Aus dem Vatikan

Die Vatikanische Bibliothek, ein Zeugnis für die kulturelle Offenheit der Kirche

Das Wachstum des bibliografischen Erbes und der Dokumentarfilmproduktion des Vatikans veranlasste Leo XIV., den Bau eines neuen Gebäudes für das Vatikanische Archiv und die Bibliothek in Auftrag zu geben – ein Zeugnis der kulturellen Offenheit der Kirche. Der Papst eröffnete in der Bibliothek selbst die Ausstellung “AQVA. Katastrophe und Wunder”.

Francisco Otamendi-15. September 2026-Lesezeit: 3 Minuten
Der Papst trifft am 14. September 2026 in der Vatikanischen Bibliothek ein.

Papst Leo XIV. begrüßt die Anwesenden bei seiner Ankunft zur Eröffnung der Ausstellung “AQVA. Katastrophe und Wunder” in der Vatikanischen Bibliothek am 14. September 2026, seinem Geburtstag. (CNS-Foto/Lola Gomez).

Die Entscheidung, neue Räumlichkeiten für das Vatikanische Archiv und die Bibliothek zu schaffen, wurde von Papst Franziskus vorhergesehen, der das extraterritoriale Gebiet des Lateran als idealen Standort identifizierte.

Jedoch Chirograph Aus dem am 14. September unterzeichneten Brief des Papstes geht hervor, dass sich in den letzten Monaten neue Möglichkeiten zur Schaffung neuer Räume innerhalb des Staates der Vatikanstadt ergeben haben, und dass das vom Papst ausgewählte Gebiet der sogenannte «Autoparco-Brunnen» und seine Umgebung sind.

Dort wird also ein neues Gebäude für das Vatikanische Archiv und die Vatikanische Bibliothek errichtet, wobei der Raum gleichmäßig zwischen den beiden Institutionen aufgeteilt wird und ein Teil für andere Dienstleistungen des vatikanischen Staates reserviert bleibt.

Zu diesem Zweck werden, wie vom Heiligen Vater angeordnet, das Vatikanische Apostolische Archiv und die Vatikanische Apostolische Bibliothek als Gründungs- und Förderinstitutionen eine vatikanische Instrumentalstiftung errichten. In der Zwischenzeit wird die Vatikanische Bibliothek ihre derzeitigen Lagerräume im Päpstlichen Römischen Priesterseminar weiterhin nutzen.

Ein Lesesaal in der Vatikanischen Bibliothek im Vatikan am 14. September 2026. (CNS-Foto/Lola Gomez).

Alte und neue kulturelle Eröffnung

Am Montag besuchte Papst Leo XIV. die Vatikanische Apostolische Bibliothek zur Eröffnung der Ausstellung ‘AQVA. Katastrophe und Wunder’. Sprache, Der Papst hat die Mitglieder der Apostolische Bibliothek “Die Kirche soll Zeugnis ablegen von ihrer alten und neuen kulturellen Offenheit”, wie der Heilige Stuhl mitteilte.

“Zum ersten Mal als Papst besuche ich die Vatikanische Bibliothek und trete damit in die Fußstapfen meiner Vorgänger”, sagte der Papst. “Dies soll ein Zeichen der Verbundenheit des Papstes mit der Mission der Apostolischen Archive und der Apostolischen Bibliothek und seiner Wertschätzung für diese sein, die der Entwicklung und Verbreitung von Kultur zum Wohle der Kirche und der gesamten Menschheit dienen.”.

Papst Leo XIV. bläst in der Vatikanischen Bibliothek eine Kerze aus; die Veranstaltung findet anlässlich seines 71. Geburtstags statt (@VATICAN MEDIA).

Der Papst und Providence: “Meine Mutter war Bibliothekarin, und heute bin ich hier.”

Zu Beginn seiner Ansprache erklärte der Papst: “Gott erinnert uns in seiner Vorsehung und manchmal mit einem Hauch von Humor stets daran, dass er bei uns ist. Viele von Ihnen wissen vielleicht nicht, dass meine Mutter (Mildred) Bibliothekarin war, und heute bin ich hier, an meinem Geburtstag, genau um Sie alle zu begrüßen.”.

Der Heilige Vater begrüßte anschließend die Verantwortlichen und Mitarbeiter dieser beiden vatikanischen Einrichtungen sowie einige Gäste und Wohltäter, denen er seinen tiefen Dank aussprach. hat berichtet Vatican News. In der Tradition seiner Vorgänger, die die Vatikanische Bibliothek besuchten, betonte der Papst, dass dieser Besuch seine Verbundenheit mit und Wertschätzung für die Mission der Apostolischen Archive und der Apostolischen Bibliothek zum Ausdruck bringen solle, die der Entwicklung und Verbreitung von Kultur zum Wohle der Kirche und der gesamten Menschheit dienen.

Die päpstliche Bibliothek: ein Herz mit Systole und Diastole

“Wie kann ich die päpstliche Bibliothek beschreiben?“, fuhr der Papst fort. „Ich möchte eine Metapher verwenden: Die Apostolische Bibliothek ist ein Herz. Der Herzschlag symbolisiert das Leben und entsteht durch zwei gegensätzliche Bewegungen, Systole und Diastole: Konzentration und Entspannung, die eine Bewegung zum Zentrum hin, die andere zur Peripherie. Auch die Apostolische Bibliothek bleibt lebendig, insofern sie ihre eigene Systole und Diastole aufrechterhält.“.

Die Systole: “Möge die Apostolische Bibliothek weiterhin ein Ort großer Vertrautheit, Ruhe, Achtung und Fürsorge sein.” (…)

Die Diastole: “Die Offenheit und Weite des Geistes dieser Bibliothek zeigen sich in ihren humanistischen Ursprüngen: nicht nur Werke der Theologie, sondern auch der Literatur, Philosophie, Astronomie, Physik, Mathematik, Geographie, Botanik, Zoologie, Medizin, Geschichte, des Rechts, der Kunst und der Wirtschaftswissenschaften.”.

“Bände, die in anderen religiösen Kontexten verfasst wurden”

“Nicht nur europäische und christliche Bücher, sondern auch Werke aus anderen religiösen Kontexten, aus allen Teilen der Welt. Und das geschah viele Jahrhunderte, bevor diese Auffassung allgemein verbreitet wurde.”. 

Mit diesem Ansatz, so Leo XIV. abschließend, “bezeugt die Apostolische Bibliothek die altehrwürdige und neue kulturelle Offenheit der Kirche. Die heute beginnende Ausstellungsreihe bestätigt dies ebenfalls.”.

Der AutorFrancisco Otamendi

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