{"id":46115,"date":"2025-03-12T06:42:00","date_gmt":"2025-03-12T04:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.omnesmag.com\/?p=46115"},"modified":"2025-03-11T17:45:22","modified_gmt":"2025-03-11T15:45:22","slug":"theologische-grundlage-geistliche-liturgische-musik-geschichte-geistliche-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/recursos\/fundamento-teologico-musica-sacra-liturgica-historia-musica-sacra\/","title":{"rendered":"Eine Geschichte der Kirchenmusik"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/theologische-grundlagen-der-geistlichen-und-liturgischen-musik\/\">Artikel 1: Auf der Suche nach einer theologischen Grundlage f\u00fcr geistliche und liturgische Musik<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Artikel 2: Auf der Suche nach den theologischen Grundlagen der geistlichen und liturgischen Musik. Eine Geschichte der geistlichen Musik<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\"Die T\u00f6ne vergehen, weil sie nicht geschrieben werden k\u00f6nnen\", St. Isidor - 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hat jemand einen Kassettenrekorder?&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Nachdem sie den Hymnus (\u1f51\u03bc\u03bd\u03ae\u03c3\u03b1\u03bd\u03c4\u03b5\u03c2) gesungen hatten, machten sie sich auf den Weg zum \u00d6lberg\". (Mt 26,30; Mk 14,26).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">James McKinnon schl\u00e4gt vor, dass dieses Lied der zweite Teil des Hallel Oxirr (Psalmen 113-118) gewesen sein k\u00f6nnte, eines der rituellen Lieder des letzten Abendmahls. Selbst wenn dies nicht der Fall war - wenn man der Chronologie des Johannes folgt -, zeigt dieses Zitat eine Verbindung zwischen dem Gesang bei j\u00fcdischen und christlichen Zeremonialmahlzeiten. Klar ist, dass Jesus Christus selbst mit seinen J\u00fcngern gesungen hat. Wir k\u00f6nnen jedoch nicht wissen, auf welche Weise sie gesungen haben, denn zu dieser Zeit wurde Musik weder geschrieben noch aufgezeichnet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist der Ausgangspunkt f\u00fcr die christliche Musik, die erst Ende des 9. Jahrhunderts niedergeschrieben werden konnte. Damit beginnen wir die besondere historische Reise, die wir im <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/theologische-grundlagen-der-geistlichen-und-liturgischen-musik\/\">vorheriger Artikel<\/a>. Wir werden uns zun\u00e4chst mit diesen neun Jahrhunderten ohne Schrift befassen: die Herausforderung einer Musik, die seit Jahrhunderten niemand mehr geh\u00f6rt hat und die \u00fcberdies weder aufgeschrieben noch aufgezeichnet wurde. Im 7. Jahrhundert wies der heilige Isidor von Sevilla noch auf die Frage hin (<em>Etymologien<\/em> III,15): \"Wenn der Mensch die T\u00f6ne nicht im Ged\u00e4chtnis beh\u00e4lt, gehen sie verloren, weil sie nicht aufgeschrieben werden k\u00f6nnen\".<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kirche auf der Suche nach ihrer Musik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Musik der Christen des ersten Jahrtausends umfasste weit mehr als den gregorianischen Gesang. Man sollte auch nicht denken, dass der gregorianische Gesang pl\u00f6tzlich entstanden ist. Von besonderem Interesse ist, was wir \u00fcber den Weg, der zu seiner Entstehung im 9. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir unterteilen diese ersten neun Jahrhunderte daher in drei Perioden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) <strong>In den ersten drei oder vier Jahrhunderten<\/strong>Die christliche Liturgie wurde in griechischer Sprache und mit viel \"Improvisation\" gefeiert, da die liturgischen Texte noch nicht festgelegt waren. Andererseits ging das, was wir unter fr\u00fchchristlichem Gesang verstehen, \u00fcber die Liturgie hinaus. Auf jeden Fall ist die \u00fcberlieferte Dokumentation aus den ersten beiden Jahrhunderten sehr sp\u00e4rlich. Wir haben mehr Nachrichten aus dem 3. und vor allem aus dem 4.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) <strong>Vom 4. bis zum 8. Jahrhundert,<\/strong> Sicherlich haben Ereignisse vom Ausma\u00df des Edikts von Mailand (313) oder des Konzils von Nic\u00e4a (325) dazu gef\u00fchrt, dass in verschiedenen christlichen Gemeinschaften unterschiedliche Arten von Ges\u00e4ngen entstanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) <strong>Im 9. Jahrhundert<\/strong>Karl der Gro\u00dfe f\u00f6rderte die Vereinheitlichung der Liturgie in seinem Reich. Die darauf folgende Vereinheitlichung des Gesangs war keine leichte Aufgabe, und der Prozess f\u00fchrte zu einer neuen Art von Gesang, dem gregorianischen Gesang (man beachte, dass der heilige Gregor der Gro\u00dfe bereits seit zwei Jahrhunderten tot war!) ) Einige Zeit sp\u00e4ter, in den letzten beiden Jahrzehnten desselben Jahrhunderts, erschienen die ersten Dokumente mit etablierten Systemen der musikalischen Notation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis? Ein Gesang - der gregorianische Gesang -, der heute als \"der r\u00f6mischen Liturgie eigen\" bezeichnet wird (<em><a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/archive\/hist_councils\/ii_vatican_council\/documents\/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_sp.html\">Sakrosanktum Konzil<\/a>,<\/em> 116) und einige andere Arten von Ges\u00e4ngen, die \u00fcber das ganze Land verstreut sind. Einige von ihnen wurden nicht mehr verwendet, wie der hispanische mozarabische Gesang, andere haben bis heute \u00fcberlebt, wie der Mail\u00e4nder Gesang. John Caldwell vertritt die Auffassung, dass die in der Kirche entstandene Musikkunst der Vorl\u00e4ufer der modernen westlichen Musik war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vom semitischen Gesang zur lateinischen Liturgie (3.-4. Jh.)<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Exkurs: Tempel, Synagoge und Gottesdienst<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bibel zeigt, dass die Musik im Tempel von Jerusalem, insbesondere im ersten Tempel Salomos (der im 6. Jahrhundert v. Chr. zerst\u00f6rt wurde), sehr aufwendig war, mit gro\u00dfen Ch\u00f6ren und einer bemerkenswerten Vielfalt an Instrumenten (vgl. 2Chr 5,12-14; 2Chr 7,6; 2Chr 9,11; 2Chr 23,13; 2Chr 29,25-28).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Exil kam, und w\u00e4hrend der 70 Jahre in Babylon \u00fcberdachte das Volk Israel viele Fragen \u00fcber seine Beziehung zu Gott und seine Anbetung. Wir werden sp\u00e4ter auf diesen Punkt zur\u00fcckkommen, da er sehr wichtig ist. F\u00fcr den Moment gen\u00fcgt es, darauf hinzuweisen, dass nach dem Wiederaufbau des Tempels (516 v. Chr.) die Musik im Tempel eine erhebliche Einschr\u00e4nkung erfuhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Synagoge hingegen war der Gesang streng und wurde meist nicht von Instrumenten begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Tempel der Ort des Opfers war, w\u00e4hrend die Synagoge dem Lesen des Wortes und der Unterweisung diente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere wichtige Tatsache: Anfangs besuchten die Christen weiterhin sowohl den Tempel als auch die Synagoge. Doch schon bald h\u00f6rten sie auf, in den Tempel zu gehen, denn die Neuheit Christi und seines Opfers war etwas v\u00f6llig anderes als der dortige Gottesdienst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der semitische Einfluss auf den fr\u00fchchristlichen Gesang<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00fcngsten Studien zufolge war der fr\u00fcheste christliche Gesang bei den feierlichen Mahlzeiten pr\u00e4senter als in der Liturgie selbst. Ob fr\u00fcher oder sp\u00e4ter, ob f\u00fcr die Liturgie oder au\u00dferhalb, die Christen orientierten sich an zwei Formen des Gesangs, die sie in ihrer urspr\u00fcnglichen Umgebung kannten: dem Psalmengesang und der Kantillation der Lesungen. Die Psalmen wurden in den aus der Tradition stammenden T\u00f6nen gesungen, aber vereinfacht: mit einer einzigen Stimme und im Allgemeinen ohne Instrumente. Die Kantillation war eine \"gesungene Rezitation\", ein deklamatorischer Stil auf halbem Weg zwischen Sprache und Gesang, der dem Text mehr Ausdruckskraft und Feierlichkeit verlieh.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese beiden Verfahren bilden die Grundlage des gesamten christlichen Gesangs. Sie gut zu verstehen, ist der Schl\u00fcssel, um die Geheimnisse des sp\u00e4teren Gesangs zu entschl\u00fcsseln. Auf jeden Fall scheinen die Melodien keine Kopien des hebr\u00e4ischen Gesangs zu sein. Alberto Turco behauptet, dass es sich um westliche Melodien handelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">... Und die Hymnen auf Griechisch<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Ausbreitung des Christentums erreichten Liturgie und Gesang bald auch andere L\u00e4nder. Da wir uns auf den Westen konzentrieren wollen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Ereignisse in Griechenland und Rom. Die bekannte Welt war bev\u00f6lkert von mystischen Religionen, orientalischen Kulten und Synkretismus. Koine-Griechisch war die Verkehrssprache, selbst in Rom und bei den Juden in der Diaspora. Zu dieser Zeit war die griechische Version des Alten Testaments bereits im Umlauf. Und der Gesang der Christen wurde bei ihrer Ankunft an jedem Ort so weit wie m\u00f6glich an den lokalen Kontext angepasst, und zwar in seiner griechischen Ausdrucksweise.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Belege f\u00fcr eine erhebliche Verbreitung neuer, spezifisch christlicher Lieder. Plinius der J\u00fcngere schrieb in einem offiziellen Dokument an den Kaiser Trajan (um 110): \"Sie singen christologische Hymnen, wie f\u00fcr einen Gott\". Joseph Ratzinger vermutet, dass diese Hymnen in der Fr\u00fchzeit eine wichtige Rolle bei der Kl\u00e4rung der Lehre spielten. Er geht sogar so weit, das Folgende zu behaupten:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\"Die ersten Entwicklungen der Christologie mit der immer tieferen Anerkennung der G\u00f6ttlichkeit Christi wurden wahrscheinlich gerade in den Liedern der Kirche verwirklicht, in der Verflechtung von Theologie, Poesie und Musik\". (\"Singt Gott mit Meisterschaft. Biblische Richtlinien f\u00fcr die Kirchenmusik\", Gesammelte Werke, V. 11, S. 450).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Sand und ein Kalk<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A lime: Trotz allem ist man sich einig, dass es einen gewissen semitischen Einfluss auf den christlichen Gesang gibt, auch wenn wir nicht feststellen k\u00f6nnen, in welchem Ma\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und noch etwas Sandiges: In den acht oder neun Jahrhunderten, die wir jetzt durchlaufen, gibt es nur eine einzige bekannte Ausnahme eines Manuskripts mit musikalischer Notation. Es handelt sich um den Oxyrhynchus-Papyrus 1786, der 1918 bei Ausgrabungen in Oxyrhynchus in \u00c4gypten entdeckt und 1922 erstmals ver\u00f6ffentlicht wurde. Es handelt sich um einen Hymnus, der die gesamte Sch\u00f6pfung auffordert, die Heilige Dreifaltigkeit zu preisen. Er stammt aus dem Ende des 3. Jahrhunderts. Der Text ist in griechischer Sprache verfasst und die Musik folgt einer alphabetischen Notation in griechischer Tradition. Es ist ein einstimmiger Hymnus, ohne Instrumente. <a href=\"https:\/\/portal.sds.ox.ac.uk\/articles\/online_resource\/P_Oxy_XV_1786_Christian_Hymn_with_Musical_Notation\/21132973?file=37675914\">Das Foto ist online verf\u00fcgbar<\/a>wie auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ksqqcBanAhs\">einige moderne Aufnahmen<\/a>Der Song k\u00f6nnte eine Probe dessen gewesen sein, was er h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"547\" src=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-1024x547.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-46120\" srcset=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-1024x547.jpg 1024w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-700x374.jpg 700w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-768x410.jpg 768w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-1536x820.jpg 1536w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-18x10.jpg 18w, https:\/\/www.omnesmag.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/1786-copy-600dpi-1-600x320.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Papyrus von Oxyrhynchus 1786. @Oxford Universit\u00e4t<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Punkt ist, dass wir nicht wissen k\u00f6nnen, inwieweit dieses Fragment repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Lieder dieser Zeit ist. Auch ist es nicht einfach, das Ausma\u00df der lokalen, nicht-semitischen Einfl\u00fcsse auf den Gesang abzusch\u00e4tzen. Dar\u00fcber hinaus werden in vielen Dokumenten die Begriffe \"Psalm\" und \"Hymne\" synonym verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wir gezeigt haben, brachten die neuen Ges\u00e4nge nicht nur Vorteile, sondern mancherorts auch Einfl\u00fcsse, die dem Christentum zuwiderliefen. Es ist bezeichnend, dass die Gnosis ab dem 2. Jahrhundert immer weiter in die Kirche eindrang, gerade durch den Gesang. Die Kirche ergriff damals einige Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vorbehalte der Kirche und der V\u00e4ter<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem Hintergrund ist auch das, was wir in den Schriften der V\u00e4ter lesen k\u00f6nnen, von Bedeutung. Auf diesen Punkt werden wir sp\u00e4ter in den Artikeln des theologischen Teils eingehen, aber jetzt ist es notwendig, einen Bezug herzustellen. Tatsache ist, dass es viele Schriften gegen den Gesang und vor allem gegen die Instrumente gibt. Wir stellen hier fest, dass trotz der Schwere der Probleme keine grundlegenden Gr\u00fcnde f\u00fcr die Musik genannt werden. Lassen Sie uns kurz vier dieser Gr\u00fcnde f\u00fcr Vorbehalte gegen\u00fcber der Musik nennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) M\u00f6gliche Assimilation an mystische Kulte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Das Eindringen von sinnlichen Elementen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Der bereits erw\u00e4hnte Einfluss der gnostischen Lehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">d) Johannes Quasten weist auf die neuplatonische Ausbildung einiger Schriftsteller und V\u00e4ter hin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn dies tats\u00e4chlich die wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr die Vorsicht sind, so verlangen sie selbst nach einem grundlegenden Kriterium, das jede wahre liturgische Musik \u00fcberpr\u00fcft. Genau das werden wir im Laufe dieser Artikel zu kl\u00e4ren versuchen. Warum sonst erkl\u00e4rt Joseph Ratzinger bei verschiedenen Gelegenheiten, dass die Liturgie <em>erfordert<\/em> Singen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der n\u00e4chsten Folge werden wir die Entwicklung dieser historischen Periode der Abwesenheit von Musiknotation weiter verfolgen. Erinnern wir uns daran, dass die Dokumente aus dem 4. Jahrhundert reichhaltiger sind und die Fakten seither weniger zaghaft dargestellt werden, was uns erlaubt, die Ereignisse besser zu rekonstruieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier finden Sie einige Titel von unterschiedlicher thematischer und technischer Qualit\u00e4t, die Sie weiter lesen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bibliografische Anmerkung:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um sich einen \u00dcberblick \u00fcber den gregorianischen Gesang zu verschaffen, empfiehlt es sich, zwei wichtige Handb\u00fccher in spanischer Sprache und von unterschiedlicher fachlicher Tiefe zu konsultieren, die von zwei gro\u00dfen Autoren stammen. Erstens, <em>Gregorianischer Choral: Geschichte, Liturgie, Formen...<\/em> von Juan Carlos Asensio Palacios (Madrid, Alianza M\u00fasica, 2003), das eine ausf\u00fchrliche Einf\u00fchrung in das Thema bietet. Andererseits bietet Daniel Saulnier, ein weiterer gro\u00dfer Experte, in <em>gregorianischer Gesang<\/em> (\u00fcbersetzt von Ernesto Dolado, Solesmes, 2001), eine ebenso tiefgr\u00fcndige Perspektive, wenn auch viel k\u00fcrzer und in einem viel informativeren Stil.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderer, aber ebenso grundlegender Ansatz wird in zwei anderen Handb\u00fcchern von Alberto Turco verfolgt. Das erste, <em>Einf\u00fchrung in den Gregorianischen Choral<\/em> (Citt\u00e0 del Vaticano, Libreria Editrice Vaticana, 2016), bietet eine klare und zug\u00e4ngliche Einf\u00fchrung in den gregorianischen Gesang, w\u00e4hrend das zweite, <em>Gregorianischer Choral: Grundlegender Kurs<\/em> (Rom, Torre d'Orfeo, 3. Auflage, 1996), bietet eine technischere und strukturiertere Sichtweise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was die eher historischen Ver\u00f6ffentlichungen betrifft, so kann man die von Peter Jeffery vorgeschlagene Aktualisierung in<em> Musikalische Hinterlassenschaften aus der Antike, <\/em>im ersten Band von <em>Die Cambridge Geschichte der Musik des Mittelalters,<\/em> herausgegeben von Mark Everist und Thomas Kelly (Cambridge, University Press, 2018), oder der von James W. McKinnon herausgegebene Band, <em>Antike und Mittelalter: Von der griechischen Antike bis zum 15.<\/em>(Houndmills und London, The Macmillan Press, 1990).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl schon etwas \u00e4lter, ist die Arbeit von Solange Corbin immer noch von gro\u00dfem Wert, <em>Die Kirche bei der Eroberung ihrer Musik<\/em> (Paris, Gallimard, 1960) und <em>Musik und Gottesdienst im heidnischen und christlichen Altertum<\/em> von Johannes Quasten (\u00fcbersetzt von Boniface Ramsey, Washington, D.C., National Association of Pastoral Musicians, 1983). Quastens Buch ist nach wie vor ein wichtiges Nachschlagewerk \u00fcber die Beziehung zwischen Musik und Gottesdienst in der Antike.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiges Werk \u00fcber die Entstehung des mittelalterlichen Gesangs ist <em>Mit Stimme und Feder: Das mittelalterliche Lied kennenlernen und wie es gemacht wurde<\/em> von Leo Treitler (Oxford, New York, Oxford University Press, 2007). Dieser Sammelband versammelt die wichtigsten Artikel von Treitler, einem Autor, der die Forschung zum mittelalterlichen christlichen Gesang ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich gibt es zwei B\u00e4nde \u00fcber die Karolingerzeit, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Entwicklung des gregorianischen Gesangs und der musikalischen Notation wichtig sind. Der erste ist <em>Gregorianischer Gesang und die Karolinger<\/em> von Kenneth Levy (Princeton, N.J., Princeton University Press, 1998). Das zweite, neuere, ist <em>Das Schreiben von Kl\u00e4ngen im karolingischen Europa: Die Erfindung der musikalischen Notation<\/em> von Susan Rankin (Cambridge, UK, New York, USA, Cambridge University Press, 2018), ein unverzichtbares Werk zum Verst\u00e4ndnis der Entstehung und des Einflusses der Musiknotation im karolingischen Europa.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Art\u00edculo 1: En busca del fundamento teol\u00f3gico de la m\u00fasica sacra y lit\u00fargica Art\u00edculo 2: En busca del fundamento teol\u00f3gico de la m\u00fasica sacra y lit\u00fargica. 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