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Bryce Crawford, der junge Evangelist, der Jesus in die sozialen Medien bringt

Tiene 22 años, nació en Georgia y predica a Jesucristo en las calles, en universidades, en un podcast y, sobre todo, en las redes sociales. Bryce Crawford se ha convertido en una de las voces evangélicas jóvenes con mayor presencia digital en Estados Unidos, con gira en 2026 incluida.

Redaktion Omnes-29. September 2026-Lesezeit: 5 Minuten
Bryce Crawford

Bryce Crawford (@Bryce Crawford Ministries).

Das Besondere an Bryce Crawford, dem Evangelisten der Generation Z, wie er genannt wird, liegt nicht in der Musik oder der Unterhaltung, sondern in etwas Älterem: im Sprechen über Jesus, im Lesen der Bibel, im Beantworten von Fragen zum Glauben und im Hinausgehen auf die Suche nach Menschen, die seiner Meinung nach das Evangelium erneut hören müssen.

Dieser junge amerikanische Evangelist und Missionar, der jetzt in Los Angeles lebt, hat die Menschen bekehrt Evangelisierung Straßenaktivismus und soziale Medien – insbesondere TikTok, Instagram und YouTube – sind die wichtigsten Mittel, um neuen Generationen die Botschaft Jesu Christi zu verkünden; insgesamt folgen ihm mehr als 7 Millionen Menschen.

Crawford bezeichnet sich auf seiner eigenen Website als “Evangelist und Gründer” von Bryce Crawford Ministries. Die Organisation stellt ihn als “Evangelist und Missionar mit Sitz in Los Angeles” vor, der sich der Verbreitung des Evangeliums “online und persönlich” an jeden verschrieben hat, der zuhören will. 

Ihr Motto ist ebenso eindeutig: “Alles tun, um die Verlorenen zu erreichen und Christen darin auszubilden, dasselbe zu tun”: alles tun, um diejenigen zu erreichen, die weit weg sind, und Christen darin auszubilden, dasselbe zu tun.

Die diesjährige ‘I love Jesus US Tour’

Die erste landesweite „I Love Jesus“-US-Tournee begann am 24. Februar 2026 und endete am 29. März 2026 mit dem Abschlusskonzert in Los Angeles, Kalifornien. Dies wurde von der Liberty University bestätigt, deren Liberty Worship Collective Crawford auf der Tournee begleitete. 

In dieser Zeit tourte der junge Crawford mit seiner „I Love Jesus US Tour“ durch die Vereinigten Staaten. Die Tour führte ihn in 22 Städte in 18 Bundesstaaten und endete in Los Angeles. Sie umfasste Predigten, Gebete, Lobpreislieder und Gespräche über den Glauben. Auf einem Großteil der Reise wurde er von Schülern des Liberty Worship Collective begleitet.

Und eine Tatsache, die einen Eindruck von dem Phänomen vermittelt: Mehr als 35 Studenten der Liberty University nahmen im Laufe der Tour zu verschiedenen Zeitpunkten teil und bildeten sechs Teams, die sich abwechselten.

Umwandlung in ein Waffelhaus

Seine persönliche Geschichte ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Predigten. Crawford wuchs in Cartersville, Georgia, in einem evangelikal geprägten Umfeld auf und besuchte eine christliche Schule sowie eine Baptistenkirche. In seiner Jugend litt er jedoch, eigenen Angaben zufolge, unter schweren Angstzuständen, Depressionen und sehr negativen, ja sogar suizidalen Gedanken. Doch seine Familiengeschichte erfuhr später eine Wendung, die er direkt Gott zuschreibt.

In seiner Geschichte schildert er einen entscheidenden Moment während der Weihnachtszeit 2020, als er ein Waffle House Restaurant betrat, mit der Absicht, dass dies seine letzte Mahlzeit sein würde.

Dort kam er mit einem Mann ins Gespräch, der sich gerade scheiden ließ. Eine Bemerkung dieses Fremden – über die Notwendigkeit einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Beziehung – führte Crawford zu einer religiösen Besinnung, die er als Berufung von Jesus deutete. “Ich dachte so was wie: Na gut, klar”, erinnerte er sich später: »Okay, ich mach’s.« Kurz darauf begann er darüber nachzudenken, sein Leben der Verkündigung Christi zu widmen. Religionsnachrichtendienst, In einem ausführlichen Porträt, das im Mai 2026 veröffentlicht wurde, stellte er diese Geschichte seinen öffentlichen Aussagen gegenüber.

Der junge Evangelist Bryce Crawford tourte dieses Jahr mit der „I Love Jesus USTour“ durch die Vereinigten Staaten, begleitet von Studenten der Liberty University. (@Bryce Crawford Ministries).

Gott berief ihn in Vollzeit.

Nach seinem Highschool-Abschluss 2022 zog er nach Los Angeles, überzeugt davon, dass Gott ihn zum Vollzeitmissionar berief. Dort begann er, auf der Straße zu predigen. Im Mai 2023, so erzählte er CBN News, hatte er einen Traum, in dem Loren Cunningham, Gründerin von “Youth With A Mission”, erschien. Crawford interpretierte diese Erfahrung als Aufforderung, die evangelistischen Gespräche, die er bereits mit Menschen auf der Straße führte, aufzuzeichnen, um andere Christen zu ermutigen, mutiger in ihrem Glauben zu sein. “Es war ein wahres Wunder”, sagte er.

In einem Interview mit Rick Rubin erzählte er, dass er seiner Mutter zu Weihnachten 2023 ihre erste eigene Bibel geschenkt und ihr den Plan gegeben hatte, sie ein Jahr lang darin zu lesen. Sie las sie dann das ganze Jahr 2024 hindurch. Crawford sagt, dass seine Mutter in diesen Jahren zu einer Frau mit tiefem Glauben geworden sei.

Wovon redet Bryce?

Man könnte sagen, dass Bryce Crawford hauptsächlich über Jesus und das christliche Leben in der heutigen Zeit spricht. Sein Podcast versteht sich als Erkundung der Frage, wie man Jesus mutig in der modernen Welt nachfolgen kann. Zu den Themen seiner Folgen gehören Erlösung, Glaube, Zweifel, Berufung, Ängste, Reinheit, Ehe, Sünde, Buße, Heiligkeit, Gebet, Identität, Leiden, Vergebung, Gnade, Kultur, soziale Medien und Wahrheit.

Gespräche auch mit Fremden, mit Freundlichkeit

Sein Ansatz scheint also zweigleisig zu sein: Er erklärt das Christentum und lehrt andere Christen, wie sie evangelisieren können. Dabei beschränkt er sich nicht darauf, mit bereits Gläubigen zu sprechen. Charakteristisch für seine Videos sind die Gespräche mit Fremden im öffentlichen Raum. Er hat Orte fernab des typischen Kirchenumfelds aufgesucht – darunter Venice Beach, alternative Festivals und Pride-Veranstaltungen –, um über Jesus zu sprechen.

Seine Methode erklärt auch einen Teil seiner Popularität. Anstatt einfach nur zu predigen, versucht er, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und Fragen zu stellen. Die Associated Press merkte an, dass seine Straßenmission darauf abzielt, durch Freundlichkeit einen Wandel in der Denkweise der Menschen herbeizuführen. 

Crawford selbst erklärte: “Unsere Taktik bestand darin, Einzelgespräche zu führen, ruhig zuzuhören und Fragen zu stellen, weil uns die Menschen am Herzen liegen.”.

Warum so viele Follower?

Wie bereits erwähnt, muss Crawford weder Sänger sein noch Musik produzieren: Sein Rohmaterial besteht aus Gesprächen, Zeugnissen, der Bibel und den Fragen, die er Menschen stellt, die seinen Glauben nicht unbedingt teilen. Und genau das zieht Millionen von Followern auf den genannten Social-Media-Plattformen an. 

Die von ihrer eigenen Organisation angegebenen Zahlen sind in Bezug auf die Aufrufe sogar noch höher: Zwischen Januar und September 2025 verzeichneten sie 63 Millionen Aufrufe auf YouTube, 406 Millionen auf Instagram, 647 Millionen auf TikTok und acht Millionen Podcast-Hörer. 

Der Kontext: Evangelikale, die 231. Gruppe der amerikanischen Erwachsenen

Crawford wuchs in Georgia in einer Familie auf, die einer Südstaaten-Baptistenkirche angehörte und christlich erzogen wurde. Laut der jüngsten Studie des Pew Research Center zur Religionslandschaft aus den Jahren 2023/24 bezeichnen sich 231 % der erwachsenen Amerikaner als evangelikale Protestanten, gegenüber 261 % im Jahr 2007. Protestanten insgesamt stellen 40 % und Katholiken 19 % der Bevölkerung.

Die Dynamik evangelikaler Bewegungen ist nicht auf Amerika beschränkt. In anderen Ländern, wie beispielsweise Brasilien, lag ihr Anteil an der Bevölkerung ab zehn Jahren laut Volkszählung von 2022 bei 26,91 %, verglichen mit 21,61 % im Jahr 2010. In einer aktuellen Umfrage bezeichneten sich 29 % der brasilianischen Erwachsenen als Protestanten, während sich 46 % als Katholiken identifizierten. 

Veränderung in der Art und Weise, wie die Botschaft präsentiert wird

Crawfords Fall fügt sich in einen umfassenderen Wandel ein, so Analysten. Ein Teil des evangelikalen Christentums verlagert die Evangelisierung von der Kirche auf die Straße und von dort auf Mobiltelefone. 

Das Neue daran ist weniger die Botschaft selbst – Jesus, Bekehrung, die Bibel, das Gebet und das christliche Leben – als vielmehr die Art ihrer Präsentation: jugendliche Sprache, spontane Gespräche, kurze Videos, Podcasts und eine enorme Fähigkeit, Menschen zu bekehren. Evangelisierende Gespräche in den sozialen Medien das millionenfach im Internet kursieren kann.

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