{"id":59404,"date":"2026-03-19T06:00:00","date_gmt":"2026-03-19T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.omnesmag.com\/?p=59404"},"modified":"2026-03-16T12:52:16","modified_gmt":"2026-03-16T11:52:16","slug":"fundacion-astier-mujeres-sonrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/actualidad\/fundacion-astier-mujeres-sonrien\/","title":{"rendered":"Astier-Stiftung: Das Zentrum f\u00fcr Frauen, die immer l\u00e4cheln"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cZentrum f\u00fcr Frauen mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten\u201d \u2013 so definiert es sich selbst. <a href=\"https:\/\/fundacionastier.es\/\">Astier-Stiftung<\/a> Auf ihrer Website steht es, und es entspricht ziemlich genau der Wahrheit. Als wir das Haus betraten, umfing uns eine \u00fcberw\u00e4ltigende W\u00e4rme, die die K\u00e4lte drau\u00dfen im Nu vertrieb. Wir begr\u00fc\u00dften uns herzlich und umarmten uns ohne Z\u00f6gern. Ein neues Gesicht war etwas Besonderes, und im Laufe des Gespr\u00e4chs tauchten immer mehr Fragen auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Astier leben 149 Frauen mit <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/unterschriften\/oda-a-la-discapacidad\/\" type=\"post\" id=\"56006\">Behinderung <\/a>Das Zentrum mit seinem intellektuellen Schwerpunkt besch\u00e4ftigt rund 120 Fachkr\u00e4fte und etwa 60 Freiwillige. Doch hinter diesen Zahlen stehen echte \u2013 und freundliche \u2013 Gesichter, die uns willkommen hei\u00dfen. Gepr\u00e4gt vom unverwechselbaren Charisma der Mercedarier, blickt dieses Zentrum auf eine 134-j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck und hat eine vielversprechende Zukunft vor sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Isabel kommt mit ihrem Farbkoffer und wartet. Wegen des Interviews haben wir den Raum belegt, in dem sie normalerweise um diese Zeit malt, und nat\u00fcrlich sind Routinen eben Routinen. Sie begr\u00fc\u00dft uns sch\u00fcchtern und willigt ein, f\u00fcr heute zu gehen und uns sp\u00e4ter wiederzusehen. Sie verweilt jedoch noch eine Weile im Flur und schaut immer wieder heraus, um zu fragen, wie lange es noch dauern wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wisch dir alle Tr\u00e4nen ab<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die heutige Astier San Jos\u00e9 Center Foundation hat ihren Ursprung im Jahr 1892, als Do\u00f1a Sof\u00eda Astier y Balboa, eine sensible, engagierte und gro\u00dfherzige Frau, angesichts der sozialen Ungleichheiten ihrer Zeit das San Jos\u00e9 Asylum in der Ayala Street 49 f\u00fcr \u201cbehinderte\u201d Frauen gr\u00fcndete, die nicht in der Lage waren, f\u00fcr sich selbst zu sorgen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 1913, \u00fcbernahm die Kongregation der Mercedarierinnen der N\u00e4chstenliebe, die das von ihrem Gr\u00fcnder, dem seligen Juan Zegr\u00ed, hinterlassene Charisma der erl\u00f6senden N\u00e4chstenliebe lebte, diese soziale Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der Bewohnerzahlen und des Bedarfs des Zentrums beschloss man 1972, an den heutigen Standort in Alcal\u00e1 de Henares bei Madrid umzuziehen. Neunzehn Schwestern und 192 Frauen leiteten die Gr\u00fcndung des damaligen San Jos\u00e9 Zentrums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cAlle Wunden heilen, alle Leiden lindern, allen Kummer bes\u00e4nftigen, alle Not vertreiben, alle Tr\u00e4nen trocknen und, wenn m\u00f6glich, keinen einzigen Menschen auf der ganzen Welt verlassen, leidend, hilflos, ohne religi\u00f6se Bildung und ohne Mittel zur\u00fccklassen\u201d \u2013 so lautete die Mission, die Pater Zegr\u00ed vorschlug. Loli, seit 25 Jahren Krankenpflegehelferin und Mitglied des Seelsorgeteams, erinnert sich gut daran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jenen Jahren gab es keine allgemeine Sozialversicherung, und Behinderung wurde verschwiegen. Zegr\u00ed war zu seiner Zeit ein Vision\u00e4r: Er verstand, dass die erste Armut die fehlende Anerkennung ist, und beschloss, diesen Frauen die ihnen geb\u00fchrende W\u00fcrde zu verleihen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00fcrde vor Wohlfahrt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrzehntelang funktionierte das Zentrum wie eine gro\u00dfe Familie: Diejenigen mit gr\u00f6\u00dferer Selbstst\u00e4ndigkeit halfen zusammen mit den Schwestern denjenigen, die mehr Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigten. Mit der Zeit, nach \u00fcber einem halben Jahrhundert, wurde die vollst\u00e4ndige Professionalisierung unerl\u00e4sslich. Astier hat den Wandel von einem traditionellen Pflegemodell zu einem auf den Einzelnen ausgerichteten Modell miterlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Spitze steht Borja Lucas Gonz\u00e1lez, der erste weltliche Leiter des Zentrums. Unter seiner F\u00fchrung gliedert sich das Zentrum in drei Bereiche, die von einem Kuratorium geleitet werden, das weiterhin aus Mercedarierinnen besteht. Diese Bereiche sind: erstens der technische Bereich (Soziales, Psychosoziales und Gesundheitswesen); zweitens die Entwicklung (Kommunikation, Partnerschaften, Innovation und Qualit\u00e4t); und drittens das Wohl (Personal, Dienstleistungen und Instandhaltung). Ordnung und Professionalit\u00e4t dienen einem viel tieferen Zweck: der W\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cFr\u00fcher gab es eine andere Auffassung von Pflege\u201d, erkl\u00e4rt Borja. \u201cKrankheiten vorzubeugen, f\u00fcr Sauberkeit und gute Pflege zu sorgen, war grundlegend. Das ist nach wie vor wichtig. Aber heute verstehen wir, dass das Wesentliche darin besteht, was jeden Menschen einzigartig macht, was sein Lebensprojekt ist.\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht nicht mehr nur um Pflege, sondern darum, die Existenz jeder Frau anzuerkennen und ihr einen Platz in der Gesellschaft zu geben. Ziel ist es, die W\u00fcrde und die Teilhabe von Frauen mit geistiger Behinderung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">N\u00e4he als F\u00fchrungskraft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borja kam 2008 als Krankenpfleger zur Stiftung. \u201cIch habe mich in dieses Haus und die Gemeinschaft verliebt, die eine tiefe Berufung zum Dienst an anderen hat\u201d, gesteht er. Vor f\u00fcnf Jahren \u00fcbernahm er die Leitung von Astier. Er besucht die Stationen t\u00e4glich, spricht mit Mitarbeitern und Bewohnern und ermittelt den Bedarf vor Ort. \u201cEs ist eine sch\u00f6ne und sehr sinnstiftende Aufgabe, aber auch anstrengend und intensiv.\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da sie in verschiedenen Bereichen des Krankenhauses gearbeitet hat, best\u00e4tigt sie, dass die Stiftung eine umfassendere Sicht auf Gesundheit erm\u00f6glicht, einschlie\u00dflich Pr\u00e4vention und gemeindenaher Versorgung: \u201cHier versteht man, welche Dimensionen jeden Menschen zu einem Menschen machen.\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie spricht von einer zug\u00e4nglichen F\u00fchrung, Mentoring in einer Kultur des Wandels und der Humanisierung der Einrichtung: Jede Frau soll die Hauptrolle in ihrem eigenen Lebensprojekt spielen. \u201cIch w\u00fcnsche mir, dass Astiers Beispiel den Sektor dazu inspiriert, den einzig m\u00f6glichen Weg einzuschlagen: Menschen mit Behinderungen als Menschen zu behandeln.\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer von Masken gepr\u00e4gten Gesch\u00e4ftswelt lobt Borja die Nat\u00fcrlichkeit der Bewohnerinnen. \u201cSie sind spontan in einer Welt, in der wir alle st\u00e4ndig Masken tragen.\u201d Und obwohl er einr\u00e4umt, dass es nat\u00fcrlich Schwierigkeiten gibt, hebt er die Herzlichkeit und Sensibilit\u00e4t der Frauen von Astier hervor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Tag in Astier<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cKein Tag gleicht hier dem anderen\u201d, l\u00e4chelt Loli. Dann z\u00e4hlt sie eine Reihe von Routinen auf: Aufstehen, Duschen, Anziehen, Fr\u00fchst\u00fccken, Teilnahme an Workshops, je nach den individuellen F\u00e4higkeiten. T\u00e4gliche Gewohnheiten, die die Selbstst\u00e4ndigkeit f\u00f6rdern: Z\u00e4hneputzen, K\u00f6rperpflege, Aufr\u00e4umen des eigenen Zimmers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Sonntage <a href=\"https:\/\/www.omnesmag.com\/de\/unterschriften\/das-baby-das-bei-der-messe-weint\/\" type=\"post\" id=\"50680\">Masse <\/a>In der Kapelle werden die liturgischen Feste und Feierlichkeiten gemeinsam mit der Mercedariergemeinschaft begangen, und viele Familien nehmen daran teil. Der mercedarische Glaube und das Charisma pr\u00e4gen das Haus. \u201cDie Schwestern haben uns beigebracht, wie wir unsere Arbeit verrichten\u201d, sagt Loli.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Leben in Astier beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht auf das Zentrum. Die Bewohner besuchen Universit\u00e4ten, Institute und Unternehmen. Sie erz\u00e4hlen ihre Geschichten, erkl\u00e4ren, wer sie sind, und bauen Vorurteile ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie verf\u00fcgen au\u00dferdem \u00fcber ein Auditorium, in dem Auff\u00fchrungen, Musik und Tanz stattfinden, wodurch stets Freundschaften und gute Beziehungen gef\u00f6rdert werden: \u201cWir versuchen, R\u00e4ume zu schaffen, in denen die Atmosph\u00e4re so freundlich, angenehm und unterhaltsam wie m\u00f6glich ist. Hier singen, tanzen und machen die Leute alle m\u00f6glichen Dinge\u201d, erkl\u00e4rt Loli.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn eine neue Frau ankommt \u2013 oft weil ihre Eltern alt geworden sind und sich nicht mehr um sie k\u00fcmmern k\u00f6nnen \u2013 verfliegt die anf\u00e4ngliche Angst meist schnell. \u201cDie Erfahrung zeigt, dass sie Beziehungen zu Gleichaltrigen finden und eine Welt entdecken\u201d, sagt Borja.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Erweiterung der Familie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lolis Arbeit ist zwar in erster Linie \u201cpraktisch\u201d, doch oft geht es dabei auch ums T\u00f6ten vieler Tr\u00e4nen \u2013 ein Gedanke, den Pater Zegr\u00ed immer wieder betonte. Sie ist mit Leidenschaft und Hingabe bei der Sache und m\u00f6chte noch lange nicht in Rente gehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als sie spricht, f\u00fcllen sich ihre Augen mit Tr\u00e4nen: \u201cIch w\u00fcrde diesen Job f\u00fcr nichts auf der Welt eintauschen.\u201d Sie erinnert sich daran, ihre Bewerbung abgeschickt zu haben, ohne etwas \u00fcber Behinderung zu wissen. Heute ist Astier nicht nur ihr Arbeitsplatz, sondern auch ihr Zufluchtsort: \u201cOft komme ich mit Sorgen hierher \u2026 aber sobald ich durch die T\u00fcr gehe, vergesse ich alles.\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sagt, die Bewohner sp\u00fcrten ihre Stimmung mit erstaunlicher Feinf\u00fchligkeit: \u201cWenn ich kr\u00e4nklich aussehe, fragen sie mich sofort, was los ist.\u201d Manche erkennen ihre Schritte im Flur und rufen ihren Namen, noch bevor sie sie sehen. Eine Art sechster Sinn, der zu diesen \u201cau\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten\u201d geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hat eine Lektion gelernt, die sie fast wie eine Gewissenspr\u00fcfung wiederholt: Gutes im richtigen Moment zu tun. Sie erinnert sich an eine verstorbene Bewohnerin, der sie an ihrem letzten Tag einen kleinen Gefallen nicht mehr tun konnte. \u201cMan muss die Dinge immer im Augenblick tun, denn sp\u00e4ter kann es zu sp\u00e4t sein.\u201d In Astier werden zwar Tr\u00e4nen getrocknet, aber es wird mehr Freude empfangen als gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Loli sind die H\u00e4ftlinge Teil ihrer Familie: \u201cIch liebe sie wie meine Familie, wirklich, denn nat\u00fcrlich kenne ich sie und sie kennen mich\u201d, sagt sie und hebt hervor, wie sie ihr beigebracht haben, jeden Moment zu sch\u00e4tzen und ein besserer Mensch zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sei mutig und bewahre deinen Sinn f\u00fcr Humor.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Charo ist 72 Jahre alt und lebt seit ihrem 18. Lebensjahr in Astier. Sie kam genau zu dem Zeitpunkt an, als das Haus nach Alcal\u00e1 umzog. Sie ist aufgrund eines Schlaganfalls blind. Fr\u00fcher schrubbte sie Treppen von oben bis unten; jetzt strickt sie mit erstaunlicher Pr\u00e4zision: \u201cAlle sagen, es sieht aus, als w\u00fcrde ich es mit einer Maschine machen.\u201d Ihre neue Situation hat ihr geholfen, neue manuelle F\u00e4higkeiten und ein besseres Ged\u00e4chtnis zu entwickeln, vor allem aber eine positive Lebenseinstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie erinnert sich daran, wie sie als junge Frauen den Kleinen halfen: sie badeten, wenn es keine Duschen gab, sie anzogen und, wenn Zeit war, die Betten machten: \u201cWir haben dieses Haus zusammen mit meinen Freundinnen im Himmel und den Schwestern am Laufen gehalten.\u201d Nachdem sie ihr Augenlicht verloren hatte, entwickelte sie ein taktiles Ged\u00e4chtnis und eine erstaunliche F\u00e4higkeit, Farben in ihrem Kopf zu ordnen. \u201cEs gibt viele wichtige Dinge in meinem Leben: meinen Blindenstock und meine Tr\u00e4ume\u201d, sagt sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist diejenige, die zu jeder Aktivit\u00e4t \u2018Ja\u2019 sagt: Sie hat Stadtf\u00fchrungen geleitet, wurde f\u00fcr Dokumentarfilme gefilmt und ist bei Veranstaltungen immer dabei. Sie ist die ideale Botschafterin f\u00fcr das Haus. Zu Weihnachten und im Sommer verbringt sie Zeit mit ihren Geschwistern und Neffen; die Familie ist immer da. \u201cF\u00fcr mich ist Astier wie ein zweites Zuhause. Mir fehlt es hier an nichts. Es gibt Menschen, die nirgendwo hin k\u00f6nnen; f\u00fcr mich ist dieser Ort einladend.\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf seine Heiterkeit angesprochen, lacht er und antwortet: \u201cDas liegt einfach in meiner Natur. Man muss mutig sein und seinen Humor bewahren, wenn man vor Schwierigkeiten steht.\u201d Und er gibt allen, die ihr Augenlicht verlieren, einen praktischen Rat: \u201cVerliert nicht euer Ged\u00e4chtnis, euren Tastsinn, eure Intelligenz oder eure Lebensfreude.\u201d.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Au\u00dfergew\u00f6hnliche F\u00e4higkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der kulturelle Wandel in Astier ist auch in der Atmosph\u00e4re sp\u00fcrbar. Bei der j\u00fcngsten Renovierung wurden die Bewohnerinnen der \u2018Villa Delta\u2019 aktiv in den Prozess einbezogen. \u201cWie m\u00f6chten Sie Ihr Zuhause gestalten?\u201d, fragt Borja. Jede Frau wurde ermutigt, ihr Zimmer individuell zu gestalten und zu pflegen \u2013 nicht als rein dekoratives Element, sondern als Ausdruck ihrer Pers\u00f6nlichkeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrelang war Behinderung ein Tabu. Heute besuchen diese Frauen Unternehmen, Universit\u00e4ten und Kirchen. Sie pr\u00e4sentieren sich unbefangen. Die Stiftung arbeitet auch an der externen Kommunikation, damit Familien und Institutionen das Modell kennenlernen und anpassen k\u00f6nnen. Soziale Integration ist gelebte Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cGottes Lieblinge sind die Schw\u00e4chsten\u201d, erinnert uns Loli. Hier bedeutet dieser Satz: Gesundheitsversorgung, psychologische Unterst\u00fctzung und spirituelle Begleitung \u2013 alles unter starker professioneller Leitung. Es geht darum, eine Familie zu sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stiftung hat Anerkennung erhalten, ohne diese angestrebt zu haben. Fachleute haben erkl\u00e4rt: \u201cWas ich hier gesehen habe, ist mir sonst nirgends begegnet.\u201d Das personenzentrierte Modell findet zunehmend Anwendung. Die gewonnenen Erkenntnisse sind f\u00fcr andere Einrichtungen und Familien, die Rat suchen, von Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Zeiten, in denen Wert an Produktivit\u00e4t gemessen wird, vertritt Astier eine radikalere Ansicht: Jedes Leben, ob mit oder ohne Behinderung, besitzt unendlichen Wert. Und wenn man ihm Raum gibt, diesen Wert zu entfalten, k\u00f6nnen au\u00dfergew\u00f6hnliche F\u00e4higkeiten \u2013 in hohem Ma\u00dfe \u2013 zum Vorschein kommen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cCentro de mujeres con capacidades extraordinarias\u201d, se autodefine la Fundaci\u00f3n Astier en su p\u00e1gina web, y es algo que no est\u00e1 alejado de la realidad. Al llegar a esta casa, nos invade una enorme calidez, que r\u00e1pidamente diluye el fr\u00edo exterior. Saludos que se adelantan y abrazos que no piden permiso. Una cara nueva es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1436,"featured_media":59410,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,42,44],"tags":[1335,574,619],"class_list":["post-59404","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-actualidad","category-experiencias","category-iniciativas","tag-discapacidad","tag-espana","tag-mujer"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Fundaci\u00f3n Astier: el centro de las mujeres que siempre sonr\u00eden<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"La Fundaci\u00f3n Astier se ha convertido en un centro pionero en el modo de potenciar la dignidad de la persona sobre todas las cosas.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" 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