Die heutige Lesung hat ein sehr klares Thema: Demut. Die Schlüsselbotschaft könnte man in diesen Worten unseres Herrn zusammenfassen: "Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden"..
Wir konzentrieren uns zunächst auf das Verhalten der Pharisäer, bei denen wir verschiedene Sünden in Aktion sehen. "Sie spionierten" zu Jesus, um ihn zu engagieren. Und dann erfahren wir, dass "Sie haben die ersten Plätze gewählt"..
Ihr Stolz ist lächerlich, ja kindisch. Sie beginnen damit, dass sie versuchen, die Fehler der anderen zu erkennen, blind für ihre eigenen, und suchen dann ihre eigene Verherrlichung. Diese Sünden treten oft paarweise auf: Stolz, blind für unsere eigenen Fehler und eitel, uns selbst zu verherrlichen, konzentrieren wir uns auf die Fehler anderer und versuchen, sie zu Fall zu bringen.
Jesus spricht zu ihnen auf ihrer eigenen Ebene, indem er ihnen einen einzigartig menschlichen Grund dafür nennt, bei einem Festmahl den untersten Platz einzunehmen: Der Gastgeber wird dich dort sehen und dich zu deinem eigenen (irdischen) Ruhm an einen höheren Platz bringen. Wenn Sie hingegen nach dem höchsten Platz streben, könnten Sie zu Ihrer Schande auf den untersten Platz verdrängt werden, wenn jemand kommt, der wichtiger ist als Sie. Jesus ermutigt nicht zum Streben nach menschlichem Ruhm. Vielmehr verwandelt er diese Episode in ein Gleichnis, um uns über das Streben nach ewiger Herrlichkeit zu informieren.
Die tiefere Lehre ist, dass wir untergehen werden, wenn wir versuchen, uns selbst zu erhöhen. Stolz bringt uns zu Fall. Aber wenn wir uns demütigen, wenn wir den niedrigsten Platz suchen, wird Gott uns emporheben. Und was ist der niedrigste Platz? In welcher Gesellschaft sollten wir leben? Wen sollten wir zu unserer Party einladen? Jesus sagt: "Ihr werdet gesegnet sein, denn sie können es euch nicht vergelten; sie werden es euch vergelten bei der Auferstehung der Gerechten"..
Wir sollten den Armen nicht in der bloßen Hoffnung dienen, eines Tages auf stolze Weise in den Genuss himmlischer Herrlichkeit zu kommen. Das wäre eine ziemlich verdrehte Art zu denken: "Ich nehme die irdische Demütigung in Kauf, damit eines Tages alle im Himmel sehen können, wie großartig ich bin".. Unser Dienst an den Armen sollte ein Bedürfnis unseres Herzens sein, eine Freude, ein geistliches Fest. Wir wollen bei den Demütigen dieser Welt sein und ihr Leben teilen. Wir sind davon überzeugt, dass wir nichts Besseres verdient haben. Das ist wahre Demut und demütiger Dienst, und dann wird Gott uns erhöhen, auch wenn wir es nicht wollen.





