Blickpunkt Evangelium

Heiliger Josef, Ehemann Marias. Fest des heiligen Josef (Jahr)

Vitus Ntube kommentiert die Lesungen zum Hochfest des Heiligen Josef (A) am 19. März 2026.

Vitus Ntube-16. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

«Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.». 

Die heutige Lesung aus dem Evangelium beginnt mit diesen Worten. Mitten in der Fastenzeit haben wir die Gelegenheit, den heiligen Josef, den Ehemann der Jungfrau Maria, zu feiern. Heute feiern wir ihn gerade als Ehemann – Marias. Das Komma nach dem Namen des Heiligen ist wichtig: «Josef, Ehemann der Jungfrau Maria». Es offenbart seine Identität, den Schlüssel zu seiner Heiligkeit und den Grund für diese Feier. 

Der heilige Josef lehrt uns die wesentlichen Tugenden eines Ehemannes. Was können wir von ihm lernen? Das Evangelium lädt uns ein, über Josefs Situation nachzudenken und darüber, wie er sich entschied, Maria als seine Frau anzunehmen. Seine Reaktion bleibt ein wertvolles Vorbild für alle Ehemänner.

Das Evangelium beschreibt Josef als einen «"gerechter Mann"». Im Alten Testament bedeutet dies mehr als nur äußerlichen Gehorsam gegenüber dem Gesetz; es beschreibt jemanden, der den Bund wahrhaftig lebt und Gottes Willen mit aufrichtigem Herzen sucht. Josef war ein solcher Mann. Er erfüllte nicht nur die Regeln, sondern entdeckte Gottes Liebe hinter und im Gesetz. Papst Benedikt XVI. bemerkte einmal, dass im heiligen Josef «Das Alte Testament wird zum Neuen Testament.», Denn er sucht nicht nur die Gebote, sondern Gott selbst, die persönliche Liebe Gottes.

Das Evangelium schildert Josef in einer schwierigen Lage. Man kann sich seine Enttäuschung vorstellen, als er seine Frau schwanger vorfand. Er wusste, dass Maria eine rechtschaffene junge Frau war; er kannte ihre innere und äußere Schönheit, die Reinheit ihres Herzens, und nun ist er verwirrt und enttäuscht. Doch Josef, der wahrhaftig ein rechtschaffener Mann ist, wendet das Gesetz nicht starr auf Kosten der Güte an, sondern nimmt sich vielmehr die Zeit, die ihm zusteht, die Güte zu bewahren. «ein Weg der Liebe in der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit in der Liebe.». Es zeigt, dass der Gerechte nicht nur aus Glauben lebt (vgl. Habakuk 2,4), sondern auch aus Liebe. Seine Gerechtigkeit ist von der Liebe bestimmt. Er war ein Mann wahrer Liebe, ein Ehemann, der zu lieben wusste.

Joseph war ein Ehemann, der auf Gott hörte und ihm gehorchte. Er achtete auf Gottes Stimme. Er war kein Träumer, obwohl Gott durch einen Traum in sein Leben trat. Er war ein Mann des Gebets und erinnerte Ehemänner daran, wie wichtig der ständige Dialog mit Gott vor jeder Entscheidung innerhalb der Familie sei. Er besaß die Fähigkeit, auf Gott zu hören, und den Mut, das Richtige zu tun und seine Berufung als Ehemann zu leben, indem er Maria zur Frau nahm.

Als Josef aufstand, gehorchte und Maria zur Frau nahm, sagte er auch Ja zur Vaterschaft: «Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.». Durch seine Keuschheit als Ehemann wurde er auch Vater. In Joseph sehen wir eine weitere Dimension der Vaterschaft. Er ist nicht nur ein Vorbild für Ehemänner, sondern auch für zölibatär lebende Männer. Er zeigt, dass Keuschheit auch zu wahrer Vaterschaft führen kann.

Der heilige Josef ist ein Vorbild für Ehemänner, und es besteht ein dringender Bedarf an viel mehr «Josefs» in der heutigen Welt. Kein Wunder, dass mir eine fromme Mutter einmal sagte, sie solle dafür beten, dass ihre Tochter ihren Josef finde. Wie recht sie doch hatte! Wenn wir mehr heilige Familien brauchen, brauchen wir heilige Männer, heilige Ehemänner wie Josef. Wir beten, dass wir viele Männer wie den heiligen Josef haben werden, heilige Ehemänner.

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