{"id":4701,"date":"2020-02-06T14:59:46","date_gmt":"2020-02-06T14:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omnesmag.com\/?p=4701"},"modified":"2025-09-18T13:18:00","modified_gmt":"2025-09-18T11:18:00","slug":"wer-entscheidet-uber-die-erziehung-von-unseren-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/firmas\/quien-decide-la-educacion-de-nuestros-hijos\/","title":{"rendered":"Wer entscheidet \u00fcber die Bildung unserer Kinder?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell wurde Bildung eher als Pflicht denn als Recht angesehen. Die ersten Erkl\u00e4rungen der Rechte (die Erkl\u00e4rung von Virginia von 1776 und die franz\u00f6sische Erkl\u00e4rung von 1789) enthielten daher keinen Hinweis auf das Recht auf Bildung. Es war die Zeit der Aufkl\u00e4rung, in der die Einf\u00fchrung der Schulpflicht als w\u00fcnschenswert angesehen wurde. Da die Aufgabe der Erziehung traditionell der Kirche anvertraut war, entschied sich die Ideologie der Aufkl\u00e4rung daf\u00fcr, auf religi\u00f6se Bekenntnisse zu verzichten und die Erziehung in die H\u00e4nde des Staates zu legen. So \u00fcbernahm der Staat nach der Franz\u00f6sischen Revolution die direkte Verwaltung des Bildungswesens, das nun als \u00f6ffentliche Dienstleistung verstanden wurde. Die <em>Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte<\/em> von 1948 z\u00e4hlt zu den Grundrechten das Recht jeder Person auf Bildung, die obligatorisch und unentgeltlich sein muss, da ihr Ziel die volle Entfaltung der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit ist (Art. 26, 1 und 2). Und sie stellte fest, dass \"<em>die Eltern haben ein Vorrecht auf die Wahl der Art der Erziehung ihrer Kinder<\/em>\".<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Grundsatz der Neutralit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausgestaltung der Bildung als Recht und Pflicht eines jeden Menschen, die vom Staat unentgeltlich zur Verf\u00fcgung gestellt werden muss (Art. 27, 1 und 5 CE), stellt einen wichtigen Fortschritt in der Anerkennung der Menschenrechte dar, erfordert aber auch die \u00dcbernahme weitreichender Kompetenzen durch den Staat, bei deren Aus\u00fcbung er mit erheblichen Befugnissen ausgestattet ist. In Aus\u00fcbung der Befugnisse, die die Gesetzgebung der Regierung zuweist, k\u00f6nnte sie Indoktrinationsma\u00dfnahmen ergreifen, die in den Bereich des moralischen Gewissens der Kinder eindringen und als nicht respektvoll gegen\u00fcber den pers\u00f6nlichen \u00dcberzeugungen der Minderj\u00e4hrigen und\/oder ihrer Eltern angesehen werden, seien sie religi\u00f6ser, moralischer, ethischer oder philosophischer Natur. Genau hier setzt das Grundrecht der Eltern an, f\u00fcr ihre Kinder die moralische und religi\u00f6se Erziehung zu w\u00e4hlen, die ihren eigenen \u00dcberzeugungen entspricht, ein Recht, das sowohl von unserer Verfassung (Art. 27, 3) als auch von zahlreichen internationalen Texten und Vertr\u00e4gen anerkannt wird, die eine Sph\u00e4re der Autonomie und der Immunit\u00e4t garantieren, so dass die Eltern diese Lehren w\u00e4hlen oder ihren Kindern die Teilnahme an Lehren verweigern k\u00f6nnen, die ihren \u00dcberzeugungen zuwiderlaufen. Dieses Recht stellt eine Grenze f\u00fcr die Befugnis des Staates dar, das Bildungssystem zu regulieren, f\u00fcr das der Grundsatz der Neutralit\u00e4t gelten muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die obligatorische \u00dcbermittlung bestimmter Lehren, denen es an der erforderlichen Neutralit\u00e4t fehlte, wurde bereits mit dem ber\u00fchmten <em>Staatsb\u00fcrgerliche Bildung<\/em>die sich auf die moralische Erziehung der Kinder auf der Grundlage einer spezifischen Ideologie und Anthropologie auswirkten, die wir nicht alle teilen. Aus diesem Grund hat der Oberste Gerichtshof in seinem Urteil vom 11. Februar 2009 festgelegt, dass der Staat bei der Organisation des Bildungssystems in jedem Fall den Pluralismus respektieren muss, der einen h\u00f6heren Wert der Rechtsordnung darstellt. \"<em>Der Staat kann seine erzieherischen Befugnisse nicht so weit ausdehnen, dass er in das Recht der Eltern eingreift, \u00fcber die Erziehung ihrer Kinder zu entscheiden.<\/em>s religi\u00f6se und moralische Erziehung\" (FJ 9). Die Bildungsverwaltung ist nicht befugt \"<em>bestimmte Ansichten zu moralischen Fragen, die in der spanischen Gesellschaft umstritten sind, aufzudr\u00e4ngen oder zu vermitteln, und sei es auch nur indirekt.<\/em>\" (FJ 10).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diesen Bereich zu sch\u00fctzen, hat die Vereinigung <em>Bildung und die Person<\/em> und die F\u00f6deration <em>Spanien bildet in Freiheit aus<\/em> ein Dokument von <em>Zustimmung nach Inkenntnissetzung<\/em>die im M\u00e4rz 2009 an Eltern in ganz Spanien verteilt wurde. Darin bitten die Eltern um Informationen und geben ihr Einverst\u00e4ndnis - oder auch nicht - f\u00fcr die Teilnahme ihrer Kinder an schulischen Aktivit\u00e4ten (im Allgemeinen au\u00dferschulische Aktivit\u00e4ten wie Workshops, Vortr\u00e4ge usw.) oder f\u00fcr die Teilnahme an Schulungen mit moralischem, sexuellem oder ideologischem Inhalt, die von Personen au\u00dferhalb des Lehrk\u00f6rpers durchgef\u00fchrt werden, da diese Schulungen unter sehr unterschiedlichen anthropologischen, ethischen und psychologischen Gesichtspunkten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Dieses Dokument wurde in den letzten Wochen von einer Organisation und einer politischen Partei unter dem ungl\u00fccklichen Namen <em>elterlicher Stift.<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"nucleo-de-la-discusion\"><strong>Kern der Diskussion<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ersuchen um Information und Zustimmung der Eltern f\u00fcr au\u00dferschulische Aktivit\u00e4ten ist keine Ausnahme und wurde in Schulen bereits angewandt. In der Tat wurde es bis vor kurzem von den Bildungsverwaltungen der von linken Parteien regierten autonomen Gemeinschaften wie Extremadura (siehe Mitteilung an die Schulen vom 16. Oktober 2019) oder Valencia \u00fcbernommen. Zu Kontroversen kam es, als bestimmte Interessengruppen und politische Parteien ihre Anspr\u00fcche gef\u00e4hrdet sahen. Die Diskussion konzentrierte sich auf jene Aktivit\u00e4ten, Workshops oder Vortr\u00e4ge, die eine Ausbildung beinhalten <em>affektiv-sexuell<\/em>(dieselbe Extremadura-Gemeinschaft hat am 28. Oktober 2019 ein weiteres Kommuniqu\u00e9 verschickt, um Bildungsaktivit\u00e4ten \u00fcber Koedukation, affektiv-sexuelle Erziehung, Geschlechtsidentit\u00e4t oder -ausdruck oder Familienmodelle von der Notwendigkeit einer ausdr\u00fccklichen Zustimmung auszunehmen), wenn sie in \u00f6ffentlichen Schulen stattfinden, da Schulen mit religi\u00f6sen Idealen dies als Klausel zum Schutz ihrer religi\u00f6sen Identit\u00e4t und ihres Charakters geltend machen k\u00f6nnen. <em>ex <\/em>Art. 6 des Grundgesetzes \u00fcber die Religionsfreiheit. Es sei daran erinnert, dass die <em>Federaci\u00f3n Estatal de Lesbianas, Gais, Trans y Bisexuales (Staatlicher Verband der Lesben, Schwulen, Trans- und Bisexuellen)<\/em> und seine Einrichtungen forderten im Oktober 2019, dass das Bildungsministerium und die regionalen Ministerien ihre Bildungszentren in einem schriftlichen Dokument an die Notwendigkeit und Verpflichtung erinnern, diese Art von Ausbildung in ihren Klassen durchzuf\u00fchren und allen Sch\u00fclern anzubieten, sowie die sofortige R\u00fccknahme der Anweisungen, die die Zentren verpflichten, die Zustimmung der Eltern f\u00fcr bestimmte Ausbildungen einzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eltern, die prim\u00e4ren Pflichtentr\u00e4ger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig von der Bezeichnung des Dokuments haben wir es mit einem zentralen Thema zu tun, bei dem es um die Grundrechte und -freiheiten von Eltern und Kindern geht. Die Eltern werden beschuldigt, intolerant zu sein und zu versuchen, die ganzheitliche Erziehung ihrer Kinder einzuschr\u00e4nken, und es wird an die Verpflichtung der \u00f6ffentlichen Beh\u00f6rden appelliert, \u00fcber ihre Rechte zu wachen. Die Strategie ist sicherlich pervers. Sowohl der Pr\u00e4sident der Regierung, Pedro S\u00e1nchez, als auch die Bildungsministerin, Isabel Cela\u00e1, haben \u00f6ffentlich bekr\u00e4ftigt, dass die <em>Elternstift<\/em> verletzt das Recht der Kinder auf eine umfassende Bildung. Nichts k\u00f6nnte verdrehter sein, als die Menschen glauben zu machen, dass es die Eltern sind, die ihren Kindern das Recht auf Bildung vorenthalten, und dass es der Staat ist, der diese Verantwortung \u00fcbernehmen sollte. Dies ist ein schwerer Fehler. F\u00fcr die Erziehung ihrer Kinder sind in erster Linie die Eltern verantwortlich, sie entscheiden, was gut f\u00fcr sie ist. Der Staat \u00fcbernimmt subsidi\u00e4r die Aufgabe, sie nicht zu erziehen, sondern ihnen einen Schulplatz zur Verf\u00fcgung zu stellen, wobei er die Freiheit der Bildung und die Religions- und Gewissensfreiheit gewissenhaft achtet. Und auf der Grundlage dieser Freiheiten ist das Recht, die Erziehung von Minderj\u00e4hrigen in religi\u00f6ser, moralischer und weltanschaulicher Hinsicht zu w\u00e4hlen, das ausschlie\u00dfliche Recht der Eltern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<strong>Indoktrination<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bildung erfordert die Vermittlung von Werten, die heute so wichtig sind: Freiheit, Gleichheit und Nichtdiskriminierung, Achtung des Anderen, Pluralismus, Vielfalt und Toleranz gegen\u00fcber allen, Werte, die das moralische Substrat der Verfassungsordnung bilden. <em>Es ist dringend notwendig, Kinder dazu zu erziehen, die W\u00fcrde eines jeden Menschen anzuerkennen und zu respektieren.<\/em>. Und das unabh\u00e4ngig davon, welche anthropologische Auffassung von Sexualit\u00e4t oder Affektivit\u00e4t man hat. Was die obligatorische Neutralit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Beh\u00f6rden im Bereich der Bildung verbietet, ist die Vermittlung dieser Bildung nach einem bestimmten anthropologischen und ethischen Modell. Ausdr\u00fccke wie \"<em>Was dich zu einem Mann oder einer Frau macht, ist nicht, ob du mit dem einen oder dem anderen Geschlechtsteil geboren wirst, sondern wie du dich identifizierst\". <\/em>(ein Workshop \u00fcber sexuelle Vielfalt, der in einer Sekundarschule in Ciempozuelos f\u00fcr 10- und 11-J\u00e4hrige abgehalten wurde), \"<em>Neugierde auf Analsex: <\/em>gibt es <em>eine klare Trennung zwischen denen, die eindringen wollen, und denen, die eingedrungen werden wollen? <\/em>\"<em>eine gro\u00dfe Anzahl von Sexualpartnern zu haben, muss nicht abwertend gemeint sein<\/em>\" (COGAM-Leitfaden f\u00fcr Vortr\u00e4ge in Gymnasien), oder \"<em>die Schule muss die affektiv-sexuelle Erziehung auf der Grundlage der Attraktivit\u00e4t f\u00f6rdern<\/em>\", \"<em>Vermittlung von sexueller Befriedigung und Vergn\u00fcgen im Alleingang<\/em>\"(Programm <em>Skolae<\/em>Die Regierung von Navarra) gehen \u00fcber eine rein objektive und neutrale Ausbildung hinaus und stellen eine regelrechte Indoktrination dar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Grenzen des p\u00e4dagogischen Handelns<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eltern, die in ihrer Freiheit ihre Kinder nach einem anthropologischen und affektiven Konzept erziehen wollen, das sich von dem der LGTBI-Ideologie unterscheidet, sind weder homophob noch sexistisch. Die ideologischen Postulate der Gender-Ideologie stellen eine spezifische Art und Weise dar, den Menschen und die Sexualit\u00e4t zu begreifen, die wichtige moralische Auswirkungen hat, aber sie ist nicht die einzige. So k\u00f6nnen Minderj\u00e4hrige zwar \u00fcber die verschiedenen M\u00f6glichkeiten der Zeugung eines Mannes oder die verschiedenen Familienmodelle, die das Gesetz anerkennt, informiert werden, aber die moralische Bewertung, die ein Verhalten verdient, was gut und was schlecht ist, ist Teil der ideologischen, religi\u00f6sen und moralischen \u00dcberzeugungen, \u00fcber die nur die Eltern entscheiden k\u00f6nnen. Wie der spanische Oberste Gerichtshof festgestellt hat, stellen die in den Artikeln 16.1 und 27.3 der Verfassung verankerten Rechte eine Grenze f\u00fcr die erzieherischen Ma\u00dfnahmen des Staates dar. Eltern sollten nicht zulassen, dass ihre Kinder vom Staat moralisch indoktriniert werden. Unabh\u00e4ngig von ihrer Ideologie und ihren \u00dcberzeugungen. Es ist die Freiheit, die auf dem Spiel steht. n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tradicionalmente, la educaci\u00f3n se consider\u00f3 como un deber m\u00e1s que como un derecho. De ah\u00ed que las primeras declaraciones de derechos (la de Virginia, de 1776 y la francesa, de 1789) no hicieran referencia al derecho a la educaci\u00f3n. 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