{"id":56833,"date":"2026-01-06T06:33:00","date_gmt":"2026-01-06T05:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.omnesmag.com\/?p=56833"},"modified":"2026-01-05T13:45:24","modified_gmt":"2026-01-05T12:45:24","slug":"estrella-belen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/recursos\/estrella-belen\/","title":{"rendered":"Gab es den Stern von Bethlehem wirklich?"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 6. Januar feiert die Kirche die Ankunft der Heiligen Drei K\u00f6nige aus dem Morgenland im Stall von Bethlehem. Diese Weisen, die aus fernen L\u00e4ndern kamen, um das Christuskind zu besuchen, galten als die Weisen, die die Sterne deuteten. Abgesehen von der \u00dcberlieferung und einigen sp\u00e4teren Darstellungen ist das Matth\u00e4usevangelium, das einige Jahrzehnte nach den Ereignissen verfasst wurde, die wichtigste Quelle, die uns \u00fcber diese Gestalten vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00ab\u2026einige Weise aus dem Osten kamen nach Jerusalem und fragten: \u00bbWo ist der neugeborene K\u00f6nig der Juden? Wir haben seinen Stern im Aufgang gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.\u2018\u2026 Nachdem sie den K\u00f6nig geh\u00f6rt hatten, machten sie sich auf den Weg (nach Bethlehem). Der Stern, den sie im Aufgang gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er \u00fcber dem Ort stehen blieb, wo das Kind war.\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Matth\u00e4us gibt uns nicht viele Informationen \u00fcber sie. Tats\u00e4chlich wissen wir nicht einmal genau, wie viele es waren. Traditionell geht man davon aus, dass es drei waren, entsprechend den drei Gaben, die sie brachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Diese Zahl findet sich in der fr\u00fchesten bekannten Darstellung der Heiligen Drei K\u00f6nige in den Priscilla-Katakomben in Rom, die aus dem 2. oder 3. Jahrhundert stammt. Auch das Wort, das Matth\u00e4us f\u00fcr sie verwendet, \u2026, <em>\u03bc\u03ac\u03b3\u03bf\u03b9 (magoi)<\/em>, Der Begriff bezeichnete im Allgemeinen Gelehrte persischer Herkunft. Jedenfalls l\u00e4sst sich aus dem Evangelium schlie\u00dfen, dass es sich um weise M\u00e4nner aus dem Osten handelte, die nach Jerusalem kamen, um den K\u00f6nig der Juden zu suchen. Weiterhin l\u00e4sst sich schlussfolgern, dass sie nicht irgendeinen Herrscher suchten, sondern einen von den Sternen vorhergesagten K\u00f6nig, einen K\u00f6nig, der zudem ihre Verehrung verdiente. <em>Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.<\/em>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie gesagt, \u00fcber die Heiligen Drei K\u00f6nige gibt es nicht mehr viel zu berichten, aber wir k\u00f6nnen uns durchaus fragen, welcher Stern sie zum Kind f\u00fchrte. War es wirklich ein astronomisches Objekt, das die Weisen zu ihrer Reise veranlasste? Es k\u00f6nnte sich durchaus um ein Wunder gehandelt haben, das nur sie erlebten, oder um eine allegorische Anspielung, beispielsweise auf einen Engel. Doch wenn wir davon ausgehen, dass es sich um ein physikalisches Ph\u00e4nomen handelt, welches war es dann?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet \u00abStern\u00bb im biblischen Text?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Untersuchung des Sterns von Bethlehem sto\u00dfen wir bereits im Text des Matth\u00e4usevangeliums selbst auf eine kleine Schwierigkeit: das verwendete griechische Wort (<em>\u1f00\u03c3\u03c4\u03ad\u03c1\u03b1<\/em>) wird im Allgemeinen mit Stern \u00fcbersetzt, aber eine genauere \u00dcbersetzung w\u00e4re <em>Stern<\/em>, Und es k\u00f6nnte sich nicht auf einen Stern beziehen, sondern auf einen beliebigen hellen Himmelsk\u00f6rper, wie einen Planeten oder einen Kometen. In jedem Fall scheint klar, dass sich der Text des Matth\u00e4usevangeliums auf ein relativ ungew\u00f6hnliches astronomisches Ph\u00e4nomen bezieht: Die Weisen beobachteten nicht irgendeinen Stern, sondern sie sahen \u2026 <strong><em>seine<\/em><\/strong> astro (<em>\u03b1\u1f50\u03c4\u03bf\u1fe6 \u03c4\u1f78\u03bd \u1f00\u03c3\u03c4\u03ad\u03c1\u03b1<\/em>).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welches Himmelsph\u00e4nomen veranlasste Weise aus dem Osten \u2013 vermutlich Perser \u2013, eine lange Reise nach Jerusalem zu unternehmen? Bekanntlich ist das genaue Geburtsdatum Jesu Christi ungewiss, doch es muss nach 6 v. Chr. \u2013 dem wahrscheinlichsten Jahr der von Lukas erw\u00e4hnten Volksz\u00e4hlung des Quirinius \u2013 und vor 4 v. Chr., dem Todesjahr des Herodes, stattgefunden haben. Welche Himmelsph\u00e4nomene k\u00f6nnten also zu jener Zeit beobachtet worden sein?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zeichen am Himmel: drei entscheidende astronomische Ph\u00e4nomene<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun, um diese Zeit ereigneten sich drei interessante astronomische Ph\u00e4nomene. Das erste davon fand im Jahr 7 v. Chr. statt, genauer gesagt zwischen dem 29. Mai und dem 5. Dezember: die Konjunktion von Jupiter und Saturn.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es stimmt, dass eine Planetenkonjunktion nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches ist und unsere Magier wohl kaum beeindrucken w\u00fcrde. Doch wir m\u00fcssen bedenken, dass die Konjunktion von 7 v. Chr. keine gew\u00f6hnliche Konjunktion war: Sie wies drei Besonderheiten auf. Erstens befanden sich beide Planeten in besonders geringer Erdn\u00e4he, wodurch sie viel heller als \u00fcblich erschienen. Zweitens war es eine <em>dreifache Konjunktion<\/em>. Durch die kombinierte Bewegung von Jupiter, Saturn und Erde schien es, als ob Jupiter auf seinem Weg \u00fcber den Himmel Saturn \u00fcberholte; dann \u00fcberholte Saturn Jupiter (man k\u00f6nnte sagen, er entkam ihm); und schlie\u00dflich ging Jupiter als Sieger hervor. Und schlie\u00dflich, und das ist vielleicht der interessanteste Punkt, ereignete sich diese dreifache Konjunktion genau im Sternbild Fische\u2026 F\u00fcr die Perser repr\u00e4sentiert das Sternbild Fische Israel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Im Jahr 7 v. Chr. konnten die Magier am Himmel sehen, dass Jupiter (der f\u00fcr die Perser eine Verk\u00f6rperung des Guten war) <em>Er k\u00e4mpfte und gewann.<\/em> zu Saturn (der das B\u00f6se repr\u00e4sentierte) und all dies genau in dem Sternbild, das sich auf Israel bezog\u2026&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zweite kuriose Ph\u00e4nomen, das einige Monate sp\u00e4ter beobachtet werden konnte, war die Bedeckung des Jupiters durch den Mond. Sie ist zwar nicht sehr h\u00e4ufig, aber hin und wieder bedeckt der Mond einen Planeten. Und das Wichtigste ist: W\u00e4hrend der Mond seine Bahn fortsetzt, erscheint der bedeckte Planet nach einer Weile auf der gegen\u00fcberliegenden Seite wieder: Es ist, als ob der Mond diesen Planeten \u00abgeb\u00e4re\u00bb\u2026 Wir wissen, dass dies in der Antike\u2026 <em>Geburten<\/em> Die Mondtransite vor Planeten wurden mit bedeutenden Geburten in Verbindung gebracht, etwa denen von K\u00f6nigen oder anderen wichtigen Pers\u00f6nlichkeiten. Nun, im April 6 v. Chr. <em>gebar<\/em> Jupiter, derselbe, der wenige Monate zuvor seinen Kampf gegen das B\u00f6se in Jud\u00e4a angek\u00fcndigt hatte\u2026&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist naheliegend anzunehmen, dass diese beiden Ereignisse, so bedeutsam und eng mit Juda verbunden, die Weisen, die ihr Leben der Sternbeobachtung widmeten, aufhorchen lie\u00dfen. Daher k\u00f6nnen wir sagen, dass das dritte Ereignis, auf das wir uns beziehen, ein wahres Zeichen gewesen sein k\u00f6nnte. <em>Startpistole<\/em>Es handelt sich um das pl\u00f6tzliche Erscheinen eines unbekannten Sterns am Himmel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ch&#039;ien-han-shu, das Buch der Han-Dynastie, ist ein klassisches chinesisches Werk, das die Geschichte der Westlichen Han-Dynastie erz\u00e4hlt. Neben vielen interessanten Informationen \u00fcber diese Zeit dokumentiert es auch die astronomischen Ereignisse w\u00e4hrend der Herrschaft von Kaiser Ai. Uns interessiert ein eher kurzer Eintrag: \u201cIm zweiten Jahr, zweiten Monat: ein <em>hui-hsing <\/em>entstand in <em>Ch&#039;ien Niu<\/em> 70 Tage lang.\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Monat des zweiten Jahres erstreckt sich vom 9. M\u00e4rz bis zum 6. April 5 v. Chr., was gut mit dem m\u00f6glichen Geburtsdatum Christi \u00fcbereinstimmt. Dar\u00fcber hinaus wissen wir, dass <em>Ch&#039;ien Niu<\/em> Es handelt sich um eines der Sternbilder am chinesischen Himmel, das mehrere Sterne aus dem Sternbild Steinbock enth\u00e4lt. Schlie\u00dflich wissen wir, dass <em>hui-hsing<\/em> (w\u00f6rtlich \u201cBesenstern\u201d) war die Bezeichnung, die chinesische Astronomen f\u00fcr Kometen verwendeten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">War es ein Komet?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was genau sahen die chinesischen Beobachter damals? Glaubt man ihren Aussagen, so handelte es sich offenbar um etwas, das pl\u00f6tzlich erschien (das \u201caufgetaucht\u201d war) und nach etwas mehr als zwei Monaten wieder verschwand. Um ein Ph\u00e4nomen mit diesen Eigenschaften zu erkl\u00e4ren, gibt es nur drei M\u00f6glichkeiten: die Explosion einer Supernova, das Auftreten einer Nova oder das Eindringen eines Kometen in das innere Sonnensystem. Die ersten beiden Kandidaten m\u00fcssen wir prinzipiell ausschlie\u00dfen, da beide physikalische Spuren hinterlassen und an diesem Punkt im Raum nichts zu beobachten ist. Dar\u00fcber hinaus ist, wie bereits erw\u00e4hnt, der von den Chinesen verwendete Ausdruck (<em>Sternbesen<\/em>) scheint keinen Raum f\u00fcr Zweifel zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man k\u00f6nnte zwar argumentieren, dass Kometen nicht pl\u00f6tzlich erscheinen. Das stimmt aber nicht ganz. Sie sind relativ kleine Objekte und werden erst sichtbar, wenn die Sonnenstrahlen ihren K\u00f6rper erhitzen, wodurch der Kern verdampft und der charakteristische Schweif entsteht. Diese markante Spur, der einzige sichtbare Teil eines Kometen, erscheint etwa dann, wenn er die Marsbahn kreuzt. Alle Kometen sind den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Reise mit blo\u00dfem Auge unsichtbar und erscheinen erst pl\u00f6tzlich, wenn sie sich der Erde n\u00e4hern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich sto\u00dfen wir auf eine weitere Schwierigkeit bei der Annahme, dass der Stern in Hans Buch ein Komet war. Die Formulierung des Satzes erweckt den Eindruck, dass\u2026 <em>hui-hsing<\/em> Es blieb 70 Tage lang am Himmel stehen (\u201ces tauchte auf in <em>Ch&#039;ien Niu<\/em> \u201d70 Tage lang\u201c, und das scheint nicht mit dem Verhalten eines Kometen \u00fcbereinzustimmen, der sich bekanntlich bewegt. Doch das stimmt nicht: Wie man sieht, kann ein Komet am Himmel wie ein Fixpunkt erscheinen, wenn seine Flugbahn direkt \u2013 oder fast \u2013 auf die Erde zusteuert. Genau dieses Ph\u00e4nomen \u2013 das Erscheinen eines Fixpunktes am Himmel \u2013 ist es, was diejenigen f\u00fcrchten, die potenzielle Objekte erforschen, die unseren Planeten treffen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls scheint alles darauf hinzudeuten, dass <em>hui-hsing<\/em> Der Stern aus Hans Buch k\u00f6nnte ein sehr guter Kandidat f\u00fcr den Stern von Bethlehem sein, insbesondere wenn wir sein Erscheinen mit den beiden anderen Zeichen kombinieren: der Konjunktion und der Geburt des Jupiter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber k\u00f6nnte der Himmelsk\u00f6rper, den die Weisen sahen, ein Komet gewesen sein? Manche haben eingewendet, dass das Evangelium ihn in diesem Fall als Komet (kom\u1e17t\u0113s) bezeichnet h\u00e4tte. Man muss jedoch bedenken, dass die Quelle, aus der Matth\u00e4us diese Information entnimmt \u2013 ob m\u00fcndlich oder schriftlich \u2013, zweifellos hebr\u00e4ischen Ursprungs sein muss. Und im Alt-Hebr\u00e4ischen gibt es, soweit wir wissen, kein Wort f\u00fcr Komet. Au\u00dferdem wissen wir, dass Origenes bereits Mitte des dritten Jahrhunderts die Idee erwogen hatte, der Stern von Bethlehem sei ein Komet gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es hei\u00dft, Kometen st\u00fcnden oft im Zusammenhang mit Ungl\u00fcck, doch das stimmt so nicht ganz. Ein aktuelles Beispiel ist der Komet C\u00e4sar, ein sehr heller Himmelsk\u00f6rper, der 44 v. Chr., wenige Tage nach dem Tod Julius C\u00e4sars, am Himmel erschien. In Rom wurde dieses Ereignis als Zeichen der Verg\u00f6ttlichung des Kaisers gedeutet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Heiligen Drei K\u00f6nige folgten nachts nicht dem Stern.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier erscheint eine wichtige Klarstellung angebracht. In der Ikonographie ist es \u00fcblich, die Heiligen Drei K\u00f6nige nachts reisend und einem Stern folgend, meist mit einem Schweif, darzustellen. Dies entspricht jedoch nicht der Realit\u00e4t. Erstens, weil es sehr ungew\u00f6hnlich w\u00e4re, wenn die Weisen nachts reisten: Nat\u00fcrlich und logisch w\u00e4re es, tags\u00fcber zu reisen. Zweitens, weil nichts in Matth\u00e4us&#039; Bericht darauf hindeutet, dass dies der Fall war \u2013 ganz im Gegenteil.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich verwendet Matth\u00e4us in seinem Text zweimal den Aorist, wenn er auf die Vision des Sterns Bezug nimmt: <em>wir sahen (<\/em>\u03b5\u1f34\u03b4\u03bf\u03bc\u03b5\u03bd<em>)sein Stern im Osten<\/em>. Und weiter im Text: <em>den Stern, den sie sahen<\/em>\u03b5\u1f36\u03b4\u03bf\u03bd<em>) im Osten. <\/em>Die Verwendung des Aorist deutet auf ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit hin. Dies l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass die Weisen den Stern vor einiger Zeit im Osten sahen, nicht w\u00e4hrend ihrer Reise nach Jerusalem \u2013 oder zumindest nicht w\u00e4hrend der gesamten Reise. Dies deckt sich gut mit dem chinesischen Bericht, demzufolge der Stern 70 Tage lang sichtbar war. Obwohl die Autoren unterschiedlicher Meinung sind, geht man davon aus, dass eine Karawanenreise von Persien nach Jerusalem (etwa 1600 km) mindestens drei Monate gedauert haben kann. Die notwendigen Vorbereitungen sind dabei nat\u00fcrlich nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz gesagt, k\u00f6nnen wir annehmen, dass die Weisen die beschriebenen Zeichen im Osten sahen (die Konjunktion und Geburt des Jupiter sowie das Erscheinen des Kometen) und beschlossen, nach Jerusalem zu reisen, um den K\u00f6nig der Juden zu suchen. Dies deckt sich zudem gut mit einer weiteren Information: Als Herodes \u2013 von den Weisen get\u00e4uscht \u2013 beschlie\u00dft, alle Kinder Bethlehems zu t\u00f6ten, legt er fest, dass diejenigen, die sterben m\u00fcssen, auch get\u00f6tet werden sollen. <em>von zwei Jahren und j\u00fcnger, gem\u00e4\u00df der Zeitangabe, die er sorgf\u00e4ltig von den Heiligen Drei K\u00f6nigen erfragt hatte.<\/em>. Tats\u00e4chlich war der erste <em>Warnung<\/em>, Die Jupiter-Konjunktion fand zwei Jahre vor diesem Datum statt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von Jerusalem nach Bethlehem: Ein Stern, der stehen bleibt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich glaube, dass das bisher Gesehene die Ereignisse des ersten Teils der Reise der Heiligen Drei K\u00f6nige, also die Reise nach Jerusalem, hinreichend erkl\u00e4rt. Doch was l\u00e4sst sich \u00fcber den zweiten Teil, die Reise von Jerusalem nach Bethlehem, sagen? Matth\u00e4us berichtet, dass sie, als sie sich wieder auf den Weg machten, <em>Der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er genau \u00fcber dem Ort stehen blieb, wo sich das Kind befand. <\/em>Dem Text zufolge ist es unbestreitbar, dass der Stern, den sie in dieser zweiten Phase sahen, <em>das gleiche<\/em> das sie im Osten sahen. Anders gesagt: Wenn unsere Theorie stimmt, erschien der Komet, der siebzig Tage lang nahe dem Sternbild Steinbock leuchtete, zu einem bestimmten Zeitpunkt vor ihnen, also s\u00fcdlich von Jerusalem. Ist so etwas f\u00fcr einen Kometen m\u00f6glich? Nun, es stellt sich heraus, dass es m\u00f6glich ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben bereits festgestellt, dass sich unser Komet, wenn wir Hans Bucheintr\u00e4gen Glauben schenken, siebzig Tage lang in der N\u00e4he des Sternbilds Steinbock aufhielt. Wir haben auch erw\u00e4hnt, dass dies nur m\u00f6glich ist, wenn der Komet eine Bahn besessen hat, die ihn der Erde sehr nahe brachte. Konkret l\u00e4sst sich daraus schlie\u00dfen, dass es sich um einen Kometen mit einer parabolischen, nicht elliptischen Bahn gehandelt haben muss, was bedeutet, dass er nicht wiederkehren wird. Dies ist tats\u00e4chlich das h\u00e4ufigste Szenario in unserem Sonnensystem: Von den \u00fcber viertausend bekannten Kometen haben nur f\u00fcnfhundert elliptische Umlaufbahnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mark Matney, ein Planetenforscher bei der NASA, interessierte sich f\u00fcr die Berechnung der Flugbahn des <em>hui-hsing<\/em> Aus Hans Buch zog er eine recht interessante Schlussfolgerung. Er kam zu dem Schluss, dass der betreffende Komet sehr nahe an unserem Planeten vorbeigezogen sein und sogar die Mondbahn gestreift haben muss. Diese N\u00e4he h\u00e4tte es erm\u00f6glicht, dass der Komet zumindest f\u00fcr einige Stunden, selbst im Sonnenlicht, sichtbar gewesen w\u00e4re. Man bedenke, dass die Heiligen Drei K\u00f6nige normalerweise tags\u00fcber reisten\u2026 Und nicht nur das: Ein so naher Komet k\u00f6nnte sich beinahe geostation\u00e4r bewegen, \u00e4hnlich wie viele k\u00fcnstliche Satelliten, stabil im S\u00fcden stehen und den Weg nach Bethlehem weisen, und sogar zeitweise direkt \u00fcber dieser Stadt verharren. Wenn Matneys Berechnungen stimmen, h\u00e4tte dieses Ereignis \u2013 der Komet, der \u00fcber Bethlehem stehen blieb \u2013 genau am 8. Juni 5 v. Chr. zwischen 10:00 und 11:30 Uhr stattgefunden. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Matneys Studien nicht endg\u00fcltig beweisen, dass ein solches Ph\u00e4nomen tats\u00e4chlich stattgefunden hat, aber sie machen deutlich, dass es ein durchaus plausibles Ereignis ist. Der betreffende Artikel tr\u00e4gt den interessanten Titel \u201cDer Stern, der stehen blieb\u201d. Er kann hier eingesehen werden: <a href=\"https:\/\/britastro.org\/journal_contents_ite\/the-star-that-stopped-the-star-of-bethlehem-the-comet-of-5-bce.\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen: Obwohl wir logisch gesehen nicht mit Sicherheit sagen k\u00f6nnen, was der Stern von Bethlehem war, finden wir in dem von den Autoren von Hans Buch beschriebenen Kometen einen interessanten Kandidaten, der der astronomische Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Reise der Heiligen Drei K\u00f6nige gewesen sein k\u00f6nnte.&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>El 6 de enero la Iglesia celebra la llegada al portal de Bel\u00e9n de los Magos venidos de Oriente, aquellos estudiosos de las estrellas que viajaron desde lejanas tierras para visitar al Ni\u00f1o Jes\u00fas. 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