Stelle des Wunders errichtet wurde, wurden hier gefunden und k\u00f6nnen heute besichtigt werden. Ein weiterer Ort von besonderem Wert aus j\u00fcdisch-christlicher Sicht ist der Berg Nebo im Westen Jordaniens, ganz in der N\u00e4he der Grenze zu Israel und dem Westjordanland, wo sich ein katholisches Kloster befindet, von dem aus man, wie Moses es traditionell tat, das Tote Meer, das Jordantal mit der Stadt Jericho und die jud\u00e4ischen Berge bis nach Jerusalem \u00fcberblicken kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Hippo aus, das kurz nach dem Tod Jesu zu einem bl\u00fchenden christlichen Zentrum wurde, soll sich die gesamte christliche Gemeinde Jerusalems, die in den Jahren der Zerst\u00f6rung der Stadt und des Tempels durch die R\u00f6mer hier Zuflucht fand, \u00fcber ganz Transjordanien verbreitet haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Nabat\u00e4er<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere wichtige einheimische Bev\u00f6lkerung und ein K\u00f6nigreich waren die Nabat\u00e4er (die Zeit des nabat\u00e4ischen K\u00f6nigreichs reichte vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis 106 n. Chr., als es von Trajan annektiert wurde, der es zur Provinz Arabia Petrea machte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu anderen V\u00f6lkern wie den Moabitern oder Ammonitern sprachen die Nabat\u00e4er bereits eine Form des Aram\u00e4ischen (eine Verkehrssprache der damaligen Zeit, also keine kanaan\u00e4ische Sprache wie Hebr\u00e4isch, Ph\u00f6nizisch, Moabitisch usw., auch wenn sie mit diesen Sprachen verwandt ist) und hatten eine Variante des aram\u00e4ischen Alphabets entwickelt, aus der nach Ansicht einiger Gelehrter sp\u00e4ter das heute noch verwendete arabische Alphabet hervorging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Juwel in der Krone der Nabat\u00e4er, die bereits f\u00fcr ihr Handelsgeschick bekannt waren, war ihre Hauptstadt Petra, die f\u00fcr ihre Felsenarchitektur weltber\u00fchmt ist und zu einem wichtigen Zentrum an der Karawanenroute zwischen Arabien und dem Mittelmeer wurde. Die von den Edomitern (den Vorl\u00e4ufern der Nabat\u00e4er) unter dem Namen Reqem oder Raqmu ('die Motley') gegr\u00fcndete Stadt wurde nach einer Bl\u00fctezeit, die bis in die r\u00f6mische und byzantinische Zeit hinein andauerte, erst im 8. nachchristlichen Jahrhundert aufgegeben.Jahrhundert n. Chr. aufgegeben. Mit Ausnahme einiger lokaler Beduinenfamilien blieb sie dem Rest der Welt bis 1812 unbekannt, als der Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt sie auf einer seiner Reisen \"wiederentdeckte\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Teilung des R\u00f6mischen Reiches wurde Jordanien Teil des \u00d6stlichen (Byzantinischen) Reiches, das bis zur islamischen Eroberung einen wachsenden Einfluss des Christentums mit dem Bau zahlreicher Kirchen und Kl\u00f6ster erlebte. Zu den wichtigsten byzantinischen St\u00e4tten in Jordanien geh\u00f6rt Madaba, das f\u00fcr seine Mosaike bekannt ist, darunter die Madaba-Karte, eine detaillierte Darstellung des Heiligen Landes.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Imagine un desierto, el de Wadi Rum, de colores ocres, \u00e1mbar, azafr\u00e1n y naranja, cuyas tonalidades var\u00edan seg\u00fan la estaci\u00f3n, el tiempo, los rayos del sol y que se iluminan especialmente al atardecer. 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