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Euphrasie Kouassi Yao, Gewinnerin des Harambee-Preises: «Unser Ansatz erzeugt keine Ausgrenzung, sondern Kooperation.»

El premio Harambee 2026 a la promoción e igualdad de la mujer africana lo recibe Euphrasie Kouassi Yao por sus más de 35 años dedicados a la promoción de la mujer, la paz y el bienestar comunitario.

Redaktion Omnes-4 de März de 2026-Lesezeit: 3 Minuten
Euphrasie Kouassi Yao, Harambee 2026

José Luis Martínez-Almeida, S.A.R. Doña Teresa de Borbón dos Sicilias, Euphrasie Kouassi y Nicolás Zombré ©Harambee

Euphrasie Kouassi Yao erhielt die Harambee-Preis 2026 Sie setzte sich über 35 Jahre lang für die Förderung und Gleichstellung afrikanischer Frauen ein und erhielt diese Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauenrechte, Frieden und das Wohlergehen der Gemeinschaft. Kürzlich wurde sie zudem zur globalen Friedensbotschafterin ernannt und ist die einzige Frau in ihrem Land, die einen UNESCO-Lehrstuhl innehat.

Die Preisträgerin zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Elfenbeinküste im Bereich der Förderung von Frauen und Familien. Sie ist derzeit Ministerberaterin von Präsident Alassane Ouattara und blickt auf eine herausragende Karriere zurück; zuvor leitete sie das Ministerium für Frauen, Familie und Kinderschutz. In ihrer Dankesrede betonte sie: «Afrika ist voller Talente.».

Euphrasie argumentiert, dass keine Gesellschaft ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, wenn sie die Fähigkeiten von Frauen, die die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, ausschließt: «Ich bin überzeugt, dass Nationen dort, wo Frauen zur Mitwirkung an Entscheidungsprozessen neben Männern aufgefordert werden, prosperieren, das Wachstum zunimmt, eine inklusive und nachhaltige Entwicklung Fuß fasst und der Frieden gedeiht. Es gibt keinen Grund zum Zweifeln.».

«Unser Kampf richtet sich nicht gegen Männer – im Gegenteil, wir führen ihn an ihrer Seite. Das ist der Sinn unseres Engagements für «Positive Männlichkeit». Unser Ansatz führt nicht zu Ausgrenzung, sondern fördert die Zusammenarbeit. Er lehnt Herrschaft ab, um Gleichgewicht, Gleichberechtigung und Frieden zu erreichen», erklärte er.

Wie verlief Euphrasies Reise?

Euphrasie erkannte schnell, dass es Frauen weder an Fähigkeiten noch an Willen mangelte; sie brauchten lediglich Selbstvertrauen, Schulungen, Hilfsmittel und echte Teilhabe auf allen Entwicklungsebenen. Nach ihrer Tätigkeit als Lehrerin am Lycée de Jeunes Filles und später als Führungskraft im Frauenministerium beschloss sie, konkrete Lösungen zu entwickeln. Sie reiste, um sich in gendersensiblen Ansätzen weiterzubilden, und entwickelte zwei wichtige Instrumente.

Der erste Ansatz war der Gender- und Entwicklungsansatz, ein strategischer Kompass, der von afrikanischen Werten inspiriert ist, um Ungleichheiten zu identifizieren und gerechte öffentliche Politiken zu gestalten. Seine Ergebnisse spiegelten sich in der Elfenbeinküste wider, deren Fortschritte bei der Verringerung der Geschlechterkluft vom Weltwirtschaftsforum und der Weltbank anerkannt wurden, insbesondere im Bildungsbereich, wo sich die Chancengleichheit an Schulen deutlich verbesserte.

Das zweite Instrument war COFA (Bewusstsein, Schulung, Handlung): «Unser Hebel für den Wandel in den Gemeinden: Es dringt direkt in die Dörfer und Nachbarschaften vor, überzeugt, schult und setzt Dinge in Bewegung … es verändert Denkweisen, wo Konflikte entstehen.» Damit gelang es ihr beispielsweise, die Männer von Diatokro dazu zu bewegen, Frauen in die Wasserbewirtschaftung einzubeziehen. Später integrierte sie die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ der Vereinten Nationen und half ihrem Land, den ersten nationalen Aktionsplan Afrikas in diesem Bereich zu verabschieden.

Sie initiierte außerdem das Compendium of Women's Skills (COCOFCI), ein Netzwerk Tausender weiblicher Führungskräfte, das vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und der UNESCO anerkannt wurde. Als überzeugte Verfechterin der Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen schulte sie Hunderte von Managerinnen im Bereich Gender Engineering und entwickelte universitäre Programme zur Bewältigung von Herausforderungen wie dem Klimawandel.

Angetrieben von einem tiefen Friedenswunsch, verstand sie, dass Frieden nur mit Chancengleichheit möglich ist. Aus diesem Grund gründete sie CREA-PAIX, eine Friedensinitiative, die mittlerweile auf vier Kontinenten aktiv ist und Millionen von Menschen erreicht hat. CREA-PAIX fördert die Führungsrolle von Frauen und Jugendlichen als Grundlage für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung.

Harambee-Preis 2026

Vor diesem Hintergrund äußerte Euphrasie ihren Wunsch, dass der Harambee-Preis 2026 zu «einer Bewegung, einem kollektiven Bewusstsein und einer treibenden Kraft» werden möge. „Aus diesem Grund habe ich beschlossen, das Preisgeld an wissbegierige junge Menschen und an Frauen im ländlichen Raum, die Unterstützung bei der Transformation ihrer Gemeinschaften benötigen, umzuverteilen.“.

Mit dem Preisgeld wird ein Mentoring-Programm in der Region Gbeke finanziert, in dem 50 etablierte Unternehmerinnen 50 Frauen begleiten und anleiten werden, um deren wirtschaftliche Unabhängigkeit und den Erfolg ihrer eigenen Geschäftsmodelle zu stärken.

Es wird außerdem ein Bildungsprojekt ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Werte wie Resilienz, Würde und Exzellenz in den kommenden Generationen zu fördern. Diese Initiative erreicht 350 Schülerinnen der Oberstufe, deren ganzheitliche Entwicklung und Führungsqualitäten durch Leseförderung und die Teilnahme an einem anspruchsvollen Literaturwettbewerb gestärkt werden.

Euphrasie schloss ihre Rede mit einem «Es lebe!»: «Es lebe die Solidarität der Frauen!“. Es lebe die weibliche Kompetenz!. Es lebe die Chancengleichheit für Frauen und Männer, Mädchen und Jungen. Es lebe Harambee. Es lebe Afrika, die Wiege der Menschheit. Es lebe die versöhnte Menschheit. Es lebe der Weltfrieden!".

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