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Ciao, Carlo! Wenn die Heiligkeit einen Zebrastreifen überquert

Wir präsentieren einen Auszug aus dem Roman Ciao, Carlo!, einem Prequel zum Musical "Original, el paso de Carlo", das die Jugenddelegation und das Priesterseminar der Diözese Cuenca seit 2023 in mehr als zehn Städten in Spanien aufführen.

Redaktion Omnes-10. Oktober 2025-Lesezeit: 2 Minuten
Ciao Carlo

Cover des Buches "Ciao Carlo!: Leben um Carlo Acutis" ©Carlos Luján Berenguel

Carlos Luján Berenguel, Autor von «Ciao, Carlo!»Das Leben um Carlo Acutis“ bietet uns einen Auszug aus seinem Buch. Es handelt sich um ein Gespräch zwischen Carlo und einem der Armen, Donato, das vom Pfarrer von Santa Maria Segreta bezeugt wird.

«Don Mario beobachtete von seinem Fenster aus, das auf den Pfarrchor hinausging, nicht nur den Verkehr auf der Via Lorenzo Mascheroni, sondern auch die Ruhe des Gartens auf dem Platz. Jenen Brunnen aus grünem Eisen, aus dem immer ein Rinnsal Wasser sickerte, die vorbeifahrenden Fahrräder und, unerwartet, Carlo.“. 

Er saß auf der Lehne der Bank, die blauen Turnschuhe über die Sitzfläche gehängt, und unterhielt sich mit Donato. Der Kontrast zwischen dem Accattone Und der Junge kam Don Mario nicht seltsam vor. Denn Don Mario war es gewohnt, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, so wie jetzt, vom falschen Balkon der Fassade, mit dem Rücken zum Spektakel seiner Gemeinde im neobarocken Stil, betrachtete er Mailand.«Diese Ansichten gibt es doch auch vom Tabernakel aus, oder?»"—das war sein Morgengebet.". 

„Nein.“ Der Mann schüttelte weiterhin heftig und stumm den Kopf. „Ein Mann kann sich nicht ändern, wenn er alt wird.“. 

—Oder vielleicht doch… —Carlo betrachtete Donatos Kopf, der von der karierten Gatsby-Mütze bedeckt war, und empfand Mitleid mit ihm. —Vielleicht, Donato, genügt schon eine einfache Bewegung der Augen, von unten nach oben… 

„Wohin?“ Donato drehte den Kopf schief und stützte sich mit den Händen auf den Sitz, um sich auf Carlos Höhe zurückzulehnen. 

„Ihm, Donato, Jesus!“ Der Junge legte Donato die Hand auf die Schulter und zupfte seine Trainingsjacke zurecht. Sie bildete einen Kontrast zu dem karierten Hemd, das er ebenfalls trug. 

"Jesus?" Donato senkte erneut den Blick. 

„Sein Stil ist es, alles neu zu machen …“, erinnerte sich Carlo. „Sich neu zu erfinden …“ „Das ist unmöglich …“ 

„Für Gott ist nichts unmöglich!“, protestierte Carlo. 

„Ich wünschte, ich könnte diesen Worten glauben!“ Donato sah Carlo offen an. „Ich wünschte!“ „Es geht ums Vertrauen …“ Carlo zögerte. „Wer hat dich hierhergebracht?“ „Das Unglück, Carlo …“ 

—Nein… —Carlo stieg von der Bank herunter und stellte sich vor den Bettler. Seine Größe ließ ihre Blicke sich treffen – ich meine, genau hier, wirklich, in der Pfarrkirche Santa María Segreta. 

„Albertina …“ Die Augen des Mannes leuchteten einen Moment lang auf, als er nostalgisch die Augenbrauen hob. „Albertina hat mich hierher gebracht … Als ich im Begriff war, … ziellos umherzuwandern, hat sie mich hierher gebracht. Sie hatte ein Gefühl. Sie glaubte, dass etwas in mir steckte … Sie hat es mir selbst gesagt, glauben Sie mir!“ 

„Ich glaube dir … weil es existiert.“ Carlo spürte, wie Hoffnung in seinem Herzen aufstieg. Accattone Donato erkannte das Gute um sich herum – so ist der Heilige Geist, unerwartet und überraschend. Es wird fälschlicherweise für einen plötzlichen Ausbruch Albertinas gehalten, aber es ist Er, der wirkt, wo Er will. Wir sehen Ihn nicht, Donato, aber wir sehen, wie sich dein Leben verändert hat… Und du sagst, du glaubst nicht, dass Er es noch mehr verändern kann?

An jenem bewölkten Oktobertag blickte Donato in den dunklen Mailänder Himmel auf, und eine sanfte Brise streichelte sein Gesicht. Er spürte kein Frösteln, sondern eher eine warme, milde Brise. 

Vom Kirchenfenster aus konnte Don Mario das Gespräch nicht hören. Einige Tage später, bei der Beerdigung des Jungen, erfuhr er, dass überall, wo Carlo hinkam, neue Hoffnung aufkeimte. Und er dankte Gott dafür, dass sich seine Wege mit denen des Jungen gekreuzt hatten.» 

Ciao, Carlo!: Leben um Carlo Acutis

AutorCarlos Luján Berenguel
LeitartikelAmazon Self-Publishing
Seiten: 272
Jahr: 2025
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