{"id":50440,"date":"2025-06-27T06:00:00","date_gmt":"2025-06-27T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.omnesmag.com\/?p=50440"},"modified":"2025-08-12T20:49:24","modified_gmt":"2025-08-12T18:49:24","slug":"neue-archaologische-funde-heiliges-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/hallazgos-arqueologicos-recientes-tierra-santa\/","title":{"rendered":"Neueste arch\u00e4ologische Funde im Heiligen Land"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">In den ersten Monaten des Jahres 2025 wurden in der biblischen Region Israel\/Jordanien eine Reihe au\u00dfergew\u00f6hnlicher arch\u00e4ologischer Funde gemacht, von denen einige die Berichte \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.conferenciaepiscopal.es\/biblia\/\">Schriften<\/a>. Internationale und einheimische Forscher haben neue Daten beigesteuert, die mit biblischen Passagen in Verbindung stehen und jahrtausendealte Traditionen best\u00e4tigen oder relativieren. Hier sind die drei wichtigsten biblischen Entdeckungen der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2025.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>R\u00f6mischer Garten unter dem Heiligen Grab (Jerusalem)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im April 2025 wurde bekannt, dass die Universit\u00e4t Sapienza in Rom in Zusammenarbeit mit der israelischen Altertumsbeh\u00f6rde (IAA) Ausgrabungen unter der Basilika der <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/nachrichten\/archaologische-entdeckungen-heilige-grablege\/\">Heiliges Grab in Jerusalem<\/a>Die \u00dcberreste eines Gartens aus dem 1. Jh. n. Chr. Es wurden Oliven- und Rebensamen und Pollen aus der Zeit vor ca. 2.000 Jahren sowie niedrige Steinmauern und Erdaufsch\u00fcttungen gefunden, die auf ein altes landwirtschaftliches Gebiet hinweisen. Laut der Arch\u00e4ologin Francesca Stasolla deuten diese Beweise auf eine \"landwirtschaftliche Nutzung\" des Gebiets kurz vor der Zeit Hadrians (130 n. Chr.) hin, als der primitive Steinbruch aufgegeben und in einen Friedhof umgewandelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Fund passt bemerkenswert gut zum Johannesevangelium 19,41-42, in dem es hei\u00dft, dass \"an der Stelle, wo sie ihn kreuzigten, ein Garten war und in dem Garten ein neues Grab, in dem noch niemand begraben worden war\". Einem Zeitungsbericht zufolge wurde unter der Basilika - nicht weit vom Grab Christi und von Golgatha entfernt - \"ein kleiner Bereich mit \u00dcberresten von Wein- und Olivenanbau\" entdeckt, der etwa 2.000 Jahre zur\u00fcckliegt. Diese botanische Spur, die durch eine pal\u00e4obotanische Analyse gest\u00fctzt wird, untermauert die Historizit\u00e4t der Szene aus dem Evangelium: Sie belegt das Vorhandensein eines Obstgartens in der N\u00e4he der Grabst\u00e4tte, wie sie vom Heiligen Johannes beschrieben wird. Die Verbreitung der Funde in internationalen Medien wie National Geographic und Times of India best\u00e4tigt wiederum die Richtigkeit der Entdeckung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entdeckung f\u00fcgt arch\u00e4ologische Daten hinzu, die mit der christlichen Tradition \u00fcber das Grab Jesu vereinbar sind. Sie gibt uns ein genaueres Bild davon, wie diese Umgebung im 1. Jahrhundert n. Chr. ausgesehen haben k\u00f6nnte: ein antiker Steinbruch-Friedhof, der teilweise als Olivenhain und Weinberg umgenutzt wurde. Wie Stasolla sagt, \"liefert die Arch\u00e4ologie Daten, die dann interpretiert werden\", und in diesem Fall dokumentiert sie einen landwirtschaftlichen Raum im Steinbruch. F\u00fcr Theologen und Gl\u00e4ubige ist dies ein Beleg f\u00fcr den Bericht des Johannes, f\u00fcr Wissenschaftler liefert es einen neuen historischen Kontext. Die Ausgrabungen dauern noch an, aber schon jetzt gilt der Steinbruch als bedeutender Meilenstein f\u00fcr die Bibelwissenschaft (und f\u00fcr das mittelalterliche christliche Tempelrestaurierungsprojekt selbst).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits,<strong> <\/strong>Die Tatsache, dass der Tod und die Auferstehung Christi in einem \"Garten\" stattfanden, hat eine starke symbolische Bedeutung: Der neue Adam erl\u00f6st die S\u00fcnde des ersten Gartens (Eden).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hellenistische Pyramidenstruktur in Nahal Zohar (Jud\u00e4ische W\u00fcste)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im M\u00e4rz 2025 meldeten Arch\u00e4ologen der israelischen Altertumsbeh\u00f6rde die Entdeckung einer beeindruckenden, 2.200 Jahre alten Pyramidenstruktur in der Jud\u00e4ischen W\u00fcste bei Nahal Zohar. Es handelt sich um einen gro\u00dfen pyramidenf\u00f6rmigen (Grab-)H\u00fcgel aus handbehauenen Steinen, der auf die hellenistische Periode (Ptolem\u00e4er\/Seleukidenherrschaft) datiert wird. Unter der eingest\u00fcrzten Pyramide entdeckten sie eine \"Wegstation\", die offenbar von H\u00e4ndlern genutzt wurde, die Salz und Bitumen vom Toten Meer zum Mittelmeer transportierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausgrabungsst\u00e4tte erwies sich als sehr reichhaltig: Papiere und M\u00fcnzen, die auf die hellenistische Zeit verweisen. In der Tiefe wurden Papyrusrollen in griechischer Sprache und unter den Ptolem\u00e4ern und dem Seleukidenk\u00f6nig Antiochus IV. gepr\u00e4gte Bronzem\u00fcnzen sowie Waffen, Holzwerkzeuge und Ledertextilien ausgegraben, die dank des trockenen Klimas sehr gut erhalten sind. In einer von den Medien zitierten Pressemitteilung hei\u00dft es: \"Darunter befinden sich Papyrusrollen in griechischer Sprache, Bronzem\u00fcnzen, die w\u00e4hrend der Herrschaft der Ptolem\u00e4er und Antiochus IV. gepr\u00e4gt wurden, Waffen, Holzwerkzeuge und Ledertextilien\". Die Leiter der Ausgrabung (M. Toledano, E. Klein und A. Ganor) bezeichnen die Pyramide als einen \"revolution\u00e4ren\" Fund f\u00fcr die Geschichte der Region.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entdeckung erweitert unser Wissen \u00fcber die hellenistische Periode in der W\u00fcste Pal\u00e4stinas. Die Kombination der pyramidenf\u00f6rmigen Struktur (vielleicht ein Wachturm oder ein Heiligtum) mit griechischen Dokumenten und ptolem\u00e4ischen\/seleukidischen M\u00fcnzen deutet auf eine organisierte Pr\u00e4senz von politischer Macht und internationalem Handel in diesem Gebiet hin. Es handelt sich nicht um einen \"biblischen\" Fund im engeren Sinne (er steht nicht in Verbindung mit den Erz\u00e4hlungen des Alten Testaments), aber er ist zeitgleich mit der sp\u00e4ten Periode des Zweiten Tempels. Die Lage in Israel macht sie jedoch interessant f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des kulturellen Hintergrunds, vor dem das Christentum sp\u00e4ter aufbl\u00fchen sollte. Kurz gesagt, eine solche Pyramidenstruktur existierte nach seri\u00f6sen Pressequellen im Jahr 2025, und ihre Untersuchung k\u00f6nnte einen Teil der lokalen hellenistischen Geschichte neu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entdeckung steht zwar nicht in direktem Zusammenhang mit der Bibel, tr\u00e4gt aber dazu bei, die politische und wirtschaftliche Situation in Pal\u00e4stina in der Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament zu kontextualisieren, und kann Aufschluss \u00fcber die Urspr\u00fcnge der Essener-Gemeinschaft oder den Hintergrund des hellenistischen Judentums geben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mahanaim: Tall adh-Dhahab al-Gharbi in Jordanien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenfalls im Januar 2025 wurde ein wichtiger Fund in Jordanien bekannt gegeben: Israelische Arch\u00e4ologen (I. Finkelstein und T. Ornan) haben den Ort Tall adh-Dhahab al-Gharbi mit der alten biblischen Stadt Mahanaim (w\u00f6rtlich \"zwei Lager\") identifiziert, die in Jakobs Bericht (Genesis 32) und als Zufluchtsort Davids und anderer K\u00f6nige Israels erw\u00e4hnt wird. Berichten zufolge stimmen die Beweise mit den biblischen Beschreibungen \u00fcberein: Mahanaim w\u00fcrde sich neben Penuel befinden (was dem nahe gelegenen Tall adh-Dhahab al-Sharqi entsprechen w\u00fcrde).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Team ging von antiken gravierten Steinbl\u00f6cken aus, die zwischen 2005 und 2011 von deutschen Arch\u00e4ologen an der St\u00e4tte gefunden wurden. Diese gravierten Platten zeigen Szenen, die denen eines israelitischen Palastes des Nordreichs sehr \u00e4hnlich sind: Leier spielende Figuren, ein gejagter L\u00f6we, eine Dattelpalme und eine Figur, die eine Ziege zu einem Festmahl tr\u00e4gt. Diese Bilder werden von Forschern so interpretiert, dass sie auf ein elit\u00e4res Geb\u00e4ude hindeuten, vielleicht eine k\u00f6nigliche Residenz in Mahanaim. In einem Zeitungsartikel hei\u00dft es: \"Es wurden Steinbl\u00f6cke mit detaillierten Gravuren gefunden, darunter Menschen, die Leier spielen, ein L\u00f6we in einer Jagdszene, eine Palme und eine Figur, die eine Ziege zu einem Festmahl tr\u00e4gt. Letztere wird als 'f\u00fcr ein Festmahl bestimmt' beschrieben\". Au\u00dferdem \u00e4hneln die Ikonographie und der Stil Wandmalereien aus dem israelischen K\u00f6nigreich des 8. Jahrhunderts v. Chr. (z. B. Kuntillet Ajrud), so dass man davon ausgeht, dass die Steine aus derselben Zeit unter K\u00f6nig Jerobeam II. stammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Arbeiten deuten darauf hin, dass die Identifizierung von Tall adh-Dhahab al-Gharbi mit Mahanaim, einschlie\u00dflich der merkw\u00fcrdigen Skulpturenszenen, tats\u00e4chlich im Jahr 2025 vorgenommen wurde. Mahanaim wird in der Bibel als der Ort beschrieben, an dem David Zuflucht suchte und an dem ein anderer israelitischer K\u00f6nig gekr\u00f6nt wurde. Die Entdeckung eines Palastes an diesem Ort steht also im Einklang mit der Tradition (auch wenn die Forscher selbst darauf hinweisen, dass es \"keine M\u00f6glichkeit gibt, zu wissen\", ob die biblischen K\u00f6nige das Geb\u00e4ude tats\u00e4chlich betreten haben). Die Ver\u00f6ffentlichung in der Fachzeitschrift Tel Aviv und die Verbreitung in den internationalen Medien verleihen ihr auf jeden Fall Glaubw\u00fcrdigkeit: Es handelt sich um eine neuere akademische Hypothese, die auf realen \u00dcberresten beruht. Die Entdeckung in Jordanien f\u00fcgt ein weiteres m\u00f6gliches arch\u00e4ologisches \"Bindeglied\" zur biblischen Erz\u00e4hlung \u00fcber das nordisraelitische K\u00f6nigreich hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mahanaim erscheint in Genesis 32 als der Ort, an dem Jakob die Engel sieht (\"zwei Lager\") und in 2 Samuel als Davids Zuflucht. Dieser Fund verbindet biblische Erz\u00e4hlungen mit realen \u00dcberresten in einer bisher wenig erforschten Region.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Andere biblische Erkenntnisse im Jahr 2025<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- <strong>Byzantinisches Kloster von Kiryat Gat (Israel),<\/strong> die im Januar 2025 mit einem zentralen Mosaik entdeckt wurde, das den deuteronomischen Vers \"Selig bist du, wenn du eingehst, und selig bist du, wenn du gehst\" (Dtn 28,6) zitiert. In der Tat wurde in Kiryat Gath im S\u00fcden Israels ein gro\u00dfer byzantinischer Klosterkomplex (5.-6. Jahrhundert n. Chr.) mit einem beeindruckenden Mosaik entdeckt. Das zentrale Mosaik zeigt Kreuze und Tiere, begleitet von einer Inschrift in griechischer Sprache mit einer Passage aus dem Deuteronomium: \"Gesegnet bist du, wenn du eintrittst, und gesegnet bist du, wenn du gehst\". Obwohl dieses Mosaik aus einer viel sp\u00e4teren (fr\u00fchchristlichen) Zeit stammt, zeigt der Fund das \u00dcberleben biblischer Texte in der antiken liturgischen Kunst und ist in seiner Erhaltung und seinem Inhalt einzigartig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">- <strong>Schriftrollen vom Toten Meer<\/strong> - Eine im Juni 2025 durchgef\u00fchrte Studie, bei der k\u00fcnstliche Intelligenz eingesetzt wurde, hat mehrere biblische Fragmente neu datiert. Laut CBN News analysiert das KI-Tool \"Enoch\" antike Schriften und ordnet einige Manuskripte etwa 2.300 v. Chr. zu, also bis zu 150 Jahre fr\u00fcher als bisher angenommen. So w\u00fcrden beispielsweise Fragmente des Buches Daniel nun in die Zeit des Propheten (6. Jahrhundert v. Chr.) passen. Diese Anpassung st\u00e4rkt die Historizit\u00e4t bestimmter \u00dcberlieferungen und zeigt das Potenzial der Technologie in der Textarch\u00e4ologie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">-<strong> Weitere aktuelle Erkenntnisse <\/strong>- In den Medien wurde \u00fcber weitere F\u00e4lle von biblischem Interesse berichtet: In Jerusalem wurde ein uraltes Ritual dokumentiert, das m\u00f6glicherweise mit Praktiken aus der Zeit des Ersten Tempels in Verbindung steht (2 800 Jahre alte H\u00f6hlenkulte), sowie Funde von ph\u00f6nizischen Inschriften und Ossuarien.<strong> <\/strong>nach neuen 3D-Scans. Auch die Ausgrabungen an wichtigen St\u00e4tten (Davidsstadt, Qumran, Totes Meer) werden jedes Jahr fortgesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammengenommen liefert jede der Entdeckungen in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2025 wertvolle Informationen: Der Garten von Gethsemane untermauert ein Detail aus dem Evangelium, die hellenistische Pyramide offenbart eine Handelsdynamik, die mit dem fr\u00fchen Christentum zusammenf\u00e4llt, und die St\u00e4tte von Mahanaim steht in Verbindung mit israelitischen Chroniken. Zusammen mit anderen Entdeckungen sehen wir, wie die Arch\u00e4ologie weiterhin mit der Bibel in Dialog tritt: nicht so sehr, um die einzelnen Berichte zu \"beweisen\", sondern um den historischen Kontext, in dem sie geschrieben wurden, zu nuancieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>En los primeros meses de 2025 se han sucedido varios descubrimientos arqueol\u00f3gicos extraordinarios en la regi\u00f3n b\u00edblica de Israel\/Jordania, algunos de ellos retomando relatos de las Escrituras. Investigadores internacionales y locales han aportado nuevos datos que conectan con pasajes b\u00edblicos, confirmando o matizando tradiciones milenarias. 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