Individualismus ist nicht der Ausweg

Der Umweltschutz basiert nicht auf einem System von Verboten, sondern auf den Bedürfnissen und Möglichkeiten eines Gebiets, dem Wert der Gerechtigkeit und der Gemeinschaften. Es müssen Orte und Räume der Gemeinschaft geschaffen werden.

14. Mai 2020-Lesezeit: 2 Minuten
Papa y líderes religiosos plantan olivo en Beirut.

Imagínate una niña de 11 años, de provincias, y pregúntale qué le da más miedo. Cuando ella responde por este orden que el Klimawandel, la muerte de su abuelo y la de su perro, tienes una medida de hasta qué punto el primer tema se ha metido en las venas de las nuevas generaciones, además de haberse hecho capaz de atraer la atención de las organizaciones internacionales. Porque el ambiente se ha vuelto exigente, con todos, y llama a un modo nuevo de trabajar: pide que se lo reconozca como uno de los elementos fundamentales de equilibro para el mundo que habitamos.

Zu diesem Zweck wird nur ein systemischer Ansatz funktionieren, der auf der Gewissheit beruht, dass Umwelt, Entwicklung, Rechte und Frieden voneinander abhängig sind. Das Abgleiten in den Sektoralismus ist eine fatale Versuchung für diejenigen, die nur unmittelbare Ergebnisse anstreben. Es ist auch eine fatale Versuchung für diejenigen, die glauben, dass der Schutz der Menschenrechte und der Natur im Widerspruch zur wirtschaftlichen Entwicklung steht, was später durch die Daten widerlegt wurde. Jeder einzelne Sektor profitiert von systemischen Maßnahmen. Die Beziehung zwischen Umwelt, Entwicklung, Rechten und Frieden hat folgende praktische Auswirkung: Der Schutz der Umwelt besteht nicht (nur) in Aufforstungsmaßnahmen oder der Verbreitung von Sonnenkollektoren, d.h. in "Anpassung". Sie sind nützlich, aber sie reichen nicht aus. Eine von Dürre heimgesuchte Region braucht vielleicht Bewässerungsanlagen, aber auch Schulen und Krankenhäuser, d.h. sie braucht die Förderung von Grundrechten, die Betreuung von Menschen und Gemeinschaften. Dies ist die entscheidende Veränderung, die die 2030-Agenda vorschlägt, die von der Vernetzung der Ziele ausgeht: Entweder werden alle Ziele gemeinsam erreicht, oder sie fallen alle.

Die alte Sichtweise wird auf den Kopf gestellt: Umweltschutz basiert nicht auf einem System von Verboten, sondern auf der Kenntnis der Bedürfnisse und des Potenzials eines Gebiets, auf der Bewertung der Gerechtigkeit und der Gemeinschaften. Der Wert der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, die in einem natürlichen Raum mit seinen Besonderheiten, einschließlich seiner Schwächen, lebt, wird hervorgehoben.

Wenn man auf die Worte einiger junger Vertreter der Umweltbewegung achtet, dann ist dies das Bewusstsein, das sie den Erwachsenen entgegenhalten: die Notwendigkeit der Gemeinschaft. Ich schlage vor, hier wieder anzusetzen, beim Aufbau von Orten und Räumen der Gemeinschaft, denn dort, wo es nur Individuen gibt, die zwanghaft-kompetitiv konsumieren, ohne Beziehungsnetz, ohne Verantwortungsgefühl für andere, beginnt der ökologische Notstand.

Der AutorMaria Laura Conte

Hochschulabschluss in klassischer Literatur und Promotion in Kommunikationssoziologie. Kommunikationsdirektor der AVSI-Stiftung mit Sitz in Mailand, die sich für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in der ganzen Welt einsetzt. Für ihre journalistische Tätigkeit hat sie mehrere Auszeichnungen erhalten.

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