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Das Projekt hat zum Ziel, Tausende von Frauen davon abzuhalten, weiterhin zu Hause zu gebären.

La rehabilitación del Centro de Salud Malaika permitirá atender en condiciones seguras a unas 2.000 mujeres y reducir la mortalidad materna e infantil en una de las zonas más pobres de la República Democrática del Congo.

Teresa Aguado Peña-7 de August de 2026-Lesezeit: 4 Minuten
nacer con dignidad

Für viele Familien in den ländlichen Gebieten von Isangi in der Provinz Tshopo der Demokratischen Republik Kongo ist die Geburt nach wie vor ein angsterfülltes Erlebnis. Der Mangel an medizinischer Infrastruktur, die langen Wege zu Gesundheitszentren und die Armut zwingen viele Frauen, zu Hause oder unter extrem prekären Bedingungen zu gebären – ohne professionelle Hilfe und unter dem Risiko von Komplikationen, die sowohl ihr eigenes Leben als auch das ihrer Babys gefährden.

In dieser Region sind die Mütter- und Säuglingssterblichkeitsraten weiterhin hoch. Viele dieser Todesfälle könnten durch angemessene Betreuung während Schwangerschaft und Geburt verhindert werden. Der fortschreitende Verfall des Gesundheitszentrums Malaika, das vom Diözesanamt für medizinische Angelegenheiten (BDOM) in Isangi betrieben wird, hat jedoch dessen Kapazität zur Versorgung schwangerer Frauen erheblich eingeschränkt. Was jahrelang eine lebenswichtige Anlaufstelle für die bedürftigsten Familien war, hat aufgrund der maroden Gebäude und fehlender Ausrüstung seinen Betrieb weitgehend eingestellt.

Um dieser Situation entgegenzuwirken, haben Harambee Spanien und Harambee Schweiz in Zusammenarbeit mit der Diözese Isangi das Projekt «Geboren in Würde» ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative wird der Kreißsaal des Gesundheitszentrums Malaika renoviert und ausgestattet. Das Projekt umfasst die Komplettsanierung der Räumlichkeiten, die Anschaffung geburtshilflicher Geräte, Schulungen für das medizinische Personal sowie ein Aufklärungsprogramm, das Frauen dazu ermutigen soll, im Zentrum zu entbinden, anstatt zu Hause.

Ziel ist es, die Geburtshilfe für rund 2.000 Frauen zu verbessern, die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit zu senken und die Rolle des Zentrums als sicherer Ort für die Geburt neuen Lebens wiederherzustellen.

Schwester Agathe Franka, Leiterin des Diözesanbüros für medizinische Angelegenheiten (BDOM) in Isangi, erläutert die Realität, die Frauen in dieser Region erleben, und wie sie hoffen, dass dieses Projekt die Zukunft von Tausenden von Familien verändern wird.

Was erleben Frauen in ländlichen Gebieten von Isangi, wenn es Zeit für die Geburt ist?

Zum einen gebären in ländlichen Gebieten nur wenige Frauen in Gesundheitsposten, Gesundheitszentren oder Krankenhäusern. Dabei handelt es sich in der Regel um Frauen, deren Ehemänner oder Verwandte über finanzielle Mittel verfügen, um die anfallenden Kosten zu decken, und die meist in Gegenden leben, in denen es noch Gesundheitszentren gibt, die Geburtshilfe anbieten.

Darüber hinaus bringt die überwiegende Mehrheit der Frauen in ländlichen Gebieten ihre Kinder außerhalb von Kreißsälen und Gesundheitseinrichtungen zur Welt. Gründe hierfür sind unter anderem die Schwierigkeit, aufgrund der Entfernung und des Straßenzustands im Notfall ein Krankenhaus zu erreichen, sowie wirtschaftliche Notlagen (die sie dazu veranlassen, eine Hebamme zu bevorzugen, die wenig für ihre Dienste verlangt). Manchmal kommt die Frau nur mit einem einzigen Kleidungsstück an und hat nichts vorbereitet – weder Kleidung noch sonstige Babyartikel – für das Neugeborene. Die meisten Frauen sind erheblichen Risiken ausgesetzt: Das Geburtsbett ist unbequem, und die Geburt findet auf dem Boden, einer Matte, einem Tisch oder einer Matratze statt.

Es sei darauf hingewiesen, dass der kongolesische Staat eine kostenlose Mütterversorgung eingeführt und Hausgeburten verboten hat.

Wie man sieht, sind die Folgen unzureichender Mütterversorgung in ländlichen Gebieten: Blutungen, Gebärmutterhalsrisse, Infektionen, Komplikationen nach der Geburt, Säuglingssterblichkeit…

Welche konkreten Folgen haben Geburten ohne professionelle Hilfe auf die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit in der Region?

Die Folgen einer Geburt ohne professionelle Hilfe sind für Mütter und Neugeborene sehr schwerwiegend. Risikoschwangerschaften werden häufig nicht rechtzeitig erkannt, und es werden nicht die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um Komplikationen wie eine Uterusruptur zu verhindern. Im Falle einer Blutung stehen die geeigneten Medikamente zur Behandlung oft nicht zur Verfügung. Es mangelt zudem an Wissen und Ausrüstung für Reanimationsmaßnahmen bei Atemproblemen des Neugeborenen sowie an ausreichendem Wissen über den Geburtsverlauf und die Anwendung grundlegender Instrumente wie des Partogramms. Hinzu kommen unsachgemäße Praktiken wie das Öffnen der Fruchtblase vor vollständiger Muttermundöffnung, was zu Einrissen führen kann; die verzögerte Verlegung ins Krankenhaus bei Komplikationen; und mangelnde Hygiene sowie unzureichende medizinische Versorgung – Faktoren, die die Mütter- und Säuglingssterblichkeit erhöhen.

Welche Bedeutung hatte das Malaika-Gesundheitszentrum früher für die Familien von Isangi, und was erhoffen sie sich von seiner Sanierung?

–Zuvor spielte das Malaïka-Zentrum eine sehr wichtige Rolle für die Familien von Isangi bei der Betreuung von gefährdeten Familien, darunter schwangere Frauen, unterernährte Kinder, Leprakranke sowie Frauen und Männer, die Schwierigkeiten beim Zugang zu anderen primären Gesundheitsdiensten hatten.

Durch die Renovierung (insbesondere des Kreißsaals) werden viele Frauen erfreut sein, in komfortablen Bedingungen zu entbinden. Diese Freude wird sich auf ihre ganze Familie ausweiten. Wir gehen davon aus, dass die Säuglingssterblichkeit sinken und Komplikationen nach der Geburt seltener auftreten werden. Darüber hinaus könnte dies zu einem deutlichen Rückgang von Hausgeburten und einem Anstieg der Geburten im Geburtszentrum führen. Auch sie werden froh sein, in komfortablen Bedingungen entbinden zu können.

Wie können wir Frauen dazu bringen, dem Zentrum zu vertrauen und sich für eine professionell betreute Geburt anstelle einer Hausgeburt zu entscheiden?

Dies wird durch bestimmte Aspekte und spezifische Vorgehensweisen des Zentrums ermöglicht. So kann das Vertrauen der Frauen gewonnen werden, indem man sie herzlich empfängt, sie während der Vorsorgeuntersuchungen angemessen berät und ihnen zeigt oder sie selbst erleben lässt, wie gut der Kreißsaal ausgestattet ist und dass Hygiene und Wohlbefinden im Zentrum höchste Priorität haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, gegebenenfalls eine erschwingliche Gebühr anzubieten.

Wie kann das Projekt langfristig nachhaltig gestaltet werden?

Wir gewährleisten die Nachhaltigkeit des Projekts durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung. Das diözesane Amt für medizinische Angelegenheiten wird sich daher intensiv darum bemühen, die Gemeinde zur aktiven Mitgestaltung des Projekts zu bewegen. So tragen beispielsweise die Eröffnung einer Apotheke, die Haltung von Hühnern und Schweinen, die Landwirtschaft und die durch das Zentrum generierten Einnahmen zur Nachhaltigkeit des Projekts bei.

Wenn Sie in einem Satz erklären müssten, warum dieses Projekt notwendig ist, was würden Sie jemandem sagen, der überlegt, es zu unterstützen?

–«Dank dieses Projekts werden sich die Geburtsbedingungen verbessern, was die Säuglings- und Müttersterblichkeit sowie die Zahl der Hausgeburten verringern wird; es ist eine große Erleichterung für die Gemeinde Isangi und ein Grund zur Hoffnung.».

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