Evangelisation

Das Geheimnis hinter “für immer”: Indikatoren für Erfolg in der Liebe

In diesem Artikel argumentiert die Neurowissenschaftlerin Dr. Elena Anaya, dass... dass der Erfolg in der Ehe nicht vom Glück oder der Intensität der anfänglichen Romanze abhängt, sondern von einer Reihe bewusster Entscheidungen, Beziehungsfähigkeiten und emotionaler Reife, die sich im Laufe der Zeit entwickeln.

María Elena Anaya Hamue-22. März 2026-Lesezeit: 8 Minuten

Die Faktoren, die dem Konzept der “Ewigkeit” in der Ehe zugrunde liegen, sind ein interessantes Thema. Ich habe es in einem ausführlichen Artikel in meinem Buch ‘Die Renaissance der Familie’ behandelt, wie Sie am Ende dieses Textes sehen können. 

Dieser Text fasst den Artikel mit dem Titel “Das Geheimnis hinter ‘Für immer’: Erfolgsfaktoren in der Liebe” zusammen. Anstatt die eheliche Liebe als etwas Spontanes darzustellen, das “einfach so passiert”, behandelt der Artikel sie als eine dynamische Realität, die sich je nach Kommunikation, Umgang mit Meinungsverschiedenheiten, Ausdruck von Zuneigung und Engagement des Paares stärken oder verschlechtern kann.

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass das Leben als Paar sowohl Quelle von Freude, Stabilität und persönlichem Wachstum als auch Raum für Belastungen, Frustration und Konflikte sein kann. Dieser Unterschied wurde von Forschern eingehend untersucht, die analysieren, welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit von Zufriedenheit und Langlebigkeit erhöhen und welche das Risiko von Krisen, Trennung oder Scheidung steigern. 

Diese Artikel Sie wird durch einschlägige wissenschaftliche Literatur (mit Verweisen auf Autoren wie John Gottman, Howard Markman, Wilson, Mahoney und Ellison u. a.) sowie durch die Doktorarbeit des Autors in Jalisco, Mexiko, die zwischen 2013 und 2021 im Rahmen des AMAR-Projekts (Antecedents of Marital Adjustment Research) der Universität Navarra durchgeführt wurde, unterstützt.

Verheiratete Menschen: höheres Glücksniveau als Singles

Sie haben an dieser Untersuchung teilgenommen. 310 Paare, die bald heiraten, die ausführliche Informationen über sich selbst und ihre Beziehung preisgaben. Diese Daten wurden anschließend analysiert. Prädiktoren Diese Faktoren stehen im Zusammenhang mit dem Erfolg oder Misserfolg einer Ehe. Der Text betont, dass das Verständnis dieser Einflussfaktoren praktischen Nutzen hat: Es ermöglicht uns, Risiken vorherzusehen, schädliche Verhaltensmuster zu korrigieren und Fähigkeiten zu entwickeln, die eine stabile und erfüllende Beziehung wahrscheinlicher machen.

Eheliche Zufriedenheit als Kern des Eheerfolgs

Ein zentrales Thema des Artikels ist die eheliche ZufriedenheitSie wird als entscheidender Erfolgsfaktor dargestellt, eng verbunden mit der Langlebigkeit der Beziehung und dem emotionalen Wohlbefinden ihrer Partner. Der Text beschreibt eheliche Zufriedenheit als eine Erfahrung, die aus dem gemeinsamen Alltag und der Art und Weise entsteht, wie Ehepartner einander behandeln, füreinander sorgen und Herausforderungen meistern. Anders ausgedrückt: Es genügt nicht, einander abstrakt zu “lieben”; es zählt. Wie äußert sich dieser Wunsch? in Handlungen, Worten, Gewohnheiten, Entscheidungen und Interaktionsstilen.

Konflikte an sich sind nicht unbedingt das Problem.

An dieser Stelle sticht der Beitrag von John Gottman hervor, dessen Forschung betont hat, dass Affektivität Und die alltäglichen Interaktionen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Stabilität. Freundlichkeit, gegenseitiger Respekt, die Fähigkeit, Dankbarkeit auszudrücken, Vergebung und der Umgang mit Meinungsverschiedenheiten werden als Faktoren beschrieben, die nicht nur zum Fortbestand einer Ehe beitragen, sondern sie auch zu einer wahren Quelle des Wohlbefindens machen.

Der Text trifft eine wichtige Unterscheidung: Konflikte an sich sind nicht unbedingt das Problem; was die Beziehung schädigt, ist die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird. Werden Meinungsverschiedenheiten konstruktiv, respektvoll und offen besprochen, können sie die Bindung sogar stärken. Werden sie hingegen feindselig oder verächtlich geführt, wirkt der Konflikt zersetzend und untergräbt das Vertrauen und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Faktoren, die die Beziehung stärken 

Des Weiteren führt der Artikel in das Thema ein: emotionale Unterstützung und dessen Zusammenhang mit dem Wohlbefinden. Es wird erwähnt, dass verschiedene Studien im Durchschnitt Folgendes festgestellt haben:, Verheiratete Menschen berichten von einem höheren Glücksniveau als Singles., Dies liegt zum Teil an der beständigeren emotionalen Unterstützung. Ohne die Ehe zu idealisieren oder zu behaupten, sie garantiere stets Wohlbefinden, stellt die Autorin sie als einen Kontext dar, in dem – bei einer gesunden Beziehung – in der Regel mehr emotionale Unterstützung vorhanden ist, was zur Lebenszufriedenheit beiträgt.

Darüber hinaus werden Praktiken genannt, die die Bindung stärken: konstruktives Besprechen von Problemen, gemeinsame Ziele und Projekte, gemeinsame Aktivitäten und in manchen Fällen auch gemeinsame religiöse Praktiken. Der Autor weist darauf hin, dass einige Studien gezeigt haben, dass gemeinsame religiöse Praktiken die Häufigkeit von schweren Konflikten, Untreue oder Gewalt verringern können. 

Die Idee wird als Forschungsergebnis (und nicht als Vorgabe) präsentiert und in die allgemeine Argumentation integriert: Gemeinsame Gewohnheiten und vernünftige Rahmenbedingungen können Stabilität fördern, solange sie nicht die tägliche emotionale und zwischenmenschliche Arbeit ersetzen.

Erfolgs- und Misserfolgsprognosen: Statische und dynamische Faktoren

Ein zentraler Teil des Artikels ist der Erklärung der Prädiktoren des Erfolgs oder Misserfolgs in der Ehe. Nach Howard Markman werden zwei Typen unterschieden:

Statische FaktorenVoreheliche Umstände, die sich nicht ohne Weiteres ändern lassen, weil sie in der Vergangenheit oder dem Hintergrund des Einzelnen oder des Paares begründet liegen. Beispiele hierfür sind das Aufwachsen in einem Elternhaus mit geschiedenen Eltern, Kinder aus früheren Beziehungen, die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Religionen oder eine Heirat in jungen Jahren. Diese Faktoren verdammen eine Beziehung nicht, können aber Risiken erhöhen oder spezifische Herausforderungen mit sich bringen, die realistisch betrachtet werden sollten.

Dynamische FaktorenHierbei handelt es sich um Variablen, die mit der alltäglichen Interaktion und der Art und Weise, wie Menschen miteinander in Kontakt treten, zusammenhängen. Im Gegensatz zu statischen Variablen können diese beeinflusst und verändert werden. Dazu gehören Kommunikationsschwierigkeiten, unrealistische Erwartungen, geringes Engagement und negative Konfliktlösungsstile.

Diese Unterscheidung ist hoffnungsvoll: Obwohl einige anfängliche Umstände eine Rolle spielen, sind viele der wichtigsten Variablen entwicklungsfähig. Mit anderen Worten: Der Erfolg einer Ehe beschränkt sich nicht darauf, "Glück" mit dem richtigen Partner zu haben, sondern beruht auf dem Aufbau von Fähigkeiten und Gewohnheiten, die die Liebe nachhaltig machen.

Feindseligkeit als Zeichen eines hohen Risikos

Unter den Indikatoren für ein Scheitern hebt der Artikel insbesondere Folgendes hervor: Feindseligkeit, Dies wird als einer der gefährlichsten Faktoren identifiziert. Es werden Ergebnisse präsentiert, die Beziehungen, die von Feindseligkeit geprägt sind, mit einem deutlich höheren Scheidungsrisiko in Verbindung bringen. 

Feindseligkeit wird hier als ein Beziehungsklima verstanden, das von Angriffen, Verachtung, Herabsetzung, verletzenden Tönen oder der Absicht, auf Kosten anderer zu gewinnen, geprägt ist. Diese Dynamik schädigt nicht nur die Kommunikation, sondern untergräbt auch das Gefühl emotionaler Sicherheit und den Teamzusammenhalt.

In diesem Sinne wird Gottmans Modell destruktiver Beziehungsmuster, bekannt als die “vier apokalyptischen Reiter” – ständige Kritik, Abwehrhaltung, Vermeidung und insbesondere Verachtung –, einbezogen. Im Text fungieren diese Muster als Warnsignale: Wenn sie die Interaktion dominieren, wird die Beziehung fragiler. 

Systematische Kritik zielt auf den Charakter des anderen (nicht auf konkrete Handlungen), Abwehrverhalten verhindert die Übernahme von Verantwortung, Vermeidung verhindert notwendige Gespräche, und Verachtung mindert die Würde der Beziehung. Zusammengenommen erzeugen diese Dynamiken emotionale Distanz und Groll – Faktoren, die Heilung und Wachstum behindern.

Was zeichnet Paare aus, die gut funktionieren?

Im Gegensatz dazu beschreibt der Artikel gemeinsame Merkmale von Paaren, die Stabilität und Zufriedenheit erreichen. Dazu gehören:

Gesunde Kommunikationsfähigkeiten: deutlich sprechen, respektvoll zuhören, Gefühle anerkennen und Meinungsverschiedenheiten aushandeln, ohne zu demütigen oder sich aufzudrängen.

Sich dem Wandel anpassenDie Fähigkeit, Erwartungen und Rollen anzupassen, wenn das Leben Übergänge mit sich bringt (Beruf, Kinder, familiäre Krisen, Umzug usw.).

Offene und respektvolle KonfliktlösungDie Bereitschaft, sich Problemen zu stellen, anstatt sie zu vermeiden, mit einer lösungsorientierten Herangehensweise.

Hohes Engagement: die konsequente Entscheidung, die Bindung zu pflegen, auch wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt.

Kenntnis und Verständnis des anderen: echtes Interesse an der Geschichte, den Bedürfnissen und den Grenzen des Partners; Fähigkeit, emotionale Signale zu erkennen und einfühlsam darauf zu reagieren.

Der Text legt nahe, dass der Erfolg von Beziehungen auf einer realistischen Perspektive beruht: den anderen so anzuerkennen, wie er ist (mit seinen Stärken und Schwächen), Vereinbarungen zu treffen und eine tiefe Verbindung aufrechtzuerhalten, ohne die Individualität zu verlieren.

Bindung und emotionale Verbundenheit: ein besonders aussagekräftiger Prädiktor

Eine der stärksten Aussagen des Artikels ist die Behauptung, dass einer der wichtigsten Indikatoren für die Zukunft einer Beziehung die Art der Beziehung ist. emotionale Bindung welches etabliert ist, beschrieben aus dem Bindungstheorie. Es wird erklärt, dass Erfahrungen von Liebe, Fürsorge und Geborgenheit in der Kindheit – und auch das, was zwischen den Eltern beobachtet wird – Einfluss darauf haben, wie Beziehungen im Erwachsenenalter aufgebaut werden.

A sichere Befestigung Dieser Beziehungsstil ist mit Vertrauen, Respekt und Nähe verbunden: Menschen mit diesem Stil bauen tendenziell stabilere und erfüllendere Beziehungen auf. Sie fühlen sich in der Lage, sich auf ihren Partner zu verlassen, ohne ihre Autonomie zu verlieren, und Unterstützung zu bieten, ohne zu kontrollieren.

A ängstliche Bindung Unsicherheit kann Bindungsbereitschaft behindern: Oftmals besteht die Angst vor dem Verlassenwerden, ein starkes Bedürfnis nach Bestätigung und eine übersteigerte emotionale Reaktion. Dies kann zu einem Teufelskreis aus Forderungen und Spannungen führen.

A vermeidende Bindung Sie neigt dazu, emotionale Nähe zu vermeiden: Dies kann sich in Distanz, Vernachlässigung emotionaler Bedürfnisse oder Widerstand gegen Verletzlichkeit äußern und eine tiefe Verbindung behindern.

Diese Stile werden nicht als feste Kategorien, sondern als erkennbare und förderbare Muster dargestellt. Für eine gesunde Ehe ist es wichtig, eine Bindung aufzubauen, in der beide Partner füreinander sorgen, die Individualität des anderen respektieren und die Verbindung aufrechterhalten, ohne in erdrückende Abhängigkeit oder kalte Distanz zu verfallen.

Auch die Persönlichkeit spielt eine Rolle.

Neben der Bindungstheorie beleuchtet der Artikel auch den Einfluss der Persönlichkeit auf die Stabilität einer Ehe. Er stellt klar, dass es kein “perfektes Profil” gibt, sondern vielmehr Tendenzen, die mit einem höheren Konfliktrisiko einhergehen. Eigenschaften wie hohe Ängstlichkeit, Impulsivität und emotionale Instabilität (Neurotizismus) werden als Faktoren genannt, die Reibungen verstärken und das Trennungsrisiko erhöhen können. Umgekehrt fördern Eigenschaften wie Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit tendenziell stärkere und erfüllendere Beziehungen.

Faktoren, die die Reibung erhöhen können

Der Text vermeidet Determinismus: Diese Eigenschaften bestimmen nicht das Schicksal der Beziehung, schaffen aber ein Umfeld, in dem bestimmte Dynamiken wahrscheinlicher werden. Die implizite Botschaft lautet erneut, dass Selbsterkenntnis und persönliche Entwicklung Teil des Weges zu einem realistischen “für immer” sind.

Dating als entscheidende Phase: mehr als nur Romantik

Eine weitere zentrale These des Artikels ist, dass Umwerbung Es sollte nicht nur ein romantisches Vorspiel sein, sondern eine Zeit, in der man sich wirklich kennenlernt und sich auf eine endgültige Bindung vorbereitet. 

In dieser Phase kann das Paar eine starke Grundlage schaffen, wenn es authentisch, verantwortungsbewusst und tiefgründig miteinander umgeht. Dazu gehört, relevante Themen zu besprechen, Verhaltensmuster zu beobachten, herauszufinden, wie mit Spannungen umgegangen wird, und die Beziehungsfähigkeiten zu entwickeln.

Eheliche Liebe, eine tägliche Entscheidung, den anderen realistisch zu lieben

Es ist wichtig, sich vor falschen Erwartungen und unrealistischen Vorstellungen vom Zusammenleben zu schützen, die eine echte Bindung verhindern können. Der Gedanke dahinter ist, dass Beziehungsstile, die Verbindlichkeit vermeiden oder auf Idealisierungen basieren, ein Paar daran hindern können, wichtige Themen ihres gemeinsamen Lebens ehrlich anzusprechen. Eine gesunde Kennenlernphase hilft Paaren, den richtigen Partner für ihr Leben zu finden, auch wenn der Weg anspruchsvoll wird und unerwartete Ereignisse eintreten.

In diesem Sinne wird die eheliche Liebe als etwas Umfassenderes als Anziehung und gemeinsame Träume beschrieben: Sie ist eine tägliche Entscheidung Einander mit Realismus, Respekt und Ausdauer zu lieben. Gegenseitiges Verständnis, realistische Akzeptanz und echtes Engagement stärken die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden und zusammenzuhalten.

Schlusswort: das “Geheimnis” der Ewigkeit

Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass das Geheimnis einer dauerhaften Beziehung nicht im Zufall oder in romantischer Idealisierung liegt, sondern in einem kontinuierlichen Prozess des Beziehungsaufbaus. Der Erfolg einer Ehe beruht auf identifizierbaren und trainierbaren Faktoren: effektive Kommunikation, konstruktive Konfliktlösung, Freundlichkeit, Vergebung, Dankbarkeit, echtes Engagement und emotionale Reife. 

Ebenso ermöglicht das Erkennen von Risikofaktoren – unsichere Bindung, anhaltende Feindseligkeit, emotionale Instabilität – Paaren, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Belastungen vorzubeugen und ihre Bindung zu stärken.

Insgesamt erscheint die Ehe als eine tägliche und verantwortungsvolle Entscheidung, die zu einem Raum für Wachstum, Zugehörigkeit und Beständigkeit werden kann und sich im Laufe der Zeit erneuern lässt, wenn die entsprechenden Fähigkeiten und Einstellungen entwickelt werden.

Wichtige Ideen

Ehelicher Erfolg ist gebaut, kein Zufall.

Die dynamische Faktoren (Kommunikation, Konflikt, Verbindlichkeit) sind besonders wichtig, weil man an ihnen arbeiten kann.

Die Feindseligkeit und die Verachtung Dies sind Anzeichen für ein hohes Risiko.

Die Anhang (sicher vs. ängstlich/vermeidend) beeinflusst Stabilität und Zufriedenheit maßgeblich.

Die Umwerbung Es sollte eine realistische Vorbereitungsphase auf das Zusammenleben sein.

“Für immer” erfordert Hingabe, Treue y emotionale Reife.

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Elena Anaya besitzt einen Doktortitel in Neurowissenschaften und ist die Leiterin von Marca Familia in Mexiko.

Dieser Text ist eine Zusammenfassung eines Artikels, der von Dr. María Elena Anaya Hamue in dem Buch “Die Renaissance der Familie”Sie können sich beraten lassen. hier Die Autorenseite.

Die Renaissance der Familie

Autor: Karl-Maria de Molina (Hrsg.)
LeitartikelBoD – Bücher auf Anfrage
Seiten: 300
Jahr: 2025
Der AutorMaría Elena Anaya Hamue

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Die Räume der Erinnerung

Vergebung ermöglicht es uns, unsere eigene Geschichte zusammenzusetzen und anderen ohne Groll zu begegnen. Sie erlaubt uns, nicht länger unter der Wunde zu leiden, sondern zu erkennen, dass Identität nicht durch Verleugnung des Erlebten entsteht, sondern dadurch, dass wir lernen, damit zu leben.

22. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

Zu Beginn von “König Lear”In William Shakespeares Drama gibt es eine Szene, die mir immer wieder beunruhigend vertraut vorkam. Ein Vater bittet seine Töchter, ihm ihre Liebe zu bekennen. Sein Liebesmaßstab wird dabei einem vorgefassten Maßstab unterworfen, der seinem eigenen Stolz entspringt. Lear hört nicht zu; er vergleicht. Er sucht nicht die Wahrheit der Liebe, sondern Bestätigung seiner selbst. Wenn Worte nicht in dieses von ihm vorgegebene Schema passen, interpretiert er sie als Beleidigung. Die einzige Tochter, die sich diesem Spiel widersetzt, ist Cordelia. Sie schweigt – ein Schweigen, das Bände spricht. Dieses Schweigen hat einen hohen Preis. Lear verbannt und verstößt sie. Später kehrt Cordelia zurück, als sie erfährt, dass ihr Vater in Ungnade gefallen ist.

Eine zeitgenössische Interpretation dieser Tragödie findet sich in Andrea Jiménez“ ”Casting Lear“. Das Stück greift Shakespeares Text neu auf und lässt ihn in unserer heutigen Welt widerhallen. Die Bühne wird zum Raum, um Vergebung und die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen zu erforschen.

Die Resonanz der Vergebung

Um Vergebung zu bitten bedeutet, den verursachten Schaden anzuerkennen. “Ich vergebe dir” zu sagen bedeutet, den erlittenen Schaden anzuerkennen. Es gibt aber auch eine andere, weniger offensichtliche Bedeutung: “Ich vergebe mir selbst.” Vergebung kann das Geschehene nicht ungeschehen machen, denn die Vergangenheit bleibt eine historische Tatsache. Ihre Wirkungsweise ist eine andere. Sie wirkt auf die Folgen des Schadens ein. Sie eröffnet die Möglichkeit einer anderen Zukunft, in der scheinbar nur noch die Wiederholung der Wunde besteht.

Als Cordelia ihren Vater wiedersieht, stellt sich eine unausgesprochene Frage. Seine Rückkehr kann als Geste der Versöhnung verstanden werden, die es ihr ermöglicht, die Wunde zu heilen und ihr Leben neu aufzubauen. Vergebung erscheint somit als ein Weg, die durch die Geschichte entstandenen Brüche zu kitten.

Lears Tragödie lässt sich auch als Zusammenbruch einer inneren Welt deuten. Der König, der anfangs glaubte, alles zu beherrschen, verliert allmählich die Ordnung, die seine Welt zusammenhielt. Erst in dieser harten Realität entsteht eine neue Klarheit, und damit auch die Möglichkeit der Versöhnung.

Es gibt Momente, in denen jeder Mensch mit den Bruchstücken seiner Persönlichkeit konfrontiert wird. Lose Teile, die man in der eigenen Lebensgeschichte nur schwer erkennt. Fragmente von Erfahrungen, Verletzungen, Liebesbeweisen. Dann kommt der Zeitpunkt, an dem man versucht, sie zusammenzufügen.

Die Rolle des Gedächtnisses

Wenn ich darüber nachdenke, kehre ich oft zu Hammershøis “Die vier Zimmer” zurück. Das Gemälde zeigt eine Reihe von ineinander übergehenden Räumen. Stille Räume, die in der Tiefe miteinander verbunden sind. Man betritt den ersten Raum und entdeckt am anderen Ende einen weiteren, dann noch einen. Die Architektur des Gemäldes erinnert an die Art und Weise, wie wir unsere eigene Erinnerung durchwandern. Der Raum ordnet unseren Blick. Die Zeit scheint in der Stille der Räume stillzustehen, als ob sie aufhörte, der Koordinate zu sein, der den Rhythmus des Lebens vorgibt.

Wenn wir unseren Terminkalender strukturieren, ordnen wir Aktivitäten Ort und Zeit zu. Ähnlich funktioniert das Gedächtnis. Es registriert Ereignisse, kodiert sie, speichert sie und ruft sie ab. Beim Abruf sind sie eng mit Emotionen verknüpft. Eine Erinnerung ist nicht einfach nur eine Tatsache. Sie ist die Repräsentation eines Ereignisses, aufgeladen mit Gefühlen. Die meisten dieser Erinnerungen bleiben unbewusst, prägen aber dennoch unsere Identität.

In Carmen Martín Gaites “Die Schneekönigin” fungiert das Haus Quinta Blanca als Architektur der Erinnerung. Seine Räume helfen, die erlebte Zeit zu ordnen. Leonardo, der Protagonist, wandert durch dieses Haus und versucht dabei, seine eigene Geschichte zu verstehen.

Ein Haus zu betreten bedeutet, eine Schwelle zu überschreiten. Dieser Schritt erfordert Aufmerksamkeit. Es ist der Moment, in dem wir realisieren, dass wir uns von einem Ort zum anderen bewegen. Ähnliches geschieht, wenn wir unseren Gedanken Aufmerksamkeit schenken. Es öffnet einen Zugang zu einem tieferen Teil unseres Selbst.

Um die Metapher fortzuführen: Im Keller tauchen Erinnerungen auf, die lange Zeit verborgen waren. Sie drängen sich plötzlich auf, und es fällt schwer, sie einzuordnen. Dort zu verweilen, erzeugt Unbehagen. Im Erdgeschoss angekommen, werden diese Bruchstücke etwas erhellt und beginnen, als eigene Erinnerungen erkannt zu werden, auch wenn sie noch nicht geordnet sind.

Im Obergeschoss befinden sich die Räume, in denen unsere Bindungen ihren Ursprung haben: Familie, die Liebe, die wir empfangen, die Liebe, die wir geben. Dort tauchen Szenen aus der Kindheit wieder auf. Die Geborgenheit, im Bett der Eltern zu schlafen, wenn ein Albtraum die Nacht unterbricht. In diesen Räumen lernen wir auch, uns selbst in anderen widergespiegelt zu sehen. Die Anerkennung des Anderen lässt uns erkennen, dass Identität niemals in Isolation entsteht.

Auf dieser Ebene des Hauses treten drei Dimensionen der Erfahrung in Erscheinung. “Pathos” ist die Aufmerksamkeit, die etwas in uns weckt. “Logos” ist das Bewusstsein, das die Erinnerung interpretiert. “Ethos” ist die Möglichkeit, sich im anderen wiederzuerkennen.

Ganz oben im Haus erhebt sich der Turm. Dort ist das Licht klarer. Es ist Leonardos Zimmer, der Ort seiner Kindheit. Von dort aus lässt sich die Geschichte mit einer gewissen Distanz betrachten. Dort liegen die handgeschriebenen Notizbücher, die ersten Bücher, die er las, die Worte, die als Spuren der Zeit zurückblieben. Nicht alles findet an diesem Ort seine endgültige Auflösung. Die einzelnen Teile beginnen, sich zu formen.

Die Erforschung des inneren Selbst

Am Ende scheinen die drei Werke dieselbe Reflexion zu vermitteln.

In William Shakespeares “König Lear” tritt der Bruch zuerst zutage. Die Ordnung, die Lear für unerschütterlich hielt, zerfällt und konfrontiert ihn mit seiner eigenen Wahrheit. Nur in dieser harten Realität erkennt er Cordelia und versteht, was er unter seinem Stolz verborgen hatte.

Cordelias Blick leitet eine weitere Bewegung ein. Sie kehrt ohne Vorwurf zurück, mit einer stillen Treue, die die Möglichkeit der Vergebung eröffnet. Ihre Anwesenheit lässt Lear wieder sehen. In dieser Begegnung erkennt der Vater seine Tochter, und die Tochter nimmt ihren Vater wieder an. Zwischen ihnen beginnen sich die verlorenen Bruchstücke ihrer Beziehung zusammenzufügen. Vergebung löscht die Geschichte nicht aus. Sie erlaubt es, sie erneut zu erleben.

Die stillen Räume in Vilhelm Hammershøis “Die vier Zimmer” leiten eine weitere Bewegung ein. Der Innenraum, in dem die Erinnerung von einem Raum in den anderen wandert. Jede offene Tür deutet einen Übergang an. Etwas vom Leben bleibt zurück, und etwas Neues beginnt sich vor uns zu erhellen.

In Carmen Martín Gaites “Die Schneekönigin” findet diese innere Welt schließlich architektonische Gestalt. Das Haus in Quinta Blanca bietet einen sicheren Zufluchtsort, ermöglicht es, die erlebte Zeit Revue passieren zu lassen und die eigene Geschichte zusammenzusetzen.

Bruch, Innerlichkeit, Heimat. Drei Gesten, die einander bedingen. Das Leben zerbricht, die Erinnerung wendet sich nach innen, die Geschichte sucht eine Form, in der sie wohnen kann.

Der Schlüssel zur Vergebung

Die Fastenzeit Es schlägt eine ähnliche Reise vor. Eine Zeit, die Zerbrochenheit anzunehmen, still durch die Räume der Erinnerung zu wandern und der eigenen Geschichte ihren Platz zu geben. Dort beginnt Vergebung Raum zu schaffen. Sie löscht nicht das Erlebte aus. Sie ermöglicht es, es ohne Groll zu bewohnen und die Reise mit einer neuen Perspektive fortzusetzen.

Eine Frage bleibt also offen: Kann man vergeben, ohne herausgefunden zu haben, wer man selbst ist?

Vergebung scheint die Antwort zu sein. Sie ermöglicht es uns, unsere eigene Geschichte zusammenzusetzen und anderen ohne Groll zu begegnen. Sie erlaubt uns, nicht länger unter der Wunde zu leiden. Sie lässt uns erkennen, dass Identität nicht durch Verleugnung des Erlebten entsteht, sondern dadurch, dass wir lernen, damit zu leben.

Der AutorPeca Macher

Peca Macher ist Architektin und Kuratorin sowie Gründerin von Präsenz, einem Projekt, das Kunst, Bildung und bewusstes Führen durch Innehalten, Beobachten und Zuhören verbindet. Mit über 25 Jahren Erfahrung im Kulturmanagement und in der Reflexion forscht und schreibt sie über Erinnerung, ästhetische Erfahrung und Kunst als Instrument persönlicher und gesellschaftlicher Transformation. Sie ist die Autorin des Buches Präsenz. Kunst als Werkzeug für menschlichen und pädagogischen Wandel.

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Öko-logisch

Warum künstliche Intelligenz die tiefsten Aspekte unserer Menschlichkeit offenbart

Millionen von Menschen stellen jeden Abend, bevor sie die Augen schließen, einer Maschine mit künstlicher Intelligenz (KI) Fragen. Sie fragen nicht nach dem Wetter oder einem Rezept. Sie fragen: Gibt es Gott? Was ist der Sinn meines Lebens? Warum leide ich? Dieses Phänomen ist real und tiefgründig. Nicht als Bedrohung, sondern als Zeichen.  

Rafael Sanz Carrera-21. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Fragen, die jahrhundertelang nur dem Beichtvater, dem weisen alten Mann oder der stillen Dunkelheit des Gebets anvertraut wurden, wie etwa: Gibt es Gott?, Wozu lebe ich? oder Warum leide ich?, werden heute jeden Abend, bevor man die Augen schließt, einer Maschine mit künstlicher Intelligenz gestellt.

Das Phänomen ist real und tiefgreifend. Nicht als Bedrohung, sondern als Zeichen. Denn wenn die Künstliche Intelligenz eines mit unerwarteter Meisterschaft vollbracht hat, dann ist es, uns – kristallklar – zu offenbaren, wer wir wirklich sind.

Die Maschine kann antworten. Sie kann Thomas von Aquin zitieren, das Buch Hiob zusammenfassen, kosmologische Argumente auflisten. Aber – und hier liegt die erstaunliche Wahrheit – die Maschine kann die Frage nicht stellen. Sie muss es nicht. Sie empfindet es nicht. Ihr fehlt das Herz, das davon berührt werden könnte.

Der Durst, den kein Bildschirm stillen kann

Wir leben in einem Zeitalter der Informationsflut und einer wachsenden Sehnsucht nach Sinn. Wir haben Zugang zu mehr Informationen als jede Generation vor uns, und doch breitet sich spirituelle Einsamkeit wie eine Wüste aus. Der moderne Mensch, übersättigt von Daten, sehnt sich nach etwas, das sich weder herunterladen noch in der Cloud speichern lässt.

Die technokratische Kultur – wie das Dokument ‘Quo vadis, humanitas?’ der Internationalen Theologischen Kommission warnt – neigt dazu, alles zu messen, den Menschen auf Funktion und Leistung zu reduzieren. Doch der Mensch ist keine Funktion. Er ist jemand, der sich zärtlich erinnert, der verletzlich liebt, der bei Sonnenuntergang oder am Fuße eines Grabes weint. Jemand, der in der tiefsten Stille der Nacht eine Stimme vernimmt, die ihn beim Namen ruft.

Die Künstliche Intelligenz Es kann diese Stimme nicht kennen. Nicht weil sie leise ist, sondern weil sie nur Code ist. Brillanter, effizienter, erstaunlicher Code. Doch Code blutet nicht. Er wartet nicht. Er liebt nicht.

Das Bild Gottes in jedem einzelnen

Darin liegt das größte Wunder: Jedes Mal, wenn eine Maschine etwas tut, das wir einst für ausschließlich menschlich hielten – schreiben, denken, komponieren –, entdecken wir, wie in einem leuchtenden Kontrast, etwas, das kein Algorithmus nachbilden kann. Der Katechismus der Katholischen Kirche hat es immer mit schöner Einfachheit ausgedrückt: Die Sehnsucht nach Gott ist dem menschlichen Herzen eingeschrieben.

Es ist kein erlerntes oder programmiertes Verlangen. Es entspringt der Erfahrung des Daseins selbst: dem Staunen einer sternenklaren Nacht, dem Schmerz, der nach Gerechtigkeit schreit, jenem unvollkommenen Glück, das kein irdisches Gut je ganz stillen kann. Schon der heilige Augustinus wusste dies: “Du hast uns für dich geschaffen, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.”.

Der Mensch wurde nach dem Bild Gottes geschaffen. Nicht als fromme Metapher, sondern als ontologische Beschreibung unserer tiefsten Wirklichkeit. Wir sind fähig, die Wahrheit zu erkennen, bedingungslos zu lieben und uns der Ewigkeit zu öffnen. Keine Maschine kann das Bild Gottes sein, denn keine Maschine kann Gott suchen. Und in dieser Suche – unvollkommen, schmerzhaft, voller Zweifel und Gnade – liegt die ganze Größe der Menschheit.

Warum diese Wahrheit heute für uns von Bedeutung ist

Letztendlich geht es bei dem Phänomen, dass Millionen von Menschen einer Maschine spirituelle Fragen stellen, nicht um Maschinen. Es geht um uns. Es geht um ein Durst, der niemals erlischt, Aus einem Herzen, das auf keinem Bildschirm Ruhe findet, weil es für eine Realität geschaffen wurde, die kein Bildschirm erfassen kann.

Die Künstliche Intelligenz, Paradoxerweise stellt es uns vor eine der ältesten und drängendsten Fragen: Was bin ich, was nicht einmal die intelligenteste Maschine sein kann? Die Antwort liegt nicht im Code. Sie ist von Anbeginn an tief in dein Wesen eingeschrieben: Du bist fähig zu lieben, zu leiden, zu hoffen, zu suchen. Du bist für Gott geschaffen.

Ein Algorithmus kann die Frage “Gibt es Gott?” beantworten. Doch nur du kannst sie stellen, mit all deiner Geschichte, deinen Wunden und deiner Hoffnung. Und genau in dieser Suche – zerbrechlich, mutig und unwiederholbar – beginnt die religiöse Erfahrung. Das Leben beginnt.

Der AutorRafael Sanz Carrera

Doktor des Kirchenrechts

Kultur

Die Angst im Westen: Jean Delumeau heute lesen

Sechs Jahre sind seit dem Tod des berühmten französischen katholischen Historikers Jean Delumeau (1923–2020) vergangen. Sein Buch Angst im Westen (1978) hilft, die heutige Welt zu verstehen, in der die Angst nicht nur nicht abgenommen, sondern deutlich zugenommen hat.

Marta Pereda und Jaime Nubiola-21. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

1978 veröffentlichte Jean Delumeau sein beeindruckendes Buch auf Französisch. Angst im Westen, das elf Jahre später (1989) von Taurus ins Spanische übersetzt wurde, mit einem Untertitel, der sein Thema genauer definiert. 14.-18. Jahrhundert: Eine belagerte Stadt. Die spanische Ausgabe von 2019 enthält ein leuchtendes Vorwort von Amelia Valcárcel:“Delumeau wollte eine neue Geschichte unserer Welt schreiben, deren Schlüssel außerhalb der üblichen Denkmuster zu finden waren. Nicht in der Ökonomie oder Geopolitik, sondern in den Gefühlen. Und er wählte ein besonders eindringliches Gefühl: die Angst.”(S. xi). Es lohnt sich, an dieser Stelle innezuhalten und zu überlegen, welcher Anteil unserer persönlichen und kollektiven Entscheidungen von Angst getrieben ist und wie viel von dieser Angst berechtigt ist. Im Lichte der Geschichte und des Fortschritts könnten wir vielleicht feststellen, wie viele Handlungen, ob richtig oder falsch, von völlig unbegründeter Angst motiviert waren.

"In Wirklichkeit Valcárcel fügte hinzu Die Welt hat erst vor kurzem aufgehört, apokalyptisch zu sein, falls sie es überhaupt aufgehört hat, und dieser lange Frieden, den wir erleben, ist nicht bloß eine vorübergehende Unterbrechung.”(S. xii). Vielleicht endete diese vorübergehende Aussetzung mit der Pandemie oder mit den Kriegen in der Ukraine und in Palästina; jedenfalls existiert der lange Frieden heute nicht mehr und die Welt beginnt wieder apokalyptisch zu erscheinen.

Kategorien von Ängsten

Jean Delumeau erörtert verschiedene Arten von Angst: äußere, innere, psychologische, spirituelle… und wie sie politisch instrumentalisiert werden. Obwohl sich sein Buch auf die Zeit zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert konzentriert, sind die meisten der von Delumeau identifizierten Ängste auch heute noch relevant: von der Angst vor Krankheiten – mittelalterliche und moderne Seuchen, die sich zur Bedrohung durch Pandemien gewandelt haben – bis hin zur Angst vor Konservierungsstoffen, die unsere Lebensmittel vergiften könnten, den endokrinen Disruptoren in Cremes, die wir verwenden, um den Auswirkungen von Sonne und Alterung entgegenzuwirken, und der sozialen Ausgrenzung, die uns aufgrund eines unbedachten Kommentars in den sozialen Medien drohen könnte. Selbst Hexerei, die wir mit dem uns umgebenden Altersdiskriminierung gleichsetzen könnten… Schließlich ist die durchschnittliche Hexe eine alte Frau; oder jede Art von Vorfall, der in einer Hexenjagd endet. Während die moderne Inquisition sich mehr auf sozialen und psychischen Schaden als auf physische Folter konzentriert, ist dies nicht immer der Fall. Und natürlich die ständige Angst vor Krieg, einschließlich eines nuklearen Holocausts.

Kurz gesagt, hat sich unser Umgang mit Angst im Westen seit dem Mittelalter kaum weiterentwickelt. Offensichtlich handelt es sich um ein menschliches Gefühl, das wir wohl kaum loswerden werden. Angst zu teilen und zu sozialisieren, mag manchmal kontraproduktiv erscheinen, aber sollte es deshalb ein Tabu sein?

Das Prisma der Emotionen

Geschichte aus emotionaler Perspektive zu betrachten – oder aus einer anderen als der politischen oder wirtschaftlichen – bringt uns den Menschen näher, die vor uns lebten. Politik und Wirtschaft verlangen einen formelleren Ansatz, Anzug und Krawatte, während Emotionen, Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen keine besondere Kleidung oder Kenntnisse komplizierter Fachbegriffe erfordern. Wir alle haben Gefühle und Emotionen, und meistens handeln wir danach. Unsere Entscheidungen sind nicht politisch oder wirtschaftlich, sondern größtenteils emotional. Und Emotionen, so nuanciert sie auch sein mögen, lassen sich grob in sechs Kategorien einteilen: Freude, Ekel, Wut, Angst, Überraschung und Traurigkeit – wobei die Bandbreite natürlich je nach Befragtem variieren kann. Wer hat sie nicht schon einmal, sondern alle zehn Minuten empfunden? Dennoch wird Geschichte traditionell nicht aus dieser Perspektive betrachtet; wir erforschen uns selbst nicht durch unsere Emotionen. Deshalb ist die Lektüre von Delumeaus Buch so faszinierend.

Wenn wir unsere eigenen Statistiken erstellen würden, in denen wir beispielsweise die Male auflisten, in denen die Angst vor etwas Bestimmtem zum Ende einer Freundschaft geführt hat, oder ermitteln würden, wie viel Zeit – unser historisches Kapital – wir aufgrund von Angst verloren haben, wäre es das wert gewesen? Letztendlich sollte Delumeaus erneute Betrachtung, mehr als ein Jahrhundert nach seiner Geburt, uns helfen, persönlich zu wachsen, angesichts des geringen, aber unbestreitbaren Gewichts, das unser Leben in der kollektiven Geschichte des Westens und insbesondere in der Angst im Westen hat, die, anstatt nachzulassen, zunimmt.

Der Titel des Werkes und sein Thema sollten uns jedoch nicht in die Irre führen. Wie Valcárcel am Ende des Prologs ausführt:“Seine Hauptthese, die oft von der Fülle der unterstützenden Daten verdeckt wird, lautet, dass Europa vor allem vom Christentum geprägt ist und dass diese Religion und ihre Lehren nie so akzeptiert, bekannt oder dominant waren, wie wir vielleicht annehmen. Erst jetzt offenbaren sie sich und werden kollektiv. Ohne sie können wir nicht verstehen, wer wir sind und was uns ausmacht. Es ist, sagen wir, ein Buch tiefgründiger historischer Selbstanalyse. Unverzichtbar, um zu verstehen, was wir heute erwarten können.”(S. xv). Lässt sich klar zwischen dem Christentum und seiner politischen Geschichte unterscheiden? Können wir die Botschaft von der Verpackung trennen? Dies ist zweifellos eine entscheidende Aufgabe für Christen im 21. Jahrhundert.

Der AutorMarta Pereda und Jaime Nubiola

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Kultur

Adam und Eva vor Gott. Bassano-Brüder: «Die Zurechtweisung Adams»

Dieses Gemälde fängt den Moment ein, in dem Gott Adam nach dem Sündenfall begegnet – eine in der Kunst selten dargestellte Episode. Reich an Symbolik und naturalistischen Bildern, spiegelt das Werk den Bruch zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen wider.

Eva Sierra und Antonio de la Torre-20. März 2026-Lesezeit: 7 Minuten

KÜNSTLERISCHER KOMMENTAR

Das Gemälde fängt den Moment in der Heilsgeschichte nach dem Sündenfall von Adam und Eva ein, als Gott Adam wegen seiner Taten zur Rede stellt. Die Szene findet sich in Genesis 3,9–11. Obwohl viele Kunstwerke den Sündenfall von Adam und Eva oder ihre Vertreibung aus dem Paradies thematisieren, sind Darstellungen von Gottes Zurechtweisung Adams selten. Wir haben bereits Dürers Wahl von Adam und Eva als Motiv untersucht, um seine künstlerische Meisterschaft in der Darstellung des menschlichen Körpers zu verdeutlichen. Im Gegensatz dazu dient die Größe dieses Ölgemäldes (191 x 287 cm), das den Moment nach dem Sündenfall darstellt, dazu, das Paradies als arkadische Landschaft voller Tiere zu zeigen.

Die Komposition platziert die drei zentralen Figuren – Gott, Adam und Eva – innerhalb einer Dreiecksstruktur. Gott befindet sich an der Spitze dieses Dreiecks, obwohl der biblische Text nahelegt, dass er im Garten Eden wandelte. Seine erhöhte Position unterstreicht seine Allmacht und Autorität über die gesamte Schöpfung. Adam und Eva hingegen sind zu beiden Seiten der Dreiecksbasis positioniert. Diese Anordnung spiegelt ihre Trennung von Gott nach dem Sündenfall wider und veranschaulicht die durch die Erbsünde entstandene Kluft.

Eva, links unter einem Baum sitzend, ist teilweise von einem Rosenbusch verdeckt. Ihr Blick ist auf den Bach unter ihren Füßen gerichtet, ihr Gesicht von Schuld gezeichnet. Sie meidet den Blickkontakt mit Gott, und ihre Körpersprache spiegelt ihre innere Qual wider. Um sie herum befinden sich Fabelwesen wie Einhörner und exotische Tiere wie das Dromedar. Im 16. Jahrhundert war es üblich, dass Maler Tierabbildungen in ihren Werken verwendeten, da Künstler viele dieser Tiere wohl kaum selbst gesehen hatten. Evas Abwesenheit im Gespräch zwischen Gott und Adam unterstreicht ihre passive Rolle an diesem Punkt der Erzählung.

Adam hingegen steht rechts und blickt Gott direkt an. Seine linke Hand deutet auf Eva und beschuldigt sie, ihm die verbotene Frucht angeboten zu haben, während seine rechte Hand ihn zu verteidigen scheint. Diese Interaktion fängt die Essenz des Dialogs zwischen Adam und Gott ein. Die Tiere um Adam sind detaillierter dargestellt als jene um Eva, insbesondere die Haustiere wie die Katzen und der kleine Hund. Ein weißes Lamm im Vordergrund nahe Adams Füßen symbolisiert Jesus Christus als das “Lamm Gottes”, das sich später opfern sollte, um die Menschheit von der Sünde zu erlösen, die im Garten Eden ihren Anfang nahm.

Das Paradies nach dem Sündenfall

Das Gemälde ist mit einer Vielzahl von Geschöpfen gefüllt, die Gottes Großzügigkeit in der Schöpfung symbolisieren. Der Kontrast zwischen der Vielzahl der Tiere in der unteren Bildhälfte und der relativen Leere in der oberen Hälfte fügt eine weitere Bedeutungsebene hinzu. Der leere Himmel und der Raum um Gott im oberen Bereich verdeutlichen seine Trennung von der irdischen Welt und betonen die Kluft zwischen Menschheit und Göttlichem nach dem Sündenfall. Gottes ausgestreckte Hand scheint Adam zu fragen: “War das alles nicht genug?” Die kühlen Farbtöne der Gesamtkomposition erzeugen ein Gefühl von Verlust und gebrochenem Vertrauen. Anders als Boschs warme und lebendige Darstellungen des Paradieses suggeriert Bassanos Farbpalette eine Welt, die zwar noch immer üppig und reichhaltig ist, aber nun durch Ungehorsam getrübt wurde.

Obwohl Gott hier Adam zurechtweist, präsentiert ihn die Bibel als eher väterliche Figur. Diese Spannung zwischen Gericht und väterlicher Liebe spiegelt sich in der Komposition wider. Gott steht über der Schöpfung und ist dennoch in ihre Geschichte eingebunden. „Gott weist Adam zurecht“ bietet eine einzigartige Interpretation eines selten dargestellten Moments in der biblischen Geschichte von Adam und Eva.

Das Gemälde gehört zur spanischen Königlichen Sammlung, obwohl der ursprüngliche Auftraggeber unbekannt ist. Bekannt ist, dass es einst im Besitz von Prinz Philibert von Savoyen war, der es später Philipp IV. von Spanien schenkte. Philipps Vater, Philipp III., hatte 1582 während seines Besuchs in Venedig mehrere Werke von Bassano erworben. Dieses Gemälde schildert somit nicht nur einen bedeutenden theologischen Moment, sondern zeugt auch vom künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen den europäischen Höfen der Spätrenaissance.

Katechestischer Kommentar

Die Szene, die in diesem prächtigen Tierstillleben von Bassano dargestellt ist, entspricht dem, was im zweiten Teil des dritten Kapitels erzählt wird. Genesis. Wenn der erste Teil die Geschichte der Versuchung und des Sündenfalls unserer ersten Eltern darstellte, wie wir sie in Dürers Gemälde gesehen haben, so stellt der zweite das Gericht dar, zu dem Gott sie wegen ihrer Sünde ruft. Der dritte Teil, den wir in einem Gemälde von Masaccio sehen werden, stellt das Urteil dieses Gerichts dar.

Wir haben daher eine ikonografische Darstellung einer biblischen Szene, die sich hervorragend eignet, um über die Bedeutung der Sünde und ihren Platz in den menschlichen Beziehungen nachzudenken – nicht nur zu Gott, sondern auch zu unseren Mitmenschen und zur uns anvertrauten Schöpfung. Die Heilige Schrift lehrt darin, dass Sünde kein bloßer Fehler, kein Mangel oder keine psychische Schwäche ist, noch ein Verbrechen, zu dem eine ungerechte Gesellschaft einen Menschen verleitet. Sünde ist ein Bruch des Bundes mit Gott aufgrund eines Missbrauchs der Freiheit, für den der Mensch die Verantwortung tragen muss.

Die Allianz und ihr Richter

Der Kontext des Bundes, also der Rahmen, in dem die biblische Offenbarung die Beziehung zwischen Gott und den Menschen darstellt, wird etabliert in Genesis 2. Der Schöpfer hat aus freiem Willen einen Bund mit seinem Geschöpf geschlossen und ihm die Freiheit gegeben, ihm und seinen Mitmenschen mit Liebe zu begegnen. Die Frucht dieses Bundes ist die Freude am Paradies und die Harmonie zwischen den Menschen. Bedingung dafür ist, die Freiheit angemessen zu nutzen, das eigene Handeln nach den Geboten des Schöpfers auszurichten und das Verbot, verbotene Grenzen zu überschreiten, zu meiden. Ein Bruch dieses Bundes durch Missbrauch der Freiheit zieht zwangsläufig ein Treffen der Vertragspartner zu einem Gericht nach sich, in dem die Menschheit vor Gott Rechenschaft ablegen muss.

Dies ist der Sinn aller Sünde, der sich in der Sünde von Adam und Eva mit erschreckender Deutlichkeit zeigt. Nach dem Sündenfall sieht der Mensch Gott nicht mehr als den Vater, der in seiner Barmherzigkeit mit seinen Geschöpfen durch das Paradies wandelt, sondern als den Richter, der seine Gerechtigkeit vor den Geschöpfen offenbart, die die Gnade der ursprünglichen Heiligkeit verloren haben. Angesichts dieser Vision und im Bewusstsein seiner Schuld und Scham, wie die Anspielung auf die Angst vor seiner Nacktheit verdeutlicht, flieht die Menschheit vor Gott.Genesis 3, 8).

Adam und Eva hatten sich bereits voreinander versteckt. Tatsächlich, im Jahr Genesis In den Versen 3 und 7 schämen sich beide ihrer Nacktheit, verlieren das einst so vertraute Vertrauen und die gegenseitige Vertrautheit und ziehen sich voreinander zurück, indem sie sich mit Feigenblättern bedecken. Dies offenbart den Abgrund, der durch die Erbsünde zwischen ihnen entstanden ist. Wie im Gemälde dargestellt, erscheint der Richter vor einer Menschheit, die die wahre Gemeinschaft bereits verloren hat, da sie durch ihre Freiheit das Gebot des Schöpfers gebrochen hat.

Das Gericht wird hauptsächlich in Genesis 3,9–12 geschildert und beginnt mit dem Erscheinen des Richters. Wie in der Sprache des Alten Testaments üblich, wird die Gegenwart Gottes als Richter (und zugleich als Erlöser) im Kontext einer machtvollen Theophanie dargestellt. Gott erscheint als transzendenter und gerechter Richter, bekleidet mit dem purpurnen Gewand des höchsten Gesetzgebers, und, wie die Heilige Schrift sagt:, “In einen Mantel der Dunkelheit gehüllt; wie unter einer Markise war er von dunklen Regengüssen und dichten Wolken umgeben.” (Psalm 18, 12). Schreckliche Finsternis, die durch die Sünde hervorgerufen wird und die im Gemälde sogar den Glanz der Sonne verhüllt, jenes Sterns, den der Schöpfer zur Erleuchtung des Tages eingesetzt hat.

In dieser Nacht wird der Schuldige zur Vernehmung vorgeladen, wie es beispielsweise in dieser Bibelstelle erklärt wird: “Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; ein verzehrendes Feuer geht ihm voraus, ein heftiger Sturm umgibt ihn; er ruft Himmel und Erde vom Himmel herab, um sein Volk zu richten: Versammelt die, die einen Bund mit einem Opfer geschlossen haben; die Himmel sollen seine Gerechtigkeit verkünden; Gott selbst wird richten.” (Psalm 50, 3-6). Gott ruft uns vom Himmel herab, nicht länger auf einem vergnüglichen Spaziergang in Arkadien, und die Menschheit verkriecht sich in tiefster Verzweiflung und entzieht sich ihrer Verantwortung für den Bruch des Bundes. Dass Adam sich selbst entlastet und Eva anklagt, wie das meisterhafte Zusammenspiel seiner Hände im Gemälde zeigt, verdeutlicht, wie die Sünde die Menschheit daran hindert, angemessen auf ihre freien Handlungen zu reagieren und Gerechtigkeit gegenüber ihren Mitmenschen zu wahren. Seitdem ist es angesichts des göttlichen Gerichts, zu dem uns unser eigenes Gewissen ruft, üblich, die Verantwortung für die eigenen Taten abzuwälzen und sich durch Schuldzuweisungen an andere zu entschuldigen.

Die Schöpfung als Jury

In diesem Prozess erscheint auch eine Jury, wenn auch nur implizit. Die Schöpfung selbst, die im Gemälde reichlich präsent ist, scheint den angeklagten Menschen für schuldig zu befinden. Letztlich betrifft die Sünde auch die Schöpfung, die nicht nur unter dem Fehlen eines würdigen Hüters leidet, sondern auch wie einen Fluch die Folgen der Sünde erträgt. Der Missbrauch der Freiheit geht häufig mit dem Missbrauch der vom Schöpfer gegebenen Ressourcen einher, sodass die Schöpfung aufgrund der Sünde des Menschen seufzt und von Verderbnis bedrückt wird, wie der heilige Paulus lehrt.Römer 8, 22). Auch in jüdischen Schriften aus der Zeit des Paulus sehen wir, wie Tiere die Menschheit vor Gott anklagen und Gerechtigkeit für ihre Vergehen und Missbräuche fordern. Dieses Bild verdeutlicht somit auch die ökologischen Folgen der Sünde und die Notwendigkeit für die Menschheit, sich vor der Schöpfung zu verantworten.

Schließlich tritt in diesem Prozess, wenn auch implizit, ein Verteidiger auf. Das Lamm, das Adam zu Füßen gelegt wurde, ist ein klares Sinnbild für Christus, den im Protoevangelium verheißenen Erlöser. Genesis 3,15. Um die Bedeutung der Sünde richtig zu erfassen, ist es notwendig, Christus als Quelle der Gnade und Vergebung zu kennen und somit die Bedeutung Adams als Ursprung der Sünde zu verstehen. Das Lamm, das auf Christi Opfer am Kreuz verweist, symbolisiert, wie Christi Opfer, im Gehorsam gegenüber Gottes Geboten und Plan, den Ungehorsam Adams und Evas in der ersten Sünde reichlich vergibt und sühnt. Diese Figur im Gemälde veranschaulicht daher eindrücklich die Lehre des heiligen Paulus über Sünde und Gerechtigkeit. “Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen Menschen die Vielen gerechtfertigt werden.” (Römer 5,19).

Titel des WerkesDie Ermahnung an Adam
AutorBassano-Brüder
Jahrhundert: XVI
MaterialÖl auf Leinwand
Größe191 x 287 cm
StandortNationales Prado-Museum

Der AutorEva Sierra und Antonio de la Torre

Kunsthistoriker und Doktor der Theologie

Gareth Gore und der Missbrauch des Gewissens im Opus Dei

Und was geschieht vor allem, wenn ein Interpretationsrahmen keine Nuancen zulässt? Wenn jeglicher Einfluss verdächtig ist, jede intensive Ausbildung potenziell missbräuchlich, jede fordernde Hingabe als Ergebnis von Zwang angesehen wird, dann scheint die Schlussfolgerung unausweichlich: Nicht nur Opus Dei würde in Frage gestellt, sondern ein großer Teil des religiösen Lebens, wie es seit Jahrhunderten existiert.

20. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

In den letzten Jahren haben Gareth Gore und einige andere Journalisten eine äußerst kritische Sichtweise auf Opus Dei vertreten und argumentiert, dass die Institution ihre Mitglieder einem intensiven “spirituellen Missbrauch” ausgesetzt habe. 

Laut dieser Theorie wurden sowohl die Minderjährigen als auch die Erwachsenen im Umfeld der Einrichtung ihrer wahren Freiheit beraubt, da sie in einem Umfeld aufgewachsen – oder gar “rekrutiert” – wurden, das ihre Entscheidungen maßgeblich beeinflusste. Darüber hinaus handelte die Einrichtung in böser Absicht und beutete Menschen aus, ohne ihnen einen wirklichen Nutzen zu bringen. 

Abgesehen davon, dass Gores Ansatz ausschließlich darauf beruht, auf die Stimmen der Zuhörer zu hören Unzufriedene ehemalige Mitglieder von Opus Dei, Der Vorwurf ist schwerwiegend und verdient es, ernst genommen zu werden. Er wirft aber auch eine unausweichliche Frage auf: Wenn wir diesen Interpretationsrahmen ohne Differenzierung akzeptieren, wie weit reicht er dann? Wo endet er?

Denn wenn der Kern der Argumentation darin besteht, dass ein Mensch nicht vollkommen frei ist, wenn er von klein auf intensiv in einer religiösen Weltanschauung geprägt wurde, dann betrifft die Frage nicht mehr nur Opus Dei. Sie erstreckt sich beinahe zwangsläufig auf die gesamte katholische Kirche.

Sind nicht Millionen von Kindern von klein auf im katholischen Glauben erzogen worden? Wurde ihnen nicht beigebracht zu beten, zu glauben und die Realität aus einer bestimmten Weltanschauung heraus zu interpretieren? Könnte man dann argumentieren, dass diese Erziehung an sich eine Form von “spirituellem Missbrauch” darstellt, weil sie ihre zukünftige Entscheidungsfreiheit stark einschränkt?

Folgt man dieser Logik, was geschieht dann mit der Katechese in den Pfarreien, den Religionsschulen und der Glaubensweitergabe innerhalb der Familie? Wird dann jede religiöse Sozialisation zu einer Form des Zwangs? Gibt es überhaupt eine Erziehung – ob religiös oder nicht –, die das Gewissen nicht tiefgreifend prägt?

Die Argumentation wird noch komplexer, wenn man Institutionen wie Knabenseminare betrachtet, in denen Jugendliche eine mögliche Berufung zum Priestertum prüfen. Sind diese Orte freier Begleitung oder Strukturen, die ihren Willen entscheidend prägen? Und wie verhält es sich mit Priesterseminaren, die Erwachsene besuchen? Kann man sagen, dass diejenigen, die sich für das Priesteramt entscheiden, dies ohne jeglichen spirituellen oder institutionellen Druck tun?

Und wie verhält es sich mit Ordensgemeinschaften, in denen Männer und Frauen Armut, Keuschheit und Gehorsam geloben? Sollte dieser Gehorsam als eine Form der Unterwerfung interpretiert werden, die mit der persönlichen Freiheit unvereinbar ist? Oder als eine bewusste Entscheidung innerhalb eines gemeinsamen Sinnrahmens?

Das Thema der spirituellen Begleitung – einer der in diesen Kritikpunkten angesprochenen Punkte – verdient ebenfalls eine umfassendere Analyse. Wenn die Lenkung des Gewissens eines Menschen in religiösen Kategorien potenziell problematisch ist, wo verläuft dann die Grenze zwischen Begleitung und Manipulation? Gilt dasselbe Kriterium auch für andere Formen intensiver Einflussnahme, wie etwa die freizügige und verantwortungslose Sexualerziehung, die an vielen Schulen gelehrt wird?

Natürlich gibt es dokumentierte Fälle von Missbrauch, Fehlverhalten und negativen Erfahrungen innerhalb kirchlicher Institutionen. Doch ist es legitim, von diesen Einzelfällen auf ein allgemeines strukturelles Urteil zu schließen? Kann eine Institution allein durch ihre Mängel definiert werden, ohne die vielfältigen – auch positiven – Erfahrungen ihrer Mitglieder zu berücksichtigen? Inwieweit ist Kritik gerechtfertigt, wenn viele Missstände bereits behoben wurden?

Und was geschieht vor allem, wenn ein Interpretationsrahmen keine Nuancen zulässt? Wenn jeglicher Einfluss verdächtig ist, jede intensive Ausbildung potenziell missbräuchlich, jede fordernde Hingabe als Ergebnis von Zwang angesehen wird, dann scheint die Schlussfolgerung unausweichlich: Nicht nur Opus Dei würde in Frage gestellt, sondern ein großer Teil des religiösen Lebens, wie es seit Jahrhunderten existiert.

Ist diese Schlussfolgerung wirklich akzeptabel? Oder wäre es besser, die Analyse zu verfeinern und zwischen legitimer Einflussnahme und tatsächlichem Missbrauch, zwischen Erziehung und Manipulation, zwischen bedingter Freiheit – wie jeder menschlichen Freiheit – und aufgehobener Freiheit zu unterscheiden?

Denn letztlich geht es bei der Frage nicht nur um eine bestimmte Institution. Es geht darum, wie wir Freiheit, Bildung und die menschliche Fähigkeit verstehen, sich einer Lebensweise zutiefst zu verschreiben.

Und wenn wir die Argumentation bis zu ihren letzten Konsequenzen führen, wächst das Unbehagen: Wird am Ende überhaupt noch etwas stehen bleiben?

Der AutorJavier García Herrería

Herausgeber von Omnes. Zuvor hat er für verschiedene Medien gearbeitet und 18 Jahre lang Philosophie auf Bachillerato-Ebene unterrichtet.

Berufung

Eduardo Fuentes: “Das Festhalten an ihm mit Zuversicht verwandelt Wüsten in Oasen.”

Das Leben von Eduardo Fuentes Alonso (Jaén, 1969) nahm eine radikale Wendung, nachdem er 2014 bei einem Reitunfall querschnittsgelähmt wurde. Nach langem Leiden (Spastik, neuropathische Schmerzen) konnte er wieder atmen und den Herrn durch Jesus in der Eucharistie finden. “Mit ihm wird die Wüste zur Oase.”, sagt er zu Omnes.

Francisco Otamendi-20. März 2026-Lesezeit: 5 Minuten

Infolge eines Sturzes vom Pferd im Jahr 2014“”ein gesegneter Freitag der Trauer“, Eduardo Fuentes Alonso, ein Anwalt aus Jaén, verheiratet mit Guadalupe,“ein Engel”, und mit “zwei wundervolle Kinder, Eduardo und Ángela”", wurde nach zwanzig Jahren als Rechtsanwalt in der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung querschnittsgelähmt.

Auch nach einem Jahr bestanden seine Haupt- und chronischen Probleme weiterhin:“Eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund von Spastik – diese Zwangsjacke, die an die Haut genäht ist, Sie quält und Ihre Grenzen herausfordert – und neuropathische Schmerzen”". Und wie "“göttliche Gnade”, den “kleiner Begleiter meines himmelblauen und silbernen Gehstocks".

   Dann, nach Tausenden von Stunden des Leidens und Schmerzes,“Er hat mich aufgesucht.”bis ich sagen konnte, dass“Ohne ihn zu atmen, bedeutete nur Einsamkeit, aber mit ihm zu atmen, wurde zum Gebet.". "”Als Gott von meinem Kopf in mein Herz zog, geschah das in Emmaus.“versichert er.

Eduardo, Sie geben an, dass sich Ihr Lebensweg nach dem Unfall im Jahr 2014 in ein “Vorher” und ein “Nachher” teilt.

—Tatsächlich, nach achteinhalb Jahren des Kampfes, ein von Gott gegebenes Buch (Mach eine Pause, (von Mario Alonso Puig) führte mich in die Praxis des Atmens ein, wodurch Leiden, nicht aber Schmerzen, gelindert werden. Mein Freund Agustín schickte mir das Buch, ohne es mir zu sagen!.

Das Buch über das Atmen linderte mein Leid, aber was mir meine Lebensfreude zurückgab, war der Herr. Ich erinnerte mich immer wieder an das, was die heilige Teresa über das Gebet gesagt hatte: “Es ist ein Plan, den der Herr für mich entworfen hat, nicht mein eigener. Er sagte mir: Warte, zuerst werde ich dich reinigen.".

Wie war dieser Schritt hin zu Ihm? Ich weiß nicht, ob Sie vorher praktizierender Katholik waren….

Ich habe immer geglaubt und meinen Glauben immer auf eine Weise gelebt, die mir vertraut war. Doch der entscheidende Schritt, als Gott von meinem Verstand in mein Herz drang, geschah in Emmaus. Zuerst, als ich den Jakobsweg ging, war ich tief bewegt vom Anblick des wunderschönen Gemäldes des Heiligsten Herzens Jesu mit den Wundmalen in seinen Händen, und dann durch meinen Dienst.

In Emmaus geht man nur einmal, aber man dient – man hilft – so oft man möchte. Ich habe schon oft gedient, und gerade durch diesen Dienst begann ich, Jesus in der Eucharistie, den lebendigen Gott, viel besser zu verstehen. Der Herr hat Emmaus benutzt, um mir zu begegnen, und dort begann meine Freundschaft mit ihm. Ich kann es mit einem biblischen Satz besser ausdrücken:“Früher kannte ich dich nur vom Hörensagen, aber jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen.”(Hiob 42, 5).

Das Buch ist soeben erschienen. Emmaus-Exerzitien. Sie haben vor Kurzem die fünfte Emmaus-Exerzitien für Männer in Córdoba, in der Pfarrei Bethlehem, geleitet. Können Sie mir ein paar Worte zu diesen Exerzitien erzählen?.

—Nur eines: Vertraue, öffne dein Herz und ruhe in Stille und Ruhe und sitze in geduldiger Hingabe vor ihm und höre ihm zu.

In dem Buch Elica, Ihr Freund Elias Cabrera weist darauf hin, dass “Es gibt Menschen, die plötzlich in dein Leben treten und alles in Ordnung bringen.”. Und er fügt hinzu, dass du ein Beispiel für Einsatzbereitschaft bist, weil du dich durch den Schmerz nicht verbittern lassen hast.

-Sehen Sie, wenn ich zurückblicke, war der Einsatz immer da, nur in unterschiedlicher Form. Anfangs war es dieser freiwillige Einsatz, voller Begeisterung, wie bei Herausforderungen in der Natur, beim Wandern in Cazorla oder Segura, oder bei Sportarten wie Basketball oder Reiten. Dann kam der notwendige Einsatz, wie in meinem Beruf als Anwalt. Und jetzt der lebensnotwendige, transzendente Einsatz, nach dem Unfall, der mich querschnittsgelähmt hat.

Für mich bedeutet Anstrengung, nicht aufzugeben und weder mir selbst noch anderen zu schaden. Sie hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin: einfach ein glücklicher Mensch, der andere glücklich machen möchte. Gesegnet sei die Anstrengung, die mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin.

Wer hat ihm Ansporn gegeben und welche Vorbilder hatte er?

Anfangs war die Hoffnung mein Lehrmeister, ohne große Vorbilder. Meine Familie ist und war der Schlüssel zu meiner Genesung. Guadalupe war mein Schutzengel, meine Kinder mein Grund, nicht aufzugeben.

Heute verlasse ich mich auf den seligen Lolo – Manuel Garrido Lozano – aus Linares (Jaén), der unter großen Schmerzen und körperlichen Einschränkungen lebte, aber mit überfließender Freude; auf meinen Freund Rafa Benavides, der jetzt im Himmel ist und dessen Leiden Liebe und Vermächtnis verbreitete; und auf Dr. Mario Alonso Puig, dessen “Funke” in seinem Buch mir half, nicht den Schmerz, sondern das Leiden in nur gut drei Monaten zu beseitigen.

Kehren wir zur Erfahrung Gottes zurück.

-Durch ihn bekamen Schmerz und Leid Sinn und Zweck in meinem Leben. Sein “Gnade”Das hat mich dazu gebracht, eine “Seele des Gebets“ zu werden.“", Denn da ich ihm bereits vertraut hatte, legte er mir einige schöne Worte in den Weg:“Das Gebet des Glaubens rettet die Kranken.”Und seitdem ist mein beharrliches und treues Gebet ein weiteres festes Ziel, das ich täglich erfülle. Gebet –“Die Sprache der Liebe Gottes”Es war meine Wurzel des Heils und es erhält mich aufrecht.“.

Heute weiß ich, dass ich mir um nichts Sorgen machen muss, sondern nur seine “Einladung” annehmen und ihm jeden Tag ein bedingungsloses und vorbehaltloses “Ja“ geben muss, und er kümmert sich um alles. Ich übergebe mich ihm einfach und sage:“Jesus, übernimm du das Steuer!”

Wie weit reicht die Gewissheit Ihres Glaubens?

-Ich habe die Gewissheit – die unumstößliche Gewissheit –, dass er dort einspringt, wo meine Kraft endet. Ich weiß, dass die Gabe, die er mir schenkt – die unmittelbare Freude, unter dem Heiligen Geist zu leben –, unverdient ist, und dafür bin ich ihm ewig dankbar.

Ich habe verstanden, dass wir das Kreuz nicht fürchten sollten… Das Kreuz heilt! Es gibt immer mehr, als es nimmt… und es ist die Welt, die uns ans Kreuz nagelt, und Jesus, der uns davon abnimmt! Wenn ich das Gebet aufgebe, geht nicht er verloren, sondern ich. Ihm mit vollkommener Hingabe und unendlichem Vertrauen zu folgen, verwandelt jede Wüste in eine beständige und kostbare Oase. Er ist mein täglicher Wegweiser.

Wie fühlst du dich, wenn du über dein Leben nachdenkst?

-Ich empfinde Ehrfurcht und Dankbarkeit für dieses Leben, ein “unverdientes Geschenk”. Dankbarkeit an meinen Freund Elias, der mich in sein Buch aufgenommen hat (Elica), aber vor allem Ihm, weil er die Fäden zieht – Er zieht unsere Fäden besser als jeder andere, Er macht uns mutig und nimmt uns unsere Ängste, die niemals vom Herrn geboren sind – weil er mich – ein unverdientes Geschenk – für Sein Team auserwählt hat. 

Ich wünsche mir, dass eines Tages jedes spanische Krankenhaus einen Bereich für “Entspannungstherapie” – so nenne ich ihn – hat, in dem man sich, noch bevor man eine medizinische Behandlung, einschließlich Schmerzmittel, verschreibt, darauf konzentriert, das Leiden des Patienten zu lindern und sich einfach um sein seelisches Wohlbefinden zu kümmern. Mein nächster Traum: mit meiner Familie nach Medjugorje zu reisen und dort, trotz meiner Einschränkungen, die mich auf die Hilfe anderer angewiesen machen werden, aus Liebe zu Maria eine Ausbildung zu absolvieren.

Zwei Worte zum Gebet der Verlassenheit von Charles de Foucauld.

—Jemand, der mir sehr nahesteht, hat es mir gezeigt, und seit ich vor fast drei Jahren aufgewacht bin, bete ich es jeden Tag. Es geht so:“Mein Vater, ich übergebe mich dir, tu mit mir, was immer du willst, was immer du mit mir tust, ich danke dir, ich bin bereit für alles, ich nehme alles an, solange dein Wille in mir und in all deinen Geschöpfen geschehe, wünsche ich mir nichts mehr, mein Gott, ich lege mein Leben in deine Hände, ich gebe es dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil dich zu lieben bedeutet, mich dir hinzugeben, mich dir maßlos, mit unendlichem Vertrauen zu ergeben, weil du mein Vater bist!.

Der AutorFrancisco Otamendi

Aus dem Vatikan

Der Papst beruft einen Gipfel ein, um den Familien das Evangelium zu verkünden.

Der Papst hat die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zu einem Gipfeltreffen in Rom im Oktober zum Thema Ehe und Familie einberufen. Anlässlich des zehnten Jahrestages des Apostolischen Schreibens “Amoris Laetitia” von Papst Franziskus möchte Leo XIV. die Bedeutung der “Verkündigung des Evangeliums der Familie an die jüngeren Generationen” und des „Lernens, die Schönheit der Berufung zur Ehe neu zu entdecken“ hervorheben.

Francisco Otamendi-19. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Die vom Papst im Oktober 2026 einberufenen Bischofskonferenzen sollen “in einer Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens eine synodale Entscheidung darüber treffen, welche Schritte unternommen werden müssen, um den Familien heute das Evangelium zu verkünden, im Lichte von Amoris laetitia (AL) und unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen getan wird.”.

In seinem Nachricht, Zehn Jahre nach Amoris Laetitia ist sich der Papst der “anthropologisch-kulturellen Veränderungen” (AL 32) bewusst, die sich in den vergangenen fünfunddreißig Jahren verstärkt haben und die ”weiterhin Auswirkungen auf Familien haben“, und Papst Franziskus wollte ”die Kirche weiter auf den Weg der synodalen Unterscheidung lenken“. 

“Die Familie ist das Fundament der Gesellschaft, ein Geschenk Gottes.”

Er betont, dass es nicht möglich sei, “über die Familie zu sprechen, ohne mit Familien in Kontakt zu treten und ihren Freuden und Hoffnungen, ihren Sorgen und Ängsten zuzuhören”. Folglich möchte der Nachfolger Petri die Lehren von Amoris Laetitia weiter vertiefen und unterstreicht, dass “die beiden Apostolischen Schreiben Familiaris Consortio – 1981 von Johannes Paul II. veröffentlicht – und Amoris Laetitia das dogmatische und pastorale Engagement der Kirche für den Dienst an jungen Menschen, Ehepartnern und Familien gestärkt haben”.

Des Weiteren erinnert der Papst kurz an die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils – die Familie ist ‘die Stiftung der Gesellschaft’, ein Geschenk Gottes und eine Schule des reichsten Humanismus - und betont, dass christliche Ehepartner durch das Sakrament der Ehe eine Art ‘Hauskirche’ bilden, deren Rolle für die Erziehung und Weitergabe des Glaubens von wesentlicher Bedeutung ist.

In Tor Vergata

Der Papst erinnerte auch an das Jubiläum der Jugend im vergangenen Sommer. Dort hatte er die Gelegenheit, zu den jungen Menschen zu sagen, die sich während des Jubiläums der Hoffnung in Tor Vergata versammelt hatten:“Zerbrechlichkeit [...], ist Teil des Wunders, das wir sind.’ Wir wurden nicht ‘für ein Leben geschaffen, in dem alles fest und sicher ist, sondern für eine Existenz, die sich in der Gabe, in der Liebe, ständig erneuert.’.

Papst Leo XIV. begrüßt ein Baby und seine Familie am Ende seiner wöchentlichen Generalaudienz in der Audienzhalle Paul VI. im Vatikan am 27. August 2025. (Foto: CNS/Vatican Media).

“Die Schönheit der Berufung zur Ehe zu beschwören”

Der Papst erinnert daran, wie bereits eingangs erwähnt, dass wir, um den Auftrag, den jüngeren Generationen das Evangelium der Familie zu verkünden, zu erfüllen, lernen müssen, die Schönheit der Berufung zur Ehe gerade in der Erkenntnis ihrer Zerbrechlichkeit zu beschwören, um das “Vertrauen in die Gnade (AL 36) und das christliche Verlangen nach Heiligkeit« zu wecken. 

Wir müssen auch Familien unterstützen, betont Leo XIV., “insbesondere jene, die unter den vielen Formen von Armut und Gewalt in der heutigen Gesellschaft leiden.”.

In seiner Botschaft, datiert auf das heutige Hochfest des Heiligen Josef, dankt der Papst “dem Herrn für die Familien, die trotz Schwierigkeiten und Herausforderungen die Spiritualität der Familienliebe […] leben, die aus Tausenden von realen und konkreten Gesten besteht« (Nr. 315). 

Er drückt seinen “Dank gegenüber den Pastoren, den pastoralen Mitarbeitern, den Gläubigenvereinigungen und den kirchlichen Bewegungen aus, die sich der Familienseelsorge verschrieben haben.”.

Das Engagement der Kirche für diejenigen, die der Herr zur Ehe und Familie beruft

Und er betont nachdrücklich, dass “unsere Zeit von rasanten Umwälzungen geprägt ist, die heute mehr denn je ein besonderes Vorgehen erfordern.“ Seelsorge ”an Familien, denen der Herr die Aufgabe anvertraut, an der Mission der Kirche teilzuhaben, das Evangelium zu verkünden und Zeugnis davon abzulegen.“. 

Tatsächlich, fügt er hinzu, der Papst, "Es gibt Orte und Umstände, unter denen die Kirche nur durch die Laien und insbesondere durch die Familien ‘zum Salz der Erde werden’ kann. 

Deshalb muss das Engagement der Kirche in diesem Bereich erneuert und vertieft werden, damit diejenigen, die der Herr zur Ehe und Familie beruft, ihre eheliche Liebe in Christus leben können und junge Menschen durch die Intensität der Berufung zur Ehe in der Kirche angezogen werden.”.

Der AutorFrancisco Otamendi

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Welt

Erzbischof Kaigama von Abuja: “In Nigeria leiden wir, aber wir lächeln.”

Der Erzbischof von Abuja (Nigeria), Monsignore Ignatius Ayau Kaigama, leitete am 18. März das Omnes-Forum, bei dem er den Anwesenden die Realität der verfolgten Christen in Nigeria schilderte.

Paloma López Campos-19. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

Der Erzbischof von Abuja (Nigeria), Monsignore Ignatius Ayau Kaigama, war der Hauptredner beim Omnes-Forum, das am 18. März an der CEU San Pablo Universität stattfand. Zahlreiche Zuhörer waren gekommen, um die Zeugnisse verfolgter Christen in Nigeria zu hören. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk „Kirche in Not“ und weiteren Sponsoren organisiert: der CARF Foundation, der Banco Sabadell und der Katholischen Vereinigung der Propagandisten.

Die Journalistin Raquel Martín moderierte das Gespräch mit dem Erzbischof, der zunächst seine Dankbarkeit für die ihm während seines Besuchs in Spanien entgegengebrachte Zuneigung gegenüber Nigeria sowie für die Arbeit von “Kirche in Not” zum Ausdruck brachte. Er erklärte, er habe diese Zuneigung auch bei seiner kürzlichen Audienz bei Papst Leo XIV. gespürt, “der allen von den nigerianischen Bischöfen geäußerten Problemen und Ängsten aufmerksam zuhörte”. “Der Papst versicherte uns seiner Gebete”, fuhr er fort, „und ermutigte uns, im Kampf nicht nachzulassen.“.

Podiumsdiskussion im Rahmen des Omnes-Forums.

Verfolgte Christen

Bischof Kaigama sprach gleich zu Beginn die schwere Verfolgung der Christen im Land an. “Kurz vor meiner Abreise musste einer der Priester meiner Diözese nach einem Angriff aus seinem Haus fliehen. Viele Pfarreien stehen leer, weil die Priester bedroht werden und nicht dort bleiben können, obwohl ihre Häuser von Kugeln durchsiebt sind.”.

«Das Ziel der Angreifer ist es, den christlichen Glauben zu schwächen.».

Die Geschichten des Erzbischofs waren sogar persönlich, denn er erzählte, wie sein Neffe und ein anderer Seminarist entführt und zwei Wochen lang gefangen gehalten wurden, “gefesselt und angekettet in einem Badezimmer”.

“Menschen”, fuhr er fort, “werden angegriffen und getötet, allein weil sie Christen sind. Das Ziel der Angreifer ist es, den christlichen Glauben zu schwächen.” Bischof Kaigama fasste die Situation zusammen: “Nigeria leidet, die Nigerianer leiden.”.

Teilnehmer des Omnes-Forums.

Die katholische Kirche, die wie andere christliche Konfessionen verfolgt wird, leidet sehr unter dieser Situation. “Die Menschen kommen zu uns, wenn sie in Not sind. Aufgrund der Vernachlässigung durch die Regierung fühlen sie sich im Stich gelassen, und wenn sie Hilfe brauchen, wenden sie sich an die Kirche”, erklärte der Erzbischof. Aus diesem Grund sehe er sich “nicht mehr nur als Hirte, der betet und segnet, sondern auch als humanitärer Helfer.”.

Deshalb ist die Arbeit von Organisationen wie “Kirche in Not” so wichtig, und der Redner dankte ihnen herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement. „Mit Ihrem und unserem Glauben, mit Ihrer Hilfe und unserer Entschlossenheit werden wir es schaffen“, bekräftigte der Priester.

Glaube und Gebet

“Glaube und Gebet sind sehr mächtige Instrumente”, bekräftigte Bischof Kaigama. “Die Nigerianer sind als ein Volk mit großem Glauben bekannt, und ich glaube, dass der Grund, warum Nigeria nicht zerfallen ist, genau in diesem Glauben liegt”, sagte er.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Bischof an die europäischen Missionare, die im Laufe der Geschichte nach Europa reisten. Nigeria “Ihr habt uns gelehrt zu beten, zu vergeben und zu lieben”, sagte er, um zu evangelisieren. Dies sei von entscheidender Bedeutung, da die schwierigen Verhältnisse im Land viele Christen dazu veranlassen, allein auf den Glauben an Gott zu vertrauen, um Vergebung zu erlangen. “Menschlich gesehen ist das unmöglich, aber mit Glauben ist alles möglich”, erklärte er.

“Ich fühle mich nicht mehr nur wie ein Pastor, der betet und segnet, sondern auch wie ein humanitärer Helfer.”.

“In Nigeria leiden wir, aber wir lächeln», sagte der Erzbischof. Etwas, das nur durch echte, im Glauben verwurzelte Vergebung möglich ist. “Ich bete, dass die Vergebung in der Welt zunimmt und dass Gott uns allen die Gabe der Vergebung schenkt”, fuhr er fort.

Handlungsbedarf besteht.

Doch das Gebet ist nicht die einzige Aktivität in christlichen Gemeinden. Der Redner erklärte, Christen beteten nicht nur, sondern handelten auch aktiv und drängten die Regierung immer wieder zum Eingreifen. “Wir glauben, dass Gott die Herzen dieser Menschen berühren und sie zum Richtigen bewegen kann”, bekräftigte er.

Er wandte sich auch an Politiker weltweit und sagte: “Wir hoffen, dass auch andere Länder aktiv werden und etwas Sinnvolles unternehmen, um die Wurzel dieses Übels zu beseitigen.” In diesem Zusammenhang betonte er die entscheidende Rolle der Medien bei der Aufdeckung der Geschehnisse und der Erzielung einer tatsächlichen Wirkung.

Die Fürsprache der Jungfrau Maria

Zum Schluss betonte Erzbischof Kaigama die tiefe Verehrung der Nigerianer für die Jungfrau Maria, an die sie sich stets in ihren Nöten wenden. “Ich ermutige die Gläubigen immer, einen Rosenkranz bei sich zu tragen – in der Tasche, im Portemonnaie oder wo auch immer. Ich persönlich trage jeden Tag in jeder Tasche einen Rosenkranz, damit ich nie vergesse, zur Muttergottes zu beten”, sagte er.

“Die Jungfrau Maria ist eine Stütze für uns”, erklärte der Sprecher, “und wir vertrauen darauf, dass sie all unsere Bedürfnisse der Heiligen Dreifaltigkeit vorträgt und dass wir durch die Gnade Gottes die Schwierigkeiten überwinden werden.”.

Gemeinsames Gebet und Segen

Am Ende des Dialogs stellte José María Gallardo, Präsident von “Kirche in Not“ in Spanien, die Kampagne vor.“Sana Nigeria: Lasst die Verfolgung nicht das letzte Wort haben”Anschließend leitete Monsignore Kaigama ein gemeinsames Gebet mit den Anwesenden und erteilte seinen Segen.“.

Spanien

Zeile 105 Xtantos in der Steuererklärung 2026: die Arbeit der Kirche in jeder Diözese

Die Buslinie “105 Xtantos” (benannt nach dem Kirchenfeld auf der Steuererklärung), die letztes Jahr verschiedene Diözesen in Spanien bereiste, kehrt dieses Jahr mit einer „Nächsten Haltestelle“ in jeder Diözese zurück. Die Teilnehmer reisen zum Zentrum kirchlicher Aktivitäten in ihrer Region.

Francisco Otamendi-19. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Die Kirche möchte den positiven Einfluss, den sie auf das Leben der Menschen hat, mit denen wir unsere Nachbarschaft und Straßen teilen, weiter unterstreichen, indem sie in diesem Jahr, dem Steuerjahr 2026, das „X“ auf der Einkommensteuererklärung ankreuzt.

Zu diesem Zweck wird die „Buslinie 105 Xtantos“ eingesetzt. letztes Jahr Nach seiner Reise durch die verschiedenen Diözesen Spaniens kehrt er dieses Jahr mit einem weiteren Ziel zurück: Er möchte erneut zeigen, dass das einfache Setzen eines “X” zur Unterstützung der Kirche und ihrer sozialen und spirituellen Arbeit einen tiefgreifenden Einfluss auf das Leben der Menschen hat. Eine Entscheidung, die bekanntlich keine finanziellen Kosten verursacht und der gesamten Gesellschaft zugutekommt.

Die Initiative, deren Name sich auf die Nummer des Kirchenfeldes in der Steuererklärung (105) bezieht, bietet weiterhin jedem Bürger die Möglichkeit, den Verwendungszweck und die tatsächlichen Auswirkungen seiner Steuerzuweisungen zu überprüfen.

Erleben Sie es selbst: So können Sie teilnehmen, Anmeldung bis zum 15. April

In diesem Jahr weisen die Bischöfe daher darauf hin, dass “die nächste Station in jeder der Diözesen liegt“. Auf diese Weise werden die Teilnehmer derLinie 105 XtantosSie werden aus erster Hand erfahren, welche Auswirkungen das Ankreuzen dieses Kästchens in der Erklärung auf ihre Umgebung hat.

Um dies selbst zu erleben, erklärten sie in eine Notiz, Sie müssen lediglich über die Website darauf zugreifen. Line105Xtantos.es, zu einem Anmeldeformular der Diözese, das bis zum 15. April geöffnet ist. 

Anschließend kontaktiert jede Diözese die Teilnehmenden direkt – maximal 15 Personen pro Tour – um sie über Datum, Uhrzeit und Treffpunkt des Besuchs zu informieren, der zwischen April und Juni stattfindet. Jede Diözese gestaltet die Tour – ob mit dem Bus oder zu Fuß – und legt die Termine entsprechend ihren Möglichkeiten fest. Alle Touren verfolgen jedoch das gemeinsame Ziel, zu zeigen, wie Pfarreien und christliche Gemeinschaften im Dienst an anderen leben.

Malaga, erste Station der neuen Kampagne

Raúl, Raquel, Juan, Myriam, Damián, Paola, Ana und Antonio haben dies bereits im vorherigen Programm in Málaga hautnah miterlebt, heißt es in der Erklärung. In diesem Jahr sind sie die Gesichter und Stimmen dieser Kampagne. Ihre Erfahrungsberichte sind ebenfalls auf der Website zu finden. linea105ctantos.es

Um diese Geschichte erzählen zu können, haben sie sie zunächst selbst erlebt und vier Tage lang verschiedene Projekte besucht, die den Alltag ihrer Stadt verändern. 

In vielen Fällen erhalten diese Aktivitäten keine Subventionen und ihr Fortbestand hängt direkt von der Großzügigkeit derjenigen ab, die freiwillig und ohne Kostenaufwand das Kästchen 105 ankreuzen.

Vier Stationen, vier Projekte

Die erste Haltestelle dieser ‘Linie 105 Xtantos’ in Malaga war das Seniorenzentrum der Pfarrei Santa María de la Amargura, ein Zufluchtsort gegen die „Epidemie“ der Einsamkeit, die so viele ältere Menschen in der Nachbarschaft betrifft. 

Das zweite ist das San Carlos Heim für Frauen, ein Familienheim, in dem vier philippinische Nonnen vier jungen Müttern mit kleinen Kindern Unterkunft, Verpflegung und Ausbildung bieten.

Die dritte Station war die Pfarrei San Pablo im Stadtteil Trinidad. Dort erfuhren sie alles über die Verkündigung, Feier und das Leben des Glaubens. Ihnen wurde auch die Arbeit der örtlichen Ordensgemeinschaften und der Cáritas gezeigt, die einen Ort der bedingungslosen Gastfreundschaft schaffen.

Das vierte Treffen fand in der Diözesanschule Cardenal Herrera Oria statt, wo sie mehr über das Programm „Übergang ins Erwachsenen- und Berufsleben“ erfuhren. Ein Beispiel für Bildung, verstanden als eine Übung in Fürsorge, Dienst und sozialer Gerechtigkeit.

Perspektivwechsel nach der 'Linie 105 Xtantos'‘

Nach der Reise mit der Linie 105 lässt sich die Perspektive wie folgt zusammenfassen: “Man muss die Wirkung der Arbeit der Kirche selbst erleben, um sie zu glauben. Es gibt ein Vorher und Nachher der ”Linie 105 Xtantos‘. Wenn wir alle die Möglichkeit hätten, mit dieser Linie zu reisen, würden wir die Kirche objektiver beurteilen.“.

Gleichzeitig entdecken die Passagiere, dass "Das Setzen eines ”X“ in das Kästchen ”Kirche“ oder „Sonstige soziale Zwecke“ kostet nichts und führt nicht zu geringeren Rückzahlungen.“ und dass „sie an dem, was sie erlebt haben, teilhaben können, indem sie 0,71 % ihrer Steuern für diese Initiativen bereitstellen, ohne dass ihnen wirtschaftliche Konsequenzen entstehen.“.

Dauer und weitere Details der Kampagne

Die Kampagne findet vom 23. März bis zum 30. Juni statt (der von der Steuerbehörde für dieses Jahr vorgesehene Zeitraum zur Abgabe der Einkommensteuererklärung ist vom 8. April bis zum 30. Juni).

Die Investition beträgt 2.827.000 € zzgl. MwSt., was weniger als 11 % des im Vorjahr gesammelten Betrags entspricht. Die Mediennutzung umfasst Radio- und Fernsehspots, digitale Formate, Social Media und Fachpublikationen. 

Die auf nachhaltigem Papier gedruckte Zeitung Xtantos hat eine Auflage von fast einer Million Exemplaren sowie 31.330 Poster, die in Spanisch, Baskisch, Katalanisch und Galicisch angeboten werden. 

Der AutorFrancisco Otamendi

Spanien

Boney M und die Gipsy Kings werden bei der vierten Auferstehungsfeier auftreten.

Die Osterfeier kehrt zurück. In diesem Jahr, 2026, findet sie am 11. April auf der Plaza de Cibeles statt und präsentiert Boney M, die Gypsy Kings, Hakuna und andere prominente Persönlichkeiten der christlichen Musikszene.

Redaktion Omnes-19. März 2026-Lesezeit: < 1 Minute

Am 11. April findet auf der Plaza de Cibeles die vierte Ausgabe des Auferstehungskonzerts statt, organisiert von der Katholischer Verband der Propagandisten (ACdP), “zum Gedenken an das wichtigste Ereignis der Geschichte: die Auferstehung des Herrn”.

Zwei legendäre Gruppen der internationalen Musikgeschichte werden einer Veranstaltung, die in ihrer dritten Auflage mehr als 85.000 Menschen zusammenbrachte und dieses Jahr am 11. April stattfindet, ihre besondere Note verleihen.

Vorbereitungen für den Papstbesuch 

Alfonso Bullón de Mendoza, Präsident der katholischen Vereinigung der Propagandisten, wollte betonen, dass die diesjährige Osterfeier “auch eine ganz besondere Feier sein wird, weil sie eine Art Aufwärmübung für die...“ sein wird. Papstbesuch im Juni".

Pablo Velasco, Sekretär der Katholischen Vereinigung der Propagandisten, stellte die diesjährigen Neuerungen vor und gab den von der ACdP verliehenen Preis für Musik und Glauben bekannt, der in diesem Jahr an Ángel Catela, einen jungen Musiker aus Madrid, ging. Catela wird bei diesem vierten Konzert auch in Cibeles auftreten.

Ein internationales Konzert

Die internationale Künstlerin Liz Mitchell von der Gruppe Boney M und die französische Roma-Gruppe Gipsy Kings werden die Hauptacts dieses Musikevents sein. “Sie sind Künstler, die alle Generationen der Konzertbesucher ansprechen”, betonte Velasco, der selbst Mitglied dieser beiden Gruppen ist.

Die katholische Gruppe Hakuna und DJ El Pulpo kehren erneut auf die Bühnen des Paseo de Cibeles zurück. Diese Veranstaltung, eine Mischung aus Musik und Glauben, wird, wie Hadria, ein Mitglied von Hakuna, betonte, “unseren Glauben stärken, je öfter wir solche Dinge tun, die uns bewegen”.

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Welt

Ocáriz skizziert den Arbeitsplan für das hundertjährige Jubiläum des Opus Dei 

In einer an die Mitglieder des Opus Dei gerichteten Botschaft appelliert Monsignore Ocáriz eindringlich an die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen, die Mission dieser katholischen Institution zu erfüllen.

Maria José Atienza-19. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Fernando Ocáriz, Prälat des Opus Dei, hat eine umfangreiche Nachricht an die Mitglieder der Prälatur.

Am Hochfest des Heiligen Josef wollte Ocáriz in einer Botschaft, die im Kontext des bevorstehenden hundertjährigen Bestehens der Institution am 2. Oktober 2028 verfasst wurde, einige Worte an seine “Söhne und Töchter” richten.

 Opus Dei “in euren Händen”

In diesem Brief appelliert Monsignore Ocáriz eindringlich an die persönliche Verantwortung jedes einzelnen Mitglieds des Werkes, die Mission dieser katholischen Institution zu erfüllen: “Das Werk liegt in unseren Händen.”.

Gleichzeitig erinnert er an die Teilnahme an den vorbereitenden Anhörungen zu diesem Jubiläum und drückt seine Dankbarkeit dafür aus: “Jung und Alt, Mitglieder des Werkes, Mitarbeiter, Freunde und viele Menschen, die irgendwann in ihrem Leben Teil des Werkes waren, Sie haben innegehalten, um darüber nachzudenken, wie Sie heute mit dynamischer Treue den Geist verkörpern können, den der heilige Josemaría von Gott empfangen hat, um der Kirche zu dienen.”.

Aus den Ergebnissen dieser Teilnahme hebt der Prälat drei Themen hervor, die er in dieser Botschaft als Schlüssel zur heutigen Ausübung der Berufung zum Werk betont: die Familie, die Arbeit und Ausbildung.

Die Statuten sind noch undatiert.

Auch in dieser Botschaft geht Ocáriz nicht auf die Realität der Statuten des Opus Dei ein, deren Überarbeitung und Anpassung an die neue apostolische Konstitution “Verkündet das Evangelium” vor fast vier Jahren begann und noch immer im Heiligen Stuhl geprüft wird.

Die Genehmigung und Veröffentlichung dieser Statuten erscheint daher nicht besonders unmittelbar bevorstehend.

Mehr Berufungen zum Familienleben, weniger zum Zölibat

Die Worte des Prälaten offenbaren eine Realität, die sich in vielen kirchlichen Institutionen wiederholt: das Wachstum von “Menschen, die ihn suchen und an den Mitteln der Ausbildung teilnehmen, die Bekehrungen, die der Herr dank freundlicher Behandlung und neuer apostolischer Initiativen bewirkt” und gleichzeitig “die Schwierigkeiten für junge Menschen, die Schönheit der Berufung zum apostolischen Zölibat zu erkennen”.

Fernando Ocáriz betont daher: “Im Laufe der Zeit werden wir uns der Herausforderung stellen müssen, ältere Mitglieder, sowohl Laien als auch Priester, zu ersetzen. Dies erfordert, dass wir in jeder Region neue Wege finden, um unsere Mission weiterhin zu erfüllen. Diese Situation macht – wie in den Regionalversammlungen einstimmig festgestellt wurde – eine vorrangige Ausrichtung auf die apostolische Arbeit mit jungen Menschen und eine echte Rolle für zusätzliche Mitglieder notwendig: die kontinuierliche Verbesserung ihrer Ausbildung, damit wir alle an vorderster Front dieses Apostolats stehen.”.

Göttliche Kindschaft, Eucharistie und Werk

Der Prälat wollte seine Aufmerksamkeit auch auf das Beispiel “der ersten Christen” lenken: Männer und Frauen aller Stände und Herkünfte, die den Glauben an Jesus Christus so lange bezeugten, bis sie die Gesellschaft veränderten – eine Analogie, die der Gründer des Opus Dei oft verwendete.

Vor diesem Hintergrund weist er auf die Notwendigkeit hin, über “zentrale Aspekte des Geistes von Opus Dei nachzudenken: die göttliche Kindschaft, die Messe als Zentrum und Wurzel unserer Existenz, den Wert des gewöhnlichen Lebens und die Schönheit, jenes «Göttliche» zu entdecken, das in den alltäglichsten Realitäten von Arbeit, Familie und bürgerlichem Leben verborgen ist.”.

Abschließend ruft Ocáriz dazu auf, “diese drei zentralen Lehren des heiligen Josemaría zu berücksichtigen, mit dem Wunsch, den Menschen um uns herum, der Kirche und der Gesellschaft als Ganzes besser zu dienen” und sich in besonderer Weise dem Friedenswunsch des Papstes in der Welt anzuschließen.

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Welt

Schottland lehnt Sterbehilfe ab und bekräftigt die Menschenwürde.

Die katholischen Bischöfe begrüßten die Entscheidung des schottischen Parlaments vom 17. März, den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe für unheilbar kranke Erwachsene abzulehnen. hätte es diesen Patienten ermöglicht, professionelle Hilfe beim Sterben in Anspruch zu nehmen.

OSV / Omnes-19. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

– OSV-Nachrichten

Die Mitglieder des schottischen Parlaments, bekannt als Holyrood, “können sicher sein, dass sie die richtigen und verantwortungsvollen Schritte unternommen haben”, erklärte der Präsident der schottischen Bischofskonferenz in einer Stellungnahme. Kommuniqué 17. März.

‘Schutz der am stärksten gefährdeten Menschen’

“Ihre Stimme dient dazu, einige der am stärksten gefährdeten Menschen Schottlands vor dem Risiko zu schützen, durch Druck zu einem vorzeitigen Tod gezwungen zu werden”, sagte Bischof John Keenan aus Glasgow, der der Bischofskonferenz vorsitzt.

“Jedes menschliche Leben hat einen Eigenwert. Wahres Mitgefühl zeigt sich nicht darin, ein Leben zu beenden, sondern darin, Leidende zu begleiten und ihnen die medizinische, emotionale und spirituelle Unterstützung zukommen zu lassen, die ihrer Würde gerecht wird. Kein Leben ist wertlos”, heißt es in der Erklärung.

Der Gesetzentwurf wurde im März 2024 vom schottischen Abgeordneten Liam McArthur eingebracht. Laut Entwurf mussten die Anspruchsvoraussetzungen unter anderem ein Mindestalter von 18 Jahren, eine unheilbare Krankheit und die Fähigkeit, die Entscheidung zu treffen und zu verstehen, umfassen. Der Gesetzentwurf wurde kürzlich geändert, um das Mindestalter von 16 auf 18 Jahre anzuheben. 

Dieser Gesetzentwurf wäre der erste im Vereinigten Königreich – zu dem neben England, Wales und Nordirland auch Schottland gehört – gewesen, der Sterbehilfe für unheilbar kranke Erwachsene erlaubt hätte. 

Wahlfreiheit

Laut Associated Press wurde den Abgeordneten des schottischen Parlaments (Holyrood) eine freie Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe gewährt, was bedeutet, dass sie nach ihrem Gewissen entscheiden konnten und nicht den Anweisungen ihrer Partei folgen mussten. 

“Als Gesellschaft liegt unsere Verantwortung nicht darin, Leid zu bekämpfen, indem wir die Leidenden beseitigen, sondern jeden Menschen bis zu seinem natürlichen Tod mit Fürsorge, Respekt und Würde zu umgeben”, schrieb der schottische Bischof. Er fügte hinzu, dass die Entscheidung vom 17. März “Schottland diesem Ziel noch einen Schritt näher bringt”.

Nächste Priorität: Stärkung der Palliativversorgung

Dies erfordere auch konkrete Maßnahmen, betont die Erklärung, die auf der Website der Bischofskonferenz unter Bezugnahme auf “The Tablet» veröffentlicht wurde. „Unsere nächste Priorität muss die Stärkung der Palliativversorgung sein, um sicherzustellen, dass sie ausreichend finanziert und für alle Bedürftigen zugänglich ist“, heißt es darin.

Ein Archivfoto zeigt eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens, die einen älteren Patienten tröstet. Freiwillige des Krankenhausseelsorgers der Erzdiözese San Antonio bringen die Gegenwart Christi in der Eucharistie und leisten spirituelle Betreuung für Kranke. (Foot OSV/Hannah McKay, Pool via Reuters).

Ein entscheidender und einflussreicher Sieg

Gruppen, die sich gegen die Maßnahme aussprachen, feierten das Abstimmungsergebnis von 69 zu 57 als einen entscheidenden “großen Sieg”, der künftige Debatten im gesamten Vereinigten Königreich beeinflussen könnte. Kürzlich wurde berichtet, dass das britische Parlament möglicherweise … schließlich ablehnen Gesetzgebung In Großbritannien wurde lange über einen Gesetzentwurf debattiert, der Sterbehilfe ermöglichen würde.

In ihrer Stellungnahme vom 17. März erklärte Right to Life, dass David Bol, stellvertretender politischer Direktor von The Scotsman, die Schlussabstimmung über den Gesetzentwurf als “möglicherweise die wichtigste Entscheidung in der Geschichte des schottischen Parlaments” bezeichnet habe – eine Ansicht, die auch von anderen prominenten politischen Kommentatoren geteilt werde.

Die Organisation Right to Life erklärte, dass die schottischen Bürger “ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Legalisierung des assistierten Suizids und der negativen Auswirkungen, die dies auf die am stärksten gefährdeten Menschen in Schottland haben würde”, und berief sich dabei auf aktuelle Statistiken.

Sorge um Opfer häuslicher Gewalt

Der Thinktank für Frauenpolitik „The Other Half“ stellte fest, dass 7 von 10 schottischen Frauen besorgt sind, dass Opfer häuslicher Gewalt sich unter Druck gesetzt fühlen könnten, ihrem Leben ein Ende zu setzen, wenn Sterbehilfe legalisiert würde.

“Nachdem Aktivisten für Essstörungen davor gewarnt hatten, dass Menschen mit diesen Störungen sich im Rahmen des Gesetzesentwurfs für assistierten Suizid entscheiden könnten, veröffentlichte die Denkfabrik eine Umfrage, die ergab, dass nur jeder fünfte Schotte ein Gesetz unterstützen würde, das es Anorexiepatienten erlaubt, ihr Leben durch assistierten Suizid zu beenden”, so die Organisation.

Unterdessen enthüllte die Interessenvertretung Not Dead Yet UK, dass 69,1 % der schottischen Erwachsenen der Meinung waren, das schottische Parlament solle der Verbesserung des Zugangs zur Pflege für Menschen mit Behinderungen Priorität einräumen, bevor ein Gesetzentwurf zur Sterbehilfe eingebracht werde. Dies geht aus einer Mitteilung von Right to Life hervor, in der auch erwähnt wurde, dass nur 18,1 % der Schotten anderer Meinung waren.

Protestierende hielten am 29. November 2024 vor dem britischen Parlament in London ein Transparent hoch, während die Abgeordneten über den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe debattierten, der noch immer beraten wird. (Foto: OSV News/Mina Kim, Reuters),

‘Prinzip der Menschenwürde’

Bischof Keenan drückte seinen Dank an die Mitglieder des schottischen Parlaments aus und sagte: “Ich bin besonders dankbar für diejenigen, die den Grundsatz der Menschenwürde verteidigt und sich für die Schwächsten eingesetzt haben. Ihr prinzipienfestes Engagement ist nicht unbemerkt geblieben.”.

Während der britische Gesetzentwurf zur Sterbehilfe aufgrund der Entscheidung des schottischen Parlaments voraussichtlich scheitern wird, wachsen die Bedenken hinsichtlich anderer lebensbezogener Themen in der britischen Gesetzgebung.

Am 18. März stimmt das Oberhaus über einen Änderungsantrag zur Streichung einer Klausel aus dem Gesetzentwurf zur Kriminalitäts- und Polizeireform ab, die Abtreibung entkriminalisiert. Nach dieser Klausel wäre es Frauen nicht mehr untersagt, Abtreibungen aus beliebigen Gründen und zu jedem Zeitpunkt, einschließlich während der Geburt, vornehmen zu lassen.

Vorgeschlagene Änderung des britischen Abtreibungsgesetzes

“Klausel 208, die Abtreibung entkriminalisiert, wurde nach einem Änderungsantrag, der im Unterhaus im vergangenen Juni nach nur 46 Minuten Debatte verabschiedet wurde, in das Gesetz über Kriminalität und Polizeiarbeit eingefügt”, erklärte die Bürgerrechtsorganisation Christian Concern in einer Pressemitteilung vom 18. März. Darin kündigten sie eine Demonstration in London an, “um gegen die Abstimmung im Oberhaus zum Thema Abtreibung zu protestieren”.

Organisiert von Christian Concern, der Society for the Protection of Unborn Children, March for Life UK und anderen Pro-Life-Gruppen, soll die Demonstration Hunderte von Menschen zusammenbringen, um die Mitglieder des Parlaments aufzufordern, Abtreibungen bis zum Zeitpunkt der Geburt abzulehnen.

Der AutorOSV / Omnes

Initiativen

Astier-Stiftung: Das Zentrum für Frauen, die immer lächeln

In Alcalá de Henares gibt es ein Heim für 149 Frauen mit geistiger Behinderung, die jeden Tag ihre eigene Geschichte schreiben. Die Astier-Stiftung hat sich nach einem grundlegenden Wandel im Pflegeverständnis in vielerlei Hinsicht zu einem Vorreiterzentrum entwickelt, das die Würde des Einzelnen an erste Stelle setzt. Die Bewohnerinnen erzählen ihre Geschichten.

Guadalupe García Corigliano-19. März 2026-Lesezeit: 6 Minuten

“Zentrum für Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten” – so definiert es sich selbst. Astier-Stiftung Auf ihrer Website steht es, und es entspricht ziemlich genau der Wahrheit. Als wir das Haus betraten, umfing uns eine überwältigende Wärme, die die Kälte draußen im Nu vertrieb. Wir begrüßten uns herzlich und umarmten uns ohne Zögern. Ein neues Gesicht war etwas Besonderes, und im Laufe des Gesprächs tauchten immer mehr Fragen auf. 

In Astier leben 149 Frauen mit Behinderung Das Zentrum mit seinem intellektuellen Schwerpunkt beschäftigt rund 120 Fachkräfte und etwa 60 Freiwillige. Doch hinter diesen Zahlen stehen echte – und freundliche – Gesichter, die uns willkommen heißen. Geprägt vom unverwechselbaren Charisma der Mercedarier, blickt dieses Zentrum auf eine 134-jährige Geschichte zurück und hat eine vielversprechende Zukunft vor sich.

Isabel kommt mit ihrem Farbkoffer und wartet. Wegen des Interviews haben wir den Raum belegt, in dem sie normalerweise um diese Zeit malt, und natürlich sind Routinen eben Routinen. Sie begrüßt uns schüchtern und willigt ein, für heute zu gehen und uns später wiederzusehen. Sie verweilt jedoch noch eine Weile im Flur und schaut immer wieder heraus, um zu fragen, wie lange es noch dauern wird.

Wisch dir alle Tränen ab

Die heutige Astier San José Center Foundation hat ihren Ursprung im Jahr 1892, als Doña Sofía Astier y Balboa, eine sensible, engagierte und großherzige Frau, angesichts der sozialen Ungleichheiten ihrer Zeit das San José Asylum in der Ayala Street 49 für “behinderte” Frauen gründete, die nicht in der Lage waren, für sich selbst zu sorgen.  

Jahre später, im Jahr 1913, übernahm die Kongregation der Mercedarierinnen der Nächstenliebe, die das von ihrem Gründer, dem seligen Juan Zegrí, hinterlassene Charisma der erlösenden Nächstenliebe lebte, diese soziale Arbeit.

Angesichts der Bewohnerzahlen und des Bedarfs des Zentrums beschloss man 1972, an den heutigen Standort in Alcalá de Henares bei Madrid umzuziehen. Neunzehn Schwestern und 192 Frauen leiteten die Gründung des damaligen San José Zentrums.

“Alle Wunden heilen, alle Leiden lindern, allen Kummer besänftigen, alle Not vertreiben, alle Tränen trocknen und, wenn möglich, keinen einzigen Menschen auf der ganzen Welt verlassen, leidend, hilflos, ohne religiöse Bildung und ohne Mittel zurücklassen” – so lautete die Mission, die Pater Zegrí vorschlug. Loli, seit 25 Jahren Krankenpflegehelferin und Mitglied des Seelsorgeteams, erinnert sich gut daran.

In jenen Jahren gab es keine allgemeine Sozialversicherung, und Behinderung wurde verschwiegen. Zegrí war zu seiner Zeit ein Visionär: Er verstand, dass die erste Armut die fehlende Anerkennung ist, und beschloss, diesen Frauen die ihnen gebührende Würde zu verleihen. 

Würde vor Wohlfahrt

Jahrzehntelang funktionierte das Zentrum wie eine große Familie: Diejenigen mit größerer Selbstständigkeit halfen zusammen mit den Schwestern denjenigen, die mehr Unterstützung benötigten. Mit der Zeit, nach über einem halben Jahrhundert, wurde die vollständige Professionalisierung unerlässlich. Astier hat den Wandel von einem traditionellen Pflegemodell zu einem auf den Einzelnen ausgerichteten Modell miterlebt.

An der Spitze steht Borja Lucas González, der erste weltliche Leiter des Zentrums. Unter seiner Führung gliedert sich das Zentrum in drei Bereiche, die von einem Kuratorium geleitet werden, das weiterhin aus Mercedarierinnen besteht. Diese Bereiche sind: erstens der technische Bereich (Soziales, Psychosoziales und Gesundheitswesen); zweitens die Entwicklung (Kommunikation, Partnerschaften, Innovation und Qualität); und drittens das Wohl (Personal, Dienstleistungen und Instandhaltung). Ordnung und Professionalität dienen einem viel tieferen Zweck: der Würde.

“Früher gab es eine andere Auffassung von Pflege”, erklärt Borja. “Krankheiten vorzubeugen, für Sauberkeit und gute Pflege zu sorgen, war grundlegend. Das ist nach wie vor wichtig. Aber heute verstehen wir, dass das Wesentliche darin besteht, was jeden Menschen einzigartig macht, was sein Lebensprojekt ist.”. 

Es geht nicht mehr nur um Pflege, sondern darum, die Existenz jeder Frau anzuerkennen und ihr einen Platz in der Gesellschaft zu geben. Ziel ist es, die Würde und die Teilhabe von Frauen mit geistiger Behinderung zu fördern.

Nähe als Führungskraft

Borja kam 2008 als Krankenpfleger zur Stiftung. “Ich habe mich in dieses Haus und die Gemeinschaft verliebt, die eine tiefe Berufung zum Dienst an anderen hat”, gesteht er. Vor fünf Jahren übernahm er die Leitung von Astier. Er besucht die Stationen täglich, spricht mit Mitarbeitern und Bewohnern und ermittelt den Bedarf vor Ort. “Es ist eine schöne und sehr sinnstiftende Aufgabe, aber auch anstrengend und intensiv.”.

Da sie in verschiedenen Bereichen des Krankenhauses gearbeitet hat, bestätigt sie, dass die Stiftung eine umfassendere Sicht auf Gesundheit ermöglicht, einschließlich Prävention und gemeindenaher Versorgung: “Hier versteht man, welche Dimensionen jeden Menschen zu einem Menschen machen.”. 

Sie spricht von einer zugänglichen Führung, Mentoring in einer Kultur des Wandels und der Humanisierung der Einrichtung: Jede Frau soll die Hauptrolle in ihrem eigenen Lebensprojekt spielen. “Ich wünsche mir, dass Astiers Beispiel den Sektor dazu inspiriert, den einzig möglichen Weg einzuschlagen: Menschen mit Behinderungen als Menschen zu behandeln.”.

In einer von Masken geprägten Geschäftswelt lobt Borja die Natürlichkeit der Bewohnerinnen. “Sie sind spontan in einer Welt, in der wir alle ständig Masken tragen.” Und obwohl er einräumt, dass es natürlich Schwierigkeiten gibt, hebt er die Herzlichkeit und Sensibilität der Frauen von Astier hervor. 

Ein Tag in Astier

“Kein Tag gleicht hier dem anderen”, lächelt Loli. Dann zählt sie eine Reihe von Routinen auf: Aufstehen, Duschen, Anziehen, Frühstücken, Teilnahme an Workshops, je nach den individuellen Fähigkeiten. Tägliche Gewohnheiten, die die Selbstständigkeit fördern: Zähneputzen, Körperpflege, Aufräumen des eigenen Zimmers.

Es gibt Sonntage Masse In der Kapelle werden die liturgischen Feste und Feierlichkeiten gemeinsam mit der Mercedariergemeinschaft begangen, und viele Familien nehmen daran teil. Der mercedarische Glaube und das Charisma prägen das Haus. “Die Schwestern haben uns beigebracht, wie wir unsere Arbeit verrichten”, sagt Loli. 

Das Leben in Astier beschränkt sich jedoch nicht auf das Zentrum. Die Bewohner besuchen Universitäten, Institute und Unternehmen. Sie erzählen ihre Geschichten, erklären, wer sie sind, und bauen Vorurteile ab. 

Sie verfügen außerdem über ein Auditorium, in dem Aufführungen, Musik und Tanz stattfinden, wodurch stets Freundschaften und gute Beziehungen gefördert werden: “Wir versuchen, Räume zu schaffen, in denen die Atmosphäre so freundlich, angenehm und unterhaltsam wie möglich ist. Hier singen, tanzen und machen die Leute alle möglichen Dinge”, erklärt Loli.

Wenn eine neue Frau ankommt – oft weil ihre Eltern alt geworden sind und sich nicht mehr um sie kümmern können – verfliegt die anfängliche Angst meist schnell. “Die Erfahrung zeigt, dass sie Beziehungen zu Gleichaltrigen finden und eine Welt entdecken”, sagt Borja.

Eine Erweiterung der Familie

Lolis Arbeit ist zwar in erster Linie “praktisch”, doch oft geht es dabei auch ums Töten vieler Tränen – ein Gedanke, den Pater Zegrí immer wieder betonte. Sie ist mit Leidenschaft und Hingabe bei der Sache und möchte noch lange nicht in Rente gehen. 

Als sie spricht, füllen sich ihre Augen mit Tränen: “Ich würde diesen Job für nichts auf der Welt eintauschen.” Sie erinnert sich daran, ihre Bewerbung abgeschickt zu haben, ohne etwas über Behinderung zu wissen. Heute ist Astier nicht nur ihr Arbeitsplatz, sondern auch ihr Zufluchtsort: “Oft komme ich mit Sorgen hierher … aber sobald ich durch die Tür gehe, vergesse ich alles.”.

Sie sagt, die Bewohner spürten ihre Stimmung mit erstaunlicher Feinfühligkeit: “Wenn ich kränklich aussehe, fragen sie mich sofort, was los ist.” Manche erkennen ihre Schritte im Flur und rufen ihren Namen, noch bevor sie sie sehen. Eine Art sechster Sinn, der zu diesen “außergewöhnlichen Fähigkeiten” gehört.

Sie hat eine Lektion gelernt, die sie fast wie eine Gewissensprüfung wiederholt: Gutes im richtigen Moment zu tun. Sie erinnert sich an eine verstorbene Bewohnerin, der sie an ihrem letzten Tag einen kleinen Gefallen nicht mehr tun konnte. “Man muss die Dinge immer im Augenblick tun, denn später kann es zu spät sein.” In Astier werden zwar Tränen getrocknet, aber es wird mehr Freude empfangen als gegeben.

Für Loli sind die Häftlinge Teil ihrer Familie: “Ich liebe sie wie meine Familie, wirklich, denn natürlich kenne ich sie und sie kennen mich”, sagt sie und hebt hervor, wie sie ihr beigebracht haben, jeden Moment zu schätzen und ein besserer Mensch zu werden.

Sei mutig und bewahre deinen Sinn für Humor.

Charo ist 72 Jahre alt und lebt seit ihrem 18. Lebensjahr in Astier. Sie kam genau zu dem Zeitpunkt an, als das Haus nach Alcalá umzog. Sie ist aufgrund eines Schlaganfalls blind. Früher schrubbte sie Treppen von oben bis unten; jetzt strickt sie mit erstaunlicher Präzision: “Alle sagen, es sieht aus, als würde ich es mit einer Maschine machen.” Ihre neue Situation hat ihr geholfen, neue manuelle Fähigkeiten und ein besseres Gedächtnis zu entwickeln, vor allem aber eine positive Lebenseinstellung.

Sie erinnert sich daran, wie sie als junge Frauen den Kleinen halfen: sie badeten, wenn es keine Duschen gab, sie anzogen und, wenn Zeit war, die Betten machten: “Wir haben dieses Haus zusammen mit meinen Freundinnen im Himmel und den Schwestern am Laufen gehalten.” Nachdem sie ihr Augenlicht verloren hatte, entwickelte sie ein taktiles Gedächtnis und eine erstaunliche Fähigkeit, Farben in ihrem Kopf zu ordnen. “Es gibt viele wichtige Dinge in meinem Leben: meinen Blindenstock und meine Träume”, sagt sie.

Sie ist diejenige, die zu jeder Aktivität ‘Ja’ sagt: Sie hat Stadtführungen geleitet, wurde für Dokumentarfilme gefilmt und ist bei Veranstaltungen immer dabei. Sie ist die ideale Botschafterin für das Haus. Zu Weihnachten und im Sommer verbringt sie Zeit mit ihren Geschwistern und Neffen; die Familie ist immer da. “Für mich ist Astier wie ein zweites Zuhause. Mir fehlt es hier an nichts. Es gibt Menschen, die nirgendwo hin können; für mich ist dieser Ort einladend.”.

Auf seine Heiterkeit angesprochen, lacht er und antwortet: “Das liegt einfach in meiner Natur. Man muss mutig sein und seinen Humor bewahren, wenn man vor Schwierigkeiten steht.” Und er gibt allen, die ihr Augenlicht verlieren, einen praktischen Rat: “Verliert nicht euer Gedächtnis, euren Tastsinn, eure Intelligenz oder eure Lebensfreude.”.

Außergewöhnliche Fähigkeiten

Der kulturelle Wandel in Astier ist auch in der Atmosphäre spürbar. Bei der jüngsten Renovierung wurden die Bewohnerinnen der ‘Villa Delta’ aktiv in den Prozess einbezogen. “Wie möchten Sie Ihr Zuhause gestalten?”, fragt Borja. Jede Frau wurde ermutigt, ihr Zimmer individuell zu gestalten und zu pflegen – nicht als rein dekoratives Element, sondern als Ausdruck ihrer Persönlichkeit. 

Jahrelang war Behinderung ein Tabu. Heute besuchen diese Frauen Unternehmen, Universitäten und Kirchen. Sie präsentieren sich unbefangen. Die Stiftung arbeitet auch an der externen Kommunikation, damit Familien und Institutionen das Modell kennenlernen und anpassen können. Soziale Integration ist gelebte Praxis.

“Gottes Lieblinge sind die Schwächsten”, erinnert uns Loli. Hier bedeutet dieser Satz: Gesundheitsversorgung, psychologische Unterstützung und spirituelle Begleitung – alles unter starker professioneller Leitung. Es geht darum, eine Familie zu sein. 

Die Stiftung hat Anerkennung erhalten, ohne diese angestrebt zu haben. Fachleute haben erklärt: “Was ich hier gesehen habe, ist mir sonst nirgends begegnet.” Das personenzentrierte Modell findet zunehmend Anwendung. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für andere Einrichtungen und Familien, die Rat suchen, von Nutzen.

In Zeiten, in denen Wert an Produktivität gemessen wird, vertritt Astier eine radikalere Ansicht: Jedes Leben, ob mit oder ohne Behinderung, besitzt unendlichen Wert. Und wenn man ihm Raum gibt, diesen Wert zu entfalten, können außergewöhnliche Fähigkeiten – in hohem Maße – zum Vorschein kommen.

Der AutorGuadalupe García Corigliano

Blickpunkt Evangelium

Auferweckung der Toten. Fünfter Fastensonntag (Lesejahr A)

Vitus Ntube kommentiert die Lesungen für den 5. Fastensonntag (A), der dem 22. März 2026 entspricht.

Vitus Ntube-19. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Heute führt uns unsere Fastengalerie vor ein Grab, einen Friedhof. Wir befinden uns in Bethanien, dem Dorf von Maria, Martha und Lazarus, so nah bei Jerusalem, nur wenige Kilometer entfernt. Hier, an der Schwelle zwischen Leben und Tod, entfaltet sich das Evangelium von der Auferstehung des Lazarus (Joh 11,1–45).

In diesen Versen wird die Menschlichkeit Christi deutlich. Wir sehen einen Gott, der fühlt, der weint, der tröstet und der uns begleitet. Wir sehen seine Freundschaft mit Lazarus und mit seinen Schwestern Martha und Maria. 

Im Zentrum dieser dramatischen Szene steht eine entscheidende Offenbarung. Jesus sagt zu Martha:«Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.»(Joh 11,11). Dieselbe Verheißung findet sich auch in der ersten Lesung aus dem Buch des Propheten Ezechiel wieder., «Ich selbst werde eure Gräber öffnen und euch von ihnen heraufführen.» (Ezechiel 37,12). Gott offenbart sich als derjenige, der Leben aus scheinbar hoffnungslosem Tod erweckt und Hoffnung schenkt, wo nur noch vertrocknete Gebeine liegen. Das Thema der Wiederherstellung des Lebens, des Sieges des Lebens über den Tod, wird uns deutlich vor Augen geführt. Wir erhalten sozusagen in den heutigen Lesungen einen Vorgeschmack auf das Ostergeheimnis. 

Am Grab des Lazarus finden wir einen Ort, der für die Toten bestimmt ist, doch in der Gegenwart Christi wird er zu einem Ort des Lebens. Ein Ort der Tränen verwandelt sich in einen Ort des Trostes. Jesus zeigt uns zudem, dass die von ihm verkündete Auferstehung eine reale Möglichkeit ist und nicht bloß eine Idee oder ein zukünftiges Versprechen. Bekehrung ist daher nicht einfach eine moralische Besserung, sondern eine Rückkehr zum Leben. Das Wesen der Bekehrung besteht darin, uns selbst in Christus wiederzufinden.

Jesus sagte seinen Aposteln einmal, dass ihre Mission Folgendes beinhalten würde: «Heilt die Kranken, weckt die Toten auf.» (Mt 10,8). Diese Mission ist nicht allein den Aposteln vorbehalten; sie ist jedem Christen anvertraut. Als Christus diesen Auftrag gab, meinte er nicht nur die Auferweckung von Toten, sondern die Wiederbelebung von Herzen, die von Schuld, Schmerz oder Laster beschwert sind; die Erweckung derer, die geistlich tot sind; die Rückkehr Christi in die Herzen der Menschen. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn veranschaulicht dies eindrücklich. 

In der Fastenzeit sind wir aufgerufen, an diesem Werk der Auferweckung der Toten mitzuwirken. Wir sind eingeladen, den Menschen um uns herum zu helfen, das Leben in Christus neu zu entdecken und Christus zu erlauben, das Tote in uns zu erwecken. Sünde und Laster ersticken langsam das Herz, doch die Umkehr erweckt es zu neuem Leben. Vielleicht sind unsere eigenen Herzen oder die unserer Nächsten seit vier Tagen, vier Wochen oder sogar vier Monaten begraben. Wie Lazarus scheinen sie hinter einem Stein verschlossen, doch Jesus weiß, wie man Steine wegrollt. Ihn schreckt der Geruch des Todes nicht ab. Er nähert sich uns mit dem Herzen eines liebenden Freundes, der mitfühlt, der weint, und genau diese Liebe bewegt den Stein. In dieser Fastenzeit sind auch wir aufgerufen, an dieser Kraft der Liebe teilzuhaben: durch ein Lächeln, ein Wort der Vergebung, die Bereitschaft zuzuhören und die Geduld, jemanden in Schmerz oder Not zu begleiten.

Wir erinnern uns oft daran, dass die Bestattung der Toten ein Werk der Barmherzigkeit ist. Heute mahnt uns die Liturgie an eine weitere, ebenso dringende Aufgabe: die Auferweckung der Toten, insbesondere derer, die geistlich tot sind, während wir uns auf das Osterfest vorbereiten.

Welt

Der Bischof von Abuja (Nigeria) fordert echte Lösungen zur Beendigung der Gewalt

Die Kampagne “Heile Nigeria: Lass die Verfolgung nicht das letzte Wort haben” hat zum Ziel, das Bewusstsein für die essentielle Rolle der Ortskirche zu schärfen und dringende Unterstützung zu leisten, damit diese ihre Arbeit fortsetzen kann.

Javier García Herrería-18. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Auf einer Pressekonferenz, die heute Vormittag in Madrid von „Kirche in Not“ abgehalten wurde, warnte der Erzbischof von Abuja, Ignatius Ayau Kaigama, vor der Eskalation der Gewalt gegen Christen in Nigeria und richtete einen dringenden Appell an die internationale Gemeinschaft.

In den letzten Monaten haben die unerbittlichen Angriffe auf verschiedene christliche Gemeinden im Norden und Zentrum des Landes, das Massaker an 259 Christen im Dorf Yelwata im Juni, die Entführung von 265 Schülern aus einer Schule in Papiri im November und die Verschleppung von 172 Menschen in Kaduna – neben vielen anderen Vorfällen – die Christen im Land in eine extreme Lage gebracht. Mehr als 200 Priester wurden im Zuge der Gewaltwelle, die das Land erfasst hat, im letzten Jahrzehnt entführt. 

Die Kampagne “Heilt Nigeria: Lasst die Verfolgung nicht das letzte Wort haben” Ziel ist es, das Bewusstsein für die wesentliche Rolle der örtlichen Kirche zu schärfen und Unterstützung anzubieten. «Es ist dringend notwendig, damit die Kirche weiterhin für Frieden und Stabilität arbeiten und so diesem vom Leid gezeichneten Land neue Hoffnung schenken kann», sagte José María Gallardo, Direktor von ACN Spanien. Angesichts dieser dramatischen Lage setzt sich die katholische Kirche unermüdlich dafür ein, ihren vom Leid erschöpften Gläubigen Hoffnung zu bringen. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die durch Angriffe, Entführungen und Morde verursachten Traumata zu verhindern und zu heilen. 

Internationale Intervention

In seiner Rede beurteilte der Prälat die jüngste Haltung der US-Regierung zur Lage in seinem Land, relativierte jedoch deren Auswirkungen: “Heute haben wir Donald Trump hier, der vor Kurzem begonnen hat, über diese Verfolgung zu sprechen, und wir danken ihm.», Er fügt jedoch hinzu, dass die Gründe für die Verfolgung von Christen nicht nur religiöser Natur seien.

Kaigama wies darauf hin, dass, obwohl Organisationen wie ACN die Situation seit Jahren anprangern, das Engagement politischer Führungskräfte aus anderen Ländern begrenzt sei: “Es stimmt, dass es Organisationen wie ACN und andere gibt, die im Laufe der Jahre über diese Probleme gesprochen haben, aber es sind nicht die Staats- und Regierungschefs der Nationen, es sind nicht die Nationen selbst, die daran beteiligt waren.”.

Besorgniserregende Folgen

Er prangerte jedoch an, dass die nach den Erklärungen der amerikanischen Regierung ergriffenen Maßnahmen negative Folgen vor Ort gehabt hätten: “Zu Weihnachten erhielten wir ein ‘Geschenk’: eine Bombe, die auf nigerianischem Boden niederging, und ich kann ehrlich gesagt nicht behaupten, dass sie irgendetwas Gutes bewirkt hat.“. Dieser Vorfall, zusammen mit den Äußerungen von Donald Trump, hat die Leidenschaften der Islamisten in diesem Gebiet erheblich angeheizt.”.

Das Ergebnis, so erklärte er, sei ein deutlicher Anstieg der Gewalt gewesen: “Die Zahl der Angriffe von Boko Haram und anderen militanten Gruppen, die Zahl der Tötungen, das Ausmaß des Bösen hat sich beschleunigt, hat ein anderes Niveau erreicht.”.

Abschließend richtete der Erzbischof einen direkten Appell an die internationale Zusammenarbeit: “Diese Botschaft richtet sich an alle führenden Persönlichkeiten westlicher Nationen, die vom Christentum und der christlichen Kultur profitieren. Helfen Sie uns, die aktuelle Situation zu verbessern.”.

Die Intervention schloss mit einem klaren Aufruf zu nachhaltiger und koordinierter Unterstützung, um die Gewalt einzudämmen und christliche Gemeinden in Nigeria zu schützen.

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Aus dem Vatikan

Das Berufungsgericht des Vatikans hebt das Verfahren gegen Becciu teilweise auf.

In einem 16-seitigen Urteil vom 17. März erklärte das vatikanische Berufungsgericht, dass die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen Kardinal Becciu Verfahrensfehler begangen habe, die das Recht der Angeklagten auf eine faire Verteidigung verletzten.

OSV Nachrichtenagentur-18. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

— Courtney Mares / OSV News

Das Berufungsgericht des Vatikans hat das Verfahren in dem aufsehenerregenden Fall teilweise für ungültig erklärt. Fall von finanzieller Veruntreuung In dem Fall waren Kardinal Angelo Becciu und andere Angeklagte beteiligt, die Verfahrensfehler der Anklage in dem im Vatikan abgehaltenen Prozess geltend machten, der im Jahr 2023 zu einer Gefängnisstrafe für den Kardinal wegen mehrerer Veruntreuungsdelikte geführt hatte.

In einem 16-seitigen Urteil vom 17. März erklärte das Berufungsgericht unter Vorsitz von Erzbischof Alejandro Arellano Cedillo, dass die vatikanischen Staatsanwälte Verfahrensfehler begangen hätten, die das Recht der Angeklagten auf eine faire Verteidigung verletzten.

Einige Teile des ursprünglichen Verfahrens sind ungültig.

Das Gericht hob das Verfahren zwar nicht vollständig auf, entschied aber, dass Teile des ursprünglichen Prozesses ungültig seien und erneut geprüft werden müssten, darunter Zeugenaussagen und die Würdigung bestimmter Beweismittel. Die nächste Anhörung ist für den 22. Juni angesetzt.

Das Gericht stellte klar, dass die Entscheidung über die “relative Nichtigkeit” die rechtlichen Auswirkungen des ursprünglichen Urteils vom Dezember 2023, in dem Kardinal Becciu zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis, dauerhaftem Ausschluss von der Bekleidung öffentlicher Ämter und einer Geldstrafe von mehr als 8.000 US-Dollar verurteilt wurde, nicht vollständig aufhebt.

Immobilientransaktion in London

Im Mittelpunkt des Falls steht die Investition des Heiligen Stuhls in Höhe von rund 350 Millionen Euro (fast 404 Millionen Dollar) in ein Luxusimmobilienprojekt in London zwischen 2014 und 2018. Die Anklage behauptete, dass mehrere Vermittler und vatikanische Beamte während des Erwerbs Dutzende Millionen Euro an unrechtmäßigen Gebühren und Provisionen eingesteckt hätten.

Der fast zweieinhalb Jahre dauernde und 86 Sitzungen umfassende “Jahrhundertprozess” des Vatikans endete mit der Verurteilung von Kardinal Becciu und acht weiteren Angeklagten, unter anderem wegen Betrugs und Machtmissbrauchs. Das Gericht verurteilte den Heiligen Stuhl zur Zahlung von Schadensersatz in Millionenhöhe. Alle Angeklagten plädierten auf nicht schuldig und legten Berufung ein.

Die Staatsanwaltschaft wird angewiesen, die vollständige Akte zu veröffentlichen.

Zu den wichtigsten Bestimmungen des Urteils vom 17. März gehörte die Anordnung des Gerichts an das Büro des Justizförderers – das vatikanische Äquivalent der Staatsanwaltschaft – unter der Leitung von Alessandro Diddi, bis zum 30. April die vollständige und unzensierte Akte aller Ermittlungsdokumente beim Gerichtssekretariat zu hinterlegen.

Die Verteidiger argumentierten, sie hätten nur einen Teil des Materials erhalten, wobei wichtige Dokumente geschwärzt worden seien. Zu den ausgelassenen Inhalten gehörten, wie im Urteil vermerkt, Chatnachrichten über den Zeugen Monsignore Alberto Perlasca, den ehemaligen Direktor des Verwaltungsbüros des Staatssekretariats.

Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Unterdrückung von Beweismitteln sei notwendig gewesen, um parallel laufende Ermittlungen zu schützen. Das Berufungsgericht gab jedoch der Verteidigung Recht, da es die Auslassungen als einen grundlegenden Verfahrensverstoß ansah.

Die Parteien haben bis zum 15. Juni Zeit, sämtliche Unterlagen zu prüfen und ihre jeweiligen Argumente vorzubereiten.

Päpstliche Dekrete im Zentrum der Kontroverse

Das Urteil befasste sich auch mit einer separaten, aber damit zusammenhängenden Kontroverse um vier päpstliche Reskripte – oder Exekutivdekrete – des verstorbenen Papstes Franziskus, die die Ermittlungsbefugnisse des Amtes des Justizpromotors erheblich erweiterten. Die Verteidiger argumentierten, die Reskripte seien nicht rechtzeitig veröffentlicht und der Verteidigung erst kurz vor Beginn des ursprünglichen Prozesses mitgeteilt worden, wodurch den Angeklagten in der Ermittlungsphase entscheidende Informationen vorenthalten worden seien.

Das Berufungsgericht war der Ansicht, dass eines der Reskripte in der Praxis einen legislativen Charakter habe und dass die Tatsache, dass Papst Franziskus es nicht veröffentlicht hatte, es wirkungslos gemacht habe.

Diese Schlussfolgerung hat wichtige Auswirkungen auf den neuen Prozess, da sie eine Reihe von Maßnahmen in Frage stellt, die die Staatsanwaltschaft auf der Grundlage der ihr durch diese päpstlichen Dekrete verliehenen Befugnisse ergriffen hat, darunter die Verhaftung des Agenten Gianluigi Torzi im Jahr 2020, der zehn Tage lang in vatikanischen Einrichtungen festgehalten und verhört wurde, ohne dass Anklage gegen ihn erhoben wurde und ohne richterliche Aufsicht.

Neuer Papst, neuer Aufruf zur Glaubwürdigkeit der Justiz

Das Urteil wurde nur wenige Tage nach der Eröffnung des Gerichtsjahres im Vatikan durch Papst Leo XIV. verkündet, in der er auf die Bedeutung der “Einhaltung von Verfahrensgarantien, der Unparteilichkeit des Richters, der Wirksamkeit des Rechts auf Verteidigung und der angemessenen Dauer der Verfahren” für die Wahrung der Autorität und der institutionellen Stabilität hinwies.

“Liebe und Wahrheit sind untrennbar: Nur durch die Liebe erkennen wir die Wahrheit, und die Liebe zur Wahrheit führt uns zur Entdeckung der Nächstenliebe als ihrer Fülle”, bekräftigte der Papst. “Daher wird Gerechtigkeit, wenn sie mit Ausgewogenheit und Treue zur Wahrheit ausgeübt wird, zu einem der stärksten Faktoren der Einheit innerhalb der Gemeinschaft.”.


Diese Nachricht wurde zuerst auf Englisch auf OSV News veröffentlicht. Sie können den Originaltext lesen. HIER.

Der AutorOSV Nachrichtenagentur

Aus dem Vatikan

Der Papst ermutigt die “gemeinsame Mission” von Priestern und Laien, den Glauben zu verbreiten.

Am Vorabend des Hochfestes des “Heiligen Josef, himmlischen Patrons der Gesamtkirche” am 19. März bekräftigte der Papst in der heutigen Audienz “die gemeinsame Mission, die geweihte Amtsträger und Laien vereint”, “den Glauben als wahre Zeugen Christi zu verbreiten und zu verteidigen”.

Francisco Otamendi-18. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Am Vorabend des Festes des heiligen Josef, dem der Papst “die Ziele und Bestrebungen eines jeden” anvertraut hat, erklärte Leo XIV. den arabischsprachigen Gläubigen, insbesondere denen aus dem Nahen Osten: “Die Christen sind berufen, Werkzeuge des Friedens, der Liebe und der Versöhnung zu sein.”. 

Darüber hinaus bekräftigte er in seinen Überlegungen zur dogmatischen Konstitution «Lumen gentium» seine Ermutigung zur “gemeinsamen Mission, die geweihte Geistliche und Laien vereint”, den Glauben als wahre Zeugen Christi zu verbreiten und zu verteidigen. 

“Jeder Getaufte ist ein aktives Subjekt der Evangelisierung.”

Vor fast zwanzigtausend Menschen auf dem Petersplatz betonte der Papst in der Katechese dass “jeder Getaufte ein aktives Subjekt der Evangelisierung ist, berufen, ein zusammenhängendes Zeugnis von Christus gemäß der prophetischen Gabe abzulegen, die der Herr seiner ganzen Kirche einflößt.”.

Der Papst sagte, die Konzilsväter hätten gelehrt, dass der Herr Jesus durch den neuen und ewigen Bund ein Königreich von Priestern eingesetzt und seine Jünger zu einer ‘königlichen Priesterschaft’ ernannt habe.

“Dieses gemeinsame Priestertum aller Gläubigen wird mit der Taufe verliehen, die uns befähigt, Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten und ‘vor den Menschen den Glauben zu bekennen, den wir von Gott durch die Kirche empfangen haben’ (LG 11).“. 

Darüber hinaus gilt: “Durch das Sakrament der Firmung werden alle Getauften enger mit der Kirche verbunden und mit einer besonderen Kraft des Heiligen Geistes beschenkt. Und damit sind sie umso mehr verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen« (ebd.). 

“Wir alle treten als Laien in die Kirche ein.”

“Diese Weihe ist die Wurzel der gemeinsamen Sendung, die geweihte Geistliche und Laien vereint”, bemerkte er. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Worte von Papst Franziskus: “Das Volk Gottes im Blick zu haben bedeutet, sich daran zu erinnern, dass wir alle als Laien in die Kirche eintreten. Das erste Sakrament, das unsere Identität für immer besiegelt und auf das wir immer stolz sein sollten, ist die Taufe (…).”.

“Durch ihn und mit der Salbung des Heiligen Geistes werden die Gläubigen zu einem geistlichen Haus und einer heiligen Priesterschaft geweiht“ (LG 10), dann bilden wir alle das heilige, gläubige Volk Gottes” (Brief an den Präsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, 19. März 2016).

Für Englisch- und Deutschsprachige: Teilnahme an der Eucharistie, der Heiligen Messe

„Die Ausübung des königlichen Priestertums erfolgt auf vielfältige Weise, die alle auf unsere Heiligung abzielen, insbesondere durch die Teilnahme an der Feier der Eucharistie“, fuhr der Papst fort.

Vielleicht war dies der Grund, warum er in seinen mehrsprachigen Ansprachen an die Pilger auf die Eucharistie und die Heilige Messe Bezug nahm. So sagte er beispielsweise bei der Begrüßung der englischsprachigen Gläubigen: “Durch das Sakrament der Taufe ist jeder von uns berufen, am königlichen Priestertum Christi teilzuhaben (1 Petr 2,9) und ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten, insbesondere durch unsere Teilnahme an der Eucharistie.”.

Und später an die deutschsprachigen: “Liebe deutschsprachige Brüder und Schwestern, lasst uns das gemeinsame Priestertum der Getauften leben durch Werke der Buße, Nächstenliebe gegenüber unseren Brüdern und Schwestern und treue und eifrige Teilnahme an der Heiligen Messe.”.

Spanische Sprache: Zeugnis Christi gemäß den empfangenen Charismen und der empfangenen Berufung

In seinen Worten an die spanischsprachigen Gläubigen und Pilger hob der Nachfolger Petri die Einheit in der Sendung der Kirche hervor und betonte, dass “jeder Getaufte Zeugnis für Christus ablegt, gemäß den Charismen und der Berufung, die er oder sie empfangen hat.”.

“Lasst uns Gott danken für die Gaben und Charismen, mit denen er sein Volk bereichert, erbaut und verschönert, und lasst uns ihn bitten, es stets auf den Wegen des Friedens zu begleiten und zu führen. Der Herr segne es”, fügte er hinzu.

Geweihtes Leben und kirchliche Vereinigungsformen

Zuvor, in seiner Katechese, der Papst Er hatte auf den Heiligen Geist Bezug genommen, der den Gläubigen seine Gaben schenkt. Und er nannte zwei Beispiele für dieses Wirken:

“Die ”charismatische Vitalität“ des geweihten Lebens, die durch das Wirken der Gnade unaufhörlich hervorsprudelt und gedeiht. Und ”kirchliche Vereinigungen sind ebenfalls ein leuchtendes Beispiel für die Vielfalt und Fruchtbarkeit geistlicher Früchte zur Erbauung des Volkes Gottes.“.

Die Polen: “Die Vorstellungskraft der Nächstenliebe”

An die portugiesischsprachigen Gläubigen richtete der Papst die Aufforderung, “stets konsequente Zeugen des Evangeliums zu sein”. 

Er sagte dem polnischen Volk: “Die Fastenzeit ermutigt uns, unseren Glauben auch durch die ‘Vorstellungskraft der Nächstenliebe’ zum Ausdruck zu bringen. Mögen die karitativen Werke, die in den Pfarreien von karitativen Vereinen und von Caritas Polen gefördert werden, eine Gelegenheit sein, Almosen zu geben und geistliche und leibliche Werke der Barmherzigkeit zu praktizieren. Ich segne euch alle!”.

Zum Schluss bat der Papst darum, “dass wir in uns das Bewusstsein und die Dankbarkeit dafür wecken, die Gabe erhalten zu haben, Teil des Volkes Gottes zu sein; und auch die damit verbundene Verantwortung.”.

Der AutorFrancisco Otamendi

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Spanien

José Manuel Almuzara: «Gaudí nutzte seine Architektur als Werkzeug für das Gebet»

José Manuel Almuzara, Gaudís Biograf, erklärt die Heiligkeit des berühmten Architekten, dessen Seligsprechung jederzeit verkündet werden könnte.

Javier García Herrería-18. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist José Manuel Almuzara eine der Schlüsselfiguren bei der Verbreitung der spirituellen Figur von Antoni Gaudí. Der studierte Architekt ist seit dem 10. Juni 1992 Präsident der Vereinigung zur Seligsprechung des katalanischen Architekten. Er hat soeben das Buch veröffentlicht. Gaudí, der Architekt der Seele, Dort werden Zeugnisse und Erfahrungen von Menschen gesammelt, die durch das Werk Gaudís eine tiefgreifende innere Wandlung erfahren haben.

Die Sache machte einen entscheidenden Schritt, als Papst Franziskus am 14. April 2025 das Dekret unterzeichnete, mit dem die heroischen Tugenden von Gaudi, was ihn “ehrwürdig” macht. Almuzara, der sich jahrzehntelang für die Verehrung Almuzaras und den künstlerischen Wert seines Werkes eingesetzt hat, spricht über die konkretsten Episoden seines spirituellen Lebens und seiner täglichen religiösen Praxis.

Er setzt sich seit über 30 Jahren für Gaudís Seligsprechung ein. Wie hat alles angefangen?

—Vor etwa fünfzig Jahren studierte ich Architektur in Barcelona und lernte zwei direkte Schüler Gaudís kennen, die an der Basilika arbeiteten. Heilige Familie. Sie waren um die 85 Jahre alt und leiteten die Bauarbeiten. Sie luden mich in ihre Werkstatt ein, und dort nahm alles seinen Lauf.

Zuerst faszinierte mich die Architektur, dann der Mann und schließlich das Christentum. Mit der Zeit erkannten wir, dass Gaudí nicht nur durch sein Werk Eindruck hinterließ, sondern die Menschen auch innerlich bewegte und sogar zur Bekehrung führte.

Fünf Laien – zwei Architekten, ein Ingenieur, ein Bildhauer und ein Rentner – gründeten 1992 den Verein, um seine Seligsprechung zu fördern. Anfangs hielten uns viele für Wahnsinn, aber nun sind wir hier.

Die Kirche strebt nach einem Ruf der Heiligkeit und universellen Hingabe an eine Sache. Welche konkreten Beispiele haben Sie gesehen?

So viele! Wir erhielten Briefe aus aller Welt. Ich erinnere mich an einen ganz besonderen von einem leitenden Angestellten der Handelskammer von Busan in Südkorea. Er war praktizierender Buddhist. Die Regierung gab ihm eine Woche Zeit, nach Barcelona zu reisen und eine Ausstellung über Gaudí vorzubereiten. Nach dieser Woche schrieb er einen wunderschönen Brief. Darin stand: “Gaudís Architektur lässt die Menschen den göttlichen Atem entdecken, der in ihr pulsiert.” Und er fügte noch etwas Überraschendes hinzu: Er sei mit dem Wunsch nach Korea zurückgekehrt, katholisch zu werden. Und so geschah es: Er ließ sich schließlich taufen.

Ein weiterer Fall betraf den italienischen Architekten Sandro Rondena. Er litt an einer als unheilbar geltenden Krebserkrankung. Seine Familie betete am Grab Gaudís in der Sagrada Familia. Einige Zeit später war er geheilt und kehrte mit fünfzig Freunden nach Barcelona zurück, um zu danken. Die Ärzte untersuchten den Fall und hielten ihn für außergewöhnlich, obwohl er fünf Jahre warten musste. Schließlich kehrte die Krankheit zurück, und er starb Jahre später. Doch diese Episode hinterließ tiefe Spuren.

Gaudi
José Manuel Almuzara, Biograph von Gaudí

In seinem Buch spricht er viel über Gaudís spirituelles Leben. Wie sah es in der Praxis aus?

Gaudí führte ein sehr intensives religiöses Leben. Er betete den Rosenkranz, besuchte täglich die Messe, empfing häufig die Kommunion, las das Evangelium und nahm an Prozessionen teil. Doch es gibt auch weniger bekannte Aspekte. So beteiligte er sich beispielsweise an den Sühnetagen der Sagrada Familia, um Gott um Vergebung für die Blasphemien zu bitten, die er in der Gesellschaft wahrnahm. Dies war keine symbolische Geste: Er nahm persönlich an diesen Gebetstagen teil.

Er verehrte die Jungfrau Maria sehr. Ja, das ist wirklich interessant. Im Park Güell entwarf er Viadukte mit Steinkugeln. Zählt man sie, sind es genau 150. Warum? Weil sie die 150 Geheimnisse des Rosenkranzes symbolisieren. Gaudí ging oft durch den Park und betete den Rosenkranz, während er die Kugeln zählte. Seine Architektur war also auch ein Mittel zum Gebet.

Wie sah ein typischer Tag im spirituellen Leben Gaudís aus?

Als ich im Park Güell wohnte, ging ich regelmäßig zur Messe in die Kirche Sant Joan de Gràcia. Danach frühstückte ich und besuchte die Krypta der Sagrada Familia. Dort betete ich kniend vor dem Tabernakel. Und etwas Merkwürdiges: Ich benutzte nie einen Kniehocker. Ich legte ein Taschentuch auf den Boden und kniete darauf zum Beten. Nachmittags besuchte ich die Vesper im Oratorium Sant Felip Neri, wo ich auch geistliche Begleitung vom Oratorianerpater Agustí Mas erhielt.

Eine der überraschendsten Episoden seines Lebens war ein extremes Fasten. Es ereignete sich während der Fastenzeit 1894. Gaudí war tief beeindruckt von Christi Beispiel in der Wüste und beschloss, ihm nachzueifern. Er wollte vierzig Tage fasten und Buße tun. Einer seiner Schüler, der Zeichner Ricard Opisso, geriet in Sorge, da Gaudís Zustand gefährlich war. Daraufhin wandte er sich an den Bischof von Vic, Josep Torras i Bages, um ihn zum Eingreifen zu bewegen. Der Bischof musste ihn überzeugen, seine Buße zu mäßigen.

Benedikt XVI. sagte, Gaudí habe “durch seine Architektur gepredigt”. Teilen Sie diese Ansicht?

Absolut. Gaudí predigte nicht mit Worten oder Reden, sondern mit Steinen, Linien und Symbolen. Seine gesamte Architektur zeugt von Gott. In der Krypta der Sagrada Familia beispielsweise platzierte er Marias “Ja” am Schlussstein des Gewölbes. Zieht man von diesem Punkt eine vertikale Linie, gelangt man zum Stern, der den Turm der Jungfrau Maria krönt. Es ist wie eine Botschaft: Wer Maria im Herzen trägt, kann der Welt Licht bringen.

Was bedeutet Ihnen der bevorstehende Besuch von Leo XIV. in der Sagrada Familia?

„Es wird ein sehr bewegendes Ereignis werden. Als der heilige Johannes Paul II. und Benedikt XVI. die Sagrada Familia besuchten, betete keiner von beiden am Grab Gaudís. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass der jetzige Papst, Leo XIV., dies tun könnte. Den Papst am Grab des ehrwürdigen Gaudí beten zu sehen, wäre für mich das Beeindruckendste und Bewegendste.“.

In einigen Kapellen der Sagrada Familia sind noch umfangreiche Bildhauerarbeiten zu erledigen. Wann glauben Sie, werden sie abgeschlossen sein?

(Almuzara lächelt und erinnert sich an die Antwort, die Gaudí selbst immer gab.) – “Mein Auftraggeber hat es nicht eilig.” Ein Satz, der die Spiritualität eines Architekten zusammenfasst, der sein Werk nicht nur als künstlerisches Projekt, sondern als einen wahren Katechismus in Stein verstand.


Gaudí, der Architekt der Seele

AutorJosé Manuel Almuzara
Leitartikel: Felsen
Anzahl der Seiten: 224
Jahr: 2026
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Kino

Eine herzliche und wichtige Botschaft der irischen Schauspielerin Jessie Buckley bei den Oscars.

Die irische Schauspielerin Jessie Buckley, die für ihre Rolle in “Hamnet” einen Oscar gewann, richtete bei der Oscarverleihung eine herzliche Liebesbotschaft an Mütter, ihren Ehemann Fred und das Leben. “Ich liebe dich, Mann. Ich liebe dich. Du bist der tollste Vater”, sagte sie zu ihm.

OSV / Omnes-18. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

– Michael Kelly, Dublin, OSV News

Nachdem die irische Schauspielerin Jessie Buckley für ihre Darstellung der Agnes Shakespeare in “Hamnet” den Preis als beste Schauspielerin gewonnen hatte, rief sie vor einigen Tagen aus: “Ich möchte diesen Preis dem wunderschönen Chaos im Herzen einer Mutter widmen. Wir alle stammen von einer Linie von Frauen ab, die trotz aller Widrigkeiten immer wieder Neues erschaffen”, bemerkte sie.

Sie sagte auch zu ihrem Mann Fred, die Statuette in der Hand: “Du bist mein bester Freund, und ich möchte noch 20.000 Kinder mit dir haben. Ja, ja, ja!” “Ich liebe dich, Mann. Ich liebe dich. Du bist der der tollste Papa".

Während sie die begehrte Oscar-Statue in den Händen hielt, bemerkte Buckley, dass die Zeremonie mit dem Muttertag in ihrer irischen Heimat zusammenfiel. “Ich möchte diese Auszeichnung dem wunderschönen Chaos im Herzen einer Mutter widmen. Wir alle stammen von einer Ahnenreihe von Frauen ab, die trotz aller Widrigkeiten immer wieder Neues schaffen”, fügte sie hinzu.

Er widmete die Auszeichnung seiner acht Monate alten Tochter Isla.

Buckley wurde 2025 zum ersten Mal Mutter und erklärte dem Publikum, zu dem Dutzende Hollywoodstars gehörten, dass sie die Auszeichnung ihrer Tochter widmen wolle: “Isla, meine kleine, acht Monate alte Tochter, die noch keine Ahnung hat, was um sie herum passiert und wahrscheinlich von Milch träumt, aber das hier ist etwas sehr Wichtiges. Ich liebe dich und ich liebe es, deine Mama zu sein, und ich kann es kaum erwarten, das Leben mit dir zu entdecken”, sagte Buckley.

Am 17. März, als die 80 Millionen Menschen irischer Abstammung weltweit Irlands Nationalheiligen feierten, Heiliger Patrick, Das irische Klosterinternat, das der Welt die Oscar-prämierte Schauspielerin Jessie Buckley schenkte, eine Britin, die 432 das Christentum auf die Insel brachte, ist voller Stolz.

Nach ihrer glanzvollen Zeremonie in Hollywood erntet die katholische Jessie Buckley in den sozialen Medien Lob für ihre Dankesrede, die eine unerschütterliche Botschaft für das Leben und die Familie vermittelt und jungen Frauen versichert, dass sie sowohl ihrer Karriere als auch ihrer Familie Priorität einräumen können.

Kloster und Schule in Thurles, stolz

Im Ursulinenkloster in Thurles, County Tipperary, zeigte Buckley zum ersten Mal ihr schauspielerisches Talent, und die örtliche Gemeinde sagte, die ehemalige Schülerin habe “uns mit großem Stolz erfüllt”.

In einem Facebook-Post vom 16. März erklärte die Ursuline High School in Thurles, sie sei “unglaublich stolz darauf, ihrer ehemaligen Schülerin Jessie Buckley zu ihrem Oscar-Gewinn als Beste Hauptdarstellerin bei den Academy Awards 2026 zu gratulieren”.

“Agnes Shakespeares zarte, intuitive und widerstandsfähige Darstellung der ‘Hamnet’, für die sie diese Auszeichnung erhielt, markiert einen außergewöhnlichen Höhepunkt in ihrer bisherigen beeindruckenden Karriere”, hieß es in der Publikation.

“Jessies außergewöhnliche berufliche Laufbahn hat uns mit großem Stolz erfüllt, und ihre Arbeit hat unserer Schulgemeinschaft dank ihrer bemerkenswerten Leidenschaft, ihres Talents und ihres Engagements für ihr Handwerk Ehre erwiesen”, heißt es in der Erklärung weiter.

Jessie Buckley, Gewinnerin des Oscars als beste Hauptdarstellerin für “Hamnet”, posiert am 15. März 2026 im Fotoraum der Oscars bei der 98. Oscarverleihung in Los Angeles. (Foto: OSV News/Mario Anzuoni, Reuters).

“Außergewöhnliches Talent und Engagement”

“Von der Schule bis zur Weltbühne – Jessies Erfolg ist ein Beweis für ihr außergewöhnliches Talent und ihren unermüdlichen Einsatz. Sie war schon immer und ist es heute mehr denn je eine Inspiration für alle an unserer Schule.”.

“Jessies Weg”, fügte die Schulgemeinschaft hinzu, “verkörpert all die Werte, die wir hier an der Ursuline-Schule schätzen: Exzellenz, Engagement, Kreativität und Bescheidenheit. Dieser Triumph verdeutlicht auch das Potenzial, das unserer Überzeugung nach in jedem unserer Schüler schlummert.”.

Die Schule erinnerte sich mit Stolz an Buckleys Besuch im Jahr 2019, bei dem er vor der gesamten Schulgemeinschaft sprach. 

“Sie sagte den Schülerinnen, dass sie als Mädchen niemals Angst vor ihrem eigenen Potenzial haben sollten und erinnerte sie daran, dass sie viel stärker sind, als sie sich vorstellen können”, hieß es in der Erklärung. “Jessie ist weiterhin ein leuchtendes Beispiel dafür und dafür, was mit Talent und Hingabe erreicht werden kann.”.

Die gesamte Ursulinen-Gemeinschaft feiert

“Wir gratulieren Jessie, ihrer Familie und allen, die sie während ihrer beruflichen Laufbahn unterstützt haben, von ganzem Herzen. Die gesamte Ursuline-Gemeinschaft feiert diesen wichtigen Erfolg mit ihr und wir fühlen uns geehrt, ein Teil ihres Weges gewesen zu sein”, fügte die Schulgemeinschaft hinzu.

Im Internat stand Buckley zum ersten Mal auf der Bühne und verfeinerte sein schauspielerisches Talent. Er spielte drei Hauptrollen in Schulmusicals: Freddy in “Chess”, Adam in “Children of Eden” und Tony in “West Side Story”. Sein Talent als Star war laut seiner ehemaligen Lehrerin schon in diesen frühen Rollen erkennbar.

‘Schau sie dir an, eines Tages wird sie einen Oscar gewinnen’, sagte ihre Lehrerin.

Die Musiklehrerin Joan Butler sagte einem lokalen Radiosender, dass sie diese Auszeichnung für Buckley schon seit seiner Zeit an der Ursuline-Schule vorhergesehen habe.

“Ich erinnere mich daran, wie es im ganzen Raum still wurde, alle mit offenem Mund die Probe verfolgten. Und ich erinnere mich, wie ich mich zu einigen Schülerinnen umdrehte und sagte: ‘Seht sie euch an, eines Tages wird sie einen Oscar gewinnen’”, sagte Butler.

Das Ursulinenkloster öffnete seine Pforten in Thurles erstmals im Jahr 1787, zu einer Zeit, als irische Katholiken unter grausamen Strafgesetzen verfolgt wurden und die katholische Bildung stark eingeschränkt war.

‘'Hamnet'’

Der Film '‘Hamnet’'rekonstruiert die Beziehung zwischen Agnes und William Shakespeare und die Auswirkungen, die der Tod ihres Sohnes Hamnet im Alter von elf Jahren während einer Pestepidemie auf ihr Leben hatte, und wie diese Tragödie das Schreiben von Hamlet.

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Michael Kelly schreibt für OSV News aus Dublin.

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Der AutorOSV / Omnes

Welt

Habermas-Ratzinger: ein fruchtbarer Dialog

Die vielleicht erhellendste Schlussfolgerung dieses Dialogs war der Vorschlag einer notwendigen Zusammenarbeit, um die “Pathologien” sowohl der Vernunft als auch der Religion zu vermeiden.

Pablo Blanco Sarto-18. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

Zu Beginn des Jahrtausends verfolgte die Welt entsetzt den Einsturz der Twin Towers durch religiösen Fanatismus. Als 2001 die Bilder der Katastrophe um die Welt gingen, stellte sich eine beunruhigende Frage: Erlebten wir im 21. Jahrhundert einen neuen Religionskrieg? Angesichts ähnlicher Konflikte in Ländern wie Gaza, Iran und der Ukraine – Kriege, die kaum religiös motiviert sind – gewinnt diese Überlegung heute neue Relevanz. In diesem Klima der Ratlosigkeit erhielt Jürgen Habermas den Preis des Bundesbuchhändlers. Paulskirche aus Frankfurt. Diese Erkenntnis markierte den Beginn eines intellektuellen Wandels hin zu dem, was heute als “postsäkulare Gesellschaft” bezeichnet wird. Habermas bemerkte, dass nach der Tragödie Kirchen, Synagogen und Moscheen gefüllt waren, und zwar nicht unbedingt, um nach Rache zu schreien.

In seiner Analyse fand Habermas in Joseph Ratzinger, dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, einen unerwarteten Gesprächspartner, der die Auffassung vertrat, der islamische Fundamentalismus weise mehr Ähnlichkeit mit dem Marxismus als mit dem Islam auf. Diese Parallele zwischen dem neomarxistischen Philosophen und dem dogmatischen Theologen legte den Grundstein für die historische Begegnung, die zweieinhalb Jahre später in München stattfinden sollte. Das Treffen an der Bayerischen Katholischen Akademie im Jahr 2004 zwischen dem postmarxistischen Philosophen und dem damaligen Kardinal Ratzinger war keine bloße akademische Diskussion, sondern vielmehr der Versuch, die “vorpolitischen moralischen Grundlagen” einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft freizulegen.

Das Zusammentreffen zweier Welten

Der Dialog brachte zwei scheinbar gegensätzliche Persönlichkeiten zusammen: den Epigonen der Frankfurter Schule – jemanden, dem “wenig musikalisches Gehör für Religion” zustand – und einen der einflussreichsten Theologen des zeitgenössischen Christentums. Beide teilten die Sorge um die Fragilität des liberalen Staates. Habermas räumte ein, dass die ethischen Grundlagen des modernen Staates religiösen Ursprungs seien, auch wenn sie sich heute in einer rationalen und säkularisierten Form äußerten. Ratzinger argumentierte, Kirche und Staat müssten ihre Autonomie bewahren – “Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist” – und wies jeden Versuch einer Rückkehr zu einem konfessionellen Staat zurück.

Einer der Hauptstreitpunkte war der Wahrheitsbegriff. Für Habermas ist er das Ergebnis von Dialog und Konsens; für Ratzinger ist der Dialog das Ergebnis einer vorgefassten Wahrheit, die wir durch Vernunft erfassen können. Ratzinger betonte die Notwendigkeit eines Rechts, das über dem “Recht des Stärkeren” steht. In Erinnerung an die nationalsozialistische Barbarei, die beide in ihrer Jugend miterlebt hatten, warnte der Theologe, dass der bloße Konsens der Mehrheit nicht ausreiche, um Menschenrechte zu etablieren; es bedürfe einer höheren Instanz, um die Würde aller zu schützen.

Der Aufklärungsphilosoph und der Theologe der Vernunft

Jürgen Habermas verkörperte den Höhepunkt des modernen Projekts. Als Denker der Aufklärung widmete er sein Leben der Theorie des kommunikativen Handelns und der Verteidigung der Demokratie. Sein Ansatz war postmetaphysisch: Für ihn ist Wahrheit ein Konstrukt, das aus dem symmetrischen Dialog freier Bürger hervorgeht. In seinem Weltbild muss der liberale Staat neutral sein und sich durch demokratische Verfahren legitimieren, ohne dass es direkter religiöser Unterstützung bedarf, obwohl er anerkennt, dass Religion Bedeutungen birgt, die die Gesellschaft nicht ignorieren kann.

Joseph Ratzinger verkörperte die Synthese von christlichem Glauben und philosophischer Vernunft. Als Teilnehmer des Zweiten Vatikanischen Konzils und Theologe, dessen Wirken zwei Jahrtausende umspannte, vertrat Ratzinger stets die Auffassung, dass das Christentum eine aufgeklärte Religion sei, die sich von ihren Anfängen an für die Verwirklichung der christlichen Werte entschieden habe. Logos Im Gegensatz zum Mythos flüchtete er sich nicht in Synkretismus oder bloßen Symbolismus, wie er für östliche Religionen typisch ist. Sein Denken, tief beeinflusst von Persönlichkeiten wie Augustinus, Bonaventura und Thomas von Aquin, geht davon aus, dass die menschliche Vernunft objektive Wahrheit erkennen kann und dass das Naturrecht den notwendigen Schutz vor der Willkür der Macht darstellt. Für Ratzinger gründet die Wahrheit in der Person Jesu Christi und ist durch eine zur Transzendenz offene Vernunft zugänglich. Der göttliche Logos begründet die Logos von allen Dingen, die wiederum verstanden werden können durch Logos Mensch (vgl. Joh 1.1.3.14).

Vernunft und Religion: Heilung ihrer jeweiligen Pathologien

Die wohl aufschlussreichste Schlussfolgerung dieses Treffens war der Vorschlag zur notwendigen Zusammenarbeit, um die “Pathologien” beider Seiten zu überwinden. Vernunft und Religion müssen von ihren jeweiligen Pathologien geheilt werden. Die Vernunft muss als Medizin die Religion reinigen, damit sie nicht in Fanatismus oder Fundamentalismus abgleitet, der im Namen Gottes tötet. Die Religion muss als Grenze die Vernunft davor bewahren, in den Fanatismus oder Fundamentalismus abzurutschen, der im Namen Gottes tötet. hybris und bringen “Monster” wie Auschwitz, Hiroshima oder Tschernobyl hervor. “Der Schlaf der Vernunft gebiert Monster”, könnte man Goya zitieren und damit auf die historischen Irrtümer anspielen, die durch eine moderne Vernunft verursacht werden, die von Ethik, Kunst, Gefühlen und Religion losgelöst ist.

Die Lehre war eindeutig: In einer zunehmend fragmentierten Öffentlichkeit ist es unerlässlich, Begriffe wie Gewissen, Gerechtigkeit und ein umfassendes Verständnis der menschlichen Natur zurückzugewinnen. Die Übereinstimmung zwischen Habermas und Ratzinger zeigt, dass es selbst aus divergierenden Positionen möglich ist, eine gemeinsame Basis zu schaffen, auf der Glaube und Vernunft sich gegenseitig zu mehr Menschlichkeit beitragen können.

Dieser Dialog setzte sich mit der berühmten Rede fort, die Ratzinger – inzwischen Benedikt XVI. – 2006 in Regensburg hielt und in der er für eine “erweiterte Vernunft” plädierte. Im Gegensatz zu einer rein instrumentellen oder mathematischen Vernunft vertrat der bayerische Papst eine offene Vernunft. Habermas antwortete darauf in der Neue Zürcher Zeitung, und nannte es die Vorlessung als “antimodern” bezeichnet. Doch bei einem späteren Treffen im darauffolgenden Jahr in Rom ruderte sie teilweise zurück und kehrte zu ihrer ursprünglichen Position zurück, die sie Jahre zuvor in München geäußert hatte. Das Spiel endete remis. Vielleicht können sie es nun fortsetzen.

Spanien

Der Papstbesuch in Spanien: wenige bestätigte Fakten und großes Interesse

Weniger als 100 Tage vor der Ankunft Leos XIV. in Spanien sind wichtige Details des Papstbesuchs in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln noch immer unbestätigt.

Maria José Atienza-17. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Seitdem der Heilige Stuhl den Besuch von Papst Leo XIV. in Spanien am 25. Februar auf Einladung des Königs und der Königin bestätigt hat, arbeitet die kirchliche, politische und gesellschaftliche "Maschinerie" daran, zum ersten Mal seit 15 Jahren einen Papst auf spanischem Boden zu empfangen.

Wie bereits angekündigt, wird der Papst Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln besuchen. Obwohl der Besuch in weniger als 100 Tagen stattfindet, ist der genaue Zeitplan noch nicht bekannt.

Heute Morgen veröffentlichten Rafael Rubio, Kommunikationschef für den Papstbesuch; Sara de la Torre, bischöfliche Medienbeauftragte der Erzdiözese Madrid; und Josetxo Vera, Direktor des CEE-Informationsbüros, einige Informationen, insbesondere für die Presse, über einen Besuch, der unter Hochdruck vorbereitet wird und für den noch viele Punkte zu klären sind.

Daten tröpfeln ein

Bislang liegen nur sehr wenige bestätigte Daten vor, und die wenigen vorhandenen wurden stückweise veröffentlicht.

Robert Prévost wird am 6. Juni in Madrid eintreffen und bis zum Morgen des 9. Juni in der Hauptstadt bleiben. Im Mittelpunkt dieser Zeit stehen die Fronleichnamsfeierlichkeiten mit einer Freiluftmesse am Sonntag, dem 7. Juni, und einer Vigil mit Jugendlichen. Obwohl der Antrag des Kongresses und des Senats eingereicht wurde, ist die Ansprache des Papstes vor den spanischen Parlamentariern am Morgen des 8. Juni noch nicht offiziell bestätigt.

Von Madrid aus reist Leo XIV. nach Barcelona, wo er bis zum Morgen des 11. verweilt. Am 10. wird er den neuen Turm der Sagrada Familia einweihen und höchstwahrscheinlich Montserrat besuchen.

Die Kanarischen Inseln empfangen zum ersten Mal einen Papst.

Die Kanarischen Inseln sind zweifellos der historische Höhepunkt dieser langen Papstreise. Es ist das erste Mal, dass ein Papst den Archipel besucht.

Mit diesem Besuch vollendet Leo XIV. eine der «unvollendeten Reisen» seiner Vorgänger. Er wird etwa 24 Stunden dauern, vom Nachmittag des 11. bis zum Nachmittag des 12., anschließend fliegt der Papst zurück nach Rom.

Papst Franziskus hatte in seiner Besorgnis über die Migrationssituation tatsächlich einmal erklärt, dass er, sollte er nach Spanien reisen, die Kanarischen Inseln besuchen würde, um auf diese Situation aufmerksam zu machen und seine Nähe zum kanarischen Volk zu zeigen.

Die Inseln werden am 11. und 12. Juni die letzte Station der Reise von Leo XIV. sein, und nach den vorliegenden Informationen wird der Papst den Hafen von Arguineguín, das Epizentrum der atlantischen Migrationskrise, Santa Cruz de Tenerife und San Cristóbal de La Laguna besuchen.

Dringender Bedarf: Finanzmittel und Freiwillige

Zu den wenigen Details, die auf der offiziellen Reise-Website angeboten werden, gehört Folgendes:, www.withthepope.es, -da die Organisation kein Profil in sozialen Netzwerken hat- ergeben sich für diese Reise zwei Hauptbedürfnisse: finanzielle Mittel und der Bedarf an Freiwilligen.

Für einen Besuch, dessen Budget auf mehrere zehn Millionen Euro geschätzt wird, wird finanzielle Unterstützung benötigt. Gleichzeitig suchen die Diözesen und die CEE nach Freiwilligen, die bei der Koordination der Hunderttausenden von Menschen helfen sollen, die zu den verschiedenen Veranstaltungen, insbesondere in Madrid, erwartet werden.

Bei dieser Gelegenheit Offizielle Website zur Reise von Leo XIV. hat ein Spendensystem eingeführt, sowohl für persönliche Spenden - die auf die Website der Bischofskonferenz weiterleiten «Spende an meine Kirche«– was Unternehmen und Organisationen Wer kann bei dieser Veranstaltung finanziell oder mit Sachleistungen mitwirken oder sie unterstützen?.

Der letzte Papstbesuch, der von Benedikt XVI. im Jahr 2011 anlässlich des Weltjugendtags, wurde größtenteils durch private Unternehmen, Sponsoring und persönliche Spenden finanziert und hatte einen wirtschaftlichen Einfluss von mehr als 100 Millionen Euro auf die spanische Wirtschaft, insbesondere auf Madrid, dem Austragungsort dieses Weltjugendtags.

Evangelisation

Eine Momentaufnahme der spanischen Priesterseminare: Es kommen zwar weniger Studenten hinzu, aber die Abbruchquoten sinken. 

Im Jahr 2026 werden sich 1.066 junge Männer in spanischen Priesterseminaren auf das Priesteramt vorbereiten. Insgesamt ist die Zahl der Studienanfänger im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken, gleichzeitig ist aber auch die Zahl der Absolventen zurückgegangen.

Redaktion Omnes-17. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Die Spanische Bischofskonferenz (CEE) hat die Kampagne offiziell gestartet für Seminartag 2026, Dieses Jahr wird es in den meisten Diözesen am 22. März gefeiert (dem Sonntag, der dem Fest des Heiligen Josef am nächsten liegt).

Das diesjährige Motto «Lasst eure Netze zurück und folgt mir nach» ist von der Stelle im Lukasevangelium (Lk 5,11) inspiriert und möchte junge Menschen dazu einladen, sich von digitalem Lärm und persönlichen Ängsten zu lösen, um ihrer Berufung zum Priestertum zu folgen.

Derzeit bereiten sich 1.066 junge Männer in spanischen Priesterseminaren auf das Priesteramt vor, wie Florentino Pérez, Direktor des Sekretariats des bischöflichen Unterausschusses für Priesterseminare, mitteilte. Er bezeichnete ihre Entscheidung für ein Leben im Dienst an anderen als Priester als “gegenkulturelle Entscheidung”. Insgesamt verzeichnet man zwar in diesem Jahr weniger Studienanfänger als im Vorjahr, gleichzeitig ist aber auch die Zahl der Studienabgänger gesunken, wodurch sich die Gesamtzahl der Studierenden an spanischen Priesterseminaren stabilisiert hat. 

An dieser Stelle wollte Pérez betonen, dass die Studienabbrüche in den frühen Phasen des Auswahlprozesses erfolgen, was eine gute Nachricht sei, da dieser Berufsfindungsprozess ordnungsgemäß durchgeführt werde.

Zwei Seminaristen aus Cuenca, die an der Erstellung dieser Materialien beteiligt waren, berichteten während der Präsentation von ihren beruflichen und persönlichen Erfahrungen. Jorge, einer der beiden, betonte dabei: “Manchmal konzentrieren wir uns zu sehr auf das, was wir zurücklassen, dabei sollten wir uns auf das ”Folge mir nach‘ konzentrieren, auf das, was Christus uns schenkt.“.

Digitale Innovation und Unterstützung

Als wichtige Neuerung für 2026 hat die Bischofskommission für Klerus und Priesterseminare die Webplattform ins Leben gerufen. 16 Uhr. Der Name bezieht sich auf den Zeitpunkt, als der Apostel Johannes beschloss, Jesus nachzufolgen: «Es war etwa vier Uhr nachmittags» (Joh 1, 39).

Dieses neue Portal ist nicht nur ein Materialarchiv, sondern ein Instrument zur Urteilsbildung, das Folgendes umfasst: Videopodcast zweiwöchentliches Treffen, bei dem Seminaristen ihre Erfahrungen austauschen reale Erfahrungen; ein Lied Folgen Sie mir ad hoc zusammengestellt von Luispo und OzoresP sowie einer Reihe von Materialien Entwickelt, um jungen Menschen dabei zu helfen, ihren "Lebensplan" in einer anregenden Gesellschaft zu finden.

Eine Momentaufnahme des Priesterseminars: Die Einnahmen steigen, insbesondere für das Redemptoris Mater.

Der Kampagnenstart wird von statistischen Daten begleitet, die vom bischöflichen Unterausschuss für Priesterseminare erhoben wurden. Nach Jahren starker Rückgänge zeigen die jüngsten Zahlen einen Trend zur Stabilisierung und sogar einen leichten Anstieg der Gesamtzahl der Kandidaten.

Das akademische Jahr 2024-2025 zeichnet sich dadurch aus, dass die Zahl der Seminaristen erneut die Marke von 1.000 überschritten hat und damit einen seit 2017 anhaltenden Abwärtstrend gebrochen wurde. Ein bedeutender Teil davon (211) wird in Missionsseminaren ausgebildet. Redemptoris Mater, des Neokatechumenalen Weges.

Laut Angaben der Spanischen Bischofskonferenz (CEE): “Im laufenden Studienjahr begannen 201 junge Männer ihre Ausbildung an spanischen Priesterseminaren, im Vergleich zu 239 im Vorjahr. Die Zahl der Studienabbrecher ging leicht zurück, von 86 im letzten Jahr auf 82 in diesem Jahr. Bei den Priesterweihen gab es 2025 58, gegenüber 85 im Vorjahr. Diese Weihen stehen in direktem Zusammenhang mit den Diakonenweihen des Vorjahres: 64 im Jahr 2025 und 69 im Jahr 2024.”.

In Spanien gab es in diesem Jahr auch eine besondere «Influencer»-Situation: Zwei junge Content-Creator, Pablo Garcia und Álvaro Ferreira, traten in unterschiedliche Priesterseminare ein, um einen Weg der Berufungsfindung zu beschreiten.

Ist Sex eine Sünde? Fabrice Hadjadj antwortet.

Generationen kommen und gehen, und die Körper von Männern und Frauen sprechen dieselbe Sprache. Junge Menschen formulieren (rufen) die Fragen, die ihnen ihre Körper diktieren. Die Antworten tragen die Menschen: Sie sind in die Bedeutung ihrer Körper eingeschrieben. Fabrice Hadjadj interpretiert sie hier erstmals auf Spanisch neu.

17. März 2026-Lesezeit: 5 Minuten

Vor einigen Wochen berichtete @aladetres_, dass Fabrice Hadjadj, der französische Philosoph und Schriftsteller, kürzlich nach Madrid gezogen ist, um das Projekt zu leiten. Incarnatus Est, Sein erstes Interview auf Spanisch gab er dem jungen Lluís Gracia. Wenn man es sich anhört, merkt man, dass Hadjadj bereits bestens darauf vorbereitet ist, auf Spanisch ein weiser Mann zu sein.

Die Frage nach dem Geschlecht

Die Präsentation endet, und eine Frage drängt sich unverblümt in den Vordergrund, will als erste gestellt werden: «Ist Sex eine Sünde?» Die Frage nach Sex eröffnet das Interview allein, während alle anderen warten. Fragen nach Liebe, Bindung, Intimität, Familie und Kindern, Transhumanismus und Digitalisierung, dem Sinn des Lebens, Tod und Hoffnung … werden eine nach der anderen formuliert, verknüpft mit der Frage nach Sex (oder Sünde). In gewisser Weise ist die Theologie der Sexualität richtungsweisend für die Theologie des Leibes, und die Theologie des Leibes wiederum richtungsweisend für die Theologie der Menschheit.

Das Geheimnis des Fleisches im Zentrum des christlichen Geheimnisses

Unser Interviewpartner Fabrice Hadjadj respektiert die religiösen Bedenken des Fragestellers und antwortet auf die Frage nach der Sündhaftigkeit des Geschlechtsverkehrs in christlichen Begriffen: «Nein, unsere Religion ist eine Religion des Fleisches.».

Wir neigen dazu, das Christentum als Spiritualität zu betrachten. «Ja, aber nein“, stellt Hadjadj klar, ”denn das Christentum ist die Spiritualität der Inkarnation (»Das Wort wurde Fleisch“)… In einer Welt der Entkörperlichung, der vergeistigten Realitäten, ist das Fleisch von großer Bedeutung: Das Geheimnis des Fleisches liegt im Herzen des christlichen Geheimnisses.“ Ich habe keinen Körper, ich bin mein Körper.

Das Bild Gottes in sichtbaren Körpern

An diesem Punkt kehrt Hadjadj die Perspektive völlig um und betrachtet die Realität der Sexualität nicht aus religiöser, sondern aus anthropologischer Sicht. Aus dieser Perspektive agiert der Philosoph als Theologe, denn seine Anthropologie ist theologisch, biblisch geprägt und erinnert an die Theologie des Leibes von Johannes Paul II.

Hadjadj bezieht sich auf Genesis (Gen 1,27) und erklärt: «Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und schuf sie nicht als Mann und Frau, sondern als Mann und Frau (mit tierischen Eigenschaften). Das Bild Gottes zeigt sich im Geschlecht: Er schuf sie als Mann und Frau.».

Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das nach dem Bild Gottes geschaffen wurde. Der Kern dieses göttlichen Ebenbildes im Menschen liegt in seiner Sexualität. Sexualität bringt sein kindliches, selbstloses, gemeinschaftliches und fruchtbares Wesen zum Ausdruck. Die Dynamik der Geschlechterdifferenz ermöglicht die Wahrheit der Liebe. Die Genesis weist auf die Geschlechterdifferenz beim Menschen hin, nicht aber bei Tieren. 

Und der Körper drückt es aus und offenbart es. «Der Körper, und nur der Körper, vermag das Unsichtbare sichtbar zu machen: das Geistige und das Göttliche» (dies sind die Worte von Johannes Paul II. in der Generalaudienz am 20. Februar 1980). Die Sprache des Körpers macht das Bild des unsichtbaren Gottes sichtbar: Entweder die Körper tun es, oder es gibt kein Bild.

Christliche Sicht des Körpers vs. Christliche Sicht des Körpers

Fabrice, der im Paradies weilt, Adam und Eva in die Augen schaut und die Menschheit vor dem Hintergrund des Geheimnisses ihrer Schöpfung betrachtet, verallgemeinert die Antwort auf die Frage nach der Sexualität. So weitet sich die christliche Sicht des Körpers – des Körpers jedes Getauften – auf den Körper jedes Mannes und jeder Frau aus – ob christlich oder nicht – und wird zur christlichen Sicht des Körpers, des Körpers aller. Die christliche Sicht des Körpers und der Sexualität ist die menschliche Sicht des Körpers und der Sexualität.

«Wir müssen uns nur den Gesichtsausdruck vor Augen führen, den wir beim Orgasmus, beim Geschlechtsverkehr machen», erklärt Fabrice. „Das ist kein offizieller Gesichtsausdruck; er mag sogar beschämend wirken, denn es ist der Ausdruck eines Körpers, der sich einem anderen hingibt, einer Person, die sich einer anderen unterwirft. Sex bedeutet Offenbarung, Verletzlichkeit, Zerbrechlichkeit, nicht Macht: Es ist die Verletzlichkeit des Mannes, der sich in einem intimen Moment offenbart und dabei seine Potenz verlieren kann; und es ist auch die Verletzlichkeit der Frau, die aus dieser Beziehung schwanger werden kann“ oder die ausgenutzt werden kann. Unsere Gesichtsausdrücke erzählen uns von einer universellen Bedeutung von Sex und Körper.

Sex ist ein Ort der Intimität, der Hingabe und der Suche nach dem Herzen.

Innerhalb dieses offenkundigen Rahmens verbergen unsere Körper ihre Kraft nicht: «Sex ist ein Ort der Lust», bekräftigt Fabrice. Und nur für Männer und Frauen (für jeden Mann und jede Frau, nicht für Tiere) ist Sex in der Tiefe ihrer Sexualität ein Ort der Intimität, der Verletzlichkeit, der Hingabe, des Gebens und des Lebensspendens: «Sex ist eine Realität der Intimität, der Hingabe des Herzens, der Suche nach dem anderen Herzen», betont Hadjadj.

Und an anderer Stelle erinnert er uns: «Sex ist eine Beziehung, und zwar eine fleischliche Beziehung.» Wenn keine Beziehung besteht – wenn es kein Fundament gibt, das die Hingabe des Selbst und die Suche nach dem anderen, nach Intimität, prägt –, dann ist die sexuelle Beziehung keine Beziehung; sie ist nur Sex, sie ist nur Vergnügen.

Sex spricht und sagt mir: "Los, schenke Leben!"«

Und er fährt fort: «Euer Geschlecht spricht. Euer Geschlecht sagt: “Ich bin hier, um eine Frau zu finden, die immer unbegreiflich bleiben wird – erstes Geheimnis – und ich bin hier, um eine neue Generation zu gebären – zweites Geheimnis –” (…) Und man will kein Leben schenken, aber mein Geschlecht sagt mir: “Du musst es tun.” Mein Geschlecht geht meiner Vernunft voraus und sagt mir: “Nur zu, gib Leben!” (…) Denn der Sinn des Lebens – so wird unser Philosoph an anderer Stelle im Interview sagen – ist keine Frage der Dauer (des Lebens verlängerns); der Sinn des Lebens ist eine Frage des Gebens, des Schenkens von Leben und des Gebärens (bereits ein Kreuz) eines neuen Lebens.». 

Die Frage nach dem Sex umformulieren

Angesichts dieser umfassenden Sichtweise auf Sexualität erweist sich die Frage nach der Sünde der Sexualität als reduktionistische Frage; als eine Frage, die von einer fragmentierten Sichtweise auf Sexualität ausgeht, von einer Auffassung von Sexualität, die sich auf das Vergnügen konzentriert und alles andere ausblendet.

In diesem Fall könnte die Frage zum Thema Sex lauten: Ist Sex zum Vergnügen eine Sünde? Eine Frage, die keiner Antwort bedarf, da sie sich von selbst beantwortet.

Dennoch wird die erste Frage von Generation zu Generation wiederholt: «Ist Sex eine Sünde?» – eine Frage, die widerhallt, ein Echo, das nie verstummt. Generationen kommen und gehen, und die Körper von Männern und Frauen sprechen weiterhin dieselbe Sprache. Junge Menschen formulieren (und schreien) die Fragen, die ihnen ihre Körper diktieren.

Die Bedeutung des Körpers und der Körpersprache

Und die Menschen tragen die Antworten in sich; sie müssen nur auf ihren Körper schauen: Die Antworten sind in die Bedeutung ihres Körpers eingeschrieben.

Die Bedeutungen des Körpers lehren uns, dass uns das Leben geschenkt wurde (kindliche Bedeutung), dass wir es leben, um es weiterzugeben (eheliche Bedeutung) und um anderen Leben zu schenken (fruchtbare Bedeutung).

Diese Bedeutungen, die einer Grammatik zugänglich sind – der fleischlichen Grammatik der Gabe –, bilden die Sprache unserer Körper. Die Sprache des Körpers ist eine Sprache, die in Körpern gesprochen wird und durch sie zu uns von Gott spricht.

Sex macht Theologie

«In einer tiefen Umarmung muss man darüber nachdenken, was die eigene Sexualität aussagt, und die Antwort kann nur theologische Hoffnung, eine theologische Antwort sein. Das ist das Geheimnis: Meine Sexualität ist theologisch», sagt Hadjadj in diesem Interview. Unsere Körper sind theologisch. «Das erste Zeichen (gemeint ist das sexuelle Verlangen) ist Gegenstand der Theologie … es ist ein Zeichen der Hoffnung, das einem anderen Leben schenkt, das die Geschichte der Menschheit fortsetzt. Unter deiner Hose liegt die Fähigkeit, die gesamte Geschichte der Menschheit fortzuführen … Das Metaphysischste im Physischsten», bekräftigt Hadjadj.

Sex in Gottes Plan für die menschliche Liebe

Dennoch verortet Fabrice die Frage der Sexualität im Rahmen einer «angemessenen Anthropologie», der Anthropologie der Theologie des Leibes. In dieser Perspektive ist der Gesprächspartner göttlich; der Raum das Paradies; die Zeit der sechste Schöpfungstag; das Paar das erste Paar, das des ersten Mannes und der ersten Frau (und in ihm jedes Paar).

In diesem Kontext ist Sex «sehr gut»; er ist Teil von Gottes Plan für die menschliche Liebe. Ihn zu achten, stellt sicher, dass «der Zug der Liebe» nicht «die Gleise von Ehe und Mutterschaft» entgleist.

Auf diesem Weg zum Glück atmen Ehepaare die Atmosphäre des Paradieses – dieselbe Atmosphäre, die zwei Körper als unser Erbe bewahrt haben, bevor sie sie verlassen mussten. Und Sex ist eine Freude. 

Der AutorValle Rodriguez Castilla

Pharmaziestudium. Expertin für affektive und sexuelle Bildung, Gender und Theologie des Leibes

Evangelisierung, zwischen Gefühl und Vernunft

Bewegungen und Zusammenkünfte, die junge Menschen und Erwachsene anziehen, die der Kirche fernstehen, tragen sichtbare Früchte: Bekehrungen, Versöhnungen, Berufungen und lebendige Gemeinschaften.

17. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

In einer Zeit, in der die Rolle von Emotionen im Glaubenserlebnis sowohl in allgemeinen als auch in religiösen Medien für Schlagzeilen sorgt, gibt es Erlebnisse, die uns daran erinnern, dass das Christentum weiterhin vor allem von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Dieser Freitagabend war ein solches Erlebnis.

Fast vier Stunden lang versammelten sich etwa fünfundvierzig Menschen im Haus von Javier Huerta und Marta, Seine Frau. Das Treffen – schlicht und vertraut – bestand aus dem Austausch von Glaubenszeugnissen, dem Ansehen eines Dokumentarfilms, dem Hören christlicher Live-Musik, Gesprächen und einem gemeinsamen Abendessen. Von außen betrachtet nichts Spektakuläres. Doch die Erfahrung besaß eine außergewöhnliche Intensität: Viele der Anwesenden waren nicht gläubig oder hatten wenig Kontakt zur Kirche.

Eine unbeabsichtigte Umwandlung

Der Abend begann mit der Geschichte von Javiers und Martas Bekehrung. Es war keine geplante Suche und auch nicht das Ergebnis eines langen Prozesses. Wie Javier erklärte, begann alles unerwartet, als er das Lied hörte. Wirbelsturm, aus Hakuna. In diesem Moment – so seine eigene Aussage – hatte er die innere Gewissheit, dass Gott existierte und dass er ihn liebte.

Diese erste Eingebung entfachte etwas weit Tieferes als nur eine flüchtige Emotion. Javier begann mit ungewöhnlichem Eifer zu lesen. Er vertiefte sich in klassische Texte über Spiritualität, die Schriften der großen Heiligen der Kirche und in Bücher über Naturwissenschaften: Physik, Kosmologie, Biologie. Was er dabei entdeckte, überraschte ihn zutiefst: Je mehr er über die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft zum Universum und zum menschlichen Leben erfuhr, desto plausibler erschien ihm die Vorstellung eines geplanten und geordneten Kosmos.

Als Ergebnis dieses Prozesses beschloss er, Zeit und Ressourcen in ein einzigartiges Projekt zu investieren: die Produktion eines etwa vierzigminütigen Dokumentarfilms, der wissenschaftliche Argumente – kosmologischer und biologischer Natur – für die Existenz Gottes zusammenführt. Dieser Ansatz erinnert an die apologetische Bewegung, die in den letzten Jahren in Spanien durch Autoren wie José Carlos González-Hurtado und durch diverse internationale Essays zum Verhältnis von Gott und Wissenschaft populär wurde.

Von der Vernunft zur Emotion

Der Abend bot abwechselnd die Vorführung des Dokumentarfilms und das Vorführen einiger Lieder, deren Texte die Nähe und Liebe Gottes vermittelten und direkt das Herz und die Erfahrung der Begegnung mit Gott ansprachen.

Doch die Zusammenkunft beschränkte sich nicht nur auf den emotionalen Aspekt. Es gab auch einen fünfzehnminütigen theologischen Vortrag, der den besprochenen Glauben und die Gotteserfahrung intellektuell vertiefen sollte. Anschließend folgten Fragen aus dem Publikum, ein gemeinsames Abendessen, zu dem jeder etwas mitgebracht hatte, und zum Abschluss drei weitere mitreißende Lobpreislieder.

Die Atmosphäre erwies sich als überraschend einladend für ein breites Publikum: gläubige Menschen, solche, die der Kirche fernstanden, Katholiken, die musikalische Glaubensbekundungen nicht gewohnt waren, und umgekehrt solche, die sich dafür begeisterten. Viele Teilnehmer hatten bereits an der Emmaus-Konferenz teilgenommen und brachten ihre Freunde mit, in der Hoffnung, ihnen eine Begegnung mit Christus zu ermöglichen. Das Ergebnis war auf menschlicher Ebene angenehm und intellektuell anregend. Auf spiritueller Ebene war es für viele zutiefst bedeutsam.

Javier und Marta organisieren diese Treffen etwa einmal im Monat. In etwas mehr als einem Jahr haben über achthundert Menschen ihr Haus besucht. Das Paar spricht ganz selbstverständlich über die positiven Ergebnisse, die sie erlebt haben: Freunde, die ihren Glauben überdenken, unerwartete Gespräche und spirituelle Wege, die sich ihnen eröffnen.

Ihre Motivation ist einfach: Sie wollen einen Raum bieten, in dem jemand, der nicht glaubt, zumindest ernsthaft die Möglichkeit der Existenz Gottes in Betracht ziehen kann.

Die Frage des Emotivismus

Solche Erfahrungen gewinnen im aktuellen Kontext besondere Bedeutung. Vor zwei Wochen veröffentlichten die spanischen Bischöfe ein Dokument, in dem sie vor den Gefahren des Emotionalismus im religiösen Erleben warnten: der Möglichkeit, dass der Glaube auf intensive Gefühle reduziert wird, ohne über eine ausreichende doktrinäre oder sakramentale Grundlage zu verfügen.

Der Text löste in der religiösen Presse eine breite Debatte aus. Einige Medien interpretierten die Warnung als indirekt an jüngere Bewegungen und Erfahrungen wie Hakuna, Emmaus und Effeta gerichtet, die sich stark auf persönliche Zeugnisse und die Erfahrungsdimension des Glaubens konzentrieren.

Die Bischofskonferenz wies diese Interpretation auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Dokuments ausdrücklich zurück. Ein anschließender Social-Media-Beitrag ihrer Pressestelle – der später gelöscht wurde – entfachte die Debatte erneut.

Das Ergebnis ist eine gewisse Unklarheit. Wenn vor einem Phänomen gewarnt wird, ohne die konkreten Praktiken zu benennen, auf die sich das bezieht, fühlen sich viele möglicherweise nur angespielt oder von anderen herausgegriffen.

Was sich im Haus von Javier Huerta ereignete, trägt zur Klärung der Debatte bei. Es gab dort zweifellos Emotionen: Lieder, Stille, persönliche Zeugnisse. Aber es gab auch Vernunft: einen auf wissenschaftlichen Argumenten basierenden, apologetischen Dokumentarfilm, eine dogmatische Erklärung, einen offenen Dialog.

Anders ausgedrückt: Es war eine Erfahrung, die das Herz ansprach, ohne den Verstand zu vernachlässigen. Sie war nicht als vollständig christliche Erfahrung gedacht, da in der kürzeren Zeit nichts anderes möglich war. Sakramente und karitative Werke waren nicht Teil davon, obwohl darüber sehr positiv gesprochen wurde. 

Der Vorteil, die Tür zu öffnen

Jenseits jeder theoretischen Diskussion gibt es einen Aspekt, der besondere Beachtung verdient: die Geste der missionarischen Gastfreundschaft.

Ein ganz normales Ehepaar, das regelmäßig Dutzende von Menschen – viele von ihnen gläubigen Menschen – in sein Haus aufnimmt, leistet dabei einen enormen Aufwand. Vorbereitung, Organisation, Zeit und Energie – alles mit einem einzigen Ziel: ihre lebensverändernde Entdeckung mit anderen zu teilen.

Solche Initiativen erinnern an etwas Wesentliches am Christentum: Jahrhundertelang wurde der Glaube in den Familien, an gemeinsamen Tischen und in einfachen Gesprächen weitergegeben.

Eine pastorale Herausforderung

Die Debatte um den Emotivismus ist nicht trivial. Die Kirche trägt die Verantwortung dafür, dass der Glaube nicht auf ein flüchtiges Gefühlserlebnis reduziert wird. Gleichzeitig muss sie aber auch jene Bereiche anerkennen und unterstützen, in denen der Glaube neu erwacht.

Bewegungen und Zusammenkünfte, die junge Menschen und Erwachsene anziehen, die der Kirche fernstehen, tragen sichtbare Früchte: Bekehrungen, Versöhnungen, Berufungen und lebendige Gemeinschaften.

Wie in jeder kirchlichen Realität gibt es immer Aspekte, die verbessert werden können. Damit diese Verbesserung möglich ist, müssen pastorale Richtlinien klar, konkret und einfühlsam formuliert sein. Andernfalls besteht die Gefahr, unnötiges Misstrauen zu schüren oder das Vertrauen derer zu schwächen, die mit großem Eifer versuchen, das Evangelium in Kontexten zu verkünden, in denen der Glaube geschwunden zu sein scheint.

Zwischen Gefühl und Wahrheit

Die vielleicht wichtigste Lehre aus diesem Nachmittag ist diese: Der christliche Glaube ist nicht bloß eine Idee, nicht bloß ein Gefühl. Er ist zugleich eine Erfahrung, die das Herz berührt, und eine Wahrheit, die den Verstand anspricht.

Und manchmal – wie es im Wohnzimmer eines jeden Hauses vorkommt – findet man beides an dem einfachsten Ort von allen: in einem aufrichtigen Gespräch zwischen Freunden, die sich gemeinsam fragen, ob Gott existieren kann.

Der AutorJavier García Herrería

Herausgeber von Omnes. Zuvor hat er für verschiedene Medien gearbeitet und 18 Jahre lang Philosophie auf Bachillerato-Ebene unterrichtet.

Berufung

Der heilige Patrick war kein Ire, aber elf Heilige, die ihm folgten, waren es!

Am St. Patrick’s Day, dem 17. März, sind wir alle Iren – so lautet ein Sprichwort. Hagiographen wissen jedoch, dass der “Apostel Irlands” im römischen Britannien geboren wurde und als entführter jugendlicher Sklave zum ersten Mal irischen Boden betrat. Doch hier sind elf irische Heilige, die das Missionswerk des heiligen Patrick fortsetzten.

OSV / Omnes-17. März 2026-Lesezeit: 6 Minuten

Nach seiner Gefangenschaft floh der heilige Patrick und kehrte nach Britannien zurück. Sein Wunsch, die heidnischen Iren zum Christentum zu bekehren, veranlasste ihn, Theologie zu studieren. Schließlich wurde er zum Bischof geweiht und kehrte nach Irland zurück, wo er das Christentum verbreitete. Man nimmt an, dass er am 17. März 461 starb.

Während dem großen irischen Evangelisten viel Aufmerksamkeit zuteilwird, stellen wir hier elf in Irland geborene Heilige vor, die das Werk des heiligen Patrick fortsetzten und ebenfalls einen Toast in seinem Namen verdienen. Zum Wohl!

1. Der heilige Benen (5. Jahrhundert)

Nach Legenden soll dieser Sohn eines irischen Clanführers aus Meath um das Jahr 433 an der ersten St. Patrick's Ostermesse in Irland teilgenommen haben.

Es gibt mehrere Geschichten über seine erste Begegnung mit Patrick: In einer davon war er so beeindruckt von Patricks Worten, dass er Blumen über den zukünftigen Heiligen streute, während dieser schlief.

In anderen Fällen bat er darum, Patrick begleiten zu dürfen, und Patrick wählte seinen Taufnamen Benen, abgeleitet vom lateinischen «benignus», was gütig bedeutet. Benen wurde ein enger Schüler Patricks und missionierte als einer seiner Nachfolger als Erster in Clare und Kerry im Westen Irlands. Sein Gedenktag ist der 9. November.

Die heilige Brigida von Kildare in einem Buntglasfenster der St. Brigid's Church in Crosshaven, einem Dorf in der Grafschaft Cork, Irland, am 20. Januar 2022. (Foto: OSV News/Cillian Kelly).

2. Die heilige Brigida von Kildare (451–525)

Zahlreiche Volkslegenden und sogar ihre Verbindung zu einer vorchristlichen Druidengöttin ranken sich um diese irische Äbtissin. Unbestritten ist jedoch eine Tatsache aus ihrer frühesten Biografie aus dem 7. Jahrhundert: Sie war Oberin eines Doppelklosters – für Nonnen und Mönche – in Kildare in den Jahren nach dem Tod des Heiligen Patrick. Zusammen mit dem Heiligen Patrick und dem Heiligen Columban gilt diese “Maria der Gälen” als Schutzpatronin Irlands. Ihr Gedenktag ist der 1. Februar und ein gesetzlicher Feiertag in Irland.

3. Heiliger Finnian von Clonard (470–549)

Dieser irische Abt, der nach dem heiligen Patrick als “der Meister” und “Meister der Heiligen” bekannt war, soll ursprünglich aus Leinster stammen, wo er mit der Gründung von Klöstern begann. Er reiste nach Wales und studierte dort das traditionelle Mönchtum, das die Überlegenheit des klösterlichen Lebens gegenüber dem weltlichen Leben und die Bedeutung des Lernens betonte. 

Nach seiner Rückkehr nach Irland gründete er zahlreiche Kirchen und Klöster, darunter sein großes Kloster in Clonard am Ufer des Boyne, das 3.000 Anhänger anzog, darunter den heiligen Ciaran von Clonmacnois, den heiligen Columba von Iona und den heiligen Brendan den Reisenden. Ob er auch Bischof war, ist nicht bekannt. Er starb an der Pest, die er sich vermutlich bei der Pflege anderer Kranker zugezogen hatte. Sein Gedenktag ist der 12. Dezember.

4. Heilige Ita von Killeedy (475–570)

Ursprünglich hieß sie Dierdre, erhielt aber den Namen Ita, was so viel wie “Durst nach Heiligkeit” bedeutet. Ihre Geschichte weist viele Parallelen zu der der heiligen Birgitta auf. Viele Jahre lang leitete Ita eine Gemeinschaft frommer Frauen in Killeedy, County Limerick. Sie führte eine Schule für Kinder, denen «Glaube an Gott mit Reinheit des Herzens, Einfachheit des Lebens mit Frömmigkeit und Großzügigkeit mit Liebe» vermittelt wurden.

Der heilige Brendan der Reisende soll ihr Schüler gewesen sein. Die Legende der heiligen Ita betont körperliche Askese und beinhaltet einige außergewöhnliche Wunder. Ihr Gedenktag ist der 15. Januar.

5. Der heilige Kevin von Glendalough (498–618)

Die mündliche Überlieferung bewahrte und schmückte die Geschichte des Gründers eines der wichtigsten Pilgerorte Irlands aus. Kevin wurde in Leinster geboren, von St. Cronan getauft und in einem Kloster nahe Dublin ausgebildet. Nach seiner Priesterweihe lebte er sieben Jahre lang allein in einer Höhle, was seine Gesundheit beeinträchtigte und ihn dazu veranlasste, ein Steingrab aus der Bronzezeit als Kirche zu nutzen. 

Nach seiner Genesung sammelte er einige Jünger um sich und gründete die Abtei Glendalough in Wicklow. Der Legende nach unternahm er eine Pilgerreise nach Rom, besuchte den heiligen Kieran in Clonmacnoise und wurde 120 Jahre alt. Sein Gedenktag ist der 3. Juni.

6. Der heilige Samthann von Clombroney (6. Jahrhundert)

Samthann, eine für ihre Weisheit bekannte irische Äbtissin, soll in Donegal Nonne geworden sein, nachdem ein Adliger, mit dem sie verlobt war, ihrem Wunsch entsprochen hatte, nur Gott zu heiraten. Sie gründete die Abtei Clonbroney in Longford, wo sie ein einfaches Leben führte.

Er lehnte große Ländereien für die Abtei ab, und seine Herde beschränkte sich auf sechs Kühe. Einer Biografie zufolge riet er einem Mönch, der ihn nach der richtigen Gebetshaltung fragte, dass man in jeder Position beten könne: sitzend, stehend, kniend oder liegend. Sein Name erscheint in der Litanei und im Kanon des Stowe-Missale, und mehrere Wunder werden seiner Fürsprache zugeschrieben. Sein Gedenktag ist der 18. Dezember.

In der St. Mary’s Cathedral in Kilkenny ist ein Mosaik des heiligen Kieran, des Gründers des Klosters Clonmacnoise in Irland, zu sehen. (OSV News Archives).

7. Der heilige Kieran von Clonmacnoise (516–549)

Von seinem Geburtsort Connacht in Irland reiste Kieran im Alter von 15 Jahren nach Clonard, um bei Saint Finnian zu studieren. Der Legende nach brachte er eine Kuh mit, um Milch zu bekommen. Er wurde dort der gelehrteste Mönch und verbrachte anschließend sieben Jahre bei Saint Enda auf den Aran-Inseln, wo er zum Priester geweiht wurde.

Später zog er nach Isel, verließ es aber bald wieder, da sich andere Mönche über seine Großzügigkeit gegenüber den Armen beschwerten. Um 545 gründete er zusammen mit acht Gefährten das Kloster Clonmacnoise am Ufer des Shannon, das sich aufgrund seiner Handschriften und liturgischen Metallgegenstände zu einem bedeutenden religiösen Zentrum entwickelte. Sein Gedenktag ist der 9. September.

Ein Buntglasfenster in der Episkopalkathedrale All Saints in Albany, New York, zeigt den heiligen Columban, wie er aus einem Boot steigt. Der keltische Missionar und seine zwölf Jünger reisten im Jahr 563 n. Chr. von Ballycastle in Irland auf dem Seeweg ins heidnische Schottland. (Foto: OSV News/Crosiers).

8. Der heilige Columba von Iona (521–597)

Dieser Abt, einer der Schutzheiligen Schottlands, wurde in Irland geboren. Auch in Irland ausgebildet und zum Priester geweiht, widmete er sich fünfzehn Jahre lang der Predigt und der Gründung von Klöstern, darunter Derry, Durrow und Kells. Seine Auseinandersetzungen mit König Diarmaid über eine Psalterabschrift und das Asylrecht führten jedoch zu einem Clanstreit und einer Schlacht, in der 3.000 Männer starben. 

Als Buße wählte Columba das Exil und reiste um das Jahr 561 mit zwölf Verwandten nach Schottland, um dort das Kloster auf der Insel Iona zu gründen. Er missionierte die Pikten und bekehrte ihren König. Die Mönche von Iona unternahmen Missionen in ganz Europa, und ihre Ordensregel blieb bis zur Benediktinerregel maßgebend. Columba, auch Colmcille genannt (von Columba und Zelle), hatte einen enormen Einfluss auf das abendländische Mönchtum. Sein Gedenktag ist der 9. Juni.

9. Der heilige Columban (543–615)

Dieser bedeutende irische Missionsmönch trat in ein Kloster in Bangor ein, wo er 30 Jahre lang lehrte. Um das Jahr 590 wurde er zusammen mit zwölf Gefährten als Missionare nach Gallien (Frankreich) entsandt, wo Columban drei Klöster in Burgund gründete und Abt von Luxeuil wurde.

Er predigte gegen die Nachlässigkeit des Klerus und die Unsittlichkeit am Hof und führte eine strenge keltische Buße ein. Nach seiner Vertreibung aus Burgund predigte Columban in der Schweiz und gründete, nachdem er auch von dort vertrieben worden war, ein Kloster in Bobbio (Italien), das zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit wurde. Sein Gedenktag ist der 23. November.

10. Der heilige Colman von Lindisfarne (605–676)

Der aus Irland stammende Colman war Mönch auf Iona, bevor er 661 zum dritten Bischof von Lindisfarne in England gewählt wurde. Während seiner dreijährigen Amtszeit setzte er sich für irische Klosterbräuche und keltische Riten ein. 664 nahm er an der Synode von Whitby teil, auf der das Osterdatum, die Tonsurform, die Rolle der lokalen Bischöfe und das Verhältnis zwischen den englischen Kirchen und Rom festgelegt wurden. 

Colman verteidigte die irische Tradition, unterlag jedoch dem heiligen Wilfrid, Bischof von York, der die römischen Riten bevorzugte. Colman legte sein Bistum nieder und kehrte nach Irland zurück, wo er in Galway und Mayo Klöster gründete und bis zu seinem Tod als Abt beider wirkte. Die Geschichte des heiligen Beda ist die wichtigste Quelle für Informationen über sein Leben. Sein Gedenktag wird am 18. Februar begangen.

11. Heiliger Donatus von Fiesole (829–876)

Der Überlieferung nach war dieser Bischof einer der vielen Iren, die im frühen Mittelalter durch Europa reisten. Er kam aus Rom nach Fiesole in Italien, als der Bischofssitz vakant wurde, und wurde zum Bischof gewählt. Er soll als Lehrer im Dienst der fränkischen Könige gestanden haben. Aus dem Jahr 850 ist seine Schenkung der Kirche und des Hospizes Santa Brígida in Piacenza an die von Columban in Bobbio gegründete Abtei belegt. Der heilige Andreas von Fiesole soll sein irischer Reisegefährte gewesen sein, doch gibt es keinen eindeutigen Beweis für seine Existenz. Der Gedenktag des heiligen Donatus wird am 22. Oktober begangen.

Der AutorOSV / Omnes

Aus dem Vatikan

Der Papst wird Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea in Afrika besuchen.

„Auf den Spuren des heiligen Augustinus“ könnte der Titel der ersten Afrikareise von Papst Leo XIV. sein. Seit heute Morgen steht der Reiseplan fest. Vom 13. bis 23. April 2026 wird der Papst seine erste große apostolische Reise nach Afrika unternehmen, die ihn in vier Länder führen wird: Algerien, das Heimatland des heiligen Augustinus, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea.

Francisco Otamendi-16. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Papst Leo XIV. unternimmt vom 13. bis 23. April 2026 seine erste große apostolische Reise nach Afrika seit Beginn seines Pontifikats. Die Reise führt ihn durch vier Länder: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Der Reiseplan wurde am 16. März 2026 vom Heiligen Stuhl im offiziellen Terminkalender des Papstes und über die vatikanischen Medien veröffentlicht.

Die elftägige Reise, die Hier nachsehen, Die Pilgerreise vereint liturgische Feiern, Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Kirchen sowie symbolische Gesten im Zeichen des Friedens, des interreligiösen Dialogs und der Sorge um die Ärmsten. Darüber hinaus ist sie von großer Bedeutung, da Afrika zu den Regionen der Welt gehört, in denen die katholische Kirche am schnellsten wächst.

Er wird Annaba, das antike Hippo, die Heimat des Heiligen Augustinus, in Algerien besuchen (13-14).

Die erste Phase findet statt in Algerien, dort wird der Papst drei Tage verweilen und die Städte Algier und Annaba besuchen.

Einer der bedeutendsten Momente wird die Pilgerreise nach Annaba, dem antiken Hippo, dem Land des heiligen Augustinus, sein, wo der Kirchenvater Augustinus von Hippo lebte und wirkte. Dort wird der Papst eine Gedenkzeremonie und ein Gebet zum Andenken an den Heiligen abhalten.

Ein Treffen mit den Augustiner-Eremiten ist ebenfalls geplant, was insbesondere deshalb von Bedeutung ist, weil der Papst selbst dem Augustinerorden angehört. Der Besuch umfasst zudem Treffen mit Vertretern der Zivilbehörden und anderer Religionen in einem überwiegend muslimischen Land und unterstreicht damit den interreligiösen Dialog.

Kamerun (15.-18. April)

Die zweite Etappe der Reise führt nach Kamerun, wo der Papst drei Tage verweilen wird. Während dieses Teils der Reise wird er die Städte Yaoundé, Bamenda und Douala besuchen.

Zu den Höhepunkten zählen eine große Messe mit den Gläubigen, Treffen mit Bischöfen, Priestern und Ordensleuten aus dem ganzen Land sowie Zusammenkünfte mit Jugendlichen und Vertretern der Zivilgesellschaft. Der Papst wird voraussichtlich Themen wie nationale Versöhnung, Frieden und die Lage der Armen ansprechen – Themen, die für die soziale Realität des Landes von großer Bedeutung sind.

Angola (18.-21. April)

Die dritte Etappe findet in Angola statt, wo der Papst drei Tage verweilen und Luanda, Muxima und Saurimo besuchen wird.

Ein zentraler Höhepunkt wird die Feier einer großen Eucharistiefeier in Luanda sein, begleitet von Treffen mit politischen Vertretern, Bischöfen und Vertretern sozialer Organisationen. Der Marienwallfahrtsort Muxima, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Landes, wird Schauplatz eines Gebets für Frieden und Versöhnung sein.

Die angolanischen Bischöfe haben betont, dass der Besuch des Papstes eine Gelegenheit zur Reflexion über soziale Gerechtigkeit, Bildung und den Kampf gegen die Armut bieten wird.

Äquatorialguinea (21.-23. April)

Die letzte Etappe der Reise führt nach Äquatorialguinea, wo der Papst zwei Tage verweilen wird. Er wird die Städte Malabo, Mongomo und Bata besuchen.

In dieser letzten Phase wird neben Treffen mit den Behörden des Landes und den Bischöfen der Region ein großer Gottesdienst mit den Gläubigen gefeiert. Der Papst wird außerdem pastorale Gespräche mit Priestern, Ordensleuten und Katecheten führen, um das kirchliche Leben in Zentralafrika zu stärken.

Starke pastorale Bedeutung

Die Afrikareise von Papst Leo XIV. zählt nach seinen Besuchen in Nicäa (Türkei) und im Libanon zu den wichtigsten pastoralen Projekten seines bisherigen Pontifikats. In vier Ländern und mehreren Städten wird der Papst eine Botschaft des Friedens, des Dialogs und der Hoffnung verkünden und gleichzeitig das christliche Erbe des Kontinents hervorheben, insbesondere an Orten, die mit historischen Persönlichkeiten wie dem Heiligen Augustinus verbunden sind.

Der Besuch spiegelt auch die wachsende Bedeutung Afrikas in der katholischen Kirche und den Wunsch des Papstes wider, die Gemeinschaft mit den christlichen Gemeinden des Kontinents zu stärken.

Am 3. Dezember 2025, nach seiner Rückkehr aus der Türkei und dem Libanon, Heiliger Vater Er sagte Reportern, er hoffe, nach Afrika zu reisen, unter anderem nach Algerien, wo der heilige Augustinus als Bischof wirkte und wo er noch immer “als Sohn der Nation hohes Ansehen genießt”.

Der AutorFrancisco Otamendi

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Aus dem Vatikan

Leo XIV. empfängt die Päpstliche Kommission für den Schutz von Minderjährigen

Leo XIV. empfing die Mitglieder der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen, dankte ihnen für ihre Arbeit und ermutigte sie, die "Kultur der Fürsorge" weiterhin zu fördern.

Paloma López Campos-16. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Papst Leo XIV. empfing im Publikum Am 16. März wandte er sich an die Vollversammlung der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen. Nach der Begrüßung aller Anwesenden dankte der Papst ihnen für ihren “Dienst an der Kirche beim Schutz von Kindern, Jugendlichen und Menschen in schutzbedürftigen Situationen”.

Der Heilige Vater bezeichnete die Arbeit der Kommission als “einen anspruchsvollen, manchmal stillen und oft kostspieligen Dienst, der aber für das Leben der Kirche und den Aufbau einer authentischen Kultur der Fürsorge unerlässlich ist.”.

Leo XIV. erinnerte andererseits an die Absicht von Papst Franziskus, der die gesamte Kirche daran erinnern wollte, dass die Prävention von Missbrauch keine optionale Aufgabe, sondern ein wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Sendung sei. Er würdigte zudem den Dialog, den Leo XIV. mit der Disziplinarsektion des Dikasteriums für die Glaubenslehre geführt habe, als sehr ermutigend. Dank dieses Dialogs, so Leo XIV. weiter, würden Prävention und Disziplinaraufsicht auf wahrhaft synergistische und wirksame Weise miteinander verbunden.

Kultur der Pflege

Der Papst erklärte, dass Verhütung Es handelt sich nicht einfach um eine Reihe von Regeln, sondern vielmehr “um die Förderung einer Kultur der Fürsorge in der gesamten Kirche”. Etwas, das, wie der Heilige Vater betonte, “keine von außen auferlegte Verpflichtung, sondern ein natürlicher Ausdruck des Glaubens” sei.

Um diese Kultur zu fördern, müssen wir einen “Wandelprozess durchlaufen, in dem wir das Leid anderer hören und uns zum Handeln bewegen”.

Papst Leo XIV. ermutigte die Mitglieder der Kommission außerdem, den Dialog mit den Dikasterien weiter zu intensivieren und die Unterstützung für alle lokalen Gemeinden und Kirchen zu fördern.

Abschließend äußerte der Papst den Wunsch, den Jahresbericht der Kommission entgegenzunehmen. Er schloss mit dem Hinweis, dass “der Schutz von Minderjährigen und Menschen in prekären Lebenslagen kein isolierter Bereich des kirchlichen Lebens ist, sondern eine Dimension, die Seelsorge, Ausbildung, Leitung und Disziplin durchdringt.”.

Aus der FederAlberto Sánchez León

Zu Habermas: Mehr Philosophie und weniger Führer

In weiten Teilen der Welt ist ein Bedürfnis nach Antidepressiva entstanden, was im Grunde eine Flucht vor der eigenen Wahrheit sein mag, oder eine Flucht vor Schmerz, der nicht physisch ist, sondern aus dem Schmerz resultiert, nicht zu wissen, wie man gut lebt; doch die wahre Medizin ist Wahrheit, Schönheit und Güte.

16. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Jürgen Habermas ist am 14. März 2026 verstorben. Bekannt im sozialen Bereich für seinen Beitrag zur Theorie des kommunikativen Handelns, berühmt im ökonomischen Bereich für seine Überlegungen zur “Kolonisierung der Lebenswelt”, ein unermüdlicher Verfechter einer stärkeren Präsenz der Philosophie im sozialen Bereich, seine Theorie des Wohlbefindens, seine große Dialogfähigkeit, seine unzähligen Werke… Mit 96 Jahren hat uns ein Intellektueller, ein Philosoph, verlassen.

Es fällt auf, wie sehr die Gesellschaft, insbesondere im Bildungsbereich, überall nach Führungskräften sucht. Scheinbar ist jeder dazu berufen, eine Führungsrolle zu übernehmen. Ich weiß nicht … ich höre so viel Gerede über Führungskräfte … und was sehe ich dann? Ich sehe vieles, aber keine Führungskräfte – weder in der Politik, noch im gesellschaftlichen Leben, noch in der Kultur. Vielleicht haben wir dieses Wort, das mir immer hohler vorkommt, überstrapaziert: Führung. Ich denke, wer dazu berufen ist, eine Führungsrolle zu übernehmen, sollte es auch sein. Aber es scheint mir keine Berufung, keine Mission zu sein, der wir alle folgen müssen, egal wie viele Führungskurse angeboten werden. Ich sage es nur ungern, aber so sehe ich das: Nicht jeder kann eine Führungskraft sein, und wir sind auch nicht alle dazu berufen. Ich glaube, es ist eine Berufung für eine Minderheit. Nun, viel Glück denen, die die nötigen Qualitäten besitzen!.

Wir brauchen Denker, Philosophen, die mehr denken und weniger produzieren, wie der koreanische Philosoph Byung-Chul Han in fast all seinen Werken vorschlägt. Wir müssen unsere Welt mehr lieben, sie betrachten, innehalten und sie beobachten, entschleunigen, uns mehr Zeit nehmen, sie anzusehen, sie wertzuschätzen, sie zu verschönern, anstatt nur Produktivität und Effizienz zu produzieren. Wir haben mehr als genug selbsternannte Führer, aber es fehlen uns Denker, Philosophen, die das Ideal der Wahrheit in einem Zeitalter retten können, das als postfaktisch gilt.

Vor einigen Jahren schrieb Lou Marinoff Mehr Platon und weniger Prozac. Meiner Meinung nach hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. In weiten Teilen der Welt ist ein Bedürfnis nach Antidepressiva entstanden, was im Grunde eine Flucht vor der eigenen Wahrheit oder vor Schmerz sein mag – nicht vor körperlichem Schmerz, sondern vor dem Schmerz, der entsteht, wenn man nicht weiß, wie man gut lebt. Doch die beste Medizin sind Wahrheit, Schönheit und Güte.

Ein weiterer Ersatz für Wahrheit, Güte und Schönheit könnten (ich will hier nicht belehren, sondern nur zum Nachdenken anregen) Fitnessstudios sein – Orte, an denen man in Einsamkeit den Körper trainiert, Musik hört und sich im Grunde von Gesellschaft, Freunden und Familie isoliert. Manchmal versucht auch Yoga, den Schmerz des Lebens zu ersetzen. Und die neue, ungesunde Welle der Suche nach Führungskräften in allen Teilen der Welt – also nach hocheffektiven Problemlösern – ist wie eine Hoffnung, die sich nie erfüllen wird. Warum? Weil Probleme das Salz in der Suppe des Lebens sind. Wir sollten sie nicht beseitigen; das wäre naiv. Wir müssen lernen, mit ihnen zu leben, sie zu akzeptieren, mit ihnen umzugehen und an ihnen zu wachsen. 

Philosophie – die Liebe zur Wahrheit, das Streben nach ihr und die gelebte Erfahrung – ist unersetzlich. Der Anführer strebt nach Erfolg; der Philosoph nach Wahrheit und Schönheit. Doch wie Leonardo Polo sagte: “Jeder Erfolg ist verfrüht.”. 

Wie verlockend der Erfolg doch ist und wie mühsam die Suche nach der Wahrheit! Denn die Wahrheit lohnt sich für viele nicht. Erfolg … wer könnte schon ein Angebot ablehnen, das zum Erfolg führt? Vergessen wir nicht, woher das Wort Erfolg kommt. Es kommt von „Ausgang“. Und genau so ist es: Es entführt uns aus der Realität, isoliert uns, weil es uns auf ein vermeintliches Podest stellt und uns auf eine Wolke des Triumphs hebt.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um über diese Persönlichkeiten nachzudenken, die die Geschichte wahrhaftig verändert haben – manche zum Guten, andere zum Schlechten. Sokrates, Jesus Christus, Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Descartes, Kant, Nietzsche, Marx, Edith Stein, Heidegger, Ratzinger … und natürlich Habermas … Nun … suchen Sie in ihren Schriften (obwohl weder Sokrates noch Jesus Christus etwas geschrieben haben, was meine These nur unterstreicht) nach dem Wort „Erfolg“ und sehen Sie, ob Sie fündig werden. 

Hoffentlich können wir bald einige Schlussfolgerungen ziehen…

Der AutorAlberto Sánchez León

Berufung

Luis Gutiérrez Rojas: “Wenn all deine Träume in Erfüllung gehen… wirst du frustriert sein.”

In diesem humorvollen Interview spricht der renommierte Psychiater Luis Gutiérrez Rojas über die Wichtigkeit, angesichts von Schwierigkeiten eine “positive Einstellung” zu bewahren.

Teresa Aguado Peña-16. März 2026-Lesezeit: 7 Minuten

Luis Gutiérrez Rojas ist Psychiater und Autor von Büchern wie Die Schönheit des Lebens y Um freier zu leben. Darüber hinaus zeichnet er sich durch seinen Optimismus und seinen Humor aus: Er war Finalist im Comedy Club und sein Talent für therapeutische Monologe wird weiterhin anerkannt.

Seit Jahren hält sie Vorträge, in denen sie Ratschläge für einen optimistischen und widerstandsfähigen Umgang mit dem Leben gibt und Wege aufzeigt, wie man Glück jenseits materieller Dinge finden kann. In diesem Interview spricht sie darüber, wie man Leid und alltägliche Sorgen in Chancen für persönliches Wachstum verwandeln kann.

Glauben Sie, dass die Kultur der sofortigen Bedürfnisbefriedigung junge Menschen anfälliger für Leid macht? Wie beeinflussen Anstrengung, Disziplin und Selbstkontrolle Angstzustände?

In der Tat. Es ist sehr gut erwiesen, dass Menschen, die sich selbst beherrschen – der Begriff „beherrschen“ stammt von „dominieren“, was eine christliche Bedeutung hat und bedeutet, den Herrn in sein Leben einzubeziehen – eine viel größere Fähigkeit besitzen, ihre Ziele zu erreichen, Frustrationen zu ertragen und weniger Angst zu empfinden.

Das Problem ist, dass Begriffe wie Anstrengung, Disziplin und Selbstbeherrschung heutzutage oft mit Unterdrückung gleichgesetzt werden – mit etwas Kostspieligem, Schwierigem, fast Unmöglichem. Vielleicht sollten wir das umkehren.

Wir sagen oft, Willenskraft sei die Fähigkeit, Belohnung aufzuschieben. Wir müssen jungen Menschen beibringen, dass sie reifer, stabiler und freier werden, wenn sie Belohnung aufschieben, sich Herausforderungen stellen und sich anspruchsvolle Ziele setzen, um – wie man heute so schön sagt – ihre Komfortzone zu verlassen. Vielleicht ist die Frage eher, wie wir das ändern können: Wie motivieren wir junge Menschen, sich selbst zu meistern und ihre Ziele zu erreichen?

Sie sind dafür bekannt, die positiven Seiten aktueller Probleme hervorzuheben. Welche weit verbreiteten Sorgen lassen sich in Chancen verwandeln, wenn man sie mit Optimismus betrachtet?

Optimismus ist keine naive oder törichte Sichtweise. Heutzutage hört man auch von toxischem Positivismus, der behauptet, alles sei in Ordnung, alles sei wunderbar, das Leben sei großartig und es passiere nie etwas Schlimmes. Das ist unglaublich naiv und ziemlich inhaltsleer.

Eine optimistische Lebenseinstellung bedeutet, die Mittel zu haben, um das zu verändern, was uns nicht gefällt. Und wenn wir diese Mittel nicht haben, weil es Dinge sind, die außerhalb unserer Kontrolle liegen (wir können weder die Welt, die Gesellschaft, Regierungen noch die Fehler unserer Familie oder der Menschen, die wir lieben, ändern), müssen wir dies als Teil des Weges akzeptieren.

Nicht nach unerreichbaren Zielen zu streben, weil sie, ich wiederhole, außerhalb unserer Kontrolle liegen, erfüllt uns mit Optimismus. Denn der optimistischste Mensch ist derjenige, der gegen sich selbst ankämpft, derjenige, der das Spiel im Wissen um seine Möglichkeiten spielt. Das ist wahrer Optimismus.

Um ein paar Beispiele für häufige Sorgen zu nennen (etwas scherzhaft gemeint): Manchmal sieht man Mütter, die verzweifelt sind, weil ihr Kind “nicht isst”. Ich sage dann meistens: Wissen Sie, wie viele Menschen letztes Jahr in Spanien an Hunger gestorben sind? Keiner. Selbst wenn er jetzt nicht isst, wird er irgendwann essen.

Ähnliches passiert, wenn man jung ist und eine Trennung durchmacht. Man denkt, diese Person sei die Liebe des Lebens gewesen und ohne sie hätte das Leben keinen Sinn. Doch diese Ansicht ist ziemlich naiv, denn mit der Zeit versteht man, dass das Leben viele Wendungen nimmt und Trennungen zum Prozess der emotionalen Reifung dazugehören.

Angesichts alltäglicher Dramen, übertriebener Konflikte oder scheinbar unerträglicher Probleme bleibt einem nichts anderes übrig, als eine Weile abzuwarten, mit etwas Abstand zu blicken und zu erkennen, dass viele dieser Sorgen unbedeutend sind.

Was kann man tun, um bei einer Neigung zu negativem Denken eine positive Denkweise zu entwickeln?

Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, jemandem vorzuschreiben, was er tun soll, oder ihm Richtlinien und Ratschläge zu geben, die meist wenig bis gar keinen Nutzen haben. Menschen verändern sich nicht, nur weil man ihnen sagt, was sie tun sollen – es sei denn, die Person hat wenig Persönlichkeit und ist sehr abhängig. Sie verändern sich, wenn sie selbst erkennen, dass sie sich verändern müssen. Die Kunst der Aufklärung und der Arbeit mit Menschen in der Psychologie besteht darin, ihnen bewusst zu machen, dass ihre Denkweise ihnen schadet.

Was diesen “negativen Chip” betrifft, analysiere ich Sprache sehr viel. Menschen denken durch Sprache, und es ist gerade der Spracherwerb, der uns von allen anderen Lebewesen unterscheidet und uns ermöglicht, die Welt auf eine andere Weise zu verstehen.

Menschen mit ausgeprägteren Sprachkenntnissen und einer höheren kulturellen und literarischen Bildung sind tendenziell intelligenter, einsichtsvoller und reflektierter. Um diese Denkweise zu verändern, beobachte ich unter anderem die Wortwahl, die jemand in negativen Äußerungen verwendet: “Ich war noch nie glücklich”, “Ich werde es nie schaffen”, “Ich habe Pech”, “Mir passiert immer alles”. Dann frage ich sie meist: “Übertreiben Sie oder nicht?”.

Von da an wird den Leuten allmählich klar, dass sie tatsächlich übertreiben. Manchmal antworten sie: “Ach, Luis, das ist doch nur eine Redewendung.” Und ich erkläre ihnen, dass diese Redewendung sehr wichtig ist, denn Worte konstruieren die Realität. Wenn jemand seine Ausdrucksweise ändert und Elemente einfließen lässt, die mehr Hoffnung, Opferbereitschaft und Sinngebung im Schwierigen zum Ausdruck bringen, dann findet dieser Wandel hin zu einer positiveren Denkweise statt.

Aber wie ich schon eingangs sagte, ist das wirklich Wichtige nicht, Ratschläge zu erteilen, sondern vielmehr, dass die Person selbst erkennt, was sie verbessern muss.

Wie können wir denen helfen, die gleichgültig leiden, ohne nach Antworten oder einem Sinn in dem zu suchen, was sie erleben?

Das Interessanteste ist die sokratische Frage. Man muss die Person fragen, warum. Ich widme mich der Behandlung von Menschen mit Erkrankungen, darunter auch sehr schwere psychische Erkrankungen, die das Leben der Patienten deutlich beeinträchtigen und zum Schlechteren verändern, indem sie es ihnen sehr schwer machen, ein normales Leben zu führen, manchmal sogar mit einem guten persönlichen, sozialen oder familiären Umfeld. Die Frage, die man ihnen stellen muss, ist: Warum?.

Was ist der Grund für Depressionen, für Schizophrenie? Was ist der Grund für eine Trennung, für den Verlust des Arbeitsplatzes, für finanzielle Schwierigkeiten? Anders gefragt: Warum passieren einem diese Dinge? Welche Lösungen gibt es? Welchen Sinn hat das alles? Und doch gibt es manchmal keine klaren Antworten oder Lösungen. Ich denke gerade darüber nach, zum Beispiel an die Tragödie von Adamuz: Man steigt in einen Zug und plötzlich stirbt man selbst, oder die Mutter, oder die Schwester. Sagen Sie mir, welche Lösung kann es für so etwas geben? Letztendlich ist die Suche nach dem Sinn des Lebens nichts anderes als die Suche nach dem Sinn dessen, was uns widerfährt.

Um diese Warum-Fragen zu beantworten, könnten wir uns Viktor Frankls Buch zuwenden. Die Suche des Menschen nach dem Sinn. Und Friedrich Nietzsche sagte: «Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.», Eine Idee, die Frankl selbst aufgriff und zum Mittelpunkt seiner Überlegungen machte.

Wir haben das Bedürfnis, unseren Erfahrungen Sinn zu geben, angefangen bei unseren persönlichen Lebenswegen. Diese Sinnsuche ist faszinierend, und Menschen finden ganz unterschiedliche Antworten aus anthropologischer, philosophischer und religiöser Perspektive. Wenn jemand den Sinn gefunden hat, sage ich ihm meist, es sei wie eine Ablage für seinen Stabhochsprungstab: eine Stütze, die es ihm ermöglicht, die Hindernisse des Lebens zu überwinden.

Ich glaube, der gegenwärtige Konflikt liegt nicht darin, dass es viel Leid gibt – das ist in Wirklichkeit weniger, als wir manchmal denken, da sich die Welt in vielerlei Hinsicht verbessert –, sondern in unserer Unfähigkeit, diesem Leid einen Sinn zu geben.

Tatsächlich leiden nicht unbedingt diejenigen am meisten, denen es am schlechtesten geht, sondern vielmehr diejenigen, die am wenigsten Ressourcen haben, um mit dem Leid umzugehen. Dies erklärt, warum westliche Wohlfahrtsgesellschaften in vielerlei Hinsicht stärker leiden als Entwicklungsländer.

Wie würdest du Glück definieren? Wo kann man es finden und wo nicht?

Mir kommt ein Satz von Miguel d'Ors in den Sinn – einem wunderbaren Dichter, der vielleicht etwas deprimierend wirken mag –, der besagt, dass Glück aus ’Nicht glücklich sein und sich nicht kümmern.«Ich finde, das ist eine sehr kluge Formulierung.“.

Man könnte meinen, Glück bestünde darin, alles zu erlangen, was man sich wünscht: Liebe, Geld, Gesundheit, Erfolg, Macht, Reisen, tun und lassen, was man will… Doch es gibt eine weitverbreitete Weisheit, die dem widerspricht. Die Roma, die als sehr intelligent gelten, sagen: “Ich hoffe, deine Träume gehen in Erfüllung.”. Sie wissen, dass paradoxerweise, wenn sich alle Wünsche erfüllen, ein Gefühl der Leere oder Frustration zurückbleibt.

Das erklärt, warum Gesellschaften, die – wie bereits erwähnt – so egozentrisch sind, und selbstbezogene Menschen – man denke an Leistungsträger, die größte wirtschaftliche, persönliche oder berufliche Erfolge erzielt haben – oft wenige Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens finden. Interessanterweise neigen sie dazu, sich über Kleinigkeiten zu ärgern. Sie sind nicht immer Vorbilder.

In gewisser Weise geht es beim Glück nicht darum, alles zu besitzen oder jeden Raum auszufüllen. Glück bedeutet vielmehr, Sinn im Fehlenden zu finden. Es wird immer Dinge geben, die uns fehlen, und der Schlüssel liegt darin, unsere eigenen Grenzen und die anderer zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass Menschen so sind, wie sie sind, und nicht so, wie wir sie gerne hätten; dass sich die Welt nicht einfach so ändert, nur weil wir es wollen; und dass es Aspekte an uns gibt, die sich, egal wie sehr wir es versuchen, niemals ändern werden, weil sie mit unserer Persönlichkeit verbunden sind.

Wenn wir akzeptieren, dass wir ungeduldig, unbeständig oder unreif sind oder Schwierigkeiten im Umgang mit anderen haben, und dies als Teil des Lebens annehmen, entsteht ein merkwürdiges Paradoxon: Akzeptanz macht uns glücklicher. Glück besteht demnach darin, uns selbst so anzuerkennen, wie wir sind, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, und zu verstehen, dass es mit den Karten, die uns in diesem Spiel ausgeteilt wurden, unzählige Gründe gibt, Glück zu finden.

Wie bereits erwähnt, ist Glück eng mit dem Sinn des Lebens verbunden. Wer einen Sinn im Transzendenten findet – also die Erkenntnis, dass es eine Welt jenseits des Materiellen gibt und dass wir unsere Talente zum Wohle anderer einsetzen können – und wer großzügige Liebe praktiziert, die darauf ausgerichtet ist, Wunden zu heilen und zu geben, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten, erfährt ein viel tieferes Glück.

Man könnte sagen, dass die heilige Teresa von Kalkutta unendlich viel glücklicher ist als die Person, die auf dem Cover von Hola! abgebildet ist und uns erzählt, dass es vor allem darauf ankommt, dreimal pro Woche Yoga zu machen.

Könnten Sie uns eine Anekdote über einen Patienten erzählen, die Ihre Sichtweise beeinflusst hat?

Ich könnte zwar keine einzelne Anekdote nennen, aber ich kann sagen, dass die Menschen, die mit mir über ihren Schmerz sprechen, viel stärker und widerstandsfähiger sind.

Eine Tatsache, die mich besonders beeindruckt, ist ihre deutlich höhere Toleranz. Wer selbst großes Leid erfahren hat, versteht das Leid anderer besser und zeigt mehr Mitgefühl für diejenigen, die schwere Zeiten durchmachen. Das erklärt, warum Menschen mit wenig Leid das Leid anderer manchmal nicht wirklich nachvollziehen können. Leid selbst zu erfahren oder das Leid anderer mitzuerleben, erweitert den Horizont.

Deshalb möchte ich jedem, der dieses Interview liest, empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wenn man sich für Menschen in Not einsetzt, erfährt man mehr Erfüllung, innere Stabilität, Intelligenz und Reife und lernt, das, was man hat, wirklich zu schätzen. Nach schwierigen Zeiten sagen wir oft: «Jetzt weiß ich, was wirklich zählt.».

Und selbst wenn wir keine große Tragödie erlebt haben, ist es wichtig, ehrlich auf die Leidenden zuzugehen: Sie sind ganz in unserer Nähe, gleich um die Ecke, in der nächsten Straße oder in der nächsten Stadt. Dadurch entdecken wir, was im Leben wirklich zählt, und erreichen mehr Wohlbefinden, seelische Stabilität und Glück.

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Blickpunkt Evangelium

Heiliger Josef, Ehemann Marias. Fest des heiligen Josef (Jahr)

Vitus Ntube kommentiert die Lesungen zum Hochfest des Heiligen Josef (A) am 19. März 2026.

Vitus Ntube-16. März 2026-Lesezeit: 2 Minuten

«Jakob zeugte Josef, den Mann Marias, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.». 

Die heutige Lesung aus dem Evangelium beginnt mit diesen Worten. Mitten in der Fastenzeit haben wir die Gelegenheit, den heiligen Josef, den Ehemann der Jungfrau Maria, zu feiern. Heute feiern wir ihn gerade als Ehemann – Marias. Das Komma nach dem Namen des Heiligen ist wichtig: «Josef, Ehemann der Jungfrau Maria». Es offenbart seine Identität, den Schlüssel zu seiner Heiligkeit und den Grund für diese Feier. 

Der heilige Josef lehrt uns die wesentlichen Tugenden eines Ehemannes. Was können wir von ihm lernen? Das Evangelium lädt uns ein, über Josefs Situation nachzudenken und darüber, wie er sich entschied, Maria als seine Frau anzunehmen. Seine Reaktion bleibt ein wertvolles Vorbild für alle Ehemänner.

Das Evangelium beschreibt Josef als einen «"gerechter Mann"». Im Alten Testament bedeutet dies mehr als nur äußerlichen Gehorsam gegenüber dem Gesetz; es beschreibt jemanden, der den Bund wahrhaftig lebt und Gottes Willen mit aufrichtigem Herzen sucht. Josef war ein solcher Mann. Er erfüllte nicht nur die Regeln, sondern entdeckte Gottes Liebe hinter und im Gesetz. Papst Benedikt XVI. bemerkte einmal, dass im heiligen Josef «Das Alte Testament wird zum Neuen Testament.», Denn er sucht nicht nur die Gebote, sondern Gott selbst, die persönliche Liebe Gottes.

Das Evangelium schildert Josef in einer schwierigen Lage. Man kann sich seine Enttäuschung vorstellen, als er seine Frau schwanger vorfand. Er wusste, dass Maria eine rechtschaffene junge Frau war; er kannte ihre innere und äußere Schönheit, die Reinheit ihres Herzens, und nun ist er verwirrt und enttäuscht. Doch Josef, der wahrhaftig ein rechtschaffener Mann ist, wendet das Gesetz nicht starr auf Kosten der Güte an, sondern nimmt sich vielmehr die Zeit, die ihm zusteht, die Güte zu bewahren. «ein Weg der Liebe in der Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit in der Liebe.». Es zeigt, dass der Gerechte nicht nur aus Glauben lebt (vgl. Habakuk 2,4), sondern auch aus Liebe. Seine Gerechtigkeit ist von der Liebe bestimmt. Er war ein Mann wahrer Liebe, ein Ehemann, der zu lieben wusste.

Joseph war ein Ehemann, der auf Gott hörte und ihm gehorchte. Er achtete auf Gottes Stimme. Er war kein Träumer, obwohl Gott durch einen Traum in sein Leben trat. Er war ein Mann des Gebets und erinnerte Ehemänner daran, wie wichtig der ständige Dialog mit Gott vor jeder Entscheidung innerhalb der Familie sei. Er besaß die Fähigkeit, auf Gott zu hören, und den Mut, das Richtige zu tun und seine Berufung als Ehemann zu leben, indem er Maria zur Frau nahm.

Als Josef aufstand, gehorchte und Maria zur Frau nahm, sagte er auch Ja zur Vaterschaft: «Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.». Durch seine Keuschheit als Ehemann wurde er auch Vater. In Joseph sehen wir eine weitere Dimension der Vaterschaft. Er ist nicht nur ein Vorbild für Ehemänner, sondern auch für zölibatär lebende Männer. Er zeigt, dass Keuschheit auch zu wahrer Vaterschaft führen kann.

Der heilige Josef ist ein Vorbild für Ehemänner, und es besteht ein dringender Bedarf an viel mehr «Josefs» in der heutigen Welt. Kein Wunder, dass mir eine fromme Mutter einmal sagte, sie solle dafür beten, dass ihre Tochter ihren Josef finde. Wie recht sie doch hatte! Wenn wir mehr heilige Familien brauchen, brauchen wir heilige Männer, heilige Ehemänner wie Josef. Wir beten, dass wir viele Männer wie den heiligen Josef haben werden, heilige Ehemänner.

Aus dem Vatikan

“Glaube ist kein blinder Akt, kein Verzicht auf Vernunft”, bekräftigt der Papst.

Am vierten Fastensonntag rief Papst Leo XIV. uns dazu auf, unsere Augen zu öffnen mit einem Glauben, der wachsam und aufmerksam den Fragen des menschlichen Herzens und den dramatischen Situationen von Ungerechtigkeit, Gewalt und Leid zugewandt ist. “Glaube ist kein blinder Akt, kein Verzicht auf Vernunft”, sagte er nur einen Tag nach dem Tod des Philosophen Jürgen Habermas.  

Francisco Otamendi-15. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Glaube und Vernunft, die Aufforderung, angesichts von Gewalt und Leid “die Augen offen zu halten”, sowie der Aufruf zu einer Einstellung der Feindseligkeiten im Nahen Osten und zur Wiederaufnahme des Dialogs, insbesondere im Libanon, waren zentrale Themen in der Angelus von Papst Leo XIV. am vierten Fastensonntag.

Tatsächlich Blickpunkt Evangelium Der Papst sagte, die Lesung für diesen vierten Fastensonntag erzähle von der Heilung eines von Geburt an Blinden (vgl. Joh 9,1-41), und dass es “auffallend ist, dass seit Jahrhunderten die Ansicht verbreitet ist und auch heute noch existiert, dass Glaube eine Art “Sprung ins Ungewisse”, ein Verzicht auf das Denken sei, sodass Glauben zu haben bedeute, “blind” zu glauben.“. 

“Ein Christentum mit offenen Augen”

Das Evangelium hingegen berichtet, dass im Kontakt mit Christus die Augen geöffnet werden, so dass die religiösen Autoritäten den geheilten Blinden eindringlich fragen: “Wie sind deine Augen geöffnet worden?‘ (Joh 9,10); und auch: ’Wie hat er deine Augen geöffnet?‘ (V. 26).

Der Papst ermutigte alle mit den Worten: “Wir, geheilt durch die Liebe Christi, sind aufgerufen, ein Christentum mit offenen Augen zu leben, insbesondere für das Leid anderer und die Wunden der Welt. Angesichts der vielen Fragen des menschlichen Herzens und der dramatischen Situationen von Ungerechtigkeit, Gewalt und Leid, die unsere Zeit prägen, brauchen wir einen wachen, aufmerksamen und prophetischen Glauben, einen Glauben, der uns die Augen für die Dunkelheit der Welt öffnet.“.

Leo XIV., Benedikt XVI., Jürgen Habermas

Kurz zuvor hatte der Nachfolger Petri gesagt: “Glaube ist kein blinder Akt, kein Verzicht auf Vernunft, keine Haltung einer bestimmten religiösen Überzeugung, die uns dazu bringt, unseren Blick von der Welt abzuwenden. Im Gegenteil, der Glaube hilft uns, aus Jesu Sicht zu sehen, mit seinen Augen.”.

Manche haben an dieser Stelle an die Gespräche zwischen dem deutschen Philosophen erinnert. Jürgen Habermas, Der gestern im Alter von 96 Jahren verstorbene Redner führte 2004 ein Gespräch mit Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.), in dem dieser einräumte, dass Religion in gewisser Weise einer kritischen Kontrolle durch die Vernunft bedürfe. Im Mittelpunkt des Dialogs standen Glaube, Vernunft und Demokratie in Europa.

Habermas seinerseits räumte ein, dass Religion weiterhin eine relevante kulturelle und moralische Rolle spielt, und schlug nicht vor, sie aus dem öffentlichen Raum auszuschließen, sondern ihre ethischen Erkenntnisse in eine für alle Bürger verständliche Sprache zu übersetzen. Gleichzeitig betonte der Philosoph, dass das Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft kein Verhältnis der Unterordnung, sondern des gegenseitigen Lernens sei. 

Krieg im Nahen Osten

Bezüglich des Krieges im Nahen Osten bemerkte Leo XIV.: “Tausende unschuldige Menschen haben ihr Leben verloren, und viele andere wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Ich wiederhole mein Gebet für all jene, die Angehörige bei den Angriffen auf Schulen, Krankenhäuser und bewohnte Gebiete verloren haben.”.

“Libanon, ein Grund zur großen Sorge”

Anschließend räumte er, wie bereits am vergangenen Sonntag, ein: “Die Lage im Libanon gibt Anlass zu großer Besorgnis. Ich hoffe, dass sich Wege für einen Dialog eröffnen, die den Behörden des Landes helfen können, dauerhafte Lösungen für die gegenwärtige schwere Krise zum Wohle aller Libanesen umzusetzen.“.

Im Namen der Christen des Nahen Ostens und aller Frauen und Männer guten Willens appelliere ich an die Verantwortlichen dieses Konflikts: Stellt die Feindseligkeiten ein! Lasst uns den Dialog wieder aufnehmen! Gewalt kann niemals zu der Gerechtigkeit, Stabilität und dem Frieden führen, nach denen sich die Menschen sehnen.

Der Papst residiert nun in der Wohnung des Apostolischen Palastes.

Darüber hinaus hat Papst Leo bereits übertragen Ihre Residenz Der Papst ist, wie Matteo Bruni, Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, bestätigte, zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern in eine Wohnung im Apostolischen Palast umgezogen. Diese umfasst mehrere Räume, darunter sein privates Arbeitszimmer, von dem aus der Papst auf dem Petersplatz den Angelus betet, eine Bibliothek und eine kleine Kapelle. Bislang hatte der Papst im Palast des Heiligen Offiziums gewohnt, wo er bereits als Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe residierte. 

Der AutorFrancisco Otamendi

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Junge Menschen, die soziale Medien verlassen 

Junge Menschen, die ihre Netze verlassen und Jesus nachfolgen, weisen uns, die wir ängstlich sind, den Weg und lassen uns erkennen, dass die Zukunft nicht so düster ist, wie es die Nachrichten darstellen.

15. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Innerhalb weniger Monate habe ich miterlebt, wie ein 20-jähriger Junge ins Priesterseminar eintrat und zwei 26-jährige Frauen heirateten. Unterschiedliche Wege für dieselbe Berufung: die Fesseln des Glaubens zu sprengen und Gott zu folgen, wohin er ihn führt.

In diesen Tagen vor der Feier von Seminar-Tag (22. März) sind wir aufgefordert, über die christliche Berufung nachzudenken, gegen die eine berühmte spanische Komikerin kürzlich einen wütenden Angriff gestartet hat, nicht so sehr, glaube ich, aus echtem Hass auf das Christentum, sondern weil «sie nicht weiß, was sie tut».

Für Menschen mit einer rein materialistischen Weltanschauung ist es unmöglich zu verstehen, warum ein junger Mann oder eine junge Frau sich entscheidet, nicht mehr für sich selbst zu leben, sondern sich anderen zu widmen – sei es durch eine christliche Ehe oder eine Berufung zum Priestertum oder in einen Orden. «Sie müssen einer Gehirnwäsche unterzogen worden sein», denken diejenigen, die nicht erkennen, dass ihr eigenes Gehirn durch Ideologien – regelrechte politische Religionen, die ihre Anhänger nicht nur innerlich leer zurücklassen, sondern sie unter dem Deckmantel der Freiheit versklaven – wie ein Schweizer Käse ist.

Andere Götter

Jesu Aufruf an seine Jünger, ihre Netze niederzulegen, ist in einer so verstrickten Welt wie der, vor der die Menschheit im zweiten Viertel des 21. Jahrhunderts steht, aktueller denn je. Unsere jungen Menschen sind gefangen im Bann des Geldgottes, der durchsichtigen Angelschnur des Ästhetikgottes, des dünnen Drahtes des Karrieregottes, des unsichtbaren Kabels des Liebesgottes, des flüchtigen Fadens der digitalen Welt…

Wie jene unsichtbaren Fischernetze, die im Meer treiben, Meerestiere verfangen und zu Tode erschöpfen, leben viele junge Männer und Frauen unwissentlich in einem riesigen Knäuel feiner Fäden gefangen, das sie am freien Schwimmen hindert. Die Daten belegen eindeutig: Die Jugend ist nicht mehr das goldene Zeitalter, sondern ganz im Gegenteil. Jüngere Generationen sind weitaus unglücklicher als ältere, und der psychische Verfall, unter dem sie leiden, erreicht pandemische Ausmaße.

Einladung zur Liebe

Was ist geschehen, dass sie trotz fast allem, was sie haben, mit ihrem Leben nicht zurechtkommen? Könnte es sein, dass der Mensch mehr ist als bloße Materie und diese Materie zerfällt, wenn er nicht erkennt, dass er mehr ist? Jesu Aufforderung an seine Jünger, ihre Netze zu verlassen, war kein Befehl der Autorität, sondern eine Einladung, geboren aus Freiheit, sich zu befreien und dieses «Mehr» zu entdecken, das Geheimnis wahren Glücks: die Liebe. Denn nur für uns selbst zu leben, verarmt uns und beschränkt unseren Geist, der dazu berufen ist, anderen die Hand zu reichen, zu lieben und zu dienen.

Wie viel Freude wird doch von jenen Menschen vermittelt, die für und durch andere leben! Mütter Und Eltern, die sich ihren Ehepartnern und Kindern widmen, Priester, die sich ihren Gemeinden widmen, Nonnen und Mönche, die sich um ihre Brüder und Schwestern in der Gemeinschaft kümmern und ihr kontemplatives oder aktives Charisma voll ausleben, oder Freiwillige, die ihren Beitrag zum Aufbau einer besseren Welt leisten. Sie alle zeigen, dass das Leben, wenn es gegeben wird, empfangen wird, und dass es verloren geht, wenn man versucht, es festzuhalten.

Die Aussage der Jugend

Zu sehen, wie junge Menschen gegen den Strom schwimmen und trotz aller Schwierigkeiten, die das heute mit sich bringt, Ja zu Gott sagen, offenbart mir meinen Mangel an Glauben und Hoffnung. Mangel an Glauben, weil ich vergesse, dass Gott ein Vater ist, der sich um die Seinen kümmert; Mangel an Hoffnung, weil ich die Zukunft fürchte – eine Zukunft, die weder von mir noch von Donald Trumps Launen abhängt, sondern allein von Gott.

Das Zeugnis von Seminaristen, die Erfahrungen junger Männer und Frauen, die sich für ein Ordensleben entscheiden, das Beispiel junger Paare Braut und Bräutigam, Sie sind ein kraftvoller prophetischer Ruf, der eine Gesellschaft aufrütteln sollte, die von den neuen Opiummitteln des Volkes in einen Dämmerzustand versetzt wurde. Die jungen Menschen, die ihre Netze verlassen und in die Fußstapfen Jesu treten, weisen uns, den Ängstlichen, den Weg und lassen uns erkennen, dass die Zukunft nicht so düster ist, wie die Nachrichten sie darstellen. 

Wie uns der heilige Petrus in der Apostelgeschichte in Erinnerung rufen würde: «Eure Söhne und Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Visionen haben.» Das ist alles.

Der AutorAntonio Moreno

Journalist. Hochschulabschluss in Kommunikationswissenschaften und Bachelor in Religionswissenschaften. Er arbeitet in der Diözesandelegation für die Medien in Málaga. Seine zahlreichen "Threads" auf Twitter über den Glauben und das tägliche Leben sind sehr beliebt.

Berufung

Dienen durch Kommunikation: Die Mission, die Susy Campoverdes Leben veränderte

In Guayaquil, einer Stadt mit rasantem Tempo und pulsierendem Handel, hat Susy Campoverde in Zusammenarbeit mit ihrer Gemeinde einen Raum gefunden, in dem Zeit anders gemessen wird: durch Gnade.

Juan Carlos Vasconez-14. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Susy Campoverde, eine Marketingexpertin mit fundierten Kenntnissen der Geschäftswelt, tauschte Unternehmensstrategien gegen die Arbeit in Kirchengemeinden ein und entdeckte dabei eine unerwartete Berufung.

Manchmal ist Susy selbst überrascht von der Definition ihrer aktuellen Rolle: “Ich bin immer wieder überrascht, wenn mich einer der Priester, mit denen ich zusammenarbeite, als ‘diejenige, die für die Kommunikation zuständig ist, diejenige, die uns über Veranstaltungen, Aktivitäten und vor allem über besondere Feierlichkeiten auf dem Laufenden hält’ vorstellt.”. Obwohl die Priester es liebevoll sagen, spürt sie die Schwere dieser Worte. 

Für Susy ist kirchliche Kommunikation nicht technischer, sondern theologischer Natur: “In der Kirche bedeutet gute Kommunikation auch gute Dienste: Ein Punkt, ein Komma, ein Wort, ein Foto oder ein Video können ein Herz näher zu Gott bringen… oder es gleichgültig lassen.”. 

Heimkehr Hand in Hand mit der Tochter

Susys Bekehrungsgeschichte hat einen mütterlichen Auslöser. Ihr Weg begann vor vierzehn Jahren neu, angetrieben vom Wunsch nach dem Wohl ihrer ältesten Tochter. “Ich habe sehr viel gearbeitet und obwohl ich sie von ganzem Herzen liebte, hatte ich das Gefühl, ihr etwas Wesentliches vorenthalten zu haben: Raum, um spirituell zu wachsen, um Gott kennenzulernen.”, Er erinnert sich mit Aufrichtigkeit an jene Jahre intensiver Arbeitstätigkeit.

Dieses Unbehagen weckte Erinnerungen an ihre eigene Kindheit in Guayaquil. Ihre Erinnerung führte sie zurück nach Guayalar, einer Institution, die mit der Arbeit des Opus Dei verbunden ist. Susy erinnert sich mit Wehmut daran, dass “Dort gab es Vorträge, Meditationen, Gesprächsrunden und wir wurden zu Retreats eingeladen, wo immer eine heimelige Atmosphäre herrschte, die mein Herz berührt hat.”. Es war dieses Gefühl “liebe, begleitet, geführt” was sie sich für ihre Tochter wünschte.

Obwohl sie durch Heirat und Erwachsenenleben von ihnen entfremdet war “"versehentlich"”, Die Suche nach einer Ausbildung für ihre Tochter wurde für sie selbst zum Damaskuserlebnis. Sie wollte dem Mädchen eine bessere Zukunft ermöglichen. “jene Umgebung, in der man Gott auf natürliche Weise finden kann”, Sie hat es schließlich selbst gefunden. 

Eine im Gebet verankerte Routine

Susy ist weit mehr als nur eine Verwaltungsangestellte; sie geht ihre Arbeit mit Spiritualität an. Ihr Tag beginnt mit einer klaren Priorität:“Ich stehe auf, lege meinen Tag fest und verbringe einige Zeit im Gebet zu Hause, bevor die Hektik des Familien- und Arbeitsalltags beginnt.”. Er betont nachdrücklich die Wichtigkeit dieses Augenblicks: “Dieses Gebet, mal kurz, mal lang, je nach Tag, ist es, das mich stärkt.”.

Seine Arbeit in den verschiedenen Pfarreien, mit denen er zusammenarbeitet, geht über “Fotografieren oder Vorbereiten von Kommunikationsmaterial“”Ihr Ziel ist “Mit der Gemeinde leben, zuhören, begleiten und das Gemeindeleben hautnah miterleben”. Für sie sind die Sakramente und das Gebet keine Ergänzung, sondern das Fundament: “Diese Momente -Gebet zu Hause, Messe, Gemeinschaftsleben- Sie sind mein täglicher Anker. Sie erinnern mich daran, dass meine Arbeit nicht nur eine Reihe von Aufgaben ist, sondern eine Mission.”.

Kommunizieren heißt, Leben zu übermitteln

Seine Vision von institutioneller Kommunikation in der Kirche ist tiefgründig: “Die Kommunikation innerhalb der Gemeinde ist eine heikle Angelegenheit. Es geht nicht nur um Information, sondern auch darum, Leben zu vermitteln.”.

Dieses Bewusstsein führt sie zu einem heiligen Perfektionismus. “Eine gut formulierte Botschaft kann Mut machen; ein Bild kann Glauben wecken.”, Sie versichert es. Im direkten Umgang meidet Susy das Rampenlicht. “Ich gebe keine großartigen Ratschläge und habe auch nicht die Absicht, irgendjemandes spirituellen Weg zu lenken.”, Er präzisiert seine Aussage. Seine Methode ist einfacher: “Ich arbeite einfach mit Sorgfalt und begegne den Menschen aus einer alltäglichen Perspektive.”. Er hat festgestellt, dass Evangelisierung nicht immer lange Reden erfordert, denn “Gott wirkt vor allem in diesen einfachen Gesten, in der Nähe und dem Respekt, mit dem wir andere behandeln.”.

Es gibt eine Anekdote, die Susy sehr schätzt und die ihre Mission perfekt veranschaulicht. In ihrer Gemeinde ist sie oft damit beauftragt, den Rosenkranz zu beten, was sie auch tut. “mit Zuneigung und auch mit ein wenig Bescheidenheit”. Eines Tages kam eine ältere Dame nach der Messe auf ihn zu, nahm sanft seine Hand und sagte: “Wie schön, wie sie den Rosenkranz trägt… Ich habe gelernt, mit ihr zusammen zu beten.”.

Diese Bemerkung war eine Offenbarung. “Seine Worte haben mich tief berührt.”, Susy gesteht. “Ich hätte mir nie vorstellen können, dass das Rosenkranzgebet das Herz eines Menschen berühren könnte. Für mich war es eine einfache, fast alltägliche Handlung; für sie aber war es eine offene Tür, um Gott näherzukommen.”.

Spanien

RedMadre bietet eine Trainingssuchmaschine speziell für Mütter an.

Die Stiftung zur Unterstützung von Müttern startet eine bahnbrechende Website zur Berufsberatung für frischgebackene Mütter (und auch für alle anderen).

José María Navalpotro-13. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

Schwangere Frauen, die einem Risiko ausgesetzt sind und denen die Ausbildung oder berufliche Qualifikation fehlt, um selbstständig zu arbeiten und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine Tragödie. Und eine sehr häufige Situation in dieser Gruppe. Die RedMadre Foundation hat gerade ein Portal gestartet, RedMadre Orienta, Um Ihnen diese Aufgabe zu erleichtern, bietet Ihnen dieses einzigartige digitale Tool abseits des Suchmaschinends von Google die Möglichkeit, Ihre Suche zu fokussieren und unkompliziert auf verschiedene Weiterbildungsangebote zuzugreifen – sowohl öffentliche als auch private, kostenlose und kostenpflichtige. Dieses Tool wurde durch die Unterstützung von [Sponsoring-Link einfügen] ermöglicht. Nemesio Diez Stiftung, die Projekte unterstützt, die sich für schutzbedürftige Menschen in Spanien einsetzen.

Nur wenige Tage nach dem Internationalen Frauentag am 8. März ist RedMadre der Ansicht, dass die Beschäftigungsfähigkeit von Frauen weiterhin eine Herausforderung für die Gesellschaft darstellt, insbesondere für Frauen, die schwanger werden oder kürzlich entbunden haben.

Laut María Torrego, Präsidentin der RedMadre Foundation, einer Organisation, die seit 19 Jahren Frauen in schwierigen Schwangerschaftsphasen unterstützt, hat jede vierte Frau nach der Geburt Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden. Aus diesem Grund wurde diese Website entwickelt, die “eine intelligente Suchmaschine für Weiterbildungsangebote für junge Mütter oder einfach Mütter” ist, erklärt Torrego, die Leiterin der Stiftung. Die Angebote richten sich zwar an eine bestimmte Zielgruppe, können aber grundsätzlich jeder Frau – und sogar Männern – zugutekommen, da die Möglichkeiten sehr vielfältig sind. “Es ist wie ein spezialisiertes Google, das Zeit und Mühe bei der Suche spart”, fügt sie hinzu.

Das Training wurde an die Gegebenheiten angepasst.

“Wir helfen den schwangeren Frauen und jungen Müttern, die wir betreuen, Zugang zu Schulungen zu erhalten, die auf ihre Lebensumstände zugeschnitten sind, um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und es ihnen zu ermöglichen, ihre Familien zu unterstützen und sich ein Leben aufzubauen”, sagt sie. María Torrego fügt hinzu: “Mit diesem Karriereberatungsportal öffnen wir unser Ausbildungs- und Beschäftigungsprojekt für jede Frau, die neue Möglichkeiten benötigt, um ihr Lebensprojekt neu aufzubauen, ohne dabei auf die Unterstützung von RedMadre angewiesen zu sein.”.

Das neue digitale Tool ist Teil des Beschäftigungsprogramms, das die Stiftung bereits im Rahmen des Projekts Forma+Emplea+Integra entwickelt. Das von Leticia Estevas-Guilmain geleitete Projekt, das sich an Mütter in schwierigen Lebenslagen richtet, zeigte auf: “Wir haben den Bedarf an einem Instrument erkannt, das ihnen hilft, Weiterbildungsangebote zu finden.” Sie betont, dass ein Großteil der Begünstigten von RedMadre Migrantinnen sind. “Wir haben festgestellt, dass diese Frauen, denen wir helfen, dringend eine Ausbildung benötigen, um eine angemessene Beschäftigung zu finden, die ihnen und ihren Familien bessere Zukunftschancen sichert. Schwangerschaft und die erste Zeit mit dem Kind können dabei helfen.”. 

In vielen Fällen fehlt ihnen jedoch die entsprechende Ausbildung in Spanien. Manchmal haben sie gar keine; andere verfügen sogar über Hochschulabschlüsse – Zahnärzte, Juristen, Ärzte –, aber ohne anerkannte Qualifikation. Die Stiftung hat ihnen bereits praktische Unterstützung durch kurze, praxisorientierte Schulungen und spezialisierte Präsenzkurse angeboten. 

“Jetzt weiten wir diese Unterstützung auf Schwangere und alle anderen Menschen aus, unabhängig von ihrer Situation. Außerdem ist es ein bahnbrechender Kurs, weil sonst niemand so viele Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten zusammenträgt”, erklärt Leticia. “Es gibt keine Suchmaschinen, die etwas so Spezielles anbieten”, betont sie.

Die Seite ist kein Kurs-Tracker; stattdessen analysiert das RedMadre-Team verschiedene Optionen und Kurse, um dann diejenigen aufzunehmen, die für die Zielgruppe des Tools wirklich nützlich sind.

Die Website bietet Informationen zu Dienstleistungen von 16 privaten Organisationen, die mit RedMadre zusammenarbeiten (Wohlfahrtsorganisationen, Bildungseinrichtungen usw.), sowie zu zahlreichen öffentlichen Angeboten von Ministerien, Regionalregierungen und Stadträten. Die meisten Angebote sind kostenlos. Für einige kostenpflichtige Angebote bietet die Stiftung häufig finanzielle Unterstützung an.

Im Internet 

Auf der Seite RedMadre Orienta Es ermöglicht Frauen, sich – basierend auf Alter, Region, Vorbildung und Aufenthaltsstatus – mit sozialen Organisationen zu vernetzen, die Kurse und Programme anbieten, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Zudem bietet es eine Übersicht über das öffentliche Bildungssystem und die möglichen Studienabschlüsse mit detaillierten Erläuterungen zu jedem Abschluss und den anschließenden Berufsmöglichkeiten. Darüber hinaus enthält es einen Bereich für den schnellen und einfachen Zugriff auf die Anerkennung beruflicher Qualifikationen und die Validierung von Abschlüssen.

Torrego hat alle Bildungseinrichtungen und sozialen Organisationen dazu ermutigt, ihre Mitarbeit auf der Seite anzubieten, mit dem Ziel, ein möglichst breites Angebot auf dieser Website zu bündeln.

Die Website wird regelmäßig aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Inhalte aktuell sind und keine Links zu abgelaufenen Websites oder Angeboten vorhanden sind. Die Suchmaschine ist erreichbar über https://orienta.redmadre.es/

Aktuelles

La inolvidable figura de Carmen Hernández

La entrega de más de 30.000 folios de documentación en el Arzobispado de Madrid permite profundizar en las señales de identidad de la vida y misión de Carmen Hernández.

José Carlos Martín de la Hoz-13. März 2026-Lesezeit: 4 Minuten

El pasado dos de marzo, en el arzobispado de Madrid tuvo lugar el acto de entrega de la documentación preparada por la Comisión Histórica al delegado episcopal de las Causas de los Santos del Arzobispado de Madrid, Ilmo. Sr. D. Alberto Fernández. 

El Postulador de la Causa, Dr. D. Charlie Metola y los doctores miembros de la Comisión histórica juraron haber cumplido fielmente con el mandato recibido del Emmo. Sr. Cardenal José Cobo, arzobispo de Madrid. Finalmente, los profesores fueron interrogados uno a uno por el tribunal nombrado al efecto por el Sr. Cardenal tal y como prescribe el derecho canónico.

Finalmente, en el hall del Arzobispado de Madrid, se hicieron unas fotografías para inmortalizar el momento donde aparecen los miembros del tribunal mencionado y el postulador de la Causa junto a los cinco historiadores, todos ellos buenos profesionales y muy conocedores de la cofundadora del Camino Neocatecumenal.

Las señales de identidad de Carmen Hernández

La pregunta que uno se hace después de revisar y preparar los 30.000 folios de documentos, recogidos, trascritos y presentados ante el Tribunal diocesano, sería cuáles fueron las señales de identidad de la Sierva de Dios Carmen Hernández. Esta pregunta es la que intentaré resumir en las siguientes líneas.

En primer lugar, me ha impresionado conocer el itinerario vocacional a través del cual Carmen Hernández recibió de Dios la misión de trabajar codo a codo con Kiko Arguello toda su vida, siendo ambos de formación y mentalidad tan diferentes, para responder a la invitación divina de construir comunidades cristianas en el mundo entero y una verdadera espiritualidad en la que varios millones de personas, la mayoría familias cristianas, han alcanzado ya, con la gracia de Dios y la libertad, la santidad y han vivificado países y diócesis enteras.

Formación teológica y providencia en su preparación

Inmediatamente, hemos de reconocer la Providencia de Dios que hizo que Carmen realizara estudios de teología hasta alcanzar la licenciatura en la Facultad de Teología de Valencia que puso en marcha e impulsó D. Antonio Rodilla una de las personalidades más importantes de la diócesis de Valencia y fiel colaborador del arzobispo Marcelino Olaechea.

Precisamente Carmen pudo enriquecerse de la riqueza doctrinal, teológica y litúrgica de la Facultad y después aplicarla a los catequistas del camino, de modo que supieran por el grado de profundidad de la teología, aplicarla a personas, familias, de toda clases y condición y de todas las razas. Los guiones que preparaba y que se han conservado y entregado en la Comisión Histórica explicitan el ambiente teológico de los años cincuenta y de la renovación del Concilio Vaticano II.

Carmen conocía muy bien la Biblia

Es especialmente llamativo el gran conocimiento de las Sagradas Escrituras que muestra todo el trabajo catequético de Carmen Hernández así como de la Tradición viva de la Iglesia y del magisterio pontificio. Es muy fácil descubrir las relaciones de aquella teología viva con el texto del Catecismo de la Iglesia Católica que se publicaría en el año 1992 y que vemos reflejado en tantos guiones elaborados por Carmen.

Hay un detalle que merece la pena resaltar a la luz del reciente Documento elaborado por la Comisión de Doctrina de la fe de la Conferencia Episcopal Española. En ese documento se desea llamar la atención de la importancia de proporcionar al pueblo cristiano una formación solida en materia doctrinal y de piedad popular, evitando tanto el emotivismo como la fría racionalidad lejana de la verdadera vida de oración y sacrificio de los cristianos corrientes. En esa dirección es muy llamativo el sólido fundamento de la teología bíblica y de la teología de comunión que recorre la vida y los escritos de Carmen Hernández.

Una maternidad espiritual al servicio de las familias

Ciertamente, la vida de Carmen Hernández y la del camino Neocatecumenal y la de Kiko Arguello corren en paralelo y cada uno de ellos será un verdadero instrumento de los dones del Espíritu Santo, por tanto, en lo que voy a decir ahora, me ceñiré a lo que pienso que es propio de Carmen. En concreto, Carmen como mujer y “madre” del Camino, va a aportar todos los elementos de su feminidad y especialmente el don de una maternidad desbordarte con las familias del camino.

Con el paso de los años y se estudie desde el ángulo de la teología espiritual las características de este camino de santidad que se abrió en el mundo, seguramente los teólogos, con la necesaria perspectiva histórica y los indudables frutos de santidad que estamos ya contemplando, subrayarán lo que podríamos denominar ahora de modo provisional: “las facetas de una espiritualidad familiar y laical”.

La expansión del cristianismo

Ciertamente, la realidad del Camino es que se trata de comunidades que contienen otras comunidades y dentro de ellas un buen grupo de familias que saben hacer comunidad en todo momento y que a la vez evangelizan el mundo porque se relacionan con otras familias de su entorno y así se iluminará el mundo desde dentro. En ese sentido se estudiarán las migraciones de familias enviadas a construir comunidades cristianas donde no había o casi habían desaparecido de modo que conectarán con los primeros cristianos y la expansión de la fe por todo el imperio tal y como ha historiado Rodney Stark en su famoso tratado “La expansión del cristianismo”.

Entre las anécdotas que se podrían contar, he seleccionado una que, por su sencillez, denota el carácter de madre de familia, fuerte, recia, castellana y navarra, a la que vez que llevada de una comprensión y misericordia infinitas. Me refiero a la conversación directa y espontánea con un grupo de seminaristas a los que deseaba formar y lanzar por el mundo entero. En un momento de intensa seguridad en ellos les decía: “la virtud es cuestión de fe”. 

Ciertamente, quien conoce y ha tratado con gente joven, sabe que hay que ser siempre animante, positivo y alentador y, a la vez, que no hay fórmulas mágicas, ni atajos pero, también, que solo desde la hondura se puede construir un edificio sólido. La fe, la esperanza y el amor son tres virtudes teologales que Dios concede a manos llenas a quienes desean seguirle en su servicio. Todos los problemas espirituales, por tanto, se arreglan pidiendo ayuda a Dios para que nos de las virtudes que nos está pidiendo.

La expansión del cristianismo

Autor: Rodney Stark
Leitartikel: Trotta
Seiten: 224
Jahr: 2025
TribüneMonsignore José Ángel Saiz Meneses

Volksfrömmigkeit und die missionarische Tätigkeit der Bruderschaften

En un mundo donde la piedad popular acerca a los fieles al misterio de Dios, las hermandades y cofradías cumplen una misión clave que se sostiene en tres pilares: formación sólida, fe coherente y compromiso con la caridad y los más necesitados.

13. März 2026-Lesezeit: 3 Minuten

La piedad popular no es un apéndice folclórico de la vida cristiana. Es el umbral por el que muchas personas son introducidas en el Misterio de Dios: una madre que enseña a persignarse, una vela encendida ante una imagen, un rosario rezado en familia, una estación penitencial que despierta preguntas. Ahora bien, para que ese umbral conduzca verdaderamente a Cristo, debe permanecer unido a la vida litúrgica de la Iglesia. El Zweites Vatikanisches Konzil lo expresa con claridad: “la Liturgia es la cumbre a la cual tiende la actividad de la Iglesia y al mismo tiempo la fuente de donde mana toda su fuerza” (Sacrosanctum Concilium, 10).

Por eso, el mismo Concilio, al recomendar las prácticas piadosas, fija un criterio de oro: “es preciso que estos mismos ejercicios se organicen teniendo en cuenta los tiempos litúrgicos, de modo que vayan de acuerdo con la sagrada Liturgia, en cierto modo deriven de ella y a ella conduzcan al pueblo” (Sacrosanctum Concilium, 13). Esta regla pastoral evita dos tentaciones: el liturgicismo que desprecia la devoción del pueblo, y el devocionismo que olvida que la Eucaristía es el corazón de la vida del cristiano y de la Iglesia.

San Pablo VI, con mirada paterna, reconoció luces y sombras de la “religiosidad popular”; pero afirmó que, “cuando está bien orientada… contiene muchos valores” (Evangelii nuntiandi, 48). Y el Papa Francisco ha subrayado, con fuerza, que en la piedad popular “subyace una fuerza activamente evangelizadora que no podemos menospreciar” (Evangelii gaudium, 126). No se trata de prácticas piadosas marginales: es un hecho pastoral. Allí donde la fe parece debilitada, muchas veces queda una brasa encendida en estas expresiones tan sencillas como profundas.

Hermandades y cofradías: un sujeto eclesial privilegiado

En nuestra tierra, las hermandades y cofradías son un sujeto privilegiado de esa piedad popular. El Directorio sobre la piedad popular y la liturgia recuerda que, junto al ejercicio de la caridad y del compromiso social, entre sus fines está “el fomento del culto cristiano” (Directorio… n. 69). Describe también su vida concreta: disponen de un calendario propio de cultos, procesiones y peregrinaciones, y señalan días “en los que se deben hacer determinadas obras de misericordia” (Ibídem). La Iglesia las reconoce, aprueba sus estatutos y valora sus actos de culto; pero, al mismo tiempo, les pide que, “evitando toda forma de contraposición y aislamiento”, estén “integradas de manera adecuada en la vida parroquial y diocesana” (Ibídem).

Desde aquí se comprende su misión evangelizadora. Una hermandad evangeliza cuando cuida la comunión: con el párroco, con la diócesis, con la vida litúrgica ordinaria, con los pobres y con los jóvenes. Evangeliza cuando el culto no se reduce a lo estético, sino que conduce a la confesión, a la vivencia profunda de la Eucaristía, a la escucha de la Palabra, a la coherencia de vida y a su obra caritativa y social. Y evangeliza cuando su presencia pública no es autoafirmación, sino testimonio: un pueblo que camina con humildad, rezando, ofreciendo penitencia, poniendo a Cristo en el centro.

Tres tareas inaplazables

Primera: formar. Sin formación doctrinal y litúrgica, la piedad se empobrece y queda expuesta a confusiones. El Directorio recuerda que los ejercicios de piedad deben ser “conformes con la sana doctrina”, "en armonía con la sagrada Liturgia” y favorecer “una participación consciente y activa en la oración común de la Iglesia” (Directorio…, n. 71). Urge, por tanto, una catequesis perseverante: sobre el misterio de Cristo, sobre la Virgen María, sobre los santos, sobre el sentido de la penitencia y de la misericordia, sobre la Doctrina Social de la Iglesia.

Segunda: celebrar con verdad. Los cultos bien preparados -centrados en Cristo, iluminados por la Palabra, con sobriedad y sentido eclesial- evangelizan sin estridencias. También las peregrinaciones y procesiones, cuando son oración y no espectáculo, pueden ser un “primer anuncio” para muchos. Francisco recuerda que “el caminar juntos hacia los santuarios… es en sí mismo un gesto evangelizador”, y añade: “¡No coartemos ni pretendamos controlar esa fuerza misionera!” (Evangelii gaudium, 124).

Tercera: servir. La devoción que no se hace caridad se vuelve estéril. La hermandad que acompaña al enfermo, sostiene al necesitado, acoge al migrante, visita al anciano, promueve obras de misericordia y defiende la dignidad del pobre, predica el Evangelio con obras y credibilidad. Entonces la piedad popular se convierte en evangelización integral: culto y vida, belleza y verdad, tradición y misión.

La piedad popular, purificada y alentada, es un lugar donde el Espíritu sigue trabajando. Cuidémosla con amor pastoral para que nuestras hermandades sean, cada vez más, comunidades de discípulos misioneros, que conduzcan a la liturgia y, desde la liturgia, salgan al encuentro de las personas.

Der AutorMonsignore José Ángel Saiz Meneses

Arzobispo de Sevilla

Spanien

Fernando García, nuevo secretario general de la CONFER a partir de septiembre

Fernando García Sánchez sustituye a Jesús Miguel Zamora, FSC, como nuevo secretario general de la CONFER asumiendo el cargo a partir del 1 de septiembre.

Redaktion Omnes-12 de März de 2026-Lesezeit: 2 Minuten

El Consejo General de la Conferencia Española de Religiosos (CONFER) ha nombrado este jueves 12 de marzo al salesiano Fernando García Sánchez como nuevo secretario general de la institución para el periodo 2026-2030. García asumirá el cargo el 1 de septiembre de 2026, sustituyendo a Jesús Miguel Zamora, religioso de los Hermanos de las Escuelas Cristianas, La Salle, quien ocupa esta responsabilidad desde septiembre de 2017.

Trayectoria actual dentro de los Salesianos

Actualmente, Fernando García (Madrid, 1974) es Superior Mayor de la Inspectoría Salesiana Santiago el Mayor, cargo que desempeñará hasta el próximo 2 de mayo. Dentro de la congregación salesiana también ha sido miembro del Consejo Provincial y coordinador inspectorial de Escuelas de Salesianos Santiago el Mayor.

García hizo su primera profesión religiosa en Arévalo el 16 de agosto de 1993 y fue ordenado sacerdote en Madrid – Paseo de Extremadura el 19 de junio de 2004.

El nuevo secretario general obtuvo la Licenciatura en Filosofía y Letras por la Universidad Pontificia de Salamanca y el Bachillerato en Teología por la Universidad Pontificia Salesiana de Roma, donde también cursó estudios de Pastoral Juvenil.

Experiencia pastoral y responsabilidades institucionales

A lo largo de su trayectoria pastoral ha desempeñado diversas responsabilidades en el ámbito educativo y juvenil. Ha sido coordinador de pastoral, director del Centro Juvenil y coordinador de deportes en la Casa Salesiana de Soto del Real, además de director de Salesianos Aranjuez y Salesianos Atocha.

En la propia CONFER forma parte del Consejo General y ha participado en el grupo encargado de elaborar las Líneas de Trabajo de las Instituciones de la Iglesia Católica en España en materia de abusos sexuales y el Plan de Reparación Integral de Víctimas de Abusos (PRIVA), aprobados en 2024 por la CONFER y la Conferencia Episcopal Española. También integra un grupo de trabajo de superiores mayores creado en 2025 para reflexionar sobre las obras educativas y el gobierno de las instituciones religiosas.

Además, ha sido miembro de la Junta Rectora de Escuelas Católicas – Madrid y del Patronato de la Fundación Educación y Evangelio.

Agradecimiento a Jesús Miguel Zamora

Por su parte, Jesús Miguel Zamora continuará como secretario general hasta la toma de posesión de Fernando García, prevista para el 31 de agosto. La CONFER ha agradecido tanto la disponibilidad de los Salesianos y del nuevo secretario general para asumir este servicio como el trabajo realizado por Zamora durante sus nueve años de dedicación a la institución.

El presidente de la CONFER, Jesús Díaz Sariego, OP, expresó también su gratitud a la Inspectoría Salesiana Santiago el Mayor y a los Hermanos de las Escuelas Cristianas, La Salle, “por su compromiso con la vida religiosa de España, a través de la colaboración y servicio de Fernando y Jesús Miguel en la CONFER respectivamente».

Aus dem Vatikan

Mons. Luis Marín, nuevo limosnero del Papa

El Papa León XIV ha nombrado a Mons. Luis Marín de San Martín, O.S.A., nuevo Limosnero de Su Santidad y Prefecto del Dicasterio para el Servicio de la Caridad, en sustitución del cardenal Konrad Krajewski, llamado a la archidiócesis de Łódź (Polonia).

Redaktion Omnes-12 de März de 2026-Lesezeit: 3 Minuten

El Papa León XIV ha nombrado a Mons. Luis Marín de San Martín, O.S.A., como nuevo Limosnero de Su Santidad y Prefecto del Dicasterio para el Servicio de la Caridad, confiriéndole la dignidad de arzobispo. Mons. Marín, hasta ahora obispo titular de Suliana y Subsecretario de la Secretaría General del Sínodo. Reemplaza así en el cargo al cardenal Konrad Krajewski, quien ha sido designado arzobispo metropolitano de Łódź (Polonia). El cardenal Krajewski, de 63 años, había ocupado el puesto de Limosnero desde 2013 y se convirtió en prefecto del Dicasterio para el Servicio de la Caridad en 2022.

El recién nombrado Limosnero de Su Santidad expresó en un Nachricht su «profundo agradecimiento al papa León XIV por su confianza», al tiempo que aseguraba que intentará cumplir con sus nuevas responsabilidades «con fidelidad, implicación y entusiasmo».

En este trabajo, continuó, «quiero poner a los pobres en el centro y dejarme interpelar por su grito, que es el de Cristo. Como cristiano, como pastor, debo revelar el verdadero rostro del amor divino». Y afirmó que «el servicio a los pobres remite al Evangelio. Ellos nos evangelizan». Recordó además a su predecesor en el cargo, el cardenal Konrad Krajewski, y su «esforzada y magnífica tarea».

Compañeros del Sínodo

El nuevo Limosnero recordó a sus compañeros del Secretariado del Sínodo, entre ellos el cardenal Mario Grech. Agradeció también el nombramiento que recibió del Papa Francisco, «que me llamó a colaborar en este tiempo de renovación y esperanza».

Mons. Marín destacó la riqueza de «los años vividos como subsecretario del Sínodo» y puso en valor «la vitalidad de la Iglesia, que ahuyenta las sombras del pesimismo y la resignación». Asimismo, destacó que durante su labor conoció «a muchos ‘santos de la puerta de al lado’ que, con sencillez, coraje y alegría, viven y testimonian su fe y siembran Evangelio».

Hijo de la Iglesia

Mons. Luis Marín dedicó también unas palabras a la Iglesia, «a la que amo con todo mi ser y a la que deseo servir en lo que me pida, en lo que necesite de mí, como un hijo con su Madre». En la misma línea, finalizó el mensaje afirmando: «Sé que no estoy solo. Soy hijo de la Iglesia, formo parte del Pueblo de Dios. Caminamos juntos» y pidió oraciones para desempeñar su labor.

¿Quién es Mons. Luis Marín?

Mons. Luis Marín llega al cargo con una trayectoria marcada por la coordinación y promoción de la sinodalidad en la Iglesia. Agustino madrileño, ha sido uno de los subsecretarios del Sínodo de Obispos, colaborando estrechamente con el cardenal Mario Grech y la religiosa francesa Nathalie Becquart. En una Interview concedida a Omnes en 2021, Mons. Marín describía el Sínodo como un proceso de escucha y participación, enfatizando que la Iglesia sinodal es caminar juntos: «vivir la Iglesia es vivir la sinodalidad. Promover esta sinodalidad es tarea de todos los cristianos”.

En su labor como subsecretario, Mons. Marín ha impulsado la participación de los laicos en la Iglesia, siempre poniendo énfasis en la dimensión espiritual y la apertura al Espíritu Santo como guía del discernimiento. Su experiencia en coordinación y liderazgo de procesos sinodales será clave en su nueva misión, que combina la administración del Dicasterio con el acompañamiento directo de las obras de caridad del Papa.

Mons. Luis Marín ha compartido con el Papa su vida cotidiana durante años y mantiene con él una gran amistad, lo que le ha permitido conocer de cerca su trayectoria. Tras la elección de León XIV, el nuevo limosnero dedicó un artículo en Omnes para analizar y dar a conocer su figura.

Öko-logisch

Gott in der spanischen Verfassung

La Constitución de 1978 buscó la paz tras décadas de conflicto, pero eliminó toda mención explícita a Dios. Esto generó un debate sobre la identidad moral del Estado y la relación entre religión y política en España.

Santiago Leyra Curiá-12 de März de 2026-Lesezeit: 6 Minuten

Martin Buber comienza uno de sus libros clásicos Eclipse de Dios con esta frase: «El verdadero carácter de una época se reconoce sobre todo por la relación imperante entre religión y realidad».

Como dice Olegario González de Cardedal, pasar de las consecuencias de la guerra civil a un proyecto de pacífica convivencia civil fue el objetivo primordial de la Constitución de 1978. Esta actitud de principio repercutió también sobre las cuestiones religiosas y la izquierda y el nacionalismo político querían alejarse todo lo posible del franquismo. Desde esta perspectiva general hay que situar el que, para muchos, las cuestiones de Dios, religión e iglesias fuesen vistas a la luz de lo anterior como algo represor que debía ser evitado.

El debate religioso en la elaboración de la Constitución de 1978

Por ejemplo, el representante del PSOE Gregorio Peces Barba justificó su «salida» de la Ponencia constitucional por su oposición a la mención constitucional de la Iglesia Católica en el que sería el art. 16.3 de la Constitución (ninguna confesión tiene carácter estatal, pero los poderes públicos tendrán en cuenta las creencias de la sociedad, manteniendo relaciones de cooperación con la Iglesia Católica y las demás confesiones) y al que se opuso su partido por considerarla una confesionalidad solapada.

Más allá de esta postura, se pensaba que predominaba la conciencia general de que la concordia, el entendimiento colectivo entre grupos humanos, partidos, ideologías, regiones y religiones, debía prevalecer sobre posibles y legítimas reclamaciones.

Paz o verdad: el dilema moral de la Transición

Hay dos imperativos morales que el hombre tiene que conjugar y muchas veces no sabe cómo. En la fachada de la Casa Museo de Unamuno en Salamanca está escrita la frase: «Primero la verdad que la paz». Ahora bien, él se refería a la paz personal, a la búsqueda necesaria de la verdad que le precedía y antecedía. El contexto era su lucha existencial. En el momento de la transición española y de la redacción de la Constitución, prevaleció en las conciencias, la afirmación «Antes la paz que la verdad».

Y aquí es donde encontramos las dificultades que para algunos españoles ofrecía el texto de la Constitución de 1978 (fecha en la que el 90,5% de los españoles se declaraba católico) porque silenciaba las afirmaciones que sobre Dios habían precedido prácticamente en el preámbulo de casi todas las anteriores Constituciones españolas con excepción de la propuesta por la República en 1931, comenzando por la de las Cortes de Cádiz que hace dos afirmaciones capitales. Una la que abre el texto: «En el nombre de Dios todopoderoso, Padre Hijo y Espíritu Santo autor y supremo legislador de la Sociedad». Y el artículo 12: «La religión de la nación española es y será perpetuamente la católica, apostólica y romana, única y verdadera. La Nación la protege por leyes sabias y justas y prohíbe el ejercicio de cualquier otra».

¿Constitución sin Dios para un pueblo cristiano?

En la actual Constitución española no hay ni nominación, ni invocación ni referencia explícita alguna a Dios. El problema fue planteado sólo por el senador independiente de Soria Fidel Carazo al que se le unieron otros dos senadores de UCD y el Almirante Gamboa quienes pusieron como condición para dar su voto positivo a la Constitución, que se admitiera la siguiente enmienda: «España reconoce a Dios como fundamento inspirador del derecho y base transcendente de los valores humanos». A ellos se les unió algún otro grupo, que no encontró eco en la sociedad ni en la Iglesia española. En los partidos políticos y en las ponencias constitucionales había una convicción compartida: la religión no debía ser de nuevo un problema que dividiera a los españoles.

La Comisión permanente de la Conferencia Episcopal Española el 28 de septiembre de 1978 publicó una nota a propósito del Referéndum constitucional del 6 de diciembre. En ella los obispos mostraban su reconocimiento a los valores que la Constitución ofrecía a la vez que mostraban algunos reparos y reservas. Y concluían: «Consideramos que no se dan los motivos determinantes para que indiquemos o prohibamos a los fieles una forma de voto determinante».

Monseñor José Guerra Campos, obispo de Cuenca, en una Carta Pastoral asumida por los obispos de Vitoria, Orense, Sigüenza-Guadalajara, Ciudad Rodrigo, Tenerife y Orihuela, preguntaba en el título: «¿Constitución sin Dios para un pueblo cristiano?». El presupuesto de esa interrogación era que, si se trata de un pueblo mayoritariamente cristiano, no se puede enunciar lo esencial de su orientación moral, de su proyecto de sentido y de su norma jurídica constitucional, sin nombrar a Dios. 

San Juan Pablo II en una conversación privada llegó a decir al Cardenal Bueno Monreal arzobispo de Sevilla y al Cardenal Tarancón, arzobispo de Madrid: «Ustedes han consentido en España una Constitución atea». El cardenal Bueno Monreal le contestó: «Es una Constitución aconfesional, reconoce la autonomía al poder civil y autonomía religiosa».

Modelos europeos de relación entre Dios y Constitución

La situación en el resto de las constituciones europeas es diversa: desde las que comienzan con una invocación a la Santísima Trinidad como Irlanda y Grecia, hasta las que mantienen las designaciones divinas que vienen de siglos como es el caso peculiar de Inglaterra, a las que no entran a la cuestión y piensan que la afirmación de Dios queda subsumida desde su único lugar verificable: la libertad de los hombres, a la que se respeta y asigna su lugar propio entre los derechos y libertades que se regulan. La Constitución Federal de la Confederación suiza, en su versión de 1999, comienza así: «En el nombre de Dios Todopoderoso, el pueblo y los Cantones suizos…».

Especial mención merece la Ley Fundamental para la República Federal de Alemania del 23 de mayo de 1949: «Consciente de su responsabilidad ante Dios y ante los hombres y animado de la voluntad de servir a la paz del mundo como miembro en pie de igualdad de una Europa unida, el pueblo alemán…». Aquí no sólo se hace una nominación de Dios, sino que se afirma la responsabilidad de los legisladores ante Él. Es concebido como el frontal de legitimidad, por un lado, de exigencia y de juicio por otro, ante el cual las leyes tienen su último sentido, fundamento y defensa. Detrás se vislumbra la experiencia de los 12 años de nazismo, surgido en un primer momento del voto democrático de los alemanes.

La laicidad surge para la defensa de las minorías, como ámbito de libertad para todos y nunca puede ser utilizada para represión de las mayorías a partir de una ideología o grupo dominante que se eleva a intérprete absoluto como guardián único de la nación o de la república. En este punto exacto se sitúa la Constitución polaca que eligió una vía media, de forma que creyentes y no creyentes se encuentran representados en esa Carta Magna.

El texto dice así: «Nosotros la nación polaca, todos los ciudadanos de la República, tanto aquellos que creen en Dios como origen de la verdad, la justicia, el bien y la belleza, así como aquellos que no comparten tal fe, pero respetan los valores universales como provenientes de otras fuentes, iguales en derechos y obligaciones hacia el bien común … reconociendo nuestra responsabilidad ante Dios o ante nuestra conciencia».

Fundamento moral y consecuencias culturales

Al poner la palabra Dios en un texto constitucional estamos rompiendo la horizontalidad de la historia y de la vida humana; estamos sabiéndonos superiores a nosotros mismos; estamos aceptando la precedencia del bien y la soberanía de la Verdad sobre el hombre como potencia que lo cualifica y como poder que lo juzga, de forma que no se puede declarar al mal bien o al bien mal. Al proferir el nombre de Dios, cada uno estamos sabiéndonos iguales a quienes tienen el poder porque también ellos están remitidos a su juicio y verdad. Ellos, lo mismo que nosotros, deben obedecer a una legislación, que no es pura ley, sino que debe estar fundada en la justicia.

Ortega repetía que Dios es una cuestión de todos, un problema civil y no sólo de los creyentes sino también de los pensantes. Rahner afirmaba que una cultura o universidad que no se atreven a hablar de Dios, y que no tienen un lugar público para Él, no pueden tener lugar público para hablar de metafísica y de ética, del ser y del deber. No son estos más evidentes que Dios y no han ocupado en las conciencias ni ocupan hoy más espacio real que Él.

Balance histórico y juicio crítico

El cardenal Marcelo González, arzobispo de Toledo y primado de España, publicó días antes del referéndum constitucional del 6 de diciembre de 1978 una carta titulada Ante el referéndum sobre la Constitución, en la que alertaba: sobre la gravedad de proponer una Constitución agnóstica en una nación de bautizados cuya inmensa mayoría no había renunciado a su fe, pudiendo convertirla en manos de los sucesivos poderes públicos en un “salvoconducto para agresiones legalizadas contra derechos inalienables del hombre”, haciendo referencia a la posibilidad de introducir legalmente en España el aborto; sobre el sometimiento de la gestión de los centros educativos a trabas que favorecían las tácticas marxistas; sobre la no consideración de los valores morales de la familia (hablando de la futura ley del divorcio como “fábrica ingente de matrimonios rotos y de huérfanos con padre y madre”).

No imaginaba el prelado las leyes que se aprobarían en las siguientes décadas o las excarcelaciones de condenados por los crímenes de ETA no arrepentidos ni colaboradores de la justicia que estamos viviendo en la actualidad.

En 2004 vendría el debate sobre la no inclusión de una mención a las raíces cristianas de Europa en el proyecto de la nonata Constitución Europea. D. Marcelo y los 7 obispos que se adhirieron a su carta, tachados por alguna prensa como integristas, vieron venir la degradación moral de España que ha hecho posible nuestra Constitución y que contemplamos hoy en día.

También es justo señalar que en junio se cumplen 30 años de gobiernos del PSOE, que junto a los 5 años de UCD y los 14 del PP, convierten a estos partidos en los artífices por activa o por pasiva de nuestra actual situación moral. Ojalá una futura reforma constitucional ponga sus bases sobre cimientos más firmes, respetando a la vez la libertad y diversidad de los españoles.

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Berufung

P. Rafael Pascual: “La vida de Santa Teresa no se entiende sin San José”

“¡Hablar a todos del mes de San José! ¡El mes de marzo es el mes de San José!”. "La vida de Santa Teresa no se entiende sin San José”, son mensajes que transmite a Omnes el carmelita descalzo P. Rafael Pascual Elías, nombrado director del Centro Josefino Español de Valladolid.

Francisco Otamendi-12 de März de 2026-Lesezeit: 7 Minuten

“Lo más práctico para el mes de marzo es algo clave que tenemos que retomar de nuestros mayores: ¡hablar a todos del mes de San José! ¡El mes de marzo es el mes de San José!, declara a Omnes el P. Rafael Pascual Elías OCD, nuevo director del Centro Josefino Español de Valladolid, con el 19 de marzo en perspectiva. La vida de Santa Teresa no puede entenderse sin José, afirma el carmelita descalzo.

El P. Rafael Pascual Elías (Logroño, 1984) ingresó en la Orden en 2006, fue ordenado sacerdote en 2013, y ha desempeñado su ministerio en El Burgo de Osma, Alba de Tormes, Calahorra, Logroño y Zaragoza. 

Buena parte de la entrevista se centra en la vida de Santa Teresa, que no puede entenderse sin San José, porque fue quien le curó y se convirtió en un padre para toda su vida en todos los sentidos, dice el P. Rafael Pascual. 

P. Rafael, ¿puede resumir en dos o tres trazos lo que será su tarea al frente del Centro Josefino Español de Valladolid?

– Un saludo para todos los lectores de Omnes. Para empezar es bueno aclarar que todo ha venido sin estar para nada en mis planes. El anterior director del Centro Josefino, P. Luis Javier Fernández Frontela, fallece inesperadamente a finales de enero y el Provincial, Francisco Sánchez Oreja, conociendo mi devoción a San José, me invita a ser el nuevo director de dicho Centro. Le digo que sí y ahora con gran gozo asumo esta tarea sabiendo que no es poco el trabajo que me espera. Antes de nada tengo que incorporarme a la comunidad de Valladolid, donde se encuentra la sede del Centro Josefino. Eso será poco antes del comienzo de la novena a San José.

La tarea se centra sobre todo en dirigir las revistas que publica el Centro Josefino: una científica, Estudios Josefinos, y otra popular, El mensajero de San José. A esto se añade la gran biblioteca con publicaciones de todas épocas y lenguas en torno a San José. También hay un sector con imágenes y todo tipo de realidades relacionadas con San José. 

Estos pasos los daré en unión con los dos hermanos de hábito que forman la junta directiva: P. Antonio J.  Benéitez y P. Arturo Beltrán. Lo primero y principal para todo este proyecto será presentarlo y dejarlo en las manos de San José.

Imagen de San José de la web del Centro Josefino Español de Valladolid (@Centro Josefino Español de Valladolid, @centrojosefino.com).

Usted es carmelita descalzo. ¿Qué destacaría de la vida de Santa Teresa relativo a San José?  ¿Cómo le trataba, cómo le rezaba?

– La vida de Santa Teresa no puede entenderse sin San José porque después de muchos médicos y súplicas a diversos santos, es este santo quien le cura de su enfermedad que no tenía solución aparente. Ante este hecho San José se convierte en un padre para toda su vida en todos los sentidos. 

Lo que sigue todo tiene la mirada de San José. La primera fundación que lleva a cabo la dedica a San José; es el famoso monasterio de San José de Ávila. Además, la mayoría del resto de sus fundaciones también las dedica a este glorioso santo. Incluso le guía en los viajes y lleva siempre consigo una imagen que deja en cada casa que funda. 

Santa Teresa de Jesús habla de las grandes mercedes que le ha hecho San José…

– Podría decirse mucho más de la importancia de San  José en la vida de Santa Teresa, pero lo mejor de todo es lo que ella misma escribe en su libro de Leben donde nos cuenta cómo le reza, cómo invita a la gente a rezarle y a poner su vida en sus manos como verdadero padre. Dejemos que hable Santa Teresa:

“Y tomé por abogado y señor al glorioso San José y encomendéme mucho a él. Vi claro que así de esta necesidad como de otras mayores de honra y pérdida de alma este padre y señor mío me sacó con más bien que yo le sabía pedir. 

Y llegó a decir que no recordaba cosa alguna que no le hubiera dejado de hacer…

– No me acuerdo hasta ahora haberle suplicado cosa que la haya dejado de hacer (decía la santa de Ávila). Es cosa que espanta las grandes mercedes que me ha hecho Dios por medio de este bienaventurado Santo, de los peligros que me ha librado, así de cuerpo como de alma; que a otros santos parece les dio el Señor gracia para socorrer en una necesidad, a este glorioso Santo tengo experiencia que socorre en todas y que quiere el Señor darnos a entender que así como le fue sujeto en la tierra ­que como tenía el nombre de padre, siendo ayo, le podía mandar­, así en el cielo hace cuanto le pide. Procuraba yo hacer su fiesta con toda la solemnidad que podía. 

Querría yo persuadir a todos fuesen devotos de este glorioso Santo, por la gran experiencia que tengo de los bienes que alcanza de Dios. 

Santa Teresa aconsejó que tomáramos a san José por maestro de oración, ¿Es así?

– Sigo con palabras de santa Teresa, y ahí está la respuesta. Paréceme ha algunos años, que cada año en su día le pido una cosa, y siempre la veo cumplida. (…) Sólo pido por amor de Dios que lo pruebe quien no me creyere, y verá por experiencia el gran bien que es encomendarse a este glorioso Patriarca y tenerle devoción. En especial, personas de oración siempre le habían de ser aficionadas. 

Quien no hallare maestro que le enseñe oración, tome este glorioso Santo por maestro y no errará en el camino. (Leben 6, 6-8).

¿Podría decir 4 ó 5 títulos de San José que nos puedan aprovechar?

– En este punto el que mejor nos puede ayudar es un gran devoto de San José y fiel defensor del carisma teresiano, el P. Jerónimo Gracián de la Madre de Dios, que apoya con gran tesón a Santa Teresa de Jesús en los inicios del Carmelo Descalzo. 

Unter Josefina, el P. Gracián nos presenta a San José bajo 5 títulos que pienso que son los que mejor nos pueden ayudar a conocer y querer a San José.

El primero es esposo; el segundo, padre; el tercero, varón justo; el cuarto, varón angélico y el quinto, hombre contemplativo. 

¿Con qué título de San José se quedaría?

– Me quedo con éste: ¡padre! ¡San José es padre, padre de todos, padre de cada hijo que quiere unirse a su Hijo! ¡Acerquémonos siempre a San José como padre y nuestra vida cambiará por completo!

 ¿Por qué San José es patrono de la Iglesia universal?

- La respuesta es clara. El Papa Pío IX el 8 de diciembre de 1870, con el decreto Quemadmodum Deus declara a San José patrono de la Iglesia universal. Son tiempos de mucha tormenta y hay que buscar refugio y defensa en aquel que defiende a Jesús y a María en este mundo. 

Es lo que el mismo Pío IX recoge en dicho decreto y que nos sirve hoy también para nuestros días: “En estos tiempos tristísimos la misma Iglesia es atacada por doquier por sus enemigos y se ve oprimida por tan graves calamidades que parece que los impíos hacen prevalecer sobre ella las puertas del infierno, los venerables obispos de todo el orbe católico, elevaron sus preces al Sumo Pontífice para que se dignara constituir a San José por patrono de la Iglesia”.

Poco después llegará el Papa León XIII con su conocida y tan difundida oración a San José pidiendo la protección para toda la Iglesia. Pasan los años, y al cumplirse los 150 años de la proclamación de San José como patrono de la Iglesia universal, el Papa Francisco le dedica el año y la carta Patris Corde.

Cuéntenos algo sobre los Papas más recientes y San José

- Me centro en los que he conocido, que al mismo tiempo sirven para resumir mi relación espiritual con San José. No podemos hablar de San José sin la Exhortación apostólica Hüterin des Erlösers del Papa San Juan Pablo II. Es un tratado breve pero muy completo de un Papa que tengo la suerte de conocer en persona cuando entro al seminario y participo en aquella gran celebración del 4 de mayo de 2003 en Madrid donde son canonizados 5 santos españoles. 

En aquel momento, a mis 19 años, San José comienza a ser un santo algo más querido al ser el patrono del seminario y las vocaciones, pero no es una devoción en gran medida.

¿Y Benedicto XVI?

- Con Benedicto XVI sucede algo muy curioso, una homilía suya, la del 22 de diciembre de 2013, la dedica a San José. Había quedado oculta en lo secreto hasta que sale a la luz años más tarde. No es casualidad que la fecha sea muy significativa para mí porque apenas llevaba ordenado de sacerdote dos meses. 

Me fijo en una frase que me ayuda mucho en la vida sacerdotal: “es importante para nosotros esta sensibilidad a Dios, esta capacidad para percibir que Dios me habla, y esta capacidad de discernir. Por supuesto, Dios no nos habla normalmente como habló a través del ángel a José, pero también tiene sus modos de hablarnos. Son gestos de la ternura de Dios”. Al leerla me lleno de gozo y me doy cuenta que San José ya estaba preparando algo, pero como siempre, habla en el silencio.

- Llegamos al Papa Francisco…

- En efecto. Al llegar la Carta Apostólica Patris Corde del Papa Francisco, mi vida da un vuelco con San José. Al leerla y meditarla siento algo especial. Empiezo a rezar a San José de otro modo y con más frecuencia, compro libros sobre San José, hago su novena de corazón como nunca hasta el momento, invito a la gente a rezar con San José a su Hijo en adoración en el convento donde estoy…, y al final termino en Valladolid en el Centro Josefino.

Finalmente, algo práctico para marzo, o sobre su fiesta.

– Lo más práctico para el mes de marzo es algo clave que tenemos que retomar de nuestros mayores: ¡hablar a todos del mes de San José! ¡El mes de marzo es el mes de San José! Así como el mes de junio es del Sagrado Corazón, el de mayo de la Virgen, el de julio del Carmen, en marzo todos debemos poner la mirada en San José. Aunque también es verdad que es tiempo de Cuaresma.

Habla usted de devocionarios o libritos sobre san José .

- Igual que contamos con devocionarios del mes de mayo para la Virgen, también hay para San José con el mes de marzo. ¡Busquemos por librerías de segunda mano o por las casas de nuestros abuelos los libritos de bolsillo donde en la portada se lea “Mes de San José”! Y a esto sumemos la novena, unidos en nuestras casas o en la iglesia a la que vamos los domingos si la celebran; y vivamos de una manera muy especial la fiesta de nuestro Padre San José en familia. ¿Qué sería de la familia sin la protección de San José…?

¿Admiten colaboraciones?

– Si algún lector quiere poner por escrito un estudio sobre San José o cómo es su devoción al glorioso patriarca, tiene las puertas abiertas en el Centro Josefino de Valladolid.

Der AutorFrancisco Otamendi

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Welt

Dom Matteo Ferrari: “La soledad no es aislamiento, sino camino hacia una comunión más profunda”

Entrevista a dom Matteo Ferrari, Prior general de la Congregación Camaldulense, sobre la vigencia de la vida monástica y los desafíos espirituales de nuestro tiempo.

Giovanni Tridente-12 de März de 2026-Lesezeit: 7 Minuten

Hay un dato que atraviesa nuestro tiempo y que no puede pasarse por alto: por un lado, ritmos cada vez más frenéticos, polarizaciones que endurecen el debate público –también el eclesial– y un entorno digital que reduce los espacios de interioridad; por otro, una búsqueda de sentido que reaparece con fuerza, a veces al margen de los cauces habituales de la Iglesia, pero no por ello menos profunda. En este contexto, la propuesta monástica no suena a nostalgia del pasado, sino a una provocación plenamente actual. Palabras “antiguas” como silencio, comunión, sobriedad, fraternidad, vida compartida vuelven a situar lo esencial en el centro de la vida cristiana.

Dom Matteo Ferrari, Prior general de la Congregación Camaldulense, nació en 1974 en Parma y es monje en Camaldoli desde 2001 y sacerdote desde 2010. Biblista y liturgista apreciado, autor de numerosas publicaciones, ha sido responsable de las liturgias durante las dos sesiones (2023 y 2024) de la XVI Asamblea General del Sínodo de los Obispos sobre la sinodalidad.

En esta entrevista para Omnes reflexiona sobre la actualidad de la vida monástica, el valor del silencio en una sociedad saturada de estímulos, el desafío de las polarizaciones, la credibilidad del Evangelio y la búsqueda espiritual que atraviesa a muchos hombres y mujeres de hoy.

Matteo Ferrari, usted es Prior general de la Congregación Camaldulense. ¿De qué comunidad espiritual se trata y de qué experiencia nace históricamente en la Iglesia?  

—La Congregación Camaldulense es una rama de la familia benedictina y nace de la intuición de un monje de Rávena, san Romualdo, quien, en la búsqueda de una experiencia espiritual más sencilla y más sobria, encuentra en la vida eremítica el camino para su búsqueda interior. Romualdo, cuya vida es narrada por san Pedro Damián, murió en 1027; por tanto, el próximo año celebraremos el milenario de la muerte de nuestro fundador, pero también de la dedicación de la primera iglesia del Sagrado Eremitorio de Camaldoli.

Si se quisiera resumir en dos palabras la espiritualidad camaldulense propondría: soledad y comunión. Dos polos fundamentales de la vida monástica, que en Camaldoli toman cuerpo visible en la experiencia del Eremitorio, la vida solitaria, y en el Monasterio/Cenobio, la vida común. Sin embargo, en la estela de la tradición benedictina, también la vida del Eremitorio en Camaldoli no es una elección de aislamiento o de vida totalmente solitaria, sino que siempre se experimenta una cierta dimensión comunitaria, especialmente en el compartir la oración litúrgica.

En línea con el estilo del monje camaldulense, ¿qué significa, en concreto, mantener juntos silencio y fraternidad?  

—Mantener juntos silencio/soledad y fraternidad es un diálogo extremadamente fecundo, además de un gran desafío. Eremitorio y Monasterio no viven “vidas paralelas”, sino que es como si se educaran mutuamente. El Eremitorio dice al Monasterio que no hay verdadera comunión si no se vive la soledad fecunda del encuentro con Dios y con uno mismo, que no puede vivir con los demás quien no sabe estar solo ante sí y ante Dios; el Monasterio dice al Eremitorio que la soledad no es aislamiento y no es un fin en sí misma, sino que es para una comunión más profunda con Dios y con los demás. Un cristiano no puede vivir nunca su experiencia de fe fuera de la comunidad, incluso si vive la forma más radical de soledad como la reclusión.

Según usted, ¿la vida monástica tiene todavía hoy algo que decir a la Iglesia y al mundo?  

—Yo creo que la vida monástica es hoy una vocación fundamental para la Iglesia. Al menos para la Iglesia en Occidente. El mundo, en efecto, conoce experiencias de fe muy diversas y fecundas. La intuición de Romualdo no fue la búsqueda de la soledad como fin en sí misma, sino, en el fondo, la búsqueda de una mayor sobriedad. Creo que hoy esta es una palabra fundamental para poder vivir el Evangelio. La vida monástica es la vocación que en la Iglesia recuerda constantemente a todos que hay que ir a lo esencial de la Palabra de Dios, de la oración, de la fraternidad.

“Si se quisiera resumir en dos palabras la espiritualidad camaldulense propondría: soledad y comunión. Dos polos fundamentales de la vida monástica”.

Matteo FerrariPrior general de la Congregación Camaldulense

Se vive en la ciudad, con ritmos frenéticos… ¿Qué puede ofrecer la espiritualidad camaldulense a quien no es monje pero desea buscar a Dios en la vida de cada día?  

—Muchos laicos y presbíteros frecuentan nuestras comunidades sobre todo en la búsqueda de un “ritmo” diferente. Todos, cuando comienzan a rezar con nosotros, quedan inicialmente impactados por un hecho puramente exterior pero significativo: la lentitud. Un ritmo que permite interiorizar, detenerse para reflexionar, para discernir ante la Palabra, para vivir la gratuidad del tiempo. Esto pienso que es otro don de la vida monástica: la gratuidad. El monje, de algún modo, “pierde tiempo”. Pienso que hoy este es un mensaje fundamental, porque la gratuidad es un signo pascual. También la vida de Jesús fue un tiempo donado gratuitamente. La vida monástica, con sus ritmos, su tiempo “desperdiciado” en la oración y en la liturgia, es un signo pascual que recuerda a todos que en la vida las cosas que cuentan verdaderamente no son las que nacen del tiempo de la “producción”, sino en el espacio de lo gratuito.

¿Qué heridas y qué preguntas trae más a menudo quien llega a los monasterios en busca de escucha y de paz?  

—Las preguntas y las búsquedas de quienes llegan a nuestras comunidades son muy diferentes. El monasterio es un espacio abierto a todos, sin hacer preguntas, sin poner condiciones. Las personas buscan silencio, escucha, ritmos de vida diferentes. A menudo las personas buscan “consuelo” en momentos particulares de su vida; buscan alimento espiritual en el encuentro con la Palabra de Dios en la Lectio Divina y en la liturgia. Hay una gran necesidad de espiritualidad, a veces no precisada, pero presente en el corazón de los hombres y de las mujeres que llegan a nuestros eremos y monasterios. Pienso que ofrecer esta hospitalidad es hoy fundamental en la Iglesia. En el fondo el monacato, en la práctica de la hospitalidad, tan importante en la Regla de san Benito, es un lugar privilegiado donde encontrar un rostro hospitalario de la Iglesia, que es continuidad del mismo ministerio del Señor Jesús.

En diversos países parece emerger una nueva necesidad espiritual, una búsqueda que no siempre pasa, sin embargo, por la Iglesia. ¿Cómo interpretar este dinamismo y cómo acompañarlo adecuadamente?  

—Esta búsqueda cruza la vida de nuestras comunidades y las formas de nuestra acogida. Creo que este dato debe interpelar a todas nuestras comunidades cristianas. En el episodio de las bodas de Caná, María se da cuenta de que ya no hay vino y que hace falta el valor de escuchar las palabras del Hijo para que el agua pueda convertirse en el vino bueno de Dios, para que la fiesta pueda continuar. Quizá todas las comunidades cristianas deberían interrogarse sobre la “falta de vino”, escuchar las palabras de la Madre: “haced todo lo que él os diga”. Entonces, si tenemos el valor de verter la pobre agua que tenemos, podremos darnos cuenta de que podemos ofrecer ese vino que es capaz de saciar la búsqueda espiritual de los hombres y de las mujeres de nuestro tiempo.

Otro rasgo de las sociedades contemporáneas es la fuerte polarización en muchos contextos, incluido el eclesial. ¿Cómo evitar que las diferencias se transformen en enfrentamiento?

—Creo que la presencia de dos polos en nuestras comunidades puede ser un pequeño ejemplo de cómo las polaridades pueden ser vividas como una riqueza para todos y no un elemento de división. La fraternidad verdadera es la que nace de la valorización de las diferencias: solo muchas piedras preciosas diferentes pueden hacer una bella joya. Pero esto comporta un cuidado de la vida interior y de la espiritualidad. Sin vida espiritual, sin oración y sin escucha de la Palabra de Dios, no aprenderemos nunca a integrar las diferencias en un diálogo fecundo. Y todo esto no es fácil y el desafío de la vida común nos lo dice claramente.

“La soledad no es aislamiento y no es un fin en sí misma, sino que es para una comunión más profunda con Dios y con los demás”.

Matteo FerrariPrior general de la Congregación Camaldulense

Junto a la indiferencia religiosa, crece en algunos contextos también un rechazo o una sospecha hacia la fe cristiana. ¿Qué está diciendo esta situación a los cristianos?  

—Creo que es una llamada a “vivir bien”, a buscar esa coherencia de vida que es fundamental y al mismo tiempo dificilísima. Pero en el fondo esta ha sido siempre la prueba de la presencia de los discípulos y de las discípulas de Jesús en el mundo. Ya el Nuevo Testamento nos lo testimonia. Pensemos en la Primera Carta de Pedro: “adorad al Señor, Cristo, en vuestros corazones, dispuestos siempre a dar respuesta a todo el que os pida razón de la esperanza que hay en vosotros. Pero hacedlo con dulzura y respeto, con recta conciencia, para que, cuando os calumnien, queden avergonzados los que difaman vuestra buena conducta en Cristo” (1 Pedro 3, 16).

¿Qué actitudes hacen el Evangelio más creíble a quienes observan la Iglesia desde fuera?  

—Pienso que hoy es fundamental la vida fraterna: ¿cómo vivimos en comunidad? Las personas que llegan a nuestros monasterios, sobre todo los más jóvenes, están muy atentas a las dinámicas relacionales, al clima fraterno que perciben. A veces incluso nosotros nos sorprendemos de lo que las personas notan. Nosotros, a menudo, nos sentimos carentes, vemos sobre todo nuestros defectos y nuestras heridas, pero las personas que nos frecuentan a menudo perciben una positividad que ni siquiera nosotros vemos. La vida fraterna, la comunión, es un dato fundamental para testimoniar el Evangelio hoy. Luego creo que también la oración, el tiempo dedicado a Dios, a la escucha de su Palabra, es un aspecto de la vida cristiana que los demás miran y a partir del cual se comprende la autenticidad de lo que vivimos.

En la relación con los jóvenes que buscan acompañamiento espiritual, ¿qué preguntas vuelven con más frecuencia y qué corre el riesgo de obstaculizar su camino de fe?   

—Los jóvenes buscan ante todo escucha. En nuestras comunidades cristianas, donde se hacen tantas cosas, a menudo falta el tiempo para dedicar a la acogida y a la escucha. Los jóvenes buscan además a alguien que pueda ayudarles a descender a su mundo interior, a conocerse a sí mismos. Aquí nace luego la búsqueda de espiritualidad y de encuentro con Dios y con su Palabra. A menudo somos demasiado temerosos a la hora de proponer a los jóvenes caminos serios de acompañamiento espiritual, de oración, de relación con la Palabra de Dios. 

“La fraternidad verdadera es la que nace de la valoración de las diferencias: solo muchas piedras preciosas diferentes pueden hacer una bella joya”.

Matteo FerrariPrior general de la Congregación Camaldulense

Usted ha escrito una carta a la Comunidad camaldulense para iniciar una reflexión sobre el uso de redes sociales, Smartphone y mundo digital también entre los monjes. ¿Cuál es el punto esencial, para usted, en la relación entre vida espiritual y tecnologías?  

—Yo creo, aun no siendo un experto en este ámbito, que es un nudo que no podemos evitar. Hay un gran protagonista olvidado de la vida, que se llama “silencio”. Hoy ya no somos capaces de hacer silencio y redes sociales, Smartphone y mundo digital tienen que ver con esto. Sobre todo para un monje, pero diría para todos, si falta el silencio, desaparece un componente fundamental de la vida que permite el encuentro con los demás, con uno mismo y con Dios. Reflexionar sobre el uso de redes sociales, Smartphone y medios digitales nos conduce a reflexionar sobre nuestra capacidad de silencio, que es también el presupuesto de la libertad.

Por último, un consejo: ¿qué pasos concretos se pueden dar para recuperar silencio, escucha y espacio para Dios en la vida cotidiana?  

-Es una “lucha” y como toda lucha requiere compromiso, entrenamiento y tiempo. Ante todo sugiero dejarse ayudar: tener a alguien con quien confrontarse es esencial y es un acto “eclesial”. El camino espiritual no es individualista, sino siempre comunitario. La vida espiritual no se aprende en los libros ni de otros instrumentos, sino que se transmite de vivo a vivo… es un hecho de tradición viva. Y luego partir de lo esencial: de la relación con la Palabra de Dios, que es “poderosa” y tiene la fuerza de renovar y hacer florecer nuestra vida.

Blickpunkt Evangelium

Die Blinden sehen, und die Sehenden werden blind. Vierter Fastensonntag (A)

Vitus Ntube nos comenta las lecturas del IV domingo de Cuaresma (A) correspondiente al día 15 de marzo de 2026.

Vitus Ntube-12 de März de 2026-Lesezeit: 3 Minuten

La escena evangélica que la Liturgia de hoy nos ofrece para nuestra galería cuaresmal es la curación del hombre ciego de nacimiento. Desde sus primeras hasta sus últimas líneas, el tema que domina toda la narración es el de la vista y la ceguera.

La escena comienza de manera sencilla: “Y al pasar, vio Jesús a un hombre ciego de nacimiento”.  Sigue un diálogo, y luego Jesús se revela como la Luz del mundo. Finalmente tiene lugar una curación dramática que implica tanto la iniciativa de Cristo como la cooperación del hombre. Jesús actúa, pero el hombre debe responder. Obedeciendo la orden del Señor: “Él fue, se lavó, y volvió con vista".

Este hombre ciego de nacimiento es imagen de cada uno de nosotros. Fuimos concebidos en el pecado, pero la misericordia de Dios ha salido a nuestro encuentro. Como el ciego enviado a lavarse, nuestro camino cuaresmal nos recuerda nuestra constante necesidad de conversión. El pecado nos ciega, distorsiona nuestra visión y nos impide ver con claridad. Por eso necesitamos ser lavados una y otra vez para recuperar la vista. La llamada a una conversión permanente durante la Cuaresma se hace muy concreta en la celebración frecuente del sacramento de la reconciliación.

La verdadera conversión no es solo arrepentimiento del pecado, sino que también nos permite ver con los ojos de Dios, ver como Dios ve. La mirada de Dios va más allá de las apariencias y llega al corazón. Este tema de la vista es también central en la primera lectura. Cuando Samuel va a ungir a un rey entre los hijos de Jesé, se deja impresionar por la apariencia y la estatura. Pero el Señor lo corrige: “No te fijes en su apariencia ni en lo elevado de su estatura, porque lo he descartado. No se trata de lo que vea el hombre. Pues el hombre mira a los ojos, mas el Señor mira el corazón”. Esta manera divina de ver se expresa bellamente en el prefacio de la Misa: “Por el misterio de la encarnación, condujo al género humano, peregrino en tinieblas, al esplendor de la fe”. Ese paso hacia la luz de la fe es la llamada que Dios nos dirige.

Ver como Dios ve requiere fe. La fe nos da la visión de Cristo; nos concede la mirada sobrenatural que tanto deseamos. El hombre ciego de nacimiento, después de recibir la vista corporal, todavía debía dar un paso más: el paso hacia la vista espiritual. Su visión recuperada le permitió encontrarse con Cristo y creer en Él. Esto contrasta fuertemente con los fariseos, que veían físicamente, pero se negaban a creer. Aunque afirmaban ver, permanecían espiritualmente ciegos. Por eso Jesús les dice: “Si estuvierais ciegos, no tendríais pecado; pero como decís “vemos”, vuestro pecado permanece".

La importancia de ver con los ojos de la fe se expresa en la pregunta decisiva que Jesús hace al hombre curado: “¿Crees tú en el Hijo del hombre?”. Al reconocer lo que Jesús había hecho por él, el hombre pasa de la luz física a la luz de la fe y profesa: “Creo, Señor”. Este camino de crecimiento no puede decirse de los fariseos, que se consideran sanos y sin necesidad de curación.

A medida que nos acercamos a la celebración de la Pascua, somos invitados a lavar los ojos de nuestra fe, para poder ver como Cristo ve. Estamos llamados a quitar todo pecado que nuble nuestra visión y oscurezca nuestro corazón. Esto exige humildad, la humildad de reconocer que no somos perfectos y el coraje de arrepentirnos de nuestros pecados, de nuestras falsas seguridades, de nuestras ideologías y de nuestro egoísmo. 

Aus dem Vatikan

La unidad de la Iglesia proviene de la fe en Cristo y del amor, dice el Papa

Continuando su serie de reflexiones sobre el Concilio Vaticano II, el Papa se centró en la Constitución Dogmática “Lumen Gentium”, que describe a la Iglesia como el “Pueblo de Dios”.

OSV / Omnes-11 de März de 2026-Lesezeit: 2 Minuten

Por Josephine Peterson, OSV News

La Iglesia católica está formada por personas diversas que están unidas por su fe en Cristo y están llamadas a acoger a toda la humanidad, dijo el Papa León XIV durante su audiencia general semanal.

“Su principio unificador no es una lengua, una cultura, una etnia, sino la fe en Cristo”, dijo en la Plaza de San Pedro el 11 de marzo.

Lumen Gentium

Continuando su serie de reflexiones sobre el Concilio Vaticano II, el Papa se centró en la Constitución Dogmática “Lumen Gentium”, que describe a la Iglesia como el “Pueblo de Dios”.

La Iglesia es la asamblea de “todos aquellos que en la fe miran a Jesús”, dijo, unidos no por la nacionalidad o la cultura, sino por su fe compartida en Cristo.

El Papa dijo que esta comprensión tiene sus raíces en la Biblia, señalando el pacto de Dios con Abraham y el pueblo de Israel, que preparó el camino para el nuevo pacto establecido a través de la muerte y resurrección de Jesús.

León XIV afirmó que el amor es la ley que rige las relaciones dentro de la Iglesia, tal como los creyentes lo reciben y experimentan a través de Jesús. Por medio de Cristo, los creyentes de todas las naciones están unidos en la fe, afirmó. La Iglesia es el pueblo de Dios que «extrae su existencia del cuerpo de Cristo y es, a su vez, el cuerpo de Cristo».

En lugar de encerrarse en sí misma, dijo el Papa, la Iglesia debe permanecer abierta a todos.

«Unificada en Cristo, Señor y Salvador de todo hombre y mujer, la Iglesia no puede nunca replegarse sobre sí misma, sino que está abierta a todos y es para todos», afirmó.

En un mundo marcado por el conflicto y la división, añadió el Papa León XIV, la diversidad de la Iglesia es un signo de esperanza.

«Es un gran signo de esperanza –especialmente en nuestros tiempos, marcados por tantos conflictos y guerras– saber que la Iglesia es un pueblo en el que conviven en la fe mujeres y hombres de diversas nacionalidades, lenguas y culturas», afirmó.

Líbano e Irán

Antes de saludar a los italoparlantes, el Papa afirmó estar cerca del pueblo libanés «en este momento de grave prueba», tras la muerte del padre Pierre El-Rahi. El sacerdote maronita murió en un bombardeo israelí en el sur del Líbano el 9 de marzo. El Papa anunció que su funeral se celebraría el 11 de marzo en Al-Qlayaa, una aldea cristiana. 

En árabe, ‘Adrachi’ significa pastor. El Padre Pierre fue un verdadero pastor que siempre permaneció cerca de su pueblo con el amor y el sacrificio de Jesús, el Buen Pastor —dijo en italiano—. En cuanto supo que algunos feligreses habían resultado heridos en un bombardeo, sin dudarlo, corrió a ayudarlos.

Antes de la audiencia, el Papa León XIV se reunió en privado con el cardenal Dominique J. Mathieu, arzobispo de Teherán e Isfahán (Irán). El cardenal belga, miembro de la Orden Franciscana, llegó a Roma el 8 de marzo tras ser evacuado junto con todos los miembros de la Embajada de Italia, donde reside. 

Durante la audiencia general, el Papa León XIV pidió oraciones por la paz en Irán y en todo Oriente Medio, sobre todo por las numerosas víctimas civiles y los niños inocentes. 

«Que nuestra oración sea un consuelo para los que sufren y una semilla de esperanza para el futuro», afirmó.

Der AutorOSV / Omnes

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Aus dem Vatikan

El Papa recibe al cardenal de Irán

El Papa León XIV se ha reunido esta mañana en audiencia con el cardenal Dominique Mathieu, arzobispo de Teherán-Isfahán.

Redaktion Omnes-11 de März de 2026-Lesezeit: 2 Minuten

El Papa León XIV recibe esta mañana en audiencia al Cardenal Dominique Mathieu, arzobispo de Teherán-Isfahán. Por el momento no han trascendido detalles sobre los asuntos que se abordarán durante el encuentro. No obstante, todo indica que el purpurado habría trasladado al Pontífice la situación que vive la pequeña comunidad católica en Irán, así como las perspectivas para el establecimiento de la paz en el país.

Mathieu es actualmente el único sacerdote en su arquidiócesis. La Iglesia católica de rito latino en Irán cuenta con alrededor de 2.000 fieles, la mayoría de ellos extranjeros, dentro de una población aproximada de 90 millones de habitantes, predominantemente musulmanes chiíes. Los católicos de rito latino se distribuyen en cuatro parroquias: tres en Teherán y una en Isfahán.

Un cardenal obligado a abandonar el país

El cardenal tuvo que salir de Irán el pasado fin de semana a causa de la guerra. La catedral de la Consolata, junto con la residencia del arzobispo y las oficinas administrativas, se encuentran dentro del recinto de la Embajada de Italia en Irán. Ante el cierre temporal de la sede diplomática, el purpurado se vio obligado a abandonar el país para preservar mínimamente su seguridad.

Tras su evacuación a Roma, la Orden de los Frailes Menores Conventuales, a la que pertenece, confirmó que el cardenal se encuentra en buen estado.

Mathieu ha expresado su tristeza por haber tenido que abandonar el país y el dolor que siente por “sus hermanos y hermanas” que permanecen allí. El prelado ha manifestado además su esperanza de poder regresar pronto y ha pedido oraciones para que “los corazones encuentren la paz interior”.

Un pastor para una pequeña Iglesia

El cardenal, belga y de 62 años, fue nombrado arzobispo de Teherán-Isfahán en 2021 y creado cardenal en 2024 por el Papa Francisco.

Además de los aproximadamente 2.000 fieles de rito latino que pastorea, en Irán existen otras comunidades católicas orientales. La más numerosa es la de los católicos de rito caldeo, formados principalmente por fieles de origen asirio que celebran la liturgia en arameo y que se estima reúnen entre 7.000 y 10.000 creyentes.

También está presente una pequeña comunidad de católicos de rito armenio, integrada por una minoría dentro de la comunidad armenia del país —mayoritariamente ortodoxa— y que suma algunos miles de fieles.

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Kino

El director de Las Locas del Obelisco: «debemos quitarnos el corsé de lo políticamente correcto»

Las locas del Obelisco es una película que da a conocer una realidad que todavía existe: la prostitución, la trata de blancas y los abusos. Su director, Pablo Moreno, nos ayuda entender cómo estas "locas", las Trinitarias, rescataron a tantas mujeres en el Madrid del siglo XIX.

Teresa Aguado Peña-11 de März de 2026-Lesezeit: 7 Minuten

El próximo 13 de marzo se estrena en España Las Locas del Obelisco, una película que trata una realidad delicada que pocos se atreven a explorar. Y es que en el Madrid de 1885 el Señor suscitó a Mariana Allsopp y el Padre Francisco de Asís Méndez crear un refugio abierto día y noche para albergar a quienes huían de la explotación sexual, fundando así la Congregación de las Hermanas Trinitarias.

La trata de seres humanos, la prostitución y los abusos se exponen con especial delicadeza en Las Locas del Obelisco. La fundadora de las Trinitarias, interpretada por Paula Iglesias, no miró para otro lado, sino que trató de rescatar a estas mujeres a pesar de la presión social y mediática.

La historia de esta valiente mujer no deja indiferente. Es un relato que invita a la acción y pone sobre la mesa la existencia de un drama del que muchos viven ajenos. Pablo Moreno, director de otros filmes como Un Dios prohibido (2013) o Claret (2020), explica en Omnes por qué cree vital conocer esta realidad y concienciarse de ello.

¿La película se llama Locas del Obelisco por alguna razón en concreto? ¿Quieres transmitir algo con ese “locas”?

–Sí. Lo primero es que así era como las llamaban a ellas, a las trinitarias. Era un insulto que se utilizaba contra ellas.

Cuando pensamos en el título, queríamos que fuese transgresor. Por eso decidimos utilizar ese insulto. En el fondo, ellas mismas lo reinterpretaron: ese “locas” que aparecía en los medios de comunicación lo asumían diciendo: “Vale, nos llaman locas, pero somos locas de Cristo”. Es una locura de amor, algo que va más allá de la propia locura, algo más trascendental. Y eso nos parecía muy interesante.

Luego está el tema del obelisco. En sus inicios ellas estaban en una casa en el Paseo del Obelisco y así se las conocía en Madrid. A veces para su pesar, pero también terminó siendo algo positivo, porque la atención de los medios —aunque muchas veces fuera en contra de ellas— les dio muchísima visibilidad y, al final, contribuyó a que pudieran prosperar.

Esta historia invita a la acción, a no mirar hacia otro lado. ¿Cómo pretende que se traduzca esta película en esa acción?

–Lo primero es mostrar un problema que existía en Madrid y que hoy sigue existiendo, no solo en Madrid sino, por desgracia, en muchos otros sitios.

Hemos hablado con gente que no era consciente que en el Madrid de finales del XIX hubiese tanta prostitución, tanta trata y tantas situaciones de privación de libertad.  A veces pensamos que vivimos en una sociedad muy desarrollada o equilibrada, pero en las trastiendas, en los rincones más oscuros, se esconden realidades que preferimos no mirar de frente.

Son problemas que siguen ahí. Hay miles de mujeres que sufren: no solo por la trata o la prostitución, sino también por situaciones laborales que rozan la esclavitud, por abusos en sus distintas formas o por diferentes tipos de violencia.

Estas mujeres dedicaron su vida, sobre todo, a rescatar a esas chicas y a devolverles su dignidad y su libertad. Para ellas, la libertad era algo fundamental. Y lo más significativo es que llevan haciendo esta labor desde hace 141 años. Su misión sigue siendo vital.

¿Qué puede hacer un cristiano de a pie?

–Con no mirar a otro lado ya es mucho. Una compañera del proyecto de la película, que formaba parte del equipo técnico, iba un día por la calle y se encontró con una chica que estaba pidiendo. Se acercó, habló con ella y enseguida la derivó a las Hermanas Trinitarias, que finalmente pudieron ayudarla.

Puede parecer que simplemente conocer estas realidades es poco, pero en realidad es mucho, porque ya estamos predispuestos para que se pueda propiciar un cambio. Y, evidentemente, como cristianos estamos llamados a hacer denuncia apostólica de las injusticias y de estas situaciones que privan de libertad a tantos seres humanos, a tantas mujeres. Muchas veces no adoptamos esta actitud simplemente por ignorancia, por ello con conocer conseguiríamos que todo fuese un poco distinto.

¿Cómo llegaste a conocer esta historia de las Trinitarias? ¿Cómo se te ocurrió hacer esta película? 

–Realmente no se me ocurrió a mí, que es lo mejor de todo. Las hermanas Trinitarias querían hacer una película y nosotros habíamos enviado a distintas congregaciones una publicidad de los trabajos que nosotros hacemos.

Y fue por la providencia la que hizo que esa publicidad, esa carta que mandamos, cayese en la mesa del despacho de la Superior General de las Trinitarias, que justo en ese momento estaban planteando hacer una película para hablar de su carisma y de sus fundadores, porque se cumplían 100 años de la muerte de su fundador. Fue curioso que nos llamaron y enseguida nos enamoramos de su historia.

Vimos que era necesario contarla. Y así iniciamos un periodo de documentación, donde nos fuimos encontrando con María Ana Allsopp y con el Padre Francisco de Asís Méndez , que son dos grandes figuras de finales del XIX. Yo las desconocía totalmente, pero que me resultaron muy avanzados y con una sensibilidad social y eclesial muy elevada. 

Durante ese proceso, ¿qué aspectos de los personajes te han llamado más la atención o te han conmovido especialmente?

–Me conmueve que son personas humanas, como tú o como yo, que lo pasaron muy mal porque al principio les costaba encontrar la forma de llevar a cabo lo que el Señor les suscitaba.

El padre Francisco quería ayudar a las chicas porque era confesor en la Encarnación y muchas mujeres acudían a él para contarle todo lo que estaban viviendo. Sin embargo, no sabía qué hacer ni por dónde empezar. Sentía un deseo enorme de ayudarlas, pero también la impotencia de no encontrar la manera.

A Mariana le ocurría algo parecido. Ella sentía el deseo de hacer algo por el mundo y no limitarse a cumplir con lo que se esperaba de una mujer de su época: alcanzar un “estado honrado” y seguir el camino marcado.

Esas dos sensibilidades tremendamente humanas me hacen pensar y me interpelan de qué puedo hacer yo por el mundo. Me di cuenta que no nos diferenciamos tanto de esas grandes figuras del siglo XIX. Simplemente es cuestión de dar un paso en una dirección y tener la valentía de decidir si queremos darlo o no.

¿Crees que, de alguna manera, existe un encorsetamiento en los cristianos o en la sociedad en general, de modo que quienes actúan de verdad pueden ser vistos como “locos”? ¿Es también esta una invitación a vivir esa radicalidad?

–Sin duda. De hecho, has dicho una palabra que me parece que lo define mucho: el encorsetamiento. En la película, hay un momento en el que Mariana decide romper con todo eso. Llega a su casa y con un abrecartas rompe su corsé. Y justo coge el pañuelo de detrás del corsé y se encuentra un sagrado corazón. Así, de alguna manera, semióticamente estamos hablando todo el rato de eso mismo.

Nos tenemos que quitar el corsé, tenemos que salir de lo políticamente correcto, de lo que se espera que tenemos que hacer porque está bien visto socialmente.

A veces hay que dejarse embargar por esa “locura” y dar un paso más allá, porque las injusticias son muchas. Quien quiere ayudar a los demás tiene que meterse en el barro, aunque no nos guste ensuciarnos. Me gusta mucho una historia de San Vicente: dice que si un sacerdote va a celebrar misa y se encuentra a un hombre atrapado en el barro, y se ensucia ayudándolo y no llega a celebrar la misa, en realidad no está abandonando a Dios, sino sirviendo a Dios (abandonar a Dios por Dios).

Lanzar una película así implica romper con ese corsé social: es un tema arriesgado. ¿Cómo ha influido esto en tu vivencia de la fe?

–Yo alguna vez digo bromeando que es hora de que los católicos «salgamos del armario» y manifestemos lo que somos en libertad, con compromiso y respeto.

Llevo 20 años haciendo cine de esta temática y a veces las historias caen bien y otras mal, y la repercusión mediática puede ser muy dura. Por ejemplo, con la película Un Dios prohibido recibimos bastantes palos. Nos costó mucho dar dos pasos seguidos sin recibir una crítica dura.

En este caso, evidentemente, es una película trascendente. Hay una iconografía y una semiótica. Sale Cristo mismo. No se puede eludir. Pero queremos que sea una película que cualquier persona, creyente o no creyente, pueda ver y disfrutar.

Creo que en la Iglesia nos cuesta dar a conocer lo bueno que hacemos y que suena más el árbol que cae que los mil millones de árboles que crecen. Pero tenemos esa obligación de compartir con el mundo que formamos parte de él y que juntos, creyentes y no creyentes, si sumamos, construimos.

No tenemos un empeño dogmatizante o adoctrinante. Lo que queremos es compartir cómo vemos la vida nosotros los católicos, compartir la Buena Nueva, compartir la esperanza y la alegría del Evangelio con el creyente y con el no creyente.

Pablo Moreno, director de Las Locas del Obelisco

Generalmente se juzga a las prostitutas, ¿esta película pretende desmontar prejuicios y «quitarles culpa»?

–El caso de la prostitución está visto como una lacra muy grande y hay gente que evidentemente juzga sin conocer. Es decir, se tienen como malas mujeres cuando uno no sabe las circunstancias.

La mayoría de ellas están extorsionadas, han sido secuestradas o entraron en ello con la esperanza de poder mantener a sus familias. Y hay algo muy duro en eso. Comprenderlo tampoco es fácil. Es más fácil juzgar que entender las razones.

Nos parece que, como decía Sartre, «el infierno es el otro». Pero, ¿nos paramos a pensar quién es el otro? El Evangelio nos dice que la salvación está en el otro. Y yo creo que hay que dar un salto social en este sentido e intentar conocer.

El conocimiento compromete, y si te comprometes con una causa, es posible que hasta llegues a amarla. Y lo que amas no desaparece. Tiene que ver con esa empatía. ¿Por qué están ahí? ¿Cuál es su sufrimiento? Como cristianos, debemos cargar con la cruz. Y no solo con la nuestra, sino también con la de los demás.

Bücher

El criticón

Una obra maestra de la lengua castellana. "El criticón" combina sátira, aguda crítica social y reflexión sobre la naturaleza humana. En ella se destacan la prudencia y el juicio como herramientas para comprender a las personas y evitar el desengaño.

José Carlos Martín de la Hoz-11 de März de 2026-Lesezeit: 4 Minuten

Baltasar Gracián (1601-1658) redactó y publicó en tres entregas una de las obras más ingeniosas en lengua castellana de todos los tiempos que siempre ha estado a la altura de las grandes críticas a la mentalidad cristiana de su época, satirizando de un modo original y de una gran elegancia.

Prudencia y juicio del ser humano

El argumento de fondo de esta extensa e intensa alegoría de toda una sociedad es la virtud de la prudencia y la importancia de ver más allá de las primeras impresiones para conocer muy bien el tipo de persona y el grado de inmadurez y de coherencia que poseía para poder juzgar con ecuanimidad.

Ciertamente los libros sapienciales del Antiguo Testamento y la mirada crítica de los jesuitas de todos los tiempos están perfectamente reflejados y agudamente exagerados para divertimento del pueblo.

Crítica social y religiosa

La edición de Cátedra, como siempre muy cuidada, técnicamente impecable y dotada de las anotaciones del profesor Santos Alonso llena de erudición y enjundiosas notas que no solo acercan el texto al público universitario, sino que realzan la inmensa cultura del jesuita Gracián.

Después de leer el “criticón” se entiende la azarosa vida de Baltasar Gracián y las acusaciones recibidas de ejercer una crítica despiadada frente a las habituales del momento. En realidad, lo que hace es descubrir las bajezas del corazón humano cuando juzga sin misericordia y fríamente a las personas o a las decisiones de las autoridades civiles y eclesiásticas

En realidad, la soberbia, la vanidad, el afán de sobresalir y las grandes manifestaciones de la vanagloria son las más cruelmente tratadas. En cierto modo, los fariseos no fueron menos criticados por Jesús. Pero, ciertamente, el Señor les estaba pidiendo que tuvieran fe en Él y todo lo entenderían. Gracián sencillamente descubre las intenciones ocultas del corazón humano.

Estilo y perspectiva narrativa

Ciertamente, para la mentalidad actual la obra es desigual y le falta muchas veces pulso narrativo, pero Baltasar Gracián está adoctrinando al pueblo y especialmente a las clases dirigentes del país en todos los órdenes. Manifiesta una profunda desconfianza de la naturaleza humana caída y reparada. A veces adopta un tono de escepticismo.

Precisamente en las primeras páginas uno de los narradores, buen conocedor de la situación del mundo y de las creencias cristianas exclama: “llegar a ver con novedad y con advertencia la grandeza, la hermosura, el concierto, la firmeza y la variedad de esta gran máquina creada” (77).

Ciertamente falta a lo largo del trabajo en muchos momentos un punto de ilusión, de optimismo, de sentido positivo. Son tantas las ridículas falsedades que produce decepción. A la vez, hay una sorna crítica llena de socorrería que ciertamente arranca la risa en otros momentos.

Referencias religiosas y verdad

También hay que reconocer que Gracián, a lo largo del tratado, volverá al Nuevo Testamento una y otra vez, para encontrar las promesas eternas del creador. Por ejemplo, la parábola de la semilla caída junto al camino, o en tierra pedregosa, o en las zarzas y en la tierra buena, tienen una lección eterna de respuesta a la gracia de Dios, y una invitación diaria al amor por parte de Dios. Además, Gracián nos dirá que eso sucede cada día. La esperanza se apoya en que Dios perdona, olvida y confía en el hombre: “el mismo fin es el principio, la destrucción de una criatura es generación de la otra. Cuando parece que se acaba todo, entonces comienza de nuevo: la naturaleza se renueva, el mundo se remoza, la tierra se establece y el divino gobierno es admirado y adorado” (92).

Resulta de un gran interés la desaparición y arrinconamiento, en la práctica, del concepto de verdad: “Es muy connatural en el hombre la inclinación a su Dios, como a su principio y su fin, ya amándole, ya conociéndole (…) Así, con razón definió un filósofo este universo (Job) espejo grande de Dios” (95). Y, más adelante, la “Verdad ha sido preterida y desamparada y echada tan lejos que aun hoy no parece ni se sabe dónde haya parado” (140).

Como ya hemos resaltado al comienzo las referencias a la virtud de la prudencia son constantes y de un gran interés: “los verdaderos sabios son prudentes y virtuosos” (415). Esto es clave tanto en el ámbito textual como en el contextual (181). Asimismo, hay llamadas constantes para ver las cosas desde diversos ángulos para realizar ese juicio prudencia que enriquece a la persona, la hace tener criterio (182) y evitar el desengaño (185).

Particularmente importante es la referencia y el elogio de la libertad a lo largo de la obra, tanto como autodeterminación, como libre albedrío: “la libertad: gran cosa aquello de no depender de voluntad ajena, y más de un necio, de un modorro, que no hay tormento como la imposición de hombres sobre las cabezas” (274).

Valores fundamentales

También se hace mucho hincapié en la importancia de la amistad: “El que no tiene amigos, no tiene pies ni manos, manco vive, a ciegas camina. Y ¡ay! del solo, que si cayere no tendrá quien le ayude a levantar” (337).

No queremos dejar de resaltar una crítica velada de Baltasar Gracián a la Escuela de Salamanca y, en concreto, a los famosos préstamos en precario que Francisco de Vitoria había aprobado en la mercaduría con el fin de recuperar por completo el capital evitando caer en la usura, a lo que denominará con su crítica sutil Gracián con el término “usura paliada” (425).

Asimismo, encajará con deportividad las críticas veladas de Traiano Boccalini sobre los afanes expansionistas de España en Italia con su presencia efectiva en Milán y Nápoles y, mediante acuerdos, en Génova y Venecia (63, 696). Dentro de lo que denominará “el delgado hilo de la vida” (764).

El criticón

Autor: Baltasar Gracián
Leitartikel: Cátedra
Seiten: 812
Jahr: 2025
Aus dem Vatikan

El Papa León XIV acepta la renuncia del cardenal iraquí Louis Sako

El Papa León XIV aceptó la renuncia del cardenal Louis Sako como patriarca de la Iglesia católica caldea, poniendo fin a 13 años al frente de la mayor comunidad cristiana de Irak. El propio prelado afirmó que presentó su dimisión “en plena libertad” para dedicarse a la oración y la escritura tras décadas de servicio pastoral en medio de grandes desafíos para los cristianos del país.

OSV / Omnes-10 de März de 2026-Lesezeit: 4 Minuten

El Papa León XIV aceptó la renuncia del cardenal Louis Sako, patriarca católico caldeo de Bagdad radicado en Irak, poniendo fin a su mandato de 13 años al frente de la denominación cristiana más grande de Irak, dijo el Vaticano.

La normativa canónica para la renuncia de patriarcas

Según un comunicado publicado el 10 de marzo por la oficina de prensa del Vaticano, la renuncia del cardenal Sako fue aceptada en virtud del canon 126, párrafo 2, del Código de Cánones de las Iglesias Orientales, que regula la renuncia de los patriarcas.

El canon establece que el sínodo de obispos de la iglesia patriarcal es responsable de aceptar la renuncia de un patriarca después de consultar al Papa, «a menos que el patriarca se dirija directamente al Romano Pontífice».

Una decisión tomada libremente

En un comunicado aparte emitido por el Patriarcado Caldeo, el cardenal Sako afirmó que, tras cumplir 75 años en 2024, había hablado de su renuncia con el papa Francisco. Sin embargo, el difunto pontífice «me animó a permanecer».

El cardenal afirmó que decidió «en plena libertad» presentar su renuncia el 9 de marzo al Papa León XIV «para poder dedicarme tranquilamente a la oración, a la escritura y al servicio sencillo».

«Él la aceptó, y solicité que se anunciara oficialmente hoy, 10 de marzo, al mediodía», dijo el cardenal Sako. «Para evitar cualquier malinterpretación, confirmo que nadie me obligó a hacerlo; más bien, solicité la renuncia por mi propia voluntad».

13 años al frente de la Iglesia caldea

En su declaración, el cardenal destacó sus 13 años como patriarca caldeo como «años de amoroso cuidado pastoral, seguimiento y crecimiento» en medio de «circunstancias extremadamente difíciles» y «grandes desafíos» para los cristianos en Irak y el Medio Oriente en general.

Después de dar gracias a Dios, a los fieles de Bagdad, así como a los obispos, sacerdotes y personal del Patriarcado caldeo, el cardenal afirmó que «no los olvidaré en mis oraciones» y pidió disculpas «a cualquiera a quien haya podido ofender».

Reconociendo las difíciles circunstancias que atraviesa el Medio Oriente tras la guerra entre Estados Unidos e Israel e Irán, el cardenal Sako expresó su esperanza de que el próximo patriarca posea «una sólida cultura teológica, coraje y sabiduría; alguien que crea en la renovación, la apertura y el diálogo, y que también tenga sentido del humor».

«Lo respetaré y jamás interferiré en su obra», escribió. «Confío en que Dios cuidará de su Iglesia».

Mensaje de despedida

El cardenal Sako concluyó su declaración de manera inusual detallando su patrimonio actual.

Según el prelado, sus bienes económicos que ha incluido en su testamento incluyen 40 millones de dinares iraquíes (30.520,77 dólares), 5.000 dólares y 5.000 euros (5.823,72 dólares) «de mis salarios durante 52 años de servicio sacerdotal, además de otra suma que es mi parte de la venta de mi casa familiar en Mosul».

«No tengo casa ni coche, pero mi verdadera riqueza es mi devoto servicio y los 45 libros y numerosos artículos que he publicado . Recuérdenme en sus oraciones», escribió.

Trayectoria pastoral y ascenso en la Iglesia

Nacido en Zakho, Irak, el 4 de julio de 1948, el cardenal Sako estudió en Mosul y fue ordenado sacerdote en 1974.

Tras continuar sus estudios en el extranjero, regresó a Irak en 1986 y sirvió como pastor en Mosul durante 11 años. También fue rector del Seminario Patriarcal Caldeo en Bagdad de 1997 a 2002.

Fue nombrado arzobispo de Kirkuk en 2003, ocho meses después de la invasión de Irak liderada por Estados Unidos. Fue elegido para dirigir la Iglesia caldea en 2013 y cinco años después fue nombrado cardenal por el papa Francisco.

Conflictos recientes dentro de la Iglesia caldea

En los últimos años, el patriarca caldeo enfrentó varios desafíos internos. En julio de 2023, abandonó Bagdad después de que el presidente iraquí Abdul Latif Rashid revocara un decreto que reconocía formalmente al cardenal como patriarca caldeo en el país y su autoridad para administrar la dotación religiosa caldea.

El cardenal Sako y los medios locales iraquíes lo consideraron un intento de usurpar el puesto del patriarca como jefe de la Iglesia caldea, supuestamente instigado por Rayan al-Kildani, jefe de las Brigadas de Babilonia, una milicia católica caldea que mantiene estrechos vínculos con Irán.

Tras permanecer en Erbil durante casi un año, regresó a Bagdad en 2024 después de que el primer ministro iraquí, Mohammed Shia’ Al-Sudani, confirmara la condición del cardenal Sako como patriarca de los caldeos en Irak y en el mundo.

Sin embargo, otro problema surgió cuando presidió el Sínodo de la Iglesia Caldea del 15 al 19 de julio.

La ausencia de cinco obispos – el arzobispo Bashar Warda de Irbil, el obispo Paul Thabet de Alquoch, el obispo Azad Sabri Shaba de Dohuk, el arzobispo caldeo Amel Shamon Nona de Sydney y el obispo Saad Sirop Hanna, visitador apostólico para Katholiken caldeos en Europa – fue notada por el cardenal, quien insinuó que los obispos «tuvieron algo que ver en retirar el decreto presidencial» para «presionarme a renunciar para buscar la sucesión».

Posteriormente, el patriarcado publicó otra declaración diciendo que la revocación del decreto en 2023 «sugirió a algunos que era el final y les hizo la boca agua», acusando directamente al arzobispo Warda de reunir apoyo del clero para la destitución del cardenal.

En un mensaje enviado a OSV News en septiembre de 2024, el arzobispo Warda dijo que las tensiones entre él y el cardenal Sako se debían a malentendidos y negó las acusaciones de que estaba trabajando contra el patriarca.

«Rechazo categóricamente las acusaciones de corrupción… y seguiré tratando este tema a través de los canales eclesiásticos pertinentes», dijo.

Dificultades en la diáspora y el caso del obispo de San Diego

El anuncio de la renuncia del cardenal Sako también llega en un momento en que la Iglesia católica caldea enfrenta dificultades en su diáspora global.

En el mismo anuncio del boletín, el Vaticano dijo que el Papa León también había aceptado la renuncia del obispo Emanuel Shaleta de la Diócesis Católica Caldea de San Pedro Apóstol en San Diego.

El obispo Shaleta fue arrestado en el Aeropuerto Internacional de San Diego el 5 de marzo. Las autoridades de California lo acusaron de múltiples cargos, incluyendo malversación de fondos y lavado de dinero, y un cargo de «aumento de delitos de cuello blanco agravados».

En una declaración del 8 de marzo dirigida a la diócesis caldea, el cardenal Sako instó a los fieles a «no permitir la división y la discordia, ni dar lugar a voces que acechan para atacar a nuestra Iglesia» y a permitir que «los procedimientos legales sigan su curso para revelar la verdad y defender la justicia».

«Les aseguro que estoy del lado de la justicia y por eso estoy en comunicación con la Santa Sede, esperando que pronto se tomen las medidas adecuadas para el bien de la diócesis», afirmó.

Der AutorOSV / Omnes

Francisco Fernández-Carvajal seguirá enseñando a hablar con Dios

El 7 de marzo falleció, a los 88 años, el sacerdote andaluz Francisco Fernández-Carvajal, cuyos libros de meditaciones han ayudado a millones de personas a aprender a hablar con Dios en la vida cotidiana.

10 de März de 2026-Lesezeit: < 1 Minute

El pasado siete de marzo falleció Don Francisco Fernández-Carvajal, con 88 años. Se trata de un sacerdote andaluz que ha ayudado, y seguirá ayudando, a millones de personas, a hablar con Dios. Es algo que, de un modo o de otro, todos buscamos.

Cristo siempre tiene algo que decirnos. Y todo lo que nos quiere decir está, fundamentalmente, en los Evangelios. Pero nos ayuda mucho que nos comenten y nos expliquen el significado de cada mensaje, de cada parábola, de cada milagro. Igualmente nos ayuda que nos sugieran cómo relacionarlo con nuestros derechos y deberes diarios, de modo que agrade a Dios nuestra intención.

Fernández-Carvajal ha sido conocido principalmente por publicar, en distintos tomos, una colección de más de quinientas meditaciones, de modo que abarquen todos los días del calendario. Igualmente tiene otros títulos tan interesantes como por ejemplo una Vida de Jesús.

No se dirigió nunca a especialistas sino a madres de familia, empleados, gente de todo tipo. Por eso no me extrañó ver sus libros hasta en la cordillera de Huancavelica, en Perú. Hace ya veinte años había vendido más de dos millones de estos libros tan útiles. Es de bien nacidos ser agradecidos.

Aus dem Vatikan

Sin conclusiones definitivas en el nuevo documento vaticano sobre la participación de las mujeres en la Iglesia

El grupo de estudio postsinodal nº5 deja abierto el debate teológico-pastoral sobre los límites entre la potestad vicaria y la potestad sacramental.

Javier García Herrería-10 de März de 2026-Lesezeit: 3 Minuten

El Grupo de Estudio Nº 5 del Sínodo de la Sinodalidad, dedicado a la participación de las mujeres en la vida y el gobierno de la Iglesia, ha presentado su esperado informe final sobre la participación de la mujer en la vida y el liderazgo eclesial. 

Este documento, que surge de un mandato del Papa Francisco en 2024 y ha sido continuado bajo la guía del Papa León XIV, representa una de las reflexiones teológicas y canónicas más audaces de la era postconciliar.

El texto no tiene carácter definitivo, sino que como explica María García-Nieto, profesora de Derecho Canónico de la Universidad de Navarra y autora de La presencia de la mujer en el gobierno de la Iglesia, “resume el recorrido que ha hecho la Iglesia a lo largo de los últimos años en torno al papel de la mujer en la Iglesia”. 

En el grupo de reflexión se hace eco de la discriminación que existe en ocasiones en la Iglesia, ya sea por motivos de género (machismo), o por no pertenecer al estado clerical (clericalismo), explica la profesora, y añade que para superarlo, la Iglesia está tratando de desarrollar una antropología teológica renovada basada en la complementariedad del hombre y la mujer. 

Un mapa para la reforma: El esquema general del documento

La primera parte reconstruye la historia del grupo, subrayando un cambio metodológico fundamental: se ha trabajado «desde abajo», priorizando la escucha de las experiencias concretas de las mujeres, también las trabajadoras de la curia vaticana.

La segunda parte se adentra en el corazón del debate, analizando el «malestar» que sienten muchas mujeres debido a persistentes estructuras de clericalismo y machismo que limitan su vocación. El documento propone que la Iglesia debe pasar de ver la participación femenina como una «concesión» de la jerarquía a reconocerla como un derecho intrínseco que se deriva del Bautismo. Para sostener esto, el informe desarrolla un marco donde la reciprocidad entre hombres y mujeres no es una competencia por el poder, sino una necesidad para la plenitud de la misión evangelizadora.

Finalmente, el informe se apoya en seis apéndices extensos que recorren desde las figuras femeninas en la Biblia y la historia (como las abadesas con jurisdicción cuasi-episcopal), hasta los desafíos actuales del «principio mariano» y el origen de la potestad eclesial.

El Grupo 5 no responde a la cuestión de la potestad directamente, pero sí recuerda el contexto de los últimos años, en los que se ha establecido la distinción entre el potestad de orden vs. potestad de gobierno: el documento aclara que, si bien la potestad de santificar (sacramentos) requiere siempre el sacramento del orden, no ocurre así con la potestad de gobierno». Se argumenta que el gobierno de los obispos es un servicio que puede apoyarse en la colaboración de los laicos.

La clave  está en entender que la potestad es vicaria. Tras la reforma de la Curia Romana (Praedikat Evangelium), la potestad que ejerce un jefe de oficina o dicasterio es «vicaria», es decir, se ejerce en nombre del Papa. Por lo tanto, no habría impedimento teológico para que una mujer ejerza cargos con potestad vicaria en la Iglesia.

Para fundamentar esta tesis, el nuevo documento menciona que la vía carismática, según la cual el Espíritu Santo otorga carismas de liderazgo y consejo directamente a las mujeres. Cuando un Obispo nombra a una mujer en un puesto de decisión, no está «creando» su autoridad, sino reconociendo un don que el Espíritu ya le ha dado a través del Bautismo.

Los puntos más novedosos y relevantes

El informe de 2026 destaca por varios hitos que marcan un «antes y un después» en la práctica eclesial: el documento celebra la llegada de mujeres a puestos anteriormente impensables: Sor Simona Brambilla, nombrada prefecta del dicasterio para los institutos de vida consagrada en enero de 2025, siendo la primera mujer en encabezar un Dicasterio con plenos poderes. 

También subraya el nombramiento de sor Raffaella Petrini, designada presidenta del Governatorato del Estado de la Ciudad del Vaticano en marzo de 2025, y la presencia de mujeres con derecho a voto en el sínodo, una práctica iniciada en 2023.

El texto pone como ejemplo a seguir lo que ya ocurre en diócesis de Francia, Bélgica y Suiza, donde los obispos han creado la figura de la Delegada General. Estas mujeres asumen tareas de coordinación diocesana que tradicionalmente realizaban los Vicarios Generales, planteando que la administración de una Iglesia local puede ser liderada eficazmente por laicos, ya sean estos hombres o mujeres.

El documento cita las conclusiones de la Segunda Comisión sobre el Diaconado Femenino (diciembre 2025), donde se aprobó por una abrumadora mayoría de 9 votos contra 1 la necesidad de ampliar el acceso de las mujeres a ministerios instituidos. Se sugiere la creación de ministerios específicos de «escucha, consolación y acompañamiento» que tengan reconocimiento público y estabilidad canónica.

Una Iglesia más creíble

El informe final concluye que la plena valoración de las mujeres no es un accesorio, sino un servicio necesario para que la Iglesia sea «más bella, más creíble y más fiel a su vocación» en el siglo XXI.

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